Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW LÄUFT!!

Der chaotische Hauptfaden

Moderatoren: Sven, Heaterman, TDI, Finger

Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW LÄUFT!!

Beitragvon Roehricht » Do 29. Mai 2014, 20:04

Hallo,
ich mach hier mal ein neuen Faden für den Igor Röhrenverstärker auf. Die Teile sind alle da bis auf den Ausgangstrafo. Die Hilfstrafo hab ich noch in Form von Eisenbleche und Cul Draht imn Regal liegen.Der Apparillo kommt in einen 19er Scharnk mit ca 1m Höhe rein. Das HV Netzteil hab ich von einem OM bekommen . Es stammt aus einem Fernsehumsetzer. Der eigentliche Amp-Einschub wird 8HE hoch und 380mm tief. Dazu gesellt sich ein Bedieneinschub mit Hilfsnetzteil, Messwertanzeigen und Eingangsverstärker.
Ich hab beschlossen mir den Ausgangstrafo mit einem UI150 Kern zu wickeln . Der Kern kostet mit 165-35S Blechen ca 120 Ocken. Der kann als Netztrafo 3,1kW. Die 1500 W schafft er bein 40Hz mit ca 1T Felddichte bei 30Hz macht er noch ca 1.2 kW.

Diese Daten sind noch vom angedachten Schnittbandkern SE195C. Nun muss ich das nochmal rechnen für ein UI150 Kern.
Raa 4,8 kOhm Ü= (8Ohm) 24,5 , (4Ohm) 34,5
N prim 2x 2400 wdg 0,58 CuL
N sek (8 Ohm) 8x 152 Wdg 0,98 CuL

Den Schaltplan hab ich mir auch schon ausgedacht, der sieht etwas so aus. Ist ebenfalls nicht endgültig da der Versuchsaufbau, besonders der Treiberschaltung noch aussteht.

Hier Die Endstufe:
Endstufe-GU81-Amp-1-klein.JPG


Hier das HV-Netzteil:
Netzteil-GU81-Amp-klein.JPG


Das Hilfsnetzteil muss die Gitter- Heiz- und Steuerspannungen liefern.

Ug1 und Ug2 werden stabilisíert, mit normalen Transistor Längsreglern. Die bekommen Strom- und Spannungswächter. Zieht was schief haut die Überwachungsschaltung den Netzhauptschalter mit der Unterspannungsspule raus.

Konstruktive Kritik ist erwünscht!

Ich mach die Tage mal ein Foto von dem 19er Schrank wo das Gerät einzieht.

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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon ferdimh » Do 29. Mai 2014, 20:19

Und ich habe heute mit nem Bastlerkollegen über die Machbarkeit eines Endverstärkers mit GU81 gesprochen...

Ich finde das Netzteilschaltbild vor allem sehr lehrreich, was man so mit Thyristoren anstellen kann. Der Sinn der Schaltung erschließt sich mir aber nicht restlos: Bei Überspannung Karumms und Kurzschluß? Woher soll denn eine Überspannung kommen, die das abfangen soll?
Gegen die Überspannung durch den Drosseleingang würde es nicht helfen, da die ja beim Einschalten immer auftritt.

Und: sehe ich das richtig, dass das Netzteil genug Bums hat um zwei Kanäle zu befeuern?
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Do 29. Mai 2014, 20:36

Hallo ,

die Thyristoren zünden bei Überstrom und zwar im Falle das die eine der Endröhre "durchzündet". Der Spannnungsfall über dem als Stromsensor wirkenden widerstand R29 zünden die Thyristoren weil das Potential an der Thryristorkette nach Plus Springt. Die Kondensatoren laden sich um und zünden die Thyristoren. Die Schaltung war im Original Netzteil drin.Die Transistormimik mit dem Relais ist vom mir angebaut. Bei starker Überlast oder Kurzschluss zieht das Relais, geht in Selbsthaltung und schaltet Ua und Ug2 ab.

Der Trafo schafft evtl. 2 Endstufen, allerdings nicht mit Sinussignal an einer 8 Ohm Ersatzlast, bei normaler Musikaussteuerung dürfte es reichen.

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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Herrmann » Do 29. Mai 2014, 22:05

Die Thyristoren machen das, was ich als "Crowbar" kenne, soll heissen im Fehlerfalle schliessen sie den Ausgang kurz (oft auch unter Selbstaufgabe) und retten damit das restliche Equipment. So weit, so gut, aber warum nicht ein dicker anstelle von 4 Stück?

Zweite Frage: die Reihenschaltung der Elkos ergibt grade mal 4µF Kapazität, meinste das das reicht?
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Do 29. Mai 2014, 22:20

Hallo,


Herrmann hat geschrieben:Die Thyristoren machen das, was ich als "Crowbar" kenne, soll heissen im Fehlerfalle schliessen sie den Ausgang kurz (oft auch unter Selbstaufgabe) und retten damit das restliche Equipment. So weit, so gut, aber warum nicht ein dicker anstelle von 4 Stück?

Zweite Frage: die Reihenschaltung der Elkos ergibt grade mal 4µF Kapazität, meinste das das reicht?


Zu 1 .
Solche Thyristoren sind selten und meist auch die dicken Dinger die dann auch 5000A können. Diese hier sind für 1000V . Die waren da schon drin, das hat der Erfinder mit eingebaut. Das Netzteil ist fast original geblieben . Ich habe dies Crowbar Protection so belassen wie sie war. Das funktioniert sogar ohne das die Thyristoren ihr leben lassen.Dafür die Strombegrenzungswiderstände.

Zu 2

Bei mir sind 5 Stk 80µF in Serie 16µF! Hab ich ein Elektrotechnik Upgrade nicht mitbekommen ?? :mrgreen:

Das langt völlig, zumal sich Brummreste im AT wegkompensieren.

Vielleicht baue ich da auch die noch in der Werkstatt rumkullernden 220µF ein. Ich will die aber auch nicht grösser machen als es sein muss. Wenn da was in Arsch geht ist der Zerknalleffekt mit grossen Kondenstoren besonders teuer. Ausserdem könnten dann die Thyristoren möglicherweise nur noch einmal schalten...


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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Lars_Original » Do 29. Mai 2014, 22:29

Zumal die Drehstrombrücke ohnehin recht glatten Gleichstrom liefert.

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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Bastelbruder » Fr 30. Mai 2014, 10:19

Zu der Crowbar: Sowas ist im Leistungsbereich durchaus üblich, es geht primär darum, die teuren Röhren bei einem duch wasimmerauch ausgelösten Plasmadurchschlag zu retten. Bei solchen Ereignissen schmelzen gern Gitterdrähte und interne Anschlußleitungen, es gibt lokale Kathodenausbrüche an denen das aktive Material weggedampft wird...
Außer der relativ modernen Thyristortechnik gibt es auch kontrolliert gezündete Kugel-Funkenstrecken, irgendwo hab ich mal den Begriff "Ignitrig" gelesen, aber das Telefunken-Büchlein habe ich als Dauerleihgabe aus den Händen gegeben. Bei fetten Senderöhren ist im Datenblatt auch eine Angabe zum Prüfdrahtdurchmesser, der nicht durchschmelzen darf wenn darüber die Anodenspannung entladen wird.
Wichtig ist auch, daß in solchen Fällen die in allen Drosseln gespeicherten Spitzenströme kontrolliert wieder abgebaut werden.

Der Verstärker sieht schon recht gut aus, bloß die Gegenkopplung durch den Trafo macht mir Sorgen. Das Konstrukt dürfte bei einer recht hohen Frequenz zu schwingen beginnen wenn die Gegenkopplung ein bestimmtes Maß überschreitet. In den meisten Röhrenverstärkern sind mehrere Gegenkopplungen über kleinere Blöcke enthalten. Die Signale vom Trafo würde ich am kalten Ende von C6/C7 einspeisen.

Apropos C6/C7 und C10/C11, ich hätte da jeweils nur einen bipolaren Kondensator zwischen den Kathoden verwendet. Und ein paar µF mehr dürfen's auch sein.
Die 6BL7 hat laut Datenblatt etwa 7000 Micromhos, also 7mA/V, entsprechend einem Kathodenwiderstand von 143 Ohm. Der gibt in Reihe mit dem 10µF-Kondensator einen Hochpaß mit 111 Hz. Abgesehen davon daß zwei solche Phasenschieber hintereinander mit Hilfe der Gegenkopplung auch einen netten Brumm provozieren könnten, sollte grundsätzlich an Elkos keine nennenswerte NF-Spannung abfallen. 100µF bipolar zwischen den Kathoden ist wohl das Minimum. Die Festlegung der unteren Frequenzgrenze muß vor Einsatz der Gegenkopplung, also ganz am Eingang stattfinden.

C17 direkt an die Kathode von V7

8nF für C18 gibt eine -3dB-Grenze von 20Hz wenn man nur den Gitterableitwiderstand betrachtet. Wie war das noch mit dem Eingangswiderstand einer Triode, da spricht der Durchgriff auch noch mit...
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon ferdimh » Fr 30. Mai 2014, 10:27

An C18 die untere Grenze einzustellen, halte ich für sehr sportlich, da der Gitterableitwiderstand hier auch nocht "gebootstrapt" ist und daher noch deutlich größer erscheint. Ich würde eine Stufe weiter nach hinten gehen.
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Bastelbruder » Fr 30. Mai 2014, 10:30

Das ist mir in der Hektik glatt entfleucht. :oops:
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Fr 30. Mai 2014, 14:45

Bastelbruder hat geschrieben:Zu der Crowbar: Sowas ist im Leistungsbereich durchaus üblich, es geht primär darum, die teuren Röhren bei einem duch wasimmerauch ausgelösten Plasmadurchschlag zu retten. Bei solchen Ereignissen schmelzen gern Gitterdrähte und interne Anschlußleitungen, es gibt lokale Kathodenausbrüche an denen das aktive Material weggedampft wird...
Außer der relativ modernen Thyristortechnik gibt es auch kontrolliert gezündete Kugel-Funkenstrecken, irgendwo hab ich mal den Begriff "Ignitrig" gelesen, aber das Telefunken-Büchlein habe ich als Dauerleihgabe aus den Händen gegeben. Bei fetten Senderöhren ist im Datenblatt auch eine Angabe zum Prüfdrahtdurchmesser, der nicht durchschmelzen darf wenn darüber die Anodenspannung entladen wird.
Wichtig ist auch, daß in solchen Fällen die in allen Drosseln gespeicherten Spitzenströme kontrolliert wieder abgebaut werden.

Der Verstärker sieht schon recht gut aus, bloß die Gegenkopplung durch den Trafo macht mir Sorgen. Das Konstrukt dürfte bei einer recht hohen Frequenz zu schwingen beginnen wenn die Gegenkopplung ein bestimmtes Maß überschreitet. In den meisten Röhrenverstärkern sind mehrere Gegenkopplungen über kleinere Blöcke enthalten. Die Signale vom Trafo würde ich am kalten Ende von C6/C7 einspeisen.

Apropos C6/C7 und C10/C11, ich hätte da jeweils nur einen bipolaren Kondensator zwischen den Kathoden verwendet. Und ein paar µF mehr dürfen's auch sein.
Die 6BL7 hat laut Datenblatt etwa 7000 Micromhos, also 7mA/V, entsprechend einem Kathodenwiderstand von 143 Ohm. Der gibt in Reihe mit dem 10µF-Kondensator einen Hochpaß mit 111 Hz. Abgesehen davon daß zwei solche Phasenschieber hintereinander mit Hilfe der Gegenkopplung auch einen netten Brumm provozieren könnten, sollte grundsätzlich an Elkos keine nennenswerte NF-Spannung abfallen. 100µF bipolar zwischen den Kathoden ist wohl das Minimum. Die Festlegung der unteren Frequenzgrenze muß vor Einsatz der Gegenkopplung, also ganz am Eingang stattfinden.

C17 direkt an die Kathode von V7

8nF für C18 gibt eine -3dB-Grenze von 20Hz wenn man nur den Gitterableitwiderstand betrachtet. Wie war das noch mit dem Eingangswiderstand einer Triode, da spricht der Durchgriff auch noch mit...


Hallo Bastelbruder,

Ja einige Schaltelemente sind die im Zeichenprogramm vorgegeben Default Werte, besonders die Cs. Das ganze ist auch erstmal nur auf Papier. Der Versuchsaufbau steht noch an.

Die Gegenkopplungswicklung Anschaltung könnte man noch ändern. Die beiden in Serie geschaltet Widerstände R37 und R38 bekommen noch eine RC Kombination parallel. Die Werte hängen vom Ausgangstrafo ab. Der existiert ja noch nicht. Die besagte Wicklung muss geschirmt im Übertrager realisiert werden. Sonst gibts böse Uberraschungen mit Streuspannungen aus der prim Wicklung.

Die 6BL7 wird recht "heiss" gefahren. Der Anodenstrom beträgt etwas 20- 25mA , wenn ich mich nicht verrechnet habe beträgt die Verstärkung das 15-fache.
An den Gittern der EL34 brauche ich ca 300Vss Signalspannung. Das ist reichlich Hupe.Evtl. muss ich eine Mitkopplungswicklung auf den Trafo mit raufwickeln, diese kommt in Serie zu den Anoden der 6BL7, damit bekomme ich mit Sicherheit die hohe Steuerspannung hin.

Die Stufen mit V3-6 liefern max. ca 40-50Vss . Ich möchte die Aussteuerung der Steuerstufen für Nennleistung nicht am Anschlag haben.
Wenn man die Gegenkopplung weiter in Richtung Endstufe einspeist könnte man Fu auch mit den Cs der Kathoden Kombinationen realisieren.

Die Einspeisung an C6/7 wäre ein guter Ansatz. Fu muss ca 30 Hz werden, Der Übertrager wird bei Nennleistung 30Hz -1,5dB haben. Für 20Hz -1,5dB muss der Trafo ein UI180b werden (5kVA als Netztrafo) das Kupfer darauf würden 27kg wiegen und der komplette Trafo 50kg . Das wäre mir definitiv zu teuer.

Am Eingang kommt mit Sicherheit in dem fertigen Gerät ein Eingansübertrager rein.

Wie gesagt Versuch macht Kluch.


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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Fr 30. Mai 2014, 14:50

Hallo ,
ich nochmal. Die Eingansstufe gleich als Phasendreher zu bauen ist wol auch nicht so´n Bringer. Mir fiel aber gerade nichts besseres ein. Der Phasendreher wäre besser als Differnzverstärker aufgebaut , dazu noch eine Stufe dafor um selbigen vom Eingang zu entkoppeln.


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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Lars_Original » Fr 30. Mai 2014, 18:54

Gegen die Angst hätte ich hier noch ne HH-Sicherung 6A/12kV liegen. Leider hab ich keinen passenden Halter.


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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Bastelbruder » Fr 30. Mai 2014, 20:39

Die Phasenumkehrstufe ist eigentlich garnicht notwendig, wenn man die ersten Stufen an den Kathoden wie schon angesprochen miteinander koppelt und nicht auf Masse blockt. Und die Feinjustage mit P3 ist wahrscheinlich sinnvoller wenn P3 als Teil von R19/R22 ausgeführt wird, falls das überhaupt notwendig wird.
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Fr 30. Mai 2014, 22:37

Hallo ,

Die Phasenumkehrstufe ist eigentlich garnicht notwendig, wenn man die ersten Stufen an den Kathoden wie schon angesprochen miteinander koppelt und nicht auf Masse blockt.


Das wäre denn ja wohl ein Differenzverstärker oder.. :mrgreen:

Allerdings irgendwo muss auch noch etwas Verstärkung herkommen wenn hier und da gegengekoppelt wird. Der Möller soll mit 0,7-1V auf Vollgas kommen. So´ne Kathodynstufe verstärkt nicht, das einzige was da noch was hergibt ist die dc gekoppelt Vorstufe. So wie das aussieht wird also vo den Phasendreher, egal wie er gebaut wird noch eine Vorstufe rein muss. Es juckt schon in den Pfoten , ich will den Verstärker bis auf die Endstufe schon mal als Breadbord aufbauen um zu sehen wie es um Verstärkung und Bandbreite bestellt ist. Bei dem Ausgangsübertrager bin ich froh wenn der bei der Grösse wenigstens bis 15 kHz geht. Die Primärwicklung ist immerhin 2,2 km lang...

Außer der relativ modernen Thyristortechnik gibt es auch kontrolliert gezündete Kugel-Funkenstrecken.


Sowas hab ich hier noch rumliegen. Siemens nennt das Dingens "Röhrenschutz" Da ist allerlei Igortechnik drin. Leider ist das für ein 10kW Sender mit 8kV Anodenspannung gedacht. Ich mach da mal ein Foddo von wenn ich wieder im Lager bin.
Desweiteren ist mir eingefallen das ich noch Phototransistoren habe , verschaltet als Fertigmodul zur Lichtbogenüberwachung. Stammen auch aus einem Sender. Die werden ich unter das Chassis montieren und mit der Betriebsüberwachung verheiraten.

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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Sa 30. Aug 2014, 21:10

Hallo ,
nach langer Zeit hab ich endlich die igoristischen Trafokerne bekommen. Leider geht aus den Massen nicht hervor um welche kerngrösse es sich handelt.

Die Masse passen zu keiner genormten Kerngrösse. Er kommet dem SU132b am nächsten.
Muss wohl mal in die Trafoschmiede und kucken welcher Wickelkörper da draufpasst.

Beide kerne nebeneinander sind 260mm breit, 208mm hoch und 70mm dick. Beide zusammen wiegen ca 19kg.
In jedem fall wird das ein "amtlicher" Ausgangsübertrager.

Ich kann von den Kernen auch noch mehr bekommen.

Hier die Trafokerne:
SE-195 Kern-1.JPG

SE-195 Kern-2.JPG





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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon IQON » Sa 30. Aug 2014, 23:05

Hallo

Sieht gut aus...

Die U Bleche werden doch wechselseitig geschichtet um die Stöße nicht immer Übereinader zu haben...
Beim Zusammenbau muss man die Blech dann ja so reinfalten...
Vielleicht muss man dann dort en Totraum zurechnen damit man die Bleche noch rein bekommt.
Die Kernmaße plus Totraum ergibt dann vielleicht en Normmaß an Spulenkörpergröße...
Die Rohrschelle die, die Kerne zusammendrückt muss ja auch noch irgendwo rein...

EDIT:(Habs mit den O? Kernen verwechselt: https://www.youtube.com/watch?feature=p ... LoGs#t=169 )
Bei dir kannst du sie ja einfach zusammenstecken...

Oder gibt†™s da heute modernere Methoden?


Ist 0V auf Masse gelegt?
Was man auch noch machen könnte wäre das man an die Hochspannung ne Isolationsüberwachung
gegen über Erdpotenzial anschließt die einem die Kriechströme anzeigt und bei Fehler abschaltet...


Wie siehts denn mit der Verlustwärme abfuhr aus dem Schrank aus, ein langsamlaufendes Radialgebläse?
WIe hoch wird den die Verlustwärme geschätzt?
Die Transformatoren muss man schwingungstechnisch vom Gehäuse entkoppeln sonst rappelt die ganze Kiste...

Viele Grüße IQON
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » So 31. Aug 2014, 17:35

Hallo,

die Kerne sind ja Schnittbandkerne. Die bestehen aus 4 Kernhälften deren Bleche unter hohem Druck verklebt wurden und an den Stosskanten plangeschliffen sind.
Die werden einfach in den Wickelkörper gesteckt und dann mit Spannbändern zusammengehalten.

0V ist an einem Punkt am Chassis dran. Die Verbindung lässt sich von aussen trennen. Wenn mehrere Geräte im Verbund arbeiten werden alle Trennstellen geöffnet , Nur in einem Gerät, in der Regel das mit den Eingangstufen bleibt die Verbindung bestehen. Die gehäuse sind dann über den Schutzleiter untereinander verbunden. So vermeidet mann Brummschgleifen in komplexen Anlagenzusammenschaltungen.

Die Ruheaufnahmeleistung des Verstärkers beträgt ca 1kW bei Vollast werden es etwa 3,5kW .Die Endröhren haben bei 2,2 kV 0,15A Ruhestrom, das Schirmgitter gönnt sich 80mA bei 400V und jede Endlampe braucht 11A bei 12,6V . Dann kommen noch ca 25W Heizleistung der Vorröhren und ca 80W Anoden/Schirgitterleistung derselben dazu . Der Lüfter wird ein langsamlaufender Tangentiallüfter. Da die Röhren bauartbedingt von Vorne zu wechseln sind gibts in der Frontpaltte ein Servicetür . Die wird aus Lochblech gebaut. Somit kann die Kühlluft da aus dem Gerät raus.

Das wird ein ganz schöner Klopper. Der fertige Amp ist dann in einem 19er Schrank drin mit 20HE . 5HE entfallen auf das HV Netzteil. 3HE auf das NV Netzteil, 8HE auf die eigentliche Endstufe und 2HE auf den Kontroll-Bedieneinschub. Mit Rollen ist der Schrank dann ca 70-80 cm hoch. Gesamtgewicht ca 150kg .
Also richtig Igormässig.

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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon doofi » So 31. Aug 2014, 18:02

Cool.

Ein würdiger Nachfolger (oder im besten Fall natürlich Partner...) für den EL6471.

Allerdings fehlt für den ultimativen IGOR-Faktor das gewisse bisschen Quecksilber... (nicht 100%ig ernst gemeint)
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » So 31. Aug 2014, 21:14

Hallo ,
ja die Quecksilber Dampf Gleichrichter. Sie sind schön anzusehen. Aber die sind auch ganz schön zickig. Und Nachschub ist auch schwierig. Die möchte ich nicht unbedingt verbauen. Da bleib ich lieber bei Silenzium.

Das komplizierteste an dem Eimer ist natürloch der AT. Den gilt es nun zu wickeln.


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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Herrmann » So 31. Aug 2014, 22:18

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Das komplizierteste an dem Eimer ist natürloch der AT. Den gilt es nun zu wickeln.


Legst Du den auch in Öl ein wie bei dem 6471 oder wie sonst stellst Du die Lagenisolierung sicher?

Ein echt spannendes Projekt, muss ich schon sagen.

LG
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Fritzler » So 31. Aug 2014, 22:22

Willst du den hier übertrumpfen?
https://www.youtube.com/watch?v=G7qMVYf85sM
https://www.youtube.com/watch?v=fRt8CoZT35k

Überleg dir das mit dem Quecksilber mal noch, das leuchtet so schön beim Bass 8-)

Am besten son schönes Teil hier, aver das wird dann etwas knapp im Rack :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=QY6V2syGnZA
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Mo 1. Sep 2014, 01:26

Hallo,

Legst Du den auch in Öl ein wie bei dem 6471 oder wie sonst stellst Du die Lagenisolierung sicher?


Nein das bleibt ein Trockentrafo. Der wird nach erfolgreichem Test vergossen und im Ofen getrocknet. Die Isolation wird mit neuzeitlichen Folien und Bändern sichergestellt. Als der Philps 6472 gebaut wurde gab es noch keinen so guten Isolierlacke und Folien. Mein Trafobauer bei dem ich das Material beziehe man mir glaubhaft versichert das dort Trafos bis 25kV als Trockentrafo hergestellt werden und das alles was ich brauche am Lager ist.

Das Video mit Hg Krake kenne ich. Nein!! Sowas will ich nicht. Wenn der Eimer platzt wird mein Wohnort zur unbewohnbaren Zone erklärt. Ein Kumpel von mir, der leider vor wenigen Jahren den irdischen Kompetenzbereich verlassen hat, hat dem Vermieter die Reste einer zerlegten Krake(n) zurückgelassen. Mehrere Einweckgläser voll mit Quecksilber. Die Hausverwaltung hat da voll den Anfall gekriegt. Die Feuerwehr hat das Zeug da rausgeholt, fast wäre dem Entrümpelungsteam son Dingens aus der Hand gefallen weil die das Gewicht etwas unterschätzt haben. Auch ein paar Kanister mit Trafoöl standen da rum. Ganz alte Bestände, noch Dioxinhaltig. das war auch einer der hier gut reingepasst hätte. Der hatte zu Lebzeiten irgendwo im Norden HH in einem Hochspannung- Prüflabor als Assi gearbeitet.

Also ich bau da, bzw lasse ich den vorhanden Drehstrom-Vollbrückengleichrichter drin. das Netzteil existiert ja schon. Das Foto ist weiter vorne ja zu sehen.

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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Mo 12. Jan 2015, 19:12

Hallo,
mit dem Igor Verstärker geht es langsam Weiter. Ich hab gestern den Hilfs-Heiztrafo gewickelt. Ein in der Werkhöhle rumoxidierender EI150b Kern war der geeignete Patient. Ein Wickelkörper mit schon vorhandener Primärwicklung gabs auch. Der rutschende Antriebsriemen hat ganz schön genervt. Aber seit Heute wohnt da ein neuer drin, genau genommen sind es 2 Riemen.

Bilder:
Trafokern-1.JPG

Spule-Eisen-1.JPG

Wickelmaschine-1.JPG

Trafo-Prüfen-1.JPG


Der Trafo enthält alle Wicklungen bis auf die HV Wicklung. Heizung, Treiber und Endröhren, alle gegeneinander isoliert. Spannung für Treiber und Gitter der Endröhren. Vorstufen - und Schirmgitter Spannungen sowie Heizung Eingangsröhren und eine 24V Steuerspannungswicklung. Das sind bei voller Belastung ca 500W.

Der Wickeldraht für die Sek. Wicklung des AÜs ist Heute auch angekommen. Somit kann ich den jetzt auch mal langsam fertig machen.

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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon shaun » Di 13. Jan 2015, 00:00

Schön geworden! Falls Dir mal langweilig sein sollte - ich bräuchte da noch nen Netztrafo für ein W19... ;)
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Re: Röhren Igor Verstärker GU81 1,5kW

Beitragvon Roehricht » Di 13. Jan 2015, 04:33

Hallo ,

ich bräuchte da noch nen Netztrafo für ein W19
Meinst du den Funke? Ich glaube da gibts ein Dealer der sowas vertickt.

So nun habbich den Trafo mal getestet. Alle 10 Wicklungen belastet. Der Möller zieht dann ca. 600W Wirkleistung. Bei der EL34 Wicklung fehlt eine Windung, die lege ich einfach noch obenauf, nicht so schlimm das Blechpaket muss sowieso noch mal raus. Weil einige Bleche sind verbogen und die sollen noch erneuert werden. Im Moment habe ich grad keine EI150 Bleche rumfliegen , nun zum Testen langen die verbogenen ja auch wie man sieht.

Die Wicklungen:
1 + 2 12,6V Heizung GU81, getrennt deswegen weil Kathodenwiderstände zum Strom messen. Die Lampen sind direkt geheizt

3 + 4 6,3V Heizung EL34 , getrennt deswegen weil sie mit der Kathode verbunden werden. Ufk langt nicht, der Spannungshub an der Kathode ist über 300V und statisch 144V gegen 0V.

5 6,3V Heizwicklung mit Mittelzapf für die Vorstufenröhren E88CC und 6BL7.

6 175V für Treiber EL34

7 200V Für die negative Spannung für Endlampe /Treiber

8 430V für g2 der Endlampen

9 440V für die Vortreiber Röhre 6BL7

10 24V für Lampen, Relais usw.
Die Spannungen sind natürlich direkt am Trafo gemessen. Also AC
Die Temperatur ist im grünen Bereich , nach einer 0,75h war der Trafo an der heissesten Stelle 40 grad warm. Als Last dienen 2 GU81, 2 EL34 und ein paar Lastwiderstände

Hier ein paar Foddos:
Trafotest-1.JPG


Trafotest-2.JPG


Trafotest-3.JPG


Trafotest-4.JPG


Trafotest-5.JPG


Trafotest-6.JPG


Trafotest-7.JPG


Und hier der Kupferlackdraht für die Sek. Spule . das geht am Wochenende los.

Kupferlackdraht-1.JPG




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Wolfgang
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