Finger´s elektrische Welt

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Das Forum für den durchgeknallten Bastler

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Kunst und künstlerisches

Verwirklichungen am Auto


Es gibt Leute, die kaufen sich Alufelgen, legen ihren Schweine-Eimer tiefer, und fahren sich an jeder Begrenzung den Spoiler ab. Doch es geht auch anders. Man fällt noch mehr auf mit einer liebevoll gestalteten Müllhalde :

Ein Telefon gehörte schon lange zur Ausstattung meines Fahrzeugs. Ebenso drei Klorollen, eine Klolampe an der Decke, ein Hut, ein ganzjähriger Weihnachtskalender und noch so einiges anderes Zeug :


 

Ich kann euch versprechen, die Leute bleiben stehen und glotzen !

Eines Tages bekam ich sogar Fanpost :

Leider musste dieses Auto nach 18 Jahren den Weg aller Autos gehen (an dieser Stelle noch einen Gruß an die Agentur I-Dear, die einen Beitrag für die Sendung "Abenteuer Auto" auf Kabel 1 suchte. Da es aber nichts mehr zu filmen gibt, und ein Sülzkühler wohl nicht ins Format passte, ist die Sache leider im Sande verlaufen) und so kam ein neues Betätigungsfeld auf mich zu.

Ich stellte mir eines Tages vor einer Kühltruhe im Supermarkt angesichts eines "Delikatess-Sülzkottlets"die Frage, wie weit ein Mensch sinken muss, um so etwas ekeliges zu essen und befestigte dieses Teil am Kühler, um seine Haltbarkeit zu testen.

Kotelle am Kühlergrill

Zuerst sank nach 3 Monaten das Gemüse nach unten, dann nach weiteren 4 Wochen stieg das Ei nach oben. Noch einmal 4 Wochen später kehrte sich der Vorgang um. Dann passierte weitere 3 Monate nichts mehr, bis der Blumendraht, womit es befestigt war, durchrostete.

Dieses Produkt ist unverottbar !

Dummerweise hatte die Sache ein Nachspiel. Ich hatte das Teil auf das Amaturenbrett gelegt und vergessen. Die Heizung und die mürbe Verpackung taten ihr übriges, so daß der Inhalt freigesetzt wurde. Überraschenderweise verbreitete der Mist einen Geruch von Schrottplatz (!), eine üble Mischung aus Rost, Wasser, feuchten Sitzen und Öl. Und das soll ein Nahrungsmittel sein ?

Wo allerdings "Elvis - die Wurst" geblieben ist, kann ich im Moment nicht genau sagen. Sie scheint den Kofferraum selbsttätig verlassen zu haben.

Elvis - Die Wurst

Eike, die Lampe und der garnicht gelbe Auspuff

Hier hat sich mein Kollege an meinem gelben Disaster verewigt :

Neulich wurde mir die Ehre zuteil, beim Umzug Fingers gewaltigem Material-Fundus mitwirken zu dürfen. In einer seiner "vielen hundert Kisten" stieß ich auf das folgende Teil:

Natürlich habe ich ihn gefragt, was das sei. "Ein Teil einer alten Lampe" war die Antwort. Als Herkunftsort schoß mir dabei ein nahöstliches Pre-EU-Land mit vielen spitzen Türmen durch den Kopf. Wieso bloß...? Wofür er so was aufbewahrt, wusste er in dem Moment auch nicht so genau. Nach kurzen Nachdenken fiel mir dann ein stilechter Verwendungszweck ein. Dazu musste das Teil jedoch etwas umgearbeitet werden

Dazu habe ich zwei 2mm-Löcher in das Rohr gebohrt. Diese wurden anschließend mit einem 4,5mm-Bohrer im Linkslauf nach innen umgebörtelt, damit die "selbstschneidenen" Schrauben auch etwas Material zum Festhalten haben...

...und schon ist sie fertig, die stilechte Auspuffblende für Fingers gelben Postgolf ;-)

Die modernde Elektrik in meinem Transportmittel stellt nach nunmehr 19 Jahren ein echtes Problem dar. Die Temperaturanzeige (bei dem Alter ein wichtiges Detail) zeigt nur noch bei Bodennebel und korrektem Deklinationswinkel des Erdmagnetfeldes einen zu 27% vertrauenswürdigen Wert an. Also gibt es was neues. Ein Plexiglasrohr aus einer Handlampe dient als Gehäuse

für ein einfaches Panelmeter. Den Messwert liefert ein LM35. Ein paar Glühlampen links und rechts machen das Moped dann auch nachtfahrtauglich.

Irrerweise passen die Endkapen der ollen Lampe genau zur Wagenfarbe. Und da hier schon seit Jahren eine Rolle DC-Fix in Pallisander der Marke "Ambiente" herumlag, bekommt das Ding gleich noch ein wenig Optik verpasst.

Ich bin mal gespannt, wann die Polente mir was von wegen Radarwarner anhängen will.

Und weil immer noch so viel von dem Zeug da ist, kommt da noch was an den Post-Woodie :

Eine neue Lufthutze bringt dann noch 3 PS mehr Dampf :

und für bessere Belüftung sorgt die Venturi-Düse auf dem Dach. Endlich werde ich die Schimmelsporen los.

Meine Arbeitskollegen fanden das dann so scharf, das ich an meiner Kaffeetasse dann eines Morgens Holzflammen fand :

Ein premortaler Nachruf auf den Postgolf

2011 ist Schluss. Spätestens bis dahin wird sich der faulige Grind unter den Fussmatten durch die durch Infernalflatulenzen des Fahrers genährten Schwefelbakterienkulturen im Schaumstoff der Sitzpolster gefressen haben und nach den Hämorrhoiden des Fahrers gieren. In härtestem Überlebenskampf zwischen Gammel, Müll und Schimmel in mindestens 500 Generationen während der 21jährigen Laufzeit des Postgolfes gestählt, werde ich diesem Rektalangriff nichts entgegenzusetzen haben.

Der fauliger Odem der höllengleichen Brut meines treuen Gefährtes wird mich unvermittelt umfangen und in tiefe, traumlose Bewusstlosigkeit stürzen. Während ich erbrechend hinter dem Steuer niedersinke, wird die formlose Masse eben dieses an sich reissen und den Golf triumphierend zur nächsten Mülldeponie steuern, um von dort aus die Übernahme der Weltherrschaft zu planen. Kein TÜV-Prüfer wird mich vor diesem Schicksal bewahren können.

So wird mir nichts anderes übrig bleiben, meinen teuren Dieselgenossen rechtzeitig in eine erdnahe Umlaufbahn zu katapultieren, und von dort aus direkt in die Sonne zu steuern.

Kurz vor 2011 war es dann soweit. Intensive Suche und Kontaktpflege werden meinem treuen Gefährten einen Lebensabend in angewandter Nützlichkeit bescheren, und hoffentlich noch lange vor den eisenfressenden, chinesischen Hochöfen bewahren. Ende Oktober hat Peppo die lange Reise aus Aachen auf sich genommen, einen Kasten Bier dagelassen

und das Dieselross auf einen Segelflugplatz verfrachtet, wo es unbehelligt von Perlonkitteltragenden KFZ-Sachverständigen

in Ruhe und Gemütlichkeit seinem Ende entgegenrosten darf. Möge diesem Glanzstück deutscher Ingenieurskunst ein schönes Ende vergönnt sein.

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© 2000 FINGER

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