Bilder von Fehlern, Störungen etc.

Seiten: 1 | 149 | 150 | 151 | 152 | 153 | 154 | 155 | 156 | 157 | 158 | (159) | 160 | 161 | 162 | 163 | 164 | 165 | 166 | 167 | 168 | 260
Zurück zur Startseite

Felix_W

28.01.12 15:59

Wäre eine Isolierfolie nur am Gehäuseboden denn ausreichend für Schutzklasse 2?
Mir ist das bei etlichen Audiogeräten schon aufgefallen, dass die Isolierung meist äußerst dürftig ausgeführt ist, zumal die Geräte ja meistens ein Blechgehäuse haben. Wenn sich da im Inneren bei einem Sturz was losreißt, zB einer der Ringkernübertrager, und sich zwischen Trafo und Gehäuse klemmt, bringt das bisschen Folie auch nichts mehr.
Wo wir schon beim Thema sind:
Bei meinem Verstärker und DVD-Player von JVC hängen zwischen dem Gehäuse, was auf Masse liegt und L oder N, je nachdem wie man ansteckt, mehrere Kerkos. Wofür das gut ist, erschließt sich mir nicht, aber ich frage mich, ob sowas überhaupt zulässig ist. Kommt man da zufällig mit der Handgelenkinnenseite ans Gehäuße merkt man das recht deutlich.
Sollte einer der Kondensatoren mal den Geist aufgeben und einen Kurzschluss von L zum Gehäuse verursachen, wäre das dann noch weniger spassig.

Gruß, Felix

robert

28.01.12 16:22

Das wäre ein Funkentstörkondensator, das ist auch zulässig sofern der Kondensator entsprechendes Prüfzeichen hat, Klasse Y1 (oder 2x Y2 in Serie), und max. 4700pF hat.
Derartige Kondensatoren sind so ausgelegt, dass sie nicht kaputtgehen, zumindest nicht durch Kurzschluss (Prüfspannung 4kV!).

Ist das Gehäuse geerdet, darf es Y2 sein, und größere Kapazität haben.

Leider sieht man aus China immer wieder irgendwelche Keramik-C ohne o.g. Amforderungen, stellenweise einfach nur 250V DC! Sowas ist absolut lebensgefährlich und darf auf keinen Fall in Betrieb bleiben.

Felix_W

28.01.12 16:44

Hi,

Funkentstörkondensatoren kannte ich bisher nur in Metall-Folien-Bauweise, wieder was gelernt.
Ich hab grade mal die Netzteilplatine aus dem DVD-Player ausgebaut. Verbaut sind an der genannten Stelle 2 parallel Kerkos auf denen unter anderem "X1Y1" und "T4KV" zu lesen ist, das VDE-Zeichen ist auch noch drauf. Sollte also in Ordnung sein, oder?
Den Verstärker mag ich jetzt nicht zerlegen, der ist schon zu sehr im Regal "verwurzelt".
Eigentlich wundert mich ja mittlerweile nichts mehr, aber da die Geräte damals wirklich nicht gerade billig waren, wären unterdimensionierte bzw unzulässige Kondensatoren hier doch etwas seltsam gewesen.
Danke für die Erklärungen!

Gruß, Felix


heaterman

28.01.12 17:11

Nee, Felix, nicht am Gehäuseboden - auf die Unterseite der Platine geklebt. Denn löst wer die beiden Schrauben der Platine außen, fällt die nach Murphy irgendwo ins Geräte, nur nicht auf die Folie. Und Dein Beipiel vom rumkullernden Teil im Gerät rtifft es - das darf nirgendwo an Netzspannung kommen. Auf der Oberseite sollten ferner alle blanken berührbaren Teile, z. B., wenn man einen Sicherungshalter hat, berührungssicher abgedeckt sein. Und die Leitungen müssen so abgefangen werden, dass sie sich durch Auslöten bei Überhitzung oder schlechter Lötstelle nicht vom Fleck bewegen können. Deshalb ist einseitigen Nur-Zugloddern mit Heißkleber allein auch nicht zulässige, es muss bei Platinen mit Löchern und Durchfädeln und bei Lötösen mit eingefädelter und umgelegterm Leitungsende gearbeitet werden.
Wenn ich mich recht erinnere, bin mir da aber nicht sicher, müssen auch alle netzspannungsführenden Leitungen im Gerät doppelt isoliert sein.

gafu

28.01.12 17:36

heaterman:

Wenn ich mich recht erinnere, bin mir da aber nicht sicher, müssen auch alle netzspannungsführenden Leitungen im Gerät doppelt isoliert sein.


m.E. nur bei geräten, die schutzklasse II mit berührbaren metallgehäuse haben.

ansonsten reicht basis-isolation der leitung + zusätzliches isoliergehäuse.

Felix_W

28.01.12 17:47

gafu:
heaterman:

Wenn ich mich recht erinnere, bin mir da aber nicht sicher, müssen auch alle netzspannungsführenden Leitungen im Gerät doppelt isoliert sein.


m.E. nur bei geräten, die schutzklasse II mit berührbaren metallgehäuse haben.


Eben genau das hatte ich auch so in Erinnerung und wir haben es hier ja schließlich mit berührbaren Metallgehäusen zu tun.

Ein Gehäuse im Gehäuse habe ich aber noch in keinem Gerät gesehen und auch die Maßnahmen, die Heaterman beschrieben hat nicht, oder nur teilweise.
Bei meinem DVD-Player ist der Primärteil vom Netzteil mit einemFolienstück von Deckel und Seitenwand des Gehäuses isoliert. Ansonsten gibt es keinerlei Isolation. Das Netzkabel ist mit einer Zugentlastung ins Gehäuse geführt, mit einem Kabelbinder zusammen mit der Folie am Gehäuse befestigt und mit einem Molexstecker mit der Platine verbunden.

Die internen Kabel sind alle samt gesteckt und nicht direkt verlötet, aber eine Zugentlastung gibt es nicht. Eine Netzteilplatine, die von unten mit Folie beklebt ist, habe ich so ebenfalls noch nirgends gesehen. Zumindest ist die Platine aber von innen verschraubt.

Gruß, Felix

gafu

28.01.12 18:01

Felix_W:
Eine Netzteilplatine, die von unten mit Folie beklebt ist, habe ich so ebenfalls noch nirgends gesehen. Zumindest ist die Platine aber von innen verschraubt.


das kenn ich auch nur von hochwertigen schaltnetzteilen, etwa die in DELL und Compaq computern eingebauten OEM Computernetzteile (oft von LiteOn)

IQON

28.01.12 18:26

gafu:
Felix_W:
Eine Netzteilplatine, die von unten mit Folie beklebt ist, habe ich so ebenfalls noch nirgends gesehen. Zumindest ist die Platine aber von innen verschraubt.


das kenn ich auch nur von hochwertigen schaltnetzteilen, etwa die in DELL und Compaq computern eingebauten OEM Computernetzteile (oft von LiteOn)


Simmt in so nem Netzteil hatte ich neulich auch so ne Folie gesehen...

Aber seit wan ist en PC Netzteil Schutzklasse 2 ???

Soll das der Sicheren Trennung zwischen ein und Ausgang zugute kommen?

Viele Grüße IQON

flogerass

28.01.12 18:36

IQON:
Aber seit wan ist en PC Netzteil Schutzklasse 2 ???

Soll das der Sicheren Trennung zwischen ein und Ausgang zugute kommen?

Viele Grüße IQON

Nein. Aber der Abstand zum Bodenblech ist selbst für Schutzklasse I einfach viel zu klein.

heaterman

28.01.12 18:48

@Gafu:
Die Netzteilisolierung, die ich beschrieben habe, sieht man nicht mehr so oft, meist sind tatsächlich die von Dir beschriebenen Folien an gehäuse drin. Ich hab hier gerade drei Reparturkandidaten auf dem Tisch: Labornetzteil von ELV im Metallgehäuse genau mit der auf die Platine geklebten Folie. Dann einen Frequenzzähler von ELV (etwas älter), der als bausatz vetrieben wurde und wahrscheinlich deshalb so eine folie trägt. Als schlechtes beispiel dient gerade ein Humax-Sat-Receiver, wo die netzteilplatine zwar ein TÜV-Siegel aufgedruckt hat, aber Abstände und Isolierungen - nie gehört.

Steckverbinder an Netzteilen sind übrigens OK, solange sie eine Arretierung haben.

gafu

28.01.12 18:58

flogerass:

Nein. Aber der Abstand zum Bodenblech ist selbst für Schutzklasse I einfach viel zu klein.


außerdem trägt das ganze zur betriebssicherheit bei. je nach luftfeuchte leitet der staub ja auch ein wenig strom. und staub gibts in computernetzteilen meistmehr als genug

robert

28.01.12 19:07

Jo, ohne Folie knallt das nach längerem Betrieb ganz gerne mal, wenn ich irgendein Käfer dazwischen breitmacht, oder die Platine durchhängt (weil schwere Trafos und Kühlkörper auf billigstem FR-1). Zudem ist das bei der Qualität vieler Kaltgerätezuleitungen und Hausinstallationen auch zu empfehlen, auf den PE kann man da nicht immer vertrauen.

PC-Netzteile sind eh ein unglaublicher Dreck.
Tagan 330W, 4 Jahre alt, damals so 60Eur, von der c't als gut befunden, Wirkungsgrad bei normaler Last (120W) enorme 72%, P_in 166W
Was soll das? Davon abgesehen, dass das Teil seine Erstbestückung an Elkos schon durch hatte.
Etwas moderneres:
Fortron A300, 80+Gold, ca. 50-60Eur, bei gleicher Last 89% gemessen, P_in 134W.

Macht immerhinn 32W weniger, bei 2kh/a Betriebszeit 64kWh, also ca. 17Eur. Das lohnt sich also binnen seiner Lebensdauer.

Das noch unter der Annahme, dasses keinen Standbybetrieb gibt, falls doch lohnts sich erst recht: ca. 8W vs. <1W ohne Last im Stby.

Weiterer Tipp dazu: Klingeltrafos sind eine Krankheit.
Gemessene 5W Eisenverluste bei 16VA sind schon eine Ansage.
9V 30VA Ringkern (Bürklin uralt, war halt da) <1W (nicht ablesbar auf meinem analogen Wirkleistungsmessgerät). Der ist jetzt eingebaut worden, funktioniert einwandfrei, und der Türöffner mag die etwas höhere Spannung/den geringeren Innenwiderstand durchaus, und klemmt im Winter nicht ständig.

Und halt 40kWh weniger. Lohnt sich also schon im ersten Jahr.

Weiteres: die ganzen Steckernetzteile von Telefonanlagen usw, wenn es warm wird, ist es Müll. 9V 200mA kann gerne 2-3W Eisenverlust haben.
Ringkerntrafos sind da echt eine Lösung. Und wo es geht, mehrere Geräte auf eine Stromquelle zusammenlegen, bei Tk/Netzwerkzeugs geht das problemlos, wenn man dazwischen ungeschirmte Patchkabel nimmt gibts garantiert keine Probleme mit Masseschleifen.


Zuletzt bearbeitet: 28.01.12 19:15 von robert

uxlaxel

30.01.12 20:08


erkennt ihr, was das ist?

Lars_Original

30.01.12 20:13

2x NH-Sicherung 3 pol.

Größe würd ich auf NH-00 schätzen.

Bau halt verlustarme ein.

Lars

TDI

30.01.12 20:20

Lars_Original:


Bau halt verlustarme ein.

Lars


Ob das Not tut bei der Temperatur?
Der "Fotoapparat" ist wohl eher zum Auffinden von Wasserleitungen unter Putz oder zur Prüfung von Wärmedämmungen gemacht...

Zurück zur Startseite
Seiten: 1 | 149 | 150 | 151 | 152 | 153 | 154 | 155 | 156 | 157 | 158 | (159) | 160 | 161 | 162 | 163 | 164 | 165 | 166 | 167 | 168 | 260