"Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Der chaotische Hauptfaden

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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon xanakind » Di 7. Apr 2015, 22:48

Das mit den Dämpfern habe ich bei meinem auch durch.
Ich habe alles gammelige von dem Schutzrohr weggeflext und entrostet.
Dann habe ich da einfach Faltenbälge drüber gezogen und festgemacht.
Tut seinen Zweck und hält bis heute.
Diese Faltenbälge gibt es im Motorradzubehör in allen möglichen Abmessungen zu halbwegs normalen Preisen. :)
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Duffman » Mi 8. Apr 2015, 12:49

Reschpeckt :mrgreen:

Hätt ich die Kohle, würd ich mich nicht von meinen Ltan zur Schule fahren lassen (Landei, 40km Schulweg und da wo ich wohne fährt nicht mal nen Bus hin), sondern mit nem Buschtaxi selbst ranfahren. Bei den Strassen hier ist ein Geländewagen wirklich sinnvoll und meines erachtens auch zwingend notwendig :lol:
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon BigJim » Mi 8. Apr 2015, 14:35

Hallo,
wenn das dein Traum ist, dann hoffe ich für dich, dass es nicht zum Albtraum wird.
Den Fleiß - Preis hast du ja bereits jetzt gewonnen. Ich bin beeindruckt.

Wenn ich jetzt was schreibe, klingt das so negativ. So ist es nicht gemeint, daher versuche ich das zu begründen.
Meine Meinung zu ein paar Details:
Die Federn in diesem Zustand noch zu strahlen und zu lackieren halte für den falschen Weg. Der oberflächlich sichtbare Rost, insbesondere wenn er schon so stark ist und in der Mitte der Feder, zieht sich auch in die Metallstruktur, was dort zu einer Materialermüdung und zum Bruch führt. Gerade bei der Marke mit dem Stern, brechen so viele Federn, da ist die Gefahr bei solch durch Rost geschwächten Federn um so größer.
Ähnlich sehe ich das für die Stoßdämpfer. Bei Stoßdämpfern in einem optisch so schlechten Zustand, ist mit Sicherheit von einer deutlich verringerten Wirkung auszugehen. Auch ich musste lernen, dass sich Stoßdämpfer niemals von Hand prüfen lassen. Das kann nur ein entsprechender Prüfstand im eingebauten Zustand. Auch ich dachte meine 10 Jahre alten Stoßdämpfer seien noch OK. Der ADAC - Prüfer (des damals noch üblichen mobilen Prüfstands) bescheinigte mir genau das Gegenteil. Nach Austausch der Dinger war das ein völlig neues Fahrgefühl.
Bremsbeläge habe ich früher auch selbst genietet. Durchschlag der entsprechenden Größe in den Schraubstock gespannt, Niet durch Belag und Halter dort aufgelegt, mit Körner etwas aufgeweitet und dann mit weiterem Durchschlag Platt gehauen. Das funktioniert einwandfrei. Bei dem Lack bin ich auch etwas skeptisch, hätte jetzt aber keine echten Bedenken. Auch ich kenne die Belagträger nur irgendwie galvanisiert, niemals aber lackiert.
Auf jeden Fall weiter machen und von nichts und niemanden entmutigen lassen.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Matt » Mi 8. Apr 2015, 17:18

BigJim hat geschrieben:Bremsbeläge habe ich früher auch selbst genietet. Durchschlag der entsprechenden Größe in den Schraubstock gespannt, Niet durch Belag und Halter dort aufgelegt, mit Körner etwas aufgeweitet und dann mit weiterem Durchschlag Platt gehauen. Das funktioniert einwandfrei. Bei dem Lack bin ich auch etwas skeptisch, hätte jetzt aber keine echten Bedenken. Auch ich kenne die Belagträger nur irgendwie galvanisiert, niemals aber lackiert.
Auf jeden Fall weiter machen und von nichts und niemanden entmutigen lassen.


So hatte ich mit Vater auch gemacht, beim Mähdrescher.
Ist genau wie BigJim gesagt, aber ich empfehle, 2te Person holen, einer hält ihm zusammen und andere fuchelt mit Körner und Hammer rum.
Normalweise hält Belag ganze Leben von Mähdrescher, aber Opa hat geschafft, den in eine Stunden durchzuschleifen. (Handbremse gezogen und rumfahren mit grossvolumige Diesel)

Grüss
Matt

Achja, löbliche Bericht, danke dafür.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Mi 8. Apr 2015, 20:35

Hallo,

@ xanakind:
Das mit den Faltenbälgen habe ich mir schon überlegt, allerdings wollte ich es so original wie möglich haben,
mal sehen ob sich das passende Rohr noch besorgen lässt.
Aber danke für den Hinweis, wo ich solche Faltenbälge finden lassen.

@ BigJim:

Ob der Traum tatsächlich in Erfüllung geht, weiß man nie,
es kann ja immer soviel passieren und sich ändern.
Aber bisher bin ich da noch zuversichtlich :lol:

Das mit den Federn habe ich mir auch überlegt, allerdings wollte ich es erstmal so versuchen,
tauschen kann ich die dann immernoch.
Ich erhoffe mir das durch das Kugelstrahlen, die Oberfläche wieder ausreichend an Härte gewinnt
und somit die erste und viele weitere Fahrten überlebt.

Die Stoßdämpfer habe ich in einem mobilen ADAC Prüfstand testen lassen,
der war in der Kurzzeitkennzeichenwoche gerade im Ort.
Sind die Ergebnisse von so einem transportablen Prüfstand auch zuverlässig?

Weil in der Kiste, waren die Stoßdämpfer gut in Schuss, aus dem Grund habe ich mich auch erst
für die Aufarbeitung entschieden.

@ Matt:

Alles klar, dann schaue ich das ich da meinen Dad oder die Freundin einspanne ;).




Wie gesagt die Woche habe ich noch Urlaub, also will ich auch wenigstens immer ein paar Kleinigkeiten anpacken.


Heute habe ich mal mi den automatischen Bremsennachstellern angefangen:

Bild

Die Manschetten haben das gröbste hintersich:

Bild

Bild

Aus dem Grund, hat es auch etwas Saharasand (kein Witz) dahinter geschafft:

Bild

Aber natürlich nur auf einer Seite, naja auf der linken Seite sieht man wie´s eigentlich aussehen sollte:

Bild

Abkleben, die alte Manschette wieder aufstecken und ab zum strahlen damit:

Bild

fertig:
Bild


Leider hat das Sandstrahlen (mit Zyklonabscheider) meinem Staubsauger nicht so gut getan,
ich vermuter dieser hat einen kapitalen Motorschaden (stinken tut er mal wie die Sau).
Den Hammersound möchte ich mit euch teilen, daher ein kleines Video bei Youtube:

https://youtu.be/HHh9mtP9-1s

Wie funktioniert denn bei einer konventionellen Kabine die Absaugung?
Irgendwas muss ich da deutlich optimieren, sonst töte ich hier einen Sauger nach dem anderen,
so kann das nicht weitergehen.


Bevor die Achse mir meinen "Lackierraum" blockiert möchte ich noch alle angearbeiten Teile Lacktechnisch weiterbringen,
sodass ich die Achse eine Weile da drin lassen kann.

Also erstmal alle Teile aufhängen, welche die erste Behandlung schon bekommen haben:

Bild


Dann mal die Farbe anmischen (eigentlich nur um 10% verdünnen):

Bild

Ich habe letztes Jahr für ein anderes Projekt auch die gleiche Farbe gekauft und mich da an eine halb volle Dose erinnert,
diese wollte ich aufbrauchen, solange die Farbe noch gut ist.
Mein Dad hat damit auch mal ein paar Teile gestrichen und wohl den Lack direkt aus der Dose gepinselt.

Nunja schon beim einstellen der Pistole kam der Lack komisch aus der Düse, sodass ich abgebrochen habe
und nochmals neue Farbe angemischen musste.

Als ich den Deckel aufgemacht habe und das Sieb gesehen habe, war ich erstmal sprachlos :shock: :

Bild

Kein Wunder, dass sich das Zeug nicht spritzen lassen wollte. Egal auf der Dose steht jetzt nur fürs grobe mit Pinsel auftragen, :lol:


Die zweite Schicht ist nun drauf in der Farbe Betongrau:

Bild

Bild

Bild


Wann sollte man eigentlich das Filtervlies der Absaugung tauschen?
(Oder ist alles in Ordnung, solange noch ausreichend Luft durchgeht?)
Diese sieht schon ganz schön voll aus:

Bild


Hier noch eine kleine Übersicht der Teile, welche alle demnächst an der Achse verbaut werden wollen,
ein paar fehlen noch:

Bild

Bild



So das war´s für heute, euch einen schönen Abend.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Maschine » Mi 8. Apr 2015, 20:42

Hi Hansele,

sehr schön machst Du das! Und super Bericht, macht Spaß sich das anzuschauen.

So eine Baustelle hatte ich auch mal, mein VW-Bus. Ist schon bald 20 Jahre her, als ich damit anfing:

Bild->zoom

Ich brauchte knapp 2 Jahre um das Ding zu zerpflücken, alles schweißen, und instand setzen, bis zur Jungfernfahrt:

Bild->zoom

LOL, ohne Tür, mitten in der Nacht aus der Garage geknattert!

Sowas macht ne Menge Laune, nur gibt es auch extreme Durststrecken.
Dann war ich noch 3 Stunden beim TüV um alles eintragen zu lassen, wie z.B. die in Eigenbau tiefergelegte Vorderachse mit selbstgefrästen Rasterplatten. 10 Jahre später konnte man die erst kaufen!

Sonst hat Dein G nicht so viel Rost am Blech? Sei froh!

Maik
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Taunusbär » Mi 8. Apr 2015, 21:38

Ich hab an meiner Strahlkiste meinen Flex-Sauger dran,den hab ich vor 4 Jahren vor der Hausrenovierung gekauft und ich würde den wenn er defekt ist sofort wieder kaufen.
Der hat einen Motor der nicht durch die Saugluft gekühlt wird und einen automatischen Filterklopfer.
Das der voll ist merkt man nur daran das er plötzlich so schwer ist. :D

Der Zyklon lässt halt den Feinstaub durch, der verstopft den Filter, und der Motor überhitzt.

Normale G4 Filtermatte ist für Lacknebel nur bedingt geeignet, die ist halt recht schnell gesättigt, die grüne Farbnebelabscheidematte wird zur Abluftseite immer feiner so dass sie mehr Lack aunehmen kann.
Setz doch nen eckigen Rahmen vor den Lüfter dann nutzt du die Fläche komplett aus.

Angebrochene Dosen schütt ich erstmal durch ein Schnellsieb.

Gruß Martin
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon winnman » Mi 8. Apr 2015, 22:07

Hab schon ein paar wieder aufgenietet.

Die Wärmeabfuhr aus dem Belag kann ja nur vom
Belag auf den Träger erfolgen.

Der Belag muss also da voll aufliegen!

Wenn da Lack dazwichen ist erfolg die Wärmeabfuhr nur über die Kontaktfläche Belag -> Lack -> Träger
Ausserdem stimmt der Durchmesser dann nicht mehr wenn Lack dazwischen ist!

Also Lack vom Berich der Auflage der Beläge muss runter!
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Bastelbruder » Mi 8. Apr 2015, 22:21

Die Wärmeabfuhr beim Bremsen erfolgt zu elfundneunzig Prozent über die Trommel / Scheibe.
Der Belag hat solch eine schlechte Wärmeleitung daß er eigentlich verbrennen müßte weil der Belagträger nämlich nicht nennenswert von kühlender Luft umströmt wird. Und Wärmekapazität ist an der Stelle auch nicht vorhanden. Die Farbe wird in kurzer Zeit unter Luftabschluß und starkem Druck degenerieren und gut. Und der falsche Durchmesser schleift sich ein.

Der Belag wird nie heißer als das Gegenstück.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Do 9. Apr 2015, 21:59

Hallo zusammen,


@ Maschine:

Uihh schönes Bus´le hast du da, würde mir auch gefallen.
In zwei Jahren werde ich das wohl nicht schaffen, da auch immer ein Auge auf dem WAF liegt.
Wäre schade, wenn die Holde nicht mehr mit zieht, deshalb lieber mal Pause machen.

Am Blech hat die Karosserie nicht allzuviel Rost, allerdings ein paar richtige Dellen auf der Beifahrerseite,
da habe ich noch keine Idee wie ich das am besten angehe.
Aber darüber mache ich mir erst später mal Gedanken, aber da wisst ihr dann sicher mehr. ;)

@ Taunusbär:
Hast du zu dem Flex Sauger ein Modell bzw. eine Bezeichnung, dann könnte ich nach dem Modell mal
auf dem Gebrauchtmarkt umsehen, neu sind mir die Dinger schlichtweg zu teuer.


@ winnman:
Hmm, dann werde ich den Lack an den Stellen einfach abtragen, Schaden tut´s ja auf keinem Fall.


@ Bastelbruder:
Das die Beläge kaum wärme weitergeben, kann ich mir durchaus vorstellen, das Material fasst sich auch schon so an.
Sobald ich die neuen Beläge drauf habe, teste ich das an den alten mal aus.
Ich werde berichten, auch wenn das vielleicht noch ein paar Monate dauert. :)






Heute hatte ich Mittags ein paar Stunden Zeit mich zu verkrümeln,
viel habe ich nicht geschafft, aber auch ein kleiner Schritt ist ein Schritt.


Zuerst habe ich mal den "neuen" Sauger in Form gebracht, mal sehen wie lange der´s aushält
mit meinem Strahlstaub:

Bild

Der Filter ist diesesmal um einiges besser denke ich:

Bild

Bild

Damit das Zubehör nicht immer im Weg steht, ist das nun unter der Kabine gelandet:

Bild


In der Lackierkabine habe ich gleich mal noch den E-Heizer angeworfen,
damit der Lack etwas besser / schneller trocknet, ca. 20 Grad sind dafür ganz gut geeignet:

Bild


Ran ans Gewehr oder nee ähh ans Putzmittel, ein paar Kleinteile putzen stand heute auf dem Programm:

Bild

Bild

Bild

So muss das aussehen :lol: :

Bild


Der Tank wollte auch noch vom groben Dreck befreit werden,
den werde ich wohl mal noch zum Waschpark ausführen müssen:

Bild

Sobald man etwas m Dreck kratzt kommt wieder der Saharasand zum Vorschein:

Bild

Das Zeug wird hart wie Beton, unglaublich wie fest das Zeug wird:

Bild

Hier noch ein Bild des Tankgebers, dass wird auch noch eine Baustelle werden:

Bild
Hat jemand von euch eine Idee, wie man das Teil ausbauen kann?
Ist das nur gesteckt oder wie? (keine Schrauben zu sehen, wo das Teil mit dem Tank verbunden sein könnte)
Ich möchte nur ungern noch mehr kaputt machen, vielleicht weiß einer von euch Rat.



Zu guter letzt konnte ich die Teile vom strahlen holen:

Bild

Nun gut zu sehen, dass die Gummilager reif für die Tonne sind:

Bild

Im Vergleich zu den neuen:

Bild


Vorher:

Bild

Nachher, nur noch blanker Stahl zu sehen, ein geiler Anblick: :shock: :o 8-)

Bild

Bild

Hier noch die Auflage der Achse für das spätere Lackieren,
davon gabs im montierten Zustand kein Bild:

Bild

Bild

Bild

Bild

Hier ist der neue Federteller zu sehen, dieser muss noch gestrahlt und angeschweißt werden
bevor die Achse lackiert werden kann:

(erstmal müssen natürlich noch die Reste der alten Teller weg, dort habe ich grobe Rest als Postionsmerker dran gelassen)

Bild

Bild

Nachdem die Federteller dran sind, werde ich die Achse gründlich reinigen und entfetten,
dann noch kurz ein Blick zum Differential (kein Sand wäre super) und anschließend lackieren.


Es bleibt also spannend, wenn alles gut läuft schaffe ich es noch die Achse in meinem Urlaub
mit der ersten Lackschicht zu überziehen (das ist das Ziel :D ).

Im Arbeitsalltag bleibt meist kaum Zeit um so vorwärts zu kommen, ich hoffe das ich jede Woche
wenigstens ein Feierabend am Projekt weiterarbeiten kann.
Ich halte euch, dann immer wieder auf dem laufenden, je nachdem wie ich dazu komme.



Schönen Abend noch.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Taunusbär » Do 9. Apr 2015, 22:50

Hast du zu dem Flex Sauger ein Modell bzw. eine Bezeichnung, dann könnte ich nach dem Modell mal
auf dem Gebrauchtmarkt umsehen, neu sind mir die Dinger schlichtweg zu teuer.

Ist ein S47 , aber gebraucht gibts den nicht, außer als Schrotthaufen.
Kein vernünfitiger Mensch gibt den wieder her :D

Nilfisk gibt es gelegentlich mal recht günstig, aber die Alten, nicht die Alto Teile.
Die sind auch dauerbetriebsfest.
Schau mal nach einem GS82, relativ IGOR-Mässig aber gut.

Gruß Martin
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Fr 10. Apr 2015, 13:46

Hallo,

heute morgen ging´s früh raus aus den Federn, sodass ich noch etwas geschafft bekommen habe,
bevors nachher lecker Kuchen gibt.

Heute sind die Federteller an der Reihe gewesen,
darum gehts:

Bild

Bild

Die drei restlichen Gewindebolzen, wollen auch noch ersetzt werden:

Bild

Anzeichnen / sauber schruppen:

Bild

Zack ein paar Punkte später ist der Bolzen wieder an seinem Platz:

Bild

Gewindeschutz für das spätere Bürsten und lackieren geht da auch immer super:

Bild

Nun ging´s noch den Resten der alten Federtellern an den Kragen:

Bild

Bild

Seitlich angeschweißt und gebürstet:

Bild

Damit das auch richtig stabil wird, muss noch an ein paar anderen Stellen geschweißt werden,
wirlich gut rankommen tut man nicht, aber ist genauso gut verschweißt wie ab Werk:

Bild

Bild

Bild


Wenn alles glatt geht und mein Helfer Zeit hat, kann ich morgen noch die Schweißspritzer wegschleifen und entfetten.

Gibt es einen Trick oder Tipp, wie man die Schweißspritzer besser wegbekommt?
Ich gehe da immer mit Fächerscheibe und Hammer/Meissel ran.


Und tschüß, ab geht´s zum Kuchen :lol:
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Sven » Fr 10. Apr 2015, 14:01

Kannst du gegen die Schweißspritzer nicht präventiv tätig werden? Schweißtische werden ja auch mit Schweißspray behandelt, damit sich die kleinen Perlen darauf nicht festsetzen.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Maschine » Fr 10. Apr 2015, 15:42

Hi Hansele,

also fürs Grobe kann ich auch Nilfisk (die alten mit Drehstrom) empfehlen.
Nur sehr feiner Staub mögen die nicht so, das setzt den Filter zu, wenn Feuchtigkeit im Spiel ist, oder wenn man Gipsstaub gesaugt hat.

Mittlerweile habe ich zwei davon! Einen für die Werkstatt, einen an der Zentrallutschung in der Wohnung.

Und danke noch fürs Lob für mein Busle! Bei dem sollte ich auch mal wieder ran, der rostet wieder an ein paar Ecken, unter anderem muss der hintere Radlauf neu, seufz.
Ich bin grad dran rauszufinden welche Porsche Bremssättel passen würden, um irgendwann auch mal die Leistung etwas, naja, verdoppeln oder so.
Ich tendiere da zu einem 2,5er Subaru Motor mit 156 Pferden. Aber das sind noch Träume.

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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Sa 11. Apr 2015, 17:10

Hallo,

@ Sven:

Das habe ich mir auch überlegt, aber mit dem Schweißtrennspray wollte ich da nicht rangehen,
weil ich das Zeug ja auch wieder wegputzen muss und an die Stellen kommt man nicht ran.



Heute gings wieder weiter, leider ist der Urlaub nun vorbei und vorankommen nicht mehr so einfach.


Zuerst habe ich aus einem Rohrstück und etwas Vierkantrohr einen Druckstempel zum auspressen der Lager gebastelt:

Bild

Bild


Die kleinen beiden konnte man gut mit einer 30iger Nuss auspressen:

Bild

Bei den großen hatte ich mit meinem Stempel keine Chance,
da die Teile komplett festgerostet sind:

Bild

Deshalb haben wir zuerst die innere Buche ausgepresst, dann die nächste Lage
und am Ende blieb nur noch der äußere Ring übrig:

Bild

Bild

Der Ring war zu gut 5mm mit Rost gefüllt, das Lager war also fast schon durchgerostet:

Bild

Bild


Hier sieht man die Teile die eigentlich alle fest miteinander verbunden sein sollten:

Bild

Bild


Nun erstmal die Lackierkabine leer machen, damit überhaupt Platz für die Teile ist:

Bild

Bild

Bild

Die Längslenker habe ich abgeklebt und entfettet, diese haben ihren Platz schonmal gefunden:

Bild

Bild


Nun wurde noch die Achse mal auf den Böcken abgelegt, damit man auch eine gute Arbeitshöhe hat
zum entfetten:

Bild

Die Auflage funktioniert so wie ich mir das Gedacht habe:

Bild


Nachdem entfetten und abblasen mit Druckluft habe ich noch den Differentialdeckel geöffnet und nach Sand gesucht,
ich meine das ich ein paar Körnchen gefunden habe.
Mein Dad meint, dass wenn Sand drin ist deutlich mehr als ein paar Körnchen drin sein müssten.
Hmm, irgendwie nicht so prickelnd finde ich.

Wenn die Achse wieder montiert ist, würde ich noch zwei Ölwechsel auf der Bühne machen, also nur im Standgas drehen lassen
und nach ein paar Minuten der erste Ölwechsel. Den zweiten wechseln dann nach einer Stunde oder einer Probefahrt (20-30 Minuten).

Was meint ihr zu der Vorgehensweise?

Oder wie würdet ihr nun verfahren?

Fast alles was ich an Sand gefunden habe lies sich in den Fingern zereiben, so war es bei 8/10 Teilen,
die anderen zwei 2 waren massiv und waren nicht zu zerreiben.



Dann war es soweit, zu zweit die Achse in die Kabine gewuchtet und los ging´s:

Bild

Nachdem die Farbe etwas angetrocknet war, konnte ich noch ein paar Bilder schießen:

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Ich muss sagen, solangsam nimmt die Achse wieder Gestalt an,
immer schön solche Teile anzuschauen.


Mal sehen, wenn ich es das nächste mal in die Werkstatt schaffe,
ich hoffe ja auf Dienstag Abend, damit die zweite Schicht Farbe drauf kommen kann.


Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Westfalica » Sa 11. Apr 2015, 23:45

Der Tankgeber ist nur gesteckt und durch verdrehen gesichert. Einfach mit einem dicken Schraubendreher und Hammer gegen den Uhrzeigersinn aufklopfen. Wird recht schwer gehen, so wie der aussieht.

Schönes Projekt!
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Lötfahne » So 12. Apr 2015, 08:56

Ich verfolge das ja mit wachsender Fassungslosigkeit- WIEVIEL hat Dir denn der Verkäufer gegeben, daß Du die Karre genommen hast? :shock: :shock: :shock: :shock:
Oder... in welchem Baggersee lag das Auto die letzten 20 Jahre? :o

Staunend...
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » So 12. Apr 2015, 18:09

Hallo,

@ Westfalica:
Danke für den Hinweis, dann werde ich mich irgendwann mal darum kümmern können,
sodass der Geber viele Jahre weiterleben kann.

Irgendwie wird das Teil schon zu retten/restaurieren sein.

@ Lötfahne:

Naja die meisten Mängel habe ich erkannt vor dem Kauf, der Preis war auch dementsprechend gut.
Ich wollte ja auch etwas zum richten und schrauben und nicht gleich zum fahren ;) .

In einem Baggersee war er nicht, zumindest nicht lange.

Welche Stellen findest du denn schlimm?

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon derrdaniel » So 12. Apr 2015, 18:23

dann wird er wenigstens so "richtig" deiner wenn du was richten musst und nicht nur auf dem Papier. Das ist schon ok, wenn man was machen muss solange es keine gebrochene Karosserie oder so ist...
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon urmel » So 12. Apr 2015, 18:30

Mannmannmann, das ist echt ein Monsterprojekt.
Alle Achtung, das braucht Ausdauer.

Wobei ich beim Zustand sagen würde, dass der bei "artgerechter Haltung" zu erwarten ist.
Einen G kaufen sich nur wenige als Statussymbol oder für die Stadt. So ein Tier will spielen. Im Gelände.
Und je nach Wartungsfreude de[sr] Vorbesitzer(s) sammelt sich da so einiges an.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Mo 13. Apr 2015, 18:37

Hallo,

hat hierzu keiner eine Einschätzung/Rat/Tipp oder so?

Nachdem entfetten und abblasen mit Druckluft habe ich noch den Differentialdeckel geöffnet und nach Sand gesucht,
ich meine das ich ein paar Körnchen gefunden habe.
Mein Dad meint, dass wenn Sand drin ist deutlich mehr als ein paar Körnchen drin sein müssten.
Hmm, irgendwie nicht so prickelnd finde ich.

Wenn die Achse wieder montiert ist, würde ich noch zwei Ölwechsel auf der Bühne machen, also nur im Standgas drehen lassen
und nach ein paar Minuten der erste Ölwechsel. Den zweiten wechseln dann nach einer Stunde oder einer Probefahrt (20-30 Minuten).

Was meint ihr zu der Vorgehensweise?

Oder wie würdet ihr nun verfahren?

Fast alles was ich an Sand gefunden habe lies sich in den Fingern zereiben, so war es bei 8/10 Teilen,
die anderen zwei 2 waren massiv und waren nicht zu zerreiben.



@ derrdaniel:
Ja so sollte es auch sein, kaufen finde ich immer arg langweilig, so weiß ich was ich habe (oder auch nicht)
und man ist ja schon immer etwas Stolz, wenn man wieder ein kleines (wenn auch noch so kleines) Stückchen geschafft hat.

@ urmel:

Jop so ist das, gepflegt wurde der G zumindest innen an den sichtbaren und einfach zu erreichenden Stellen gut,
da kann man sich nicht beklagen.

Allerdings habe ich auch beim ausräumen des Innenraums mindestens ein halbes Kilo Sand gefunden,
dass Auto hat so einige Trips in die Wüste hinter sich:

Auch das ein oder andere exotische habe ich gefunden... (Schilling, D-Mark, Franken, Rupien, Euro)
Bild

Hier noch irgendein Insektenbau, welcher hinter sich hinter den Innenkotflügeln versteckt hatte,
war auch komplett aus Sand:
Bild

Bild

Bild



Tja heute habe ich auch gleich noch den ersten Arbeitstag hinter mich gebracht
und dabei festgestellt, dass ich an meinem Stamm-Werkstattabend zur Arbeitsgruppe meines Vereines muss
und auch sonst der Kalender ziemlich voll ist. Mal sehen ob ich unter Woche noch irgendwie noch zur dritten Schicht Farbe komme.

Also habe ich mich heute noch eine dreiviertel Stunde vergrümelt um zumindest die zweite Schicht Farbe aufzutragen:

Nun sind die vier großen Teile, Betongrau geworden.

Bild

Bild

Bild

Bild

Leider habe ich wohl die Achse nach dem entfetten nicht gründlich genug mit Druckluft sauber geblasen,
mein mit Silikonentferner getränkter Lappen wurde förmlich an der rauen Oberfläche richtig durchgeschliffen und hat sich zerrieben.

Das ist nun heute zu sehen, beim trocknen der ersten Schicht haben sich die Flumsel alle sauber aufgestellt:

Bild

Nicht gerade super, aber daran lässt sich jetzt wohl nicht mehr viel ändern.



Schönen Abend zusammen,
Grüße vom See.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon BigJim » Di 14. Apr 2015, 12:16

Hansele hat geschrieben:Die Stoßdämpfer habe ich in einem mobilen ADAC Prüfstand testen lassen,
der war in der Kurzzeitkennzeichenwoche gerade im Ort.
Sind die Ergebnisse von so einem transportablen Prüfstand auch zuverlässig?
Weil in der Kiste, waren die Stoßdämpfer gut in Schuss, aus dem Grund habe ich mich auch erst
für die Aufarbeitung entschieden.

Klar, funktionieren die mobilen Prüfstände des ADAC zuverlässig. Die sind nicht anders wie die fest verbauten beim TÜV. (um Diskussionen vorzubeugen: Nicht jede TÜV - Prüfstelle hat so einen Stoßdämpferprüfstand und die Stoßdämpferprüfung ist auch nicht Bestandteil der Hauptuntersuchung. Dort wird normalerweise nur eine Sichtprüfung auf Ölaustritt gemacht)
Ich wusste nur nicht, dass die noch im Einsatz sind. Hier werden die Räder einzeln oder paarweise in Schwingungen versetzt und dann wird aufgezeichnet, wie stark und wie lange die nachschwingen. So lässt sich die Funktion der Dämpfer einwandfrei feststellen.

Grundsätzlich bin ich im Geiste 100% bei dir. Ich habe auch seit 3 Jahren ein T-Modell der E-Klasse Bj. 96 aufgebockt im Hof stehen. Lukinator braucht Anfang Juni die Karre, also gibt es nun keine Ausreden mehr. Eigentlich wäre da nur die Kopfdichtung zu wechseln gewesen. nachdem der Kopf dann aber über 2 Jahre mangels Zeit geplant, aber zerlegt in der Ecke lag, ist die Dichtfläche des Motors angerostet. Also Rest vom Motor auch noch raus, zerlegt und zum Motorenschleifer gebracht.
Dabei 2 faustgroße Rostlöcher an unkritischer Stelle am Innenkotflügel gefunden. Ja und nun geht es uns so ein wenig wie dir. Rostlöcher? Klar, die werden zugeschweißt. Motor ist draußen. Sollte man da vielleicht gleich die Kupplung erneuern? hat immerhin 220 Mm hinter sich, sieht aber eigentlich gar nicht so schlecht aus. Zylinder nachhonen lassen und neue Kolbenringe spendieren (teuer) oder doch die alten ohne Zylinderbearbeitung wieder rein. Den bröseligen Motorkabelbaum (ist eine Krankheit bei dem Modell und beim freundlichen inakzeptabel (so um die 1k€) teuer) mit neuen Kabeln bestücken oder doch noch mal drin lassen mit der Gefahr eines Kurzschlusses. Motorlager waren eigentlich unauffällig, schlaue Leute sagen aber: tauschen. Und so weiter und so weiter....
Da weiß man wirklich nicht wo man anfangen und aufhören soll. Um so beeindruckter bin ich von deinem konsequenten Vorgehen.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon urmel » Mi 15. Apr 2015, 00:41

OT:
Uh, der Motorkabelbaum.
Wenn das ein Benziner ist, dann hat der vermutlich auch noch den komischen Rundstecker am Luftmassengeber? Ab BJ97 war dann da ein normaler LMG dran, mit dem länglichen Verbinder wie bei allen andern auch. Die Kabelbäume scheinen damals auch plötzlich zuverlässiger geworden zu sein. Bei meinem 97er ist jedenfalls der neue LuMa drin und der Baum zeigt auch direkt am Block keine Bröselneigung.
Das Bröseln fängt an der wärmsten Stelle an. Also mal irgendwo an Thermosensor, Zündspulen oder Nockenwellenversteller gucken. Wenn er eh grad "trocken" steht, unter den Trittleisten und Türgummis auf Rostanflug prüfen, ggf gammelt es kurz vor den Hinteren Radkästen oder an der B-Säule. Alternativ fängt es gerne an den Haltelöchern der Trittleiste an.

Vorne die Wasserkanäle an den Kotflügeln sauber machen, sonst hats da einen Komposthaufen mit Rostgarantie. Beim T-Modell, wenn PDC vorhanden, hinten im Reserveradfach geht das Kabel davon durch, das gammelt gerne an der Durchführung. Dämpferaufnahmen vorne wie hinten draufgucken, da kommt es an irgendwelchen Bohrungen gerne zu Rost, der sich dann über Jahre innen durch das Blech frisst, wenn man ihm nicht begegnet.
Wenn ein Teil gar keine Roststellen hat in dem Alter kommen wahrscheinlich auch so schnell keine. Da gab es böse Schwankungen in der Lack- und Blechqualität. Die Wasserlacke haben irgendwelchen Bakterien in den Tanks unerwartet gut geschmeckt.
EDIT:
Den Kabelbaum war iirc nicht so teuer, Kollege von mir hatte das bei seinem. Paar Stunden rumwursteln und der neue ist drin.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Mi 15. Apr 2015, 21:08

Hallo zusammen,

ja was soll ich sagen, heute habe ich die dritte Schicht Farbe aufgetragen,
in 60 Minuten war das kurze Gastspiel in der Werkstatt vorbei.

Aber jetzt kann die Achse und co gemütlich ein paar Tage trocknen,
bis ich wieder in die Werkstatt komme.


Erstmal einen Becher Farbe verünnen, wow ganz schön schwer der große Becher:

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Fertig geladen und entsichert:

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Zwei Paare Einweghandschuhe später, erstrahlen nun die ersten Teile in ihrem finalem Look:

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Los geht´s:

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Und das war´s auch schon wieder für heute, wenn alles glatt geht,
komme ich am Samstag ein bisschen weiter...

Grüße

€dit:

Hut ab vor den Leuten die gleich mit einer Farbe (schwarz) loslegen,
sogar mit der grauen Zwischenschicht ist es garnicht so einfach zu erkennen wo nun schon ordentlich Farbe drauf ist oder nur etwas Farbnebel.


Da werde ich noch ein paar Röhren mehr reinhängen müssen in die Kabine.

(Puhh am Sonntag 3x ersteigert für einen € bei Ebay und schon werden diese Verwendung finden)
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Sa 18. Apr 2015, 22:24

Hallo,

heute gings wieder etwas weiter:

Am Freitag habe ich noch bei MB ein paar Ersatzteile abgeholt:

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Die neuen Schlauchschellen aus VA sind auch angekommen:

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Bei der Bestellung war auch ein Nutmutternschlüssel für die Muttern der Hinterachse dabei,
ganz schön wuchtig das Teil:

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Die Mutter soll nun weg, damit die Radlager freiliegen:

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Das Sicherungsblech wieder nach unten biegen und schon kanns losgehen:

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Das Sicherungsblech muss noch abgenommen werden:

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Und schon hat man freie Sicht auf das Lager:

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Nun müssen noch die Lager abgezogen werden:

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Dazu habe ich heute noch eine M10 Gewindestange und einige Muttern besorgt:

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Man sieht das Lager schön kommen, Stück für Stück, bis es final frei ist:
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Zum abziehen der Lager wird ganz schön Kraft benötigt, die Gewindestangen
kann man nun einmal verwenden: :?

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Die Gewindestangen enternt man am schnellsten durch abflexen,
da das Gewinde total vernudelt ist:

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Die Teile gehören alle zum Radlagersatz und sind alle bis auf die Nutmutter/Lagerdeckel im Reparatursatz enthalten:

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Erstaml die Antriebswellen parken:
(nein natürlich kein Müll, dass wäre bei den Neupreisen der Teile auch absoluter Edelschrott. ;) )
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Hier ist die Abdichtung der intakten Antriebswelle zu sehen,
alles blank und sauber:

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Hier die undichte Seite:

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Die gute Seite, hat noch einen Schmutzabweiser im Stauchring,
sodass Staub und co keine Chance haben Schaden anzurichten:

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In der schlechten Seite, gibt es diesen Schmutzabweiser nicht:
So konnten mit der Zeit Staub und Dreck den Wellendichtring unterwandern und regelrecht kaputt schleifen.

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Tja da wurde das Radlager (nur das eine) schonmal gewechselt.
Das erklärt auch warum das Sicherungsblech auf der Seite falsch rum aufgesteckt war.

Das es den Schmutzabweiser nicht gibt liegt entweder daran, dass der Reparatursatz zur Zeit der Reparatur,
ohne den Ring ausgeliefert wurde. Oder es wurde das billigste Set bestellt, welches verfügbar ist.


Mit Flüssigdichtungen wurde auch experimentiert, hat leider nichts gebracht:

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Die Lagerdeckel haben im laufe der Zeit auch ganz schön gelitten:

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Nun noch alle Teile die gestrahlt werden möchten zusammensuchen für die heutige Strahlsession:

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Die verölten Teile habe ich vorher noch sauber gemacht,
interessant was sich da unter dem Dreck manchmal versteckt:

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Ja das Teil war mal rot, hätte ich nicht geglaubt:
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Nun noch den ganzen Plunder in die Kabine werfen und schon kann es losgehn:

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Eine Stunde später sieht alles schon etwas besser aus:

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Unter dem vergammelten Chrom, kommt die verkupferte Seite des Materials zum Vorschein:
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Es ist immer wieder schön, wenn nach dem putzen oder strahlen, irgendwelche Details ans Tageslicht kommen,
von denen man nie geglaubt hätte, dass es sie gibt: :mrgreen:

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Noch kurz die Lackierkabine frei machen, dabei habe ich ein paar Fehlstellen an meiner Achse entdeckt:

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Deshalb wurde diese nach hinten gerollt und dort geparkt, damit ich beim nächsten Schwarztag die Stellen nachbessern kann:

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Zum Schutz vor Lacknebel, noch schnell etwas Baufolie zugeschnitten:

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Die anderen Teile sind super geworden, nur die Stellen an denen die Teile aufgehängt waren,
brauchen noch etwas Farbe:

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Beim entfernen dieser Teile sind alle vier Muttern, abgebrochen diese wollen noch ersetzt werden:

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Alles entfetten und schonmal aufhängen:

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20 Minuten später, sehe ich nur noch rot:

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So das war´s für heute, die Tage geht´s weiter.

Schönes Wochenende zusammen.

Grüße
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