Reparaturerfolge

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nippelchen

30.07.13 15:32

Felix_W:
Heute habe ich mit den Worten "Is Schrott, schmeiß weg!" einen Funktionsgenerator Siemens d2003 in die Hand gedrückt bekommen.


Ich glaub ich hab den gleichen. Ist ein schönes Gerät, das ich allerdings nur anfänglich mal zum Testen meines Analog-Oszis hergenommen hab. Ich hatte gehofft, dass man damit auch irgendwie PWM hinkriegt und ich es dadurch als Modellbau-Servo-Tester hernehmen kann... . Nun stehts eigentlich nur noch rum...


Zuletzt bearbeitet: 30.07.13 15:33 von nippelchen

Queck

30.07.13 18:35

o.O ganz richtig erkannt, HSV 900. Habe ich jetzt seit 4 Jahren im Dauereinsatz
Hab das Bild nochmal ausgetauscht, das war ja in fürchterlicher Qualität :-o

sysconsol

31.07.13 16:23

Echte(?) ~10W ohne Kühlung - das kennt heut' gar keiner mehr.

...aus einer Zeit, wo Integration noch kein Thema war, Diskretion jedoch wichtig.
(Heute ist es wohl anders, das ist aber OT!)

ciao, sysconsol

andreas6

01.08.13 18:26

Hallo,

die Reparatur eines RG58-Kabels per stumpfer Verbindung war erfolgreich. Einige Versuche habe ich allerdings gebraucht, daher möchte ich den Vorgang hier im Detail beschreiben:

Material: blanke Adernendhülse 0,5², Crimpstecker für RG58, dünnes Klebeband, Schrumpfschlauch, Kleber, ein Kabelrest RG58.

Vom Crimpstecker benötigt man nur die lose Presshülse für den Schirm und das Halsstück, wo sie raufgepresst wird. Dieses Stück sägt man mit einer dünnen Säge bündig am großen Gehäuse ab. Das so gewonnene Messing-Röhrchen wird sauber entgratet, vor allem innen die Bohrung auf beiden Seiten gut angefast. Die Presshülse wird genau wie das zugeschnittene Stück Schrumpfschlauch (können auch mehrere mit ansteigendem Durchmesser sein) auf ein Kabelende geschoben.

Beide Kabelenden werden abgemantelt, das eine um die Länge des Messingröhrchens mehr. Der Schirm wird zurückgeschlagen. Das Dielektrikum wird soweit entfernt, dass die freiliegenden Enden der Seele die halbe Breite der Adernendhülsenzange haben - denn die muss zwischen die Enden der Dielektrika passen, ohne sie zu verformen.

Auf das länger abgemantelte Ende kommt das Messing-Röhrchen vom Crimpstecker drauf. Mindestens ein Kabelende sollte jetzt festgesetzt werden, denn nun wird es etwas knifflig. Beide Seelen müssen so gut wie möglich rund sein. Auf eine steckt man die Adernendhülse mit dem glatten Ende rauf. Das ist fummlig, denn es sollte kein Drähtchen außerhalb der Hülse verbleiben. Nun kommt die zweite Seele in das andere, aufgeweitete Ende der Adernendhülse rein. Die Seelen sollten in der Mitte der Hülse zusammenstoßen, die Hülse etwa mittig über dieser Stoßstelle liegen. Nun nichts mehr bewegen, nur die Presszange rauf und die Endhülse verpressen. Damit sind die Seelen verbunden.

Als nächstes wird der RG58-Kabelrest kurz abgemantelt, der Schirm zurückgeschlagen und ein Stück Dielektrikum per Rundschnitt getrennt, was genau die Dielektrikum-Lücke zwischen den eben verbundenen Kabelenden ausfüllt. Dieses Stück wird abgezogen und aufgebohrt, denn durch die Adernendhülse ist der Durchmesser der Seele größer geworden. Mit einem scharfen 1,5-mm-Bohrer geht das von Hand recht gut. Ein Hand-Bohrfutter oder ähnliches ist dazu sinnvoll. Von zwei Seiten arbeitet es sich leichter, denn der Bohrer klemmt gut im weichen Material.

Dann wird das aufgebohrte Dielektrikum mit einem Längsschnitt versehen. Mit einer Pinzette weitet man den Schnitt soweit auf, dass man dieses Füllstück über die Verbindungsstelle legen und wieder schließen kann. Nun wird das Messing-Röhrchen auf diese Verbindung geschoben.

Jetzt wird der Schirm verbunden. Also den auf das Messing-Röhrchen klappen und den Schirm ringsherum so weit kürzen, dass sich die Schirmdrähtchen nicht überlappen. Sie sollten aber auf der Mitte des Messing-Röhrchens fast zusammenstoßen. Die Presshülse fasst nämlich nur einen Satz Schirmdrähte, für zwei ist sie zu klein. Die Schirmenden gut andrücken und mit einer Lage Klebeband zusammenfassen. Auch das Klebeband gut andrücken. Nun kommt die Presshülse mittig über das Messing-Röhrchen und wird mit der Koax-Presszange zu einem Sechskant verpresst.

Fertig. Auf Durchgang und Schluss messen, letzteren ggf. mit Strom entfernen. Schrumpf drüber, Kleber drunter, mit der Heißluft von der Mitte an beginnend, die Sache verschließen.

HF-mäßig habe ich diese Reparatur noch nicht vermessen, aber diese Verbindungsstelle sollte auf dem Reflektometer fast unsichtbar bleiben.

MfG. Andreas


Zuletzt bearbeitet: 01.08.13 22:21 von andreas6

Roehricht

01.08.13 20:32

Hallo Andreas,
sowas kommt mir irgendwie bekannt vor.In ähnlicher Art und Weise habbich das mit RG213 bewerkstelligt.

Bei Kurzwelle langt ja frech eine Lüsterklemme aber bei irgendwelchen Anwendungen wo mit Impulsen gerbeitet wird sollte die Flickstelle doch "unsichtbar" bleiben.

73
Wolfgang



augustamars

05.08.13 18:52

War nur ´ne Kleinigkeit, hatte aber länger rausgezogen:
Meinem Miniventilator einen Umschalter für zwei Stufen und einen Ausschalter spendiert.

Kaeferthias

08.08.13 09:45

Vor etwa 2 Jahren (!) habe ich von Daniel hier im Forum eine defekte Sachs-Dolmar 100 Kettensäge erworben. Jetzt bin ich aus aktuellem Anlass (Hagelsturm und Baum liegt) endlich mal dazugekommen, das Moped mal unter die Lupe zu nehmen.

Symptome: Springt nicht an.

Was auch sonst. Also Luftfilter runter, paar mal dran gerissen, Benzin sprizt ab und an aus dem Vergaser, der Gerät tut so, als wolle er anspringen, geht aber fast sofort wieder aus. Also. Zündkerze sauber gemacht, Vergaser Grundeinstellung (H ganz rein und 1 1/2 raus, L ganz rein, 1 raus) - Keine Änderung. Mit den Einstellungen rumgespielt, bis ich Blasen an der Hand hatte, vom Starterseil. So wird das nichts.

hm..

Google sagt, Vergaser alle Dichtungen und Membranen neu. Hat aber nicht immer geholfen. Man soll vorher den Kolben begutachten, den man sehen kann, wenn man den Auspuff abnimmt. Also den abgeschraubt. Kolben sieht gut aus, keine Riefen zu sehen.

...
Wie es sich wohl ohne Auspuff anhöhrt? *gnihihi*

*rupf* *GRÖÖÖÖÖÖHL* *Qualm* *hust*

Moped rennt! Und ist LAUT! Warum rennt die weiter, obwohl ich den Ausschalter betätigt habe??? Dann zieh' ich eben den Chocke. - Puh. Endlich wieder Ruhe.

Ende der Geschichte: Der Auspuff war verstopft mit irgendwelchen Insektencocons...


Zuletzt bearbeitet: 08.08.13 10:17 von Kaeferthias

freak96126

09.08.13 14:09

ja. das is manchmal so. auch wenn beim anlassen eines "Stallfundes" (ne 125er bei nem bekannten) hinten ein Wespennest rausfumpt

tschaeikaei

09.08.13 14:41

Beim Auspuff hilft eigentlich nur ein schönes Lagerfeuer, warten und durchglühen lassen.
Schön von beiden Seiten rot anbraten, dann is der wieder wie neu.
Wenn absolute Durchgängigkeit gewünscht, danach mit Druckluft durchblasen.
Evtl. vorhandene Dämmwolle löst sich dann zwar in Wohlgefallen auf, die is aber
bei Kettensägen mMn. nicht vorhanden (ohne Gewähr).

Kaeferthias

09.08.13 15:08

Bei dieser Kettensäge kann man den Auspuff zerlegen. Ausbrennen ist also nicht nötig.

flogerass

09.08.13 19:25

Tatschskrien von meinem GoPal X4545 geht wieder, nachdem ich das Ding komplett zerlegt und wieder zusammengabaut habe.

Ich kann allerdings nichtmehr nachvollziehen warum er wieder funktioniert. Folgende Möglichkeiten gibt es:
1. Akku war lange getrennt
2. Touchscreen aus- und ein gesteckt
3. Touchscreen wurde beim Displayausbau etwas verbogen

Egal, hauptsache es tut wieder.



Zuletzt bearbeitet: 09.08.13 19:26 von flogerass

Faustus

09.08.13 22:02

Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, aber ... Einen letzten Versuch wagt man dann doch noch: Mein FT-817 lebt wieder!

Bauteile waren alle iO, da war 'ne Leiterbahn weggeschmort - mit einem "Stück Draht für 50 Pfennig" geflickt.

andreas6

09.08.13 22:20

Hallo,

die Ursache für die abgebrannte Leiterbahn solltest Du noch erforschen. Nicht, dass die Leiterbahn dann doch teure Bauteile vor dem Ableben geschützt hat und der Draht dies nun nicht mehr tun kann... Durchgebrannte Leiterzüge ersetze ich bei unklarer Ursache gern durch winzige bedrahtete Widerlinge mit wenigen Ohm. Derzeit ist die 27-Ohm-Rolle (Pollin-Sortiment) dran. Sie wird wohl noch bis zur Rente und darüber hinaus reichen.

MfG. Andreas

Faustus

10.08.13 00:01

Naja, in diesem Fall war die Ursache ein grobmotorischer Messfehler ... *bratzelqualmstink*

Queck

10.08.13 08:46

Hm der Touchscreen von meinem GT-43 Navi ist auch seit kurzem nicht mehr ansprechbar. Vielleicht hilft bei mir auch mal auseinanderfriemeln.

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