Identifikation - Was ist es?

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Bjoern

04.01.13 19:37

Servus,
ich hab schon längere zeit dieses Ding im Keller liegen. Kann mir irgendjemand sagen, was für ein Bauteil diese gesockelte Glasröhre ist und/oder wofür man einen solchen Aufbau verwenden könnte?

http://www.fingers-welt.de/phpBB/backup/filesbrauchmernet/small_f/93db26dabece2f00ea6967e2e91677c.JPG

Gerald

04.01.13 19:45

Überspannungsableiter ?

Bjoern

04.01.13 19:55

Als Überspannungsableiter ist meine ich die eingelötete Funkenstrecke gedacht, weswegen ich denke, dass die lange Glasröhre irgendeine andere Funktion hat. Das zugehörige Schaltzeichen habe ich bisher noch nie gesehen...

Gerald

04.01.13 19:57

Das wird oft Kombiniert.
Die Röhre für statische Aufladungen etc., Die Funkenstrecke für Bitzschlag o.ä..

Gruß

Bjoern

04.01.13 20:58

Achso! Na mal schaun, was sich damit anstellen lässt. Danke!

gafu

05.01.13 02:10

ein vollstaendiges foto vom deckel könnte helfen klarheit zu schaffen.

mich wundert die spule die von der linken antennenbuchse nach masse geht, ohne das irgendwo ein kondensator ist.
eine definierte filterwirkung scheint jedenfalls nicht das ziel zu sein.

gegen statische elektrizität gibts ja auch noch den normalen widerstand da neben dem überspannungsableiter sitzt.


Zuletzt bearbeitet: 05.01.13 02:12 von gafu

uxlaxel

05.01.13 13:02

die spule ist für hochfrequenz hochohmig, für gleichspannungen hat sie fast keinen widerstand. damit leitet man statische auflasungen von antennen (z.b. langdraht) ab.
in kombination mit der funkenstrecke und dem gasableiter hat man einen sehr guten überspannungsschutz für seine funkgeräte / -empfänger.
der aufdruck auf dem deckel irretiert mich aber etwas. nicht das schaltbild, sondern die bezeichnung der buchsen.

ich habe ein ähnliches gebilde in ner ganzen nummer größer rumzuliegen.
solche ableiter findet man eher in proffessionellen funk- / sendeanlagen. der gemeine bastler & funker zieht bei schlechem wetter einfach den stecker raus und erdet die antenne allpolig

lg axel

freak96126

05.01.13 13:25

Naya... Identifiziert hab ichs schon aber trotzdem brauch ich bitte mal euere Hilfe :



(laut google ein TFT Inverter... Auf jedenfall hängt da Rechts die Röhre für die Hintergrundbeleuchtung dran)

Zum Thema Anschlussbelegung hab ich schon was gefunden, leider weis ich nicht ob das Was damit zu tun hat ... Meine Russisch und Kyrillisch Kentnisse sind etwas (*hust hust) eingerostet.



dann wollte ich noch fragen, wie hoch die Betriebsspannung von dem ding ist, oder ob ich noch irgendeine Spezielle ansteuerung dafür brauche

wer kann mir bitte weiterhelfen

edit----

als modell steht da M660 Jeint-A
oder auch SYS-BJJGKJE


Zuletzt bearbeitet: 05.01.13 13:27 von freak96126

Black_Friday

05.01.13 14:44

Bjoern:
Servus,
ich hab schon längere zeit dieses Ding im Keller liegen. Kann mir irgendjemand sagen, was für ein Bauteil diese gesockelte Glasröhre ist und/oder wofür man einen solchen Aufbau verwenden könnte?

http://www.fingers-welt.de/phpBB/backup/filesbrauchmernet/small_f/93db26dabece2f00ea6967e2e91677c.JPG


Dieses Koppelnetzwerk braucht man für EMV - Prüfungen:
TEM-Zelle
Das Teil stammt von der MWB Prüfsysteme GmbH, Bamberg.

duesed4

05.01.13 14:47

Bjoern:
Servus,
ich hab schon längere zeit dieses Ding im Keller liegen. Kann mir irgendjemand sagen, was für ein Bauteil diese gesockelte Glasröhre ist und/oder wofür man einen solchen Aufbau verwenden könnte?

http://www.fingers-welt.de/phpBB/backup/filesbrauchmernet/small_f/93db26dabece2f00ea6967e2e91677c.JPG


Das Gesamtding ist ein sog. Ankopplungsvierpol (steht ja auch drauf) zur Teilentladungsmessung (TEM). Zwei Möglichkeiten für den Versuchsaufbau:

Testobjekt an Hochspannung und parallel dazu einen Koppelkondensator:
1. Indirekte Messung: Testobjekt an Hochspannung und Erde, parallel dazu einen Koppelkondensator an die Hochspannung und über den Ankoppelvierpol gegen Erde.
2. Direkte Messung: Testobjekt über den Ankoppelvierpol an Erde.

An die rechte Buchse dann das Teilentladungsmessgerät.

Dann wird (Hoch-)Spannung an das Testobjekt gelegt. Wenn es zu Teilentladungen kommt gibt das kurze Strompulse durch Umladungsvorgänge aus dem Koppel-C. Die fließen natürlich durch die Erdverbindung des Prüflings und auch in der Erdverbindung des Koppel-Kondensators.

Der Ankoppelvierpol macht aus diesen Strompulse Spannungspulse, ist also im Prinzip nix anderes als ein (Ohmsch-Induktiver) Shunt.

Die vier Elemente auf dem Schaltbild sind links und rechts die Induktivität und der Widerstand, die zwei in der Mitte Überspannungsableiter.

Die Überspannungsableiter sind insbesondere bei der direkten Messung wichtig, da sonst bei einem Durchschlag des Prüflings die volle Hochspannung am Messgerät liegt.

Dass mehrere Überspannungsableiter verwendet werden ist gar nicht so ungewöhnlich. Einer der sehr genau die Spannung begrenzt und/oder sehr schnell ist und dann noch einer/zwei, die nicht ganz so schnell sind, aber länger Strom vertragen.
Gerne auch genommen, das Trio Suppresordiode, Varistor und Funkenstrecke.

Neben dieser Möglichkeit kann man TEs (Teilentladungen) z. B. auch akkustisch oder über deren Hochfrequenzaussendungen messen.

Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Teilentladung#Konventionelle_TE-Auskopplung

Viele hochspannende Grüße, Daniel


Zuletzt bearbeitet: 05.01.13 14:55 von duesed4

flogerass

05.01.13 14:51

freak96126:

Zum Thema Anschlussbelegung hab ich schon was gefunden, leider weis ich nicht ob das Was damit zu tun hat ... Meine Russisch und Kyrillisch Kentnisse sind etwas (*hust hust) eingerostet.

Die Anschlussbelegung ist doch Englisch
1. Ground
2. Ground
3. Enable
4. Adjust/Dimming
5. Supply input
6. Supply input

Das hinter dem Sternchen bedeutet vermutlich, dass die Farben denen des Kabels des genannten Notebooks entsprechen.

Edit: Die Versorgungsspannung wird im Bereich von 12V liegen.


Zuletzt bearbeitet: 05.01.13 14:54 von flogerass

freak96126

05.01.13 16:26

ok danke... kann ich da dann einfach glatten saft im bereich von 12V anhängen oder ?

flogerass

05.01.13 16:33

Ich würde sagen ja. Ich hab aber selber noch keinen TFT-Inverter in Betrieb genommen. Vielleicht kann hier jemand einen Tip bezüglich der Betriebsspannung geben.

Edith hat noch das Datenblatt vom IC gefunden. Da steht auch drin was ENA und ADJ wollen.
Die letzte Spalte scheint die Pin-Nummer des IC zu sein.


Zuletzt bearbeitet: 05.01.13 16:37 von flogerass

freak96126

05.01.13 16:39

Danke dass du dir so viel mühe für mich machst

flogerass

05.01.13 16:44

Ich hoffe ja, dass da mal auch entsprechendes aus dem Forum zurück kommt.

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