Leiterplatten-Einzelstücke zeitsparend erstellen?

Seiten: 1 | (2) | 3
Zurück zur Startseite

Jan_Tuks

09.08.13 22:03

Äh.. moment mal ?!
Warum steht eigentlich auf meiner Laborwunschliste ein UV-Belichtungsgerät und kein CO2 Laser ?

Da gibts so ein tolles Video, da legt einer ne schwarz lackierte Platine, in so China-trümmer, und die kommt da sehr schön heraus....
http://www.youtube.com/watch?v=TMCjWslnM1A


Zuletzt bearbeitet: 09.08.13 22:05 von Jan_Tuks

Botanicman2000

09.08.13 22:33

Hallo

als weitere Alternative zum chemiegepansche wäre das Isolationsfräsen zu nennen

Gruß Uwe

o_christoph_o

09.08.13 23:02

Auf die Gefahr hin, mich zum Deppen zu machen: Ich hab da ne Idee, vermutlich Humburg.
Die Tintenleitsysteme der Tintenstrahler sind doch aus Plastik, die Düsen etc. doch eventuell auch. Die könnten doch gegen eine der Suppen immun sein. Wenn man die Säure direkt in kleinsten Tropfen auf eine stark aufgeheizte Platine druckt(am besten direkt ne Heizfolie unter die Platinenaufnahme), sind doch die Säurepixel doch genauso lokal begrenzt wie ein Tintentropfen. Um x µm Kuper auf 1/600dpi wegzuätzen braucht man vermutlich x Tropfen Säure. Wenn man also eine Lage Tropfen draufdruckt, die x Minuten wirken lässt, bis er nicht mehr wegätzt, dann die Platine unter einer saugfähigen Rolle durch, und dann die nächste Ladung Säure aufzudrucken. Damit käme doch praktisch die Platine fertig aus dem Drucker?
Sagt aber einer, der noch nie geätzt hat.

andreas6

09.08.13 23:08

Hallo,

o_christoph_o:
Die Tintenleitsysteme der Tintenstrahler sind doch aus Plastik, die Düsen etc. doch eventuell auch.

klar, aber die Heizung in den Düsen wird metallisch sein, denn Kunststoffe leiten nicht wirklich gut. An dieser Stelle könnte es scheitern - endgültig.

MfG. Andreas

o_christoph_o

09.08.13 23:12

andreas6:

klar, aber die Heizung in den Düsen wird metallisch sein, denn Kunststoffe leiten nicht wirklich gut. An dieser Stelle könnte es scheitern - endgültig.
MfG. Andreas

Ok, bei der Bubble-Technik wird ja auch ein Teil der Tinte verdampft, um einen Tropfen auf die Platine zu schiessen. Vermutlich auch suboptimal bei einer Säure. Aber was ist mit Piezo-Druckern? Piezo= Keramik?

Desinfector

09.08.13 23:56

wenn Drucken, dann nach der Methode Tonertransfer.

xoexlepox

10.08.13 14:11

Bei der "Tropfenätzerei" sehe ich u.A. das Problem der Wiederholgenauigkeit der Mechanik. Hast du schonmal versucht, mehrfach das Gleiche auf eine Seite zu drucken?


o_christoph_o

10.08.13 19:00

xoexlepox:
Bei der "Tropfenätzerei" sehe ich u.A. das Problem der Wiederholgenauigkeit der Mechanik. Hast du schonmal versucht, mehrfach das Gleiche auf eine Seite zu drucken?

Ja, habe ich. Manchmal geht es gut, manchmal nicht. Das hat aber viel mit der ungenauen Positionierung des Papiers im Papierschacht zu tun. Ein Leiterplattendrucker muss wegen dem anderen Ausgangsmaterial ja sowieso einen deutlich überarbeiteten Mechanismus haben. Dieser begabte Bastler:
Toller Druckerumbau
nutzt den Impuls des Papiervorschubs, um eine anscheinend sehr exakte Führung in beiden Achsen über einen Schrittmotor zu steuern. Ich könnte mir vorstellen, dass eine fest fixierte Leiterplatte damit sehr genau wiederholt bedruckt werden kann.
Diese Lösung sieht von der Positioniergenauigkeit auch vielversprechend aus:
http://www.youtube.com/watch?v=6jncYUwvO7g&list=PL28837B7C65739DF8

Ich habe allerdings noch keine Vorstellung davon, wieviele Inkjet-typische Tropfen notwendig sind, um 35µm x 42µm x 42µm Kupfer =1 Pixel bei 600dpi wegzuätzen.
Die Tröpfchengröße liegt wohl zwischen 3 und 42picoliter.
42x42x35µm sind dagegen 6,3picoliter.
Wieviel Säure braucht man, um 6,3pL Kupfer aufzulösen? Reichen da 42pL = 6-fache Volumenmenge Säure vielleicht schon aus?


Jan_Tuks

10.08.13 19:07

Tropfätzen... also Säure (egal was) + Kupfer ergibt ein Kupfer Salz.
Das wird also nichts.. ;-)

Mit Tintenpissern hatte ich mich auch mal gedanklich befasst..aber ich habe da dauernd Angst, das mir bei Wasserfeste Farbe die Düsen verstopfen.
Das Problem habe ich ja schon bei meinem Plotter und Edding.
Dort kann ich das ganze leicht reinigen.. aber aus meiner früheren EDV-Tätigkeit habe ich die Tintenpisser immer nur als Ekelhaft in erinnerung.
Wachsdrucker könnten die Lösung sein..


o_christoph_o

10.08.13 19:13

Jan_Tuks:
Tropfätzen... also Säure (egal was) + Kupfer ergibt ein Kupfer Salz.
Das wird also nichts.. ;-)

Danke für die Info, Chemie ist lange bei mir her. Wie muss ich mir das vorstellen? Ich bringe einen Tropfen Säure auf eine Leiterplatte und nach x Minuten am Ende der Reaktion ist dann da an derselben Stelle ein Kupfersalz? Ist das dann fest oder kann man das Wegwischen. Ist doch eigentlich ur wichtig, dass das Kupfer umgewandelt wurde in eine leicht abtragbare Form. Hast du das schonmal gemacht, Tropfen auf ne Leiterplatte und gewartet? Was entsteht da und bekommt man es ab?
Ich hab echt keine Ahnug, das mit der Säure war mir bisher nie geheuer.

Jan_Tuks

10.08.13 19:17

Ja.. geh mal davon aus, das entsprechende Salzkorn "grösser" ist.
Als Säure käme hier dann auch nur ganz perverse Rauchende Mischungen in Frage.. und dann muss der rest dauernd weggespühlt, oder gepustet werden.
Nette idee... eigentlich..

o_christoph_o

10.08.13 19:26

Jan_Tuks:
Ja.. geh mal davon aus, das entsprechende Salzkorn "grösser" ist.
Als Säure käme hier dann auch nur ganz perverse Rauchende Mischungen in Frage.. und dann muss der rest dauernd weggespühlt, oder gepustet werden.
Nette idee... eigentlich..

Hmm mich würde interessieren, wie oft man das Salz (würde das fest oder wegfegbar sein?) entfernen und neue Säure auftragen müsste.
Hmm .. Chemische Reaktion raussuchen, Molmasse 6pL Kupfer und Molmasse 42pL Säure und dann ausrechnen wie viele Tropfen nötig sind. Am besten wäre es natürlich, wenn einer reichen würde, dann muss man nur auftragen und warten bis das Kupfer umgewandelt ist und dann das Salz wegfegen nach dem ersten und letzten Durchgang.
Ich muss heute abend wohl mal Wiki belästigen gehen..


Desinfector

10.08.13 19:42

liesse sich nicht auch etwas aus dem Bereich 3D-Druck machen?
"Belichtet" wird da ja schon.

gäbe es keine genügend starken Laser,
die eine zu enttfernende Kufper-Schicht weglasern könnte?



o_christoph_o

10.08.13 19:49

Desinfector:
liesse sich nicht auch etwas aus dem Bereich 3D-Druck machen?
"Belichtet" wird da ja schon.

gäbe es keine genügend starken Laser,
die eine zu enttfernende Kufper-Schicht weglasern könnte?

Meine Schwester arbeitet an der vordersten Front im Laser-Schweissen-Bereich und arbeitet mit Lasern im kw-Bereich. Ich habe Sie das auch mal gefragt und Sie meinte, Kupfer ist eine sauschlechte Basis für die Laserarbeit, weil es eben extrem viel Hitze ableiten kann und gut reflektiert, da muss sehr viel Leitung her. Und Laserleistung ist sehr teuer und die echt wartungsintensiv.

ozonisator

10.08.13 20:01

http://www.youtube.com/watch?v=Q04wFvuthUc
Guckt euch mal in seinem Kanal um. Die Ergebnisse sind echt gut.

Zurück zur Startseite
Seiten: 1 | (2) | 3