Klimaanlage frickeln

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Hausmeister

24.07.13 17:47

Du wirst mehr in Strom für Pumpen Lüfter Steuerung Investieren, als das Ding kühlleistung her gibt!

Kühlleistung bescheiden, Stromverbrauch enorm.

Sonst würde es solche Systeme schon auf dem Markt geben ...

tschaeikaei

24.07.13 17:55

Es gibt solche Systeme, in Afrika werden Kühlschränke nach diesem Prinzip gebaut. Das es funktioniert und energietechnisch lohnt, steht außer Frage. Und wenn man damit (beim Kühlschrank ganz ohne Lüfter und Pumpen) Lebensmittel unter 10°C halten kann, soll es auch reichen, einen kleinen Raum bei entsprechender Dimensionierung auf angenehme Temperatur zu bringen.
Der Vorteil des Systems soll ja sein, dass es bei höherer Außentemperatur mehr Delta T schafft, bei gleicher zugeführter elektrischer Energie, die sich sowieso im Bereich unter 100W bewegen wird.
Gruß Julian

Licht_tim

24.07.13 18:07

Zitat von Wikipedia:

Um diesen Problemen vorzubeugen, wird seit Mitte der 1980er Jahre in Deutschland immer mehr die adiabatische Kühlung in der Gebäudeklimatisierung eingesetzt. Die erforderliche Kälte wird dabei durch Verdunstungskälte erzeugt. Durch Verdunsten von Wasser an der Luft entsteht ein Kühlpotential, das immer unterhalb der Umgebungstemperatur liegt. Die erreichbare Untertemperatur hängt von den klimatischen Bedingungen der Luft ab und liegt in Deutschland im Mittel bei gut 10 °C. Bis auf den Transport von Luft und Wasser wird zur Kälteerzeugung keinerlei mechanische, elektrische oder thermische Energie benötigt. So sorgt die adiabatische Kühlung im Sommer in den Räumlichkeiten des deutschen Bundeskanzleramts für ein angenehmes Klima. Mit 1 m³ Wasser (etwa 5 €) lassen sich so am Tag gut 1000 m² Bürofläche kühlen.




xoexlepox

24.07.13 19:02

Die Schwierigkeit dabei ist, daß enorm große "Kontaktflächen" zwischen Wasser und Luft benötigt werden. Meine besten Ergebnisse hatte ich mit einen Ultraschallvernebler (->große Wasseroberfläche), einem langen HT-Rohr und langsam strömender Luft darin. Das Verhältnis von Aufwand zu Wirksamkeit wurde jedoch so groß, daß ich die Versuche eingestellt habe. Von der von Wikipedia angesprochenen Anlage habe ich mal Bilder gesehen: Die verwenden lange Luftschächte, in denen man bequem spazieren gehen könnte.


schlimmfeld

24.07.13 19:28

Jetzt redet ihm das doch nicht laufend aus, sicher wird das funktionieren
Nur wenn die RF außen gegen 100% geht (momentan hier bei uns gerade der Fall ) wird es nichts bringen.
Wie es am besten und mit dem geringsten (Kauf-)Materialaufwand klappt, wird der Versuch zeigen müssen.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die Ergebnisse.

spiceman

24.07.13 20:35

tschaeikaei:


@spiceman: bei mir sinds heute (nur) 29°C und 48% im Zimmer, draußen ist es im Vergleich
zu gestern und vorgestern kühl.
Ich verstehe die Tabelle und das Schaubild nicht wirklich, werd aber noch versuchen.

Zum Schaubild:
Auf der x-Achse hast Du die Außentemperatur (trockenes Thermometer) Da gehst Du bei z.B. 30° nach oben bis Du die Linie für 40% triffst. Von diesem Punkt dann nach links und Du liest ca. 13° ab.
Das heißt Du kannst 13° Abkühlung erreichen. (am feuchten Thermometer)

tschaeikaei:

Reinrieseln wird das warme Rücklaufwasser vermutlich nicht, weil die "Kältemaschine"
laut meinem derzeitigen Wissen ja eine Öffnung haben muss, um ein Druckgefälle zu erreichen.
Oder doch nicht, bin mir nicht sicher.


Das ist bei Kompressorkühlern so. (also so richtige Kältemaschinen)

tschaeikaei:

Ich möchte ja das Wasser per Pumpe-Düse im Luftstrom zerstäuben.
Das macht dann auch wesentlich feinere Tröpfchen und eine größere Wasseroberfläche.


Na genau! Das Wasser wird zerstäubt und rieselt im Fass nach unten. Dabei verdunstet ein Teil und der Rest kühlt ab.
Im Prinzip genau so wie der Link im Beitrag von bastelwastel, nur etwas größer aufgebaut

Gruß,
Spiceman


xoexlepox

24.07.13 21:09

schlimmfeld:
Jetzt redet ihm das doch nicht laufend aus, sicher wird das funktionieren

Klar funktioniert das, es muß nur "genügend groß" gebaut werden. Das war bei meiner Konstruktion das Problem -> Wer will schon einige (so 3-5) Meter 100er HT-Rohr in seiner Wohnung verlegen?

schlimmfeld:
Nur wenn die RF außen gegen 100% geht (momentan hier bei uns gerade der Fall ) wird es nichts bringen.

Selbst daß geht: Die angesaugte Luft erstmal mit CaCl oder Silikagel "entfeuchten". Da sie sich dabei erwärmt (eben der umgekehrte Effekt), mit einen weiteren Wärmetauscher wieder in die Nähe der Aussenluft abkühlen, und erst dann wieder "befeuchten". Nur das benötigt eben wieder "Aufwand" und (vor Allem) "Platz"


TDI

24.07.13 21:17

Moin,
kann man den Kühleffekt nicht auch noch vergrößern, indem man Salzwasser nimmt?

i_h

24.07.13 21:41

Was man auch noch beachten sollte ist der Luftdurchsatz der an den Radiatoren nötig ist.
Bei Klimaanlagen stellt sich die Frage normalerweise nicht weil die Luft eh kalt genug ist, aber wenn die Temperaturdifferenz sehr niedrig ist, braucht man schnell extrem große Luftmengen.

Für 1kW Kälteleistung bei 10K Abkühlung der Luft müssen immerhin schon ~280m³/h Raumluft um die besagten 10K abgekühlt werden. Das ist schon ein ziemlich ordentlicher Durchsatz der durch einen Kühler hindurch erstmal erreicht werden will.

xoexlepox

24.07.13 21:56

TDI:
kann man den Kühleffekt nicht auch noch vergrößern, indem man Salzwasser nimmt?

Da in diesem Fall die "Kälteleistung" durch Verdampfen des Wassers bewirkt werden soll, halte ich das für keine gute Idee -> Wo soll das Salz bleiben, bzw. wo überall schlägt es sich nieder/bleibt übrig?


Alexander470815

25.07.13 03:30

Wegen der Luftmenge, meine Panasonic Anlage wälzt 700m3/h innen um und hat 2,5kW Kälteleistung.
Durch das Außengerät werden 1800m3/h durchgeschoben.
280m3/h sind also garnich einmal so viel und durchaus realistisch.


bastelwastel

25.07.13 09:43

Vielleicht schaffe es ich diese Jahr mal die Leistungsfähigkeit meines Sole-Wärmetauschers auszutesten...

Ich habe im Garten ca. 70m PE-Rohr mit 1" Durchmesser in 1,5 - 2m Tiefe vergraben.

Da wollte ich mit einer Heizungsumwälzpumpe wasser durch einen Wärmetauscher Pumpen und damit die Bude kühlen.

Die Bodentemperatur liegt ja in der Tiefe relativ konstant bei so ca. 10-13 °C

Leider habe ich die Rohre damals nicht gleich in das Haus gezogen... Jetzt muss ich mir was überlegen wie ich damit in das Schlafzimmer komme....



TDI

25.07.13 10:17

xoexlepox:
TDI:
kann man den Kühleffekt nicht auch noch vergrößern, indem man Salzwasser nimmt?

Da in diesem Fall die "Kälteleistung" durch Verdampfen des Wassers bewirkt werden soll, halte ich das für keine gute Idee -> Wo soll das Salz bleiben, bzw. wo überall schlägt es sich nieder/bleibt übrig?

Naja, nicht umsonst schwitzt man Salzwasser. Wenn man in Salzwasser gebadet hat, wird es im Wind auch deutlich kühler als wenn es Süsswasser gewesen wäre.

radixdelta

25.07.13 12:01

TDI:
Naja, nicht umsonst schwitzt man Salzwasser. Wenn man in Salzwasser gebadet hat, wird es im Wind auch deutlich kühler als wenn es Süsswasser gewesen wäre.


Ist das so? Warum?

Das Prinzip Funktioniert sicherlich. Kühltürme arbeiten prinzipiell genauso und schaffen beachtliche Kühlleistungen. Verbessern kannst du das ganze wenn du den Lüfter auf Zug einsetzt und zusätlich am Kühler die Luft beschleunigst um Unterdruck für die Verdampfung zu haben.

Jetzt mal ein Olfaktorisch grenzwertiger Einfall: Die Kanalisation könnte ergiebige Quelle kühler Luft sein, erwärmt auf Umgebungstemperatur ist sie im Sommer trocken. Man muß den kram nur wieder los werden. Wohl dem der einen Regenkanal hat

Problem könnte werden das du so etwa 50-100l am Tag verdunsten musst. Hier ist seit drei Wochen oder so gestern genau ein millimeter Wasser vom Himmel gekommen. Ich glaube die Fallrohre haben nicht viel davon gesehen. All zu ungewöhnlich ist das nicht. Das wären dann 10-20m³ genau in der Zeit wo man die Kühlung am meisten benötigt.


Desinfector

25.07.13 14:07

radixdelta:
TDI:
Naja, nicht umsonst schwitzt man Salzwasser. Wenn man in Salzwasser gebadet hat, wird es im Wind auch deutlich kühler als wenn es Süsswasser gewesen wäre.


Ist das so? Warum?

Das Prinzip Funktioniert sicherlich. Kühltürme arbeiten prinzipiell genauso und schaffen beachtliche Kühlleistungen. Verbessern kannst du das ganze wenn du den Lüfter auf Zug einsetzt und zusätlich am Kühler die Luft beschleunigst um Unterdruck für die Verdampfung zu haben.

Jetzt mal ein Olfaktorisch grenzwertiger Einfall: Die Kanalisation könnte ergiebige Quelle kühler Luft sein, erwärmt auf Umgebungstemperatur ist sie im Sommer trocken. Man muß den kram nur wieder los werden. Wohl dem der einen Regenkanal hat

Problem könnte werden das du so etwa 50-100l am Tag verdunsten musst. Hier ist seit drei Wochen oder so gestern genau ein millimeter Wasser vom Himmel gekommen. Ich glaube die Fallrohre haben nicht viel davon gesehen. All zu ungewöhnlich ist das nicht. Das wären dann 10-20m³ genau in der Zeit wo man die Kühlung am meisten benötigt.


Oberflächenvergrösserung der Haut durch leichte Kristallbildung auf der selbigen?

evtl. Tipp für nichtverdunstende Kühlflüssigkeit?
gesättigte Ammoniumnitrat-Lösung.
was wiegt die? so ca 2,5Kg pro liter?

aber hier wäre Korrosionschutz natürlich ein Thema!

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