Kurze Frage -> schnelle Antwort

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Lukas_P » Fr 10. Nov 2017, 10:11

ups.. naja ok .. ich meinte aber was passiert wenn die umgebungsluft die temparatur des drahtes hat ? weil ohne temperaturunterschied kann der ja keine energie mehr abgeben .. wird wohl dann noch wärmer werden oder ?
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Beitragvon duese » Fr 10. Nov 2017, 10:15

Im eingeschwungenen Zustand erreicht die Luft nicht die Drahttemperatur würde ich sagen.
Wobei der Draht nicht nur per Konvektion sondern auch per Strahlung Energie an die Wände abgeben kann. Außerdem per Wärmeleitung über die Klemmen.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ferdimh » Fr 10. Nov 2017, 10:48

Lukas_P:
Dein Gedankenkonstrukt hat einen Fehler:
Wenn wir warten, bis sich die Lufttemperatur der Drahttemperatur angenähert hat, haben wir das ganze Ding komplett in perfekte Wärmeisolation eingepackt.
Dann werden beide Gebilde nie eine definierte Temperatur annehmen, sondern immer heißer und heißer werden, bis bei einigen Millionen Grad irgendwann Kernfusion eintritt (oder alternativ der Draht durchbrennt).
Ein stabiles Gebilde mit Heizung hat immer eine Wärmeabfuhr. Und dann gilt näherungsweise:
viermal so viel Draht bei gleicher Leistung wird nicht so heiß, wärmt aber die Umgebung gleich stark.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Lukas_P » Fr 10. Nov 2017, 11:38

das heißt bei sehr guter wärmeisolation wird das system so lange heißer bis der auftredente Wärmeverlust nach außen gleich der zugeführten elektrischen Leistung ? also ein fließgleichgewicht ?
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ferdimh » Fr 10. Nov 2017, 11:49

das heißt bei sehr guter wärmeisolation wird das system so lange heißer bis der auftredente Wärmeverlust nach außen gleich der zugeführten elektrischen Leistung ? also ein fließgleichgewicht ?

Jo. Das gilt im Übrigen für fast alles:
Der Motor von einer beliebigen Karre hat viel mehr Heizleistung als ein Wasserkocher. Trotzdem kocht der Wasserkocher das Wasser, während der Motor das Wasser, sofern der betriebsmäßig vorgesehene Wärmeabfluß auch wirklich stattfindet, nicht kocht.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Sir_Death » Fr 10. Nov 2017, 11:50

nicht nur bei guter Wärmeisolation - immer.
Außer das System zerstört sich selbst beim Versuch das Gleichgewicht herzustellen.

Wenn du dein Haus schlecht isoliert hast, fließt viel Wärme ab, du steckst aber auch viel Heizenergie rein um 23°C Raumtemperatur zu halten.
Hast du dein Haus gut isoliert, steckst du viel weniger Energie rein um die 23°C zu halten.
(Wobei in dem Beispiel natürlich ein Regler die Wärmequelle beeinflusst)
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Beitragvon Lukas_P » Fr 10. Nov 2017, 12:02

nagut dann ist alles klar... Danke ;)
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Gernstel » Fr 10. Nov 2017, 18:02

Scart nach VGA?

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, an einem Receiver-Ausgang SCART einen Monitor über VGA-Analog-Anschluss betreiben zu können?
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon video6 » Fr 10. Nov 2017, 18:13

Wenn der Monitor 15khz 50Hz kann sollte es gehen.
Hab nen Monitor der kann das.
Da hängt der Amiga dran der alte PC auch
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Beitragvon Gernstel » Fr 10. Nov 2017, 18:27

ok, danke, dann werde ich mal Stecker auf die Liste schreiben und das ausprobieren.
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Beitragvon xoexlepox » Fr 10. Nov 2017, 19:13

...Receiver-Ausgang SCART einen Monitor über VGA-Analog-Anschluss betreiben zu können?

Ob ein "einfaches" Kabel ausreicht, hängt davon ab, ob der Receiver auch die drei RGB-Signale ausgibt. Gibt der nur "FBAS-Out" aus, brauchst du noch einen Chip aus der Fernsehtechnik und "etwas Drumherum".
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Beitragvon uxlaxel » Fr 10. Nov 2017, 20:33

ich bin mit dem versuch, scart zu VGA zu wandeln und hühnerfutter zu umgehen gescheitert. viele, sehr ähnliche lösungsvorschläge im netz führten alle nicht zum erfolg. ich hatte es mit 7 oder 8 verschiedenen monitoren versucht, keiner ließ sich dazu überreden. ich möchte jedoch nicht ausschließen, dass es einige monitore gibt, die man mit einfachen mitteln zur bildwiedergabe überreden kann.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ferdimh » Sa 11. Nov 2017, 01:17

Scart -> VGA geht nie. Ausnahme ist ein Monitor, der wohl Anfang der 90er recht populär war (NEC MultiSync II). Es gibt wohl einige Nichtstandardbelegungen, die einzelne Beamer für "Scart über VGA" genutzt haben, aber nichts universelles.
Andersrum (SCART-Glotze an VGA-Ausgang) geht recht zuverlässig, weil man die Grafikkarte kreativ umkonfigurieren kann.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon andreas6 » Sa 11. Nov 2017, 11:05

Können Siebensegment-Led-Anzeigen "ausbluten"?

Ich habe eine alte Digitaluhr aufgemacht, um sie zu reinigen, die Tasten gingen mir zu schwer. Die ist etwa 30 Jahre am Stück gelaufen. Im Staub da drin findet sich eine ganz blanke harte Tropfspur, die aus einer der vier Siebensegment-Anzeigen heraus kommt, sich über eine Dil-Pinreihe eines Treiberchips hinzieht und auf dem Controller der Uhr als Tropfen endet.

MfG. Andreas
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Bastelbruder » Sa 11. Nov 2017, 11:33

Da war einfach das Harz noch nicht ganz durchgehärtet, vermutlich überlagert oder schlecht gemischt. Und irgendwelche Temperaturzyklen haben die Soße aus ihrer Blase herausgepumpt an die frische Luft.
Ich habe hier ein 80er Jahre-Netzteil wo die ehemals harte Vergußmasse aus Netzfiltergehäusen entflieht. Muß ich bei Gelegenheit mal ablichten
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon andreas6 » Sa 11. Nov 2017, 12:02

Gute Erklärung, Danke! Da muss ich also nicht befürchten, dass in der Anzeige etwas geglüht hat. Denn die Uhr lief bis heute einwandfrei. Sie ist etwas sehr empfindlich bzgl. Netzspannungsschwankungen und zeigt schon bei kurzen Einbrüchen einen Neustart. Die klassische Versorgung mit 8V-Trafo ist etwas knapp ausgelegt. Vier Schottkydioden könnten das Verhalten verbessern. Ein Lowdrop-Regler anstelle des 7805 wäre sicher auch sinnvoll. Mal messen, was das Teil an Strom sehen will.

MfG. Andreas
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Nello » Sa 11. Nov 2017, 16:05

Gibt es eine analoge (und auch ohne Prozessor arbeitende) Frequenzteilung, bei der die Kurvenform erhalten bleibt? Speziell würde es darum gehen, eine normale E-Gitarre durch Frequenzhalbierung eine Oktav nach unten zu transponieren und so quasi in einen Bass zu verwandeln. Irgendwelche Digitalschaltungen können das natürlich nicht, denn die verwandeln ja durch ihr Triggerverhalten alles grundsätzlich in Rechtecke.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon ferdimh » Sa 11. Nov 2017, 16:35

Man könnte sich sowas ganz theoretisch mit einem Eimerkettenspeicher häkeln: Eine Periode wird gespeichert, eine weggeworfen, das Resultat mit halber Geschwindigkeit wiedergegeben. Problem ist hierbei erstmal schon, überhaupt die Periode zu finden (Dank Oberwellen hat so ne Gitarre mehrere Nulldurchgänge pro Periode). Die nächste Frage ist, was mit Anschlaggeräuschen etc passiert. Richtig heikel wirds, wenn man zwei Töne gleichzeitig anschlägt. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe für sehr komplizierte Algorithmen.

Also, in kurz: Nein, es gibt hierfür keine sinnvolle einfache Lösung, so gerne man eine hätte.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon tom » Sa 11. Nov 2017, 16:46

Hallo,
weiß jemand warum Ferrite toroids Beschichtet sind, und ob die Bechichtung einen Einfluß auf die elektrischen und/oder magnetischen Eigenschafen hat ?
Hintergrund: Ich habe hier einen Frequenzumrichter, bei dem die Beschichtung durch Wärmeeinwirkung abgeplatzt ist, und möchte wissen, ob es etwas ausmacht, wenn Die Beschichtung beschädigt ist, oder fehlt.
Die Toroide sind einmal um die drei Ausgangsphasenleitungen, und die anderen sind als Gate Drive Übertrager eingebaut.

M.f.G.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Bastelbruder » Sa 11. Nov 2017, 17:11

Die Beschichtung von Donuts hat keinen Einfluß auf die magnetische Funktion. Es könnte allerdings der tatsächliche Inhalt sichtbar werden.
Außer Ferrit aus elektrisch überraschend gut leitendem Mangan-Zink und nichtleitendem Nickel-Zink gibts noch aus Eisenpulver mit Phenolharz geformte Preßlinge und welche aus amorpher Eisenfolie gewickelten Ringe. Letztere sind wieder gut leitend, Eisen rostet gern und die leitenden Spezies sollten zumindest nicht mit ihren Kanten irgendwelche drumgewickelten Drahtlacke beschädigen.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon xanakind » Sa 11. Nov 2017, 17:34

Nello hat geschrieben:Gibt es eine analoge (und auch ohne Prozessor arbeitende) Frequenzteilung, bei der die Kurvenform erhalten bleibt? Speziell würde es darum gehen, eine normale E-Gitarre durch Frequenzhalbierung eine Oktav nach unten zu transponieren und so quasi in einen Bass zu verwandeln. Irgendwelche Digitalschaltungen können das natürlich nicht, denn die verwandeln ja durch ihr Triggerverhalten alles grundsätzlich in Rechtecke.


Analog und ohne Prozessoren habe ich auch keine Idee.
Mit einem alten Laptop geht das aber ohne weiteres.
Sogar der gammelige Standard Treiber von Realtek kann die Tonhöhe verändern:
ptich.jpg

Und das mit den Hausmitteln!
Auch der Line In wird dadurch verändert.
Mit anderen Treibern und vielleicht sogar Software geht da noch mehr.

Aber rein Analog.....das wird kompliziert.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Bastelbruder » Sa 11. Nov 2017, 17:38

Analoge Frequenzteilung und Kurvenform.
Wenn man den Begriff Kurvenform genauer spezifiziert und als Amplituden-Hüllkurve beschreibt, dann läßt sich das einigermaßen mit Ja beantworten. Die Teilung muß auf jeden Fall digital erfolgen, dazu wird ein einziges Flipflop benötigt das die Grundfrequenz halbiert.

Wenn man dann dem Originalgeräusch die in der Amplitude passendend gemachte halbe Frequenz zumischt, läßt sich das Ohr ziemlich gut bescheißen. Das meint dann eine deutlich dickere Saite schwingen zu hören.

Das Effektgerät wurde mit dem Namen Oktavider und teilweise authentischem Klang von vielen Bastelbuden gebaut. Und es gibt ein paar gute und viele eher nicht so gute Bauanleitungen.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon tom » Sa 11. Nov 2017, 17:40

Hallo Bastelbruder,
Durch den einen Toroid sind die drei Ausgangsphasen mit gut Isolierten Kabeln einmal durchgeführt, und die Kanten des Toroids sind angephast, so das kein Kontakt oder "scheuern"möglich ist.
Durch die Toroids für die Gate Drives ist eine Platine, auf der die Wicklung aufgedruckt ist, und somit auch keine Verbindung möglich ist.
Ich hatte nur Bedenken, da ich mal gelesen habe, daß durch Beschichtungen auf Kernen eine andere Sättigung oder anderweitige Veränderungen der Eigenschaften erreicht werden könne.
Die kleinen Kerne übertragen die Versorgungsspannung und den Impuls für die Gate Drives. Deshalb habe ich bedenken, das durch ein verändertes Verhalten der Kerne bei der Ansteuerung der IGBTs Fehler auftreten könnten.
Die Kerne sind sehr Glatt, Glänzen, und sehen wie gepresstes Material aus.
Ich Versuche kommende Woche mal Bilder zu machen.

M.f.G.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Anse » Sa 11. Nov 2017, 18:25

tom hat geschrieben:die Kanten des Toroids sind angephast,
<Besserwissermodus> Die schräge Fläche an Bauteilkanten schreibt sich Fase. Sag es nur weil ich das schon oft falsch gesehen habe </Besserwissermodus>

Die Beschichtung hat so weit ich weiß nur die Funktion zu isolieren und den Materialtyp zu identifizieren.
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Re: Kurze Frage -> schnelle Antwort

Beitragvon Paul » Sa 11. Nov 2017, 19:35

Hallo, ich habe hier eine Waschmaschine (Siemens), deren Trommel nicht dreht. Vermutlich ist die Steuerung defekt, denn auf zwei Leiterbahnen war Ruß. Ich würde den Motor gerne testen, bevor ich die Steuerung bestelle. Wie identifiziere ich am besten die Anschlüsse? Zum Motor gehen 6 orange Kabel.

Pin 3 und 4 sind die Kohlen.

Gibt es eine kluge alternative Möglichkeit den Motor mal Laufen zu lassen?
Dateianhänge
WaMa3.jpg
WaMa2.jpg
WaMa1.jpg
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