Hydraulik Wagenheber Wartung

Der chaotische Hauptfaden

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Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon ando » Fr 22. Dez 2017, 21:34

Moin,

ich hab vom Schrott nen Rangierwagenheber gerettet.

Neue Rollen hinten sind schon dran.

Aber, es fehlt Öl. Is nen Aufkleber drauf: Öl nachfüllen, udn gemäß Anleitung entlüften.

Öl is nun reichlcih drin, vllt auch zuviel. Aber wie geht man denn vor?

Es gibt 3 Elemente:

Pumphebel

Ablassschraube

Ölschraube am Zylinder

Wer hats schomma gemacht, udn weiß mehr?

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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon topmech » Fr 22. Dez 2017, 21:57

Glaub da muss ich mich mal einklinken, hab von Jan / xlr8... (ich kann mir den Nickname wohl nie merken) einen Stempel-Wagenheber, den er mal vorm Sperrmüll gerettet hat. Funktioniert soweit, aber ich glaube ich sollte da mal n Ölwechsel machen, bevor der als Antrieb für eine Hydraulikpresse verwurstet wird. Ich vermute einfach mal, dass normales Hydrauliköl ausreicht?
Leider ist das Teil so verrostet, dass man die max. Last nicht mehr lesen kann. Der größe nach könnts n 5- oder 10-Tonner sein.
Bin mal auf unser Expertengremium gespannt.
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Gobi » Sa 23. Dez 2017, 14:18

so weit ich weiß pumpst du den einfach hoch und am besten mit etwas Druck wieder in seine Ablassstellung, evtl. noch mal, dann sollte eigentlich die Luft raus sein, wenn überhaupt welche drin war...
Ich würe aber ma testen, ob er danach wirklich gleichmäßig ablässt, wenn das sprunghaft passiert ist entweder immer noch Luft drin oder er ist kaputt und ich würde mal sagen auch nicht reparabel.

Das Netz empfielt Hydrauliköl mit der Bezeichnung HLP 46

Ich hab neulich einen 10 Tonnen Wagenheber vom Sperrmüll mitgenommen, der nicht mehr so recht runter wollte, da half es eingermaßen den Zylinder etwas nachzupolieren, was mich sehr gewundert hat. (er hatte ganz kleine vertikale Kratzer, die ich mit feinem Schleifpaier entfert habe, seit dem geht er.
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Till » So 24. Dez 2017, 11:15

Also bis ein Ölwechsel bei einem Wagenheber nötig ist kannst du aber viel pumpen.

Bei normalen stationären Maschinen ist das Öl, meist hlp46 mit ca. 2000 Stunden angegeben.
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Treckergott » So 24. Dez 2017, 11:36

Till hat geschrieben:Also bis ein Ölwechsel bei einem Wagenheber nötig ist kannst du aber viel pumpen.

Bei normalen stationären Maschinen ist das Öl, meist hlp46 mit ca. 2000 Stunden angegeben.


Öl altert aber auch mit dem Alter; da kann nach >30 Jahren eventuell mal ein Wechsel fällig sein
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon duese » Di 26. Dez 2017, 11:38

Vielleicht findet man für den Büffelheber ja Unterlagen? Das ist im Prinzip ja nix anderes und bei vielen Feuerwehren vorhanden...
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Finger » Di 26. Dez 2017, 13:00

IcH hAb einen, der läuft seit 10 Jahren mit Bremsflüssigkeit :mrgreen:
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Julez » Di 26. Dez 2017, 13:26

Hm, ob das so optimal ist? Bremsflüssigkeit ist ja aus Sicherheitsgründen hygroskopisch, und diese Art Sicherheit wird ja bei einem immer kalten Wagenheber nicht gebraucht. Da würde ich mir eher Gedanken machen, ob Bremsflüssigkeit nicht die Korrosion durch Wassereintrag begünstigt...
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Gobi » Di 26. Dez 2017, 14:11

die Wahrscheinlichkeit wäre eher groß gewesen, das Bremsflüssigkeit die Dichtugen aufquellen lässt. Scheint ja nicht der Fall zu sein
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Finger » Di 26. Dez 2017, 21:06

Also der verreckt irgendwann, das ist klar. Und das man die Last abstützt auch. Also was solls? Das ist billiger Schund gewesen Und der hatte schon eine Lebensdauer, die der Hersteller nie für möglich gehalten hätte....
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon ando » Di 26. Dez 2017, 22:25

Moin,

also nomma zur Erklärung, da ich ja noch nich dazu kam, das Foto hochzuladen:

Der is vom Schrott. Is aber älter, und billiges Modell, also noch aktzeptable Qualität. Und siffen tut der. Also is über die Zeit, wo der rumlag, Öl rausgelaufen.

Ich hab da jez irgendnen Motoröl reingegloddert, was hier rumstand. Altöl selbstverständlich!

Aber wie gesagt, es hapert an der entlüftung.

Und das Gesicht voller Öl hatte ich auch shcon, als ich eine Schraube aufdrehte und es "sprotz" machte!

Ich hab auch noch andere Heber, aber wie es so ist, braucht man manchmal einen der groß und kräftig is.

Schöne Weihnachten!


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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon xanakind » Di 26. Dez 2017, 22:29

Bei meinem Grossen Heber von Westfalia ist es so, dass man ihn zum entlüften ein paar mal ganz hoch pumpen (bis zum Anschlag) und wieder ablassen soll.
Und genau so hatte ich das mal bei einem baugleichen, aber kleineren mal gemacht.
Viel Entlüften kann man da nicht.
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Frickelfreddy » Mi 27. Dez 2017, 11:20

Ich hab die Feststellung gemacht, daß viele dieser preisgünstigen Modelle billige Pumpen besitzen, die schlecht vertragen, wenn man hektisch pumpt.
Da wird dann im Saughub Luft eingesogen, die dann anschließend im System ist.
Pumpen im Zeitlupentempo verringert den Effekt.
Dickes (Alt-) Öl verstärkt ihn, weil das Öl durch die höhere Viskosität nicht schnell genug zum Pumpenzylinder nachfließt.
Da wird dann stattdessen Luft angesaugt.
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Re: Hydraulik Wagenheber Wartung

Beitragvon Hausmeister » Mi 27. Dez 2017, 17:09

Die Luft "löst" sich unter Druck im Hydrauliköl und entweicht dann im Hydrauliktank. Schäumt aus. Das ist bei Motoröl nicht so. Also mehrfach an Anschlag fahren und dann wieder ablassen.
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