Relaisrechner

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andreas6

08.08.13 23:40

Hallo,

neue Elkos könne das, aber sie werden natürlich immer schlechter, wenn gut beansprucht. Im Alter geht der Reststrom drastisch nach oben. Wie lange möchtest Du den Klapperatismus betreiben?

MfG. Andreas

felixh

09.08.13 13:11

Also, ich hab eben nochmal das datenblatt rausgesucht...
Die Elkos sind 105° typen, ausgelegt auf 40mA ripple-strom, und 1000h lebensdauer.

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/400000-424999/422060-da-01-en-ELKO_NHG_R_10uF_63V_105C.pdf

sind die 10uF, 63V.

Da komme ich dann auf 6.3uA Leckstrom, was irgendwie doch zuviel ist...

Wie genau altert eigentlich ein Elko?
Ich dachte bisher, das hängt vorallendingen vom Ripplestrom und Temperatur ab.
oder steigt der Leckstrom schon alleine durch die Tatsache, dass da spannung anliegt?

Für meinen großen Relais-rechner hatte ich eigentlich auch einen DRAM angedacht, es ist einfach die billigste und einfachste möglichkeit eines datenspeichers.
Dort wäre ein refresh aber kein problem, da ja nicht in jedem takt auf den Hauptspeicher zugegriffen wird. da könnte man dann einfach dummy-lesezugriffe einbauen, wenn gerade nicht gelesen/Geschrieben wird.

augustamars

09.08.13 19:45

Wie sieht es mit Coldcaps aus ? Wobei meist nur 5,5 V und teurer.
Oder den RAM auch elektromagnetisch wie Ringkernspeicher (oder FRAM) und Quecksilberschalter. Bekommt man auch wieder schlecht.

flogerass

09.08.13 19:59

Bevor man Goldcaps nimmt (entweder lange Ladezeit oder sauteuer) baut man lieber gleich ein Statisches RAM mit Reedrelays. Was spricht eigentlich dagegen?

felixh

09.08.13 21:55

Also, der punkt ist: die Elkos muss ich nichtmehr kaufen - die hab ich schon.
2000 Stück für 5€, hrgestellt feb. 2012

Im großen werde ich die auf alle fälle verwenden, da ich da mit dem refresh keine Probleme bekommen werde.
Ein kompletter Refresh wird (ohne schreib/lesevorgänge) etwa 20 sec dauern. in der Zeit verlieren die Elkos laut DB höchstens 13V. Und den Relais ist das noch genug.

Interessant wirds dann beim Kleinen.
weil da ist ein Refresh einfach absolut unmöglich, da technisch einfach zu aufwändig.
Ich will ja einen sehr kleinen, minimalistischen Computer bauen.

Soweit ich weis, altert ein Elko hauptsächlich durch Hitze und Strom. Beides habe ich hier ja nicht gegeben. Die werden allerhöchstens 1x pro sekunde umgeladen.

Ich probier das jetzt einfach mal aus. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der länger als 50 std insgesammt laufen wird - für mich wär das eher nen Vitrinenstück; Ne Kuriosität oder sowas


Zuletzt bearbeitet: 09.08.13 21:59 von felixh

ferdimh

10.08.13 00:15

Meine Erfahrung mit diversen Elkos ist: Die legste in die Ecke...

und nach 2 wochen beißen die dreckdinger immernoch!

Das passt schon!

BigJim

10.08.13 11:57

Also Zuse hatte auch keinen nichtflüchtigen Speicher. Arbeitsspeicher wurde über die Selbsthaltung von Relais realisiert und was zu speichern war wurde auf Film gestanzt und beim nächsten Mal wieder eingelesen.

Falls jemand dazu Ringkernspeicher verwenden möchte, dem würde ich eine Platin stiften.

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