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Um mich von solchen sekundären Tätigkeiten zu befreien (hab´ihr schon mal 100er Rundeisen mit der Hand abgesägt ?) und
solche Klapperatismen echt zuviel Platz wegnehmen
ist also ein Eigenbau fällig. Der besteht aus den Antriebteilen verschiedener
Maschinen. Über ein zweistufiges
Riemengetriebe wird die Drehzahl des Motors auf ca. 2 Umdrehungen pro Sekunde abgesenkt :
Der Keilriemen wird über 2 zusammengeschraubte Kugellager aus einer Festplatte gespannt und das Ganze auf ein schönes
Eiche-Rustikal-Regalbrett geschraubt (ich hatte gerade nichts anderes zur Hand). Die Linearführungen sind nichts anderes als etwas stabilere Schubladenführungen :
Für den Pleuel mußte ich in Ermangelung einer Planscheibe eine etwas ungewöhnliche Spanntechnik anwenden :
Auf die Schubladenführung kommt dann ein Aluprofil, um die Befestigung weiterer Teile zu vereinfachen :
An das Scharnier kommt dann später die Bügelsäge aus dem Baumarkt :
Die Elektrik ist wie immer grundsolide und zuverlässig aufgebaut. Die Relais sind in Klebeband eingewickelt :
Der Schaltplan offenbart ebenfalls eine gewisse Ästhetik und besticht durch seinen einfachen und ebenso gradlinigen
Aufbau und seine gekonnte Linienführung :
Mit einer Billigsäge aus dem Baumarkt, welche aber einen stabilen Bogen (nicht aus gebogenem Rohr) besitzt, nimmt das
Teil langsam Form an. An zwei Scharnieren befestigt liegt oben drauf ein Eisenklotz mit einer Führungsrille als
Andruckgewicht :
Das mitgelieferte Sägeblatt war so billig, das es beim ersten Einsatz sofort zerbrochen ist. Und sowas trägt ein GS-Zeichen !
Im übrigen gehört dort eine CE-Kennzeichnung drauf. Ich frage mich, wie so etwas noch verkauft werden kann.
Dem Teil fehlt jetzt nur noch die Kühleinrichtung und ein Schraubstock. Den habe ich mal bei
Westfalia bestellt. Ich denke, allzu hohe Präzision ist hier nicht gefordert ;-)
Inzwischen ist der Schraubstock eingetroffen. Selten ein so billiges Teil gesehen. Damit es im Container auf dem Weg von Pakistan oder so nicht rostet,
hat man ihn wohl in Altöl getaucht. Aber egal, es wird schon halten :
Hier kann man jetzt auch den Endschalter sehen, der den Motor abschaltet, sobald der Kram fertig ist.
Damit ist da Moped fertig und kann auf dem Dachboden in der Nähe meiner Materialvorräte installiert werden. Auf eine Kühlung
habe ich jetzt doch mit Rücksicht auf die Spanplatten verzichtet. Vielleicht muß ich dann jeweils von Hand ein bischen Öl spendieren,
mal sehen.
Im ersten Härtetest mit ST37-Winkeleisen hat sich jedes, aber auch JEDES Teil an dem Klapperatismus einmal rausgedreht, ist
abgefallen oder sonstwie zerbröselt. Einzig und allein die Verbindung von der großen Zahnriemenscheibe
zur Pleuelwelle hält und hält und hält. Na ja, so langsam habe ich die Kinderkrankheiten von dem Teil im Griff.
Max und Moritz, gar nicht träge, sägen heimlich mit der Säge, ritzeratze voller Tücke, in die Brücke eine Lücke !








Der erste Probelauf hat das Ding glatt vom Tisch gerödelt. Auch werde ich wohl die Verbindung von der großen Zahnriemenscheibe
zur Pleuelwelle demnächst ändern müssen. Die hat jetzt schon erhebliches Spiel.

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