Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Weisskeinen » Di 14. Nov 2017, 19:53

Ich würde noch zu Molybdändisulfid-Additiv (MoS2) raten. Natürlich liest man häufig, das sei total unnötig, brächte nichts oder sei sogar schädlich. Zumindest letzteres ist Quatsch, die anderen Argumente gelten nur so lange, wie es überall auch tatsächlich einen Ölfilm gibt. Reist der aber ab oder wird verdrängt (sehr hohe Flächepressung), dann reibt mit Zusatz eben nicht Metall auf Metall, sondern es gibt noch Schmierung durch das MoS2, das sich als Festschmierstoff auf den Oberflächen angelagert hat.
Mittlerweile gibt es auch (sündhaft teure) Keramik-Additive, die das noch besser machen sollen, mir ist aber deren Wirkungsweise nicht klar. MoS2 hat eine Kristallstruktur ähnlich Graphit. Einzelne Schichten können sich gut gegeneinander bewegen, die Schichten selbst sind aber in sich stabil. Das gibt dann die Schmierwirkung. Bei Keramik habe ich immer was ziemlich hartes, ungeordnetes und abrasives im Kopf...
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Tesla » Di 14. Nov 2017, 20:52

Mein Volvo 940 mit seinem schwedischen Treckermotor bekommt bei mir alle 10tkm neues Öl. Durch den Gasbetrieb gibt es zwar deutlich weniger Ruß im Öl, aber bei einem Preis von 3 Euro pro Liter und nen 5er für den Knecht-Filter zögere ich da nicht lange. Der Wagen soll mir nach Möglichkeit nochmal 260tkm zur seite stehen ;) Ich kaufe immer ein 20L-Gebinde 10W40 über den Autoteilehandel meines Ex-Brötchengebers und versorge damit die ganze Familie.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Robby_DG0ROB » Di 14. Nov 2017, 21:50

Ohne auf konkrete Baumuster der Motoren Bezug zu nehmen, aber ganz ehrlich: Wer beim Öl spart (Wechselintervalle/Ölqualität), braucht hinterher nicht den Hersteller des Fahrzeuges/Motors für minderwertige Qualität rügen. Vor 30 Jahren waren die Werkstoffe sicher noch nicht so gut wie heute, aber die Motoren auch nicht so "auf Kante" konzipiert und entsprechend hochbelastet, v.a. Aufgeladene, so dass da vielleicht auch minderes Öl ausreichte - aber gerade das würde ich wegen Verschlammung eher wechseln.

Bei Motoren der letzten 10-15 Jahre würde ich da keine Risiken eingehen und Öl und Filter rechtzeitig wechseln. Gerade Wenigfahrer, womöglich mit ausschließlichem Kurzstreckenbetrieb meinen, dass ja kaum Kilometer gefahren sind und gerade hier ist ein jährlicher Ölwechsel dringender denn je (wenn nicht gar noch früher).

Sicher, unser 2er Kompanie-Golf im zeitlosen RAL-6031 (bronzegrün) hatte seinerzeit auch, entgegen der Herstellervorschrift, nicht alle 7k5 km einen Ölwechsel gesehen, sondern zum Teil wurde er in den ersten Jahren das Mehrfache betrieben und hat bis zur Versteigerung über die Vebeg fast 400.000 km erreicht. Der 40 kW-Motor lief wie am erste Tag, hatte keinen Ölverbrauch und das Ding war lange Zeit das schnellste Klein-Kfz der Einheit. Da war auch immer nur das O-236 drinnen, was ein mineralisches 15W40 sein sollte, allerdings als sog. Dritt-Raffinat (was auch immer das ist.).
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon RMK » Di 14. Nov 2017, 21:59

ich hab in mehreren Autos ein Teflon-Additiv gefahren, zuerst im Suzuki LJ80,
der damit nach der Behandlung a) eine langsam steigende Leerlaufdrehzal
hätte (musste dreimal um 80-100 U/min runterregeln) und
ausserdem in einem Anfall von Jugendlichen Unsinn eine freier-Fall-Fahrt den
Aichelberg runter mit max Drehzahlen von 8000 U/min überlebt hat...

in einem Rover 1.8Liter-Motor hatte ich nach durchgegangener Zylinderkopfdichtung
und etwa 2l Wasser im Öl keinerlei Folgeschäden, nicht mal Laufspuren auf den
Nockenwellen. Das "Öl" war damals eine hellbraune Margarine....

aber deswegen mache ich trotzdem regelmässige Ölwechsel, auch wegen den
Säuren im Öl.... wenn man das Fassweise kauft kostet ein 60-l-Fässchen etwa
180 EUR, das reicht dann für mehrere Fahrzeuge....
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Julez » Di 14. Nov 2017, 22:04

Ja, Festschmierstoff kommt mir auch rein, das gute alte MoS2, allerdings nicht in der ganzen Menge die auf der Packung steht, sondern nur 1/3, das muss reichen.
Auch ins Getriebeöl tu ich das, welches allerdings auch so nach 100.000km gewechselt werden sollte, viele verpeilen das.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon TDI » Di 14. Nov 2017, 22:48

Ein Freund hatte damals bei seinem E-Kadett Diesel immer nur Öl nachgekippt. Irgendwann hab ich ihn dann doch mal vom Wechsel überzeugt.
Nicht lange später berichtete er mir, dass der Wagen seit dem Wechsel deutlich weniger Sprit brauchen würde. Oh Wunder! Wer hätte das denn gedacht... :roll:
Was die Additive wie MoS2 betrifft, sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man Partikelfilter im Abgasstrang hat. Die verstopfen davon sehr schnell...
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Uli » Di 14. Nov 2017, 23:19

Ich habe bei meinen Motorrädern (Getriebe ohne separate Schmierung) nach einem Ölwechsel jedes mal eine deutlich bessere Schaltbarkeit feststellen können.
Wenn vorher die Gänge etwas hakelig waren, sind sie nach dem Ölwechsel wieder seidenweich reingeflutscht. Hat sich immer angefühlt wie neu.

Von da her habe ich die Wechselintervalle nicht mehr in Frage gestellt.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon topmech » Di 14. Nov 2017, 23:30

Ölwechsel halte ich nur nach km-Stand ein, bei mir sammeln sich meist 15-20 tkm im Jahr an, das ergibt meist ein 1,5 bis 2-Jahre-Intervall.
Ich kaufe nach Ölnorm Acea C3 / LL04 das billigste Öl aus eBay und wechsel das selber. Kostenpunkt: ca. 25 Euro mit etwas Reserve zum Nachkippen.
Wollte mal 2-Taktöl zum Diesel dazugeben, aber das hab ich eher aus Bequemlichkeitsgründen gelassen.
Bald erreicht der Kübel seine 250tkm und soll genau nochmal so lang halten. Vllt. braucht er bis dahin noch ein Turbo oder Einspritzdüsen, jo mei, soll er bekommen.

Als Mech würde mich dennoch interessieren, ob die Motoren bei heaterman noch laufen. Gerade was die Innenreibung angeht, sollte sich das schon im Kraftstoffverbrauch bemerkbar machen. Das ist eigentlich gegen jede Gesetzmäßigkeit, die man uns in der Vertiefungsrichtung Verbrennungsmotoren eingeimpft hat.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Freak » Di 14. Nov 2017, 23:45

Mein T3 hat vor mittlerweile 3200km neues mineralisches Nova Super 15W40 bekommen und sofort weniger getropft. Das alte Öl war ziemlich dünn [hat wohl eine 'normale' Werkstatt 5WXX reingetan] und pechschwarz. Bei der nächsten grösseren Wartung/bei ~3750km kommt da einmal Systemreiniger zu, dann wieder Nova Super, neuer Filter, neue Dichtung am Ölwärmetauscher.

Warum mineralisch: Teilsynth ist ja nach 'Abwurf' der Additive nur noch das mineralische Basisöl, was bei billigen wohl auch nicht das hochwertigste sein dürfte - da nehme ich lieber ein gutes mineralisches und wechsle halt etwas öfter - eh besser, Diesel und Kurzstrecke...

Danach jedenfalls reguläres 7500er Intervall weiter oder auf 12.500 erweitert, Altöl filtern und mit fahren. Mag manchen zu oft sein, aber der Motor hat über 200.000 [oder 300.000?] runter, das dann noch z.T. im Lohnbetrieb - dem gönne ich das. Ausserdem: Wenn die Wartung mal auf der Strecke bleibt, hat man wenigstens kein allzu altes Zeug drin, und bei 20E/5l - ab dafür.

BTW: Was macht eigentlich ein 20W20?!
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Profipruckel » Di 14. Nov 2017, 23:46

Uli hat geschrieben:Ich habe bei meinen Motorrädern (Getriebe ohne separate Schmierung)
Da bin ich überzeugt, dass das Getriebe die Moleküle quasi zermahlt, Scherung.

Ich bin Strecke gefahren, die Suzuki GS Vierzylinder gehen mit der Öltemperatur recht großzügig um. Es war eindeutig zu erkennen, dass zum Ende des Wechselintervalls der Ölverbrauch unter hoher Last deutlich anstieg. Da konnte gerne mal ein Liter auf 1000 km nachgegossen werden, die Woche drauf mit frischem Öl dann garnichts.

Beim Sonntagsfahrer sieht das anders aus, das Öl riecht nacht Kraftstoff, aber wird nicht weniger.

Von da her habe ich die Wechselintervalle nicht mehr in Frage gestellt.
Ebenfalls!

Beim modernen PKW kämpft(e) man mit Schlammbildung, durch Einlagerung von Abgasen etc. wegen umweltfreundlich fehlender Belüftung wird das Zeug zäh bis klebrig.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon ando » Mi 15. Nov 2017, 00:54

Moin,

es gibt noch dieses System hier:
https://www.youtube.com/watch?v=senqCpOrlWY

Öl absaugen, reinigen und wieder rein.

Nur alle 5 mal wird neues Öl verwendet.
Klingt gut, vor allem, wenn es ja Armeen ausprobieren oder Busflotten.

Wenn es hier so nen Apparat in der Nähe gäbe, ich würd das mal ausprobieren.

Ansosnten bin ich bei meiner Karre mit 230K auch etwas liderlich geworden.
Hab vor einiger Zeit nen Karton mit "Sondermüll" bekommen: Diverse Öle, Alle Marken.
Mitlerweile brauche ich so alle 2500 km nen halben Liter.

Ich hab dann Stück für Stück alles reingegloddert, von 5w30 zu 15w40.

Gewechselt hab ich alle 2 Jahre (30K) mit 10W40.

Axo, 1,9Tdi ASV, Verteilerpumpe.

Ich würd gern das Altöl ner sinnvollen Verwendung zuführen:

Hab schon überlegt, das in kleiner Potenz dem Sprit vom Bulldog beizumischen.

Altölbrenner wollte ich auch shcon bauen.

PappKartons drin tränken, und im Ofen verfeuern: Ganz mieser WAF! Und Ofen rußt wie sau, nich gut.

In der Simme verfahren- Geht, aber da kriech ich das nicht alles wech.

Hab auch leider keinen Verein mit Ölgefeuerter Dampflok in der Nähe. Da würde man sich doch sicher über ne klitzekleine Ölspende in den Tender freuen! (Wobei man es auch sicherlich über die Kohlen kippen könnte)

Hm, grübel, jetzt weiß ichs: Ich brauch ne Dampflok mit Ölfeuerung! ... ach nee, Spinnerei!

Fazit:
Bis jez wechsel ich fleißig bei Maschinen, die mirs Wert sind. Sogar bei meinem Golf mit ~400K Kilometern, obwohl der sicherlich bald wegen anderer Ursachen als altes Öl schlappmachet.

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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon ^^artin » Mi 15. Nov 2017, 02:41

Die Idee mit gefiltertem/aufbereitetem Öl ist ja nun auch nicht gerade neu.
Ich meine Früher(tm) konnte man sogar "runderneuertes" Motoröl (billiger) kaufen.
Bzw. wurde damit geworben, daß es sich bei neuem Öl tatsächlich um frisch raffiniertes Öl handelte.
Und es ging das Gerücht, daß bei gebrauchtem und gefiltertem Öl auch die molekulare Struktur leidet...

BTW-wenn ich noch selber wechseln würde, würde ich vieleicht auch versuchen, das Altöl dem Heizöl beizumischen. Teuer genug bezahlt ist es ja allemal. ;)
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Heaterman » Mi 15. Nov 2017, 03:06

Toddybaer hat geschrieben:
Ich weis der Faden ist alt.
Aber wie geht´s dem Motor ohne Ölwechsel denn nun ?
Ich hab mal einen Polo Motor zerlegt, der lag zu lange rum und hatte Rost an den Zylindern angesetzt. Auto mit viel Vorbesitzer. Letzter Ölwechsel vermutlich auch nahe 100000 km her.
Das Zeug war so zäh und klebte an der Nockenwelle, das bekamen wir kaum mit Diesel abgewaschen.


Ich hab irgendwann aus Angst bei kurz vor 200.000 km einen Ölwechsel gemacht. Bei 210.000 km hab ich ihn wegen Neuwagenanschaffung verkauft. Läuft bis heute wie am ersten Tag (habe ab und zu Kontakt mit dem Käufer, ist zufällig ein Mechaniker beim Freundlichen), keine Klagen. Der hat das Ding mal auf den Leistungsprüfstand gestellt: Top-Werte. Keine Geräusche, seidig wie am ersten Tag, man kann immer noch die Münze auf den Motor stellen.
Ich habe ein Probe der alten Füllung in der Garage zu stehen - schwarz, aber flüssig.

Beim Neuen kommen solche Experimente nicht mehr in Frage. der hat den ersten Termin bei 30.000, hat keinen Ölmessstab mehr, petzt anstehende Ölwechsel inklusive Kilometer und Fahrverhalten per GSM nach Hause und ist ein wohl (gegenüber dem alten Sauger) kaum so robuster Biturbo, der 360 PS (als M sogar 450) aus gerade mal drei Literchen zieht (das Pony von einem der Nachbarn hat 5 l, robuste Saugrohreinspritzung und schlaffe 270 PS).
Mit dem Biturbo dürfte Vieles etwas empfindlicher sein als beim turbolosen Sauger.
Aber die wilden Zeiten der Drehzahl- und Vmax-Orgien sind sowieso vorbei - heute wird eher gereist statt gerast....
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mi 15. Nov 2017, 07:58

"Früher" haben viele das Altöl einfach einige Zeit stehen lassen, bis sich alle Schwebstoffe abgesetzt hatten und das "saubere" Öl von oben zum Teil wiederverwandt. Das beim Öl der einzige Verschleiß nicht die Schwarzfärbung ist, mag seinerzeit nicht so relevant gewesen sein, als die Motoren sich auch noch mit "geschmolzener Butter" schmieren ließen.

Bei einer früheren Beschäftigung hatten wir für die größeren Stromerzeuger ein Prüfgerät für das Öl, wo man auf einen leicht vertiefte Platte paar Tropfen einer Ölprobe gegeben hat und ein Messwert hat dann die Notwendigkeit des Ölwechsels bestimmt. Scheinbar war das sowas, was man heute im Motor selbst verbaut hat um flexible Wartungsintervalle steuern zu können.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Nicki » Mi 15. Nov 2017, 08:18

scotty-utb hat geschrieben:Mein Golf (1.9 TDI) würde sich theoretisch selbst melden, so ein Motordiagnose berechnetes Interval 15-45tkm.
Der bekommt bei mir alle 30-35tkm frisches, das günstigste LL
was rauskommt ist tiefschwarz, aber flüssig

Der PD ist halt auch erstaunlich haltbar, ich kenne 3, die mit so einem 1,9er fahren und im bzw. kurz vor dem 400Mm-Club sind, ebenso ein 2.0er.
Ist die Frage, ob "verbraucht kein Öl" dort teils dem Kraftstoffeintrag geschuldet ist :D
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon scotty-utb » Mi 15. Nov 2017, 10:17

Nicki hat geschrieben:
scotty-utb hat geschrieben:Mein Golf (1.9 TDI) würde sich theoretisch selbst melden, so ein Motordiagnose berechnetes Interval 15-45tkm.
Der bekommt bei mir alle 30-35tkm frisches, das günstigste LL
was rauskommt ist tiefschwarz, aber flüssig

Der PD ist halt auch erstaunlich haltbar, ich kenne 3, die mit so einem 1,9er fahren und im bzw. kurz vor dem 400Mm-Club sind, ebenso ein 2.0er.
Ist die Frage, ob "verbraucht kein Öl" dort teils dem Kraftstoffeintrag geschuldet ist :D

kein PD, ein ALH mit VEP.
naja, alle 5000km rum bekommt er einen halben Liter nachgefüllt, voll im Rahmen

Getriebeöl:
im Kangoo bei 100tkm (weil Wassereintrag bei Hochwasserdurchfahrt, voll-unsynchronisiert noch 300km gefahren) - Anschließend ließ sich der traumhaft schalten, besser als vor'm Hochwasser
im L300 bei 200tkm - anschließend ging der Rückwärtsgang rein wie Butter... was bei Mitsu keine Selbstverständlichkeit ist. (Jetzt bei 260tkm zickt der 1te)
im Golf4 bei 240tkm - keine Änderung festzustellen, aktuell 310tkm
Zuletzt geändert von scotty-utb am Mi 15. Nov 2017, 12:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Blechei » Mi 15. Nov 2017, 12:28

Ich wollte mal altes Motoröl im Saugdiesel vergurken und habe als ersten Test
die Altjauche in einem Profimöller von Heraeus zentrifugiert.
Ergebnis: War schwarz, ist schwarz, bleibt schwarz, nix abgesetzt.
Scheinen abseitig winzige Kohlekrümel zu sein, beim Turbodiesel schlimmer als beim Sauger.
Und die Wärmeleitfähigkeit ist auch schlechter als bei neuem Öl, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit
richtig Scheiße für den Turbo.
Also bin ich auch für wechseln, allerdings mit großzügigem Intervall, weil naturfaul.
Getriebeöle habe ich nie gewechselt, auch keine Hypoidöle (Bmw 2Ventilboxer),
allerdings sind das auch nicht so die Fahrleistungen.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon basti1 » Mi 15. Nov 2017, 12:56

Freak hat geschrieben:Mein T3 hat vor mittlerweile 3200km neues mineralisches Nova Super 15W40 bekommen und sofort weniger getropft. Das alte Öl war ziemlich dünn [hat wohl eine 'normale' Werkstatt 5WXX reingetan] und pechschwarz. Bei der nächsten grösseren Wartung/bei ~3750km kommt da einmal Systemreiniger zu, dann wieder Nova Super, neuer Filter, neue Dichtung am Ölwärmetauscher. 20W20?!



Fahre ja fast den selben Motor im Golf 2. ich hab bei 280tkm auf 10W40 gewechselt. Der Kaltstart im Winter geht viel besser. Und was beim Wechsel bei 290tkm aus der Wanne tropfte waren richtig klumpen.

Und das Phänomen das der Motor danach tropft wie ein salatgitter, setzte auch nicht ein. Ölverbrauch liegt bei rund 1l auf 10tkm!!


MFG Sebastian
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon ferdimh » Mi 15. Nov 2017, 13:34

Und das Phänomen das der Motor danach tropft wie ein salatgitter, setzte auch nicht ein.

Dieses Phänomen tritt eigentlich auch nur ein, wenn man den Motor weit über sinnvolle Wechselintervalle hinaus mit... nunja... Teer betreibt und dann irgendein Superduperöl einfüllt (Regelmäßig bei KatS-Karren zu beobachten, die nach 30 Jahren die 15000 km vollkriegen und jemand sich endlich mal erbarmt, das Öl zu wechseln - dass der Karren da schon >1000 Stunden Standgasgediesel hinter sich hat, interessiert keinen).
Noch viel besser als mit Motoröl geht das aber mit Hydrauliköl. Da gibts auch viel mehr Ecken wo das siffen kann.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Toddybaer » Mi 15. Nov 2017, 13:55

Da fällt mir ein, mein Bruder wollte seinem T3 Doka mit 1,6 Saugdiesel zum TÜV hin eine Freude machen. Der hat zu den neuen Bremsen komplett auch noch einen Ölwechsel bekommen....

Der Mechanik rief zwischendrin an, weil da nix aus der Ablassschraube kahm als er die rausgedreht hatte.
Mussten den Motor ordentlich warmfahren, damit da überhaupt was rauszubekommen war.

Und dann fing der Wagen wieder das übermäßige Reviermarkieren an.

2 Dosen Ölstopp haben das auf ein erträgliches Maß reduziert.

Auch vor dem ölwechsel hatte der Motor schon Ölstopp bekommen, darum kahm da auch nix raus.

Verbrauch war nicht aufällig, eher sehr gering, hat den mit unter 8l gefahren, ich hatte den Fensterbus mit gleichem Motor, der wollte 8,5 haben.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon sub » Mi 15. Nov 2017, 20:04

Hat jemand mal mit Ölbrenner Experimente gewagt, wie die Bedüsung bei Altöl statt Diesel auszusehen hat?
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Hightech » Mi 15. Nov 2017, 20:11

Ist Wurstegal.
Wichtig ist der Filter.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon uxlaxel » Mi 15. Nov 2017, 22:06

dank defekter zylinderkopfdichtung fahre ich derzeitig gemischt. das heißt, ich muss regelmäßig öl nachkippen. was meint ihr, trotzdem aller 15Mm ölwechsel oder ruhig verlängern? ist ein benziner aus dem hause lepo rello mit knapp 240Mm auf der uhr.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Toddybaer » Mi 15. Nov 2017, 22:36

Auf welchen Weg verlässt das Öl denn den Motor?
Durch die Brennräume? das ist nicht gut für den Kat.

Also ich würde bei eintsprechender Frischölzufuht das Wechselinterwall verlängern.
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Re: Motoröl-Wechsel - nötig oder Propaganda ?

Beitragvon Freak » Mi 15. Nov 2017, 22:45

ferdimh hat geschrieben:Dieses Phänomen tritt eigentlich auch nur ein, wenn man den Motor weit über sinnvolle Wechselintervalle hinaus mit... nunja... Teer betreibt und dann irgendein Superduperöl einfüllt

Wegen so was hab ich beim Zahnriemenwechsel auch gleich die Wellendichtungen machen lassen - wer weiss, was die alles schon gesehen haben.
Was bei mir tropft ist auch eher als "Gemisch" zu verstehen - Öl, Kraftstoff und Kühlflüssigkeit, es ist ein Wunder, dass noch keine Batteriesäure dazu gekommen ist. Natürlich keine Ahnung woher da alles kommt. Was aber kommt [Überleitungen kann ich] ist mal neues Getriebeöl.
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