Finger´s elektrische Welt

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Das Forum für den durchgeknallten Bastler

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Maschinen und Apparate

Von Fricklern, Ratten und Ethik


Der Schwanz der Wanderratte weist 160 bis 190 Ringe auf, also wesentlich weniger als bei der Hausratte. Die Augen und Ohren sind verhältnismäßig klein, kleiner als bei der Hausratte. Diese für Frickler total sinnfreien Informationen findet man, wenn man sich mit Rattus norvegicus beschäftigen muß.

Die gemeine Wanderratte

im Allgemeinen und im Speziellen treibt hier Fricklerkollege Lothar im östlichen Grenzgebiet zu immer neuen Höchstleistungen. Ich fand seine Geschichte so witzig,

das ich sie hier präsentieren möchte.

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Ich war auf der Suche nach einer neuen Idee einer Mausefalle. Natürlich muss sie das Tierchen lebendig fangen können. Ich stehe nämlich in engem Wettstreit mit einer Wanderratte.
Diese fange ich mit einer eigens für diese Ratte (Ihr Name ist Felix - wir haben mittlerweile ein inniges Verhältnis) konstruierten Falle.

Das Ganze begann so:
In meinem Schuppen, der eher nur für Wanderraten eine gemütliche Bleibe darstellt, entdeckte ich beim weihnachtlichen suchen nach dem Baumständer, deutliche Spuren eines Gastes. Also trabte ich in den Baumarkt um eine Rattenfalle zu erwerben. (Der Kot zeugte von einer mutierten Maus oder Ratte.) Schon nach dem ersten Nacht nach Aufstellen der Falle war ein gewisser Erfolg zu verzeichnen.

Die Falle war zu, die Ungarische Salami war aufgefressen und ich vermeinte ein deutliches Kichern zu vernehmen. Natürlich waren alle Versuche, ordentliche Fangergebnisse mit dieser Falle zu erzielen, gescheitert.

Das ich nun andere Wege gehen musste, war mir klar! So entstand die erste Falle mit Lichtschranke. Zum Ködern verwendete ich ab jetzt Sonnenblumenkerne. Ich weiß nicht warum, aber ich tat es.

Am nächsten Morgen ging ich voller Spannung in das Nagerdomizil und stellte fest: Sie hatte alle aufgefressen - genau bis zur Lichtschranke!

In mir kam schon der Verdacht auf, ich hätte es mit einer "Infrarot-Maus" zu tun. Wahrscheinlich war das Tierchen aber nur satt. Am nächsten Morgen war die Freude für einen kurzen Moment groß. Die Falle war zu. Die Ratte war drin.

Jetzt kam aber das böse Erwachen. Was tun mit dem kleinen Knabberer? Verängstigt saß sie in der Ecke und machte auf Mitleid. Na ja, ich unternahm einen kurzen Spaziergang zum angrenzenden Wald und ließ sie laufen.

Ich hätte nie gedacht, wie so ein Nager beschleunigen kann.

Die Falle hatte ich vorsorglich erneut aufgestellt. 2 Tage später musste ich feststellen, dass sie noch einen Bruder hatte oder wieder da ist. Alles was ich ihr hinstreute, war weg. Nur dass was in der Falle war, das rührte sie nicht an. Also, neue Falle gebaut und los. Das obige Spiel wiederholte sich. Falle zu, Ratte drin.

Das zweite Mal hatten wir schon eine tiefgehendere Unterredung. Auch Angst hatte sie nicht mehr so. Diesmal ging ich aber vieeel tiefer in den Wald. Was soll ich sagen - sie ist wieder da!

Jetzt bin ich auf der Suche nach neuen Fallen. Natürlich keine, die Felix auch nur ein Haar krümmt. Das alles läuft mittlerweile auf rein sportlicher Basis.

Aus Ermangelung eines Zugmagneten musste ein 12V Relais herhalten. Dieses wurde, nach "Fingermanier" "umgefriggelt". Wenn die Elektronik einen Impuls auf die Spule schickt, zieht der Magnet an und gibt den Hebel frei. Dieser fällt, getrieben von der Schwerkraft des Tores nach unten. Dabei verändert sich der Winkel der Halterung im Plexiglas und rutscht letztendlich aus der Arretierung. Der Mikrotaster schaltet nun die Elektronik ab und die Blink-LED ein. Diese wird mittels 2.5er Klinkenstecker mit der Klinkenbuchse verbunden. Gut zu erkennen sind hier ebenfalls die Anschlußklemmen des Steckernetzteils. Da ich gerade keinen AT90S8515 zur Hand hatte, mussten halt 2 Transistoren die Arbeit tun.

Hier noch mal eine andere Ansicht. Gut zu erkennen sind die ganzen Versuche auf der Plexiglas-Platte. Sogar rausgebrochen war mir mal was. Also nicht nur Du brauchst mehrere Anläufe.

Hier noch mal die Rückseite mit allen Bearbeitungsfehlern. Gut zu erkennen, die Sperre gegen mäusemäßiges Aushebeln des Tores.

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Am letzten Wochenende habe ich dann die Schokoladenfalle entwickelt. Präzise, komplett manuell und todsicher ohne zu töten. Wie ich in einschlägigen Mauseforen erfuhr, stehen die kleinen Biester total auf Schokolade. Das Prinzip ist nun simpel. Ein Faden hält das Obstsieb in der oberen Position. der Faden ist an der Schokolade angebunden. Natürlich wollte ich nur das Beste für Felix und nahm "Ritter Sport". Am anderen Ende ist ebenfalls ein Bindfaden angebunden und dieser ist am Fallenboden befestigt. Die Idee war folgende. Die Maus kommt und frißt so lange an der Schokolade, bis die Schwerkraft gewinnt und das Sieb nach unten fällt. Damit die Wanderratte das Sieb nicht mit ihrem Wanderstock aushebelt, rastet dieses an vier Stellen ein. Da bin ich extra ins Geschäft getrabt und habe so ein Sieb gekauft. 9,99 Euronen.

Hier noch die Verwirklichung der Idee des Schokoladenauslösers.

Was soll ich sagen, ich hatte die Falle aufgestellt. Am nächsten Tag freute ich mich schon auf das Treffen mit Felix.
Pustekuchen - die Falle war unangetastet. Ein kleines Stück "Ritter Sport", am Fallenrand hingelegt, fehlte.

In meinen Regalen und auf dem Fußboden sah es aus, als hätte es eine Mehlstaubexplosion gegeben. Alle Grassamen-Beutel waren auf einer Seite fachmännisch aufgenagt und der Inhalt mit voller Leidenschaft herausgewühlt. Die muss Stunden damit zugebracht haben. Das sie mir aber auf die neuen Sitzkissen geschissen hat, das nehm ich ihr übel!

Nun frage ich mich: Lag es an der "Ritter Sport"? Kann ich da den Hersteller verklagen? Hat sie mich etwa durchschaut oder hat sie den Winter gewittert und ist gen Süden gezogen? Auch die grausame Möglichkeit, dass sie der blöden Nachbarkatze zum Opfer gefallen ist, bestünde. Die schleppte sich nämlich mal furtzend und rülpsend mit vollgefressenem Bauch über meinen Hof.

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Ob die Katze

gewonnen hat ? Schade eigentlich, die sind so wenig elektrisch........

Wer mit dem Erfinder Kontakt aufnehmen möchte, kann das unter .

Thematisch und als Lästling gesehen passt die gemeine Maus ja zur gewöhnlichen Ratte. Deshalb hier noch eine weitere Geschichte zum Thema :

Ich habe ein Riesenproblem. Eine Maus kam auf die Idee, sich in meiner Werkstadt tummeln zu müssen.

Ich habe sie toleriert, mich aber wieder und wieder darüber aufgeregt, dass sie der Meinung war, sie müsse unbedingt Walnüsse mitbringen und überall verteilen.

Doch eines Tages musste ich erbost feststellen, dass dieses doch soooo possierliche Tier auch vor meinen Boxen keinen Halt macht, und sich in der Nacht so ganz nebenbei einen kleinen Eingang in die Besagten genagt hatte

Nun war mir Klar : eine Falle muss her.
Aus der Not heraus entstand eine Idee für eine Fallklappenfalle...

An einem Eimer werden 2 zurecht geschnittene Hölzer befestigt.

In diese Hölzer habe ich mit der Oberfräse einen Führungskanal geschnitten.

Das mittlere Brett bekommt ebenfalls eine Nut. Nun kann man eine Röhre, in meinem Fall ein übrig gebliebenes Röhrchen aus dem Schiffsmodellbau einlegen.

Zum Schluss habe ich ein Gewicht in der Mitte angebracht, welches die Falle immer wieder auf die Ausgangsposition führt. Zu guter Letzt fehlt noch der Köder. Ich habe ein Stück einfachen Käse von der Decke baumeln lassen, sodass die Maus Männchen machen muss und keinen Punkt zum Festhalten findet...

PS: Ich hatte Erfolg ...

Wer mit dem Erfinder Kontakt aufnehmen möchte, kann das unter .

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