Kurz ma ne frage (die sparte für Denkstützen)

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Felix_W

31.03.12 05:40

Eine andere Einheit für die Kapazität als Farad, also As/V kenne ich nicht. Deine Aussage nach steht aber ja auch explizit 1050µF drauf, also was soll das sonst sein.
Der Wert ist deshalb komisch, weil Elkos recht große Toleranzen von typischerweise 10% und mehr haben. Kondensatoren sind aber wie auch Widerstände und Induktivitäten in E-Reihen eingeteilt. Diese Reihen bestehen aus Dekaden von 1-10, 10-100, 100-1000 usw und jede dieser Dekaden beinhaltet je nach Reihe eine unterschiedliche Anzahl an Werten. Die Werte sind dabei so gewählt, dass die Toleranzfelder aneinander angrenzen, und somit mit einer bestimmten Zahl an Werten, der komplette Bereich der Dekade lückenlos abgedeckt wird. Bei hohen Toleranzen braucht man also nur wenige Werte pro Dekade und bei geringen Toleranzen mehr. Genaueres kannst du unter obigem Link ja nachlesen.
Der Wert auf deinem Kondensator ist nun aber erstmals in der E48-Reihe zu finden, was einer Genauigkeit von nur 2% entspricht. Hat der Kondensator nun also eine höhere Toleranz, macht die Angabe keinen Sinn - Den Grund habe ich oben zu erklären versucht - und ein Elko mit nur 2% ist mir noch nicht untergekommen, ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es solche überhaupt gibt.
Um auf deine zweite Frage zu antworten:
Ein Kondensator mit 1000µF ist schon recht groß, wenn auch das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Den Energieinhalt in J = Ws kannst du dir nach E = 0,5 * C * U² selbst ausrechnen. Bei Blitzelkos, die recht hohe Kapazität bei hohen Nennspannungen von mehreren 100V haben, kommt da ganz schön was zusammen. Wenn du mit solchen Teilen hantierst, solltest du Vorsicht walten lassen, denn hier kann ein Schlag schon böse Folgen haben, insbesondere, wenn der Kondensator ein Potential gegenüber Erde hat. Tierisch weh tut es in jedem Fall.

Gruß, Felix

Name_vergessen

31.03.12 06:11

Felix_W:
Eine andere Einheit für die Kapazität als Farad, also As/V kenne ich nicht. Deine Aussage nach steht aber ja auch explizit 1050µF drauf, also was soll das sonst sein.

Gerade geschaut, die alte Einheit ist "cm".
Felix_W:
Der Wert ist deshalb komisch, weil Elkos recht große Toleranzen von typischerweise 10% und mehr haben.
Eben. Große Elkos haben gerne mal +10%/-50% Toleranz, das wäre also normalerweise einfach 1000µF geworden (in China sogar 2200µF).

Evtl. ist der wirklich extra präzise gemacht, damit immer eine definierte Energiemenge aus dem Blitz kommt (und bei allen Blitzen dieses Typs gleich). Ob die 50µF aber jetzt viel ausmachen, weiß ich nicht, aber vielleicht ist das einfach nur ein Nebeneffekt der geforderten geringen Toleranz?


Zuletzt bearbeitet: 31.03.12 06:14 von Name_vergessen

VorbringAir

31.03.12 08:47

Also Dirk sachte, das Teil käme warsch. aus einem Profiblitzgerät von Canon/Nikon...
kann's daran liegen?

derrdaniel

31.03.12 11:21

für einen Aufsteckblitz ist 1050uF meineswissens zu groß. Das kommt bei 350V ja ca. auf 100-150J raus. Die Aufsteckblitze liegen meist zwischen 20 und 60 Joule.

Dirk

31.03.12 17:05

Moin Mädels,
Hier ein paar Bilder (etwas unscharf) von dem Blitz-Teil.

Ansicht Front.


Von Unten.


Und der µF-Bolide.


Laut Info, stammen die Module aus Canon bzw. Nikon Seitenblitzern. (Oder wurden in beiden verbaut!)
INFO: Seitenblitzer werden am Fotoapperat-Stativ-Gewinde angeschlossen. Adapterkabel für Blitzschuh ist dabei.

Die 1050µF können mit der Blitzröhre zusammen hängen. Röhre nicht vorhanden.
Vieleicht waren 1100µF zu viel und 1000µF zu wenig.
Produktionskosten!!! Bei 10 Millionen Stück, ist es schon ein Kostenfaktor. Material sparen!!!!!
Zumindest sollen diese Teile sich unter einer Sek. aufladen.
Also Profiteile. Habe leider keinen Schaltplan oder weitere Infos.
3 Module habe ich noch. Wer möchte für Porto aufgerundet?

Dirk



shaun

31.03.12 17:33

Es wurden immer mal wieder Sonderbauteile ausserhalb der E-Reihe gebaut, ich habe auch schon 7100uF Elkos mit 83V (nein, nicht 63) Spannungsfestigkeit in Verstärkern gesehen. Dass die Angaben für den einzelnen Elko quark sind ist klar, aber darauf wurden sie halt dimensioniert, im Mittel trifft das auf Neuteile wohl auch zu.


Dirk

31.03.12 19:27

shaun:
Es wurden immer mal wieder Sonderbauteile ausserhalb der E-Reihe gebaut, ich habe auch schon 7100uF Elkos mit 83V (nein, nicht 63) Spannungsfestigkeit in Verstärkern gesehen. Dass die Angaben für den einzelnen Elko quark sind ist klar, aber darauf wurden sie halt dimensioniert, im Mittel trifft das auf Neuteile wohl auch zu.


Wenn ich meine Widerstände sichte...
66 Ohm 1%0.5
49 Ohm
9Ohm

Wie oben

Na, dann sollte alles im Lot sein

Dirk

VorbringAir

31.03.12 22:06

Mit welchen Einheiten muss ich eigentlich rechnen, damit als E Joule rauskommt?

Dirk

31.03.12 22:12






Zuletzt bearbeitet: 31.03.12 22:16 von Dirk

VorbringAir

31.03.12 22:18

Ööh.. interessant, bei mir steht da nur:
''

zuletzt bearbeitet von :'' Dirk''
''

Felix_W

31.03.12 22:37

VorbringAir:
Mit welchen Einheiten muss ich eigentlich rechnen, damit als E Joule rauskommt?


Immer in SI-Einheiten, bzw den daraus abgeleiteten Größen ohne Präfix. Die einzige SI-Einheit, die von Haus ein Präfix hat, ist das kg mit dem k für den Faktor 1000.

In obiger Formel hat also die Spannung U die Einheit V, die Kapazität C wird in F angegeben, was aufgelöst As/V entspricht und die Energie erhält man dann in Joule, was aufgelöst Ws, also VAs entspricht.
Alles klar?
Wenn du diesbezüglich noch Fragen hast, schieß los.

In welcher Klasse bist du denn derzeit?

Gruß, Felix

P.S.: Ich habe oben geschrieben, dass man Ws (Wattsekunden) zu VAs auflösen kann. Das ist physikalisch auch korrekt, den die Leistung P in W errechnet sich aus Spannung U in V mal Strom I in A. Das ist vereinfacht und so nur in der Gleichstromtechnik anwendbar. In der Wechselstromtechnik wird jedoch zwischen der Wirkleistung P in W, der Blindleistung Q in var (Volt-Ampere reaktiv) und der Scheinleistung S in VA (Volt-Ampere) unterschieden. Dabei gilt im allgemeinen S = P + Q und alle drei Größen beschreiben Leistungen. Wichtig ist hier aber eben, dass die Einheit W nur für die Wirkleistung verwendet wird und VA bei der Scheinleistung nicht wie in der obigen Erklärung zu W vereinfacht wird. Dies nur als Ergänzung um eventuellen Missverständissen vorzubeugen.


Zuletzt bearbeitet: 31.03.12 22:54 von Felix_W

VorbringAir

31.03.12 22:50

10.... und noch KEINE Stunde Elektrik in der Schule gehabt...


ozonisator

01.04.12 00:04

Kurze Frage, ich hab hier einen AVR der auf externe Taktquelle gefused ist. Wenn ich den neu flashen oder fusen will, braucht der ja einen externen Takt. Kann das ein x-beliebiger Takt sein solagen Rechteck und 5Vss ?

Bastelbruder

01.04.12 00:11

Ein paar Kilohertz sollten das schon sein.

SebiR

01.04.12 00:12

und 230V an 50Hz sind auch nicht gut, auch nicht zum HV-Programmieren

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