Solarstrom

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Till

04.03.13 19:46

Wie ihr immer auf diese Vergleiche kommt...

Naja, ich hab unsere PV Anlage jetzt erstmal mit nem Datenlogger ausgestattet, da werkelt jetzt nen AVR Net IO mit der FreeSol Software und ein Failduino als Schmitt Trigger für den Phototransistor auf dem Zähler, eigentlich wärs auch mit 2 Transistoren und ner Hand voll Wiederlingen getan gewesen, aber das wollte nicht so wie ich...
Läuft auch alles schon fast gut... mit Excel kriege ich die Daten von der Seite abgerufen, aber leider nicht die 5minuten Werte...
Hat wer ne Ahnung wie man Daten die in einer Tabelle auf ner Seite mit der Endung blablablub.de/daysirgendwas.js runter bekommt?
Ich kriege immer nur ne Fehlermeldung :/
Ansonsten muss ich nochmal die S0 Impulse pro kwh einstellen, auf dem Portal werden aktuell Werte von mehreren Tausen kW angezeigt
Steht noch auf 1 statt 500...


Nicki

04.03.13 19:48

radixdelta:
Ob man durch erheblich reduzierte Drehzahl und Optimierung auf diesen Betriebspunkt den Wirkungsgrad ordentlich hinbekommt?

Wie wärs damit?
http://de.wikipedia.org/wiki/Atkinson-Kreisprozess
Ich weiß nicht was für ein Diesel das ist, evtl. könnte man sich das Vorglühen und die Warmlaufverluste beim Start sparen indem man seine Temperatur mit Wasser aus dem Speicher der Heizung konstant hält...

eproxy

05.03.13 18:56

Hi,

zum Thema BHKW fällt mir Folgendes ein:

Der Betrieb lohnt sich nur, wenn man an möglichst vielen Stunden im Jahr konstant elektrische Last hat, die man mit dem BHKW versorgen kann. Stichwort: Bandlast. Im Privathaushalt ist das nicht gegeben, es sei denn, man schließt die Nachbarn mit an oder hat ein Elektroauto. ;-)

Zeitgleich muss man aber auch die Wärme verwerten können, denn nur damit lohnt sich das BHKW finanziell erst so richtig. Auch hier ist Bandlastverhalten wünschenswert (z.B. Holztrocknung); die Deckung der Wärmespitzenlast im tiefen Winter kann man mit einem BHKW vergessen, da es dann für den Rest des Jahres überdimensioniert ist und man nicht auf ausreichend Betriebsstunden kommt.

Ich hatte bei meinen Eltern mal BHKW + Holzvergaserkessel für die winterliche Spitzenlast angedacht, mit Holztrocknung mittels BHKW-Wärme in der Übergangszeit, das ist aber an den schweineteuren BHKWs gescheitert... Gaskessel oder Holzvergaserkessel war unterm Strich billiger.

Zum Thema Solarenergie fällt mir ein:

Lastmanagement ist für hohen Eigenverbrauch ja das A und O, das ist ja schon gesagt worden. Gibt es eigentlich schon Wechselrichter, die mitteilen können, wieviel Energie erzeugt, verbraucht, in den Akku gespeist oder aus diesem entnommen wird UND wieviel "Hilfsenergie" aus dem öffentlichen Netz kommt? Gibt es eigentlich auch Solarwechselrichter, die nur Bezug aus dem öffentlichen Netz können, aber nicht einspeisen können? Fände ich toll, weil man sich dann die Anmeldung beim Netzbetreiber sparen könnte.

Meine Idee ist dann, einen Energiemanager auf uC-Basis zu installieren, der die Angebot/Verbrauch-Situation beobachtet und bei Überschuss gezielt Verbraucher zuschaltet (z.B. Kühltrühe).

Der Eigenverbrauch ließe sich auch steigern, wenn man die elektrische Heizung der weißen Ware (WaMa, Trockner, Geschirrspüler) entsprechend des Angebots regeln würde. Würde den Akkuverlust verhindern. Hatte das mal an unserer WaMa ausprobiert - hat die nicht gejuckt, lief dann hält wegen der langsamen Aufheizung länger, Waschleistung war subjektiv genauso gut. Wobei ich nicht weiß, ob Solarwechselrichter Phasenanschnittsteuerung problemlos vertragen oder dann doch in den Lastabschnitten unerwünschterweise Energie aus dem öffentlichen Netz beziehen?

Jaja, ich weiß, viele Gedanken und noch mehr Text...

-eproxy

Gary

05.03.13 20:32

Hi,

es gibt durchaus Geräte die den Eigenverbrauch steuern und so optimieren können. Aber meist ist es doch so, das sich so ein System, wegen der zusätzlichen Kosten nicht lohnt. Das wäre eine Front für ein Frickelkommando.

Ein BHKW läßt sich auch selber bauen, dann können die Kosten niedrig sein. Ein großes Problem ist schon der Motor, ein PKW Motor ist günstig besorgbar und hält mit Glück mehrere Jahre. Aber der PKW Motor ist ne Nummer zu groß. Kleine Diesel sind meist lufgekühlt. Ich hatte mal einen 1 Zylinder Verdampfer Motor (Cunewalde 1H65) von Verdampfer auf Durchflußkühlung umgebaut. Der Motor war dann wieder zu klein und den Lärm eines Einzylinder bekommt man schlecht in den Griff. Dafür lief der aber mit Rapsöl aus second Hand.

Gruß Gary


Lars_Original

05.03.13 22:37

eproxy:
Gibt es eigentlich schon Wechselrichter, die mitteilen können, wieviel Energie erzeugt, verbraucht, in den Akku gespeist oder aus diesem entnommen wird UND wieviel "Hilfsenergie" aus dem öffentlichen Netz kommt?


Bei neueren SMA Wechselrichtern (die mit dem großen Display) gibts ein Relais das sich programmieren lässt. Mit dem kann man dann zB. bei mehr als 2kW die Kühltruhe von -18°C auf -25°C stellen oder den Pool heizen.

Feinere Spielereien erfordern allerdings externe Hardware.
Wir verbauen hier solche Datenlogger. Die lassen sich an fast alle am Markt befindlichen Wechselrichter anschließen und können ihrerseits via Netzwerk Geräte (Schaltsteckdosen) steuern.

Lars

Till

06.03.13 19:36

Jo, die verbaut mein Nachbar auch überall,
aber um die wieder durch Schaltsteckdosen "rauszusparen" brauchts schon ein paar Jahre^^

doofi

06.03.13 20:38

Gary:
Ein großes Problem ist schon der Motor,


Geht so. Es gibt etliche kleine Diesel die fuer kleines Geld zu haben sind wenn man die Augen offenhaelt und ein bisschen Geduld hat.
Meine letzten Neuzugaenge in der Sammlung sind z.B. ein schnuckeliger 650ccm-Zweizylinder Lombardini mit 12 kW und ein dreizylinder Kubota mit 1,2 Liter und 19kW.
Um die 300 Euro beim Schrotter dafuer bezahlt.
Kubota z.B. sind sehr leicht fuer schmalen Taler zu bekommen eigentlich.


Till

06.03.13 20:41

Schade das man die alten Deutz Motörchen nicht so ohne weiteres auf Wasserkühlung umbauen kann, ist nicht viel dran was kaputt gehen kann, man bekommt Ersatzteile relativ günstig.
Einer aus nem F1L wär von der Leistung ganz passend, 11PS sollten eigentlich reichen...

Osttiroler

06.03.13 21:00

Schau mal, ob du an einen Jenbacher JW 20 kommen kannst.
Es gab auch einen JW 15.

Sollte halt für BHKW eine wassergekühlte Version sein.
Gab auch Luftgekühlte.

Sind beides Diesel Eintöpfe mit liegendem Zylinder und dicken Schwungrädern.

Wenn sie zeitweise nen Ölwechsel bekommen, sind diese Motoren nahezu unzerstörbar.

lg Lukas

Henning

06.03.13 21:06

doofi:

Kubota z.B. sind sehr leicht fuer schmalen Taler zu bekommen eigentlich.


Habe jetzt nicht das komplette Thema gelesen.

Kubota und Bauähnlich (Yanmar..) gibt es desöfteren als Import aus irgendwelchen chinesischen/japanischen Militärgeräten (Dumper usw). Früher gingen die bei Ebay. Die Motoren haben angeblich x Betriebsstunden, sehen aber aus wie neu. Scheinbar nach Zeit prophylaktisch getauscht.



radixdelta

07.03.13 01:31

Durch Vorwärmen der Ansaugluft sollte es in Richtung Miller-Prozess gehen, also schlechte Füllung, weniger Kompressionsarbeit. Atkinson ist schon schwieriger als Selbstbaulösung umzusetzen, wäre aber bei einer Neuentwicklung sicher wert mal genauer betrachtet zu werden.

Der gemeine Bastler wird nicht umhin kommen eine Wärmepumpe in den Maschinenraum zu bauen und einen Luftgekühlten Motor zu nehmen. Sonst kommt man einfach nicht günstig genug an einen haltbaren Antrieb.

Aber mal btt: Wenn ich nun z.B. hier und da Solarzellen hinbaue, wie soll das dann mit der Insel funktionieren? 12V oder 24V über weite Strecken ist doof. Fraglich ist ob man die China-Grid-Tie-WR einfach in das Inselnetz klemmen kann, wenn das von so einem Batterie-Insel-Wechselrichter bereitgestellt wird. Was passiert wenn wenig Strom benötigt wird aber die Chinamöller die Sommersonne in die Leitung drücken? Ladegerät einschalten und Pufferakkus laden wäre dann angezeigt, oder andere Regellast. Aber wie erkenne ich Überangebot?

heaterman

07.03.13 02:00

Deswegen gefällt mir der von mir verlinkte Wechselrichter zunehmend besser. Ich denke, der wirds werden, wenn ich die Anlage demnächst aufbaue - muss bis zum Sommer werden.
Solange Sonne ist, gehts in die Akkus und von da mit dem Wechselrichter in ein eigenes 230-V-Netz für die ganze Grundlast samt Tiefkühlschrank, Router, Hausrechenknecht, Kameraanlage, Außenbeleuchtung und Gedöns. Das kriegt dann nur via Wechselrichter Verbindung zum normalen Netz, alles stationär ohne Steckdosen verkabelt, dass keiner auf die Idee kommt, da mal den dicken Shredder anzuschließen.
Die Akkus befeuern dieses Netz via Wechselrichter, solange Saft drin ist, dann schaltet der übergangslos um auf Netz, bis die Akkus mal wieder vollgeladen sind. Und die werden nicht über den Wechselrichter geladen, sondern nur über den Solarregler, wenn eben Sonne da ist. Ich werd da auch gleich mal im Zugang und am Ausgang des Wechselrichters Stromzähler einbauen, um die Bilanz zu checken.
12-V-Netz ist echt zu verlustbehaftet.

radixdelta

07.03.13 02:28

Nun ist das aber so das ich Solar (und ggf. auch Wind) nur etwas versprengt um's Haus installieren kann, die idealen Süddächer fehlen hier. Zudem sind das 2-3 Gebäude. Also muß hier die dezentrale Stromerzeugung nochmals dezentralisiert werden, sozusagen.

Im Moment bin ich auf Schnapperjagt in der Bucht. Ein Solar-Paket kommt schon zu mir, obwohl ich gar keine Zeit habe mich damit zu beschäftigen. Gary ist Schuldig, der hat das hier angefangen... naja, frisst ja kein Brot.

Im Moment ist der Plan den einen freien Platz bei der Solarthermie-Anlage mit 180Wp PV neu zu besetzen, dort käme aber für's erste ein China-Grid-Tie hin, denke ich. Vielleicht wird das auch mal eine 12V-Insel für Routergedöns, Rauchmelder und NotLED im Haus. Auf dem Schuppen hätte ich nochmal Platz für 'nen kWp etwa, wenn mir mal was zuläuft. Nur die Akkupreise machen mich noch skeptisch. Das soll sich ja rechnen irgendwann bevor die Akkus platt sind.

Dennis

07.03.13 02:30

Bei Solarstrom habe ich mir auch schon ein paar Gedanken gemacht.

Ich hatte damals eine kleine Solarzelle(0.5W) und habe damit ein bisschen rumexperimentiert.
Ich konnte die Leistung um 20% steigern, in dem ich eine Rettungsdecke senkrecht neben die Zelle hielt.
Solarzellen sind ja eher Teuer, Spiegelfläche eher billig.
Das Konzept, was ich am liebsten ausprobieren wollte:

Ein Parabolspiegel, im Brennpunkt das Ende eines dickeren Glasfaserkabels.

Ich würde eben gern Wissen ob man so eine halbwegseffiziente Energieübertragung hinbekommt.
In jedem Fall geht es darum, Sonnenlicht sammeln und auf eine Solarzelle konzentrieren.

heaterman

07.03.13 02:41

Mit den Akkus hatte ich Glück, mir dank eines Fricklerkollegens hier aus dem Forum eine brauchbare Serie zum Schrottpreis zusammenstellen zu können. So hab ich jetzt erstmal 250 Ah zusammen.
Die Zellen kommen bei mir aufs Dach und leisten meinem Solarkollektor Gesellschaft.

Ich habe übrigens am Gewächshaus, in dem eine eigene 12-V-Inselanlage läuft, gute Erfahrungen damit gemacht, eine Zelle auf genau Süd, und eine zweite auf Richtung Südwest zu bauen. So hat man zwar nicht den ganzen Tag volle Leistung, aber dafür über einen längeren Zeitraum am Tag Strom. Reicht für den Akku da drin aus, werde ich auch bei der zweiten Anlage so versuchen. Ich hab ein Flachdach, also in der Hinsicht kein Problem mit der Anordnung.


Zuletzt bearbeitet: 07.03.13 02:59 von heaterman
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