Interessante und kuriose technische Bilder

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felix945

17.03.13 11:36

also mein A4 B7 hat nach heizerein auf der landstraße immer schwarze rußstippen auf der heckklappe! ist ein 3,2 FSI



ferdimh

17.03.13 11:44

Gafu hat da recht, Motoren im Volllastbereich ab 80-90% fahren mit λ = 0,8 um eben den Motor zu kühlen. Inwieweit das bei allen Motoren noch gemacht wird, gute Frage, aber bei den End 90ern und Anfangs 2000 auf jeden Fall.

Also meine Karre geht auf Lambda=0,9 (Entspricht maximaler leistung) bei Vollast... Trickreich ist hierbei, dass der Motor auch bei Vollgas und hoher Drehzahl bei Lambda=1 läuft, bis für eine bestimmte Zeit die Drehzahl über 5000 U/min lag. Dann gibts Lambda=0,9, mit dem daraus folgenden Leistungsanstieg. Vermutlich ermöglicht es dieser Trick, das Ganze als "Schadstoffarm nach EU3/D4" zu verkaufen.
Ich zweifle hierbei einen Nutzen zur Kühlung an, da dieses Gemisch nach einem sehr guten und nachvollziehbaren Artikel genau der maximalen Leistung und maximalen Verbrennungstemperatur entspricht.

Wenn ich das Gas auf ebener Strecke voll durchtrete, verbraucht mein fahrbarer Untersatz 11l/100km und fährt ca. 165km/h. Das macht in der Stunde 18,15l, also in der Sekunde 5ml(4g) Benzin. Um die zu verdampfen, benötigen wir ca. 300Ws/g(Quelle). Das bedeutet, das Verdampfen vom Benzin nimmt 1,2kW thermische Leistung auf. Durch das Verdampfen von 10% weniger Benzin (also bei Lambda=1) würden 120W weniger thermische Leistung aufgenommen. Gleichzeitig verbrennen 4g/s Benzin mit ca. 60g/s Luft, was 176kW liefert, von denen laut Fahrzeugschein 50kW mechanische Leistung freigesetzt werden. Wir haben also 126kW Abwärme. Und da sollen 120W durch Benzinverdampfung ausschlaggebend sein?
Btw: die 60g Luft, die angesaugt werden, kühlen sich dadurch um ganze 2°C ab...


Zuletzt bearbeitet: 17.03.13 11:46 von ferdimh

gafu

17.03.13 11:53

die flammtemperatur hängt ja nicht nur an der durch verdunstung abgezogenen wärme, sondern auch an der geschwindigkeit der verbrennung. bei chem. reaktionen kann 10K schon was ausmachen.

zudem ist die verbrennung bei nicht stöchiometrischen stoffmengen unvollständig, es entstehen jede menge zwischenprodukte, stickoxide, ruß, die sauerstoffmenge für vollständige verbrennung steht ja gar nicht zur verfügung.

das alles zusammen ergibt eine langsamere verbrennung und deutlich reduzierte flammtemperatur, was natürlich die ventile und dergleichen schont.

11 liter bei 50 kw????
woahh das macht meinen skoda ja zum spritsparwunder
der brauch bei vollgas nur 8,5 bei 160 km/h, hat auch 50 kw.

ferdimh:

Also meine Karre geht auf Lambda=0,9 (Entspricht maximaler leistung) bei Vollast... Trickreich ist hierbei, dass der Motor auch bei Vollgas und hoher Drehzahl bei Lambda=1 läuft, bis für eine bestimmte Zeit die Drehzahl über 5000 U/min lag. Dann gibts Lambda=0,9, mit dem daraus folgenden Leistungsanstieg. Vermutlich ermöglicht es dieser Trick, das Ganze als "Schadstoffarm nach EU3/D4" zu verkaufen.


das will ich jetzt so mal nicht stehen lassen. solche tricks sind gar nicht notwendig, weil zur ermittlung der abgaswerte bestimmte drehzahl/last zyklen auf einem prüfstand abgefahren werden. diese genormten meßzyklen beeinhalten einen an stadt und überlandfahrt angelehnten fahrzyklus, der nicht über moderate beschleunigungen hinauskommt, und schon gleich gar keine szenarien enthält, die auch nur annähernd einer vollgas-autobahnfahrt oder 5000 u*min-1 entsprechen.

Das ist der gleiche nonsens wie die ermittlung der CO2-werte. Im prinzip müsste man einfach den normverbrauch hernehmen, das gibt aber zu schlechte werte für die autos mit hoher ausstattung. deshalb wird beim test der keilriemen entfernt, und das auto fährt den testzyklus nur mit batteriestrom, ohne klima, servo und lichtmaschine.
ganz klar, das dann fahrzeuge mit 1000 stellmotoren, hohem elektrischen verbrauch, servo und klima den gleichen co2 ausstoß erreichen wie "ausstattungsvariante nichts" aus osteuropa.
da hat die lobby ganze arbeit geleistet.


Zuletzt bearbeitet: 17.03.13 12:04 von gafu

ferdimh

17.03.13 12:09

das alles zusammen ergibt eine langsamere verbrennung und deutlich reduzierte flammtemperatur, was natürlich die ventile und dergleichen schont.

Und jetzt wäre es Zeit, den verlinkten Artikel zu lesen...
Ja, der Effekt existiert. Aber eben, wenn ich ausgehend von den Gallonen etc richtig geschätzt habe, irgendwo bei Lambda<0,8 oder eben auch bei Lambda>1,2 oder so. Und wenn abmagern irgendwie in Frage käme, würde man es tun, schließlich ist "unsere Karre braucht weniger Benzin" immer ein gutes Verkaufsargument.
Hier spielen natürlich noch andere Faktoren mit rein. Insbesondere der Zündzeitpunkt muss je nach Gemisch angepasst werden.

gafu

17.03.13 12:21

abmagern hat jeder richtig eingestellte vergasermotor auch gemacht.

im leerlauf die leerlaufanfettung, bei teillast abmagern für maximalen wirkungsgrad, und bei vollgas dann die vollastanfettung.

das abmagern hat man zu gunsten des G-KAT aufgegeben, weil die priorität auf besseren abgaswerten lag.
gemischanfettung im leerlauf hat meiner noch (g-kat euro1), das sieht man eindrucksvoll im winter, wenn man länger als 20 sekunden an der ampel steht. da weiß ich nicht wie das bei neueren fahrzeugen/abgasnormen so aussieht.

doofi

17.03.13 12:21

ferdimh:
Und wenn abmagern irgendwie in Frage käme, würde man es tun, schließlich ist "unsere Karre braucht weniger Benzin" immer ein gutes Verkaufsargument.


Magermixmotoren und Schichtladung gab es ja vor 25 Jahren schon (Toyota Carina z.B.). Allerdings sind die alle "gestorben" als die Grenzwerte fuer Stickoxyde in den Euronormen gesenkt wurden und der Katalysator in Europa Pflicht wurde.
In "nicht-Kat-Laendern" gibts diese Motoren noch.
In Suedamerika z.B. in den ganen Kias und Suzukis.
Die verbrauchen auch als Benziner unglaublich wenig Sprit.

gafu

17.03.13 12:25

an diesem punkt würde ich vorschlagen einen neuen fred zu eröffnen, wenn wir weiter ins detail gehen wollen

schließlich ist das unter "technische bilder" alles OT.

rastagandalf

17.03.13 12:55

Zum Thema "wegrationalisieren in Chinakram":

Hab vorhin 12€-Boom-Bass-Boxen ausm Baumarkt im Keller gefunden. Mal aufgeschraubt...3 Wege - aber keine Weiche, sondern einfach alle Lautsprecher parallel

Einzig dem Mitteltöner haben sie zumindest einen Kondensator verpasst der das Ding wohl bei hohen Frequenzen kurzschließen soll...


Zuletzt bearbeitet: 17.03.13 12:58 von rastagandalf

doofi

17.03.13 12:57

Manchmal sind da fast unsichtbare Elkos direkt an den Anschluss-Loetaugen der Speaker.

gafu

17.03.13 13:00

oh da geht noch mehr.

in einem ultraschall verdunster:
ein lüfter soll mit langsamer geschwindigkeit laufen.

drinn ist ein eisenschwein zur stromversorgung des ultraschallverneblers, mit einer kleinen hilfswicklung 12V für lüfter, led und so

um den lüfter langsam laufen zu lassen, hat man eine diode zwischen trafo und lüfter geschalten. der läuft jetzt ohne glättung an einer einpuls-gleichrichtung.

naja.. geht.
das es praktisch funktioniert, gibt den chinesen schon auch irgendwie recht.
kein bauteil zu viel eingebaut.

bleibt nur zu hoffen, das der lüfter nicht irgendwann so schwergängig anläuft, das ers gar nicht mehr tut.

rastagandalf

17.03.13 13:00

Ne hab die Lautsprecher schon rausgebaut mal, da ist sichtbar kein Kondi verbaut außer am Mitteltöner. Aber ob dem Mitteltöner und Hochtöner (sogar ein Hörnchen!) die Tieftöne so gut tun? Den Tieftöner werden die hohen Frequenzen weniger jucken.

Allerdings: durch die Parallelschaltung müsste der Kondensator am Mitteltöner doch eigentlich ALLE Lautsprecher gegen Masse kurzschließen bei hohen Frequenzen?! oO

ferdimh

17.03.13 13:06

der Hochtöner ist vermutlich ein Piezo, der ist bei niedrigen Frequenzen eh hochohmig.
Der Mitteltöner wird vermutlich irgendwie einen Kondensator davor haben (hab ich aber auch schon ohne gesehen), der Basslautsprecher soll durch seine Induktivität auf hohe Frequenzen nicht reagieren. Manchmal klappt das sogar ein bisschen.

xoexlepox

17.03.13 13:07

rastagandalf:
Einzig dem Mitteltöner haben sie zumindest einen Kondensator verpasst der das Ding wohl bei hohen Frequenzen kurzschließen soll...

Aehhh, Moment mal... Wenn alle parallel angeschlossen sind, liegt der Kondensator auch parallel zum Tieftöner und zum Hochtöner. Ist da der Widerstand der Zuleitungen "mit wirksam", oder habe ich etwas falsch verstanden?


vorhautfront

17.03.13 13:08

Moin!
Wenn der Hochtöner ein Piezo-Wandler ist, ist keine Weiche notwendig. Die haben einen frequenzabhängigen Impedanzverlauf.

doofi

17.03.13 13:17

gafu:

um den lüfter langsam laufen zu lassen, hat man eine diode zwischen trafo und lüfter geschalten.


Ist bei so gut wie allen 110V-Haartrocknern so gemacht (fuer die kleine Stufe).
Einfach eine 1N5407 die fuer die hohe Stufe vom Schalter ueberbrueckt wird.
Ist auch in fast allen Puerierstaeben so geloest.

Komischerweise sieht man das in europaeischen Foens recht selten.

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