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Warum nicht deren Produkte verdieseln und damit extra klimaschädlich durch die Gegend gurken ?
Und die Kassierer bei Feinkost-Albrecht an den Rand des Kopfschüttelns bringen ob des vollen Einkaufswagens.
Um die betagte und bald volljährige Technik meines Postbombers zu schonen, kommt ein Zusatztank in die
Kiste. Warmfahren mit Diesel und anschliessend auf Pöl umschalten. Es gibt Webseiten ohne Ende zu dem
Thema, deshalb spare ich mir hier weitere Ausführungen.
Der Tank wird aus zwei 20l-Einwegkanistern gefrickelt.
Die beiden müssen irgendwie miteinander verheiratet werden. Also mal flugs die Verschraubungskiste durchforstet.
Ein Bausatz für Erwachsene.
Beide Kanister kriegen oben ein Loch um die notwendige Technik anzufrickeln. Ein Rahmen aus Metall und Einnietmuttern
werden später die Aluplatten halten.
Dran müssen Zulauf, Rücklauf, Einlauf, Entlüftung und ein Geber für den Füllstand.
Mal sehen, ob ein Poti mit Schwimmer dafür geeignet ist. Also flugs mal ein Poti eine Woche in Öl eingelegt.
Ein Metallrahmen hält die Kanister zusammen. Ein paar plattgekloppte Hutschienen
leisten hier gute Dienste.
Der Linke bekommt noch ein Rohr aus Plexiglas als Schauglas verpasst, damit man beim Tanken nicht
zu viel von der Pampe reingloddert.
Jetzt kommt der Clou : beide Tanks erhalten im Boden eine weitere Röhre, welche den Füllstand ausgleichen soll.
An der Stelle hab ich mir erste Fragen zu meiner hirnlichen Dichtigkeit gestellt und beschlossen, hier etwas sorgfältiger
zu Werke zu gehen. Alle Verschraubungen tragen Dichtringe und sind
mit Loctite 511 eingedichtet. Alle weiteren Übergänge werden mit
Flex und Bond von
Weicon zugekleistert.
In der Mitte werden die Kanister noch mit einer weiteren Verschraubung verbunden, um schneller tanken zu können.
Ein Ansaugfilter aus Drahtgitter soll groben Dreck von den weiteren System fernhalten.
Der Schwimmer am Poti ist ein kleines Plastikschächtelchen, gefüllt mit einem Schaum, damit er auch dann
noch schwimmt, sollte die Büchse volllaufen. Alle lösbaren Stellen sind mit
2k-Pampe
gesichert.
Der angesaugte Schlabber aus dem Tank wird durch ein Alurohr geleitet und mithilfe eines
Temperatursensors kann gemessen werden, ob sich
die strukturelle Integrität des Plastikgeraffels sich ob zu hoher Temperaturen in Wohlgefallen auflöst.
Befüllt wird das Ganze über einen alten Staubsaugerschlauch.
Eine kleine Kreiselpumpe mit genügend Spiel zwischen Kammer und Flügeln kann zur Entlüftung des Systems genutzt
werden. Bei ihrem Ausfall bleibt das Ganze so weiter funktionstüchtig. Der Temperatursensor wurde in einer Filmdose
mit Silikon fixiert.
Zur Verschlauchung habe ich auf Reste von halbstarren Druckluftschläuchen zurückgegriffen. Die sind formstabil
und über Schnellkupplungen leicht Vakuumdicht zu verbinden.
Der ganze Apparat kommt hinter dem Fahrersitz zu liegen und ist am Boden angeschraubt.
Mit einem Stück Abflussrohr
und dem oberen Ende einer alten Sodastream-Flasche als Einfüllstutzen ist das Tanksystem komplett.
Einen Schaltplan gibts auch. Zwischendurch hat
mich echt mal jemand gefragt, ob ich den Postgolf jetzt auf Wasserstoffantrieb umgerüstet hätte *Grins*
Weiter im Motorraum. Hier kommt ein zweiter Filter für den Pflanzensaft hin. Egay lieferte 6
Filterpatronen Marke Ostblock.
Auf der Packung stand allen Ernstes "Brandstofffilter".
In den Heizungskreislauf kommt ein Wärmetauscher. Dazu muss der Thermostat im Heizungskreislauf raus.
Meine
Auslegung war jedenfalls Blödsinn. Ich hatte vergessen,
das die Pumpe auch einen Rücklauf hat. *Seufz*
Damit keine Wärme flöten geht muß der Wärmetauscher isoliert werden, er kriegt also ein Mäntelchen.
Das Schaumzeug stammt aus einem Müllcontainer, also mal flugs mit einem Wasserkocher getestet, ob das Zeug
auch wirklich 100°C aushalten kann :
Sieht gut aus. Also mal drumgewirrt den Kram.
Aus Fahrradlenkern und anderen Rohren wurden die Anschlusstücke gefrickelt. Ein wenig Kupfer ließ
sich nicht ganz vermeiden, also hab ich die Teile zwecks Verhinderung von Korrosion an den Aluteilen
des Motors (werden Wasserpumpen nicht aus Magnesium gefertigt ?) mit
Teslanol passiviert. Hält angeblich bis 130°C. Und natürlich reichlich
Frostschutz reingegloddert.
TESLANOL. Ein Spitzenprodukt! Das gibt der Tierarzt seiner Familie.
Am Einlauf zum Wärmetauscher ist wieder ein Sensor verfrickelt. Entsetzt musste ich nach dem Eingiessen in Silikon feststellen, das
der irgendwie zu Schaden gekommen ist. Normalerweise tut er seine Kenntnisse in 10mV pro °C kund. Jetzt hat er bei 0°C 1V und bei 80°C 750mV
am Ausgang. Irgendwie hat der Verstärkung und Steigung völlig verfriemelt. MIST!
Dank Silikon kann der Verguss aber mit einem Messer entfernt werden.
So sieht eine Dichtung für kaltes Wasser übrigens nach 30km Fahrt aus :
Man kann sogar die Fliessrichtung des Wassers erkennen. Na ja, jetzt ist eine Flanschdichtung
von Klinger drin und das System ist dicht. Gekostet hat der Spass bisher 65 Euronen.
Der Tank bekommt noch eine schöne ekelige Haube zur Tarnung
Aber wie zwischen Pöl und Diesel umschalten ? Mal scharf nachdenken....
2 Kugelhähne mit Stellmotor werden es werden. Ein kleiner Linear-Aktuator wird es richten :
Eigentlich sollte das mal ein Projekt ohne Kontrollör werden. *Seufz* Aber hiermit ist das
natürlich hinfällig. So ein Schrittmotor will natürlich passend befeuert werden. Und so wird es
ein Ventil mit 32k Flash, L297 und zwei gebrauchten Näherungssensoren :
Dazu gibt es noch ein kleines Filmchen (MPG, 1 MB)
zur Anschauung. Die Weiche Ware und ein
ElektronenverhackstückungsPlan stehen auch zur Verfügung.
Nachdem ich dieses Ding eine Woche auf meinem Tisch stehen hatte kamen mir doch leichte Zweifel, ob diese Konstruktion das Geschüttel
meines Diesels dauerhaft überstehen würde. Das Ding ist nämlich ein astreiner Aussenvibrator.
In einem Ü-Ei habe ich zufällig zwei direktschliessende Magnetventile gefunden :
Nachdem die Dichtung eine Woche Schwimmübungen in Diesel absolviert und dabei seine
strukturelle Integrität nicht eingebüsst hat,
konnte ich mich also mit dem nächsten Problem beschäftigen. Die Dinger laufen mit 230V AC......
Nun ist das ja in dem Leistungsbereich kein Problem. Mal auf die Schnelle eine Schaltung zusammengenagelt
Die Ausgangsspannung ist erwartungskonform alles andere als sinusförmig
Macht aber nix. Zumindest nicht mit einem Ventil. Kommt aber ein zweites hinzu, bringt die Stromaufnahme das Ding mächtig
aus dem Tritt. Also mal eine weitere Variante gefriemelt. Die braucht allerdings ein Kühlblech. Das Weissblechgehäuse einer
Batterie kommt da gerade recht
Schon besser, aber noch nicht gut. Weil die Schrottkiste sowieso überquillt kommt das halt alles zweimal in ein Gehäuse
und ein Lüfter sorgt für warme Luft
Einen Schaltplan habe ich diesmal nicht, das ist einfach freihand gefrickelt ohne gross drüber nachzudenken.
Die Ventile kommen dann einfach mit einem Blechwinkel im Motorraum zu liegen
So, nächstes Problem. Die ganzen Kabel müssen ja irgendwo angeklemmt werden. Und Temperaturen will ich auch sehen.
Und das am besten auch im dunklen. Also ein einfaches Panel, ein Gehäuse, ein paar Schalter und Lampen.
Die Lampen stammen offensichtlich aus Cockpitbeleuchtungen oder so und brauchen 28V. Also wird noch ein DC-DC-Wandler fällig.
Dabei ist mir ein einfacher und spottbilliger DC-DC-Wanderbaustein über den Weg gelaufen.
Zu allem Überfluss gibt es dazu auch noch einen kleinen Online-Kalkulator
(hier mal ein Beispiel. Perfekt also für meine Zwecke.
So langsam bin ich schon ein halbes Jahr mit dem Kram beschäftigt. Und der Pölpreis hat sich dem Dieselpreis verdächtig angenähert. Würde man dann auch
noch das ver(s)teuerte Zeug in den Tank hauen, wäre jedweder Preisvorteil endgültig dahin. Hinzu kommt noch, das ich das Autofahren aufgrund
der hier in der Gegend immer weiter um sich greifenden Baustellen und Staus fast vollständig eingestellt habe. Deshalb werde ich das Projekt wohl
jetzt erstmal auf Eis legen.
- Fortsetzung folgt vielleicht irgendwann -
© 2000
Blühende Landschaften und ein Gedanke, der mich schon länger verfolgt.









































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