Pufferelkos Inverter-Generator

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon IPv6 » Di 5. Dez 2017, 16:10

Ein Rechner an einem Generator war noch nie ein großes Problem.
Eine wirklich stabile Spannung gibt es nie, wobei da ein 50 kVA Diesel mit viel Schwungmasse schon sehr nahe rankommt. Aber den immer mitzunehmen ist schwierig.
Netzspannung darf um bis zu 10 % abweichen, in den Grenzen bleiben solche Generatoren auch bei starken Schwankungen. Wobei kein Generator 100 % Lastaufschaltung verträgt. Ob ich jetzt eine konventionellen Generator plötzlich mit 50 % der Nennlast beaufschlage oder einen Inverter macht keinen großen Unterschied, ich sehe den Inverter sogar im Vorteil. Erstes hat dieser Pufferelkos und zweitens bemerkt die digitale Regelung die sinkende Spannung sofort und reißt per Stellmotor das Gas auf. Im herkömmlichen Generator muss erstmal ein Fliehkraftregler die absinkende Drehzahl erkennen, das dürfte deutlich träger sein. Müsste ja ein einfacher P-Regler sein, der auch nichtmal unbedingt stationär genau regelt (zwar integriert gewissermaßen die Strecke weil über die Drosselklappe nicht die Drehzahl sondern die Beschleunigung geregelt wird aber bei viel Leistung stimmt das auch nicht mehr so wirklich).
Der Inverter kompensiert sogar Überspannung bei Lastabschaltung, wärend beim herkömmlichen Generator erstmal die Spannung nach oben schnellt bis der Motor abgetourt hat.

Eine Grundlast ist beim Inverter eben genau nicht nötig. Wobei die auch bei normalen Generatoren nicht unbedingt viel hilft.

Man darf hier einfach nicht einen großen Synchrongenerator mit dickem Motor und viel Schwungmasse mit einem kleinen Inverter vergleichen. Bleiben wir in der gleichen Leistungsklasse (~3kW) und vergleichbarer Preisklasse (<1000€) hat der Inverter meiner Meinung nach die Nase vorne. Der klassische Generator hat da noch viel mehr mit schwankenden Lasten zu kämpfen.

Der Inverter wurde auch nicht wegen dem besseren Strom angeschafft. Der Inhaber einer Generatorfirma hat mir mal gesagt, dass die einzig ihm bekannten Geräte, die bei etwas schwankender Frequenz und Spannung gleich mit Problemen reagieren, manche Melkmaschinen sind. Wieso auch immer.
Der Inverter ist im Vergleich einfach handlich, leichter und spart Sprit durch Drehzahlabsenkung bei wenig Last. Im Leerlauf bzw. mit geringer Last läuft er zudem wesentlich leiser (blubbert nur leise vor sich hin) - vor allem die Hondas sind da ein Traum.
Der riesen Nachteil ist natürlich die Leistungselektronik, die im Falle eines Defekts quasi wirktschaftlicher Totalschaden bedeutet.

Aber eigentlich sollte es hier gar nicht um Pro/Contra Inverter gehen.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon ferdimh » Di 5. Dez 2017, 16:25

Sorry, aber an diesem Text ist furchtbar viel reichlich falsch.
Ob ich jetzt eine konventionellen Generator plötzlich mit 50 % der Nennlast beaufschlage oder einen Inverter macht keinen großen Unterschied, ich sehe den Inverter sogar im Vorteil. Erstes hat dieser Pufferelkos und zweitens bemerkt die digitale Regelung die sinkende Spannung sofort und reißt per Stellmotor das Gas auf

Wodurch bei zu geringer Drehzahl die Ausgangsleistung UND die Leistung zum Beschleunigen der Welle geliefert werden muss. Wenn der Motor bei gegebener Drehzahl die Ausgangsleistung liefern könnte, müsste man ihn aber garnicht hochdrehen...
Im herkömmlichen Generator muss erstmal ein Fliehkraftregler die absinkende Drehzahl erkennen, das dürfte deutlich träger sein.

Der herkömmliche Generator hat aber viel mehr Energie in der Schwungmasse gespeichert als der "Inverter" in den paar Elkos. Der Fliehkraftregler muss außerdem die Drehzahl nicht anheben, sondern nur halten. Er muss also nicht durch einen Zustand durch, wo man den Generator aktiv entlasten muss, damit die geforderte höhere Drehzahl erreicht werden kann. Der Regler ist üblicherweise ein Proportionalregler und damit (theoretisch) gar nicht träge - bzw genau so träge, wie das Schwungrad (Primär der fette Stator) vorgibt.
wärend beim herkömmlichen Generator erstmal die Spannung nach oben schnellt bis der Motor abgetourt hat.

Beim Synchrongenerator bleibt die Solldrehzahl konstant. Bei Lastaufschaltung wie bei Abschaltung. Der Regler muss also nur den Drehzahlanstieg durch die fehlende Last abfangen. Fichtel&Sachs spezifiziert diesen Überschwinger auf 2%, manche Billigbüchsen sind etwas schlechter. Die Ausgangsspannung wird unabhängig davon entweder elektronisch geregelt oder über eine Hilfswicklung konstantgehalten (das ist keine Regelung, hier wird die Ausgangsspannung stromabhängig um ein paar % angehoben).
Man darf hier einfach nicht einen großen Synchrongenerator mit dickem Motor und viel Schwungmasse mit einem kleinen Inverter vergleichen.

Tue ich auch nicht. Es gibt auch kleine Synchrongeneratoren, auch wenn die aus Kostengründen selten gekauft werden.
Bleiben wir in der gleichen Leistungsklasse (~3kW) und vergleichbarer Preisklasse (<1000€) hat der Inverter meiner Meinung nach die Nase vorne. Der klassische Generator hat da noch viel mehr mit schwankenden Lasten zu kämpfen.

Die Preisklasse mag sein. Die Leistungsklasse ist da eher kein Thema, die Gewichtsklasse dafür ein sehr großes. Wenn man natürlich bis zur Kotzgrenze am Kupfer und Eisen spart, wird auch der Synchronmöller instabil.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Gary » Di 5. Dez 2017, 16:31

Der Honda Eu20 hat auch einen Schalter, da wird dann die Drehzahl angehoben.

Aber schon klar,

Der Inverter ist nicht laut genug, die Nachbarn sollen ja wissen wer sich über Stromausfall freut
Die Erde bebt nicht, man braucht ein extra Kontrollicht um zu wissen das der Inverter noch läuft
Wenn man nicht mit Zündfix startet und keinen Schweiß auf der Stirn hat - dann hat man sich den Strom nicht verdient.
Igor kauft nicht bei Honda...

Schon gut..
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon ferdimh » Di 5. Dez 2017, 16:56

Gary, muss das echt sein? Man kann sich auch mit einem Thema sinnvoll auseinandersetzen, statt Menschen generell soziale und sonstige Unfähigkeit zu unterstellen.

Es soll sowas wie "Einsatzkräfte" geben, die auf solche Geräte tatsächlich außerhalb von "Party aufm Acker" angewiesen sind. In dem Moment verschieben sich Prioritäten ganz gewaltig. Davon abgesehen sehe ich nicht, wie ein Motor auf 3000 U/min, der auf Generator + Umrichter arbeitet, prinzipbedingt leiser sein soll als einer, der die 3000 U/min ohne Umrichter macht.

Zu dem Schalter: den hat das mir bekannte Gerät (keine Farantie, dass es ein Eu20 ist, es ist von Honda und wurde vom Bund beschafft, kann sehr gut eine Spezialausführung sein) als (nicht verbaute) OPTION.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Roehricht » Di 5. Dez 2017, 16:58

Hallo,
wenn der Inverter Generator sowieso ein GS Zwischenkreis hat, dann könnte man auch ne Horde Akkus parallel schalten der dann ein auf Puffer macht.

wärend beim herkömmlichen Generator erstmal die Spannung nach oben schnellt bis der Motor abgetourt hat.


Die Drehzahl fällt nicht ab , da wird lediglich Gas weggenommen weil die Last wegfält. Die Drehzahl bleibt so einigermassen konstant. Der Eimer will ja die Frequenz halten.

ich sehe den einzigen Vorteil bei Inverter Generatoren das geringe Gewicht und das der Motor bei Leerlauf in der Drehzahl abregelt. Das Dumme ist wie schon gesagt das es fast nur unbrauchbaren Sondermüll gibt.
Ob die hochgepriesen Hondas so gut sind wie hier schon erwähnt weiss ich nicht. Ich will daran auch nicht so recht glauben wegen dem was ich mit dem 5,5kVA Honda Synchrongenerator bei meinem früheren Arbeitgeber erlebt habe. Sündhaft teueres Gerät, irgendwas war immer mit dem Teil. Einmal war die Nockenwelle hin, dann der Gasregler (Propangasbetrieb) . dannwar es der Spannungsregler. Und die hamburger Werksvertretung war nicht sehr kundenfreundlich. Als wir Ersatzteil bestellen wollten wurden die noch frech und haben behauptet wir können das sowieso nicht reparieren.
Schliessendlich hat mein Chef das Ding verschrottet und einen kleinen Dieseljockel (10kVA) von der Firma Elbe-Strom gekauft. Das war dann doppelt so teuer wie der Honda. Jedoch läuft das Teil seit 30 Jahren dort mit bis jetzt keinem Ausfall.

Mag sein das Honda was an der Qualität verbessert hat, ich jedenfalls mache ein Bogen um Honda. Und wie auch Ferdimh schon gesagt hat, kleine Jockel haben Probleme mit Lastwechsel und nichtlineare Lasten wie Schaltnetzteile usw., je kleiner desto schlimmer. Da ist ne ohmsche Grundlast unumgänglich (Kaffeemaschine :mrgreen: ) Der 3kVA Bosch Eisemann den ich besass kam noch recht gut mit Schaltnetzteilen und ähnlichen klar , eben falls mit wechselnder Last (Endstufen). Man musste den nur erst warmlaufen lassen bis er stabil lief. Das ist der Jockel den ESD-Kittel von mir bekommen hat.

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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon ferdimh » Di 5. Dez 2017, 17:07

wenn der Inverter Generator sowieso ein GS Zwischenkreis hat, dann könnte man auch ne Horde Akkus parallel schalten der dann ein auf Puffer macht.

Dann ist der Gewichtsvorteil aber final am Arsch.
Mag sein das Honda was an der Qualität verbessert hat, ich jedenfalls mache ein Bogen um Honda.

Ich weiß nicht wie sie früher war. Man kann an dem Honda kritisieren was man will (unter anderem seine mangelnde Nutzbarkeit) aber das Ding ist "drittbestes Pferd im Stall" (davor kommen noch zwei Kisten, bei denen "DEUTZ" auf den Ventildeckeln steht, die kann man aber eher nicht hochheben). Der funktioniert immer. Auch im Winter und nach nem halben Jahr Stillstand. Das ist leider nicht selbstverständlich.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Roehricht » Di 5. Dez 2017, 17:28

Hallo,

Davon abgesehen sehe ich nicht, wie ein Motor auf 3000 U/min, der auf Generator + Umrichter arbeitet, prinzipbedingt leiser sein soll als einer, der die 3000 U/min ohne Umrichter macht.


Ich glaube das ein Inverter mit 3000 U/min nicht auskommt. Die Geräte sind leicht und klein. Ich habe mmal eben im Netz gekuckt. Die Motoren der Inverter Jockel hatten zwischen 40cm³ und 125³ Hubraum. Um aus 125cm³ 2,4 kW Motorleistung rauszuholen müss der Möller wenigstens um und bei 4500 U/min machen. Als ne ganz schöne Heulboje.

Als vergleich: Ich hatte mal einen Benzin Jockel von der US Army. Der hatte 28V/ 100A abgegeben. Der Motor war ein B&S Sondermodell mit 50cm³ . Das Teil drehte ca 10.000U/min. Dafür konnte man den locker mit einer Hand wegtragen. Das war ein Startaggregat für LKW; Panzer etc.. Im Prinzip ist das Motorkonzept ja das Gleiche wie beim Inverter Jockel.

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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon ferdimh » Di 5. Dez 2017, 17:31

Als ne ganz schöne Heulboje.

Die aber im Gehäuse doch schön leise ist.
Der Vergleich Inverterjockel mit Gehäuse versus Synchronjockel im Rahmen hinkt aber an diversen Ecken...
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Roehricht » Di 5. Dez 2017, 17:32

Hallo,
Der funktioniert immer. Auch im Winter und nach nem halben Jahr Stillstand. Das ist leider nicht selbstverständlich.


Wohl wahr.. :) ..auch nach 13 Jahren Stillstand wie wir unlängst bewiesen haben. :mrgreen:


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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon IPv6 » Di 5. Dez 2017, 17:33

So viel falsch ist da gar nicht.

Wodurch bei zu geringer Drehzahl die Ausgangsleistung UND die Leistung zum Beschleunigen der Welle geliefert werden muss. Wenn der Motor bei gegebener Drehzahl die Ausgangsleistung liefern könnte, müsste man ihn aber garnicht hochdrehen...


Genau desshalb schaltet man das Agregat nur in den ECO Betrieb mit abgesenkter Drehzahl wenn man keine schwankenden Lasten hat bzw. mit kurz abfallender Spannung leben kann. Sonst läuft das Ding natürlich konstant mit einer höheren Drehzahl, um schneller (mindestens genauso schnell wie ein Synchrongenerator) auf Lastwechsel zu reagieren. Die Anhebung der Drehzahl entfällt beim Inverter außerhalb des ECO Betriebs auch.

Der herkömmliche Generator hat aber viel mehr Energie in der Schwungmasse gespeichert als der "Inverter" in den paar Elkos.


Auch das lässt sich pauschal nicht sagen. Vor allen Dingen das "viel mehr". Wieviel wiegt ein Rotor von einer kleinen Synchronmaschine? Und wieviel der von einem Inverter? Ich weiß es nicht, bezogen auf die gesamte Schwungmasse, wenn man ähnliche Antriebsmotoren voraussetzt, können sich die Massenträgheitsmomente nicht um Welten unterscheiden.

Der Fliehkraftregler muss außerdem die Drehzahl nicht anheben, sondern nur halten.


Edit: Völlig richtig, ja. Beim Inverter allerdings auch wenn die Absenkung ausgeschaltet ist.

Beim Synchrongenerator bleibt die Solldrehzahl konstant.


Edit: Auch das ist völlig richtig. Da habe ich Soll mit Ist verwechselt.

Wir haben hier doch ein allgemeines Grundproblem: Es muss genauso viel Leistung erzeugt werden wie abgenommen wird. Sprich bei Lastaufschaltung muss das mehr an Strom irgendwo her kommen. Und ein verbrennungsmotor ist nunmal träge und kann die Mehrleistung nicht innerhalb Sekundenbruchteilen bereitstellen. Lösungen das Problems wären mehr Motorleistung (teuer, groß und schwer), Energie Zwischenspeichern (Elko im Inverter, Schwungmasse generell) und schnelles Nachregeln (da hat im Direktvergleich der Inverter die Nase vorne, ist zumindest meine Erfahrung. Natürlich nicht, wenn er im Sparmodus bei niedriger Drehzahl läuft).

Die Drehzahl fällt nicht ab , da wird lediglich Gas weggenommen weil die Last wegfält. Die Drehzahl bleibt so einigermassen konstant. Der Eimer will ja die Frequenz halten.


Klar möchte er die Drehzahl konstant halten, dafür gibt es den Regler. Durch die Trägheit der ganzen Strecke geht die Drehzahl bei Lastabwurf dennoch kurz nach oben.

Das Dumme ist wie schon gesagt das es fast nur unbrauchbaren Sondermüll gibt.


Und das stimmt einfach nicht! Oder kennst du alle Geräte? Hattest sie schon alle in Benutzung? Wie kommst du zu so einem Urteil? Klar liest man über Probleme (wie immer), aber viele Geräte die einfach funktionieren bleiben wie immer im Dunklen.
Was heißt unbrauchbar? Wenn bisher alle Geräte ohne Probleme liefen (bei bestimmungsgemäßer Verwendung), ist es dann trotzdem unbrauchbar? Unbrauchbar heißt für mich, dass es nicht funktioniert wie vorgesehen. Natürlich kriegt man die kleinen Inverter in die Knie gezwungen, wenn man ständig Heizlüfter, die nahe an der Nennleistung liegen, ein- und ausschaltet. Aber mit bestimmungsgemäßen Gebrauch hat das nichts zu tun. Das macht auch ein Synchrongenerator nicht mit.


Vielleicht reden wir auch einfach von ganz anderen Anforderungen.
Nach welchen Kriterien kauft man einen Generator? Preis, Gewicht, Größe, Stabilität,...? Für welchen Einsatzzweck?
Und da bleibe ich dabei, für gelegentliche Nutzung auf dem Feld oder beim Camping bieten die Inverter einfach einen guten Kompromiss. Sparsam, klein, leicht. Vergleichbare konventionelle Generatoren in dem Preisbereich sind größer, schwerer, verbrauchen mehr Sprit und neigen viel mehr zu wackeligem Strom.
Wenn ich könnte würde ich auch immer einen großen Diesel aufstellen, den es nicht ansatzweise juckt wenn ein paar Heizlüfter anlaufen. Aber frag mal den Nachbarn beim Camping was er davon hält. Und wo soll ich das Ding lagern, wie transportieren?

Ich glaube das ein Inverter mit 3000 U/min nicht auskommt.

Kommt er.
Meine Eltern haben inzwischen einen neuen Inverter, mit Drehzahlanzeige. Der dreht bis maximal 3000. Der Motor hat 208 ccm bei einer Generatornennleistung von 2,8 kW.
Die Hondas haben etwas kleinere Motoren und drehen etwas höher. 4500 U/min bei einem Einzylinder Viertakter ist aber noch ganz schön weit weg von Heulboje, das ist noch ein recht angenehmes Motorengeräusch.

Edit:
Kleine Fehler, die ich durch zu schnelles lesen gemacht habe, behoben :)
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Gary » Mi 6. Dez 2017, 02:05

ferdimh hat geschrieben:Gary, muss das echt sein? Man kann sich auch mit einem Thema sinnvoll auseinandersetzen, statt Menschen generell soziale und sonstige Unfähigkeit zu unterstellen.

Es soll sowas wie "Einsatzkräfte" geben, die auf solche Geräte tatsächlich außerhalb von "Party aufm Acker" angewiesen sind. In dem Moment verschieben sich Prioritäten ganz gewaltig. Davon abgesehen sehe ich nicht, wie ein Motor auf 3000 U/min, der auf Generator + Umrichter arbeitet, prinzipbedingt leiser sein soll als einer, der die 3000 U/min ohne Umrichter macht.

Zu dem Schalter: den hat das mir bekannte Gerät (keine Farantie, dass es ein Eu20 ist, es ist von Honda und wurde vom Bund beschafft, kann sehr gut eine Spezialausführung sein) als (nicht verbaute) OPTION.



Habe ich den so Unrecht ?

Da wird der Inverter schlecht geredet und dann schaukelt man sich zum dicken Diesel Aggi hoch. Ist das sinnvoll ?
Soll ich (bzw IPv6) jetzt was kaufen das meine/seine Anforderungen erfüllt oder deine oder gar Wolfgangs Anforderungen ?

Ich bin im Außendienst, da habe ich schon öfter Hähnchenbrater gesehen die ihre Wagen ausschließlich mittels eines Honda Eu20 mit Strom versorgen. Bekommt man fast nicht mit weil das Umgebungsgeräusch Strasse/Parkplatz auch recht hoch ist.
Haltet mal die Augen auf, wenn ihr einen seht könnt ihr ihm ja sagen was er falsch macht. Verkauft ihm einen kleinen Diesel der immer anspringt, mit Synchrongenerator und 1500 U/min für die Lebensdauer. Bitte berichtet..

Es ist eine Eigenart des Forums das man sich vom Taschenradio zum eigenen Sender hoch schaukelt. Ist auch klar, ohne eigenem Sender kommt ja keine gute Mukke die es zu empfangen lohnt. Natürlich dürfen Röhren nicht fehlen, soll ja nach einem Atomschlag noch tun. Am besten klaut man eine Funke von den Rußen mit Bakelit dran und kyrillischer Schrift.

Ach ja, ab wann ging es um Einsatzkräfte ?
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon IPv6 » Mi 6. Dez 2017, 10:36

Sehe ich im Grunde genauso.

Wobei ich durchaus auch den Punkt mit der Zuverlässigkeit verstehe. Ein Notstromaggregat hat man unter Umständen, um im Notfall Strom zu haben. Da ist Unzuverlässigkeit nicht akzeptabel. Und unsere Kiste ist ja auch einfach so ohne erkennbare Grund ausgefallen (Elko geplatzt). Wobei das auch ein Chinagenerator ist und Markengeräte sicher nicht zu vergleichen sind. Am konventionellen Generator sind einfach weniger Teile, die im Zweifelsfall kaputt gehen können, das stimmt schon.
Da wir den Generator aber für nicht-Notfälle einsetzen ist das Risiko überschaubar. Im Falle eines Stromausfalls würde der Inverter das Haus versorgen, sollte er kaputt gehen kommt der große konventionelle Generator ans Netz. Sollte der auch den Geist aufgeben weiß ich auch nicht mehr weiter.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mi 6. Dez 2017, 10:48

Ich habe schon bei Strassenmusikanten den noch kleineren 10i in Gebrauch gesehen. Das Ding ist leichter als irgendwelche Akkus, mit denen sie ihre Verstärker und Instrumente versorgen müssten. Bei sehr kleinen Leistungen hört man den Motor selbst in der Nähe fast nicht, obwohl er luftgekühlt ist. Da liegen Welten dazwischen, wenn ich mein DDR-Aggregat mit 650 W aus 65 cm (EL65-Motor), was über 30 kg wiegt, im Vergleich dazu sehe.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Julez » Mi 6. Dez 2017, 12:13

Ich denke, man sollte klar zwischen "Stromerzeuger" und "Notstromerzeuger" unterscheiden.
Stromerzeuger dienen dazu, das normale Leben an sich komfortabler (Kein Bandscheibenvorfall oder Lungenkrebs nach Benutzung) zu machen, und wenn sie mal nicht funktionieren, ist das kein gravierendes Problem.
Notstromerzeuger dienen dazu, eine Notlage zu mildern, und da sind Sachen wie Gewicht, Stink, Lärm und WAF egal, und es wird auch keine Playsi mit Flachglotze drangehängt.
In sofern also erachte ich es für möglich, das verschiedentlich aneinander vorbeigeredet wird.
Nix für ungut.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon ferdimh » Mi 6. Dez 2017, 12:50

Ich habe mir erlaubt, der pauschalisiernden Aussage "Inverteraggregate sind generell und immer geil" gegenüberzustellen, dass das eben nicht der Fall ist.
Ich habe nicht behauptet, dass das Ding für keinen Anwendungsfall taugt.
Im Übrigen hatte ich den dicken Diesel bewusst ausgeklammert.
Ich denke, die Message ist bei jedem, der sie lesen wollte angekommen; Missstände in mindestens einer Rettungsorganisation gehören eigentlich auch nicht hier her.

Es ist eine Eigenart des Forums das man sich vom Taschenradio zum eigenen Sender hoch schaukelt. Ist auch klar, ohne eigenem Sender kommt ja keine gute Mukke die es zu Empfangen lohnt. Natürlich dürfen Röhren nicht fehlen, soll ja nach einem Atomschlag noch tun. Am besten klaut man eine Funke von den Rußen mit Bakelit dran und kyrillischer Schrift.

Wenn dir diese Art nicht passt, warum bist du dann hier? Als nächste kommt noch jemand und sagt, dass das subversive Abfackeln von Kram sinnlos wäre?
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Sir_Death » Mi 6. Dez 2017, 13:48

ferdimh hat geschrieben:...
Wenn dir diese Art nicht passt, warum bist du dann hier? Als nächste kommt noch jemand und sagt, dass das subversive Abfackeln von Kram sinnlos wäre?


Ist es ja auch...


Macht aber trotzdem Spaß! :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon ESDKittel » Mi 6. Dez 2017, 16:03

Leute, es ist nach einer Reparaturhilfe für ein defektes Gerät gefragt.

Die restliche Diskussion ist hier so überflüssig wie Apfel<->Robotter oder Gates<->Pinguin.
Es gibt für (fast) alles eine (sinnvolle) Anwendung auch wenn man sie sich selbst nicht vorstellen kann oder noch nicht gefunden hat.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mi 6. Dez 2017, 19:45

Es liegt daran, dass jeder was zum Thema beizutragen hat oder seine Erfahrungen und Kenntnisse vermitteln möchte. In Foren mit viel Aktivität ist das halt immer ein gewisses Risiko. Keiner meinst es böse, aber den Punkt zu finden, wo es zu weit abschweift, ist immer Ansichtssache. Das Gegenteil sind tote (inaktive) Foren, wo keiner mehr was schreibt. Fragen werden zwar gelesen, aber keiner möchte was schreiben, oder es wird nur auf die Suchfunktion verwiesen. Dann lieber mal was überlesen und ignorieren…
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon IPv6 » Fr 8. Dez 2017, 00:27

Und weiter im Thema.
Die Elkos von Farnell sind da!
Mein Vater hat mir folgendes Bild zukommen lassen, das ich euch nicht vorenthalten möchte:

Bild

Viel größter dürften sie wohl nicht sein, brauchen fast das ganze Batteriefach. Da hatte ich das Batteriefach wohl größer in Erinnerung, als es tatsächlich ist.
Auf dem Inverterblock kann man noch einen der alten Elkos sehen, der ist ungefähr so lang wie der neue breit ist.

Am Wochenende wird das Zeug verkabelt, wenn es keine Gegenstimmen gibt würde ich 2,5mm² nehmen, Ringkabelschuhe draufcrimpen und mit passenden Schrauben mit Zahnscheibe zwischen Ringkabelschuh und Kondensator festschrauben.

In die Rückwand vom Batteriefach kommen dann ein paar Löcher, um die Elkos mit Kabelbindern zu befestigen.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Julez » Fr 8. Dez 2017, 11:56

Gegenstimme einzig gegen die Zahnscheibe. Als Schraubensicherung wirken Zahnscheiben, Federscheiben, Tellerscheiben etc. alle kontraproduktiv, weshalb entsprechende Normen ersatzlos gestrichen wurden. Und Kontaktverbesserung sollte hier nicht nötig sein, allenfalls dort haben Zahnscheiben auf lackierten Flächen ihre Berechtigung, aber auch nur wenn es um das Niveau von Fahrradbeleuchtungen geht.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon IPv6 » Fr 8. Dez 2017, 12:20

Ich dachte nur an Kontaktverbesserung, für Erdungsverbindungen an Schrauben werden doch auch Zahnscheiben verwendet?

Also lieber die Kontakte etwas fürs gute Gewissen blankschleifen? Einfach so zusammenschrauben wird wohl auch funktionieren...
Als Schraubensicherung würde ich einen kleinen Tropfen Loctite aufs Gewinde geben, immerhin vibriert der Generator schon merklich, nicht, dass sich da mit der Zeit was löst.
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Bastelbruder » Sa 9. Dez 2017, 01:44

In die Elkos die passende M5-Schraube maximal möglicher Länge (nackte Schraube ohne Werkzeug probieren). Dazu den Kabelschuh, dann eine Unterlegscheibe und eine Tellerfeder (Belleville-/Schnorrscheibe). Die Schraube anziehen bis die Feder gerade merklich flachgedrückt ist und gut. Nicht mit Gewalt, kein Loctite.
Wenn es irgendwelche Vibrationen schaffen sollten, diese Schrauben zu lösen, dann ist der Elko innerlich längst zerrüttet.

Zahnscheiben sind tatsächlich zur Durchdringung irgendwelcher Veredelungsschichten geeignet, sie zerbrechen allerdings schnell, wenn sie zu stark festgezogen werden.

Und im Fall Maschinenbau ist es tatsächlich so, daß Zahn-, Fächerscheiben und Sprengringe nicht zur Sicherung gegen Vibrationen taugen. Dabei gehts aber um Schrauben, die Maschinenteile festhalten und die sich durch ihre Elastizität in Zugrichtung zeitweise lösen und dabei rausdrehen können. Das hat aber rein garnix mit Elko-Anschlüssen zu tun. Allein die Tellerfeder nach Belleville hat sich bei diversen Extremanwendungen super geschlagen, am Gokart haben sich so gesicherte Schrauben und Muttern in keinem Fall gelöst. Es soll allerdings Leute geben (da krieg ich Tinnitus an den Augen) die solche Federn falschrum montieren...
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Robby_DG0ROB » Sa 9. Dez 2017, 16:34

Was spricht gegen Loctite oder Drahtsicherung?
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Bastelbruder » Sa 9. Dez 2017, 17:43

Robby_DG0ROB hat geschrieben:Was spricht gegen Loctite oder Drahtsicherung?

Diese Sicherungen erschweren oder verhindern ein "Losdrehen" wenn die Verbindung bereits lose ist. Oder wenn ständige Bewegung (auch thermisch) der Fügeteile einkalkuliert wird. Im elektrischen Fall sind diese Störfaktoren eher unzulässig, deshalb meine Bevorzugung der nahezu unzerstörbaren Belleville-Tellerfeder. Die sichert den notwendigen Kontaktdruck in einem weiten Toleranzbereich ohne daß jemals übermäßiger Druck ausgeübt werden müßte der bei Aluminium und Kupfer teilweise zum Fließen des Materials ausreicht.
Die Stahlfeder hat bloß einen kleinen Fehler: in diesem Fall (hier wollte ich eigentlich die glühende Schraube auf der Stromschiene einfügen aber sie hat sich versteckt) wird auch sie weich, da könnte Berylliumbronze vielleicht noch was retten... :?
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Re: Pufferelkos Inverter-Generator

Beitragvon Julez » Sa 9. Dez 2017, 17:54

Die einzige unterlegscheibenförmige Schraubensicherung, welcher ich vertrauen würde, ist die Nord-Lock-Scheibe.

https://www.youtube.com/watch?v=IKwWu2w1gGk#t=0m38s

Diese habe ich bei meinem Technikerprojekt in einer Firma, die Vibrationssiebmaschinen herstellt, kennengelernt. Ist schon krass: Man zieht die Schraube handfest an, und wenn man versucht, sie loszudrehen, wird sie noch fester, so als ob man festdrehen würde.
Federscheiben nehme ich nur noch bei diesen FETs mit Kühlfahne und Kunstoffisolator, und recht leicht angezogenen Schrauben. So wird ein gleichmäßiger Anpressdruck an den Kühlkörper sichergestellt, auch wenn die Kunstoffisolatorscheibe etwas fließen sollte.

Wenn es aber um Sicherung bei Vibrationen geht, gehört da nix federndes hin. Wenn die Schraube nämlich einmal so lose ist, dass die Federwirkung zum Tragen kommen könnte, ist der Anpressdruck bereits so gering, dass in aller Regel der berechnete Reibschluss nicht mehr erreicht wird. Wenn eine Schraube mit Federscheibe hält, hätte sie es ohne auch getan.
Daher kommt bei mir nur noch Loctite zum Einsatz. Drahtsicherung ist auch gut, nur etwas schwierig zu verwirklichen bei Schraubanschlüssen unter elektrischer Spannung.
Schleif die Oberfläche blank, dreh lange Schrauben mit Loctite nicht zu fest rein, und alles ist gut.
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