Finger´s elektrische Welt

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Das Forum für den durchgeknallten Bastler

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Igor Royal - Finger in strahlender Mission

Ein Projekt des Frickelkommandos Nordwest

Making of

Ihr wollt wissen, wie der Film zustande kam? Drin steckt natürlich Frickeltech ohne Ende, noch viel mehr Sperrmüll und endlose Stunden Arbeit. Geld wurde kaum ausgegeben, zusammengerechnet hat der Film vielleicht 200€ an Material verschlungen. Strom und Sprit rechnen wir lieber nicht, ebenso wie die 8 Monate Zeit bis zur Fertigstellung.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an das Frickelkommando Nordwest, ohne die Unterstützung wäre das Ding nie zustandegekommen. Aber jetzt genug davon, jetzt gibt es in loser Zusammenstellung alles was am Rande gelaufen ist. Achtung, diese Seite enthält mehr als 250 Fotos! Der Film selbst liegt hier.

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Die Versandverpackung für einen Zombie ist natürlich ein Sarg. Für die Abmessungen habe ich mich in etwa an diese Vorlage gehalten und sie etwas heraufskaliert:

Ein Zehnerpaket Dachlatten ist preislich gesehen der günstigste Baustoff und wird von Holzleim und ein paar Schrauben zusammengehalten:

Die Verpackung von Arbeitsplatten wird anschliessend mit Heisskleber angepappt und passend geschnitten. Die Übergänge werden mit Kreppband angehübscht.

Glücklicherweise hatte Feinkost Albrecht gerade einen Restposten Abtönfarbe in RAL 8011 (Diarrhoebraun) im Angebot. Damit bekommt er seine dezente ....äh... Holzoptik. Die Gerätegriffe sind direkt in die Pappe geschraubt und zwei hineingetackerte Rettungsdecken bilden das Innenleben.

Ein altes Sitzkissen wird es unserem Zombie dann etwas bequemer machen. Ich muss nur noch eine zweite Rettungsdecke kaufen.

Der Deckel wird ebenfalls aus Pappe gefertigt und bekommt ein paar Blitze und diese Fratze (Quelle) hier als Deko:

Wenn man den Deckel richtig herum öffnet sieht man auch kaum die labile Pappkonstruktion.

Ausgeliefert hat ihn dann Kuddel professionell mit Klemmbrett:

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Wie schaut man einem Zombie ins Gehirn und wie sieht es drinnen aus? Ein Pappkarton wird die Frage beantworten. Den Boden bilden zwei ausgedruckte Gehirne

den Hintergrund trägt eine Papp-Heisskleberkonstruktion

die ebenfalls beklebt wird. So entsteht ein gewisser.. äh.. Hohlraum.

Dort drinnnen kann sich alles Wesentliche abspielen.

Die Beleuchtung wird über einen Halogenspot realisiert.

Drüber kommt der Boden eines Einwegbechers um das Licht etwas weicher zu machen.

Damit sich drinnen etwas bewegt kommt der aufziehbare Blechkerl hier zum Einsatz.

Das eigentliche Gehirn bildet eine Dose Spam. Die wird unten geöffnet und teilausgeräumt

damit die Schläuche für den Blutkreislauf hineinpassen.

So ist der Hirninhalt komplett und die dunkle Seite steuert den Burschen.

Eine alte Peristaltikpumpe übernimmt den Blutkreislauf

und bekommt eine Mischung aus Lebensmittelfarbe und Luft zu fressen

und wird mittels Heisskleber im Karton befestigt.

Die Idee, den Blutkreislauf mit dem Innensabsch von billigen Knicklichtern anzuhübschen war eine schlechte Idee. Das gab eine unglaubliche Sauerrei, leuchtete aber nur sehr beschränkt.

Als nächstes kommt ein Laserscanner zum Einsatz. Eigentlich ist dies eine sehr billige Laserwasserwage mit Linienoptik, welche durch einen Getriebemotor langsam gedreht wird

und von oben durch ein kleines Loch ins Gehirn funzelt.

Damit man den Strahl auch sieht ist etwas Nebel sicherlich hilfreich. Ein Ultraschallvernebler sollte etwas Wasserdunst erzeugen, welcher per Ventilator ins Gehirn gepustet wird.

Funktionierte überhaupt nicht. Das Wasser lies die ausgedruckten Gehirne wabbelig werden und verschwand viel zu schnell. Also Versuch zwei mit Glycerin und Wasser. Ein kleiner Eisenblock mit 0.8mm Düsenbohrung wurde per Lötlampe aufgeheizt und der Schwabbel dann mittels Spritze injiziert.

Das Ergebniss war eine beeindruckende Nebelwand in meiner Werkstatt und eine 30-minütige Putzaktion um den schmierigen Film auf der Werkbank wieder loszuwerden. Ebenfalls völlig untauglich.

Der Versuch, kleine Mengen Trockeneis örtlich zu beschaffen schlug ebenfalls fehl.

Also die gute alte Methode mit Ammoniak und Salzsäure soll es richten. Dazu wird Luft durch zwei Flaschen mit den Zutaten geblubbert und anschliessend gemischt.

Funktioniert, nebelt wie blöd und stinkt wie Sau. Wunderbar.

Jetzt kann Blick ins Gehirn gefilmt werden. Der idiotische Blick von aussen wurde durch eine alte Linse gefilmt und über einen Spiegel aufgenommen, um die optische Weglänge zu vergößern:

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Wie aber realisiert man den Blick in den Kopf im Film? Dazu bekommt der Mann einen Helm auf. Eisbrenner hatte Helme ohne Innenleben für einen Euro im Angebot. Sieht total bescheuert aus, ist für unsere Zwecke also IDEAL.

Die Klappe wird mit einer Laubsäge hinten reingeschnitten und bekommt einen Griff und ein Scharnier:

Silberne Sprühfarbe gibt dem Ding eine Aluoptik und hinter die Klappe kommt mit Heisskleber ein Stück Pappe

mit einer Gehirnoptik

Von Aussen natürlich gekennzeichnet der Servicezugang:

Unser Zombie wird später eine Schweisserbrille tragen. Eines der Gläser wird herausgeschraubt und von dort aus wird ein Schlauch in den Helm führen:

Ein angepoppter Gurt von einer Panzer-Sprechkombie hält den Deckel dann auf der Denkmurmel

Und weil wir ja sowieso über den Schaltkasten Strom am Zombie haben bekommt er auch gleich noch etwas Beleuchtung:

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Igor wird diesesmal auch standesgemäß auftauchen und eine Mönchskutte sowie eine Tonsur und einen Buckel tragen. Da alle käuflichen Kostüme nichts taugten oder zu teuer waren kam also wieder nur der Eigenbau in Frage. Die Elektrobucht hatte gerade günstig einen Restposten Textilfarben für schmalstes Geld ausgeworfen

und im Kotzbullarland gab es Baumwollstoff für 2 Euronen pro hundertstel Hektometer. Zusammen im Eimer fühlt sich das Zeug richtig wohl.

Derweil mal flugs aus einer Mülltüte an mir selbst ein Schnittmuster ausprobiert

und eine ordentliche Kutte genäht

Leider ist der Stoff relativ dünn, fällt also bei der Kapuze immer wieder zusammen. Hausmama empfiehlt daher: STÄRKEN. Also etwas Reisstärke besorgt, eingeweicht, geplättet und fertig ist das Brett:

Damit unser Mann sich nicht den Schädel rasieren muss, gibts noch eine schicke Perücke dazu:

Den Buckel machen wir dann aus einer Aldi-Tüte und Styroporchips. Kann man dann auch nachträglich reinschieben.

Das russische Reaktorpersonal trägt so eine Art OP-Hauben, welche jedoch in Deutschland nur in grün zu haben sind. Also habe ich eine seziert

und aus einem Bettlaken nachgeschneidert

Wenn sie sich denn schon mal vorbeugen würden, ich komme dann gleich!

Die Soldaten tragen Helme, ist ja klar. Ein Armeeshop hat dann zwei tschechische Modelle ausgekotzt. Das Innenleben ist erstaunlich unkomfortabel

Normalerweise macht man Gurte für LKW-Planen aus dieser Lederqualität. Also muss das raus. Drinnen ist ein eingenietetes Band aus bestem Federstahl, das kommt auch raus.

Und jetzt noch etwas Verpackungsschaum zum Polstern, fertig ist der Knitterfreie:

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So als Bösewicht braucht man ja auch irgendein treues Geviech. Dieses hier hat Rudis Resterampe für satte 2 Euronen ausgespuckt.

Zusammen mit ein paar Farbresten

wird daraus mein treuer Begleiter. Der Farbton nennt sich übrigens tatsächlich "Chemie".

Er bekommt dann noch ein paar andere Farben und LEDs in die Augen und wird auf meiner Schulter wohnen. Ein Festplattenmagnet sollte ihn auf einem eingenähten Stück Blech halten.

Leider ist das Plastezeug aus recycelten Shampooflaschen dermaßen billig, das der Epoxygubbel nicht hält *Seufz* Mit ein wenig mehr Farbe im Gesicht und ein wenig festlicher Beleuchtung macht der schon etwas her :-)

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Der Atomzombie muss natürlich dann aus einer Waschmaschine in Einstellung "Gehirnwäsche" herausspringen. Eine passende Waschmaschine war gerade nicht zur Hand, also haben wir den Trockner mit einer Heckenschere ausgeweidet.

Von weitem geht das Ding der Marke Meisterstück glatt als Waschmaschine durch

zumal der Wahlschalter dann noch die passende Beschriftung erhält

Streng beobachtet durch Poweronoff:

Und das Beste ist, das man im Film überhaupt nicht sieht, das das Bullauge nur ausgedruckt und aufgeklebt wurde! Und später gibt so ein Ding noch einen prima Partytisch ab.

Und was hält Poweronoff da in der Hand? Ein Klick aufs Bild offenbart euch ganz neue Einblicke in das russische Verlagswesen:

Der Wahlschalter wurde dann auch entsprechend noch einmal modifiziert

Die Aufnahmen der realen Waschmaschine wurden dann mit einem Eierkarton samt angeklebtem Handlich gemacht:

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So ein Elektrozombie braucht natürlich Strom. Und davon nicht zu wenig. Also hab ich mir in einem gelangweilten Moment etwas überlegt. Die Rückentrommel war tatsächlich mal eine Kabeltrommel. Hier wird sie auf ein Stück 6,90Euro-Laminat gespaxt

und bekommt einen Tragegurt, den ich mal in einem Paket vom Ranger Shop gefunden hatte.

Ein bischen Farbe drauf

und mit Heisskleber ein paar Verpackungsreste drauf und fertig ist der Trommelabwickler.

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Dieser Asiate hier

hat mich dazu inspiriert, die häßliche und kaputte Leselampe endlich mal einer vernünftigen Verwendung zuzuführen und zu einen Steadycam-Stativ umzubauen.

Die Kameraverschraubung hat ein Camcordergriff aus VHS-Zeiten gespendet

ebenso wie den Pistolengriff, der allerdings der Ergonomie wegen anders herum dran glauben musste:

Ein passender Holzklotz samt angeklebter Unterlegscheibe und ein Splint im Lampenrohr sorgen für die Drehbarkeit

und eine Stange aus einem Drucker samt angeklebtem Drehdödel als Griff

passen exakt in die alte Zugentlasung und machen das Teil schwenkbar. Der Fuß unten sorgt dann durch sein hohes Gewicht für dicke Arme und hoffentlich ruhige Bilder.

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Bei Pearl gab es, MCVomit-Gutschein sei Dank, preiswerte Zombieschminksets:

Direkt nach der Lieferung habe ich Pearl auf meinen persönlichen Index gesetzt. Aber zumindest weiss ich jetzt, wo Pollin sein Zeug herbekommt. Dies können nur Rücksendungen von Pearl sein. Vorab gesagt gibt es diese Sets für unter 4 Euro öfter zu kaufen, die angebliche Preisreduktion ist also eine Fälschung. Gleiches gilt offensichtlich für die Kundenrezensionen, welche sich auch von Kunden nicht erweitern lassen.

Die Anleitung im Set ist auf Französisch verfasst und zur Sicherheit zweimal im Karton enthalten. Sie enthält interessanterweise die Zusammensetzung der Pampe:

Dummerweise ist mir entgangen, das der Hautkleber nicht dabei ist. Egal, dafür haut einen das Werbevideo vor Lachen echt vom Hocker. Eine dermaßen schlechte Maske zu produzieren dürfte mit diesem Set zwar kaum möglich sein, das Anschauen lohnt sich aber wirklich.

Das Latexzeug besteht zu 70% aus Wasser und stinkt, als ob es direkt aus dem Restebottich einer Raffinerie stammt. Die Trocknung braucht entgegen den Angaben im Produktvideo nicht wenige Stunden sondern mehrere Tage. Anschliessend ist der Schrumpf enorm, es bleibt nicht viel mehr als eine Art Folie in der Dicke eines gelben Sackes. Damit wird auch klar, das die Maske im Film mindestens 5 Pullen von der Pampe benötigt.

Die hautfarbene Schminke hat die Konsistenz eines Teelichtes, muß also vermutlich heiss aufgetragen werden. Vielleicht kann man auch einen Docht reinstecken und den Gubbel abfackeln. Die übrigen Farben sind weicher, erinnern jedoch stark an die in einem Komposthaufen vorherschende Farbkomposition. Erzeugt man mit dem zu hellen Kunstblut und der schwarzen Farbe eine Wunde, so trocknet diese in 24 Stunden zu etwas zusammen, was an gegrillte Paprika erinnert und chemisch müffelt. Würde man sich die Pampe hingegen flüssig direkt auf die Bratze auftragen, so würde der Sabsch einfach runterlaufen.

Mufft aber immer noch so, das ich mir das nicht freiwillig in die Bratze kleben würde.

Da war Svens Versuch, Gehirn aus Pudding zu kochen, schon deutlich erfolgreicher.

Nebenbei gesagt ist dieser Hautkleber relativ teuer. Also hab ich mich mal auf die Suche nach einer geeigneten Rezeptur gemacht und bin auf folgendes gestossen:

Schon interessant, wie aus einer Fettpampe ein Kleber werden soll. Und was soll die Milch in der Pampe? Lösungsmittel für die Gelatine weil das Melkfett zu wenig Wasser enthält? Egal, das wird ausprobiert.

Stinkt wie der Teufel, entmischt sich schnell wieder und bildet schmierige Pampe. Na ja, war ja zu erwarten.

Also doch lieber grüne Theaterschminke mit weiss gemischt und ein wenig Blut dazu.

Im Sarg und mit der restlichen Ausstattung sieht das dann schon richtig gut aus.

Auch mit Mikro im Bild.

Und er taugt auch hervorragend als Klappenmann

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Als elektrischer Zombie braucht unser Mann natürlich auch einen Schaltkasten. Der besteht aus einer Handydose mit kackbrauner Lackierung

einigen LEDs und einem Lauflicht sowie etwas Heisskleber

und natürlich einem Stück Dekorfolie

Poppnieten halten einen weiteren Gurt vom Rangershop und so kann man sich das Ding vor die Brust schnallen.

Ein eingenähtes Gummi im Gurt hält das Ding dann auf Spannung :-) und etwas Schaumstoff auf dem Boden mildert den Druck

Sein später ins Spiel kommender Reaktor besteht aus einer mattgeschliffenen Plexiglasröhre, welche nicht mehr in der Jukebox untergekommen ist

Die Innenbeleuchtung sind Reste von LED-Streifen, welche mit einer Dachlatten-Heisskleber-Alu-Pappkonstruktion Reflektoren erhalten

Oben und unten jeweils ein alter Lampenschirm

mit einer Innenbeleuchtung aus LEDs, gehalten von Teppichklebeband

macht das Ding erstaunlich viel Licht.

Quellcode und Schaltplan stehen natürlich zum nachfrickeln zur Verfügung.
Gespeist wird der Möller von 4 Lithiumzellen. Dank des gänzlich fehlendens BMS müssen die Zellen einzeln geladen werden, aber für den Einsatzzweck ist das ausreichend. Damit stehen 12V Bordspannung zur Verfügung.

Ebenfalls auf dem Rücken sitzt der Drucktank für die Adernsuppenspritze. Der Tank ist eine CO2-Kartusche aus einem Trinkwassersprudler und könnte (theoretisch) auch mit Propan betankt werden.

Die zugehörige Waffe besteht aus einer Luftpumpe, einer Riemenscheibe und viel Holz und Heisskleber

Preisfrage: Wie streicht man etwas in zwei Farben an wenn nur ein Pinsel zur Verfügung steht?

Die gelbe Haarspraydose enthält einen 20W-Halogenstrahler, welcher mitleuchtet wenn der Abzug betätigt wird und das Magnetventil für die Druckluft öffnet

Damit man den Strahl später besser sieht habe ich einen Vorversuch mit Lebensmittelfarbe in einer Wasserpistole gemacht

Schon ganz gut, der Strahl muß aber noch dunkler werden (animiertes GIF):

Damit der Druck im Tank auch vorne ankommt kriegt das Ding ein Magnetventil samt DC-DC-Wandler, damit die niedrige Bordspannung von 12V das Ventil auch aufbekommt:

Die Düse wurde einem billigen Gartensprüher entnommen

und kommt auf eine Gaskartusche samt aufgelötetem Doppelnippel weil die Düse dankenswerterweise ein zölliges Gewinde hat

Etwas Goldlack

und ein Silikonschlauch samt Gewicht

und fertig ist der Tank für die Adernsuppe. Etwas 2K-Kleber hält ihn auf der Riemenscheibe.

Damit wären Antrieb und Bewaffnung für meinen Zombie fertig.

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Die Funkszene findet in einem Relaishäuschen statt. Es liegt etwas versteckt ausserhalb von Oldenburg.

Drinnen findet man noch ein wenig alte Technik

die sogar noch funktioniert und natürlich mit eingebaut werden muß!

An der Seite dann

findet sich ein richtiges SCHEISSHAUS:

Über dem Kopp hängt noch ne Pumpe, an welcher sich perfekt eine Kamera anstrapsen lässt.

Und Äktschn. Die Jungs machen sich dann schon mal warm......

Aber erstmal natürlich was vom Tiergrill

Genauso wie am zweiten Drehtag.

Erstmal wird die Bude ein bischen aufgemöbelt

und verschönert.

Den gelangweilten Operator macht der Besitzer des Häuschens

der an seinem Schaltschrank das Diktatorenquartett spielt

Poweronoff muß (weil bei den Russen nicht viel Platz ist) aufs Klo ausweichen

um Richtung Heimat zu funken

während das Hilfspersonal versucht, den zugehörigen Satelliten anzupeilen

und ob des geballten Schwachsinns langsam um den Verstand kommt.

Die Funke selbst hat Kollege Heaterman mit viel Liebe zum Detail und noch mehr Heisskleber in einigen Nächten zusammengetackert.

Drinnen läuft ein ferngesteuerter MP3-Player. Das Geflacker übernimmt der Morsemöller.

Dieser hängt an der Wand und überbrückt jeweils eine Lampe

Wer rät, was die Lampen im Klo morsen, der bekommt einen Überraschungspreis von mir.

Die mißglückte Selbstzerstörung haben wir mit einem Scheinwerfer und einer völlig überdimensionierten Nebelmaschine gemacht:

Die hat die Bude dermaßen vollgeräuchert, dass man das Funkgerät überhaupt nicht mehr sehen konnte

Am Schluss dieses Drehs musste dann noch der Sarg dran glauben. Hauptsächlich, weil wir das Riesending einfach nicht mehr brauchten

und der Kasten schon ganz schön gelitten hatte. Pappe und Heisskleber vertragen hohe Luftfeuchtigkeit nicht besonders gut.

So, dann wollen wir den Russenzombies mal kräftig in den Arsch treten!

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Etliche Szenen werden in Innenräumen stattfinden. Und da braucht man nunmal Licht. Ein Stativ vom Schrott

und zwei Scheinwerfer aus einem Altmetallcontainer

ergeben immerhin 300W Licht. Nicht viel, aber besser als nichts und 100% kostenneutral.

Na, wer erkennt das olivgrüne Kästchen? Es taugt hervorragend als Abzweigdose.

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Erster Drehversuch. Das Rollenverständniss musste noch erarbeitet werden.

trotzdem hatten alle viel Spaß

und versuchten sich in professioneller Arbeit

ebenso wie TDI, zuständig für skurile Details am Bildrand:

und Sven mit der Brille, die jeden zum Vollhorst macht

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Poweronoffs Fahrt über den Ural ist als Tricksequenz entstanden. Ein Plastiktrabbi mit eingeklebten Bildern von Poweronoff fährt durch den Garten.

Inbesondere das Auftauchen wie ein Uboot entstand in einem Bananenkarton

mit einem Holzstempel, der mithilfe untergelegter Bierdeckel den Trabbi aus dem Rindenmulch hebt.

Der Radarschirm besteht aus roter Farbe und Silberdraht, angelötet an eine kleine Pillendose. Die Achse samt Lager stammt aus einem Videorekorder.

Die ganzen Sequenzen bestehen aus etwa 400 Einzelbildern. Bewährt haben sich hier übrigens Irfanview und der Grandiose Bildverkleinerer wegen ihrer Batchfähigkeiten.

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Igors Flucht aus Russland anno Finger 1953 soll durch ein offensichtlich selbstgebautes, atomar angetriebenes Gefährt geschehen. Dazu wird ein Bollerwagen mit Elektroantrieb ausgerüstet:

Die Luft aus den hinteren Rädern kommt raus und somit liegt der Eimer auf dem alten Rollstuhlantrieb auf:

Ein Buswartehäuschensitz über dem Antrieb sorgt für den nötigen Apressdruck

und unter dem Sitz befinden sich die zwei Bleigelerlinge und die Elektronik für den Antrieb.

Den Bezug zur Waschmaschine und zur Gegenwart bekommen wir durch eine Riemenscheibe, die Igor in der Vergangenheit als Lenkrad benutzt und in der Gegenwart in der Hand hält.

Am Lenkrad sitzt der Notschalter (aka Sitzkontakt am Rollstuhl), welcher eine getriebeschonende Notbremsung einleiten kann. Das wird dann wichtig, wenn man mit dem Handgas per Drehknopf im Fußraum nicht mehr klarkommt. Die Schalter sind für den Rückwärtsgang, den Weissnebler und die Rauchpatronen im Auspuff. Der Igorschalter macht das Gefährt komplett tot.

Die Auspufftöpfe bestehen aus Würstchen- und Haarspraydosen

und nehmen elektrisch gezündene, kommerzielle Rauchpatronen auf.
Im Heck sitzt ein runder Drucktank mit 3l Volumen, aufgepumpt auf 3Bar. Diese Luft kann per Magnetventil und Druckminderer in den Inhalt der beiden Flaschen geleitet werden. Was da rausblubbert wird über ein T-Stück gemischt und über den Duschkopf ausgestossen. Mit HCl und Ammoniak gefüllt ergibt sich so weisser Nebel.

Etwas Farbe und los gehts. Jetzt fehlen nur noch ein paar Insignien und eine Flagge.

Sven hat dann auch gleich die erste Probefahrt mit Erfolg absolviert. Allerdings ist der Eimer dermaßen langsam, das der Film später 4* schneller laufen muss.

Glücklicherweise passt Igor trotz größerer Statur auch noch drauf und muß nicht die Beine rausbaumeln lassen.

Vor Ort werden dann die Rauchpatronen verkabelt und die Chemikalien eingefüllt

so daß Igor dann standesgemäß seine Flucht antreten kann. Die kleinen Sqeuenzen wurden nachträglich noch mit einem Ausleger am Fahrzeug gedreht damit die Riemenscheibe ausreichend zur Geltung kommt:

Der Zünder einer Patrone hatte während der Fahrt dann noch für einen Kabelbrand gesorgt

was aber mit einer Schere dann einfach rausgeschnitten werden konnte:

Die zickige Rollstuhlsteuerung hat dann die Fahrt zum Glück ausserhalb des Sichtfeldes gebremst:

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Igors Flucht aus Mielegrad anno 1953 bleibt natürlich _NICHT_ unbeobachtet und löst Alarm aus. Der kommt aus einem wunderbaren Lautsprecher, den ich in einem Oldenburger Parkhaus filmen konnte:

Das Atomforschungslabor besteht aus einem Haufen Grümpel, Lebensmittelfarbe und Schläuchen

und befindet sich in einem ehemaligen Kaninchenstall, welcher heute als Werkstatt genutzt wird:

Das sich die beiden Trommeln angefunden haben ist tatsächlich reiner Zufall. Ehrlich! Die Flagge ist eigentlich ein gefärbter Stoffetzen, die Insignien stammen von einem Spültuch und halten (natürlich) mit Heisskleber:

Der "radioaktive" Schaum ist eine Mischung aus Ahoi-Brause in Zitrone und frischem Bier. Die Scherben stammen von einem Pflaumenglas.

An diesem Abend hat Igor dann noch einen Molli aus Heisskleber gefrickelt, aber das ist eine gänzlich andere Geschichte.

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Jetzt fliegt den Russen das Labor in einer gewaltigen Explosion um die Ohren. Lange zeit später schleicht ein einsamer Liquidator durch die Trümmerwüste. Auf der Suche nach Strahlungsnestern gräbt der den halbfertigen Russenzombie aus, der die Explosion überlebt hat. Dabei wird er zerfleischt, womit wir im Splatterbereich angekommen sind.

Um einen abgerissenen Kopf zu simulieren hat ein Armeeshop zwei Tschechische Stahlhelme und eine Russengasmaske ausgespuckt. Dazu kommt dann noch ein Styroporkopf aus einem Frisörladen. Seitdem bekomme ich von Ebay immer Scheren und Frisörumhänge angeboten. Na ja, man muss auch Opfer bringen.

Wenn der Kopf zu Boden fällt ist die Stryropordenkmurmel aber zu leicht. Also hat das Ding einen Überzug aus Vaseline bekommen und wurde mit Mullbinden und Gips zugekleistert

bis etwa ein Zentimeter Gips drauf war.

Auseinandergesägt offenbart sich das leere Hirn in derartiger Intensität, dass ich eine Flasche aus dem Labor (siehe oben) als Hirnprothese und Vergusssparer implantieren musste

Zwei Dachlatten halten den Hohlkörper in Kopfmitte, Klebeband hält die Form zusammen.

Seit 2007 abgelaufenes und schon reichlich dickflüssiges 2K-Silikon dient als Füllmasse.

Nach dem Entformen kann man die Schichten sehen, welche ich zuerst mit Sand gestreckt hatte. Dies hatte aber zur Folge, das der Gubbel kaum noch umzurühren war. Zwischendurch hatte ich daran gedacht, die Pampe mit Erbsen zu strecken. Wenn die anfangen zu quellen gibt das bestimmt eine total geile, verwarzte Oberfläche. Ich habe allerdings nur eine Packung Spirelli im Schrank gefunden und die hätten sich im Spalt verklemmt.

Die alte Leichtbaurübe hat bis auf den Sägespalt sogar tapfer durchgehalten. Ist jetzt aber total glitschig.....

Zum Anfassen, als Halsersatz und zum kaschieren des Flaschenhalses wird noch eine Pappröhre dranwirosiliert

und mit ausgedruckten Fotos von Mettwurst für die fleischige Optik dekoriert. Etwas zu groß ausgedruckte Augen hinter die Gläser und fertig ist die Rübe des Liquidators. Zwei alte Socken füllen den Bereich am Kinn aus

Der Papphals hat ja noch nichts mit Splatter zu tun. Also wird ein Damenstrumpf mit Küchentuch ausgestopft und in Ketchup, Kakao und Lebensmittelfarbe gekocht.

Das Ergebniss wird dann tropfnass mit Blumendraht unten am Kopf befestigt.

Leider ist der Aufnahmetermin geplatzt und die Plastikflasche mit dem Sabsch kullerte immer noch im Auto herum. Eine Woche später roch mein Auto, als wäre am Wochenende etwas reingekrabbelt und gestorben *Kotz* Und ich weiss jetzt auch, woher das kommt. Der Innendruck der Flasche war so groß geworden, das der vergorene Inhalt sich einen Weg nach draussen bahnen konnte. MEINE FRESSE STINKT DAS!!!!!!!!!! Ist ne Mischung aus Katerpisse und verwesendem Fleisch....... extrem übel....

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Der Russenzombie wurde natürlich nicht fertig und besteht deshalb hauptsächlich aus Müll, Kabelresten und Farbe. Ein altes Okular mit blauen LEDs

sitzt auf einer Spraydose und bildet ein radioaktives Gerät am Unterarm.

Heisskleber und ein Duschschlauch komplettieren die Technik. Den Rest machen wir mit Leukoplast, Kabelresten und einigen Waschmaschinenteilen samt Heisskleber vor Ort.

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Weil ein Zombiefilm nicht ohne Blut auskommt, folgen erst einmal ein paar Vorexperimente. Die Kamera muß natürlich sauber bleiben, erhält also einen Schutz aus Dachlatten, Heißkleber und einer alten Scannerscheibe.

Als Blut dient abgelaufener Ketchup der Marke ULC (=Ultra lowest cost) in einer Spritze

aus sicherer Entfernung auf die Scheibe gesplattert.

Die Kamera selber sieht das so (animiertes GIF):

Irgendwie sind weder Farbe noch Konsistenz überzeugend. Und die Applikation erinnert eher an das Ende eines Schüttelwesterns. Das muss dünner und dunkler! Also etwas Wasser und Kakao dazu....

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Und wo drehen wir die letzten Szenen? Ein riesiges Problem kommt auf, wenn man eine Industrieruine braucht. Die notwendigen Voraussetzungen sind:

Zugänglich ohne Hausfriedensbruch
Erreichbar ohne 500km fahren zu müssen
Keine Schlammwüste
Halbwegs ebenes Gelände mit Ruinen in Endzeitstimmung

Bisher avisiert waren:

Verzinkereiruine Hude
Kaserne Varel
Betonwerk Varel (wurde gerade abgerissen)
Klinkerwerk Bockorn (wurde gerade abgerissen)
Lokschuppen Varel (ist seit 15 Jahren abgerissen)

Netzfabrik Oldenburg (keine richtige Ruine)
Verlassener Flugplatz Friedrichsfeld (wird noch teilbewacht)
Brandruine Gestüt Drachenfels

Versorgungsstützpunkt Düsen
Brandruine zur Pultern Delmenhorst (komplett zugewachsen, nicht begehbar):

Letzendlich haben wir uns für den Lokschuppen entschieden, da frei zugänglich und nicht einsturzgefährdet. Den Anwohnern war unser Treiben auch scheinbar völlig wurscht. Die Berge an Material hatte ich schon einen Tag vorher rangekarrt, so das wir entspannt zu Werke gehen konnten:

Zuerst muss die Ruine etwas hergerichtet werden. Dazu räumen wir etwas Sperrmüll beiseite und befestigen ein paar Pappschilder

mit Blumendraht und Heisskleber

Die Atomkiste hat den Gau unbeschadet überstanden und steht jetzt lose herum

Eike macht den russischen Liquidator und bleibt dank Vollschutz anonym.

Allerdings war die Sache bei 28°C in der Sonne mehr als schweisstreibend.

Sein Kopf bekommt einen Feinstrumpf und ordentlich Ketchup

Ebenso wie Sven

Hinterher war dann duschen angesagt

Die Sauerei in der Ruine übernimmt dann der Regen

Den "Schutthaufen", bestehend aus Resten von Paletten, einer Schrankwand und einem schwedischen Verkehrsschild hatten wir extra mitgebracht.

Noch ist alles gut.....

Svens Kostüm war allerdings so klapprig, das er ständig irgendwelche Teile verloren hat und mit Leukoplast geflickt werden musste:

Der Mantel ist dermßen groß, das Eike komplett darunter verschwinden kann, während der Zombie ihm den Kopf mit einem Lötkolben abtrennt. Auf Svens Kommando schwappt dann eine Ladung Ketchup gegen die Kamera.

Mittlerweile war der Kopf allerdings dermaßen glitschig, das er kaum noch zu tragen war.

Zum Showdown taucht Fingers Zombie in voller Bewaffnung dann auf

und pumpt den Russen mit Adernsuppe voll:

Um ihn mobil mit Druckluft versorgen zu können (die CO2-Kartuschen sind sehr klein und das Konstrukt eher undicht) musste ein alter Feuerlöscher herhalten:

Jetzt steigt der Innendruck und er reisst sich den Schlauch aus der Maske. Der ist bereits mit Ketchup, Wasser und schwarzer Lebensmittelfarbe gefüllt, welchen ich hinter ihm stehend herausblase:

Um das Kotzdruckmanometer am Filter anbauen zu können wurde dieser aufgeschnitten und ausgeräumt

so dass das Ganze nur durch Klemmung gehalten wird.

Das Manometer bekommt eine neue Skala und der Zeiger kann mit einem Drahtstück von aussen bewegt werden:

Die Maske bekommt innen zwei Ringe aus Scheisshausrohr eingeklebt (Sekundenkleber + Aktivator), welche hinter Plastikfolie die Augen tragen

Mittels Aquarienschläuchen wird dann einfach schwarzer Kaffee

in die Augen geblasen

und gegen den Himmel gefilmt während ich am Tisch wackele:

Der Sekundenkleber setzt dem Latex ziemlich zu, so das der arme Kerl im Prinzip nur noch von Panzertape zusammengehalten wird:

Den obligtorischen Finger macht ein elektrisches Kinderspielzeug, welches statt Fell einen Gummihandschuh bekommen hat.

Nach dem Endkampf soll der Russe mehrteilig ins Jenseits befördert werden. Ursprünglich sollte erst sein Kopf explodieren und das rausfliegende Gehirn in Zeitlupe gefilmt werden. Dazu wurden diverse Vorversuche notwendig. Göterspeise gestreckt mit Verpackungsschaum (schlechte Idee, der Mist schwimmt)

sollte per Zerleger die Gegend verzieren. Später hätten Nudeln die Hirnwindungen simuliert.

Leider war die Ladung schon zu groß, auf dem Film war nichts zu sehen *Gmpf*

Also ein neues Konzept. Zuerst fliegen ihm die Augen aus dem Schädel. Weniger Gubbel halt. Und per Druckluft ausgeblasen werden die Aufnahmen auch wohngebietstauglich.

Ablussrohre mit Götterspeise ausgegossen

und etliche Vorversuche später war die optimale Mischung ermittelt. 3 Bar mit 10mm Durchflussöffnung, 400ml Wasser mit 70g Zucker und Pulver für 1000g Götterspeise. Fertig ist der Splattereffekt.

Als erstes müssen die Gläser raus (per Hammer).

Mit etwas PU-Montagekleber (teuer, aber verklebt auch Abflussrohr mit Gasmaske)

und einem Schlauch in den Filter wandert der ganze Salat in den Zombiekopf

und wird per Bauschaum fixiert.

Ein mit eingebauter Unwuchtmotor sollte den Kopf wackeln lassen, was leider überhaupt nicht funktioniert hat.

Die Falte im Kopf hat sich gebildet, weil ich Ochse die Maske nicht vorher angefeuchtet hatte und der Schmadder im Kopf nicht richtig fest wurde. Und das Ventil der gebrauchten Bauschaumpulle musste erst 3 tage in Aceton weichen, bevor es den kostbaren Gubbel freigeben wollte.

Noch etwas rote Farbe an den Hals, Magnetventile dran und fertig ist der Kopf.

Eine Nebelmaschine macht den Dampf, der Feuerlöscher liefert den Druck und eine Zeitlupenkamera macht die Aufnahmen. Den Torso simuliert ein altes Tshirt mit Verpackungsmaterial ausgestopft.

Jetzt ist er endgültig fertig.

Der Rauch stammt aus einer Nebelmaschine. Die habe ich ohne Pumpe und ohne Behälter geschenkt bekommen.

Also kommt da eine Pumpe aus einem Kaffeeautomaten drauf. Und weil die kaputt war kommt gleich noch eine zweite dran.

Nebelt wie doof, braucht aber einen Trenntrafo, weil das Heizelement einen Schluss hat und eine Spritze, weil die zweite Pumpe auch im Arsch war.

Und wenn man einen kleinen Lüfter dranfrickelt kann man den Nebel auch durch Rohre und Schläuche leiten. Saut zwar etwas herum, aber die Götterspeise ist eindeutig die größere Sauerrei.

Jetzt fehlt ihm nur noch der Rest. Ein paar alte Klamotten mit Verpackungsresten ausgestopft ergeben den toten Zombie auf der Wiese. Eine kleiner Zerleger und ein auf die Schnelle gefrickeltes Zündbord aus einem Laminatrest

und schon reitet der böse Geist ab zu seinen Ahnen.

Ein Klick auf das Bild öffnet einen kurzen Film dazu:

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Und warum fliegt den Russen der Kram um die Ohren? Weil Igor Voodoo betreibt und sich ein Voodoo-AKW gefrickelt hat. Ein paar Plastikbehälter, ein Riesen-Ü-Ei und Heisskleber

ergeben zusammen mit einem grün lackierten (ich hatte keinen Pinsel, also musste eine Zahnbürste herhalten) Brett

das Mini-AKW, in das Igor eine Fahrradspeiche steckt. Der Qualm aus dem Kühlturm stammt aus einen Häufchen Braunkohle, welches wir aus einem Lausitzer Record herausgebohrt und in einem Flaschendeckel angesteckt hatten.

Die Innenansicht des Reaktors wurde in Stopmotion Technik aufgenommen. Als Containment dient eine leere Kartoffelsalat-Dose, die von außen mit Alufolie verkleidet wurde.

Im unteren Bereich wurden für die Imitation des Tscherenkow-Lichts drei blaue LEDs versenkt. Leider waren drei LEDS viel zu hell aber schon verheißklebert, also musste mit etlichen Widerständen und zwei LEDs in Reihe die Lichtemission gedrosselt werden.

Die Brennstäbe sind zwei kurze Heißkleberstangen, in die oben und unten eine grüne LED eingesetzt wurde. Die Steuerstäbe bestehen aus blauen Heißklebersticks. Als Führung und Halterung der Stäbe dienen mit Gaffatape verkleidete Styroporblöcke, blank hat das Styropor zu viel Licht gestreut. Eine alte Fahnenstange aus PVC dient als Kabelführung.

Testweise wurde der Reaktor auch mit Wasser befüllt und das Ablassen des Wasser in Einzelbildern aufgenommen. Die Voodoo-Nadel wurde durch eine Gewindestange simuliert, die von schräg oben langsam ins Bild geschraubt wurde.

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Der Geigerzähler aus der Liquidatorsszene besteht im großen und ganzen aus einem Rohr mit Gehäuse und zählt Violinistinnen.

Das Unterteil wurde aus einen Kühlkörper gefertigt. Fertig ist der GeigerInnenzähler.

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Der russische Reaktor befindet sich tatsächlich in einem Schuppen. Der Fahrstand besteht aus Dachlatten und Schrankrückwänden mit gubbelgrüner Lackierung (intern: "Reaktorgrün"):

Aus zwei Teilen wird so das ganze Bedienpult. Ein fettiges CD-Laufwerk und ein TFT vom Sperrmüll sind die modernsten Teile

während der Rest eigentlich komplett aus Sperrmüll besteht

Die Reaktortemperatur wird über ein angeflanschtes Instrument angezeigt

welches der Einfachheit halber nur festgeklemmt wird.

Insgesamt 40 LEDs und Lampen und ein paar Schalter werden von Blinkdings gesteuert. Ein kleiner Controller schiebt über 5 Schieberegister sinnlose Werte mehr oder weniger hektisch raus:

Quellcode und Schaltplan sind natürlich verfügbar. Das Lastenheft sah folgende Funktionen vor (O-Ton):

Normalfall:
Langsames blinken, einfach irgendwie Bits ins Schieberegister schieben, Frequenz vielleicht 0.5 Hz.

Kleiner Schalter betätigt:
Frequenz steigt auf ca. 1 Hz. Eines der Schütze fängt an langsam zu klappern, 1s an 1s aus. Da kommt eine Klingel dran und ein Wanrschild das beleuchtet ist

Großer Schalter:
Es wird hektisch, 3 Hz oder so.

Roter Knopf getastet:
MELTDOWNMODUS. Zweites Schütz klappert los; da soll dann ein weiteres Warnschild angeklemmt werden "Lauf so schnell du kannst". Die Klingel geht dann durchgehend an.

Soweit fertig

ist das Ding hinterrücks eher ...äh.. optimiert:

In die Klolampe kommt noch eine lackierte 5W-Funzel

und der Fahrstand selbst bekommt die passende Beschriftung.

Der Fahrstand wird begleitet von einer mannshohen Schalttafel. Diese besteht aus 6 Segmenten einer lackierten Duschabtrennung auf Dachlattenträgern und wird ebenfalls mit sinnlosem Zeug bestückt:

Dieses Segment bekommt mit bunten LEDs hinterleuchtete Bärenmarke-Flaschen, welche gerade herumstanden:

Der Reaktor selbst wird mit dem Handrad hochgefahren und der Zustand im sogenannten Dangerlevel angezeigt.

Ursprünglich aus James Bond - 007 jagt Dr. No entliehen

sollte eigentlich noch der legendäre Satz fallen : "Es ist sehr fortschrittlich von Ihnen, Atomkraft zu benutzen". Im Film kurbelt der Protagonist den Reaktor an einem Handrad auf Anschlag.

Das Handrad stammt aus einer Bandsäge. Die Achse aus Kunststoff wird mit dem Seil bewickelt, selbiges durch zwei durchgeorgelte Spaxschrauben auf der Achse gehalten.

Der Zeiger läuft auf einer Schiene aus dem Alurohr eines Wäscheständers. Oberhalb des Dangerlevels befinden sich diverse blinkende Sicherungen, welche nach anstrengender Bohrerrei

mit viel Heisskleber im Plastik fixiert werden.

Die Verkabelung folgt auch hier eher pragmatischen Ansätzen.

Der Notschalter stammt von einem Herd, die Abdeckung hat mal Autolampen beherbergt:

Wer des kyrillischen nicht mächtig ist, der findet hier die passenden Übersetzungen der Sicherungen und der Schalttafel zur weiteren Begutachtung.

Der zweite Teil enthät die Umschaltungen zwischen Brot und Böller sowie Glasnost und Perestroika (Aus einem alten Bettgestell)

sowie den Zustand des Chernobyl-Reaktors direkt vor der Explosion:

Das ganze Monster wurde im Werkstattschuppen aufgebaut und mit Rettungsdecken, Tapeten und anderem Krempel kombiniert.

Ein paar Leuchtschilder und Rundumleuchten vervollständigen die Technik:

Für den Bezug zur Gegenwart liegt dann hier auch der halbfertige Zombie der Russen herum:

Michael hockt zusammen mit Eike hinter der Konsole

und bedient Nebelmaschine und die Steuerstäbe

während Eike die Pyrotechnik im eigentlichen Reaktor (Ein Blechfass mit einem hineingestellten Bettenantrieb, welcher die Steuerstäbe hochfährt) bedient

Aus seiner Sicht sah der Arbeitsplatz dann in etwa so aus:

Die Pyrotechnik hat dann auch den Reaktor tatsächlich in Brand gesteckt, so das eilige Heisskleberreparaturen notwendig wurden.

Die Hauptkühlmittelpumpe wird von einem alten Kriegsveteranen bedient (die müssen ja auch etwas zu tun haben).

Im Fachjargon "Versehrtenpumpe" genannt (auch wenn es sehr schwer fiel, nicht dauernd zu lachen).

Der Einsatz des Kadaverrösters während der Dreharbeiten war natürlich wieder obligat. Ohne Mampf kein Kampf.

Die Regie hockt derweil in der offenen Tür und sondert Kommentare ab.

Die Wurst war echt. Auch wenn das CD-Laufwerk diese hartnäckig nicht lesen konnte!

Insgesamt auch das wieder ein echt lustiger Abend. Hier noch einige Impressionen vom Set:

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Jetzt machen wir sie FERTIG.
Als Ausrüstung für einen Werbeclip für Anti-Zombie-Munition braucht es natürlich eine großkalibrige Waffe.
Diese Gatling-Gun aus Krümelholz und Scheisshausrohren wird durch eine Kurbelbohrmaschine angetrieben.

Da die originale Kurbel fehlte wird einfach eine Riemenscheibe aus einer Waschmaschine (was auch sonst) angeflanscht.

Die größte Herausforderung lag hier darin, aus diesem Haufen die passenden Schrauben herauszusuchen.....

Jetzt kann es losgehen! Zieht euch warm an!

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Der Teaser für den Adventskalender war eigentlich eher eine Idee nebenbei. Das Kostüm hat insgesamt nur 10 Euronen verschlungen, wie man schon am Einleger sehen kann:

Ich bin extra ins Grüne gefahren, um meine Ruhe zu haben. Und was passiert? Ich stolziere Mitte Oktober im Nikolauskostüm über einen Feldweg und ein Reiter kommt vorbei. Glotzt mich an und sagt ganz langsam: "Der Weihnachtsmann!". Ich entgegne : "Nein nein, der Nikolaus!". Daraufhin schüttelt er den Kopf und reitet weiter. An der selben Stelle musste der Zombie dran glauben, was natürlich nicht leise war. Und in diesem Moment kam kein Reiter, sondern ein Möbellaster den Weg entlanggescheppert. Einer der Jungs vorne drin fummelte am Navi herum und der andere glotze ungläubig auf die Szenerie mit dem zerlegten Torso und dem ganzen Kram drumherum. Ich habe noch freundlich gegrüßt, aber er hat es dann vorgezogen, kopfschüttelnd Gas zu geben.

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Mein russischer Erzfeind sitzt in Wirklichkeit in einem Gartenhäuschen voller Nippes aus dem vergangenen Jahrtausend. Ein 30 Jahre alter Ledermantel und eine NVA-Offizersmütze sowie ein paar Lederhandschuhe und fertig ist der Mann.

Noch den finsteren Blick dazu und es kann per Funk bei McVomit der Reichsjugendbeutel bestellt werden.

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Wie geht es jetzt weiter? Die ganzen Kulissen des Reaktors sind an das Spijöök in Varel gegangen und zieren jetzt das Atomuboot im Trockendock:

2013 zur Saison werden wir den Jungs vermutlich noch die Technik wieder lauffähig machen. Später dann mehr dazu.

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