"Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Der chaotische Hauptfaden

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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Westfalica » So 19. Apr 2015, 10:05

Die Gewindestangen lassen sich mit hoher Warscheinlichkeit wiederverwenden, wenn sie bei solchen Aktionen konsequent geölt werden, und man schön langsam dreht.

Mach weiter so, ist interressant bei dir mitzulesen - das meiste von dem was du gerade machst habe ich letztes Jahr mit meinem E30 hinter mich gebracht, da kommen Erinnerungen hoch :D .
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Di 21. Apr 2015, 20:35

Hallo,

@ Westfalica:

Jop die Stangen hätte ich sicherlich so anziehen können, damit ich sie nochmals nutzen kann.
Allerdings gings irgendwann so schwer, dass ich den Schlagschrauber benutzt habe.

Heute war ich für zwei Stunden in der Werkstatt, eigentlich nur um die zweite Schicht Farbe aufzutragen.


Aber zuerst wollte ich noch kurz die Lichtsituation etwas verbessern,
die Röhren gabs letzten Sonntag für insgesamt einen €:

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Diese habe ich dann einfach an die Latten geschraubt und schnell und schlampig verkabelt:

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Das Licht ist gleich viel besser, mal sehen wie es sich beim nächsten Schwarz-Durchgang macht.


Zack, noch kurz die Farbe aufgetragen, dass mit dem lackieren klappt mittlerweile schon ganz gut:

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Nun kommen auch die Farben endlich etwas näher an die Realität.


Da alles super funktioniert hat, habe ich den Tankgeber noch ausgebaut:

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Naja, dass Teil ist total verrottet und kurz vor dem Exitus:

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Hier noch ein paar Bilder vom Inneren:

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Das ganze Teil ist so fragil aufgebaut (der Draht hat 0,1mm Durchmesser), da ist mir das Risiko zu hoch,
dass ich das Teil zerstöre.
Immerhin kostet das Teil fast 200€ und nur wegen der Optik die man sowieso nicht sehen kann,
gehe ich da kein unnötiges Risiko ein.

Der verrostete Deckel werde ich dick mit Fett einpinseln und dann sehen wie lange der Geber das noch so mitmacht.

Den total versifften Tank, habe ich noch kurz vorgeputzt:

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(wieso ist an dem scheiß Wasserkocher nur ein so kurzes Kabel?)

Grob gereinigt ist er nun:

Bild

Jetzt ist erstmal Feierabend...

Schönen Abend noch.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Fr 24. Apr 2015, 21:27

Hallo,

die Tage war ein Umschlag im Briefkasten, jetzt kann ich meine Lackierpistole
richtig pflegen und auch putzen:

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Vielen vielen Dank dafür Taunusbär, hat mich rießig gefreut.


Heute konnte ich noch ein paar Teile holen:

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Ich muss sagen, geil geil geil. :o :shock: 8-)

Da die Farbe so langsam aber sicher ausging, habe ich noch etwas nachbestellt,
mit dabei ist eine Dose Nitrofest. Das habe ich nun 40/60 mit dem 3in1 gemischt,
sodass ich einen etwas matteren Farbton bekomme.

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Bevor es losgehen kann, erstmal alles vorbereiten:

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Zack und schon ist die Pistole wieder sauber, gleich kommt auch das geile Fett zum Einsatz:

Bild


Was soll ich sagen, heute wurde der Platz in der Kabine gut ausgenutzt,
dass war bisher meine größte und längste Lackieraktion.
Ca. 1 Stunde war ich am Werk, hier ein paar Bilder vom Ergebnis:

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Gruppenbild:

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Die RPS-Becher sind wirklich Klasse, die fertig verdünnte Farbe kann darin problemlos gelagert werden,
da liegt für mich der große Vorteil von der Einkomponentenfarbe. Bei einem 2-K System würde ich wohl
mehr Farbe wegschütten als auftragen.

Bild


Nächste Woche gehts zum Stahlhändler ein Stück passendes Rohr kaufen,
damit ich die Radlager auch ordentlich überzeugen kann an ihren angestammten Platz zu wandern.

Als Auftreiber dient, dann ein 1 Meter langes Rohr mit einer anschweißten Lagerschale,
so in etwa:

Bild

Bild


Schönen Abend noch.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon topmech » Fr 24. Apr 2015, 22:31

Hoi,

selten geiler Farbton, was ist das für ein Lack? Eigentlich ist der ja fast zu schade für unters Auto ;)
und sowieso: mich freuts, dass das Projekt G vorangeht, das könnt ich mir auch mal für später vorstellen :shock:

Gruaß
Nico
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon gafu » So 26. Apr 2015, 14:28

Die schrauben hast du galvanisieren lassen, nehme ich an?

Verrate doch bitte noch das Geheimnis mit dem fett in der spritze.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Taunusbär » So 26. Apr 2015, 15:27

An der Lackierpistole gibt es einige Stellen die gefettet werden sollen.
Hier auf der Seite weiter unten: http://www.sata.com/index.php?id=praxistipp1&L=0
Da Fett und Lack sich normalerweise ja nicht so gut vertragen gibt es da was spezielles.

Die Nadel ist zur Reinigung der feinen Düsen in der Luftkappe.

Gruß Martin
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » So 26. Apr 2015, 17:29

Hallo,

@ topmech:
der Farbton entsteht (wie der am Tageslicht aussieht, wird sich zeigen) durch eine Mischung von Brantho Korrux 3in1 mit 3in1 Nitrofest,
ich habe das Verhältnis von 60/40 gewählt.
Da ich die Fahrewerksteile lieber matt als glänzend haben wollte.


@ gafu:
jop sind jetzt verzinkt, sonst kostet eine Schraube z.B. 2€ netto an der Teiletheke,
mit den anderen Teilen zusammen, wären dass ein paar hundert Euro gewesen.
Da lohnt sich das strahlen und aufarbeiten lassen aufjedenfall.

@ Taunusbär:

Die SATA-Seite habe ich mir ausgdruckt und laminieren lassen, damit ich alles immer griffbereit habe.
In der Theorie wusste ich wie es geht, aber das Fett war halt immer das falsche :-)


Schönen Sonntag noch.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Di 28. Apr 2015, 20:37

Hallo zusammen,

heute gings mal wieder etwas weiter, wenn auch nicht viel.
Aber egal auch ein kleiner Schritt ist Schritt.


Zuerstmal habe ich den Bereich rund um den Tankgeber abgeklebt:

Bild

Und den Patient wieder so eingebaut wie er hingehört,
der Stutzen muss in Richtung der ersten Benzinpumpe zeigen:

Bild

Bild


Dann habe ich noch den groben Rost mit nem Schraubenzieher abgekratzt,
sodass nur noch "Oberflächenrost" übrig war.


Nun etwas von meiner Mischung in eine kleine Blechdose gefüllt:

Bild


Tipp: Wer einen Schützenverein in der Nähe hat, einfach mal nach leeren Diabolodosen fragen,
dann bekommt man nämlichen diese tollen Dosen mit Deckel.



Sieht doch schon fast wieder gut aus:

Bild

Bild

Nur die Anschlussstellen der Kabel haben müssen noch bearbeitet werden,
wenns hart auf hart kommt wird das mit 4mm Hohlbuchsen kontaktiert.

Nun gleich noch die restlichen Fehlstellen ausbessern:

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Bild

Bild

Bild


Den Bodenn der Lackierkabine sollte auch mal wieder gesaugt werden,
da hat sich schon viel Farbstaub angesammelt:

Bild

Das ist mir bei der letzten Lackieraktion garnicht aufgefallen,
aber der Boden ist ja immer gut genässt, also halb so wild. 8-)


Da ich der Farbe noch ein paar Tage weitere Zeit zum trocknen einräumen wollte,
gabs doch heute glatt wieder eine neue Baustelle:

Beim damaligen TÜV-Termin ist aufgefallen, dass das Abblendlicht auf der Fahrerseite
voll auf den Boden leuchtet.

Hier der Grund dafür:

Bild

Dieser Spalt hier sollte nämlich garnicht da sein:

Bild

Erstmal die Blende entfernen, dass geht ganz leicht es müssen nur zwei Schrauben gelöst werden:

Bild

Zuerst habe ich das Teil hier verdächtigt, da mir die Optik irgendwie Spanisch vorgekommen ist.

Bild

Nun um weiterzukommen, habe ich die Blende der "ganzen" Seite mal entfernt und siehe da
mal wieder ist alles anderst als gedacht.

Tja es ist nur dieses Teil ausgekugelt gewesen, manchmal gehts auch mal einfach und günstig: :D
Und schon müsste ich den Scheinwerfer wieder passend einstellen.
Bild

Wenn ich das Plastikteil einzeln bekomme, wirds dennoch ersetzt.


Auf der Fahrerseite ist der Scheinwerfer mit einer Art Silikon abgedichtet:

Bild

Auf der Beifahrerseite dagegen mit einer schwarzen Dichtmasse, von der ich davon ausgehe,
dass diese so Original ist:

Bild



So das war´s auch schon wieder.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon PowerAM » Mi 29. Apr 2015, 08:00

Die Scheinwerfer gab/gibt es von diversen Herstellern. Kann also sein, dass du auch zwei verschiedene Modelle an deinem Fahrzeug vorfindest. Dann waere es nicht undenkbar, dass jeder Hersteller Teile anders zusammengebaut und abgedichtet hat.

Als Ersatz gibt es sie bereits in der Klarglas-Ausfuehrung, die deutlich mehr Licht abgeben kann.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon doofi » Mi 29. Apr 2015, 09:28

PowerAM hat geschrieben:
Als Ersatz gibt es sie bereits in der Klarglas-Ausfuehrung, die deutlich mehr Licht abgeben kann.


Aber die sind so dermassen unfassbar hässlich und prollig...
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon PowerAM » Mi 29. Apr 2015, 13:13

Mag' sein, nur bringen die Klarglasscheinwerfer doch erheblich mehr Licht auf die Strasse. Hier erfolgt die Lichtverteilung verlustaermer durch einen Facettenreflektor. Der Parabolreflektor macht dies erst mit einer mehr oder weniger stark strukturierten Streuscheibe, wobei dieses Prinzip doch recht verlustbehaftet ist.

Aus den abgebildeten "Systemscheinwerfern", die in jeweils anderen Befestigungsrahmen auch im Golf 1/2, T3 sowie zahlreichen weiteren Fahrzeugen verbaut wurden, kam naemlich unterdurchschnittlich wenig Licht. Am besten strahlten im Golf 2 noch die in den letzten DDR-Jahren von FER gelieferten Scheinwerfer mit ihrer nur leicht strukturierten Streuscheibe. Am wenigsten strahlten die dick strukturierten von Bosch oder Hella. Dafuer waren die praktisch steinschlagfest.

Bei nicht ganz so pingeligen Pruefern koennte man die Klarglasscheinwerfer auch noch in einer H-Zulassung unterbringen, ansonsten tauscht man sie eben erst danach. Es sind gewoehnliche Teile mit E-Pruefzeichen, die aus diesem Grund als Ersatzteil und nicht als Zubehoer gelten. Fuer Zubehoer gilt ja, dass es "zeitgenoessisch" sein muss. Schliesslich verlangt auch niemand, dass ein als historisch anerkanntes Fahrzeug auf ueber 30 Jahre alten Reifen rollen muss. Die koennen gern nagelneu und auch mit Profilen versehen sein, die erst Jahrzehnte spaeter auf den Markt kamen. Nur an die damals gaengigen Abmessungen sollte man sich dann wieder halten.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon ESDKittel » Do 30. Apr 2015, 15:11

PowerAM hat geschrieben: Am wenigsten strahlten die dick strukturierten von Bosch oder Hella. Dafuer waren die praktisch steinschlagfest.

Bei artgerechter Haltung eines G ist aber gerade das ein unschlagbares Argument für die alten Funzeln ;) .
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Fr 1. Mai 2015, 17:02

Hallo zusammen,

ne Klarglasscheinwerfer sind nicht mein Ding, mir gefällt auch die Xenon-Variante nicht.

Daher bleiben die schönen Scheinwerfer drin, gleiches gilt für die Rücklichter,
da sind die neuen Varianten einfach nicht mein Ding.
Der Steinschlagschutz ist auch noch ein wichtiges Thema, dass passiert nämlich doch recht schnell,
zumindest fernab der Eisdiele. Also da wo ich dann gerne unterwegs sein möchte.

Wenn mir das Fernlicht nicht stark genug ist, gehts eher in die Richtung Hella Rallye,
so zwischen der 1000er und 3000er Serie.

Aber von der Frage bin ich noch zuweit entfernt um mir da ernsthaft Gedanken zu machen.


Gestern habe ich noch ein paar Stunden in der Werkstatt verbracht,
war ein echt produktiver Tag, los gehts:

Die Farbe vom Tankgeber ist schon fast trocken,
sieht soweit schon ganz gut aus:

Bild

Um die neuen Radlager auch sicher an ihren Platz zu bekommen, habe ich aus ein paar Resten
das passende Werkzeug dazu gebaut:

Bild

Erstmal die verdengelten Enden abflexen:

Bild

So solls dann später mal aussehen:

Bild

Ein paar kurze Nähte später, hält das Teil:


Bild

Fertig:

Bild
Das Teil muss mindestens einen Meter lang sein, da die längste Antriebswelle fast einen Meter lang ist.


Weiter geht´s um die neuen Lager des Querlenkers einpressen zu können,
brauche ich noch einen passenden Stempel dazu.

Aus dem Grund habe ich die alten Lager aufgehoben, diese dienen als Teilespender:

Bild

Ein Stück einer alten Antriebswelle vom 1er Golf liefert ein passendes Stück Material:

Bild

Bild

Wenn man nun so das Lager einpressen würde, ist die Chance hoch,
dass die runden Enden des Lagers zerstört werden, also geht es so noch nicht:

Bild

Um diese Rundungen geht es:

Bild

Aus dem alten Lager habe iche einen kleinen Streifen rausgeschnitten und angeschweißt:

Bild

Der Teil des alten Lagers verhindert die Quetschung, da das neue Lager sauber gestützt wird:

Bild

Sieht doch schon ganz brauchbar aus:

Bild


Hier noch eine kleine Zwischenarbeit, die auch noch erledigt werden wollte:

Bild

Bild

Der Zweck des Teils erkläre ich später noch....



So, nun wird der Einpressadapter ausprobiert, dass Teil muss da rein:

Bild

Zuerst habe ich das Panzertape entfernt, welches die Stelle vor Lack geschützt hat,
im Anschluss noch einmal kurz innen sauber bürsten:

Bild

Ab zur Presse damit:

Bild

Stück für Stück:

Bild

findet sich das Lager an seinem Platz ein:

Bild

Sitzt:

Bild

Schön sieht´s aus:

Bild



Dazu habe ich noch eine Frage:
Wie hoch darf die Abweichung sein von der Position der Lager?
Derzeit sitzt das Lager nicht 100% in der Mitte, es weicht etwas ab von der anderen Seite.
Ist ca. 1mm Unterschied.

Passt das noch, oder kommts da auf Präzision an?



Weil das mit den kleinen Lagern so schön geklappt hat und ich noch etwas Zeit hatte,
habe ich mich noch da ran gewagt:

Bild
Das ist mal ne ganz andere Dimension.

Fast fertig, ne im Ernst die Lager gehören da rein:
Bild


Als Einpressstempel habe ich noch eine etwas größere Mutter gefunden,
dass passt super:

Bild

Der inneren Buchse passiert mit dem Stempel garnichts:

Bild

Ab zur Presse damit, um das Lager grob zu fixieren,
musste diese Stück Flachstahl herhalten:

Bild
(kleiner Zwischenschritt, dass Material hält den Druck nicht Ansatzweise aus)

Nach 2mm, wurde der Flachstahl durch den Nutmutternschlüssel (10mm Stark + gehärtet) ersetzt:

Bild

Blick von unten:

Bild

Die Lager sind länger als der Längslenker breit ist, also so einpressen,
dass die Lager auf beiden Seiten gleich überstehen:

Bild

Bild


Hier sieht man den Überstand ganz gut:

Bild

Schön sieht´s aus, ein toller Anblick:

Bild

Nun kommt auch der alte Autoreifen in Spiel,
ich möchte die Teile inklusive der Lager noch einmal lackieren.

Das Teil dient als Ständer für´s lackieren, damit ich überall hinkomme:

Bild

Hier habe ich mal noch einen Meterstab auf die Längslenker gelegt,
damit die Dimensionen mal etwas besser zu erkennen sind:

Bild


Der Lack hat an ein paar Stellen etwas gelitten, dass ist auch ein weiterer Grund die Teile nochmal
mit Lack zu behandeln und der Farbton ist noch glänzend nicht matt:

Bild

Bild

Hier sieht man den Unterschied von dem glänzigen zum etwas matteren Farbton:

Bild



So das war´s auch schon wieder, schönen Tag der Arbeit noch.

Grüße

€dit:

Hier noch ein kleines Video vom einpressen der großen Längslenkerlager:

https://youtu.be/ybUF4Y5B1nI
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon gafu » Fr 1. Mai 2015, 22:37

Hast du da keine bedenken, die beiden verschiedenen Lacke zu mischen?
Also in dem Sinne, ob sich da nicht die Eigenschaften der fertigen lackschicht verändern?

Oder schreibt brantho dass die mischbar sind?

So viel Arbeit wie du d reinsteckst wäre ja schade wenn da was schief geht
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Sa 2. Mai 2015, 09:10

Hallo,

die beiden Lacke vertragen sich bestens, dass habe ich von Branth so erfahren:

Die ersten Schichten mit purem 3in1 streichen oder lackieren, sodass die Elastizität und Schlagfestigkeit des
Lackes erhalten bleibt. So sind zumindest die unteren 3 Schichten in meinem Fall noch extrem zäh.

Um einen etwas matteren Farbton zu erhalten, kann man 3in1 und 3in1 Nitrofest ohne Probleme mischen.
Dabei ist zu beachten, dass 3in1 Nitrofest nicht so zäh ist wie das pure 3in1.

Daher empfiehlt es sich in der letzten Schicht mehr 3in1 als Nitrofest zu verwenden.

Ich habe mich für die Teile für einen 60 zu 40 Mischung entschieden, also etwas mehr 3in1 als Nitrofest.


Was nun natürlich passieren kann ist, dass die oberste Schicht bei einem Steinschlag punktuell minimal beschädigt wird.
Das macht aber nix, da ja noch 3 weitere elastische Schichten darunter sind.


Hier noch etwas mehr dazu:

Übersicht von Branth:

http://www.branth-chemie.de/doks/Branth ... rungen.pdf

Datenblatt der Farbe:

http://www.branth-chemie.de/doks/Branth ... TechnM.pdf


Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Sa 2. Mai 2015, 20:34

Hallo,

heute war ich auf ein kurzes Gastspiel in der Werkstatt,
nein so kurz war es garnicht, an die 3 Stunden war ich da.


Mein Ziel war es diese Woche alle Teile, welche ich für die Achse benötige zumindest fertig lackiert zu haben.
Das habe ich auch geschafft ausser die Antriebswellen, aber dort werde ich erst nach dem Einbau
die sichtbaren Punkte bearbeiten, eigentlich sieht man wenn die Räder montiert sind garnichts mehr. :lol:


Okay los geht´s:

Erstmal alle fertigen Teile aus der Kabine holen, ein toller Anblick:

Bild

Bild

Der Farbton ist auch gut getroffen, zumindest gefällts mir so ganz gut:

Bild


Kabine leer, also neue Teile rein:

Bild

Bild


So alles im finalen Look:

Bild

Bild



Hier noch ein kleiner Alt vs. Neu Vergleich:

Bild
Das Neuteil habe ich gestrahlt und auch mit 4 Schichten Brantho Korrux 3in1 lackiert.



Nun habe ich mich noch an die automatischen Nachsteller gewagt:

Bild

Bild

Alte und neue Manschetten, der Zahn der Zeit hat den alten Dingern den Rest gegeben:

Bild


Die Manschetten aufschieben:

Bild

Sitzt super:

Bild

Laut Werkstatthandbuch ist das Einstellmaß 82mm, also solange zusammendrehen,
bis dieses Maß erreicht wird:

Bild

Mit etwas Fett noch die 4 mini Dichtringe montieren und die Teile an ihren Platz stecken,
fertig:

Bild


Hier seht ihr nun die allerersten fertig restaurierten Teile dieses Projektes:

Bild

Bild


Leider ist mir beim zusammenbauen aufgefallen, dass der eine Nachsteller sich um zwei mm nach links und recht schieben lässt,
der andere ist fest, da geht das nicht.
Nunja einer von beiden hat wohl einen kleinen Knacks weg, oder funktioniert nicht wie er soll.
Was tatsächlich los ist, werde ich beim ersten Bremsen einstellen sehen.



Schönen Abend noch.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Fritzler » Sa 2. Mai 2015, 20:55

Sieht schön aus :mrgreen:
Nach Wochen der Ackerei machts *plopp* und man hat was fertiges.

Aber was machen denn diese Nachsteller genau? Sagt mir absolut ganix :?
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon GregorB » Sa 2. Mai 2015, 20:59

Fritzler hat geschrieben:Sieht schön aus :mrgreen:
Nach Wochen der Ackerei machts *plopp* und man hat was fertiges.

Aber was machen denn diese Nachsteller genau? Sagt mir absolut ganix :?


Wenns der ist den ich mein, dann sollte der die Handbremse bei Bremsbelagverschleis nachstellen.
Tuts der Nachstellmechanismus nicht mehr, dann kannste die Handbremse irgendwann mal genausogut deaktivieren, wirkt einfach nicht mehr.


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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Felix_W » Sa 2. Mai 2015, 21:10

Auch die hydraulische Fußbremse hat einen endlichen Weg und deshalb automatische Nachsteller, denn der Punkt an dem die Bremse greift soll ja nicht irgendwann erst kurz vorm Bodenblech liegen. Einfach nur neue und deshalb dickere Klötze einbauen funktioniert deshalb auch nicht, weil der/die Kolben in Ruhelage zu weit ausgefahren ist/sind. Bei einigen Herstellern lassen sich die Kolben einfach zurückdrücken, andere erfordern ein Spezialwerkzeug zum drücken und gleichzeitigen Drehen.

Grüße, Felix
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Nicki » Sa 2. Mai 2015, 21:32

Wobei der da wohl eher händisch nachzustellen ist, am 190 läuft das so ab:

-Auto anheben bis das Rad frei hängt
-Eine Radschraube lösen, je nach Werkzeug evtl. vorher.
-Rad drehen bis das Zahnrad des Nachstellers sichtbar ist
-Handbremse soundsoviele Rasten anziehen
-Rad so mit Schraubendreher rauf oder runter drehen, bis die Beläge schleifen (oder doch das Rad blockiert?)

Irgendwie weniger fummlig als der zumindest bei neueren VAG-Modellen nachrutschende Keil, der vom Bremsstaub auch recht schnell klemmt.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon gafu » Sa 2. Mai 2015, 22:53

Nicki hat geschrieben:-Rad drehen bis das Zahnrad des Nachstellers sichtbar ist
-Handbremse soundsoviele Rasten anziehen
-Rad so mit Schraubendreher rauf oder runter drehen, bis die Beläge schleifen (oder doch das Rad blockiert?)


vom pkw her kenn ichs so:

beim dritten zacken der handbremse soll sich das rad gerade noch so von hand drehen lassen.

bei beiden rädern gleich einstellen (logisch)
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Harley » So 3. Mai 2015, 12:24

Hi,Hansele.
Zum Thema Licht hab ich hier vielleicht was Interessantes:
Bild->zoom
Das ist ein direkter Ersatz für H4, da können die alten Scheinwerfer drinbleiben.
Das Ab und Aufblenden wird durch einen kleinen Motor bewerkstelligt, der den Xenon-Brenner vor und zurück fährt.
Durch ein Loch in der Blende wirds dann zum Fernlicht. Sehr tricky! :mrgreen:
Den passenden Ballast gibts auch dazu:
Bild->zoom
Alles zusammen incl. Kabelsatz (einfach Alles zusammenstecken, die Xenon Brenner rein, die Ballastkästchen irgendwo festschrauben, fertig) gibts bei eBay für 26.-€.
Gruß, Harley
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 3. Mai 2015, 13:13

braucht man für Xenon nicht noch eine Waschanlage für die Scheinwerfer oder hat der G das schon? 8-)
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon manuel » So 3. Mai 2015, 14:17

Ich finde Xenonlampen gehören verboten, das Licht blendet wie Sau, allein deshalb weil die Lichtquelle nur ein Punkt ist. Mal abgesehen davon das die Lichtfarbe oft je nach Winkel sich verändert, weshalb man ein Fahrzeug mit defekten Stoßdämpfern schon mal als Blaulichtgeblinke warnimmt. Wem Halogenlampe zu dunkel sind sollte mal zum Augenarzt gehen oder die Sonnenbrille ablegen.
Meine Empfehlung: original belassen, das automatische abtauen im Winter ist auch nicht gerade unpraktisch. Abgesehen davon das ein H Kennzeichen nicht unnötig gefärdet wird.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Nicki » So 3. Mai 2015, 14:22

Harley hat geschrieben:Das ist ein direkter Ersatz für H4, da können die alten Scheinwerfer drinbleiben.

Was sagt der Tüv dazu?
Ich hätte zu viel Angst, von der Rennleitung penetriert zu werden ;)
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