Euer Studienstart

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Philipp

22.10.12 15:35

Sorry für OT, aber ich brauch mal seelischen Beistand...
Ich habe jetzt eine Woche im Studiengang IT/TI hinter mir. Dabei Mathe für Ingenieure, Experimentalphysik und Grundlagen der Elektrotechnik. Die Mathe Vorlesung ist so schnell, dass ich mit dem schreiben(!) kaum hinterher komme. In GET hatten wir in der ersten Übung gleich mal irgendwelche Bremsmomente von Wirbelstromscheibenbremsen berechnet ("und wir defferenzieren da und da und dann..."). Ich fühle mich ehrlich gesagt ziemlich dumm. Wobei es beruhigt, dass es nicht nur mir so geht...

Es soll kein großer Thread werden. Aber ging's (den studierten) hier auch am Anfang so, dass sie nach vielen Vorlesungen/Übungen ein großes Fragezeichen im Gesicht hatten? Kann ja wohl nicht sein nach einer Woche?

Nach 6h durchgehend (gefühlt nur Mathe) gehe ich erstmal penn...

Finger

22.10.12 15:41

Das ist durchaus normal. Hast du die Anfängertutorien besucht? Die sind hilfreich. Problematisch wird es erst, wenn du den roten Faden verlierst.
Immer schön mit anderen zusammentun und den Kram regelmäßig durcharbeiten (Hausarbeiten etc). Nur so hat man da eine reelle Chance.

ohu

22.10.12 15:46

Ja. Isso, meine wichtigtsten Lektionen zum Studienstart waren:

1.: Du musst nicht mehr, wie in der Schule, alles voll und ganz verstanden haben, es reicht meistens, wenn du es anwenden kannst. Grundahnung sollte aber da sein.
2.: Die Übungen sind daher aber enorm wichtig. Mach sie. Da lernst du die Anwendung. Vorlesungen sind grad in Mathe nicht soo wichtig.
3.: "Studium" kommt von lat. studere: „(nach etwas) streben, sich (um etwas) bemühen" (c) Wikipedia´.
Dir wird nicht alles hinterhergetragen. Keiner wird dich abfragen, ob du es auch ja vor der Prüfung kapiert hast. Da hilft meist ein gutes Buch.
4.: Entspann dich. Am Anfang sieht alles überwältigend viel aus - hinterher läuft eh fast alles nach Schema F und ist durchaus überschaubar, auch das, was du wissen musst und was du vergessen kannst. Du musst das Wissen, das dir eingetrichtert wird, echt gut ordnen können. Aber bis du den Denkprozess hast, vergehen halt ein paar Semester.

Sprech jetzt aber für Maschinenbau...

radixdelta

22.10.12 15:49

Oh, ja!

Ich hatte Mathe-LK mit 13 Punkten in der Prüfung, wohlgemerkt ohne Lernen und mit Monopoly- und Skat-Spielen im Unterricht der Oberstufe. Soll heißen: Ich war ein Mathe-Nerd mit Bundeswettbewerberfahrung und (begeisterter!) Teilnehmer einer Mathe-AG (Mahte mit Keksen).

Im Studium habe ich mir an Mathe die Zähne ausgebissen und komme mit einem von 3 Mathekursen bis heute nicht klar. Werde im Sommer mit Tutorium und hoffentlich genügend Konsequenz den letzten Versuch in Mathe B angehen. A und C habe ich mit ach und krach geschafft.

Quintessenz: Wer nicht Differenzieren, Integrieren und ähnlichen quatsch im Schlaf beherrscht sollte unbedingt (!!) in's Tutorium gehen. Als ich mal anfing war das noch teuer, jetzt ist's kostenlos.

Warum darauf so viel und auf ComputerAlgebra so wenig Wert gelegt wird in der heutige Zeit verstehe ich gar nicht. 3 Kurse Mathe für Nerds, ein zusätzlicher für Obernerds (Numerik zu Fuß...) und kein einziger beschäftigt sich mit Computer-Algebra-Systemen. Ein Trauerspiel.

ozonisator

22.10.12 16:14

Arschbacken zusammenkneifen, roten Faden schön festhalten, und ab durch die Mitte. Mehr gibts da nix zu sagen.
Stand auch schon mehrfach an den Punkt mein Studium abzublasen (weil die Profs teilweise unter aller Sau sind), aber da muss man einfach stumpf weiter machen.
Einiges tu ich"wegoptimieren", dann ist das erträglich. Übungen schön mitmachen, und auch mal freiwillig in der Gruppe nach dem Unterricht lernen, dann passt das schon.


Zuletzt bearbeitet: 22.10.12 16:20 von ozonisator

Fischjoghurt

22.10.12 16:45

Mein Lieblingsfach Mathe wurde zum Albtraumfach. Ich kann heute vermutlich weniger als vorher. Wichtig ist durchkommen und sich in der Praxis durchsetzen können.

SebiR

22.10.12 16:51

Mein Start endete nach 4 Monaten mit dem Ende des Studiums

Nicki

22.10.12 17:00

Tjaaa,
ich bin an ner FH und da ist doch alles noch recht gechillt, vermutlich, weil bestimmt 90% der Leute kein richtiges (bzw. gar keins, mittlerweile kann man auch mit ner guten Gesellenprüfung studieren O.o ) Abi haben und die alle erst mal auf nen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen.
Wir haben zwei Mathekurse, Lineare Algebra & diskrete Strukturen und Analysis.

Bei Analysis besteht die Hälfte des Skripts aus Sachen, die ich vom Mathe-GK (!) noch mindestens einigermaßen in Erinnerung habe, da werde ich mich hoffentlich schnell genug wieder reinfuchsen können.

LADS ist halt hauptsächlich Vektorrechnung, ich sehe es aber im Bereich des Machbaren.

Ich weiß nicht, was ich von Physik halten soll, dort bekamen wir zu Anfang brutalstmögliche Fehlerrechnung um die Ohren gehauen, nun geht es aber um doch recht simple Sachen wie beschleunigte Bewegungen.
Möge mich die SRT verschonen!
Wäre die im Abi drangekommen, hätte ich bestimmt weniger als 5 Punkte bekommen....

Vor den Physiklaboren schreiben wir nen Test, der war zumindest beim ersten Mal ein Witz, da war jede Physik-HÜ schwieriger
5 Aufgaben, 4 davon genügen für volle Punktzahl, bei halber Punktzahl aufwärts hat man bestanden, ansonsten darf man später noch mal antanzen.
Die Bonusaufgabe sah so aus, dass man an nem Pendel Kraftpfeile einzeichnen sollte.
Als wäre das nicht einfach genug gewesen, war darunter noch die Kräftezerlegung an ner schiefen Ebene gedruckt...

Grundlagen der Informationstechnik ist im Prinzip ein C-Kurs, der Prof ist als Vollnerd am schwierigsten, der eine Matheprof arbeitet auf nem Niveau, das mir schon fast zu niedrig ist^^
Etwa stressig sind die vielen Übungen, Tutorien, Prüfungsvorleistungen etc.

Grundlagen der Elektrotechnik ist momentan noch der Physikkram, den wir in der 11/12/13 intensiv bis peripher behandelt haben, der Rest sind für nen Bastler triviale Widerstandsspielereien.

Aber ich verzichte lieber auf n bisschen Gehalt als dreimaldurchfallenderweise aufs Studium
Ich war mal ne Woche probehalber an der RWTH, das hat mir gereicht.
Ein Bekannter von mir studiert dort ET und ächzt ebenfalls unter der Arbeitslast.


Zuletzt bearbeitet: 22.10.12 17:18 von Nicki

Sven

22.10.12 17:06

An den Übungen führt kein Weg vorbei. Immer schön die Übungsaufgaben sofern vorhanden lösen und sich einer Lerngruppe anschließen.
Was auch hilft sind die empfohlenen Bücher und Skripte. Die sollte man sich auch anschauen.
Mir persönlich gefallen die Schaums outline Bücher als Zusatzliteratur sehr gut. Die sind zum Selbststudium geeignet. Mit einem Preis um 15€ sind die auch ausgesprochen billig (Dafür gibt es dünnes Recyclingpapier in einem wabbeligen Umschlag)
Gemeinsames, gut strukturiertes Lernen ist unabdingbar.

Von meinem Studienstart war ich nicht überfordert, ich bin das ganze relativ entspannt angegangen. Klar die ersten Klausuren waren spannend, man wusste ja nicht was auf einen zukommt.
Wenig würde ich auf Horrorgeschichten älterer Semester geben, ist meist eh über dramatisiert und sorgt nur dafür, dass man voreingenommen an etwas rangeht.

Fritzler

22.10.12 17:09

Bist du dir sicher, dass das nicht der Ausblick aufs Ende des Semesters war?

Integrieren und differenzieren musste aber im Schlaf können

Aber ging's (den studierten) hier auch am Anfang so, dass sie nach vielen Vorlesungen/Übungen ein großes Fragezeichen im Gesicht hatten?

Am Anfang? Das geht das ganze Grundstudium so!
Danach wird nurnoch darauf aufgebaut.

So siehts bei mir aus:
http://www.eecs.tu-berlin.de/menue/studium_und_lehre/studiengaenge/technische_informatik/bachelor/bachelor_-_studienverlaufsplan/

slutman

22.10.12 17:34

Mein Studienstart war auch eher bescheiden und war desöfteren auch kurz davor das alles einzumotten.

Wie meine Vorredner schon gesagt haben, immer fleißig die Übungen machen und in kleinen Grüppchen lernen. Das ganze früh genug angefangen und dann klappt das auch mitn Zeitmanagement. Desweiteren sind die Vorlesungen auch immer Umfangreicher wegen den Herleitungen. Meistens ist das nicht Bestandteil der Klausur. Natürlich sollte man es trotzdem nachvollzogen und Verstanden haben. Da musste mal in alten Klausuren stöbern, was bei euch gefordert wird.

ferdimh

22.10.12 18:14

Bei allem mathematischen und sonstigem Voodoo im Studium solltest du (gerade am Anfang) die Prioritäten richtig setzen, sonst hast du später ein Riesenproblem. Und, damit du meine Fehler nicht wiederholst: Vergiss 100% Lernen. Du musst nicht alles in der Vorlesung verstehen, du musst auch nicht jede Vorlesung besuchen (man kann auch mal ne Übung klemmen, sollte man aber nicht unbedingt).
Viel wichtiger ist, dass du motiviert bleibst, und nicht am Ende mehr oder weniger alleine da stehst.
Daraus folgt:
- Kontakte knüpfen, Kontakte knüpfen, Kontakte knüpfen!
- Das Menschliche darf nicht zu kurz kommen -> auch die Parties sind wichtig
- Es springen am Anfang eh ne Menge Leute ab, wenn deine Lerngruppe abspringt, hast du ein Problem.
- Such dir was, wo du dich engagieren kannst
- Du wirst vieeeel lernen müssen. Sieh zu, dass du die Motivation nicht verlierst. Meine erfolgreiche Lösung war: Zum Lernen treffen, 3 Stunden lernen, dann Quake III.
- Die lockerere Atmosphäre in der Gruppe reduziert auch die "Bäh schon wieder Mathe" Hirnblockade. Vieles ist ganz einfach, es wird nur ein Mathe-Voodoo-Kult drumrumzelebriert, dass man nix peilt. Schon ein Spruch unter der Gürtellinie kann hier helfen, Abstand zu gewinnen und zu merken, dass man das meiste in der Schule schon gemacht hat. Und dann isses auch wieder einfach.
- Auch der Typ, der von deinem Thema keine Ahnung hat, und abends mit dir ein Bier trinkt und "du packst das schon" sagt, ist unglaublich viel wert. Der ist mit ein Grund, warum die Leute, die ich im ersten Semester angeguckt habe "Boah, die saufen nur und lernen nix, was solln das werden" jetzt teilweise erfolgreich ne Bachelorarbeit schreiben, während ich, obwohl ich immer "brav" war, am Ende leer ausgegangen bin.

Und, nicht zuletzt: Keiner erwartet von dir, dass du alles kannst! Du kannst davon ausgehen, dass die Klausur ungefähr so gestellt ist, dass 60% bestehen. Setze die Geheimwaffe "Beim Frickeln erworbenes Technikgefühl" ein, und du schaffst es, zu den 60% zu gehören. Auch da sind wieder Kontakte zu anderen hilfreich, damit du einen Überblick über die Leistungen der anderen hast. Und: Zu wissen, was die anderen noch schlechter können ist auch irgendwie aufbauend.

Kopf hoch, lass dich nicht fertig machen, und geh auch zwischendurch nochmal was löten!

plottermeierrrr

22.10.12 19:03

Hi,
Mathe in der Mathevorlesung und Mathe in der E-Technikvorlesung sind zwei verschiedene Fächer und unterscheidet sich von allem, was ich aus der Schule kenne...
Das muss man getrennt sehen. Dann bilden sich kleine Wissensinseln (um die die Haie kreisen). Erst viel später wachsen diese Inseln zusammen.
Ne Lerngruppe hilft! Was man da nicht hinbekommt, kann man den Übungsgruppenleiter fragen. Meistens helfen die, wenn sie sehen, dass man sich mit dem Kram beschäftigt hat.
Für Mathe muss man reichlich Definitionen und Sätze lernen. Für die Praxis empfehle ich wärmstens "Das gelbe Rechenbuch" (Auch wenn oder grade weil die Mathematiker es nicht mögen). (Man kommt damit recht passabel durch Übungen und Prüfungen, auch wenn man kein Vollmathematiker ist)

cellarius

22.10.12 20:41

Mathe im Studium...

Das filtert so ziemlich 90% derer, die das Diplom nicht sehen. Man hat nur eine Wahl: durchkommen. manchmal ist es der zweite Versuch - gerade am Anfang. Man hat oft noch kein gefühl dafür, was in der Prüfung wie gefragt wird.

Besorg Dir die letzten 3-4 Prüfungen Deines Profs. Manche geben die auch freiwillig raus. Dann sieht man, was einem erwartet - das kann helfen das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.
Bei vielen Profs gibt es ein klares Schema. Dann ist die Vorbereitung fast nen Klaks. Einige machen es aber auch dem Gewieftesten schwer... Das sind die Büffelkurse.

Oft ist es gerade bei Mathe so gewesen:
a) "Sie dürfen ALLES benutzen, was Ihnen vermeintlich hilft."(Filterkurs)
b) "Stift und Zettel reichen aus." (war dann einfacher)

Aber: Machbar ist es. Sonst wären hier nicht so viele Dipl.-Ings unterwegs...

Schönen Gruß

cellarius

D2O

22.10.12 20:45

Über die Wichtigkeit der Übungen ist schon viel gesagt worden, daher schenke ich mir das.

Das Buch was mich in Mathe gerettet hat ist Mathematik Arens et al .
Ich will eigentlichkeine Werbung machen, aber die Autoren bemühen sich die Mathematik verständlich zu machen und kommen nicht mit Satz -> Beweis, Satz -> Beweis.

Auf der Webseite gibt es auch (kostenlos) Aufgaben mit kommentierten Lösungen.

Nicht verzagen, Matze

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