Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Der chaotische Hauptfaden

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Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon zauberkopf » Mi 7. Feb 2018, 20:44

Okay.. ich mach lieber mal nen Richtigen Fred auf :
Also vor ein paar Tagen, habe ich auf dem Schrott eine Nähmaschine gerettet.. erst dachte ich, die liegt da nur wegen dem Fußschalter, und der war dank Powerknete schnell repariert.
Dann zeigte sich aber auch noch das es nach Ozon roch, und aus dem Motor kamen funken.. okay..
Kohlen..

Hier mal ein Bilder :
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Also ich finde der Möller hat Style.. und etwas liebe verdient.
Jedenfalls komme ich an die Kohlen nicht ran, und das ist meine erste Nähmaschine.

Frage : Wie demontiere ich das ganze am besten ? Die 4 Fetten Schrauben lösen und dann kann ich hoffentlich den "Arm" demontieren ?!
Welche Kohlen bestelle ich am besten ?
https://www.ebay.at/itm/2-Stk-Motor-Koh ... Sw8cNUSBf4
diese hier.. 4*5mm... und ggf herunterschleifen ?!
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Lötfahne » Mi 7. Feb 2018, 20:57

Auf jeden Fall die Kondis am Motor und am Fußschalter wechseln.
Ich hatte da letztes Jahr ein Erlebnis der rauchenden Art. ;)
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon sysconsol » Mi 7. Feb 2018, 21:06

Wo genau ist der Motor verbaut?

Ich kenne Nähmaschinen nur mit externem Motor.
Und mit Flachriemen - den vermisse ich hier auch.
Das scheint eine etwas andere Konstruktion zu sein.

Wenn du die Kohlen raus hast, kannst du die mechanisch ausmessen
und neue bestellen. Zurechfeilen ist kein Problem.
Die Härte dürfte kaum eine Rolle spielen, geht ja kaum Leistung drüber
und eine besonders hohe Drehzahl ist auch nicht zu erwarten.

Vor dem Zerlegen anschauen, wie die Mechanik funktioniert.
Dann weiß man auch, was man verstellen kann bzw. nach dem Zerlegen wieder justieren muss.
Ich habe eine Veritas 8014 komplett zerlegt und die läuft wieder - das ist kein Hexenwerk.

Vorteil gegenüber Elektronik: Du siehst mit variabler Geschwindigkeit ohne Messmittel in Echtzeit, was überall gerade passiert :)
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon zauberkopf » Mi 7. Feb 2018, 21:47

Der Motor ist im Arm verbaut. Ungefähr auf der Höhe, wo im ersten Bild der Drehschalter zu sehen ist.
Deswegen ist da erst mal kein rankommen, ohne den Arm abzumontieren, und dann den kompletten Motor.

Wegen der Kohlen : Naja.. ich will den Tisch wieder so schnell wie möglich frei haben.. ;-)
Und ehrlichgesagt, bin ich ( nicht nur ) Mechanisch wenig begabt.. also für mich ist diese Nähmaschine Mechanisch schon eine kleine Herausforderung.
Deswegen war der Plan, in etwa zu wissen, welche Kohlen ich benötigen könnte, diese zu bestellen, und dann in einer "konzentrierten Aktion" einzubauen.

Zu dem Modell 467 habe ich auch schon etwas "Service-Mässiges" gesehen mit schönen Zeichnungen der einzelteile.
Aber genau der Motor und die Kohlen waren nicht darunter.
Ich vermute mal stark, (aber bin kein Nähmaschinenexperte) das fast baugleiche Modelle für verschiedene Märkte gab.. z.B. den US-Markt mit seinen 110V..

Und ich muss gestehen, das ich nur ein mal bisher in meinen Leben Kohlen von einer Bohrmaschine gewechselt habe, die dazugehörten.

d.H. ob mein Plan funktioniert, etwas grössere Kohlen zu bestellen, und die ggf zurrechtzufeilen.. weis ich nicht.
Der Motor hat übrigens, laut Typenschild : 75Watt.
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mi 7. Feb 2018, 22:33

Vielleicht ist der Anlasser noch ein Kohledruckregler, was den Vorteil hat, dass die Maschine auch mit DC läuft, wenn sie es denn müsste.
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon zauberkopf » Mi 7. Feb 2018, 23:00

Könnte sein.. ich mach mal bei gelegenheit ein Photo..

Also ich habe jetzt noch mal ein wenig gesucht, also ich finde es erstaunlich, das solche Kohlen, wie ich finde, richtig Geld kosten.
Vermutlich, ist es eine gute Idee, einfach mal ein paar verschiedene aus China für nen Eur zu erstehen.....
z.B. https://www.ebay.de/itm/10x-6-5x7-5x13- ... Sw7ehXTWsm
und solche :
https://www.ebay.de/itm/2-Stueck-5mm-x- ... SwEaBaJr5r

Abwarten.. Tee trinken... und wenn diese hier eintreffen, dann die Aktion starten.
Ist ja nicht so, das meine Todoliste nicht flexibel wäre... ;-)
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon sysconsol » Mi 7. Feb 2018, 23:29

Zu große Kohlen kann man bedenkenlos passend sägen oder feilen.
Nur der Anschlussdraht muss hinterher an der richtigen Stelle sitzen.
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon berlinerbaer » Do 8. Feb 2018, 00:15

Erstmal würde ich handraddrehenderweise ein paar Stiche machen, um sicherzustellen, daß sonst alles geht.
Nicht daß irgenein Idiot das Ding kaputtjustiert hat.
Kritisch ist das richtige einfädeln des Fadenlaufs und vor allem die Fadenspannung, da wirst Du möglicherweise etwas fummeln müssen, bis Ober- und Unterfaden sich in der Naht genau in der Mitte treffen.

Dann merkst Du auch gleich, ob die Maschine verharzt (schwergängig) ist.
Wenn ja, mit Petroleum wieder gängig machen und dann mit nichtharzendem Öl abschmieren.
Während Du sie sowieso auseinander hast, geht das natürlich wesentlich besser, dann kannst Du auch gleich die ganzen Flusen da drinnen entsorgen.

Kondensatortausch würde ich auch empfehlen, das spart echt Ärger.

Ich würde sie sofort auseinanderbauen, die Kohlen vermessen und passend in China bestellen, Petroleum rein, dann alles in einem Karton zwischenlagern und in drei Wochen, wenn Post aus China da ist, ölen, Kohlen rein und wieder zusammenbauen. Dann riskierst Du auch nicht, die Kohlen schief zu schleifen, so daß sie schlackern oder klemmen.

Eigentlich sind solche alten Nähmaschinen komplett unkaputtbar und machen deutlich mehr Spaß als diese zeitgenössischen Plastebomber.

Ich habe hier noch eine über 120 Jahre alte schwarze Singer Typ 15 mit üppiger Gold-Deko liegen, die tuts auch noch ganz prima.
Ist allerdings die dritte Nähmaschine im Haushalt, ob ich die wirklich behalte, muss ich noch mal sehen.
Die beiden anderen sind zwar nicht so schön, können aber Zickzack, haben einen Rückwärtsgang, Freiarm, Motor...
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon RMK » Do 8. Feb 2018, 02:06

Tip um die Ober- und Unterfadenspannung zu justieren:
ein gefaltetes Blatt Papier zusammennähen. da sieht man
*ganz* genau wo es noch zu locker ist.
Und ja, man kriegt es hin dass es weder oben noch unten
sichtbare Schlaufen gibt....
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Desinfector » Do 8. Feb 2018, 08:11

jau mit 'ner Nähmaschine kann man (hinten noch'n Riemen ran) noch was anderes antreiben
Spulen wickeln z.B.

Muttern hatte eine, wo man auch die Spulen für den Unterfaden wickeln konnte.
da hatte es oben drauf so'n extra Aufsatz dafür.

Deine auch?
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon zauberkopf » Do 8. Feb 2018, 09:40

Oh je.. nähen kann ich gar nicht mehr..
Also ich stamme aus einer Dynastie .. mein Grossvater war Schneidermeister, mein Vater Damenoberbekleidungsfabrikant.. der hatte bis zu 5000 Näherinnen auf 2 Standorten mal unter sich.. wie eine Industriemaschine von aussen aussieht, weis ich also..
Aber was ich mal als Kind gemacht hatte : Ich habe einen Lenkdrachen, konstruiert und mit Hilfe von Mutter genäht..
.. naja..
Habe auch letztens ein Buch gesehen : Nähen für Männer, oder so ähnlich..
z.B. Brieftasche aus alten Jeans..
.. Werkzeugtaschen...
Und wenn man sich die Arbeitsweise von der Maschine mal sich so anschaut, kann ich mir auch gut vorstellen, warum ich letztens eine Gruppe von jungen Frauen an so einer gesehen habe..
Mir schwebt ne Arbeitsunterhose vor.. ;-) Vielleicht setze ich mich ja mal in Zukunft dazu, und lande auch noch nen Stich ? :lol:

d.H. also.. ich sollte erst mal Trockenübungen machen ohne Motor ? Naja.. auf den ersten Blick ist die Mechanik leichtgängig.

Spulenwickeln mit der Nähmaschine.. ja.. das kann die ! Die Idee kam bei Durchsicht des Manuals natürlich ach schon gleich.
Übrigens, recht sauber ist die Maschine von Innen.. ich vermute also wirklich, das die Entsorgt wurde, wegen der Kohlen, und des Fußschalters(der schon mal weniger intelligent repariert wurde)..
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Gobi » Do 8. Feb 2018, 10:39

kurz von Hand probenähen würde ich auch raten, vorallem ZickZack, wenn Probleme, dann meistens da,
Wobei ich ZickZack inzwischen total unnötig und falsch finde.
Kohlen kannst du von mir bekommen, ich hab eine hübsche Sammlung
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon ubbt » Do 8. Feb 2018, 11:00

ich hänge mich auch mal rein.
Wie schon mal im Forum beschrieben, habe ich eine Husqvarna 6690 repariert.
Kondensatortausch unbedingt ! Zerlegen ist so einen Sache, ich habe es gemacht und musste dann feststellen, daß die Justierung schon ziemlich aufwändig ist (mehrere Stunden). Also einfach zerlegen und wieder zusammenbauen ist nicht, ich würde es nicht wieder machen. Gut reinigen vom meist verharzten Öl bringt echt viel.
Am Ende ist die elektronische Steuereinheit auch nicht mehr durchgebrannt (Ursache Überlast) WAF Tiefgrün
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Nello » Do 8. Feb 2018, 11:18

Doch, natürlich braucht man Zickzack! Zum Nähte versäubern, weil sonst der überstehende Stoff aufribbelt. Und zum Hosen flicken (vgl. "Mannschester Kohlenschaufel"). Spulen wickeln kann jede Nähmaschine: Irgendwie muss ja die Spule für den Unterfaden gefüllt werden.
Ich hatte schon überlegt, beim Treffen einen Workshop Nähgrundlagen anzubieten. Derzeit ist allerdings sehr fraglich, ob ich überhaupt kommen kann.
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon scotty-utb » Do 8. Feb 2018, 11:33

Desinfector hat geschrieben:jau mit 'ner Nähmaschine kann man (hinten noch'n Riemen ran) noch was anderes antreiben
Spulen wickeln z.B.

Muttern hatte eine, wo man auch die Spulen für den Unterfaden wickeln konnte.
da hatte es oben drauf so'n extra Aufsatz dafür.

Deine auch?


an der Front, oben rechts ist der Unterfaden Aufspulnupsi

Meine erste Nähmaschine (Ideal, 60er Jahre) hatte auch noch den abgesetzten Motor.
Die 2te (80er Jahre Necci) und die 3te (70er Jahre Pfaff) haben auch den integrierten Motor, aber bisher unauffällig
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Joschie » Do 8. Feb 2018, 12:33

Hallo Jan,

folgendes, tausche bitte bevor du an den Motor gehst das Entstörglied, meist ist das derart def. das es das Bürstenfeuer nicht mehr dämpft.

Ansonsten, ich habe die Vorgänger Maschine dieser Singer (meine 257 ZZ), jedoch hat die noch den Rucksackmotor.
An sich ist die Maschine mit dem Umlaufgreifersystem nicht schlecht. Näht sauber und zuverlässig, hat jedoch mit dünnen Kunstfaserstoffen Probleme. Auch machen manche Garne Probleme und führen zu Stichaussetzern.

Mach bitte oben den Deckel runter (müssten zwei Schlitzschrauben sein) und mach ein Bild von oben rein (evtl. etwas heller).
Schau dir bei der Gelegenheit auch gleich das Zahnrad vom Winkelgetriebe für den Greiferantrieb an, das müsste aus Kunststoff sein, ist der schon bröckelig ist das das Todesurteil für die Maschine.
Aber zurück, ich vermute das an dem Maschinchen die Hauptwelle raus muss damit der Motor nach oben rausgehoben werden kann. Ist eine Sauarbeit, vor allem danach wieder alles zu justieren.

Grüße
Josef
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon zauberkopf » Do 8. Feb 2018, 19:32

Erst mal Gobi : Danke für das Angebot !
Ich werde wahrscheinlich darauf zurrückkommen.

Nur heute werde ich mal ohne Motor damit spielen, und nix zerlegen.. weil ich wohne ja im Rheinland.. da ticken die Uhren gerade etwas anders... jedenfalls hat mich meine Cheffin mit Sekt abgefüllt...
Montag und Dienstag komplett Frei.

Der Orden der hier in Aachen jedes Jahr vergeben wird, hat folgende Geschichte.. :
"Der britische Militärstaatsanwalt James Arthur Dugdale, Staatsanwalt in der zum britischen Besatzungsgebiet gehörenden Stadt Aachen, ordnete Anfang Februar 1950 die vorzeitige Entlassung eines Delinquenten, der einen belgischen Besatzungssoldaten verprügelt hatte, an. Anstatt am 20. Februar 1950 wurde er am 18. Februar entlassen. Dugdales Begründung lautete: der aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft Heimgekehrte solle die höchsten Feiertage im Rheinland nicht hinter Gittern verbringen."

Egal.. ich bin noch nüchtern genug, um ein paar Photos zu machen :

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Also.. ich sehe keine Zahnräder aus Kunststoff... noch ein Grund diese Maschine nur komplett nüchtern zu zerlegen.. ;-)

Edit was sehe ich denn da plötzlich auf den Bildern ?!
singer 625067 .. das ist die Teilenummer des Motors !
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Gobi » Do 8. Feb 2018, 19:42

Nello hat geschrieben:Doch, natürlich braucht man Zickzack! Zum Nähte versäubern, weil sonst der überstehende Stoff aufribbelt. Und zum Hosen flicken (vgl. "Mannschester Kohlenschaufel").

Dann frag mal Dein Oma (oder Uroma, je nach dem wie alt Du bist, wie das eigentlich früher ohne ZickZack ging!?
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon scotty-utb » Do 8. Feb 2018, 19:42

Bei Riccar war das Kunststoffzahnrad beim Transporteur / Greifer Antrieb.
Bewegt sich der Greifer/Transporteur?
versuch mal ohne Motor zu Nähen, nur am Handrad zu drehen
(sollte die Maschine Totalschaden sein hätte ich interesse am Koffer, so der Deckel noch existiert)
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon zauberkopf » Do 8. Feb 2018, 19:54

Bei Riccar war das Kunststoffzahnrad beim Transporteur / Greifer Antrieb.
Bewegt sich der Greifer/Transporteur?

äh... watt ?!
also wenn ich am handrad drehe, dann bewegt sich.. einiges.. Du meinst wahrscheinlich, diese beiden langen teilen mit zacken, die dauernd verschwinden, und wieder hervorkommen.

Eine Stimme in meinem Kopf sagt mir gerade : Viel zu lernen du noch hast, mein junger Padawan... ( was war in dem Sekt drin ? )

Und eben dem Mädel noch mal unter dem Rock geschaut :
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Also die gut ausgeleuchtete Schraube da unten.. ich vermute das ist die ganze Motoraufhängung.. und ich muss die Kiste nicht komplett zerlegen !
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon sysconsol » Do 8. Feb 2018, 20:42

Ja, der Transporteur sind die beiden Zackenleisten.
Die schieben den Stoff unter dem Fuß in Nährichtung durch.

Der Transporteur lässt sich bei einigen Nähmschinen abschalten (z.B. zum Sticken).

Die Abdeckung, durch die der Transporteur herausguckt und die Nadel hindurchsticht, ist die Stichplatte.
Unter der Stichplatte befindet sich der Doppelumlaufgreifer mit der Unterfadenkapsel.
In der Unterfadenkapsel befindet sich der Unterfaden auf der Spule.

Da kann man auch Kuperlackdraht...
...der reißt jedoch beim Nähen recht schnell und spätestens beim Bewegen des genähten Stoffes bricht er irgendwann.
Besser geht das schon, wenn man die Oberfadenspannung niedrig einstellt.
Wearable und washable ist das noch lange nicht :lol:
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Nello » Do 8. Feb 2018, 20:44

Gobi hat geschrieben:
Nello hat geschrieben:Doch, natürlich braucht man Zickzack! Zum Nähte versäubern, weil sonst der überstehende Stoff aufribbelt. Und zum Hosen flicken (vgl. "Mannschester Kohlenschaufel").

Dann frag mal Dein Oma (oder Uroma, je nach dem wie alt Du bist, wie das eigentlich früher ohne ZickZack ging!?

Okay, Du hast gewonnen. Ich muss auch nicht zum Friedhof, um nachzufragen: natürlich kann man jede Naht zum Beispiel auch als Kappnaht ausführen. Beim von innen angesetzten Knieflicken ist das schon schwieriger: Da will man ja die losen Fäden an den Flicken binden und mit reichlich Garn verstärken. Mit viel Kreuz und Quer (Rückwärtsgang muss aber schon) geht das auch gesteppt. Im Zickzack halt einfacher und schneller.
Was aber wirklich nicht sein muss, sind die ganzen Ziersticharten. Schon gar nicht elektronisch - was nicht dran ist, kann auch nicht kaputtgehen. Noch was? Knopfloch-Automatik ist gut. Reißverschlussfüsschen kann man nachkaufen. Freiarm ist praktisch, hat aber bei langen Beinröhren auch seine Grenzen.
Nee, die ideale Nähmaschine braucht nicht viel. Ich wünschte nur, meine hätte ein Metallgehäuse. Dann hätte ich nämlich längst den Lack runtergemacht und den Guss poliert.
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon zauberkopf » Do 8. Feb 2018, 20:47

So.. nach einer Tasse Kaffee, habe ich mir ans Herz gefasst, und bei meinem Mädel mal den Motor raus operiert :
Bild
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Verdammt ! Die Kohlen sind okay !
Aber wen ich meinen Riechkolben mal dran halte.. moment.. kann das sein, das das Öl so stinkt ?
Es kann vielleicht sein, das ich wegen dem Geruch etwas überreagiert habe.. also ich gebe saft drauf, es riecht.. ich mache die klappe auf.. sehe ein paar funken..

hmm.. und dann suche ich mal nach Kondensatoren... und finde keine !
Aber... bei den Anschussdrähten... kann das sein, das da "Ferritperlen" stattdessen eingebaut wurden ?
Beim Fußschalter könnte ich einen Kondensator identifizieren.. Das ist mir jetzt aber doch ein bisserl weit weg...

Achja, wenn ich richtig gemessen habe ( zelegt habe ich gar nix) dann haben die Kohlen 5*5mm..
hmm..
Irgendwelche Wartungstipps noch vor dem Zusammenbau ?!
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon Geistesblitz » Do 8. Feb 2018, 21:29

Der Kollektor vom Motor sieht schon etwas stark eingeschliffen aus, den könnte man vielleicht mal wieder glatt schleifen. Hab ich auch mal bei einem Gleichstrommotor gemacht, dazu die Bürsten ausbauen (oder zumindest so fixieren, dass sie nicht mehr auf den Kollektor drücken), mit ner Bohrmaschine das vordere Wellenende einspannen und dann beim Drehen mit etwas feinem Schleifpapier auf den Kollektor drücken. Anschließend den Schleifstaub rauspusten/-wischen. Das scheint ein Universalmotor zu sein, außer zur Entstörung brauchen die keine Kondensatoren. Im Fußschalter müsste dann eine Dimmerschaltung drin sein, oder?
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Re: Hilfe bei Nähmaschienen Reperatur

Beitragvon ferdimh » Do 8. Feb 2018, 21:36

Wenn der schon eingeschliffen ist, dann sollte ich wohl nicht den meiner Lichtmaschine zeigen...
Der Universalmotor läuft mit anderen Drecksaukonstruktionen verglichen schon störärmer, die üblichen 47n quer rüber wären aber sicher nicht verkehrt, um das Ding wirklich ruhig zu bekommen. Bei vorgeschaltetem Dimmer ist aber davon abzuraten, dieses Gebilde vor der Feldwicklung zu montieren.
Ob und wo da sinnvollerweise Y-Kondensatoren reinkommen müsste man mit einem Gesamtplan klären.
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