Finger´s elektrische Welt

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Das Forum für den durchgeknallten Bastler

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Subversives und sinnloses Teil II

Subversives, sinnfreies und Gefritzel

Hier gehört alles rein, was man sich nach 5 Kannen Kaffee in durchwachten Nächten ausdenken kann und die subversive Grauzone zwischen völlger Sinnlosigkeit und Gefahr gehört.

Projekt Stinkdüse I

Eike hat sich hier etwas besonders krativ-sinnloses ausgedacht. Konkret soll die Frage beantwortet werden, wie mit geringstmöglichem Aufwand ein Maximum an Gestank

und Nebel erzeugt werden kann.

Ein aktueller Überschuss an Staubsaugermotoren führte dann in einer Phase geistiger Entspannung zu der alles entscheidenden Frage, was wohl passiert, wenn man eine überdimensionierte Zigarette an seine Saugseite anschliesst, und den Staubsaugermotor auf diese Weise zum Turboraucher macht.

Als Gehäuse und Ständer dient ein Stück 100er Kanalrohr, an welches ein paar Plastikstangen als Beine geschraubt wurden. Dadurch steht das Ding gefedert und einigermaßen umfallsicher.

Als Zigarette dient ein 80 cm langes Papprohr mit ca. 5cm Durchmesser. Hier sieht man ein bereits eingebrachtes Metallgitter, welches verhindern soll, dass sich der Sauger gleich an der Füllung verschluckt.

Das Papprohr ist mit Heißkleber auf die Drosselscheibe aus Holz geklebt. Diese dient zugleich als Fuß um ein zu schnelle Umkippen des Papprohres zu verhindern. Zwei alte Festplattenmagnete halten Zigarette und künstliche Lunge zusammen.

Jetzt fehlt nur noch die richtige Mischung. Da dieser in unseren Breiten nicht so üppig wächst, kommt unten noch eine Schicht Eicheln als Filter hinein und der Rest wird mit einer Mischung aus Heu und Hornspänen gestopft.

So sieht die fertige Stinkdüse aus. Bleibt nur zu hoffen, dass der Wind günstig steht und die Fahne quer durchs Dorf treibt, damit möglichst viele etwas von diesem Projekt haben.

Am Abend gabs dann Feuer auf das Moped.

Insgesamt raucht das Ding schon beeindruckend gut. Der Motor hat auch erstaunliche Überlebensqualitäten unter Beweis gestellt. Das ganze Drama könnt ihr euch als Film (AVI, 12MB) ansehen.

Der Rasen unter dem Apparat braucht wohl ein paar Tage zur Regenration

und der Motor geht wohl nicht mehr als neuwertig durch :

Geschafft hat es letztendlich das Flügelrad aus Aluminium, welches den Siff kombiniert mit hohen Temperaturen nicht überlebt hat :

Ein ekeliges Problem war die Entsorgung der qualmenden Trümmer. Im Schuppen fand sich nur noch ein etwas überaltertes Exemplar eines Gummihandschuhs

und der beissende Gestank machte eine weitere Analyse unmöglich *WÜRG*

Aber der geneigte Frickler lässt sich davon natürlich nicht abhalten : AUF ZU NEUEN TATEN !

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Projekt Stinkdüse II

Von Dreien, die auszogen gegen die Feinstaubrichtlinie zu verstoßen.

Endlich konnte die Frage geklärt werden, wofür ich die alte 4m Teppichrolle aufbewahrt hatte. Als Material standen uns (Finger, Eike und ReinHerr) besagte Pappröhre, ein Staubsaugermotor, etwas Sperrholz, Schrauben, Klebeband, ein paar HT-Rohre und das übliche Bastelzeugs zur Verfügung. Als erstes wurde in die Pappröhre eine Art Sieb aus einem Stück Sperrholz eingebaut. Dieses sollte später verhindern, dass die Füllung des Rohres in die Turbine gesaugt wird.

Die Befestigung ist denkbar einfach: das Sperrholzsieb wird einfach zwischen ein paar Spax-Schrauben gehalten. Heißkleber kommt ausnahmsweise mal nicht in Betracht. Warum eigentlich nicht ?

Der (noch gänzlich jungfräuliche) Staubsaugermotor wird vorbereitet und mit Anschlusskabeln versehen.

Nachdem er in einen 100er-90°-Bogen ein geeignetes Gehäuse gefunden hat, wird er mit Hilfe eines längs aufgesägten Stückes 100er-HT-Rohr an die Pappröhre angemufft.

Kabelbinder und über 15 Jahre altes Klebeband finden ebenfalls ihre letzte Bestimmung, geben dem Ganzen noch etwas Halt und verhindern nebenbei, dass Fremdluft angesaugt wird. Anschließend ging es nach draußen, um die Füllung einzubauen.

Die erste Schicht besteht aus Kastanien...

und die zweite aus Eicheln. Damit werden zwei Klappen mit einer Fliege geschlagen: erstens stellt diese Mischung einen sehr luftdurchlässigen Filter dar und zweitens kühlt es durch den noch recht hohen Wassergehalt die angesaugte Luft noch etwas, bevor sie in die Turbine strömt. Wie sich später zeigen sollte, hat der Sauger auch entsprechend lange durchgehalten (Röchel).

Der Rest des Rohres wurde anschließend mit einer Mischung aus Stroh und Heu gefüllt. Wie es bei Zigaretten üblich ist, haben wir natürlich auf die Aromatisierung nicht verzichtet und diese mit einem Streifen Wolle, Hornspänen und Puderzucker aufgefüllt. Man ahnt schon den sehr geringen WAF

Hier sieht man die Stinkdüse II kurz nach Inbetriebnahme. Das Ding zieht noch nicht ordentlich. Die doch sehr dicke Schicht unverschweltem Materials hat offensichtlich eine recht gute Filterwirkung.

Einige Minuten später (der Abbrand der Füllung schreitet voran), wird der Rauch deutlich dichter. Die in die Füllung eingebrachte Aromatisierung schlägt inzwischen voll durch

und orgiastischer Gestank zieht in Richtung der nächsten Siedlung. Der vordere Teil des Papprohres ist inzwischen von Innen heraus durchgebrannt

Hier ist die Füllung inzwischen fast komplett abgebrannt. Der Sauger hat dadurch ein leichteres Spiel und die Ausstoßmenge ist deutlich gesteigert. Der Rauch, der Anfangs noch eine weiß-graue Farbe hatte, hat sich inzwischen stark verdichtet und einen deutlich erkennbaren Farbumschlag Richtung braun bekommen. Die Stinkdüse II macht ihrem Namen alle Ehre.

Der aktuellen Feinstaubrichtlinie wird sie wohl nicht ganz entsprechen. Kurze Zeit später hat dann auch der Saugermotor langsam aufgegeben. Die Drehzahl verringerte sich langsam und irgendwann saß der Motor fest.

Dazu gibt es natürlich einen Film (MPG, 35MB).

Nach dem Exitus (Rest in Pieces) des Saugermotors nahm die Rauchentwicklung der Reste stark ab. Auf dem Bild erkennt man deutlich die verkohlten Reste der Eicheln und Kastanien. Ob man darauf noch mal Grillen könnte? ReinHerr, hol doch schon mal die Wurst!

Die heißen und glühenden Reste wurden in einem Eimer Wasser versenkt und so zu einer extrem stinkenden Brühe verrührt. Der Müllkutscher hat sich bestimmt für das Aroma bedankt.

Hinter bzw. um den Saugermotor hatte sich im Betrieb eine Tasse voll übelst stinkendem, braunem Sud gesammelt, der irgendwie an Mischung aus Teer und Altöl erinnerte. Ob das den Saugertod bedeutet hatte? Ob wir das nächste Mal einen Ablauf vorsehen sollten? Vielleicht kann man das so gewonnene Extrakt noch als Holzschutzmittel für den Wohnzimmerschrank verwenden. Neben rustikalem Aussehen verleiht es bestimmt auch einen mittelalterlichen Duft.

Irgendjemand musste dann unbedingt nochmal den Stecker in die Dose stecken. Das arme Motörchen hat sich mit einem Fritzeln bedankt und sich selbst nochmal in Brand gesteckt.

Fazit : Rauchen verkürzt das Leben.

Stunkdüse III

Nummer 3 trug in sich endlich einmal den Gedanken der Wiederverwertbarkeit. Mit einem blasenden Topmotor

und aus 2 aufeinander geschnallten Blechfässern sollte dieses Modell ausnahmsweise mal nicht dem frühen Tod geweiht sein.

Aus diesem Loch sollte das Aroma über das Rohr aus einem alten Bettgestell über die Gegend verteilen.

Als Füllung diente ein Kopfkissen und

die Reste eines Lebensbaumes

Unten sollte ein Gitter verhindern, das glühende Teile sich in der nahen Umgebung aufzuhalten gedenken.

Abgedichtet mit einem Schuss Acryl

und einer Lage Stroh als Beschleuniger ging es dann los. Dachten wir. Der Saugermotor aber war anderer Meinung und ist kurzerhand mit viel Bürstenfeuer verreckt.

Seufz. Also blieb uns nichts anderes übrig, als wieder einen saugenden Motor oben draufzubauen und die Feueröffnung nach unten zu verlagern

Noch einen Schluck E85 unten dran, und der zweite Versuch kann starten.

Und das Ding ist auch gleich zur Sache gekommen :

Dank der sich sändig drehenden Windrichtung hat es um uns herum dann auch bestialisch gestunken. Der Motor konnte zwar nichts riechen, hat aber zum Ausgleich reichlich ekelige Pampe rausgepumt

und ist daran auch direkt zugrunde gegangen

Trotzdem war noch genug Zug in der Büchse

sodas sie überhaupt nicht mehr aufhören wollte zu stinken

Dazu gibt es natürlich einen Film (AVI, 15MB). Auf dem Heimweig vom "Testgelände" erreicht mich dann von Eike noch eine SMS : "Ich hab vergessen, das Schlafzimmerfenster zu schliessen". Na denn : gute Nacht! Für uns war sowieso eine Dusche fällig. Sogar meine Schuhe haben gestunken wie die Pest. WAF : Tiefrot).

Aber natürlich ist es dabei nicht geblieben. Rastlos und vom Gedanken beseelt, Biomasse zu vergasen und brennbares zu erhalten hat Eike mitsamt einer Containertauch-Aktion einen neuen Vergaser gefrickelt :

Omas Rollator hat die Rollen gespendet und zur Mobilität entscheidend beigetragen.

Das Kuchenblech ist vom Brüllrohr übrig geblieben, ist aber noch tadellos in Schuss (Hüstel)

Das Abgasrohr hat eine Würstchendose mit Luftlöchern bekommen. Dort soll ein Grillanzünder sein zündelndes Werk verrichten.

Rein kommt eine alte Hecke und eine Menge Laub vom letzten Herbst.

Womit wird der Eimer nun beatmet ? Die saugenden Saugermotoren sterben ja immer so schnell am hochgepumpten Gubbel. Also kommt dieses mal eine andere Technik zum Einsatz.

Der Kobold in der Kiste

Das Universalmopped zum Saugen und Blasen bei jeder Gelegenheit.

Im Inneren der Kiste werkelt ein Staubsaugermotor aus einem Vorwerk-Kobold. Der entscheidende Vorteil dieses Motors ist, dass er die staubbelastete Luft nicht zum Kühlen des Motors benutzt, sondern dafür einen eigenen Kühlpropeller hat.

Auf die Einströmseite passt direkt ein 40er-HT-Rohr und auf die Abluftseite nach Erwärmen mittels Heißluft ein 50er-HT-Rohr. Die Abluftseite mit dem Kühlluftausgang...

... und die Saugseite mit 40er Rohr. Die Saug- und Blaswirkung kann mittels eingebautem Dimmer perfekt geregelt werden.

Verwendungszwecke:

· Konfetti durch flexibel zusammengesteckte Rohre in den Partyraum blasen
· Beim Flexen oder Bohren den Staub absaugen und über die Abluftleitung direkt nach draußen blasen (Hust)
· Schnelles Aufblasen von großen Luftmatratzen
· Ideal auch zum Anfachen vor Feuern

Also los. Unser Publikum wird langsam ungeduldig und scharrt mit den Hufen.

Im Kühlfass soll eine Prallplatte für adäquate Verwirbelung sorgen und den Qualm im Fass ordentlich verteilen.

Beim ersten Anlauf war die Sache allerdings nicht so ganz dicht. Passend zu seinen Betreibern

Nach einigen Nacharbeiten brannte zumindest der Grillanzünder

Ich muss zugeben, ich habe noch nie einen Grillanzünder durch Gestank verlöschen sehen. Hier passierte genau das.

Das Gebläse ist zu heftig. Das Fass glüht hurtig und macht uns warm, brennt aber nur ungleichmäßig ab. Also wird auf athmospärische Verbrennung umgestellt.

Ohne den Motor wird natürlich das Schauspiel wenig spektakulär, aber die Vergasung produziert mehr Schweinereien.

Glücklicherweise hat sich eine Parkbank eingefunden. Wie soll man sonst dabei in Ruhe sein Bier trinken ?

Leider lässt sich der Gestank aber sowas von überhaupt nicht zur thermischen Reduktion überreden.

Dafür kann man in der einsetzenden Dämmerung die Verbrennung gut kontrollieren.

Mit offenem Deckel taugt das sogar für ein wenig Feuerwerk.

Und was ist geblieben ? Rauchende Trümmer und ein Glas konzentriertes Böses auf wässriger Basis.

Ob uns diese Sauerei auf dem Weg zur Weltherrschaft voranbringt ? Wir werden sehen. Wir lassen das Ding einfach mal kontrolliert ausbrennen.

Wer möchte, kann sich hier (AVI, 19 MB) den Film dazu ansehen.

Zweiter Versuch. Dieses mal hoffentlich mit gnädigeren Winden und mehr Futter in der Büchse. Eichenspäne sollen es diesesmal bringen :

Die Aussenlackierung lässt langsam echt zu wünschen übrig. Keine Qualität mehr so ein Einwegfass.

Dafür macht es uns der Eimer aber wieder schön warm.

Brennen tut das Abgas zwar immer noch nicht, aber dafür war es für dir Nachbarn eine prima Show. Ich hab mich gefragt, wann der erste mit Klappstuhl und Sixpack anrückt.

Gestunken hat es wieder wie Atze.

Nachdem wir keine Lust mehr hatten haben wir den Möller einfach über Nacht stehen lassen. Und gekokelt hat der echt am nächsten Tag noch.

Wofür das gut war ? Das wird später verraten. Sobald uns eine Anwendung für konzentriertes Böses eingefallen ist *grins* Der Film (AVI, 5 MB) dazu dokumentiert den Nebel des Grauens.

Nachtrag

Aufgrund einiger besorgter Nachfragen muß ich noch darauf hinweisen, das hier nur organische Rohstoffe Verwendung fanden. Eine Bildung von Chlorverbindungen war somit ausgeschlossen, da sonst auch keine Osterfeuer oder ähnliche Veranstaltungen möglich wären. Von einer Nachahmung kann ich nur ausdrücklich abraten.

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© 2000 FINGER

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