"Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Der chaotische Hauptfaden

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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Fritzler » So 3. Mai 2015, 14:24

Also mich sehe da ne E-Nummer.
Da hat die Rennleitung also nix zu melden musst es nur iwie sichtbar hinbauen.

Ansosten sieht das zu günstig aus, aufrüstsätze mit enummer kosten eigentlich 200+.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Nicki » So 3. Mai 2015, 14:29

Fritzler hat geschrieben:Also mich sehe da ne E-Nummer.

Ich kann mir auch ein Blaulicht aufs Dach spaxen und damit in der Stadt überall drängeln :D
Bei beidem ist die Legitimität fraglich ;)
(Nicht falsch verstehen, mir ist das egal was ihr euch ans Auto baut, solange es mich nicht nennenswert beeinträchtigt - ich habe auch ein paar unsichtbare Einbauten ohne jegliche Prüfzeichen...)
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 3. Mai 2015, 14:31

Wiki meint dazu
http://de.wikipedia.org/wiki/Xenonlicht#Vorschriften_f.C3.BCr_den_nachtr.C3.A4glichen_Einbau_in_Kraftfahrzeuge

Hinweise zur Nachrüstung:

Für alle lichttechnischen Einrichtungen an Kraftfahrzeugen gilt: Die Art der Lichtquelle (z. B. Glühlampe, Halogenlampe, Xenonlampe, LED) ist immer Bestandteil der Typ-Zulassung eines Scheinwerfers. Daraus folgt:

Die Gasentladungslampen dürfen nur in dafür typgeprüften und zugelassenen Scheinwerfern verwendet bzw. eingesetzt werden.
Das Bestücken eines Halogen-Scheinwerfers mit Gasentladungslampen (z. B. D2S, D2R) durch Retrofit-Sets ist unzulässig und führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs und somit ebenso zum Verlust des Versicherungsschutzes.[9]
Aus den oben genannten Gründen ist ausschließlich die Nachrüstung von bauartgenehmigten Scheinwerfern zulässig, die nach ECE-Regelung 98 genehmigt wurden. Zusätzlich sind die oben aufgeführten „Vorschriften für den Einbau in Kraftfahrzeugen†œ zu beachten. Die StVZO spielt bei Fahrzeugen, die nach EG zugelassen sind, keine maßgebliche Rolle, allerdings sind die im Anhang zur StVZO genannten Richtlinien maßgeblich.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon GregorB » So 3. Mai 2015, 14:54

manuel hat geschrieben:Ich finde Xenonlampen gehören verboten, das Licht blendet wie Sau, allein deshalb weil die Lichtquelle nur ein Punkt ist. Mal abgesehen davon das die Lichtfarbe oft je nach Winkel sich verändert, weshalb man ein Fahrzeug mit defekten Stoßdämpfern schon mal als Blaulichtgeblinke warnimmt. Wem Halogenlampe zu dunkel sind sollte mal zum Augenarzt gehen oder die Sonnenbrille ablegen.
Meine Empfehlung: original belassen, das automatische abtauen im Winter ist auch nicht gerade unpraktisch. Abgesehen davon das ein H Kennzeichen nicht unnötig gefärdet wird.


Wieso verbieten? Xenon bietet im Neuzustand wunderbares Licht (die Scheinwerfer in unserem alten A4 waren beinahe Flutlichtartig, haben m.E. auch den gegenverkehr nicht geblendet).
Problem bei den Xenonbrennern ist halt, dass die sich relativ flott "verbrauchen", da kann man zuschauen, wie das Licht weniger wird.

Gegen Blenden hilft eigentlich nur die Korrekte Einstellung der Scheinwerfer, wenn mich einder blendet, blend ich mitlerweile einfach zurück.

Schlechtes / wenig Licht geht auch mit H4, seh ich aktuell am Ersatz für den A4, ein Skoda Octavia, da bringt mein Fabia noch mehr Licht raus.

Die Blaustichigkeit gibts auch mit H4, seh ich jeden Tag aufm Weg zur Arbeit.

Die Problematik der Zulassungsfrage stellt sich aber in der Tat mit dem Nachrüstkit.


Gregor
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Natrium_2 » So 3. Mai 2015, 15:20

Vorallem braucht es für Xenon, egal ob Nachrüst oder ab Werk eine automatische Leuchtweitenregulierung sowie eine Scheinwerferreinigungsanlage.
Ausserdem muss der Scheinwerfer an sich für Gasentladungslampen zugelassen sein, wenns ordentlich durch den TÜV soll.
Die ganzen Nachrüstkits sind durch die Bank weg eigentlich alle nicht zulassbar, auch wenn eine E-Nummer aufgedruckt ist.

Nachzulesen in §50 StVZO

(10) Kraftfahrzeuge mit Scheinwerfern für Fern- und Abblendlicht, die mit Gasentladungslampen ausgestattet sind, müssen mit

einer automatischen Leuchtweiteregelung im Sinne des Absatzes 8,

einer Scheinwerferreinigungsanlage und

einem System, das das ständige Eingeschaltetsein des Abblendlichtes auch bei Fernlicht sicherstellt,

ausgerüstet sein.


Davon ab sind meiner Meinung nach die Nachrüstkits die richtigen Blendgranaten, da der Brennpunkt einer H4 garantiert nicht mit dem eines Xenonbrenners übereinstimmt und das Licht dann überall landet.
Xenon welches ab Werk verbaut ist empfinde ich persönlich nicht als Störend oder Blendend, dass Problem ist meiner Meinung nach das bei älteren Fahrzeugen mit Xenon gerne mal der Scheinwerfer komplett verstellt ist oder die automatische verstellung defekt ist weil die Sensoren kaputtgehen oder der Geber an der Achse festgerostet ist. Lustigerweise wird die automatische Leuchtweitenregulierung beim TÜV nicht überprüft, im Gegensatz zur manuellen :roll:

Gruß Daniel
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » So 3. Mai 2015, 15:41

Hallo Leute,

wie gesagt Xenon kommt mir nicht ins Haus, zumindest nicht als Abblend- oder Fernlicht,
dass Licht der verbauten Scheinwerfer haben mir in der Testwoche mehr als ausgereicht.

Bitte die Diskussion in die Richtung einstellen.

Zum Thema der Nachsteller:

Die Teile sollen automatisch den Verschleiß der Bremsbeläge in der Trommel ausgleichen,
eine manuelle Einstellung ist hier also nicht nötig.
Es darf sogar auf keinem Fall am Handbremsseil am Handbremshebel eingestellt werden.

Mittlerweile weiß ich, dass einer von beiden nochmals komplett zerlegt werden will,
da wohl irgendetwas klemmt.

Schönen Sonntag noch.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Harley » So 3. Mai 2015, 16:06

Oh Gott,
ich wollte keine Xenon-Diskussion lostreten!
Jeder sollte selbst wissen was er tut oder auch nicht!

Andere Frage: mir erschließt sich nicht, wo die Bremsen selbstnachstellend sind. Meiner Meinung nach müssen die durch ein Loch in der Trommel
mit dem Schraubenzieher manuell nachgestellt werden. Oder fehlen da noch ein paar Teile ? :?: :?:

Edit: in der Trommel ist aber auch kein Loch an der richtigen Stelle ... :?:
schaltet der Hebel der Handbremse die "Stern" Zahnräder immer um eins weiter, wenn die Bremsen verschlissen sind ? :?:
--- grübel ---
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Natrium_2 » So 3. Mai 2015, 16:16

Ich glaube das ist der Nachsteller für die Betriebstrommelbremse, der G hat doch nicht nur die Handbremse als Trommelbremse ausgeführt, sondern die komplette Hinterradbremse ist als Trommel ausgeführt. Und diese ist im gegensatz zur Handbremse selbstnachstellend.

@Hansele: Falls du mal genauere Informationen zu irgendwas brauchen solltest, ich hab Zugriff auf das original Mercedes Werkstattinformationssystem, sowie den EPC Teilekatalog!
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Harley » So 3. Mai 2015, 17:48

Hi,
ich hab mal gegurgelt, einfach so, weils mich interessiert ...
Irgendwie fehlen mir da ein paar Teile ...
die URL geht nicht ..
nochmal versuchen ...

http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... pEMdc_7WMM

Gruß, Harley

Edit: jetzt hab ichs kapiert!!
Bild->zoom

Ich dachte das schwarze Gussteil wäre der Radbremszylinder. Beim Opel glaube ich ist das so gemacht, dass der automatische Nachsteller gleich in den Radbremszylinder eingeschraubt ist.
Da ist dann aussen so ne Hakenfeder dran, die den weiterzieht.
Aber hier ist ja in dem Teil nochmal richtig viel Mechanik drin .. :o :(

schönen Sonntag noch ...
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » So 3. Mai 2015, 18:05

Hallo,

es gibt von diesen Nachstellern ein paar verschiedene grob aus dem Gedächtnis:

1. Alte Version (offene Bauweise gut zu warten, funktion gut)
2. Mittlere Version (diese entspricht meiner, geschlossene Bauweise, funktioniert gut, kommt halt mit dem Dreck nicht klar.)
3. Neuste Version (offene Bauweise, Mischung aus 1 und 2)

Nun weiß ich auch, dass der Nachsteller welcher kein Axialspiel (ist der Begriff so richtig eingesetzt, also von links nach rechts) hat,
der defekte ist.

Hier noch die Beschreibung welche zu meiner Version passt:

Bild

Da unten wird´s größer:
http://abload.de/img/nachstellerkqusx.png


Grüße

@Natrium_2:
EPC habe ich online über Mercedes kostet ca. 20€ pro Jahr, das hat sich schon mehrfach gelohnt.

Beim WIS wäre eine grobe Vorgehensweise für die Suche nicht schlecht, da bin ich meistens ewig dran
bis ich auch nur Ansatzweise das gefunden habe was ich suche

€dit:

Nächste Woche wird der defekte Nachsteller komplett zerlegt, ich werde berichten wie es darin ausgesehen hat.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Di 5. Mai 2015, 21:11

Hallo zusammen,

Dienstag ist Werkstatt-Tag, also war ich heute mal wieder etwas am werkeln...


Zuerst habe ich mal meine Bremsbeläge etwas genauer angesehen:

Bild

Der Satz besteht aus vier Belägen und der dementsprechenden Menge an Nieten:

Bild

Das Nieten wollte ich heute alleine in Angriff nehmen, aber ich wurde ja schon gewarnt,
dass das nicht so einfach ist.
Also habe ich alles wieder eingepackt, davor gabs aber ein so könnte es bald aussehen Foto:

Bild


Die Teile hier hatte ich mir als Heimarbeit mitgenommen, da ich in der Werkstatt nur kaltes Wasser habe:

Bild

Im heimischen Spülbecken erstmal eingeweicht (WAF i.O 8-) ):

Bild

Und alles wieder wie neu:

Bild

Bild

Bild



Die Trommeln hatten noch ein paar kleinere Fehlstellen,
die ich auch noch etwas nachgepinselt habe:

Bild

Bild


So nun sind alle Teile der Hinterachse fertig lackiert, noch etwas dann geht´s ans zusammenbauen :-)



Nun zur großen Baustelle, den automatischen Nachstellern und zwar dem ohne das Axialspiel:

Erstmal wieder zerlegen:

Bild

Ahhh ein Sprengring:

Bild

Und siehe da, nur solche Zangen im Haus:

Bild
(nur für Außenliegende geeignet)

30 Minuten und 30€ später lagen diese auf dem OP-Tisch ;) :

Bild


Nachdem ich den Sicherungsring entfernt habe, konnt ich erstmal 10 Minuten die Feder suchen:

Bild
Da ist ganz schön Kraft dahinter...

Puhh etwas siffig:

Bild


Ein Schraubenzieher eignet sich gut als Austreiber für diese Teile:

Bild

Bild

Hier sieht man den Siff etwas besser:

Bild


Gut ich war der Meinung, dass es an dem Dreck lag, dass sich im Nachsteller nichts bewegt hat.
Also alles gereinigt und leicht gefettet, all diese Teile wollen wieder in das Gehäuse:

Bild

Angefangen von einer kleinen Feder und der Arretierung für die schrägverzahnte Nachstellerhülse:

Bild


Und nach etwas fummelei sitzen die ersten beiden Teile wieder an ihrem Platz:

Bild


Nun wird die Hülse reingesteckt und mit einem kleinen Schraubenzieher die Arretierung nach unten gepresst:

Bild


Der erste Versuch, die Feder mit einem Schraubenzieher nach unten zu drücken und den Sicherungsring zu setzen,
kann man alleine vergessen, die Kraft bringt man kaum auf.
Den Sicherungsring dann noch ordentlich zu fixieren ist nicht möglich:

Bild

Aber mit der China-Presse geht´s schon viel besser:

Bild


Wie soll es schon anderst sein, ich habe das Teil einigemale zerlegt und wieder zusammengebaut und immer war kein Spiel wie beim
"ganzen" Nachsteller vorhanden, wie wenn ich etwas falsch zusammengebaut hätte.






Komisch das ganze, also mal noch den "ganzen" zerlegt, ohh der Sicherungsring ist so festgerostet,
dass dieser nicht ohne biegen und brechen entfernt werden konnte.

Okay den Ring irgendwie rausbekommen und schon mit dem Federsprung gerechnet,
also die Aktion gleich mal in einer Plastiktüte durchgeführt.

Aber nichts tut sich, aber rein garnichts, erst mit dem Hammer hat sich da langsam was gelöst und geöffnet.

Tja so sieht es dadrin nun aus:

Bild

Bild

Bild


Die schrägverzahnte Nachstellerhülse ist festgerostet auf beiden Seiten und zwar richtig... :shock:

Hier noch die anderen Teile:

Bild

Bild


Das Axialspiel ergibt sich aus den festgerosteten Hülsen auf beiden Seiten,
somit lassen sich die Gewindehülsen lustig hin und her schieben
und das ganze auf der damals nötigen Einstellung des Nachstellers.


Vor dem Feierabend habe ich noch das ganze Ding ist nun mit WD40 geflutet in der Hoffnung dass ich was löst:

Bild


Eigentlich war mir das Unheil bei den ersten Teilen schon fast klar,
als ich den Siff an dem Gewinde gesehen habe:
Bild

Nun gut, man lernt eben nie aus, klassisch getäuscht worden sozusagen.

Merke:
Fest ohne Spiel ist in Ordnung und ganz
Locker mit Spiel kaputt und zwar ziemlich :lol:


Hier noch ein kleines Video von dem vermeintlich ganzen Nachsteller:

https://youtu.be/eezEQA5LPtY


So das war´s auch schon wieder.

Schönen Abend noch.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Westfalica » Sa 9. Mai 2015, 14:03

Den Hans Hehl und seiner G-Tipps kennst du ja sicher? http://www.hanshehl.de/tipp19.htm
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » So 10. Mai 2015, 18:52

Hallo,

die Seite von Hans Hehl kenne ich so ziemlich auswendig,
ist auch oft die erste Anlaufstelle, wenn ich etwas zum Thema suche.



Die letzen paar Tage war ich immer nur ganz kurz in meinem Schrauberdomizil,
aber in der Etappe ist nunmal an der Baustelle nicht mehr viel zu tun.

Zuerst habe ich mal den zusammengerosteten Nachsteller mit viel WD40 geflutet,
in der Hoffnung das sich was löst:

Bild

Bild


Desweiteren ist mein Achsöl und ein paar neue Stecknüsse gab´s auch noch:

Bild

Bild
(das Set hat ca. 30€ gekostet mal sehen ob die Teile halbwegs zu gebrauchen sind)



Heute hat sich mir dieses Bild geboten, das WD40 ist nach unten durchgesickert
und hat auch etwas gammel mitgerissen:

Bild

Nun das Teil mal vorsichtig mit der Presse versucht zu bewegen:

Bild

Und siehe da, da bewegt sich was:

Bild

Und raus sind die Teile:

Bild

Man sieht ganz deutlich, wie sich darin Rost und Dreck gesammelt hat,
sodass die Teile sich einfach nichtmehr bewegen konnte.

Leider haben diese Teile hier, dass ganze nicht überlebt,
mal sehen ob ich da Ersatz bekomme:

Bild
(die Verzahnnung ist ziemlich komplett weggebrochen)

Von den defekten Teilen gibts noch kein Bild, diese stecken noch im Gehäuse fest,
da soll nun auch wieder WD40 den Karren aus dem Dreck ziehen.


Ob´s was wird, zeigt die Zukunft.

Schönen Sonntag noch,
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Fr 15. Mai 2015, 18:42

Hallo,

heute war ich mal wieder für 2 Stunden in der Werkstatt
und eigentlich wollte ich die Nachsteller abhaken.

Naja eigentlich, aber nur eigentlich :(


Von einem netten G-Fahrer habe ich diese zwei alten Nachsteller als Ersatzteilspender
bekommen, er hat auf die besseren offenen umgerüstet.
(Der Origininalität wegen, bleibe ich bei den geschlossenen)

Bild


Da leider die WD40 Kur nichts gebracht hat,
habe ich mich für zwei Hilfsbohrungen hier entschieden:

Bild

Bild
Um mit einem Durchschlag die festsitzenden Arretierungsteile zu entfernen.

Das hat mit dem 2 Kilo Fäustel ganz gut geklappt:

Wie man sieht, ist von den Dingern nicht mehr viel übrig,
zumindest ist die Verzahnung weg:

Bild

Im Vergleich ganz zu defekt:

Bild

Auch die großen verzahnten Teile haben ordentliche Macken,
dass habe ich das letztemal garnicht so gesehen:

Bild

Zum Glück habe ich die Ersatzteilspender bekommen, also gleich mal
die Innereien in Kaltreiniger eingelegt:

Bild


Das restliche WD40 hat sich in eine Art Sülze/Aspik verwandelt,
hat das sonst schon jemand von euch beobachtet?


Bild


Damit die neuen Teile auch gut in dem alten Gehäuse funktionieren,
muss der Rost noch entfernt werden:

Bild

Bild

Mit dem Druckluftschleifer ging es ans Werk, leider hatte ich keine passende kleine Drahtbürste:

Bild

Sieht schonmal ganz gut aus:

Bild


Leider habe ich dann im Anschluss festgestellt, das die Bohrung für die Kleinteile durch den starken Rost
aufgegangen ist. Somit besteht keine Chanche die Teile darin wieder leichtgängig zu bekommen, die Teile verklemmen sofort wieder.



Also habe ich mir mal das Schlachtergehäuse genauer angeschaut:

Außen Pfui:

Bild

Innen dagegen erste Sahne, alles sauber kein Rost:

Bild

Okay mal wieder einen kleinen Schritt zurück gemacht:

Erstmal abgegeklebt und das Gewinde geschützt:
Bild

Zwei Minuten später, alles blank:

Bild

Mit dem Heißluftföhn habe ich das Teil vor dem entfetten noch auf ca. 40 Grad erwärmt
und anschließend mit dem Pinsel gestrichen:

Bild

Für das eine Teil dreimal die Lackierpistole zu reinigen, dass ging mir dann doch irgendwie bedeutend zu weit. 8-)

Morgen werde ich die zweite Schicht streichen und dann leider auf das trocknen der Farbe warten müssen.


Hier noch ein Bild von den Teilen für die rechte Seite des automatischen Nachstellers:

Bild

Und weil der Kaltreiniger alles so schön sauber gemacht hat hier noch ein kleines Detailbild:

Bild



So das wars auch schon wieder, bald geht´s weiter.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » So 17. Mai 2015, 10:11

Hallo,

nachdem ich gestern erstmal wieder etwas Ordnung geschaffen habe
und ich nicht nur wegen einer Schicht Farbe in die Werkstatt wollte,
habe ich mir die Bremszüge mal vorgenommen:

Bild

Nachdem auspacken des ersten Zuges, kommt dieser Anblick zu Tage,
alter Unterbodenschutz, Farbe und weiß der Geier was das alles ist:

Bild

Bild

Bild

Das ganze Zeug habe ich bestmöglich mit einer Cutterklinge sauber abekratzt:

Bild


Sieht gleich wieder um einiges besser aus:

Bild

Bild


Dann ging´s weiter mit dem zweiten Zug (Beifahrerseite),
hier kann man noch die erste Idee sehen zum Schutz vor Farbe.
Das ganze habe ich dann doch lieber ganz eingepackt in Baufolie:

Bild

Auch hier das gleiche Bild, der Schutzschlauch ist auch total voll mit allem möglichen Zeug´s:

Bild

Der Grundkörper des Zuges leider auch:

Bild

Nachdem abkratzen habe ich das hier entdeckt, der Zug bzw. Außenmantel
hat schon seine Form von rund zu Oval geändert:
Ich denke die Metallspirale ist schon ordentlich angerostet und der Rost,
drückt alles etwas aus der Form.

Bild

Da der Zug aber noch leicht läuft, werde ich da nur etwas Öl reingeben und mit
Schrumpfschlauch mit Innenkleber abdichten.

Oder hat da jemand eine bessere Idee?


Naja der Rest der ist jedenfalls wieder sauber geworden:

Bild


Am Anfang des Projektes:
Bild

Fertig:
Bild


So bevor ich das Licht ausgemacht habe, noch zur letzten Farbschicht für den
Nachsteller, wieder das kleine Set Pinsel und Farbe: ;)

Bild

Bild


Feierabend. 8-)

Schönen Sonntag noch.

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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon gafu » So 17. Mai 2015, 12:22

an ein ende des handbrems-bowdenzug einen trichter ankleben (mit heißkleber), dieses ende erhöht lagern, und öl in den trichter füllen.

so lange in der position belassen bis es durchgelaufen ist. (am unteren Ende ne wanne oder sowas unterstellen)
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Mi 20. Mai 2015, 14:16

Hallo zusammen,

@ gafu:
Hmm, dass wird nicht funktionieren, dass Zeug ist brutal verkapselt,
wenn dann müsste ich das Öl an der Schadstelle einfüllen.

Sogar der Bowdenzug ist nochmals mit Gummi umhüllt.

Hier sieht man die verschiedenen Schichten aus Schutzhüllen ein wenig:
Bild




Zuerst habe ich mal wieder von Samstag noch etwas Heimarbeit mitgenommen:

Bild

Schön mit Spüli und Seife durchwalgen:

Bild

auswaschen und zum trocknen rauslegen:

Bild

Und schon gibts wieder ein paar saubere Handschuhe mehr in der Werkstatt...




Weiter geht´s:

Zuerstmal wieder etwas Platz schaffen, puhh dass ging diesmal recht einfach:

Bild


Dort habe ich nun den großen Biertisch aufgestellt und somit einen guten Montageplatz
für die Achse geschaffen:

Bild


Nun sollten endlich die Deckel entfernt werden:

Bild

Also Schrauben los und weg damit:

Bild
(die Dichtung aus Milchkarton hat super funktioniert)

Bild

Es ist kein Sand eingedrungen, hat also an den Stellen alles so hingehauen wie geplant:

Bild


Nun noch den Sperrendeckel entfernen:

Bild

Die Dichtung aus einem Stück Fahrradschlauch hat auch gut gehalten,
wobei der Milchkarton besser ist vom Handling her:

Bild


Die Verschlussdeckel gleich mal einlagern für die Zukunft,
vielleicht muss ich das ja mal irgendwann wieder mal machen.
Oder ein anderer will mal das gleiche tun wie ich. 8-)

Bild


In dem Vierkantrohr habe ich noch das Strahlgut gefunden,
eine ziemliche ordenltiche Größe, zum Vergleich ist auf dem Bild ein 13er Maulschlüssel:

Bild


Als letzte Amtshandlung an der Achse noch die Öleinfüll-/ablasschraube gelöst,
hat mit dem Schlagschrauber gut funktioniert:

Bild

Bild




Da mein Dad mir mit der Achse geholfen hat, haben wir gleich noch die Beläge in Angriff genommen,
dass geht alleine einfach nicht.

Los geht´s:

Zuerst einen Durschlag in den Schraubstock spannen,
welcher den gleichen Durchmesser wie der Nietkopf hat:

Bild


Nun die Niete durchstecken und den Kopf auf dem Durchschlag auflegen:

Bild

Bild

Mit einem Körner wird nun der herausstehende Teil der Niete aufweitet,
sodass der Belag optimal an den Träger herangezogen wird:

Bild

Bild

Im Anschluss wird die Niete mit einem weiteren Durschlag und vorsichtigen Hammerschlägen
in Form gebracht:

Bild

Bild


Ein paar Bohrungen musste ich wegen der Farbe nacharbeiten,
bevor mir das klar war habe ich noch zwei Nieten versaut:

Bild

Aber ein paar zusätzliche Nieten als Ersatz hatte ich ja schon geholt:
(links Kupferniete, rechts Stahlniete von MB)

Bild
Die Stahlniete hat den Vorteil, dass diese am Ende etwas umgebördelt ist,
somit hakt es beim durchschieben der Niete nicht so.

Nach 20 Minuten war die erste Seite fertig:

Bild

Weitere 15 Minuten sah es dann so aus:

Bild

Wie die Soldaten, warten die Teile nun auf ihren Einsatz.


Bald geht´s weiter...


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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Do 21. Mai 2015, 18:00

Hallo,

ein kleines Update zur heutigen Session:

Erstmal ne neue Bürste aufziehen auf den Druckluftschleifer:

Bild

Zum Glück habe ich da mal einige bei Ebay geschossen:
(im Baumarkt hätte ich für das Geld nur 2 Bürsten vom gleichen Hersteller bekommen)

Bild


Durch die Stahlplatten war dieser Teil hier zu gut geschützt,
dass ich den Rost hier noch von Hand wegbürsten musste:

Bild

Schon besser:

Bild


Auch wenn man genau hinschaut, kein Dreck hat sich hineinverirrt:

Bild


Also vor lauter Freude gleich mal den Radlagersatz ausgepackt:

Bild

Hier ein Vergleich von einem neuen Stauchring und dem alten:

Bild

Hier kann man die Stauchung recht gut erkennen:

Bild

Bild


Nun habe ich versucht den Stauchring ohne O-Ring in das Achsrohr zu stecken,
ob das auch reinpasst:

Bild

Leider geht der Stauchring nicht in das Achsrohr, dort werde ich wohl noch etwas schleifen müssen,
sodass dieser leicht rein und rausgeht.
Oder so soll das doch sein?





Da ich bei der Achse nicht weitergekommen bin, habe ich mich wieder an die Nachsteller gemacht.


Hier noch ein paar Bilder dazu:

Zuerst eine M8er Schraube in den Schraubstock spannen:

Bild

Die beiden Teile etwas einfetten und montieren:

Bild

Bild

Weiter gehts mit den beiden Teilen:

Bild

Im fertig montierten Zustand, muss es später so aussehen:

Bild


Um die Teile zu montieren, muss man mit einem Durchschlag die kleine Sperre nach unten drücken,
dann lässt sich das Teil "eindrehen".

Nun muss die Passcheibe rein:

Bild

Die Feder und der Deckel kommt als nächstes:

Bild

Bild


Jetzt wird der teilmontierte Nachsteller auf die Schraube gesteckt
und somit die Feder vorgespannt, so kann der Sprengring ganz einfach montiert werden:

Bild

Fertig sind die Dinger, nun wirklich :lol: :

Bild

Bild


Meine Nachsteller, haben sogar noch recht gut ausgesehen,
dass kann auch so aussehen:

Bild

Bild


Die Anschlagdämpfer der Achse haben sich nun auch verwandelt:

Vorher:

Bild

Nachher:

Bild


Und zur feier des Tages noch die Bremstrommel begutachtet,
ob das abkleben auch was gebracht hat:

Bild

Jop hat super funktioniert und gehalten, dass traut man dem Malerkrepp im ersten Moment garnicht zu:

Bild


Der Sperrenzylinder, geht auch auf das fertig werden zu:

Bild

Hat jemand eine gute Bezugsquelle für Entlüfter?
Der sollte bei MB nämlich 12€ kosten.

Das Gewinde müsste M10x1 haben, so wie normalen Bremsleitungsverschraubungen.



Schönen Abend zusammen.

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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hausmeister » Do 21. Mai 2015, 20:35

Hallo Hansele,

echt Klasse dein Projekt!
Da traue ich mich ich langsam an den APZ . nur weiter so !

Lg
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Fr 22. Mai 2015, 19:47

Hallo,

@Hausmeister: Danke für die Blumen, dir viel Spaß und Erfolg bei deinem Projekt,
halte uns auch auf dem laufenden.



Überstunden sei dank, ging heute mal wieder richtig was vorwärts:

Morgens war ich gleich im Werkzeugladen und habe mir dieses Teil
hier gekauft:

Bild


Damit der Stauchring weit genug reingeht in das Achsrohr, muss noch etwas geschliffen werden:

Bild

Um zu prüfen ob der Stauchring weit genug ins Achsrohr geht, habe ich kurzerhand
einen alten Lagerring mit der Flex kleiner geschliffen:

Bild

Ab damit ins Achsrohr:

Bild

Jopp, passt alles der Stauchring flutscht an seinen Platz:

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Um den Lagerring wieder rauszubekommen eignet sich dieses Spezialwerkzeug,
kann ich nur empfehlen hat bei MB keine 6€ gekostet:
(gebaut ist der Haken zum einhängen der Federn an der Trommelbremse..)
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Als nächstes habe ich die Steckachsen an den wichtigen Stellen gebürstet und gereinigt:

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Zwei Radschrauben sorgen dafür, dass man die Achse vernünftig spannen kann:

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Nun wird das Equipment für die nächsten Schritte vorbereitet:

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Ein Schluck Motoröl wird schonmal auf gute 150 Grad gebracht:

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Und los geht´s mit dem Radlagereinbau, zuerst kommt der Lagerdeckel auf die Steckachse:

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Im Anschluss die beidseitig dünn eingefettete Papierdichtung:

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Das Lager wird nun mit etwas Draht zum rausfischen verbunden:

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Und ab ins Bad damit (Brenner aus):

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Der Stauchring wird nun ordentlich eingefettet und der O-Ring montiert:

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Und zack ist auch der Stauchring an seinem Platz:

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Das Lager ist nun gar:

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Die angefaste Seite dient als Führung für das Lager, damit es schön auf die Passung gleiten kann,
hier gut zu sehen:
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Und als Vergleich noch die anderen Seite ohne Führung:
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Und wie von Zauberhand rutscht das Lager auf seinen Sitz:

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Nun noch das Sicherungsblech (glatte Seite zur Nutmutter) anbringen:

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Und schonmal die Nutmutter ordentlich anlegen, nach erkalten des Lagers nochmals festziehen (500Nm):

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Als letzter Schritt das Sicherungsblech auf beiden Seiten mit einem Durchschlag in die Nutmutter treiben,
damit sich da nichts lösen kann:

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Und nach einer Stunde sind beide Steckachsen fertig montiert und warten auf den Einbau:

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Ich muss sagen, mal wieder ein geiles Gefühl das geschafft zu haben,
jetzt geht es mit den leichteren Arbeiten weiter. :P


Nun müssen die Schrauben wieder an ihren Platz:
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Als Hilfsmittel dazu habe ich eine M10er Mutter aufgebohrt auf 10,5mm:

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Und schon können die Schrauben schnell und einfach an ihren Platz gezogen werden:

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Fertig:

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Das ganze wird nun noch 11mal wiederholt, dann sind alle Schrauben wieder da wo sie hingehören:

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Die Bremsträgerplatte kann nun wieder aufgesteckt werden:

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Und die Steckachse findet ihren Weg in das Achsrohr:

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fast schon ganz verschwunden:

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Sitzt passt und hat noch Luft:

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Als letztes müssen die je 6 Muttern angezogen werden und zwar stet´s über Kreuz,
damit sich der Stauchring gleichäßig stauchen kann: (85 Nm Anzugsmoment)

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Um die Schrauben anziehen zu können, musste ich die Achse noch ordentlich festbinden,
da diese sich leichter bewegen ließ als die Schrauben:

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6xmal Knack, Knach und fertig ist die erste Seite:

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Zwanzig Minuten später, war es soweit, die andere Seite ist auch fertig montiert.

Toll sieht die Achse nun wieder aus:

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Einen schönen Abend zusammen.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Di 26. Mai 2015, 17:57

Hallo zusammen,

die letzen Tage ist viel passiert, auch wenn ich dreiviertel der Werkstattzeit
beim umräumen war, aber dazu irgendwann mal mehr.

Zuerstmal habe ich meine Teile vorbereitet, welche als nächstes benötigt werden:

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Die Federn für die Trommelbremse gibt es als Komplettsatz für gute 12€,
da macht man nichts verkehrt, wenn man den kauft:

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Hier noch die alten als Vergleich:

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So findet man nachher eher die richtigen Teile:

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Okay zuerstmal die Bremszüge anschrauben und im Anschluss der automatische Nachsteller,
mit dem Loctite nicht sparsam sein:

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Bevor die neuen Radbremszylinder montiert werden können, muss erstmal noch die Farbe entfernt werden:

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Schon besser:

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Und schon ist er an seinem Platz:

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Irgendwann in der Zwischenzeit mal noch die Sitze umgeräut,
da der alte Platz besser belegt werden konnte:

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Und aus den Augen, aus dem Sinn :lol: :

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Zur einfacheren Montage mal die Bilder vom ausbau auf den Bildschirm:

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Die erste Vormontage war auch schnell erledigt, wenn die Montage nur auch so einfach gegangen wäre:

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Nachdem die Bremsbacken montiert sind, kommt mein tolles Spezialwerkzeug zum Einsatz:

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Ohne das Teil wäre es mega schwer gewesen die Federn richtig einzuhängen:

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Somit ist auch die erste Seite schon fertig montiert:

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Hier mal noch die Übersicht der benötigten Teile je Seite:

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Hier kann man das Stück sehen, welches fehlt um die Feder einzuhängen:

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Wie gesagt ohne den Haken, ist es kaum möglich die Feder so einzuhängen:

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Dasselbe gilt für die oberen Federn, da fehlt auch ein gutes Stück:

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Und was soll ich sagen?
Die Trommel ist montiert, die alte Senkkopfschraube wurde durch eine VA Schraube ausgetauscht:

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Ein Blick von hinten auf die Trommel und die Beläge:

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Nun werden noch die Löcher alle verschlossen, die Teile kosten nicht viel und die alten sind einfach nicht zu retten:

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Die alten Gummiteile die ich aufgehoben habe, sind alle nur noch halb so lang:

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Mit etwas Spucke flutschen die Teile regelrecht in ihrer Ausfräsung an der Bremsträgerplatte:

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Weiter geht´s mit den ABS-Sensoren:

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So den Dichtring ordentlich einfetten und wieder an seinen Platz verfrachten:

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Den Sensor ansich auch gut einfetten, damit der Dichtring auch an seinem Platz bleibt und nicht verrutscht
und schon ist alles vorbei:

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Da der Hinterachsdeckel auch noch eine frische Dichtung bekommen soll, ging´s hier weiter:

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Die alte Dichtung hätte wohl auch nichtmehr allzulange gehalten:

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Leider habe ich beim entfernen der Dichtung das hier gefunden:

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Die Dichtung ist nicht leicht zu entfernen, Stück für Stück geht´s mit dem Cutter voran:

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Die Reste habe ich mal mit Kaltreiniger eingpinselt in der Hoffnung, dass diese sich dann leichter entfernen lassen:

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Der extra angeschabte Zeranfeldschaber war nach ca. 1 Sekunde kaputt, billiges gelumpe eben,
naja ich hätte es wissen sollen:

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Zu der Metallspäne-Geschichte im Differential eröffne ich nachher noch ein Thema,
wo ich euren Rat brauche.

Ansonsten einen schönen Abend, wünsche ich euch.

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon doofi » Di 26. Mai 2015, 18:10

Da Du ja einen Federhaken hast ist eigentlich wurscht; aber diese Bremsen kann man auch ohne zusammenbauen.
Nur der Vollständigkeit halber:

Wenn man die Backen schräg hält gehen die oberen Federn ohne Spannung rein. Dann die Backen über den Radzylinder würgen, in den Nachsteller tun (geht durch die Hebelwirkung total easy) und dann die untere Feder einhängen. Geht mit einer mittleren Kn1pex Cobra recht problemlos.
Diese "Prozedur" empfiehlt sich besonders bei den "grossen Brüdern" dieser Bremse bei 508 und co.. Die bekommt man eigentlich ausschliesslich mit diesem System ohne Verletzungen wieder zusammengebaut, da die Federn nochmal ein gutes Stück brutaler sind.
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Fr 29. Mai 2015, 18:07

Hallo zusammen,

@ doofi:
Stimmt, wenn ich es mir so überlege könnte es so auch gehen,
danke für den Hinweis/Tipp, vielleicht hilft´s einem potentiellen Nachahmer in der Zukunft.



Bevor ich mich in der Werkstatt für ein paar Tage selbst ausgeknockt habe,
konnte ich noch die ein oder andere Arbeit weitermachen.

Zuerst habe ich den rest der Dichtung entfernt:

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Da das Zeug brutal festgebacken war und immernoch kleine Reste übrig blieben:

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Habe ich die Dichtfläche ordentlich gebürstet, nun ist alles sauber:

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Damit die neue Dichtung nicht wieder so dermaßen verklebt, wurde diese leicht eingefettet:

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Und schon ist der Deckel zu, die Schrauben muss ich nochmal nachpinseln:

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Hier noch ein Vergleich von Alt zu neu (die Schellen haben mich übrigens außer Gefecht gesetzt):

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Aber erstmal musste der Verteiler für die Bremse und für die Differentialsperre montiert werden:

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Da ich für den Sperrenzylinder keine passenden Schrauben auftreiben konnte,
hab ich mal etwas gewühlt, sind nun halt 10.9er aber egal:

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Die Dichtung wird auch wieder leicht gefettet:

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Und der Sperrenzylinder muss leicht verschiebbar an das Achsrohr geschraubt werden,
da dieser erst noch eingestellt werden muss:
(Hätte ich bei der Demontage je einen Körnerpunkt gesetzt, müsste man nichts einstellen,
solange das Differential nicht zerlegt wird.)

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Dazu habe ich aus einer alten Bremsleitung einen Einstelladapter gebastelt:

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Hier geht´s zum Video, wie der Zylinder funktioniert:

https://youtu.be/9YpyEQ2XDAc


Im Prinzip wird der Sperrenzylinder mit ca. 8 Bar Druckluft betätigt und wird dann nur noch
in Richtung Differential geschoben, bis die Klauenkupplung spürbar einrastet.
Nun nur noch fixieren und fertig:

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Dann habe ich noch die Vorbereiteten Bremsleitungen montiert, bzw. zumindest damit angefangen:

Vorher:

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Nachher:

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Da ist eine von den biestigen Schellen :lol: :

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Vorher:

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Nachher:

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Vorher:

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Nachher:

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Weiter geht´s erst nächste Woche, morgen ist Ruhetag für den Däumling :lol: .

Grüße
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Joschie » Fr 29. Mai 2015, 21:22

Hallo,

kleiner Tipp, auch mit Fett bestrichene Dichtungen kleben im laufe der Zeit fest so das sie i.d.R. nicht mehr zerstörungsfrei runter gehn.
Bei mir hat sich bisher hier Kupferpaste als sehr hilfreich erwiesen.

Ansonsten, wenns nicht gscheit Dicht halten will empfehle ich dir Teroson Fluid D Datenblatt.

Grüße
Josef
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Re: "Projekt-G" mein Mammut-Projekt (Berichterstattung)

Beitragvon Hansele » Mo 1. Jun 2015, 17:58

Hallo zusammen,


@Joschie:
Danke für den Tipp, Kupferpaste hätte ich auch im Regal gehabt,
dass nächste mal weiß ich da bescheid.


Heute war Tag X, vorher:

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Nachher:

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Schön sind sie geworden die Federn, da kann man sich nicht beklagen.


Auf der Rückfahrt habe ich mich in der Apotheke ein Fingerling aus Nappaleder besorgt,
um mal vorsichtig zu versuchen ob ich was schaffen kann.

Passt doch gut, einen zugeschnittenen Nitrilhandschuh und die Party kann steigen:

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Hätte ich das von Anfang an so gemacht, hätte ich die 2,85 für das Lederkondom sparen können:

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Das Teil hier habe ich vor ewigen Zeiten mal angeschafft, aber an dem Tag war´s in der Zweitwerkstatt
und naja, wenn das passende Werkzeug nicht da ist versucht man es eben anderst.
Aber nun richtig:

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Kann losgehen:

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Und schon sind die blöden Schellen an ihrem Platz:

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Gut, nun mal die Bremsleitung probehalber montiert:

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Uihh, dass ist ganz schön eng an der Stelle:

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An der Stelle werde ich den Gewindebolzen einkürzen müssen,
da dort die Leitung früher direkt oben drüber verlaufen ist.
Halb so schlimm, ich hatte die Bolzen damals etwas länger gelassen,
da ich die Länge nichtmehr nachvollziehen konnte.

Egal auch mit Lederkondom, wird es nun Stück für Stück weiter gehen,
wenn auch etwas gemütlicher.

Schönen Tag noch zusammen.

Grüße
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