Schwere Last

Der chaotische Hauptfaden

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Schwere Last

Beitragvon Pi² » Do 28. Dez 2017, 22:14

Moin !

Ich bräuchte mal ein paar Ideen...

Folgendes Problem: ich muß eine schwere Konstruktion (etwa 220 Kilo) an einer Wand aufhängen. Die Frage der Aufhängung ist bereits gelöst (M16 Gewindestange mit Flüssigdübel in Beton).

Mein Problem ist nun: wie kann ich das Monster am besten (und v.a. sicher) anheben ?
Der Anhebeweg beträgt etwa 70 Zentimeter vom Boden.

Vier Mann - vier Ecken wäre zwar machbar, aber organisatorisch aufwendig (es sei denn, ich kann mir 4 Kerle von einer Möbelspedition leihen).
Hebekissen sind zu teuer und auch der Hebeweg paßt nicht.

Gibt es noch andere Möglichkeiten ? Grubenstempel ???


LG
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Re: Schwere Last

Beitragvon MichelH » Do 28. Dez 2017, 22:20

Mit ein bischen massiveren Hölzern einen Galgen da drüber bauen und mit nem Seilzug hochheben?
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Re: Schwere Last

Beitragvon Chemnitzsurfer » Do 28. Dez 2017, 22:24

Hast du schwere Holzbolen (deutsche Eiche) und einen vertrauenerweckenden Hydraulikwagenheber?
Die Kunst besteht nur den Wagenheber heile unter die 200KG zu bekommen.
Dann wird er soweit hochgekurbelt wie möglich, dann solange Eichenbohlen drunter bis das Gewicht auf denen ruht.
Dann den Wagenheber ablassen und unter den Wagenheber einen Bohle legen. Dann wieder hochkurbeln usw.

Statt den Wagenheber geht auch ein langer Heble, ein Hubwagen etc.
Ist der Platz ebenerdig /leicht von außen ereichbar?
Dann würde ich mir für den Tag ne Ameise mieten.
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Re: Schwere Last

Beitragvon Desinfector » Do 28. Dez 2017, 22:25

das hängt auch von den Abmessungen des Konstruktes ab.

mit Wagenheber(n) anheben und immer wieder was unterfüttern.
damit kriegt man Teile auch nach und nach hoch.
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Re: Schwere Last

Beitragvon ESDKittel » Do 28. Dez 2017, 22:31

Es gibt auch Palettenwagen mit Hubmechanik. Kann man sich vielleicht bei einem befreundeten Betrieb ausleihen.
Oder spendier noch einen weiteren Schwerlastanker in der Decke und nutzte einen Kettenzug.
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Re: Schwere Last

Beitragvon unlock » Do 28. Dez 2017, 23:10

Pi² hat geschrieben:Moin !



Mein Problem ist nun: wie kann ich das Monster am besten (und v.a. sicher) anheben ?
Der Anhebeweg beträgt etwa 70 Zentimeter vom Boden.



LG

Kettenzug gibt es schon günstig,250kg,und dann einfach eine Traverse mit Stahlstützen bauen oder Dübel für Montage in die Wand,dadraufn anhängen.
Stapler oder Bagger evtl. gegen Naturalien leihen.
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Re: Schwere Last

Beitragvon Pi² » Do 28. Dez 2017, 23:25

Die Variante mit dem Wagenheber klingt für mich am besten durchführbar, allein der Aufwand mit den Holzklötzen zum Aufbocken muß ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Im Keller liegt m.W. noch ein hydraulischer Wagenheber mit 6 t Hebekraft. Mal morgen checken...
Ansonsten wäre ein "Wagenheber" mit mindestens 70 cm Hub ideal.

das hängt auch von den Abmessungen des Konstruktes ab.


Quadrat mit 180 cm Kantenlänge und 35 cm Dicke, wird auf der Spitze stehend an die Wand gehängt. Aufhängepunkt in 3.30m Höhe.

Es gibt auch Palettenwagen mit Hubmechanik. Kann man sich vielleicht bei einem befreundeten Betrieb ausleihen.
Oder spendier noch einen weiteren Schwerlastanker in der Decke und nutzte einen Kettenzug.


Kettenzug gibt es schon günstig,250kg,und dann einfach eine Traverse mit Stahlstützen bauen oder Dübel für Montage in die Wand,dadraufn anhängen.
Stapler oder Bagger evtl. gegen Naturalien leihen.


Die dürften in einem 30 m²-Wohnzimmer etwas destruktiv arbeiten...

LG
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Re: Schwere Last

Beitragvon duese » Fr 29. Dez 2017, 00:20

Wie kriegst Du das Quadrat denn ins Wohnzimmer und auf die Spitze gestellt?

Ich glaube nicht, dass Du das mit einem Wagenheber auf einmal anheben willst. Das wird wahnsinnig kippelig.

Wenn der Bolzen vorher an der Wand ist und das Ding eingehängt wird, scheint mit die Variante mit sechs oder acht Mann anheben, der siebte/neunte dirigiert und schraubt fest, die einfachste und schnellste Methode. Evtl für die äußeren einen Unterbau aus Bierkisten oder Paletten damit die hoch genug heben können.

Wenn so viele Leute nicht aufzutreiben sind, müsste das Ding erstmal sicher alleine auf seiner Spitze stehen können. Balken mit einem stabilen Holz"trichter"?
Dann kann man an heben denken. Meiner Meinung nach muss das Ding zu jedem Zeitpunkt auf mindestens drei Punkten stehen. Das heißt für den Wagenheber auf einer Seite anheben während die andere Seite stabil steht. Da dabei das Ganze schräg wird, nur jeweils eine kleine Stecke anheben, dann unterbauen und dann die andere Seite. Immer abwechselnd kleine Schritte. Je breiter die Basis dabei, um so besser, da es oben dann weniger kippt.

Oder an mehreren Punkten stabil gleichzeitig anheben. Die einzige einigermaßen leicht beschaffbare Option die mir dazu einfällt ist der schon vorgeschlagene Hubwagen. Auch da dann unterbauen um nachfassen zu können.

Unterbauen mit Kanthölzern im Kreuzverbau.
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Re: Schwere Last

Beitragvon Bastelbruder » Fr 29. Dez 2017, 00:41

Ich würde mir estmal Gedanken machen wie das Teil in die gute Stube kommt und in seine Lage gebracht wird. Und was dafür gebraucht wird damit der Boden nachher noch zur Stube paßt. Wenn das Kunstwerk (Mahnmal?) schon in der richtigen Lage angeliefert wird, dann sind ein paar Paletten, ein Sack voller Kanthölzer, ein paar keilförmige Klötzchen und ein Hebeisen das Werkzeug der Wahl um das Teil samt seiner Transportvorrichtung auf die gewünschte Höhe zu hieven. Bierkisten sind ungeeignet weil labil und zu hoch. Es ist möglich, durch eine einzige Person eine Europalette mit 500 kg Gewicht in einer Stunde um einen Meter anzuheben, ohne Ameise. Voraussetzung ist allerdings je ein guter Meter Freiraum an drei Seiten.
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Re: Schwere Last

Beitragvon ando » Fr 29. Dez 2017, 00:49

>Komm,

jetzt erzähl mal, was du da an die Wand hängen willst......
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Re: Schwere Last

Beitragvon Pi² » Fr 29. Dez 2017, 01:15

Moin !

Wie kriegst Du das Quadrat denn ins Wohnzimmer und auf die Spitze gestellt?

Ich glaube nicht, dass Du das mit einem Wagenheber auf einmal anheben willst. Das wird wahnsinnig kippelig.


1. Bei einer Deckenhöhe von 3.60 kann man es problemlos (...) auf die Spitze stellen.
2. Ja, das mit dem Kippen wäre ein Argument, aber auch das läßt sich lösen.

Wenn der Bolzen vorher an der Wand ist und das Ding eingehängt wird, scheint mit die Variante mit sechs oder acht Mann anheben, der siebte/neunte dirigiert und schraubt fest, die einfachste und schnellste Methode.


So hatte ich mir das in etwa vorgestellt, nur mit weniger "Manpower" (wir sind nur zu dritt plus einer zierlichen Frau) - deswegen gefällt mir die Hydraulikgeschichte. nur wäre mir lieber, das Ganze kippgesichert in einem Rutsch hochzuhieven, auf die Gewindestange zu schieben und gegen herunterrutschen zu sichern.

Ich würde mir estmal Gedanken machen wie das Teil in die gute Stube kommt und in seine Lage gebracht wird.


Es steht bereits im ehemaligen Kinderzimmer nebenan, ist aber noch nicht ganz fertig zusammengebaut. Transportiert wird es dann fertig (ohne Innereien) mit einem Rollbrett an seinen Bestimmungsort.

Komm,

jetzt erzähl mal, was du da an die Wand hängen willst......


Auf die Gefahr hin, für bescheuert erklärt zu werden: ein kleines Baßhorn.


LG
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Re: Schwere Last

Beitragvon duese » Fr 29. Dez 2017, 01:22

Pi² hat geschrieben:Moin !

Wie kriegst Du das Quadrat denn ins Wohnzimmer und auf die Spitze gestellt?

Ich glaube nicht, dass Du das mit einem Wagenheber auf einmal anheben willst. Das wird wahnsinnig kippelig.


1. Bei einer Deckenhöhe von 3.60 kann man es problemlos (...) auf die Spitze stellen.


Das der Raum hoch genug ist, glaube ich. Ich meinte, (wie auch Bastelbruder), wie kriegst Du das aus der Zusammenbaulage auf die Spitze aufgestellt (hochgewuchtet)?
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Re: Schwere Last

Beitragvon duese » Fr 29. Dez 2017, 01:27

Mit 220 kg zu viert, wäre mir insbesondere bei den unhandlichen Abmessungen viel zu gefährlich. Eine TS bei der Feuerwehr wiegt etwa so viel. Die kann mit vier Mann ganz gut getragen werden, aber an guten Griffen und auf einer Höhe, bei der die Arme gestreckt nach unten sind und nicht mit dem Schwerpunkt über Kopf.
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Re: Schwere Last

Beitragvon ^^artin » Fr 29. Dez 2017, 01:35

Also sowas hier in klein ? :)
http://1.bp.blogspot.com/-VDcSB5qYTxg/U ... horn11.jpg

Hast du, vom Dübel bis zur Decke, genug Platz für einen Flaschenzug ?
Zuletzt geändert von ^^artin am Fr 29. Dez 2017, 01:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schwere Last

Beitragvon radixdelta » Fr 29. Dez 2017, 01:37

Fester Punkt oberhalb der Aufhängung ist das vernünftigste. 30cm zur Decke sind da aber auch nicht gerade viel Platz, da braucht es dann eine Rolle weil der Ketten- bzw. Seilzug zu lang ist. Wenn die Decke tragfähig ist dübel da einen Lasthaken rein der der Last gewachsen ist. Wenn Dübeln zu Unsicher erscheint: durchbohren und oben großflächig unterlegen.

Ein so schweres auf der Spitze stehendes Quadrat hydraulisch anzuheben ist mit normalen Mitteln nicht drin, das kippelt und wird darum eine Rüstholz-Schlacht.

Eine 190kg-TS wuppen wir auch schonmal zu zweit, aber der Schwerpunkt ist trotzdem das entscheidene. Wenn man einen Unterbau anschraubt der das Gewicht trägt könnte man es an die Wand schieben und wie eine Leiter aufstellen. Das könnte zu viert hinhauen.
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Re: Schwere Last

Beitragvon jodurino » Fr 29. Dez 2017, 09:42

Hallo
eins meiner Lieblingsthemen => Lasten mit Pfiffigkeit zu bewegen

Rollbretter sollten welche mit Schchtholzboden sein, sonst reicht ein Krümel und die Räder sind daneben.

An Kanthölzer reicht auch Kiefer/Fichte/Tanne musst halt gucken das wenig Astlöcher dabei sind und sie mind. 70mm Stärke haben.

Den Boden großzügig mit OSB auslegen selbst wenn es Fliesen sind.

Maße und Gewicht klingen nach einem Konstrukt aus MDF Platten?
Fotos oder Skizzen von der Situation wären hilfreich.

cu
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Re: Schwere Last

Beitragvon Lukas_P » Fr 29. Dez 2017, 10:26

also ich würde das so lösen (natürlich habich keine Ahnung wie das mit den Positionen der Befesigungsbolzen ausschaut): beim obersten Punkt eine art "Galgen" bauen, also ein L förmiges Teil aus Profil (U oder Qudadrahtrohr) was mit einem Bolzen an der wand besfestigt wird(während des anhebens) dann kommt an diesen Galgen ein seilzug (die gibts mit 300kg in sehr klein... da sollten 30cm abstand von teil zu Galgen reichen) dann einfach die anderen Befestigungspunkte mit Gewindestangen füllen die Ausreichend lang sind. anschließend das teil mit dem Seilzug anheben, am besten mit einer Winde drunter, die kosten nicht die welt und sind immermal praktiech.. nachdem das horn i der richtigen höhe ist auf die gewinde fädeln und muttern anbeissen, das verhindert das das teil kippt, die winde bleibt zum stützen drunter. anschließend wird der galgen entfernt und noch eine gewindestange eingeschraubt, das teil ganz an die wand geschoben und die muttern angezogen
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Re: Schwere Last

Beitragvon Lukas_P » Fr 29. Dez 2017, 10:28

edit : die Konstruktion oben eventuell besser auch mit gewindestange und mutter befestigen. das vereinfacht die demontage, die gewindestange muss allerdings kürzer sein als die anderen
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Re: Schwere Last

Beitragvon Mechanix » Fr 29. Dez 2017, 10:33

Wir sind grade dabei einen Wäscheständer für unsere Löschdecken unter die Decke zu bekommen. Wir planen derzeit mit 150Kilo (sicher etwas großzügig, aber Nasser Molton ist schwer, und mehre dutzend quadratmeter sauschwer...

Geplant, bzw schon gebort sind M8 Messingspreitzdübel mit Kranösen drann. Jetzt warten wir noch auf das Seil und die Bockseilrolle. Bisher gehts auf ne Rolle, die an der Wand befestigt ist. Daran ne dicke Achse. Für uns Kerle wirds wohl reichen, wenns nicht klappt, kommt noch nen Seilzug zwischen, damit auch die Damen der Schöpfung das unter die Decke bekommen.
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Re: Schwere Last

Beitragvon Hansele » Fr 29. Dez 2017, 10:36

Hallo,

willst du das Ding nur mit einem Anker befestigen?

Rein vom Gefühl gehört, dass doch an 2 Punkten an der Wand fixiert,
ob es dann immer noch M16 sein muss, kann man dann gut in Frage stellen.

Grüßle
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Re: Schwere Last

Beitragvon Toddybaer » Fr 29. Dez 2017, 10:48

https://www.ebay.de/itm/Offroad-Wagenhe ... SwTVtZaKtl

oder Stockwinden. wären noch schöner

Damit das Teil hochdrücken. 2 Stück links und rechts

Aufpassen das das Ding nicht von der Wand abklappt
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Re: Schwere Last

Beitragvon Till » Fr 29. Dez 2017, 12:02

Wie sieht es mit einem klassischen Motorheber aus?

Die gibt es günstig in der Bucht und fast jeder Schrauber hat so ein Teil rum stehen.
Habe mir jetzt auch Mal so ein Teil gegönnt, wurde auch schon modifiziert um ihn auf der Ackerschiene zu befestigen.
Habe damit zuletzt eine brikettpresse zusammen gebaut, da sind auch einige wirklich schwere teile dabei gewesen.
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Re: Schwere Last

Beitragvon ferdimh » Fr 29. Dez 2017, 12:34

Von oben heben: der genannte Motorheber oder eine ernsthafte Stehleiter mit Flaschen- oder sonstigem Zug.
von unten: Hilfskonstruktion bauen, in der das Teil liegt. am Besten in der Konstruktion vor Ort zusammenbauen, so dass sich die Frage des "wie kippen" klärt.
Die Hilfkonstruktion hat idealerweise an der Seite zwei vorstehende STABILE Teile, mit denen man mit einem Wagenheber, oder mit meinem Lieblingswerkzeug (Brecheisen und Holzklotz) anheben kann. Dann schrittweise wie der Blockhausbausatz unterbauen (immer Latten um 90° versetzt legen). Ein solcher Verbau ist stabil genug, dass man ihn auch auf zwei Rollbrettern konstruieren kann. Es braucht dann nur zwei Stück Personal zum Schieben und halten.
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Re: Schwere Last

Beitragvon Pi² » Fr 29. Dez 2017, 13:02

Guten Moin !

Danke Euch für all die guten Tips. Ich denke, es wird wohl die Lösung von Teddybär werden, mit zwei von den Wagenhebern und etwas Manpower zur Stabilisierung.

Maße und Gewicht klingen nach einem Konstrukt aus MDF Platten?
Fotos oder Skizzen von der Situation wären hilfreich.


Ja, zwei MDF-Platten 25mm dick parallel zueinander, dazwischen Biegesperrholz für die Hornkonturen (vier Stück unterschiedlicher Lange) - das ganze geleimt und mit 8 Gewindestangen M8 und vier Gewindestangen M16 gepreßt und stabilisiert. diese gewindestangen verbleiben später darin.
Eine fünfte Gewindestange M16 dient als Aufhängung.

Hallo,

willst du das Ding nur mit einem Anker befestigen?


Ja, das reicht dicke aus - laut Tabelle hat eine M16 Schraube in 8.8 eine Scherfestigkeit von rund 65 kN (~6.5t) - ich habe aber nur gut 2.2 kN Last.
Die Verankerungstiefe der Gewindestange beträgt etwa 240 mm, zumal der Flüssigdübel (Fischer Reaktionspatrone) sich perfekt dem Bohrloch und der Gewindestange anpaßt. Diese Gewindestange - an der später die Last hängt - wird ausschließlich auf Scherung beansprucht, eine Zugebelastung findet nicht statt. Gesichert wird die Last dann mit einer Mutter und Hutmutter, die gegeneinander gekontert sind.
Hier sehe ich keine Probleme.

btw: die Decke ist absolut tabu und wäre auch nicht tragfähig.

Zur Konstruktion:
es handelt sich um ein sog. Spiralhorn nach cornu mit vier Hornkanälen im Inneren, die als ineinander verschachtelte Schnecken aufgerollt sind. Diese wiederum werden zwischen zwei Holzplatten geleimt (und verpreßt) und anschließend wie ein Bild an die Wand gehängt.

Hier mal ein Bild einer der MDF-Platten mit einem Baßtreiber (25cm) sowie ein Bild mit nur lose aufgelegter Schnecke:
Größenvergleich 001.jpg

Paßtest 002.jpg
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Re: Schwere Last

Beitragvon Bastelbruder » Fr 29. Dez 2017, 13:52

Als Hilfsvorrichtung könnte ich mir einen Rahmen vorstellen aus 6er Kanthölzern (2 x 2 m) und einer Dachlatte die in 4 x ?? cm geteilt ist, wo sich das Monster gerade so reinschieben läßt. Das letzte Querholz wird draufgelegt wenn das Quadrat auf der Spitze steht, das geht schnell wenn zwei Anschläge vorbereitet sind. Festgeschraubt werden muß das nicht.
Getragen wird an den äußeren Dachlatten (unterhalb) und das Monster liegt auf den inneren Latten (oberhalb). Das ist schon stabil wenn die beiden oberen Latten bloß 40 cm auseinander sind.
Die Gewindestange steht 10 cm aus der Wand, zwei Muttern und eine mit Hut sind schon drauf, dann läßt sich das problemlos in ein Loch mit Schlitz einfädeln, welches in Form einer 3mm Metallplatte auf der Innenseite des Horns festgeschraubt ist. Im Holz ist ein dreieckiges Loch, dessen Spitze nach unten zeigt und exakt mit dem Loch im Blech übereinstimmt.
Mit dem Hilfsrahmen und der Langlochgeschichte läßt sich das Ganze ohne Fiddelei und mit nur wenig Gefühl ein- und irgendwann auch wieder aushängen, es braucht bloß noch eine dritte Person, die grob die Positionierung überwacht. Zuletzt werden die Muttern in Richtung Wand geschraubt.

Da sind doch hoffentlich noch zwei Abstandshalter etwas unter der Mitte damit das Teil nicht an der Wand klappert?
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