Kurz ma ne frage (die sparte für Denkstützen)

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Nicki

20.03.13 22:45

Danke!

Peppo

20.03.13 23:00

Nabend!

In Köln hat mal wieder alles am HBF gestanden weil das Stellwerk defekt gewesen sei. Der Tausch eines Relais habe so lange gedauert und sei auch nur über "brücken" zu beheben gewesen. Ist hier einer unter uns der bei der Bahn gearbeitet hat oder noch dabei ist und kann mir erklären was daran solange dauert und so kompliziert ist?

Grüße,
Peppo

Henning

20.03.13 23:35

Höhö, denkst du denn da steckt nur ein Relais in so einem Stellwerk? Leider macht sich so ein defektes Relais auch nicht wirklich bemerkbar. Eine defekte Spule oder abgebrannten Kontakt kann man nur rausmessen -> Manpower -> Zeit.

Henning

20.03.13 23:55

Welche Toleranz haben LM78xx? Ich war immer von wenigen mV ausgegangen.

Habe hier eine Rutsche 7812 von Pollin, die tun 12,3 V raus. Nein, es ist nicht das Messeisen. Nein, die Schaltung schwingt nicht.

shaun

21.03.13 00:00

5% hatte ich immer angenommen, einige Hersteller geben 2% an.

Henning

21.03.13 00:05

Also selbst mit der kleineren Toleranz noch fast drin. Alles klar, Danke.

andreas6

21.03.13 00:07

Hallo,

das wäre ein absolutes Armutszeugnis und würde etwa den technischen Stand vor 30 oder noch mehr Jahren abbilden. Heute kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein Stellwerk ohne umfassende Diagnosemittel läuft, welche innerhalb von Sekunden die Fehlerstelle ermitteln können. Wenn doch: Willkommen in der Runde der Bastler! Und eine Empfehlung: Aufrüsten. Dem Kunden zuliebe.

Wenn schon ein lumpiges Relais den ganzen Betrieb lahmlegen kann, sollten man das Konzept wegwerfen und sich was besseres zulegen. Schon mal was von Redundanz gehört?

MfG. Andreas


Henning

21.03.13 00:11

Hach. Wenn ihr wüsstet was an Industrieanlagen noch mit weitaus älterer Technik läuft...

Bahn... Glaubst du denn da wird investiert, wo es nicht unbedingt notwendig ist? Gar nichts.

heaterman

21.03.13 02:42

Ich hab in Kürze die Renovierung unserer Wohnküche vor der Brust. In dem Zuge sollen auch die beiden gut sichtbaren Verteilerdosendeckel (liegen unmittelbar nebeneinander, einer für die Küche, einer für den Eingangsflur) erstens so verschwinden, dass sie nicht mehr unter der Tapete nach alter Sitte auftragen, und zweitens würde ich sie gerne jederzeit zugänglich machen, da in dem Bereich bezüglich Haustechnik immer mal was anliegt.
Mir schwebt so etwas wie ein abnehmbare, mit Tapete beklebte Wartungsklappe für beide gemeinsam vor, die ich genau bündig in die Wand einbauen kann.
An die Verteilerdosen muss ich sowieso ran, da da noch ein Abgang für die Rollladenmotoren hinzukommt und einer für den Bewegungsmelder im Eingangsflur. Wäre also durchaus möglich, da einen gemeinsamen Kasten in die Wand zu bauen.
Frage an die Elektrofachleute: gibt es sowas fertig samt Deckel zu kaufen? Am besten rechteckig, rund sieht irgendwie nicht aus. Ich will also den Deckel mit Tapete bekleben, der muss bündig zur Wand einsetzbar und ohne Beschädigung der Tapete abnehmbar sein.

Raven

21.03.13 06:57

Es gibt große Verteilerdosen - Rechteckig mit 4 Schrauben und Deckel..

bzw fürs Bad gibts "Wartungsklappen" die Metalldeckel haben und Magnete.
Da klebt man normalerweise Fliesen drauf, Magnetisiert das dran und kann jederzeit zu den Badewannensifons etc ran.

Sowas gibts in der Fliesen oder Badabteilung im Baumarkt.


Desinfector

21.03.13 07:29

Suche die Pinbelegung für ein Mobistel EL480 Handy.
also für die USB / Ladebuchse.
"Kunde" hatte wegen Kabelverlust ein neues Ladekabel erstanden
mit diesem Lädt es aber nicht.
wemman den Akku ausserhalb des Gerätes lädt, gehts.

Der Anschluss-Stecker sieht handverlötet aus,
hab deswegen noch nen "Polwender" kreiert.
sprich + und - vertauscht. daran liegts auch nicht.

ach ja, erzähle dem alten Mann bitte niemand er solle sich ein neues Handy besorgen...

TDI

21.03.13 07:40

heaterman:

Mir schwebt so etwas wie ein abnehmbare, mit Tapete beklebte Wartungsklappe für beide gemeinsam vor


Klassisch eine schöne Holzplatte in Eiche rustikal nehmen, die mit einem aufgeschraubten Kopf eines toten Tieres (z.B. Hase oder Kuh, je nach Größe) verschönert wurde?

Henning:
Welche Toleranz haben LM78xx? Ich war immer von wenigen mV ausgegangen.

Habe hier eine Rutsche 7812 von Pollin, die tun 12,3 V raus. Nein, es ist nicht das Messeisen. Nein, die Schaltung schwingt nicht.

Hast Du bei Pollin die Prämiumselektion erwartet? Von welchem Hersteller sind die?

Peppo

21.03.13 07:54

Henning:
Höhö, denkst du denn da steckt nur ein Relais in so einem Stellwerk? Leider macht sich so ein defektes Relais auch nicht wirklich bemerkbar. Eine defekte Spule oder abgebrannten Kontakt kann man nur rausmessen -> Manpower -> Zeit.


Der war gut Im Ernst, genau das wollen die uns ja damit verkaufen, aber das ist selbst für die Bahn nicht möglich. Wenn ein Relais das Stellwerk ausfallen lässt, zwingt es damit ja alle Züge in den Streckenabschnitten zu einer Gefahrenbremsung. Dies bedeutet aber soviel Risiko, das die Bahn garantiert mehrfache Redundanz eingebaut hat. Dazu kommt, das man es hat Brücken müssen, also waren ja keine Ersatzteile verfügbar, ist auch verständlich an einem Mittwoch Nachmittag, ist ja Bergfest

Zusätzlich sagt Wiki, das 1987 alle Relaisstellwerke abgelöst wurden. Vereinzelnt seien noch alte in Betrieb. Unterm Strich riecht das doch nach einem großen Softwaredefekt, wir reden hier vom Stellwerk für den Kölner Hbf, der nun wirklich Durchsatz hat und garantiert nen Enterprise Leitstand hat.

Kurzum, das riecht nach Verarsche!

Bastl_r

21.03.13 08:09

andreas6:
Heute kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein Stellwerk ohne umfassende Diagnosemittel läuft, welche innerhalb von Sekunden die Fehlerstelle ermitteln können.

Gerade wenn DIESE Diagnose den Fehler nicht einfängt weil er nicht vorausbedacht war wird es heutzutage extrem schwierig.
Inbesondere für die Kollegen die sich nur noch auf eben diese Diagnose verlassen und sonst, trotz Facharbeiterbrief nicht viel mehr können weils ja sonst auch reicht.
Glaubst Du nicht? Ich spreche da aus Erfahrung! Ich arbeite in einem großen Industriebetrieb in der Instandhaltung.
Ich hab Kollegen die taugen ehrlich nur als Schlüsselelektriker: Vor Ort gehen ein wenig probieren und den Schlüssel zum quittieren rumdrehen.
Wenns dann nicht sofort geht dauerts...
Mein Chef achtet mittlerweile bei der Urlaubsplanung drauf, dass er nicht mit den Pfeifen alleingelassen wird!
Einem hab ich mal nen kleinen Fehler in eine Anlage eingebaut. In einer Diodenklemme die Diode kaputt gemacht und schon mal den Schaltplan um einige Seiten daneben aufgeschlagen bereitgelegt.
Nachdem der Fehler so nicht zu beheben war(ein Förderelement hatte keine Funktion mehr, weder in Automatik noch in Hadbetrieb) hat er in den, schon offenen, Schaltschrank geschaut. Ein Ochse hätte genauso gekuckt.
Nach Hinweisen auf den scheinbar funktionierenden Ausgang der SPS bat ich ihn zum Schaltplan. Darin blätterte er wie ein Kind im Bilderbuch. Seite um Seite über das Blatt mit dem Ausgang hinweg. weiter bis zu den Klemmenplänen.
Wenn der nicht sonst so täte als würde er Zeitungen und Zeitschriften lesen hätte ich ihn für einen Analphabeten gehalten.
Diese Leute kommen nur noch durch mit Visualisierungen die ihnen jeden Scheiß anzeigen.

In so einem Stellwerk könnte ich mir zudem noch vorstellen, dass da sehr viel mit Kontaktverriegelung und sicherheitsgerichteter Technik vorhanden ist bei der gerne auch mal mit Wischern und auch nur kurzzeitig, eben zur Überwachung, angezogenen Relais gearbeitet wird.
Da muss man sich schon im Vorfeld genau mit den Abläufen befasst haben...

Sorry für den langen Text. Aber das musste ich zu dem Thema loswerden.

bastl_r


Zuletzt bearbeitet: 21.03.13 08:11 von Bastl_r

Peppo

21.03.13 10:02

@ Bastl_r:

Valider Punkt! Was mich nur so verwundert ist dieser blinder Aktionismus und Planlosigkeit. Die Bahn existiert nun nicht erst seit 2000, sondern hat was Weichenstellungen angeht ja echte Expertise, soll man meinen. Ich muss doch, grade wenn so ein so systemkritisches Relais ausfällt, einen Plan B, C und D haben. Wenn ein Blitz in ein Stellwerk geht, geschenkt, da kann sich keiner 100%ig gegen schützen und das kostet Zeit (oder andere wirklich nicht planbare Fehler, wie Bäume auf dem Fahrdraht, Menschen im Gleis, Menschen die Anker schmeißes etc). Auch ein schwerer Softwarefehler ist für mich mittlerweile gültig. Die Firma, die frei von sämtlichen IT-Problemen ist, schmeiße da den ersten IT-Schergen! Aber wenn ein offensichtlich gängiges Verschleißteil ausfällt und man erst wie wild rudern muss um dieses zu finden & ersetzen und dieses dann auch noch als Begründung verkauft, wundere ich mich wirklich!

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