Finger´s elektrische Welt

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Das Forum für den durchgeknallten Bastler

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Maschinen und Apparate

Die Gubbel-Cam


So eine Zisterne ist eine tolle Sache. Wasser zum Nulltarif für das geneigte Grünzeug im heimischen Garten. Leider neigen die örtlichen Laubgehölze doch recht intensiv zum rumsauen, so daß die Sauerrei regelmäßig aus den Dachrinnen gefischt werden muß.

Dank der mir innewohnenden Faulheit hatte sich leider ein erheblicher Gubbelanteil in den Wassertank gemogelt und die warme Witterung hat das ihrige zum heimischen Bioreaktor dazugetan.

Als dann der Sprühschlauch im Beet dank der 5 Bar auf der Leitung riesige Wolken stinkendes Aerosol durch die Nachabrschaft trieb

war dann die Kompatibilitätsgrenze zur Nachbarschaft wieder mal überschritten und ich fand mich mit Eimer auf der Leiter wieder, um den Gubbel aus der Rinne zu schaufeln. Irgendwie sieht man ja auch hinerher immer aus wie ein Schwein

und der Geruch ist ja auch vom Feinsten. Ziemlich ekelige Sache muss ich sagen

Zugegeben, es gibt schlimmeres

aber toll ist das wirklich nicht.

Da Eike schon mal seine Balkonrinne gesaugt und mir neulich ein Karton 40er-HT-Rohre in die Hände gefallen war, bin ich dann gleich mal mein Materiallager inspizieren gegangen und fand meinen alten Werkstattsauger (Modell Hubschrauberturbine) wieder :

Mit dem Monster und den Rohren kann der Dreck (hoffentlich) ohne Leiter und ohne weitere Sauereien aus der Rinne entfernt werden. 2-3 Meter Rohr, unten der Sauger dran und oben ein 180°-Bogen, fertig ist der kletterfeindliche Rinnenentgubbler.

Aber woher weiss ich, das sich wirklich die gesamte Biomasse im Blechbauch des geneigten Schlürfers befindet ?

(Für alle die 1984 noch flüssig waren : das war ein C64-Spiel namens Slurpy). Man müsste in die Rinne reinsehen können. Da kam mir dieses kleine Kameramodul gerade recht :

Dazu noch ein billiges TFT-Modul aus der Bucht (Sichtwort TFT und XBOX)

und schon kann ich um die Ecke schauen. Die Kamera kommt in ein Cremedöschen zum Schutz vor Wasser

und bekommt noch einen LED-Scheinwerfer für herbstliche Abendentgubbelungen.

Jetzt wollte ich diesen Monitor noch sezieren

und verkleinern und was ist ? Der Schrott ist innen genauso groß wie außen. MIST!

Also kommt das Moped in voller Größe an das Rohr.

Und wenn mir die Arme zu lang werden kommt da noch ein Tragegurt dran. Jetzt muß sich das Ding im Herbst noch bewähren.

Nachtrag I

Inzwischen hat mich Post erreicht mit dem Hinweis, das sich das Display doch verkleinern lässt :

Wenn man auf den gesamten Audi-Krempel, den Einschalter und den Schalter zur Quellenauswahl verzichten kann, ist nur noch die kleine Platine, sowie ein kleiner Teil der Großen notwendig, um das Display per FBAS zu versorgen. Hierfür sind nur ein paar Modifikationen notwendig.

1. An der kleinen Platine müssen die 12V-Versorgungsleitungen gebrückt werden (passiert sonst über den Ein-Schalter an der großen Platine)

2. Die große Platine benötigt weiterhin +12V und GND - die beiden anderen Leitungen können gekappt werden

3. Sämtliche Audioleitungen sowie der SCART-Eingang (rechts auf der kleinen Platine) werden nicht mehr benötigt (es sei denn man möchte den SCART Eingang weiterhin nutzen)

4. Die große Platine gemäß den beigelegten Fotos zurecht sägen

5. Beim Zersägen geht nur EINE Leiterbahn verloren - und zwar die, die sonst zum Schalter für die Quellenwahl führt

5.1 an Pin 7 des FFC (Achtung, es wird von Rechts gezählt!) einen Draht anlöten

5.2 Soll der Scart eingang verwendet werden, das andere Ende auf Masse löten

5.3 Soll FBAS verwendet werden, das andere Ende auf +5V (neben dem FFC liegt ein 7805, der +5V liefert, einfach am Ausgang anlöten.

Wenn alles geklappt hat (und ich nichts vergessen habe) sollte das Display trotz zersägter Platine immer noch ein Bild liefern.

Nachtrag II

Ein geneigter Mitfrickler hat sich ebenfalls Gedanken zum Thema gemacht :

Als ebenfalls frischgebackener Hausbesitzer darf auch ich mich neuerdings mit Problemen wie Regenrinnenreinigung beschäftigen. Zusätzlich erschwerend kommen bei mir die Faktoren "Höhenangst", "Distanz Regenrinne zu Boden = 5 m" und "Rinne jedesmal randvoll mit tonnenschwerem, triefnassem Buchenlaub" hinzu. Mit Letzterem, fürchte ich, kommt der kameraüberwachte Sauger nicht klar. Mir geistert daher schon länger die Idee für ein kleines Helferlein durch´s Hirn : Ein angetriebenes, ausreichend schweres Fahrgestell, welches in der Regenrinne hin und herfahren kann. Da dann ein Motor drauf, der hochtourig eine Welle mit Bürsten an jedem Ende des Fahrgestells antreibt. Die sind in der Größe auf den Radius der Regenrinne abgestimmt und sollen den Modder einfach scheibchenweise aus der Regenrinne rausschleudern. Landen würde dieser dann im Gemüsegarten, wo er als Dünger auch genau richtig plaziert ist ( würg ! ). Das Ding könnte ich mit einem Besenstiel vom Dachfenster aus in die Rinne setzen und ihm von da aus, vor dem Gubbel-Regen geschützt, bei der Arbeit zusehen. Ein Problem sehe ich noch darin, die Körbchen zum Blätter-Auffangen in den Fallrohren zu überwinden.

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