UKW-Tagung in Weinheim

Wenn das Irrenhaus überfordert ist

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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon doc_c » Mo 11. Sep 2017, 12:16

Guden zusam'n,
Ich war auch da,
ja der Flohmarkt war (Umbau bedingt) klein und die Ware teilweise Schrott und/oder überteuert (Wertvorstellungen differieren halt oO).
Der Flohmarkt ist aber auch nur ein Teil der UKW-Tagung

Ja der Flohmarkt war früher größer, besser, toller ... mehr Lametta
und ja da laufen viele miefende Halb-Leichen rum. *würg*

Aber durch rum-unken wird's auch nicht besser.
Da haben wir auch so ein paar OMs im OV die immer nur das Miese suchen, finden und alle Anderen Stimmungsmäßig runter ziehen.

Nun mal zum Positiven:

Ich hab endlich mal wieder meinen alten Funk-Prof. getroffen, der sich sonst rar macht und
konnte mal wieder mit 'nem Haufen Leute "palavern" die ich auf den "großen Veranstaltungen" meistens übersehe, verpasse oder die dort aus $Programm-Gründen einfach keine Zeit haben.

Die Vorträge fand ich ebenfalls recht interessant und informativ.
z.B.
Interessanter Mischer um Es'Hail 2 mit Standard LNAs auf Sat-Receiver und gleichzeitig 2m Empfänger zu bringen. - Steht auf der Will-Haben-Liste
Abhandlung über Zick-Zack-Antennen - steht auf der ToDo Liste

nicht gesehen aber bestimmt auch interessant:
LD-MOS KW-PA, DAPNET, SDR

Stimmung,Atmosphäre und Gespräche auf dem Zeltplatz waren super.
Da waren dann auch "mehr Jüngere" (<40)


DARC:
Ja, das ist'n verschachtelter Verein mit viiiiiiiel Vereins-Meierei
(und im Hintergrund läuft bestimmt einiges was man nicht gut finden mag)

- ABER -

Das ist die einzige Lobby-Gruppe die wir haben ....
Und wenn die "Beste Demokratie(Simulation) die man für Geld kaufen kann" mal wieder etwas gegen uns und für die anderen Lobbys abnickt, an wen könnt ihr auch da wenden ?
Ja, die Ergebnisse sind, wie nicht anders zu erwarten, verwässert - aber naja - wenig ist mehr als gar nichts.

Kennt ihr wen Anderes ?
Ich nicht


Und wo ich gerade am ranten bin,
wenn Ihr von Funkstörungen betroffen seit,
- bitte - bitte - bitte -
dokumentiert Diese UND meldet Diese bei der BNetzA.
Wenn sich keiner meldet gehen die davon aus, dass alles super-dupper-Toll ist und
Andere meinen dass man die dann auch einsparen kann oder Grenzwerte herabsetzen kann.

Selbst wenn die Störung bestehen bleibt taucht wenigstens was in den Statistiken auf.


P.S::

Und JA, Lösungen kann ich auch keine Liefern,
aber immer nur motzen macht's nur noch schlimmer und
irgend wann steht man nur noch vor 'nem Scherbenhaufen.

P.P.S
Entschuldigt bitte das ranten,
aber ich hab in letzter Zeit zu viel mit "Quadratschädeln" zu tun,
die Sachen mies machen und somit tolle Aktionen & Dinge kaputt geredet haben. :evil:
Es soll sich bitte niemand persönlich auf den Schlips getreten fühlen. :oops:
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon Harry02 » Mo 11. Sep 2017, 20:24

Das Geschriebene würde ich so auch unterschreiben.
Ein aktuelles Beispiel für so ein "verwässertes Ergebnis" wäre, dass es nun eine Übergangsfrist für das Halten eines Mikrofons am Steuer gibt die auch für Funkamateure gilt (der Gesetzgeber wollte es sofort verbieten, und ich finde, den Scheiß sollen sie sich bitte komplett sparen. Naja wenn irgendwann eh jeder eine Kamera im Auto hat, die aufpasst dass man nicht einpennt, braucht man auch nicht mehr die überlastete Polizei zur Durchsetzung fragwürdiger Verbote einsetzen. Sorry, wir wollten ja weniger meckern).

Ich glaube auch, dass das Camping vieles wieder wettmacht, ich habe das die letzten Jahre leider noch nicht geschafft. Habe Leute getroffen, die dort seit Mittwoch campierten. Gerüchten zufolge wird auch nicht die gesamte Warenpalette, die den Weg in den Ort findet, auf den kostenpflichtigen Tischen feil geboten...
Taugen die Duschen, oder müsste man erst einen Durchlauferhitzer anfrickeln? Hab mir das Campinggelände auch noch nicht genauer (digital) angesehen.

Achja, ich habe noch eine schöne Entdeckung gemacht: Der UKW/TV-Arbeitskreis e.V. (Rundfunk- und TV-Fernempfang) hatte einen Stand. Habe noch nie von denen gehört, die Info sollte eigentlich noch in den "Überreichweiten aus Spanien"-Thread. Die haben dort die Vereinszeitschrift verschenkt, von ihrem Hobby erzählt und Flyer verteilt. Der Vorschlag, nach Abschaltung der analogen TV-Sender in Osteuropa in 1-2 Jahren bei größeren Sporadic-E Events einfach mal den ein oder anderen eigenen Sender anzureißen, stieß auf erstaunlich wenig Widerstand. Was nur schade dabei ist, dass dann kaum mehr einer nach analogen Signalen suchen wird.

Edit: Ich hab noch zwei Schnappschüsse von ganz besonderer Flohmarkt-Qualitätsware, die ich euch nich vorenthalten kann. Und ob man es glaubt oder nicht, es gibt sogar Leute die Kaufen solchen Schrott auch noch (wäre ich nicht schon Pleite gewesen, hätt ich die Röhren zum Sockelschlachten mitgenommen... :oops: ).
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon doc_c » Mo 11. Sep 2017, 22:20

JaJa ... derSuperSlip .... :lol: :lol:
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon Bastelbruder » Di 12. Sep 2017, 06:55

Der Klimperkarton und die Röhre mit den 80% erinnern mich tatsächlich an Weinheim. *freu*
Im Lexikon ist das so zu finden:
85% kennzeichnet eine Verstärkerröhre die laut
Herstellerspezifikation als defekt einzustufen ist,
aufgewertet zur ->Flohware bringt dieser Sondermüll
mindestens noch den halben Preis. ->Bleistift,
->Originalverpackung, ->Schrott-Preis

Und auf solchen Bakelit-Röhrensockeln haben Generationen von Funkamateuren auswechselbare Spulen gewickelt. Und bis zur Einführung des Ankreuz-Prüfungsverfahrens wurde bei jedem Funkamateur noch vorausgesetzt daß er die Schaltung eines 0V0 im Kopf hat...
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon zauberkopf » Di 12. Sep 2017, 10:10

Das ist die einzige Lobby-Gruppe die wir haben ....
Und wenn die "Beste Demokratie(Simulation) die man für Geld kaufen kann" mal wieder etwas gegen uns und für die anderen Lobbys abnickt, an wen könnt ihr auch da wenden ?
Ja, die Ergebnisse sind, wie nicht anders zu erwarten, verwässert - aber naja - wenig ist mehr als gar nichts.

Kennt ihr wen Anderes ?
Ich nicht


Sagen wir es mal so...
Ich kann nicht erkennen, das er wirklich Amateurfunk fördert.. meinen Beobachtungen nach ist er sogar mittlerweile eher hinderlich.
Lobby... also bei dem Thema könnte ich..
Sagen wir es mal so : Funkamateure sind für die hiesige Wirtschaft eigentlich ein Gewinn.
Das wir eine Lobby gegen die Wirtschaftsvertreter brauchen.. nunja.. ist ziemlicher Humbug. Und macht mehr kaputt..
Dieses Scheinargument, ist der letzter Rettungsanker für den Verein.
Sobald ein anderer Verein hingeht, und mit den z.B. Mobilfunkern, etc. z.B. erfolgreich zusammenarbeitet..
Bei Normen, Gesetzen, etc.. wäre er dann komplett obsolet.

Im übrigen.. gibt es auch schon andere Ansätze hier in Deutschland.. und die machen einen doch stark hoffnungsfroh !
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon doc_c » Di 12. Sep 2017, 12:18

zauberkopf hat geschrieben:Im übrigen.. gibt es auch schon andere Ansätze hier in Deutschland.. und die machen einen doch stark hoffnungsfroh !


Interessant, kannst du das näher ausführen ? :shock:
Ich hab da leider noch nix mitbekommen, aber hört sich spannend an
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon Gernstel » Di 12. Sep 2017, 17:13

Maker?
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon zauberkopf » Di 12. Sep 2017, 20:42

Hier ist z.B. ein kleiner Verein, der sich ausgerechnet in Baunatal eingenistet hat :
https://funkamateure.jimdo.com/freunde-treffen/verein/
Interessant ist auch dieser Link : https://funkamateure.jimdo.com/forschen ... nanalyser/

Was sinn macht, sind ähnliche Clubs oder Stammtische vor Ort zu gründen.
Und dabei vielleicht andere GLEICHBERECHTIGT mit einbinden.. wie Maker, CB, HF-Interessierte...
Was ich nie verstanden habe : Wenn Amateurfunk verbinden soll.. warum kapselt man sich dann ab ?!
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon ferdimh » Di 12. Sep 2017, 21:56

Und dabei vielleicht andere GLEICHBERECHTIGT mit einbinden.. wie Maker, CB, HF-Interessierte...
Was ich nie verstanden habe : Wenn Amateurfunk verbinden soll.. warum kapselt man sich dann ab ?!

Das ist ein sehr schwieriges Thema. Wir haben in DA die Trennung Hackspace/Makerspace/Computerwerk. Alle haben Lötkolben...
Die Trennung Computerwerk/Hackspace ist sehr klar umrissen, deswegen reden wir noch miteinander und machen Kram zusammen. Die Abgrenzung zum Makerspace ist unschärfer, dementsprechend schlecht kommen wir miteinander aus.
Am Ende hat sich das lötkolbenschwingende Personal auf drei Lokalitäten aufgeteilt... (und ich nehme mir seit längerem dort Ausbildung vor, aber irgendwie wills nicht so recht werden...)
Generell kranken alle Vereine daran, dass man immer miteinander auskommen muss.
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon zauberkopf » Di 12. Sep 2017, 22:08

Generell kranken alle Vereine daran, dass man immer miteinander auskommen muss

Das muss... ich denke das ist ein Problem.
Ich WILL mit anderen auskommen.
Ich WILL auch mit anderen zusammenarbeiten.

Im prinzip steht das ja auch im originalen Hamspirit so drin.. ;-)
Friendly...
slow and patient operating when requested; friendly advice and counsel to the beginner; kindly assistance, cooperation and consideration for the interest of others. These are the hallmarks of the amateur spirit.

Falls Dir das irgendwie bekannt vor kommt.. ja .. das ist Fingers Welt ! ;-)

aus : http://www.cq-la.de/Ham_spirit/ham_spirit.html

Man vergleiche dazu die Deutsche Version.. und versuche dann die Delle aus der Tischplatte wieder herauszukloppen..
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon ferdimh » Di 12. Sep 2017, 22:29

Das muss... ich denke das ist ein Problem.
Ich WILL mit anderen auskommen.
Ich WILL auch mit anderen zusammenarbeiten.

Kriegst du das auch immer hin? Auch wenn dein Gegenüber sich echt doof anstellt? Eventuell sogar versucht, den Verein zum eigenen Vorteil auszunutzen, oder du das zumindest unterstellen musst?
Es braucht eine solide Grundbasis, die einzelne Idioten abkann (dann kann man unbekannten auch leichter Unwissenheit unterstellen und besser mit ihnen umgehen).
Und manchmal auch gute Nerven.
Wenn sich eine Gruppe gebildet hat, die funktioniert, neigt die dann logischerweise zum Abkapseln. Die ständige Verschiebung von Problemen und Interessen verstärken das noch. Der Rundspruch zeigt das sehr deutlich: Er hat die Funktion des Informationsmediums verloren und ist pures Spielzeug geworden. Als solches ist es legitim, aber daraus folgen eben andere Betriebsformen und andere Ansprüche.
Und das "motivierte Team" wird sich eben auch an dem alten Team messen müssen (zumindest wird es vom alten Team gemessen werden). Da hat dann natürlich auch keiner Bock drauf.
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon zauberkopf » Mi 13. Sep 2017, 18:07

Ja.. ich muss echt sagen, das mich Gruppendynamiken etc.. sehr interessieren.
Es braucht eine solide Grundbasis, die einzelne Idioten abkann (dann kann man unbekannten auch leichter Unwissenheit unterstellen und besser mit ihnen umgehen).

Naja.. an den meisten "Idioten" erkenne ich gottseidank andere Talente.. Ich bin ja auch öfters.. STRUBBELDOOF !
Und manchmal auch gute Nerven.

Ich kann manche Aktionen von "Idioten" auch einfach nicht mehr persönlich nehmen.
Auf der anderen Seite ist dann immer die Frage : Warum unnötig stress machen, wenn man auch zusammen Spass haben kann ?!
Wo sind die Prioritäten ?

Wenn sich eine Gruppe gebildet hat, die funktioniert, neigt die dann logischerweise zum Abkapseln.

Definiere funktionieren !
z.B. im Afu beobachtet man oft, das oft sehr aktive Gruppen, zu einem Schnitzel-OV mutieren.. wo dann nur noch über die Vergangenheit gelästert wird.. ;-)
Die dann auch irgendwann auf biologischen Weg verschwinden.
Diese Gruppe schafft eine Lose-Lose Situation.. einen absolut langweiligen Echoraum.. der niemanden weiterbringt.
z.B. auch aus diesem Grund gibt es z.B. "Beratungsunternehmen".
Das geht sogar so weit, das die Gruppe sogar irgendwann das eigentliche Ziel aus den Augen verliert.

Und das "motivierte Team" wird sich eben auch an dem alten Team messen müssen (zumindest wird es vom alten Team gemessen werden). Da hat dann natürlich auch keiner Bock drauf.

Wie misst man Spass ?!
Genau das würde ich einfach vermeiden wollen.. also einfach Spass haben, sich zusammenrotten, und die anderen, wenn sie wollen, irgendwas messen lassen.
Wobei der von mir Zitierte Abschnitt, eine Anleitung dafür ist.. ich bemerke das wieder im RL.. also wie man damit die Umgebung positiv verändert.
Es gibt natürlich ein paar Fallen : Wenn man es mit einem Psychopathen zu tun hat.. ist Vorsicht angebracht.
Und das dumme : Gerade die, streben dummerweise auch noch Machtpositionen an.
Einer meiner drängendsten Fragen diesbezüglich lautet : Wie verhindert man dies ?
Ein Ansatz wäre, keine solche Position überhaupt zu schaffen.
Das Vereinsrecht, will aber unbdingt, einen haben, der persönlich haftbar ist.. grmpf.

Auf der anderen seite.. wäre das alles nicht so tragisch.. wenn man mehrere Vereine hätte, die sich ggf unter dem Dach vom RTA mit den anderen Gruppen, wie Industrie und Politik austauschen.
Ich persönlich kann mir gut vorstellen, das man hier leicht WIN-WIN-WIN Situationen schaffen kann.
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon ferdimh » Mi 13. Sep 2017, 22:01

Ich kann manche Aktionen von "Idioten" auch einfach nicht mehr persönlich nehmen.
Auf der anderen Seite ist dann immer die Frage : Warum unnötig stress machen, wenn man auch zusammen Spass haben kann ?!
Wo sind die Prioritäten ?

Wenn jemand regelmäßig Vorschläge macht wie "Nimm Projekt XY von ferdimh auseinander, denn das taug eh nix, und kauf was gescheites" (Oder äquivalentes anderer Leute) "Warum steht denn da ein fettes Oszi auf dem Werkstatttisch? da gibts doch Taschenoszis die besser sind, denn alles verdoppelt seine Qualität in 18 Monaten! Das ist Moores Law! Das Ding hat ja noch ne <widerlich>BILDRÖHRE</widerlich> und gar keinen Touchscreen".
Das Problem ist nicht, dass ihn irgendwer ernst nimmt. Das Problem ist dass das Vereinsrecht im eine Stimme gibt, die man nicht ignorieren kann. Und dann entsteht ein Geduldsspiel. Leider begünstigt das die Leute mit wenig Ideen, weil sie mehr Zeit zum Durchsetzen ihrer "Ideen" aufbringen können.
In diesen Fällen hat man keine andere Wahl als die Differenzen zu akzeptieren und, so gut es geht, damit umzugehen.
z.B. im Afu beobachtet man oft, das oft sehr aktive Gruppen, zu einem Schnitzel-OV mutieren.. wo dann nur noch über die Vergangenheit gelästert wird.. ;-)
Die dann auch irgendwann auf biologischen Weg verschwinden.
Diese Gruppe schafft eine Lose-Lose Situation.. einen absolut langweiligen Echoraum.. der niemanden weiterbringt.

Genau das meine ich!
Geniale Köpfe unter sich ohne neuen Input ist ein Problem. Die Bildung davon habe ich aber bereits selbst erlebt. Und wenn die Differenzen einmal zu groß geworden sind, wird aus jeder Kritik ein Angriff, ob man es will oder nicht.
Da schnell wieder rauszukommen (nicht reinzukommen halte ich für unmöglich) ist furchbar wichtig, aber auch furchtbar schwer.
Wie misst man Spass ?!

Nachdem ich in einen Rundspruch reingehört habe, sehe ich das in dem Fall nicht mehr so eng.
Aber ich habe mehrfach erlebt, dass ein Mensch oder eine Gruppe eine Aufgabe sehr gut macht, mit der Folge, dass die Nachfolger, gerade wenn sie nicht langsam einsteigen konnten, dort nicht mithalten können (was logisch ist und niemandem vorzuwerfen ist) ständig "Unter XY war das aber besser!" ins Ohr gedrückt bekommen. Es kann uns halt völlig egal sein, ob man etwas kann oder nicht, solange man kein Geld damit vedient und keine Menschen in Gefahr bringt. Trotzdem tut ein "Alle scheiße" extrem weh, wenn man sich Mühe gegeben hat, und weiß, dass man weit von "perfekt" weg war.
Und das dumme : Gerade die, streben dummerweise auch noch Machtpositionen an.
Einer meiner drängendsten Fragen diesbezüglich lautet : Wie verhindert man dies ?
Ein Ansatz wäre, keine solche Position überhaupt zu schaffen.

Es gibt nicht "Keine Machtposition". Auf 80m hat der mit 5kW die Macht und nicht die BNetzA.
Es kristallisieren sich immer Vertrauensstrukturen heraus, die Leuten das Gewinnen von "Macht" ermöglichen. Ob sie das wollten oder nicht. Manche tun es in guten Absichten und erreichen viel Gutes damit. Bis sie in guten Absichten Fehler machen. Und das schlimmste ist: Du kannst nicht mal "DU ARSCH" sagen, denn er wollte ja nie was böses.
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon zauberkopf » Do 14. Sep 2017, 09:46

Also das mit den Psychopathen meine ich so :
Es gibt wirklich Menschen.. die nur an sich denken, und nur dann auf andere eingehen, wenn es für sie einen Vorteil bedeutet.
Meistens denken diese auch nur sehr kurzfristig..
Ansonsten sind die definitiv nicht in der Lage sich in andere hineinzuversetzen.
Beispielsweise hat mal ein ehemaliger Mitbewohner, versucht seine Ex in die Psychatrie einweisen zu lassen, dazu noch gelogen.. ohne Rücksicht auf deren Kinder, nur damit sie ihn nicht mehr nervte.
Und wie gesagt : Auf der anderen Seite, sind diese Menschen, Hoch Manipulativ ! Weil sie gemerkt haben, das das denen nützt.
Macht ist für die ein Selbstzweck. Je mehr desto besser.. quasi Machtmessis.
In der Wirtschaft usw.. , können solche Menschen grossen Schaden anrichten.

Dann gibt es noch Führungskräfte, die sich einfach nur verzetteln.. also irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.
Auch aus diesem Grund gibt es den Beruf des "Beraters".
Bei denen kann man Erfolg haben.
z.B. in dem man sie erinnert, was die wirklichen Ziele des Unternehmens(Verein, etc.. ) sind.

z.B. kann man argumentieren, das sich das beschäftigen mit "alter Technik" durchaus lohnen kann,weil die Erkenntnisse, sich leicht weiter verwerten lassen.
z.B. der DC-RX.. früher nur gebastelt, um leicht SSB empfangen zu können, ist das mit Rechenpower in der Lage, ALLES zu empfangen.

Es ist doch wirklich interessant.. was man beim Hobby Amateurfunk doch alles lernen kann.. *grins*
Mich hat z.B. in den 90ern das Packet Radionetz genauer, die Rubriken Meinung und DARC dazu gebracht, das ich mir Fragen zu solchen Themen stelle.
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon uxlaxel » Do 14. Sep 2017, 19:43

laßt doch bitte diese vereins-diskussion und "psychopaten" wie sie sind und laßt und zum schönstem hobby der welt zurück kehren!
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon Nello » Fr 15. Sep 2017, 06:53

uxlaxel hat geschrieben:laßt doch bitte diese vereins-diskussion und "psychopaten" wie sie sind und laßt und zum schönstem hobby der welt zurück kehren!

Diese Diskussion gehört vielleicht in einen eigenen Thread, ist aber enorm wichtig. Und "Psychopat" ist kein Schimpfwort, sondern die fachlich korrekte Bezeichnung für Menschen mit antisozialem Verhalten, ganz so wie von Zauberkopf beschrieben.
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon zauberkopf » Fr 15. Sep 2017, 18:58

Also axel.. ich möchte ja gerne was positiv bewirken.. deswegen frage ich mich ja wie.
z.B. hat sich hier ja vor ein paar Jahren folgendes zugetragen :
Wir haben hier den DLT veranstaltet. Einen Flohmarkt hier im 3 Ländereck.
Da ich noch relativ jung bin, hatte ich viel Spass am WAT-Contest ( Work All Tables ).
d.H. also, aus der Aula im 1. Stock, Schultische nach unten tragen.. aufstellen.. und dann am nächsten Trag wieder in den 1. Stock tragen.
Der Lohn der ganzen Arbeit war : zu sehen, wie Leute sich (wieder) treffen.. Spass haben, mit Kinderaugen durch die gegend rennen..
Den Kindern wurden Bastelkurse angeboten.. etc.
Geil. Und ich war ein Teil davon.
Da kommt irgendwann der OVV an.. läuft herum, entschuldigt sich bei den anwesenden Helfern, Mitgliedern, und Verkäufern.. , das er dieses Jahr nicht mitmachen kann, weil es ist der xx-Kontest, und er sei ja schließlich FUNKER! (Meine Antwort : Ich bin Amateurfunker, und wegen unserem Kodex habe ich andere Prioritäten.. und habe weiter Tische geschleppt, um mich abzureagieren. )

Stell Dir das mal vor, und lass das mal sacken.. ;-)
Er ist übrigens, kein Psychopath.. nein.. er hat nur irgendwann vergessen, das es einen Unterschied gibt zwischen Funkamateuren und anderen Funkern.. ;-)
(Was eigentlich sogar sehr traurig ist.. )
Oder ein anderes Originalzitat : "Ich kenne hier im OV nur noch 3 ORDENTLICHE FUNKER".
(Wer glaubt, jemand zu sein, hat aufgehört jemand zu werden. )

Naja.. jedenfalls wurde der DLT ein Jahr später eingestellt.
Ich hatte danach auch keine Lust mehr mich weiterhin zu engagieren.. und habe den Laden nach einer weiteren aktion, einfach gemieden.
Okay.. zur der Zeit, hatte ich auch noch Bullshit im Job... etc..

Aber ich bin immer noch offen, für Gemeinschaftsarbeit.

Ich finde auch, das es legitim ist, wie man sich zusammenrotten kann, und zwar in der Art und Weise das was positives entsteht, und das ganze nicht zur eine langweiligen Pflichtveranstaltung ausartet..
Eine der stärken von unserem Hobby ist doch, das man sich dabei weiterbildet.
Und es ist nicht nur ein Technisches Hobby... wir funken ja miteinander.. also gibt es auch eine Menschliche Komponente.
Nur ein Beispiel : Zusammenarbeit von Jung und Alt, ist für beide Seiten und die gesamte Volkswirtschaft, sehr vorteilhaft !
Frage : Wie bekommt man so was hin ?!
Also faszinierend finde ich ja unsere Truppe !!!

Denn : Das sich kontinuierlich weiterbilden.. ist ein starkes Argument. Noch vor Notfunk.
Der Menschliche Faktor, wenn der denn ausgebaut würde, wäre dann noch ein ganz wichtiger, um jeden zu Zeigen, das das kein Selbstzweck ist.
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Re: UKW-Tagung in Weinheim

Beitragvon uxlaxel » Mo 18. Sep 2017, 09:24

Ok, ich habe verstanden, was du meinst und gebe dir 100% recht. Wie überall anders auch, steht und fällt das Hobby, mit den Akteuren und der Herangehensweise. Bei unserem OV jammert man seit Jahren über fehlenden Nachwuchs. Schlussendlich wird aktuell der Nachwuchs außerhalb des OV rekrutiert :) Die Verantwortlichen wundern sich zum Teil, dass junge OM nicht in den Verein eintreten.
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