"Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Der chaotische Hauptfaden

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"Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Mo 21. Jul 2014, 16:57

Hallo,

vor ein paar Wochen habe ich es getan, ich habe mir einen lang ersehten Wunsch und Traum erfüllt.

Seit ich klein war, war ich schon immer fasziniert von den den kantigen Geländewagen,
so bin ich auch zu meinem jetzigen Japaner gekommen.

Aber tief in mir war immer der Wunsch da einen "G" zu besitzen.

Es ist nun ein 300GE geworden, an dem es noch sehr viel zu tun gibt.


Dinge die zu tun sind:

- etwas Ölverlust beseitigen
- Scheibe austauschen (wird langsam milchig)
- Scheibenrahmen entrosten / instandsetzen
- große Delle am vorderen "Kotflügel" rausziehen
- viele kleine Dellen richten
- Rostflecken und kleinere Roststellen ausbessern
- Stoßdämpferaufnahmen und Konsole austauschen
- Bremse hinten rechts hat Null Bremswirkung
- etc.

Hier noch ein paar Bilder dazu:

Bild

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(mega großer Pfusch, eine Schande was manche Werkstätten für eine Arbeit abliefern)

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(war nur eine Frage der Zeit, ich habe da etwas nachgeholfen, hätte sowieso nicht gehalten.)

Naja egal die Ersatzteile sind schon da:

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Hier noch ein paar andere Bilder der kleinen und großen Baustellen:

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Bild

Vielleicht habe ich sogar eine Klimaanlage, welche nur nicht repariert wurde?
Dafür spricht zumindest die schlampige Montage der Steuerungsuhr für die Standheizung:

Bild


Das übliche Leiden der hohen Autos:

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Rost am Scheibenrahmen, da bin ich ja mal gespannt:

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Hier sieht man die Bremse die kein Stück mehr zieht:
Bild
(kein Wunder, die ist bestimmt total versifft)

Ölverluste:

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Bild

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So das war´s mal für das erste, zuerst muss ich noch die Werkstatt final fertigstellen
und mit meinem Dad zwei VW Caddy´s fertigmachen, bevor ich die Bühne dauerhaft belegen kann.

Das ganze hier dient schonmal als kleine Vorstellung für euch, da die nächste Zeit bestimmt viele Fragen
von meiner Seite aus kommen.

Das "Projekt" wird mich wohl die nächste Zeit beschäftigen, wohl mindestens ein Jahr bis das meiste
und wichtigste erledigt ist.


Grüße
Zuletzt geändert von Hansele am Sa 4. Apr 2015, 21:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: G-Modell

Beitragvon Hausmeister » Mo 21. Jul 2014, 18:45

Klasse Projekt! Hätte ich auch Lust auf so was. Nur der WAF wäre da momentan Dauer orange bis rot ...
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Re: G-Modell

Beitragvon Hansele » Sa 15. Nov 2014, 20:40

Hallo,

nach langer Zeit mal wieder ein kurzes Update, es ist in der Zwischenzeit viel passiert.

Hier mal ein paar Bilder von der Reparatur der beiden Stoßdämpferaufnahmen und Federkonsolen
an der Hinterachse, eine typische Schwachstelle.

Bild->zoom

Da war von dem 5mm starken Stahl nicht mehr viel übrig:
Bild->zoom

Bild->zoom

Kleine Flex und große Scheibe, ziemlich kriminell, aber ging für ein paar Stellen leider nicht anderst.
Bild->zoom

Alles endlich sauber geschrubbt und für das schweißen vorbereitet.
Bild->zoom

Zur Verstärkung habe ich noch durch die Querrohre ein passendes 60mm Rohr durchgeschlagen,
dass hält für immer.
Bild->zoom

Zum Schutz vor Wasser und Co, einfach ringsrum dichtgeschweißt.
Bild->zoom

Bild->zoom

Durch diese Hohlräume kommt der große Gammel schnell wieder.
Bild->zoom

Deshalb sind diese doofen Hohlräume nun auch Geschichte:
Bild->zoom



Es ist noch viel mehr passiert, dass werde ich hier nach und nach posten,
falls Interesse bestehen sollte.

Grüßle

Grüße
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Re: G-Modell

Beitragvon uxlaxel » Sa 15. Nov 2014, 21:08

oha, da hast du ja noch viel vor, aber schon so einiges geschafft.
hast du zwischen die beiden rohre eigentlich urgendwas gemacht, falls da doch mal nässe den weg findet? z.b. viel fett?
könnte mir vorstellen, daß dort sonst wieder der rost irgendwann nagt. wobei das ja jetzt viel mehr material ist, sollte also länger halten.

weiterhin viel erfolg!

lg axel

p.s. falls du noch eine cb-funke und eine große antenne suchst (geländewagen sehen ohne große antenne aus, als ob sie nicht ins gelände dürften), gib mal bescheid :-)
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Re: G-Modell

Beitragvon IQON » Sa 15. Nov 2014, 22:08

Zum Korrosionsschutz aber nur schmieriges Fett nehmen was nicht aushärtet.
Wir haben hier einen Fall wo zähes Fett genommen wurde, das löst sich vom Metall bildet einen abgedichtete Hohlraum wo dann Wasser steht und es dahinter munter rostet...

Interessanter weise hat das Auto Sogar ne automatische Fettverteileinrichtung die den Unterboden mit einer Fettschicht überzieht...
Kommt daher da er offene Fettgeschmierte Kreuzgelenke 4-6 Stück und 2 Teleskoprohre hat...
Da verteilt sich durch die Fliehkraft das Fett vom Abschmieren (alle 6000km, oder jeden Winter)

Die Hecktür und ihr Rost:
Antwort vom Haus Lackierer was man da gegen machen kann: "Neue Tür besorgen"...
Ja wirklich wenn der Rost unten rauskommt steht innen drin schon die braune Pest(unten rechts beim Türschließer blech),
man kann es unten wegschleifen verzinnen und Lackieren hält so 3 Jahre danach kommt es wieder durch,
man kann auch nicht von innen bei zum Sandstrahlen, ist bisschen blöd gemacht...

Ich hatte das Glück das der Vorbesitzer von meinem G einen ganzen Umzugskarton an Hohlraumkonservierung in jede Ecke geballert hat, Schichtdicken von Teilweise 5mm...
Aber dafür kein Rost im Innenbereich :D
Aber Arbeiten werden zur Schmierschlacht, das Zeug bappt wie oll...


Viele Grüße IQON
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Re: G-Modell

Beitragvon Felix945 » Sa 15. Nov 2014, 22:45

Ich habe aktuell au h eine Dauerbaustelle hier, einen A8 D2 W12. In ehemals erbärmlichen Zustand, langsam wirds...
Wenn man sich soein projekt zulegt muss man einfach mit reparaturstau rechnen, mehrfach stand ich davor den großen kanister zu nehmen und ihn abzubrennen.

aktuelles megaärgerniss... bremsen vorne überholt (dämliche ATE 2 Kolben schwimmsattelbremsnalage) alles fein, dann den Gleitbolzen eingesezt, festgeschraubt, und zack kein ende des gewindes in sicht... KLasse 380E kostet soein beknackter bremsbelagträger... *würg*
AAAABBER! der größte brocken - der motor- läuft wieder, jezt sinds nurnoch das getriebe, lenkgetriebe,flexrohre, bremsen und innenraum YAAAAY!
einer von ehemals 650 und aktuell noch 160 existierendenden nenne ich dann hoftl. topfit meinen aber bis dahin... das dauert noch

Abundzu muss man einfach etwas abstand nehmen, ich hab die erfahrung gemacht "mal eben" entwickelt sich bei solchen baustellen ganz schnell zu tagelangen aktionen, wie bei den bremsen... "mal eben beläge machen und gleitbolzen schmieren" .... :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :evil:


in diesem sinne mfg
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Re: G-Modell

Beitragvon Hansele » Sa 4. Apr 2015, 21:03

Hallo,

heute habe ich mich mal wieder an diesen Thread hier erinnert,
fast alle Threads die ich hier in letzter Zeit starte hängen alle irgendwie mit diesem Projekt zusammen.

Nunja, viel geschafft habe ich irgendwie noch nicht, derzeit bin ich schwer mit der Hinterachse beschäftigt.

Mittlerweile habe ich einiges an Grundgeräten und Co gebaut und angeschafft,
ich kann nun Kleinteile gut in der Sandstrahlkabine strahlen und anschließend in der Lackierkabine gleich mit der ersten Schicht Farbe überziehen.

Mein Druckstrahlgerät hat mich letztes mal noch etwas im Stich gelassen, aber dafür ist derzeit das Wetter viel zu schlecht.

Die Hinterachse hat sich in diese Kleinbaustellten (haha klein, schreibt der da...) verteilt:

- Radlager wechseln
-->Stauchring etc. :?
- Neue Innereien für die Trommelbremse
--> Trommeln aufarbeiten
--> Bremsbelagträger aufarbeiten
--> Bremsbeläge aufnieten
- Bremsleitungen neu machen
- Sperrenzylinder optisch überholen (technisch in Ordnung)
- Achse strahlen und lackieren
- Neue Gummilager für Längslenker etc.
- etc. (alle anderen Teile die daran hängen aufarbeiten)

Die meisten dafür benötigten Ersatzteile habe ich den letzten Monaten bestellt und erstmal eingelagert,
bis ich endlich soweit bin, es fehlen nur noch diverste Kleinteile, aber die schaffe ich auch nach und nach ran.


So hat die Achse Ende Oktober noch ausgesehen:

Bild

Dann habe ich die Achse Stück für Stück zerlegt und natürlich
immer mehr an Baustellen und Problemen (für mich, fehlende Erfahrung/Wissen) entdeckt.

Aufgrund des Radlagerschadens ist die eine Trommel und Bremse komplett mit Differentialöl eingesaut:

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Hier ist das Öl ausgetreten:
Bild

Die andere ist Trocken gewesen:

Bild

Die beiden Trommeln im Vergleich:

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Die Längslenker, sind auch total vergammelt, dass liegt hier wohl am vielen Salz auf den Straßen,
die wenige Pflege und das Alter haben dabei ihr übriges getan:

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Die Achse habe ich dann irgendwann mal fertig gemacht zum Sandstrahlen,
also alle Öffnungen mit Stahlplatten verschlossen, als Dichtung dient alter Fahrradschlauch:

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Leider funktioniert mein Druckstrahlgerät noch nicht 100% ig,
nach dem vielversprechenden Testläufen gab es ein paar Tage später immer wieder Verstopfungen.

Da es derzeit das Wetter nicht zulässt, liegt die Achse immer noch ungestrahlt herum.



Damt es beim Strahlen schneller geht, habe ich die groben Rostplatten schon mit der Flex
und Topfbürste entfernt, vorher bin ich einmal mit dem Nadelentroster drüber gegangen.

Hier sieht man auch warum die Buchsen (50€ je Stück) gleich mit ersetzt werden.

Bild

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Die Teile werden zusammen mit der Achse noch sandgestrahlt und anschließend mit drei Schichten Brantho Korrux 3in1 lackiert.


Einige Teile der Achse habe ich schon gestrahlt und mit der ersten Schicht lackiert:
(Lackaufbau: Rot, Weiß und Schwarz, damit ich immer den best möglichen Kontrast habe)

Bild

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Heute habe ich mal mich an die Bremszüge, den Sperrenzylinder und ein paar Kleinteile gemacht:

Bild

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Der Halter der ABS-Leitungen/Kleinteile:

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Die Bremszüge:

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Der Sperrenzylinder:

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Seltsamerweise wird mein Nitrolager (vom Pistole reinigen) immer grüner:

Bild

(Kann man aus dem Zeug eigentlich die Farbreste irgendwie rausfiltern?)


Hier laueren auch noch ein paar "kleinere" Baustellen der Hinterachse:

Bild



So das wars für´s erste, ab sofort werde ich euch regelmäßiger auf dem laufenden halten,
wie es hier weiter geht.

Ausser natürlich euch interessiert, dieses Mammut-Projekt nicht wirklich,
dann spare ich mir das Tippen. ;)


Vielen Dank auch nochmals für eure guten Ratschläge/Tipps/Tricks/Fachwissen, was ich hier
an anderer Stelle Stück für Stück für mich nutzen konnte/durfte.
Ohne das geballte Fachwissen hätte ich wohl, so ein großes Projekt nicht in Angriff nehmen wollen.

Grüße

Ps: die doofen Fragen gehen jetzt erst richtig los... 8-)
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Re: G-Modell

Beitragvon Finger » Sa 4. Apr 2015, 21:07

AUF KEINEN FALL DAMIT AUFHÖREN!!!!!
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon xanakind » Sa 4. Apr 2015, 21:10

:shock:
Boah!
Hut ab! Nicht schlecht!
Du meinst es wirklich ernst :D
Das ganze ist wirklich ein Haufen arbeit......
Danach ist die Kiste zu 100% Rostfrei :)
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Nicki » Sa 4. Apr 2015, 21:14

Ich lese interessiert mit.
Meine Autobaustellen schiebe ich noch, da der innen anscheinend durchgerostete Endschalldämpfer mich nicht stört und die andere Mühle mit vergammelter Hebebühnenpömpelhalterung noch auf ihren 30. wartet.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon doofi » Sa 4. Apr 2015, 21:19

Kleiner Hinweis;
Das Lackieren der Bremsbacken hättest Du Dir sparen können da es die Nietbeläge (so weit ich weiss) nicht mehr gibt. Und wenn Du die Backen zum Bekleben wegschickst werden die eh nochmal gestrahlt.

Sollte es die Nietbeläge mittlerweile wieder geben möchte ich nichts gesagt haben.

Cooles Projekt übrigens. Muss sogar ich als glühender G-Hasser sagen.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon OnOff » Sa 4. Apr 2015, 21:56

Cool, noch ein (zukünftiger) G Fahrer hier.

ich fahre seit einigen Jahren als Jagd,und Spaßauto einen Wolf.

Wenn Du fertig bist,wirst Du viel Spaß damit haben !

Gruß Sebastian
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Nicki » So 5. Apr 2015, 00:06

doofi hat geschrieben:Sollte es die Nietbeläge mittlerweile wieder geben möchte ich nichts gesagt haben.

Auf der Suche nach einem ESR-Messmöller liefen mir Nietbeläge für Traktoren über den Weg.
Dann fiel mir dieser Thread ein und ich habe spaßeshalber mal nach dem G gesucht und wurde fündig:

http://www.ebay.de/itm/Mercedes-G-Model ... 3a9713f668
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon janosch » So 5. Apr 2015, 10:07

Hallo,
zu reinigen der Waschverdünnung.
Du nutzt doch das Becher Wechselsystem von Sata!

Nimm einfach einen Becherdeckel (der auf der Pistole steckt) mach eins von den flachen runden Sieben rein und schon hast Du einen "Trichter" mit dem Du prima Deine Waschverdünnung filtern kannst.
Der lässt sich auch Problemlos öfter benutzen.

Wenn die benutzte Verdünnung etwas gestanden hat setzen sich doch die Lackreste als Bodensatz ab.
Die Verdünnung vorsichtig durch den Trichter schütten und nur den letzten Schluck mit dem Bodensatz ab in die Tonne.

Du kannst die benutzte Verdünnung auch destillieren. http://www.esska.de/esska_de_s/Destilliergeraet-fuer-Loesemittel-Modell-K2-10-CEI-Leistung-4-l/h-k2-4340.html
Für die Profis gibt es da extra Geräte aber ich denke für den Hausgebrauch reicht auch ein Eigenbau.

Wie beim Schnaps brennen hast Du nachher saubere Verdünnung auf der einen und einen festen Rest auf der anderen Seite.

Gruß
Jan
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Taunusbär » So 5. Apr 2015, 14:20

Zum Reinigen gibt es Waschverdünnung.
Da setzt sich fast alles nach einiger Zeit am Boden ab.
Zum Nachspülen der Pistolenteile hab ich dann noch Saubere in der Spritzflasche.

Tu dir den Gefallen und nimm für die Achse ein 2K Lacksystem, das hält weigstens.
Mein Vorschlag wäre Mipa EP-Grundierfiller und ein PU-Decklack.
Der ist auch sehr gut zu verarbeiten.

Gruß Martin
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » So 5. Apr 2015, 19:09

doofi hat geschrieben:Kleiner Hinweis;
Das Lackieren der Bremsbacken hättest Du Dir sparen können da es die Nietbeläge (so weit ich weiss) nicht mehr gibt. Und wenn Du die Backen zum Bekleben wegschickst werden die eh nochmal gestrahlt.

Sollte es die Nietbeläge mittlerweile wieder geben möchte ich nichts gesagt haben.

Cooles Projekt übrigens. Muss sogar ich als glühender G-Hasser sagen.



Hallo,

ich habe die Beläge zum selbstaufnieten, die sind vom Preis her um den Faktor 13x billiger,
als die die es sonst so an der Teiletheke bei MB gibt.

Bild

Bild

Jetzt fehlt mir nur noch etwas zum gegenhalten, damit es mir die neuen Beläge nicht zebröselt,
wenn ich die Niete verniete.

Kann es sein, dass sowas das richtige dafür ist?

http://www.ebay.de/itm/GEDORE-127-3-Nie ... 3cd71d925e

Die Größe von dem Teil, orientiert sich am runden Kragen der Niete oder?

Ansonsten muss ich das ganze mit zwei Durchschlägen machen, allerdings wäre mir die Geschichte mit richtigem Werkzeug lieber,
solange das nur wie im Link ein paar € kostet.

Hier sieht man die Stelle um die es geht:

Bild


Derzeit lagern die gekauften Teile noch alle in der Abstellkammer, was den WAF witzigerweise
nichtmal angekratzt hat, sogar Bremsleitungen auf dem Esstisch wurden geduldet:

Bild


@ janosch:

Ja ich nutze die RPS-Becher auch wenn ich bisher jeden Einwegbecher wieder sauber gemacht habe,
den Tipp teste ich nächste Woche mal aus.

@ Taunusbär:

Hmm 2 Komponenten ich weiß ja nicht, gerade bei den Achsteilen hat mir bisher an dem Brantho Korrux 3in1
sehr gut gefallen, dass der Lack flexibel bleibt. Sodass ein paar Steinschläge (das Auto wird artgerecht bewegt) nicht
gleich zum abplatzen des Lackes führen.

Bisher dachte ich, dass 2K-Lacke immer sehr hart und "spröde" werden?

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon GregorB » So 5. Apr 2015, 20:33

Hansele hat geschrieben:
Jetzt fehlt mir nur noch etwas zum gegenhalten, damit es mir die neuen Beläge nicht zebröselt,
wenn ich die Niete verniete.

Kann es sein, dass sowas das richtige dafür ist?

http://www.ebay.de/itm/GEDORE-127-3-Nie ... 3cd71d925e

Die Größe von dem Teil, orientiert sich am runden Kragen der Niete oder?

Ansonsten muss ich das ganze mit zwei Durchschlägen machen, allerdings wäre mir die Geschichte mit richtigem Werkzeug lieber,
solange das nur wie im Link ein paar € kostet.

(...)

Bisher dachte ich, dass 2K-Lacke immer sehr hart und "spröde" werden?

Grüße


Vorweg...

Der Niet, die Niete (Plural).
Nieten gibts zwar auch, die tummen sich aber vornehmlich an Leerinstituten als Leerkräfte rum...

Genug OT.
Ohne selbst schonmal Bremsbeläge genietet zu haben, aber das sind Hohlniete, du hast hier aber nen Nietkopfformer verlinkt.
Den braucht man, um bei massiven Niete den Nietkopf zu formen.
Erst die Bohrung in die zu vernietenden Teile einbringen, Nietrohling einsetzen.
Mit dem Nietsetzer die beiden Teile etwas zusammendrücken, dann den Nietkopf mit dem Hammer grob vorformen.
Mit dem Nietkopfformer fertigformen.

Für Hohlniete gibts wieder ander Nietsetzer. I.d.R. ist das nur ein stück Rund mit nem Absatz vorne dran der in die Bohrung des Niet passt.
Ansonsten Hohlniete hab ich für weniger-(un-)kritische Anwendungen schlicht mit Körner und Rundmaterial vernietet.
Niet einsetzen, mit dem Körner vorformen und mit dem Rund dann fertig umschlagen.

Obs das allerings auch bei Bremsbelägen hält? Ich wage es zu bezweifeln...

Zum Thema 2K Lack, kommt m.W.drauf an wieviel Härter zugemischt wird.
In dem Betrieb in dem ich arbeite, wird i.d.R so lackiert, dass der Lack "schlägzäh" bleibt.
Sprich, er blättert nicht gleich ab, wenn mal was drauf fällt.
Wenns härter werden soll, dann geben unsere Lackierer einfach etwas mehr Härter mit dazu, dann wird der teilweise knochenhart.
Splittert aber leichter wieder ab.
Verarbeitet werden zu 99,9% MIPA Lacke.

Grüße
Gregor
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Obelix77 » So 5. Apr 2015, 20:53

@Hansele: Saugeiles Projekt! Ich denke,ich spreche hier für viele
wenn ich sage, daß ich auch gern sowas durchziehen würde,
mir aber der Platz und die Ausstattung dazu fehlt.
Ein Kumpel und meine Wenigkeit träumen ja schon seit
Jahren von einer alten angemieteten Scheune mit ner
schönen Hebebühne drin...

Egal - Mach weiter, und BITTE poste weiterhin Bider
und Ergebnisse. Super schön zu schauen und zu lesen.

Irgendwie erinnert der Threat an die seinerzeit (etwa 2000 oder so)
vom Oliver Springer betriebene Website "Audi80.com".
Der hat damals aus nem alten Typ 89 nen ultrageilen Quattro gebaut.
(Schaut mal auf der Wayback Machine vorbei)

Mach weiter!!

LG,
Dirk
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon janosch » Mo 6. Apr 2015, 07:52

Hallo,
wie "hart" ein Lack ist steht nicht unmittelbar im Zusammenhang mit 1K oder 2K.

Es gibt 1K Lacke die sehr hart und spröde sein können.
Auf der anderen Seite sind 2K Lacke ja durchaus geeignet um weiche Kunststoffe, wie Stoßstangen zu lackieren.

Wie hart ein 2K Lack wird hat nichts mit der Menge des Härters zu tun.

Bei den Lacken und auch Epoxyd-harzen die ich kenne ist es, zwingend notwendig das genaue Mischungsverhältnis zwischen Lack und Härter einzuhalten.
Quelle: wikipedia.
Wie bei allen Reaktionsharzen muss beim Anmischen von Reaktionsharzmassen normalerweise das stöchiometrische Harz-Härter-Verhältnis eingehalten werden †“ andernfalls verbleiben Teile von Harz oder Härter ohne Reaktionspartner. Bei einem zu hohen Anteil einer der beiden Komponenten bleiben unreagierte funktionelle Gruppen zurück und die Vernetzung ist unvollständig, was zu einem weicheren Produkt und zu klebrigen Oberflächen führt.


Tipp zum anmischen

Sehr informativ auch wenn es eigentlich um Boote geht

2K Produkte haben den großen Vorteil, dass sie sich, nach dem vollständigen aushärten, mit Lösemitteln nicht mehr anlösen lassen

Gruß
Jan
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Sascha » Mo 6. Apr 2015, 12:35

Als mein Kumpel mal ein Auto mit 2K-Lack lackert hat, ist etwa 200ml davon übrig geblieben. Am nächsten Tag war das ein Gummiklotz, den man aber ohne viel Kraft auseinanderbrechen konnte.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon doofi » Mo 6. Apr 2015, 20:37

Zum Bremsbeläge nieten:
Disclaimer: NICHT so machen. Bei mir hat das zwar immer funktioniert als ich noch keine Nietmaschine hatte aber.....

Verlängerung als Gegenhalter in den Schraubstock einspannen, die durch die Senkungen in den Belägen passt (beim G wirds wohl ne 3/8" sein), mit dem Körner aufweiten und mit dem Hammer platthauen. In der Mitte des Belages anfangen.
Die kleine Rundung des Vierkants der Verlängerung passt perfekt.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Taunusbär » Mo 6. Apr 2015, 23:33

Als mein Kumpel mal ein Auto mit 2K-Lack lackert hat, ist etwa 200ml davon übrig geblieben. Am nächsten Tag war das ein Gummiklotz, den man aber ohne viel Kraft auseinanderbrechen konnte.

Ist normal, deswegen geben die Hersteller ja auch eine maximale Schichtstärke an.

EP-Grundierungen würde ich als sehr Schlagfest einstufen.

Gruß Martin
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon winnman » Di 7. Apr 2015, 19:18

Ausserdem wichtig fürs nieten:

Der Lack unter den Belägen muss komplett weg, die Beläge müssen da auf dem blanken Metall aufliegen.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Di 7. Apr 2015, 21:43

winnman hat geschrieben:Ausserdem wichtig fürs nieten:

Der Lack unter den Belägen muss komplett weg, die Beläge müssen da auf dem blanken Metall aufliegen.



Uihhh das habe ich nicht gewusst, Danke für den Hinweis,
dann schleife ich da die Farbe vor dem Nieten wieder runter.


Heute habe ich mich mal wieder ein paar Stunden dem Projekt hier gewidmet,
war mal wieder schön warm in der Werkstatt heute:

Bild




Mit den Federn gings los:

Bild

Schäden über Schäden:

Bild

Bild

Kann mir aber egal sein, die Federn sind nun beim Kugelstrahlen und anschließendem Pulverbeschichten,
in 8 Wochen wissen wir mehr. Die Beschichter haben im Frühjahr immer Hochbetrieb, dort konnte man vor lauter Felgen
fast nicht mehr laufen, deshalb die lange Wartedauer.



Nächste Baustelle die Achse wurde final vorbereitet zum sandstrahlen,
diese habe ich vorhin noch weggefahren (Gott ist das Teil schwer, alleine geht da wirklich garnichts).

Damit ich diese überhaupt ordentlich lackieren kann, habe ich noch an die beiden Seiten
jeweils ein Vierkantrohr angeschweißt:

Bild

Bild

So kann ich die Achse dann sauber auf zwei Böcken ablegen und in Vierstufen drehen,
sodass ich überall halbwegs hinkomme.

Die Fahrradschlauchdichtung ist zu schwach gewesen, bzw. diese wurde einfach ausgestanzt
durch meine Stahlplatte:

Bild

Diese wurde dann gleich durch die Fricklervariante 2 ersetzt:

Bild

So sollte das halten, wenn alles gut läuft ist die Achse diese Woche wieder bei mir.


Heute waren die beiden hinteren Stoßdämpfer an der Reihe,
diese sind technisch noch in Ordnung allerdings optisch eine Katastrophe:

Bild

Man sieht einfach mal wieder deutlich den Zahn der Zeit und vorallem
den Zahn des Salzes:

Bild

Die Hülle ist oben am Stoßdämpferdeckel mit drei Schweißpunkten angeschweißt:

Bild


Die Schweißpunkte habe ich weggeschliffen und das Rohr eingeschlitzt damit
ich es über das Gummilager mit der Stahlbuchse bekomme:

Bild

Hier kann man einen der Schweißpunkte sehen:

Bild

Das Problem an den Schutzrohren ist, dass diese innen nicht lackiert sind
und somit der Rost natürlich sofort loslegt.
Hier eines der Schutzrohre mal aufgebogen:

Bild

Bild

Das hier konnte ich ohne Mühe vom Blech kratzen:

Bild

Der Rest der Dämpfer ist noch gut in Schuss:

Bild


Weiter geht´s, hier mal noch ein schönes "vorher" Bild:

Bild


Nun noch die Stahlhülse und das Gummilager auspressen:

Bild

Das Auge ist auch nicht angerostet, was mich etwas wundert,
aber irgendwie auch sehr freut:

Bild


Hier ein kleines "nachher" Bild, nämlich nachdem Sandstrahlen:
(Die Stahlbuchsen dienen gleichzeitig als Schutz für das Gewinde und sauber werden die so automatisch ;) )
Bild

Der Rost hat schon deutliche Spuren hinterlassen:

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Ab in die Kabine damit:

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Und fertig, genug für heute:

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Die aktuelle Anfrage bei "Wer hat ich Suche" ist der Ersatz für die Schützhüllen der Stoßdämpfer,
mein Stahlhändler hier, hat mich mit den Abmessungen nur komisch angeschaut.
:roll:

Schönen Abend noch,
bis bald.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon doofi » Di 7. Apr 2015, 21:55

winnman hat geschrieben:Ausserdem wichtig fürs nieten:

Der Lack unter den Belägen muss komplett weg, die Beläge müssen da auf dem blanken Metall aufliegen.


Wirklich? Hast Du da einen Link dazu? Habe ich nämlich noch nie gesehen. Auch die originalen Mercedes-Backen sind komplett schwarz einbrennlackiert. Bei den LKW zumindest.
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