Euer Studienstart pt.II

Wenn das Irrenhaus überfordert ist

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Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » Di 28. Jan 2014, 22:24

Moin,
so schnell nimmt das Thema ja kein Ende (oder doch?)...
Kleiner Zwischenbericht:
Bestanden:
1. Semester:
-LADS (Verktorgedöns, Aussagenlogik)
-GET-G (Widerstandsnetzwerke)
-Physik I (weit unter Abiniveau)
-GIT (C, ich kannte bis dahin nur Bascom, der Umstieg lief super und mittlerweile habe ich drei Prozessorfamilien (AVR, PIC32, STM32) erfolgreich bespaßt - die Vorlesung, die mir insgesamt am meisten gebracht hat!)

2. Semester:
-OOP (C++; 1. Versuch 5,0; 2. Versuch 1,0...)
-GET-W (2. Versuch, auch nur knapp, aber die Nachklausuren sind bei dem Prof eh immer schlimm)
-Physik II (fast einfacher als Physik I)

Und ein paar recht lockere Labore mit mündlicher Prüfung, wo ich immer mindestens eine Note besser war als ich mir selbst gegeben hätte - aber die zählen afaik eh nicht beim Schnitt :/

Note noch unbekannt:
-2. Versuch Digitaltechnik (habe aber ein gutes Gefühl, was selten ist...)

wird am Donnerstag geschrieben:
-2. Versuch Analysis 1

Falls ich Ana1 bestehe nach den Ferien:
-Sensorik (easy für Frickler)
-Grundlagen der Elektronik (mäßig schwer, Frickelhintergrundwissen schadet auch hier nicht)

Insgesamt recht wenig, bin damit aber noch im vorderen Mittelfeld was die ECTS-Punkte angeht.
Vor allem finde ich für jedes Fach Leute zum gemeinsamen Lernen, alte Klausuren haben sich da sehr bewährt - auch bei uns kursiert da ein Ordner mit Klausuren UND Lösungen.

Meine Zuversicht wg. Ana1 zappelt in den letzten Tagen wie der Tangens hin und her, ich bin mal gespannt.
Gelernt habe ich seit November mittlerweile bestimmt 200...500h.
Was mich etwas entsetzt:
Ich war im 1. Semester bestrebt, wirklich zu verstehen, was hinter welchem Lösungsschritt steckt.
Jetzt ist das irgendwie doch nur Kochrezeptarbeit und Auswendiglernen, ganz glücklich bin ich damit nicht (ich bin doch kein Jurist!), auch wenn ich das Fach nur hinter mir haben will (und Ana2 vielen zufolge einfacher sein soll).
Dann wäre ich auch aus sämtlichen Zweitversuchszwängen raus :D
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon ozonisator » Di 28. Jan 2014, 22:53

Business as usual.
4. Semester Elektro und Informationstechnik. Bis auf theoretische Elektrotechnik alles Bestanden. Jetzt rotiere ich weil 2. Versuch, dazu muss ich Regelungstechnik 1 auf Anhieb schaffen.
Muss einen Professor umgehen, und gleichzeitig voraus planen weil mein Studiengang ausläuft :shock:
Story dahinter: Elektrotechnische Grundlagen 1-3 (3=> theo. Et.) und Regelungstechnik ist bei ein und demselben Prof, dh von Semester 1-5 wird man den nicht los. EG1 haben 30 mitgeschrieben, EG2 nur noch 9, in EG3 waren wir noch 3 Leute. Davon hat keiner bestanden. Klausuren vollkommen am Erwartungshorizont des Moduls vorbei, kein Script, keine Struktur in der Vorlesung. Sieht man auch im Ergebnis von EG3: 21 Leute mitgeschrieben, in der Erstkorrektur hätte nur einer bestanden. Dann wurde der Schnitt hochgesetzt, dann plötzlich 9/21, und ich bin mit einem Punkt an der 4 vorbei -.-
Jetzt giga Chance, EG3 wird von einer richtig guten Professorin angeboten, gutes Script, einfache Klausuren. Und Regelungstechnik wird von einem Prof angeboten, der nur noch Lehrbeauftragt ist. Die Professorin bietet es nächstes Semester noch einmal an, dann ist mein Drittversuch auch durch. Bei Regelungstechnik müsst ich ein Semester warten, und es steht nicht fest ob der Prof den Lehrauftrag wieder bekommt. Nachschreibeklausur gibts nicht. Dh 1 Versuch, danach nur noch 2 bei dem besagten Professor -.-

Dazu jedes Semester 4 Labore, vollgestopft mit $sinnlosen_aufgaben, fressen unmengen an Zeit und Nerven. Dann bleibt im Endeffekt nur eine Woche, um den ganzen Kram zu lernen. Das reicht dann einfach nur noch für Kochrezept, verstehen kann man das nur wenn man einen guten Draht zum Thema hat.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon zauberkopf » Di 28. Jan 2014, 23:11

verstehen kann man das nur wenn man einen guten Draht zum Thema hat.

Dinge die ich als Aussenstehender ( war nur in der Uni um zu spielen.. ) immer häufiger seit dieser komischen Reform mitbekomme.

Mit so seltsamen effekten wie : Promoviert mit 1.2, aber NULL AHNUNG.
oder Abschlussnote mit 4 aber Fit wie ein Turnschuh !

Nachdem wir einem Absolventen erst mal das Löten beigebracht haben, und ich ihm erst mal LT-Spice gezeigt habe, da frage ich mich,
ob man in Zukunft nicht besser mehr auf die "Privaten Interessen" bei der einstellung schauen sollte..
hmm...
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon bastelheini » Mi 29. Jan 2014, 02:32

Was ist den GIT? Grundlagen Informationstechnik? Gibts dazu Scripte (auch per PN)

Mir fehlt noch eine Note, danach gehts an die Masterarbeit. Den Schnitt konnte ich gegenüber dem Bachelor verbessern:) Durch eine unerwartet gute Note in der mündlichen Prüfung "Geregelte Antriebe" (Ziel 3,7, Ergebnis 1,3^^) kann ich mit noch einer 1 sogar auf 1,98 kommen^^. Mich ziehen immer die mathematischen Fächer runter, für die meine Begeisterung....hm naja.... :mrgreen: Signal- und Systemtheorie 2, theoretische Elektrotechnik und sowas.... :cry:

Das mit dem Löten hatten wir auch. Ich hatte einen Kumpel, der hat vor dem Studium eine Ausbildung in der Richtung Elektrotechnik gemacht (weiß nicht wie das heißt, er hatte aber mehr mit SPS zutun). Er hat bei R&S Praktikum gemacht und sollte dort was löten...ging auch aber war trotzdem Falsch, weil er den Unterschied zwischen Draht und Litze nicht kannte (und er ist begeisterter Gitarrenspieler etc....die wissen das doch eig. auch oder?). Er hat sich nur aufgeregt, warum wir sowas an der HS nicht gelernt haben...naja....
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » Mi 29. Jan 2014, 13:46

bastelheini hat geschrieben:Was ist den GIT? Grundlagen Informationstechnik? Gibts dazu Scripte (auch per PN)

Genau.
So ziemlich das einzige Fach bei uns wo es keins gibt :(
Lässt sich aber durch den Büchereibestand gut kompensieren.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon ozonisator » Mi 29. Jan 2014, 15:03

Jan: deine Beobachtungen kann ich nur bestätigen. Da wird nur gelernt um Prüfungen zu verstehen. Da wissen vllt 2 oder 3 Leute im ganzen Jahrgang an welchem Ende ein Lötkolben heiß wird.
Und der Knaller ist, bei der Prüfungsvorbereitung in der Gruppe wird man schief angeschaut, wenn man den Leuten versucht was zu erklären. Dann kommen Sätze wie: "Laber doch keinen Scheiß da steht in der Formelsammlung überhaupt nicht...". Wenn man den Kram verstanden hat, dann braucht man die Formelsammlung überhaupt nicht, weil man sich alles herleiten kann. Da war zB das Thema Pulse Code Modulation im Fach Übertragungstechnik. Und wenn ich mir das herleiten kann, hab ich das Thema verstanden. Wenn ich nur die Formelsammlung gut anwenden kann bringt mir das nachher im Berufsleben nix.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Fritzler » Mi 29. Jan 2014, 16:29

Ich frag mich ja auch immer wie man nur ETechnik studieren kann ohne das vorher schon als Hobby betrieben zu haben.
Als Tutor merkste dann auch schon direkt an den gestellten Fragen wer Ahnung hat und wer nur für Prüfungen lernt.

Dummerweise ist es so wie Jan es sagte, dass die mit Ahnung schlechtere Klausurnoten haben als die "ich muss das ja nur bestehen" Pauker.

@bastelheini:
theoretische Etechnik is ja noch harmlos :lol:
Zusatzlich dazu hab ich noch theoretische Informatik DAS ist *würg* deluxe... (Dabei hab ich schon die abgespeckte Variante für Technische Informatiker).
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Longri » Mi 29. Jan 2014, 17:57

Dann melde ich mich mal als frischgebackener Automatisierer im Zweitstudium.

Das mit den "guten" Kandidaten habe ich selbst mitbekommen. Bei den Abschlussprüfungen haben die ganz schön geko... weil keine Formelsammlung zugelassen war. Die meisten mit Ach und Krach eine 4.
Aber auch andere Sachen sind mir aufgefallen. Da wurde mit voller Inbrunst der 0 -10V Eingang des FU mit dem PWM-Signal eines µC befeuert und sich gewundert warum das Teil in den Error-Status geht. Was war passiert? Natürlich den TP vergessen, mich haben Sie die ganze Zeit schief angesehen was ich da baue. Oder einen 30kW-Trafo mit Last über einen normalen Schalter befeuern, das gab dann auch immer spaßige Effekte. Das war nur ein kleiner Auszug.

Meine Klausuren sahen nie besonders rosig aus, das habe ich dann immer mir den Facharbeiten ausgeglichen. Hatte es mir zur Gewohnheit gemacht in den Facharbeiten auch immer "einen Blick über den Tellerrand" zu machen. Da habe ich am meisten gepunktet.

Die Prüfungen hatten dann zwar auch Schmackos, waren aber zu schaffen.

Gruß
Longri
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Tesla » Mi 29. Jan 2014, 19:54

Bei uns im Betrieb durfte ich einer elektrotechnik-Studentin (Duales Studium) auch erstmal den Transformator in Real erklaeren. So Sachen wie Dioden, Transistoren oder Widerstaende hatte sie auch noch nie in der Hand gehabt.
Ich habe ihr dann erstmal das Verdrahten von Elektrischen Schaltungen am Beispiel einer Schuetzschaltung beigebracht :) Irgendwie weiss ich jetzt, warum ich vor dem Abi/Studium eine Ausbildung absolviert habe.

MfG
Jan
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Sven » Do 30. Jan 2014, 16:49

Fritzler hat geschrieben:Dummerweise ist es so wie Jan es sagte, dass die mit Ahnung schlechtere Klausurnoten haben als die "ich muss das ja nur bestehen" Pauker.


Meine Erfahrung besagt, dass man das überhaupt nicht so pauschalieren kann und gerne als Ausrede benutzt wird oder um gute Klausurleistungen, die man selber nicht erbracht hat schön zu reden.

Davon abgesehen, bin ich kein Freund von Klausuren, weil das eine punktuelle Leistung ist. Da reicht es aus, einen schlechten Tag zu haben oder mal zehn Minuten ein Brett vorm Kopf. Hausarbeiten halte ich persönlich für viel "wertvoller", weil sie keine punktuelle Leistung darstellen und näher an der späteren Berufspraxis sind, wo man öfter mal wissenschaftlich schreiben muss.

Anstatt zu sagen: "Pah das sind nur die für die Klausuren-Lerner, die können ja sonst nichts", sollte man lieber die Vielfalt an Charakteren schätzen, die einem im Studium so begegnen.
Die wirkliche Kunst besteht darin, diese zwei Welten der Theorie und der Praxis miteinander zu verbinden. Das kann in Personalunion doch schon recht schwierig werden, daher ist respektvolle Zusammenarbeit angesagt. Man sollte voneinander und miteinander lernen und nicht nebenher.

Das Fachwissen, was man im Studium hoffentlich erwirbt ist nur ein Teil eines größeren Ganzen. Das sieht man am Anfang nur noch nicht so, das kommt erst später ;)
Im Studium sollte man vor allen Dingen auch lernen, wie man selbst am Besten lernen kann. Lernstrategien, gemeinsames Lernen, usw.
Was man sich auch beibringen muss ist es, sich seine Zeit selber einzuteilen und nicht auf die anderen zu schauen. Gerade im Bachelor und Master ist es wichtig, dass man sich nicht von denjenigen verrückt machen lässt, denen kaum etwas wichtiger ist, als in Regelstudienzeit durch zu sein. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht aber trödelt nicht unnötig. Das ist doch völlig egal, wenn man zwei drei Semester länger braucht.

Ich werde am Ende für den Masterabschluss quasi doppelt so lange gebraucht haben wie andere, fünf anstatt drei Semester aber wen juckt es.
Ich habe dadurch ganz andere Möglichkeiten gehabt, alleine schon weil ich ansonsten sich überschneidende Module belegen konnte und weil ich auch ohne Stress eine Vorlesung zweimal besuchen konnte, bei der ich mich das erste mal für die Klausur nicht ausreichend vorbereitet gefühlt habe.
Dazu habe ich immer in Teilzeit nebenher gearbeitet, um Erfahrung zu sammeln.

Entspannt an die Sache gehen und dabei die Zeit trotzdem im Blick behalten. Das wichtigste überhaupt. Getreu dem Motto: Seemann, mach langsam, wenn du es eilig hast.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » Do 30. Jan 2014, 18:42

Nicki hat geschrieben:wird am Donnerstag geschrieben:
-2. Versuch Analysis 1

Dort wurde mir heute morgen amtlich das Gesäß entjungfert, und das nicht in einer Weise, wo ich auf den Rechtsweg hoffen könnte :(
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon ludwig » Di 4. Feb 2014, 20:49

mal ne ganz andere Frage:

studiert einer von euch Elektrotechnik an der TU in München? Ihr müsstet ja dann auch ne Vorlesung Elektronische Bauelemente (werden also Bauteile aus Sand behandelt). Wenn ja: kann mir da mal bitte einer das Skript, falls vorhanden und möglich, zukommen lassen? Ich will das mal mit unserm Skript vergleichen und hab gehört, dass das Skript der TU München wohl recht gut sein soll.

Viele Grüße,
der Ludwig
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » So 9. Feb 2014, 03:42

Nicki hat geschrieben:-2. Versuch Analysis 1

5.0 -.-
tollstes Geburtstagsgeschenk ever, danke für nichts!
Das und eine Reihe weiterer Ärgernisse lassen mich stark am Vorhandensein eines Lebenssinns zweifeln.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon bastelheini » So 9. Feb 2014, 10:38

1. oder 2. Wiederholung? Letzteres wäre ja besonders doof weil man geext wird.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » So 9. Feb 2014, 11:34

1. Wiederholung "zum Glück"
Viel kann aber nicht bis zur 4 gefehlt haben, mal gucken was die Einsicht bringt.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Weisskeinen » Mi 19. Feb 2014, 20:04

Sven hat geschrieben:Davon abgesehen, bin ich kein Freund von Klausuren, weil das eine punktuelle Leistung ist. Da reicht es aus, einen schlechten Tag zu haben oder mal zehn Minuten ein Brett vorm Kopf. Hausarbeiten halte ich persönlich für viel "wertvoller", weil sie keine punktuelle Leistung darstellen und näher an der späteren Berufspraxis sind, wo man öfter mal wissenschaftlich schreiben muss.

Einerseits richtig, aber andererseits gibt es auch später genug Gelegenheiten, bei denen man 'auf den Punkt' gute Leistungen bringen muss und nicht nur über einen gewissen Zeitraum verteilt. Das muss man also auch hin kriegen, weil man eventuell keine zweite Chance mehr bekommt. Einen schlechten Tag zu haben oder mal ein Brett vor dem Kopf halte ich für eine blöde Ausrede. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass dem schlechten Tag, auf den es ankam, viele schlechte Tage beim lernen voraus gingen. Bei mir waren schlechte Ergebnisse (zumindest im Nachhinein ehrlich betrachtet) eigentlich immer absehbar. Vorher hilft das natürlich kein Bisschen, wenn man irgendwelche Sachverhalte einfach nicht in die Birne rein kriegt. In der Physik war das eigentlich auch immer viel einfacher als im z.B. Maschinenbau, weil da zwischen den Klausuren oder Fachprüfungen wesentlich mehr Zeit war.

Sven hat geschrieben:
Fritzler hat geschrieben:Dummerweise ist es so wie Jan es sagte, dass die mit Ahnung schlechtere Klausurnoten haben als die "ich muss das ja nur bestehen" Pauker.


Meine Erfahrung besagt, dass man das überhaupt nicht so pauschalieren kann und gerne als Ausrede benutzt wird oder um gute Klausurleistungen, die man selber nicht erbracht hat schön zu reden.

Denen mit Ahnung verbietet eigentlich keiner, auch mal die ganzen Details zu lernen. Manche sind da auch einfach nur überheblich und meinen, schon alles zu wissen... (was für den praxisrelevanten Teil durchaus stimmen kann...)

(Mann, liest sich das vielleicht besserwisserisch...)
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon ferdimh » Mi 19. Feb 2014, 20:47

Ich sehe grundsätzlich das Problem an Klausuren, dass sie extrem praxisfern sein können. Und wenn Klausuren mit der Vorgabe von Durchfallquoten geschrieben werden...
Ich erinnere mich daran, dass ich für die Klausuren, deren Inhalt ich auch im weiterführenden Studium nie benötigt habe, viel Zeit investieren musste, während der Stoff, der nachher auch Verwendung fand, i.d.R. leicht zu erlernen war.
Daraus folgt: Es gibt Leute, die kommen durch Studium durch Erfahrung mit dem Thema und es gibt Leute, die kommen durch Erfahrung im "durchkommen" durch. Es gibt natürlich auch beides zusammen, das dürfte aber nur ein kleiner Teil sein. Und dass der Student mit Erfahrung im "Durchkommen" in Mathe die bestere Note hat, ist klar.

Und ich kann mir nicht vorstellen, wo im Arbeitsleben eine 1stündige Höchstleistung zu einem engen Themenbereich abgefragt wird, wo man 90% des Inhalts gleich wieder vergessen kann...
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » Do 20. Feb 2014, 03:23

Weisskeinen hat geschrieben:(Mann, liest sich das vielleicht besserwisserisch...)

no shit sherlock :lol:
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon feuerrot » Do 13. Mär 2014, 06:19

Erstes Semester Informatik in Aachen.
Fazit:
  • Mit der Regelstudienzeit wird es wohl nichts
  • 3/4 Klausuren mitgeschrieben, alle bestanden und damit einen Monat Zeit, die Todoliste abzuarbeiten \o/
  • Die Schule hat mich insofern versaut, dass punktuelles Lernen vor der Klausur dort noch komplett ohne Probleme ging, es auf der Universität aber komplett anders aussieht in allen Belangen.
    Die Schule versucht, jeden mitzuziehen, die Uni läuft da eher im 'Friss oder Stirb'-Modus.
  • Theorielastig ohne Ende, da wundern mich Berichte über andere Absolventen in diesem Thread gar nicht.

Und in 6 Stunden geht es zur letzen Klausureinsicht, bis dahin sollte ich lieber mal wieder nach Aachen…
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Fritzler » Do 13. Mär 2014, 09:04

3/4 Klausuren mitgeschrieben, alle bestanden und damit einen Monat Zeit, die Todoliste abzuarbeiten \o/

Na dann Glückwunsch :lol:
Ich hatte im 1. Semester 4/4 Klausuren mitgeschrieben und nur 3/4 bestanden, davon eine grade so...
Dafür die nicht bestandene Klausur dann 1 Jahr später wiederholt, dabei handelte es sich um den recht schweren Kurs Grundlagen der Elektrotechnik.
Die Wiederholung dann mit 1,6 bestanden, die Kommilitonen guckten so: :shock: :shock: :shock:
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » Do 13. Mär 2014, 12:12

Fritzler hat geschrieben:Die Wiederholung dann mit 1,6 bestanden, die Kommilitonen guckten so: :shock: :shock: :shock:

Ich weiß auch nicht wie das mit der 1,0 in 2 meiner Zweitversuche kam :shock: ...
Ich fürchte, dass der Drittversuch Analysis 1 keine so große Steigerung bringt (war: 38 Punkte von 100, mit 45 hätte ich bestanden)
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon feuerrot » Do 13. Mär 2014, 14:19

feuerrot hat geschrieben:Und in 6 Stunden geht es zur letzen Klausureinsicht

Einführung in die technische Informatik. Volle Punktzahl an Stellen, von denen ich keine Ahnung hatte.
Dafür dann zwei Punkte nicht bekommen, weil ich
Code: Alles auswählen
LDB $0, $1, 1
$1 = 1000, Speicher an Stelle 1001: 0xFF
$0 = ?
(auf MMIX)
mit $0 = 0xFFFFFFFF beantwortete, obwohl MMIX eine 64bit-Architektur ist.
Und jetzt mach ich mal das mit dem Schlaf, 20h Wach ohne Koffein am Ende ist nicht gut.
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Nicki » Do 1. Mai 2014, 22:35

Nicki hat geschrieben:Ich fürchte, dass der Drittversuch Analysis 1 keine so große Steigerung bringt

Wurde ne 2 :D
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon felixm » Fr 2. Mai 2014, 19:41

Hallo,

ich hab jetzt das erste Semester Bachelor Maschinenwesen an der TU München hinter mir, zum Glück alle 5 bestanden (Mathe, Mechanik, Chemie, Experimentalphysik, Elektrizitätslehre).
Die höchste Durchfallquote in unserem Jahrgang war Technische Elektrizitätslehre mit 68,5%! Das konnte nicht nur am Lernen liegen, von 1200 angemeldeten Studenten schreiben gut 800 wieder nach, das ist aber leider jedes Jahr so in diesem Fach. Wenn ich mir die Prüfung so anschaue, dann weiß ich auch warum.
Mathe und Mechanik (beide fortkommensrelevant) liegen so um die 30%.
Solange man im Lernen drinnen ist, ist alles in Ordnung (eine 40h Woche ist das aber bei weitem nicht mehr), sobald man rausfällt wirds sehr anstrengend bis unmöglich.

Gruß,
Felix
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Re: Euer Studienstart pt.II

Beitragvon Lochrasterbastler » Mo 8. Sep 2014, 17:55

Dann muss ich mich hier auf mal zu Wort melden.

Duales Studium Nachrichtentechnik. Heute Anfang vom 3. Semester und das hier bekommen: http://www.watterott.com/de/StarterKit-for-Arduino-UNO

Dabei teile ich mal die Meinung von Fritzler. Nächstes Semester soll's dann anscheinend was mit einem FPGA geben.
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