Kurz ma ne frage (die sparte für Denkstützen)

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Felix_W

07.08.12 23:08

Ich hab solche Dinger auch noch nie gekauft. Für die paar Warensendungen, die ich verschicke, reichen auch die aus, die für lau mit der Post kommen (als Beifang quasi).

EDIT: Was hat normales RG58 C/U eigentlich für eine Spannungsfestigkeit? Suhner gibt 2,5kV Eff. an, aber ob das auch für andere Hersteller gilt? Ist sowas genormt?

Gruß, Felix


Zuletzt bearbeitet: 07.08.12 23:13 von Felix_W

Bastelbruder

07.08.12 23:31

Natürlich ist RG58 genormt. In der MIL-DTL-17H (ex MIL-C-17) werden Mindestwerte festgelegt, die meisten Kabel sind besser (edit: oder aus chinesischer Produktion).

Speziell bei der zulässigen Spannung ist zu beachten, daß mit dem Anteil stehender Wellen natürlich auch Spitzenströme und -Spannungen irgendwo im Kabel auftreten, die an den Enden nicht meßbar sind.

Und es gibt außer dem chinesischen CB-RG58 mit 10% Schirmgeflecht auch RG58 mit versilbertem Innenleiter, Folienschirm und 95% Geflecht. Und geschäumtes Dielektrikum habe ich auch schon gesehen.

edit: ich bin gerade dabei die MIL-DTL-17H durchzulesen, ein sehr wichtiger Punkt zum Spannungsthema ist 6.7 auf s.60f, es geht um abgerundete Kanten, sonst wird das nichts mit der Weltherrschaft.

edit3: RG58 specs da steht wörtlich:
Shield Material: Tinned copper covered aluminium braid shield



Zuletzt bearbeitet: 08.08.12 00:13 von Bastelbruder

RickY

08.08.12 00:16

Ich hatte dann zu einem Sack Rotband gegriffen, kann das damit funktionieren?

EDIT: Hilfe wo kommt dieser Beitrag plötzlich her?

LG RickY


Zuletzt bearbeitet: 08.08.12 01:24 von RickY

Felix_W

08.08.12 00:30

Danke für deine wie gewohnt umfassende Antwort!

Diese Norm ist ganz interessant, aber offenbar allgemein für sämtliche Koax- und andere Kabel gedacht, die nach dieser MIL-Norm spezifiziert sind. Konkrete Mindestanforderungen in Form von Zahlenwerten konnte ich da leider nicht finden.
Die niedrigste Nennspannung, die ich bis jetzt in einem Datenblatt für RG58 eines mehr oder weniger namhaften Herstellers finden konnte, das nach der genannten Norm spezifiziert ist, lag bei 1,4kV. Geprüft wird anscheinend immer mit 5kV, aber was bringt mir das zu wissen, dass die Spannung mindestens 1min ohne Überschläge o.ä. anliegen kann?

Meine Koaxkabel habe ich bisher immer in einem kleinen Laden für AFU-Bedarf in der Nähe gekauft, weil ich echt froh bin, dass es Laden noch gibt und die Qualität auch passt. Wenns sein muss, bekommt man da auch Samstag Abend noch auf die Schnelle einen Stecker, wo gibts sowas schon...
Folienschirmung hatte ich zwar bisher nie, aber der Rest entspricht deiner Beschreibung.
Mit der Spannungsverteilung bei stehenden Wellen hast du freilich Recht. Ich wollte das Kabel aber eigentlich als HV-Kabel für DC missbrauchen, da ist das dann irrelevant. Die maximal 2kV möchte ich dem RG58 aber doch eher nicht zumuten, es geht ja schließlich auch um die Sicherheit.

Gibts da praktikable Alternativen zu erträglichen Preisen? Echte HV-Kabel sind für den Zweck dann doch deutlich überdimensioniert und mir auch viel zu teuer(siehe Helmut Singer). Ich brauch ja eigentlich bloß 2-3m...

Nachtrag:
Der Punkt 6.7 macht mich stutzig. Ich lese da nichts von abgerundeten Ecken, wobei mir deren Sinn ja einleuchten würde. Was mich wundert ist, dass so ein extremer Überstand des Dielektrikums vorgeschlagen wird. So passt das doch in keinenkäuflich erwerbbaren Stecker. Ich kann mir nicht vorstellen, dass "bei dem bisschen Spannung" wirklich eine derart große Kriechstrecke nötig sein soll.

Ist es billiger für die Schirmung Alu erst mit Cu und dann mit Zn zu beschichten, als das Alu einfach wegzulassen? Kaum zu glauben.

Gruß, Felix

BigJim

09.08.12 09:40

RickY:
Ich hatte dann zu einem Sack Rotband gegriffen, kann das damit funktionieren?

LG RickY


Hallo RickY,

Rotband oder Goldband aus dem gleichen Haus ist der letzte Dreck. So ein Material braucht kein Mensch. Das Zeug klebt wie Honig. Natürlich nicht an der Wand, wie man das erwarten sollte, sondern am Wekzeug. Wer einmal die Möglichkeit hatte diesen Baumarktdreck im direkten Vergleich mit Haftputz von Heidelberger aus dem Baustoffhandel zu verarbeten wird das Baustoffregal im Baumarkt meiden wie der Teufel das Weihwasser. Zum Spachteln von Gipskartonplatten gibt es nichts besseres als Uniflott. Dieses Material ist extrem fein, wird sehr hart, bleibt aber so elastisch, dass sich keine Risse bilden. Ordentlich gespachtelt und etwas nachgeschliffen lassen sich absolut unsichtbare Übergänge zaubern. Die älteren Semester werden sich noch erinnern, dass man früher einen Gewebestreifen einmodeliert hat um Risse zu vermeiden, das ist mit UNIFLOTT nicht notwendig. Einfach Platte an Platte und dort wo geschnitten wird mit dem Rigipshobel im 45°-Winkel anfasen. Funktioniert perfekt. Übrigens, brauchst Du wirklich 25kg? Damit lässt sich sehr viel spachteln. Außerdem bin ich ein Gegner davon am Material zu sparen. Erst kauft man für teuer Geld Rigipsplatten, montiert die dann tagelang um dann wegen ein paar Teuros die Sache am Schluss noch zu verhunzen. Also Uniflott ist super und jeden Cent wert.

TDI

09.08.12 10:02

Bastelbruder:


edit3: RG58 specs da steht wörtlich:
Shield Material: Tinned copper covered aluminium braid shield


Warum wird da überhaupt das Kupfer verzinnt? Zinn hat einen 7-fach schlechteren Leitwert als Kupfer. Gerade im Zusammenhang mit dem Skineffekt kann das doch eigentlich nur kontraproduktiv sein. Oder erreicht man sonst nicht die spezifizierten Dämpfungswerte?

kalmi01

09.08.12 10:14

BigJim:

Rotband oder Goldband aus dem gleichen Haus ist der letzte Dreck.

kann ich so nicht bestätigen.
Habe mir damit selber Rollputz gemacht.
Wenn man den Dreh mit der richtigen Viskosität raus hat und ein Glättebrett mit Filz zur Nachbearbeitung einsetzt, gibt es super Ergebnisse.
Und deutlich günstiger, als fertig käuflicher Rollputz.
Ob ich 1Euro pro qm bezahle oder 10 macht schon einen deutlichen Unterschied.

BigJim

09.08.12 10:30

@kalmi01
Du vergleichst hier ein Fahrrad mit nem Porsche. Mit beidem komme ich von A nach B. Rollputz dient ja dazu, je nach Material, eine spezielle Oberflächenstruktur herzustellen. Haftputz oder Fertigputz dazu Steine mit einer Putzschicht zu überziehen oder Löcher zu flicken, die normalerweise zu einer glatten ebenen Oberfläche werden sollen. Wenn ich Rotband mit "meinem" Heidelberger Haftputz vergleiche, dann spreche ich vom identischen Einsatzgebiet und maximal dem doppelten Preis, aber der sehr viel einfacheren Verarbeitung und dem besseren Ergebnis. Das ist mir das Geld wert. Für das Spachteln von Gipskartonplatten ist Fertigputz aber egal in welcher Viskosität einfach ungeeigenet.

RickY

09.08.12 11:37

Hab dann doch noch einen Sack Uniflott geholt.
Und das Gewebeband braucht man dann garnicht?!
Hab ich aber auch gekauft. So ein Ärger.


BigJim

09.08.12 12:07

Hab gerade sicherheitshalber nochmal mit Schwiegerpapa Rücksprache gehalten. Hat sein ganzes Leben als Gipser gearbeitet und ist nun in Rente. Seit es Uniflott gibt, wird keine Einlage mehr verwendet. Nur die selbstgeschnittenen Kanten müssen mit dem Plattenhobel oder notfalls mit dem Messer abgeschrägt werden, damit genug Haftfläche vorhanden ist. Uniflott mit der Traufel über den Stoß ziehen und trocknen lassen. Dabei fällt das Material etwas ein. Den Vorgang wiederholen, eventuell noch ein 3. Mal. Wenn dann alles gut durchgetrocknet ist mit Schwingschleifer drüber und gut ist. (Achtung, dabei nicht drumherum das Papier aufrubbeln)
Ab Schwingschleifer empfiehlt sich ein Atemschutz.

Viel Spaß


SebiR

09.08.12 12:35

Hier kursierte doch mal ein Link zu einem Händler, der gebrauchte VHM-Bohrer und Fräser zu fricklerfreundlichen Preisen verkauft. Ich find den nur nicht mehr - Hat den jemand zur Hand?

Bei mir hat sich grad mal wieder ein Bungard-VHM beim Platinenbohren verabschiedet und mir reichts, 2.50 für einen Bohrer auszugeben.

ferdimh

09.08.12 12:37

Spannungsfestigkeit von RG58 bei DC

Da geht viel. Sehr viel. Und noch viel mehr. Der wesentliche Unterschied zwischen HV-Kabel und nicht-HV-Kabel ist die Spezifikation. Alle als Dielektrikum in Frage kommenden Kunststoffe haben extreme Durchschlagsfestigkeiten. Zum Durchschlagen der Isolation von KLINGELDRAHT (!) hat ein Freund mal 8kV gebraucht. Ich habe ein HV-Netzteil, bei dem der Ausgang über RG-213 geführt wird (bis 20kV!). 08/15-Billig-Antennenkabel ist genau wie RG58 als HV-Leitung bis ans Limit vom speisenden Zeilentrafo zu gebrauchen. Du solltest ansonsten im Hinterkopf behalten, dass im Wesentlichen der Innenleiter die Spannungsfestigkeit bestimmt (Ausnahme geschäumtes Dielektrikum, das schlägt durch, weil alle Gase beschissene Isolatoren sind).
Dicker Innenleiter ist theoretisch besser als dünner Innenleiter und Starrer Draht ist besser als Litze (Glattere Oberfläche).
Am Rand muss ich aber drauf hinweisen, dass diese Aussage auf Experimenten beruht und nur für DC gilt. Bei AC (50Hz oder so) und schon gar bei HF ist die Druchschlagsfestigkeit deutlich geringer.

Der Punkt 6.7 macht mich stutzig. Ich lese da nichts von abgerundeten Ecken, wobei mir deren Sinn ja einleuchten würde. Was mich wundert ist, dass so ein extremer Überstand des Dielektrikums vorgeschlagen wird. So passt das doch in keinen käuflich erwerbbaren Stecker. Ich kann mir nicht vorstellen, dass "bei dem bisschen Spannung" wirklich eine derart große Kriechstrecke nötig sein soll.


Der lange Überstand ist wichtig!
Luft ist an und für sich schon ein schlechter Isolator. Noch besser zündet eine Entladung an einer glatten Oberfläche (z.B. Dielektrikum) und richtet durch Verkohlung des Isolators großen Schaden an. Diese Neigung zur Gleitentladung ist ein Grund, warum HV-Isolatoren aus mehreren Glocken bestehen oder (bei kleineren Spannungen) periodisch den Durchmesser variieren.
Du kannst also lang überstehen lassen oder regelmäßige Dellen in den Isolator fräsen...

andreas6

09.08.12 21:00

Hallo,

SebiR:
gebrauchte VHM-Bohrer und Fräser

versuche den.

MfG. Andreas

SebiR

09.08.12 21:45

andreas6:
Hallo,

SebiR:
gebrauchte VHM-Bohrer und Fräser

versuche den.

MfG. Andreas


Genau der wars! Super!

Virtex7

09.08.12 22:28

lerrox hab ich schon bestellt. sehr gute Ware, ich musste nur einen Arschtritt verteilen, bis die Ware kam

der hier ist allerdings auch einen Besuch wert.

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