allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Der chaotische Hauptfaden

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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Anse » Sa 11. Nov 2017, 01:32

Lukas_P hat geschrieben:Hat sich von euch eigentlich schonmal jemand mit den Bauanleitungen von David Gingery beschäftigt ?
So was wie Makercise auf YouTube gebaut hat?
Das ist ein nettes Spielzeug für Leute die Freude am alles Selber machen haben. Alu ist imo viel zu weich für ein Maschinenbett. Wenn man eine Maschine haben will die was wegschafft ist es definitiv die falsche Wahl. Bin immer wieder erstaunt wie leicht sich eine halbe Tonne Grauguss von meiner Weiler in Schwingung versetzten lässt.
Heißt natürlich nicht das man es nicht versuchen soll, aber mit Enttäuschung ist zu rechnen.
Geistesblitz hat geschrieben:Mit kleinen Fräsern durch 2m Alublech wird lustig
Blech fräst man nicht. Dafür gibt es Laser. Wenn doch dann entweder an möglichst vielen Punkten spannen oder mit Doppelseitigem Klebeband flächig verkleben.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon topmech » So 12. Nov 2017, 16:57

Anse hat geschrieben:Blech fräst man nicht. Dafür gibt es Laser. Wenn doch dann entweder an möglichst vielen Punkten spannen oder mit Doppelseitigem Klebeband flächig verkleben.

Bleche laserschneiden lassen ist teuer. Wenn das Zeug (lies: Blech) schon rum liegt, wirds halt durch die Fräse gejagt bzw. der Fräser durch das Blech.

Zurück zum Thema:
Habe mal eine Holzplatte für den Z-Turm zugeschnitten und auf dem Tisch montiert. Dabei ist mir der erste Designfehler aufgefallen, der zukünftige Maschinentisch wird an den Z-Turm stoßen, weil die Aussparung vergessen wurde. Abhilfe: Die Z-Achse bekommt mit einem Gestell den dazu notwendigen Offset.
Bilder gibts später, die Hochladeleistung der Internetleitung hier ist so schwach, dass sie vernachlässigbar ist.
Die Linearführungen habe ich mit Spaxschrauben an der Holzplatte befestigt, allerdings werde ich Löcher in die Holzplatte bohren und Maschinenschrauben verwenden, sonst wird das nix. In zwei Wochen gehts dann weiter.

Gruß
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon topmech » Mo 13. Nov 2017, 21:40

So, ein arbeitsreicher Tag später mit potenterem DSL:

Bild

Bild

Muss mir dringend mal was einfallen lassen, wie ich meine Bohrer wieder scharf kriege. Mit stumpfen Bohrern macht sowas keinen Spaß, von Hand angeschliffen ist das von nur geringer Halbwertszeit...
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Phyro » Mo 13. Nov 2017, 21:44

Beim Bohrerschleifen hilfen nur drei Dinge: Übung, Übung, Übung.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon andreas6 » Mo 13. Nov 2017, 22:12

autoschrauber.de hatte früher prima Videos dazu. Dürfte aber heute verflossen sein. Falls möglich, die Bohrerschleiferei aus einer alternativen Quelle holen.

MfG. Andreas
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Mo 13. Nov 2017, 22:28

Waren die Schlitten eigentlich gleich lang oder ist der obere länger? Die Spindel, die da noch liegt, sieht jedenfalls recht lang aus. In dem Fall würde ich den Kreuztisch um 90° drehen, macht so von der Platzausnutzung einfach mehr Sinn.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 13. Nov 2017, 23:39

Interessantes Projekt - Ich werde mir nächstes Jahr auch eine Käsefräse bauen - erstes Material ist schon eingelagert.

Was mir an dieser hier noch fehlt, ist die 3. Achse. Irgendwie hat der Tisch nur eine. - Oder übersehe ich irgendetwas?
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Wurstblinker » Di 14. Nov 2017, 00:38

Zum Bohrerschleifen habe ich mir vor 2 Jahren folgendes Genehmigt:

https://www.ebay.de/itm/HOLZMANN-BSG13- ... SwceNZVgQd

Ich finde das teil klasse, zumal ich beim Handschleifen immer diese Blinker effekte hatte (geht-geht nicht-geht-geht nicht)
Mittlerweile bohre ich mit nem 10 er direkt ohne vorbohren in Stahl und bin immer noch begeistert von den 4 Spiralen die sich langsam raus-schrauben während der Bohrer im Material verschwindet.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon topmech » Di 14. Nov 2017, 23:14

Geistesblitz hat geschrieben:Waren die Schlitten eigentlich gleich lang oder ist der obere länger? Die Spindel, die da noch liegt, sieht jedenfalls recht lang aus. In dem Fall würde ich den Kreuztisch um 90° drehen, macht so von der Platzausnutzung einfach mehr Sinn.

Der obere Tisch war länger, die Spindel hat ca. 60 cm Verfahrweg. Das untere Teil lässt sich nur 20 cm bewegen. Werde das Teil drehen, das macht Sinn und vereinfacht die weitere Z-Achse. Für die hab ich zwei verschiedene Spindeln herumfliegen, mal schauen, welche es wird.
PS: fehlende Präzision wird durch Wahnsinn ersetzt :o :lol: 8-)
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 27. Nov 2017, 13:49

Es ist so weit - ich sitze über der Planung meiner Käsefräse. :D
Meine Frau fragt mich zwar schon, wo ich das Teil hinstellen will (und ich hab noch keine Ahnung, wo in meiner Werkstatt sich ein Platz finden wird) - aber sie wird auf alle Fälle gebaut! - Zur Erreichung der Weltherrschaft! :lol:

Ursprungsidee war, Platinen selbst fräsen zu können.
Nachdem ich einen Berg wunderbarer 45mm Bosch Rexroth Profile gefunden habe (siehe aktuelle Funde vor ein paar Wochen) soll das Ding jetzt etwas mehr als nur das können - also zumindest Hartkäse wäre schon nicht schlecht....

Bearbeitungsraum wird ca. 60x40x15cm (X,Y,Z) - Wobei das Portal auf der 40cm-Seite ist (Fährt also vor mir quer hin und her.) (*hier Bild einfügen*)

Jetzt die Frage an die Runde: "Leistung der Frässpindel"
Bezüglich Drehzahl brauche ich etwas dass ca. im Bereich 25-30tausend U/min zustande bringt für die kleinen 0,3er Platinenfräser.
Fräsdurchmesser größer 6mm habe ich tendentiell eher nicht vor - kann hier aber auch noch nach unten begrenzen - jedenfalls nicht kleiner 3mm.

Und welche Leistung zum Henker soll ich da jetzt ansetzen?
Meine Vernunft sagt: probiers mal mit ner 400W Spindel
Meine Geldbörse sagt: na mit Schmerzen kannste auch noch die 800W Spindel nehmen
Mein Teufelchen sagt: ne unter 1,5kW ist zu wenig :twisted: - 2,2kW wäre richtig geil :D :roll:

Was habt Ihr so für Leistungen an euren Käsefräsen verbaut?
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon ferdimh » Mo 27. Nov 2017, 15:31

Was habt Ihr so für Leistungen an euren Käsefräsen verbaut?

Original vom Schrott. Kein Typenschild drauf. Die Steuerung regelt bei 3,5A (Motorspannung abhängig von der Drehzahl, bis 300V hoch) ab, und das hat sie bisher einmal beim Festgehen des Lagers getan. Der Träääääääge Motorschutzschalter bei 1,5A hat noch nie ausgelöst.
Auch 6mm Bohren in Alu ist kein Problem (größer spannt das Futter nicht). Dabei gehen 1,5A durch den Motor, Spannung ca. 40V, 2000 U/min.
Bei allem außer Bohren kommt die Stabilität des Aufbaus lange vor der Spindel an die Grenzen; Beim Platinen fräsen und gravieren muss man genau hingucken, um zu sehen, das sich das Amperemeter bewegt, wenn der Gravierstichel oder Fräser greift.
Maximale Drehzahl sind hier 15000 U/min; eigentlich reicht das auch. Man muss dann halt den Vorschub langsamer drehen und etwas mehr Geduld mitbringen.
Also: Die fette Leistung braucht man nicht, gute Regelung bei niedrigen Drehzahl ist aber sehr nützlich.

Eine Drehstrom-"HF"-Spindel ohne Extratacho wird bei niedrigen Drehzahlen schwer zu regeln sein und bei auf Maximalleistung optimierter Dimensionierung ein konstantes Drehmoment bis zur Höchstdrehzahl haben. Das kann man sich dann recht einfach ausrechnen:
Eine 400W-Spindel (bei 25000 U/min) bringt bei 2000 U/min noch 400*2000/25000=32 W. Damit bohrt man eher nicht mehr in Alu. Wenn die Spindel für 400W@10000 ausgelegt wäre, sähe das ganz anders aus (meine Spindel hat die Maximalleistung irgendwo bei 7000). Dafür müsste man aber mehr Kupfer und Eisen gegen das Problem werfen und erhält weniger spektakuläre Zahlen pro Materialeinsatz.
Wenn man also bohren können will, muss man hier mit der Leistung mächtig eskalieren. Wenn es nur ums Fräsen mit relativ hoher Drehzahl geht, tuts die kleinste Spindel, die man finden kann, evtl auch son Dremelklon. Die Zwischengrößen machen m.E. keinen Sinn.

EDIT: Noch ein Wort zu Drehzahlen. Der Fräserverschleiß hängt im Wesentlichen davon ab, wie oft die Schneide das Material trifft. Es macht also aus Verschleißsicht sinn, bei leicht zu schreddernden Materialien (Holz, Platinen, Kunststoff, alle Materialien bei Gravur) die Drehzahl bei gegebenem Vorschub auf Maximum (maximum ist nicht notwenigerweise "Vollanschlag", die Maschine muss ja noch um Ecken kommen) abzusenken, bis der Schnitt ausreißt (oder bei Holz auch gerne drüber hinaus). "Drehzahl Drehzahl über alles" hilft nur wenn man gerade Linien fräst und ECHT viel Vorschub zur Verfügung hat (und die durchschnittliche Fräse mit Schrittmotoren dürfte sich mit 1000mm/min schon schwer tun).
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 27. Nov 2017, 16:18

Hui, das ist viel Info - super, danke!

folgende Erkenntnisse leite ich aus dem von dir geschriebenen ab:
-) Die Spindel sollte relativ weit herunterregelbar sein in Ihrer Drehzahl, um - vor allem bei großem Durchmesser (bei mir 6mm) - die Anzahl der Schneidenberührungen am Material in Relation zum Vorschub gering zu halten.
-) Bohrungen werden bei mir meist kleine Platinenbohrungen (<2mm); Wenn größer als 6mm, dann bohre ich halt mit 6mm und fräse dann mit einem kleineren Fräser rund aus (Eintauchen in der Mitte des gebohrten Lochs, Spiralförmig nach außen, Schicht für Schicht. - Dann mach ich dir so auch ein 100mm Loch :D
-) 3,5A x 300V --> Wäre ca. 1kW --> Sprich ich werde der Stimme meiner Geldbörse mit den 800W folgen.


EDIT: Sowas da: https://www.ebay.at/itm/CE-0-8KW-ER11-AIR-COOLED-SPINDLE-MOTOR-1-5KW-INVERTER-DRIVE-VFD-TOP/171650644241
Oder spricht da etwas dagegen?
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Wurstblinker » Mo 27. Nov 2017, 16:33

Ich hatte am Anfang nen Aldi Dremel der erstaunlich lange gehalten hat sogar 1x 8 Stunden am Stück bei einem Relief.
ein Lagerwechsel und das ding liegt immernoch funktionsfähig hier rum.

Irgendwann bin ich günstig an ne gebrauchte Wassergekühlte 2,2 kw gekommen,
bei der mir der Vorbesitzer neue Lager dazu gegeben hat.
Die liegen immer noch verpackt im Regal (seit 2 Jahren)

Habe die 2,2 kw hauptsächlich wegen der ER 20 Aufnahme /bis 14mm Schaft genommen
weil ich günstig an große Holzfräser rangekommen bin.

Aber es ist wie ferdimh schon geschrieben hat ,
das gröste Problem ist die Mechanik stabil zu bekommen.

Wenn du aber wirklich Material wegschruppen willst ,brauchts auch ein paar Watt.
Habe bei meiner schon deutlich gehört wie die Drehzahl runterging bei 15000 ,
war aber auch nicht zimperlich beim zustellen :mrgreen:

Bei Holz sollte aber auch der Vorschub stimmen,
sonst kannst du dir nen Schinken unter die Werkstattdecke hängen :lol:
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 27. Nov 2017, 16:45

Hmmmm.....


So ne klein Proxxon hab ich auch zu Hause - keine Ahnung, ob die mit deinem Aldi-Dremel vergleichbar ist. - Da habe ich nur das Problem, dass die Fräser die ich abstauben konnte 6mm Schaft haben - passt nicht rein.

Wassergekühlt möchte ich mir ersparen, wegen Leben im Wasser... *brrrrrr* - aber 2,2kW sind schon eine ordentliche Nummer.

Die Mechanik besteht aus 45mm Bosch Rexroth-Profilen mit den entsprechenden Eckverbindern + 5mm Stahlplatten. Das hält. Nachdem das ganze billig werden muss, wird die Lineare Fortbewegung fürs erste mit Duschtürrollen in den Schlitzen der Profile laufen - für alles andere habe ich keine Freigabe der Geldbörse und der Regierung. ;)
Von dem her gehe ich davon aus, dass das jedenfalls der schwächste Teil der Maschine wird, gemeinsam mit den Nema 17 Motoren für die Achsen.
Also ordentlich wegschruppen wird an der Stabilität + Achskraft scheitern. - Darum eingangs bereits die Festlegung auf "Hartkäse" :D

Bezüglich Holz: Kenne ich aus der Werkstatt meines Vaters so, dass das Holz zu riechen beginnt (& schwarz wird), wenn der Vorschub zu klein im Verhältnis zur Drehzahl ist - ich gehe davon aus, du meinst das - Oder?


Wenn ich am Abend dran denke, stelle ich mal die OpenScad-Konstruktion hier rein, wie ich es mir bis jetzt vorstelle.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Wurstblinker » Mo 27. Nov 2017, 17:20

ja, meinte das Räuchern der Werkstatt :lol:

Meinen Hobel hatte ich ja hier schon mal vorgestellt.....
viewtopic.php?f=14&t=39&p=167521&hilit=fr%C3%A4se+wurstblinker#p167696

Wirklich zufrieden bin ich mit der Steifigkeit noch nicht,
aber was solls,weiß jetzt, wie man es nicht machen sollte :lol:

Die nächste wird besser und viel größer :mrgreen:
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon ferdimh » Mo 27. Nov 2017, 17:55

Die Mechanik besteht aus 45mm Bosch Rexroth-Profilen mit den entsprechenden Eckverbindern + 5mm Stahlplatten. Das hält.

Sei dir da mal nicht so sicher. Ein unbedachter Hebel und das Ding läuft ratzfatz nen Millimeter weg... Es muss die Kräfte ja nicht nur aushalten, sondern sich dabei auch so wenig verziehen, dass der Fräser nicht auf einmal voll ins Material reinsemmelt und *knack*.
Das Problem der Genauigkeit stellt sich dann erst später.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 27. Nov 2017, 18:03

OK. - dann sollte ich wohl sagen "in Relation zur Linearbewegung - Rollen am Profil + Nema 17"
Ich bin mir bewusst, dass ich keine riesen wegschrupperei mit dem Ding veranstalten kann - das hält es nicht aus.
Printplatten, Kunststoff, ein wenig Holz und zur Not mal vorsichtig ein dünnes Alublech - darum auch Hartkäsefräse ;)

Stahl oder massives Alu kann ich sicher vergessen.


Oder bin ich da noch immer zu optimistisch? :oops:
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon licht_tim » Mo 27. Nov 2017, 18:59

Ich hab die 800W China Spindel im Einsatz. Ich hatte mich für die Wasser gekühlte entschieden. Vorher war ein Bosch Gradschleifer auf der Maschine. Im Vergleich dazu ist die wassergekühlte viel leiser. Gegen Leben im Wasser hab ich KFZ Frostschutz drin. Das hat sich in den letzten zwei Jahren nicht verändert, keinerlei Spuren unerwünschten Lebens. Einzig die Gartenteichtauchpumpe hats nicht überlebt. Die lief zuletzt nicht mehr zuverlässig an. Ob da der Frostschutz Einfluss drauf hatte oder einfach das Alter kann ich nicht sagen, das war eine gebrauchte unbekannten Alters.

Bild

Für die Wasseranschlüsse sollte man statt den grausigen Chinaverschraubungen lieber mal in der Sanitärabteilung im Baumarkt vorbei schauen. Eine richtige Erdung haben die Chinaspindeln auch nicht. Dennoch kann ich nicht davon abraten.

Eine Frontplatte aus Alu hab ich damit zuletzt gefräst, 1,5mm Zweischneider mit 0,1mm Zustellung. Geht, aber braucht seine Zeit.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 27. Nov 2017, 20:37

Hmmm...

Kühlerfrostschutz.... da steht doch im Keller auch noch eine halbe Flasche herum...

Da muss ich nochmal Grübeln gehen ;)
Hast du von der Absaugung irgendeine Konstruktionsdatei? - Die sieht gut aus!
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 27. Nov 2017, 22:10

Sodann - hier mal zwei Bilder aus OpenScad

von rechts.jpg

von links.jpg


So stelle ich mir das Ding momentan in etwa vor.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Phyro » Mo 27. Nov 2017, 22:20

Die Befestigung des Portals (die Bleche) wird nen Schwachpunkt sein. Die Vertikal-Säulen des Portals sind auch nicht so das wahre.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon MichelH » Mo 27. Nov 2017, 22:22

könnte für Gouda reichen.

Da fehlen versteifungen in so ziemlich alle richtungen :D

Man glaubt kaum welche kräfte selbst bei kleinen fräsen und soften vorschüben/zustellungen auftreten. IGOR MEHR PROFILE! Evtl. überlegen ob man nicht den Tisch verfahrbar macht und das Portal fest steht
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon ferdimh » Mo 27. Nov 2017, 22:28

Evtl. überlegen ob man nicht den Tisch verfahrbar macht und das Portal fest steht

JA!
Sowohl die Portalkonstruktion als auch "Z Achse an X Achse festgeschraubt" sind gigantische Stabilitätssenken.
Ich empfehle zum Verständnis die Anfertigung eines Modells aus Dachlatten.
Fast alle kommerziellen Fräsen verfahren den Tisch in zwei Dimensionen. Das kostet Platz, bringt aber gewaltige Stabilität, weil die Spindel nicht an einem langen Hebel hängt.
Und ohne jede theoretisch denkbare Diagonale geht da gar nix.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Sir_Death » Mo 27. Nov 2017, 22:42

Ok ok ok ok ok

Gouda....


na gut - doch kein Parmesan :lol:


Phyro: Die Bleche selber denke ich (5mm Stahl) werden nicht so das Problem sein - eher die 3 Rollen oben, 3 Rollen unten als Linear-Ding --> Ich weis, da gibt es viel schöneres, ist aber im Budget nicht drinnen (vor allem - gehört eigentlich ins Ärgernis - da ich seit gestern weis, dass ich mein gesamtes Hausdach innen nochmal aufreißen muss - Pfusch am Bau.... - keine Dampfbremse zur Isolierung, welche in der Hinterlüftung steckt.... - sprich meine Isolierung zum Schlafzimmer besteht aus 2,5cm Rigips..... - Dafür war es eigentlich nie extrem kalt, und um die niedrigen Heizkosten beneiden uns alle Nachbarn in der Reihenhausanlage)

MichelH: Mini-Dreiecke sind ja da (Eckverbinder) - vielleicht an den falschen Stellen?!? Tisch verfahrbar ist leider keine Option aufgrund Platzbedarf. Profile habe ich noch Unmengen - wo soll ich da als erstes noch welche einfügen?

ferdimh: Neeee... Dachlattenmodell kann ja jeder - das sind die Längen die aus meinem Fund schon lagernd sind - das schraube ich gleich mal in echt zusammen! (Lässt sich ja wieder auseinanderschrauben wenn ich erkannt habe, wo es fehlt) :roll: :lol:

Edit: Anhang
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Mo 27. Nov 2017, 23:50

Und wo sind da jetzt die Rollen? Es bringt jedenfalls viel Stabilität, wenn die Rollen einen größeren Abstand zueinander haben. Und ich würde vielleicht auch nicht einfach irgendwelche Rollen nehmen, sondern Kugellager und die dann von allen Seiten auf den Profilflächen laufen lassen. Letztens gabs eine interessante Konstruktion in der Facebook-CNC-Gruppe: Linearführungen aus Hutschienen :D
Bild
Da hat einer wohl eine Wette am laufen, ob er eine Fräse für unter 500€ gebaut bekommt.

Musst dir auch überlegen, wo die Spindeln dann hinkommen, bei so einer Fräse würde die für die y-Achse wohl unter den Tisch kommen und mit einer Querstrebe mit dem Portal verbunden sein. Noch besser finde ich es, wenn man an den Seiten "Wände" baut, auf welchen die Führungen oben drauf sitzen (wie bei einem Hallenkran), da braucht man dann aber definitiv zwei Spindeln für y.

Ich hatte mir eine Kress 1050 FME-1 gebraucht gekauft, hatte 130€ gekostet mit zusätzlichen Spannzangen. Da muss man aber schon Glück haben, damit man so ein Angebot findet. Gibts aber immer wieder mal, wenn jemand von Kress auf HF-Spindel wechselt. Ist halt nicht so leise wie ne wassergekühlte HF, dafür regelt sie aber selbstständig die Drehzahl bei Belastung nach. Spannzangen gibts dafür auch in vielen Größen zu kaufen, ich brauch am meisten 3,175mm und 6mm. Im Vergleich zu Dremel und sowas lässt sie sich auch schön fest einspannen, das macht auch einiges aus. Mittlerweile gibt es auch schon neuere Modelle, die mit der Drehzahl bis 3000 RPM (bei meiner sinds 5000) runterkommen, maximal haben die eigentlich immer 25000 RPM.
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