allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Der chaotische Hauptfaden

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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Fr 27. Nov 2015, 22:05

So, hab jetzt nochmal von zweien von den Lagerhaltern die Löcher, in denen die Lager sitzen sollen, überarbeitet, diesmal in Gleichlauf mit voller Schneidenlänge und Ethanolkühlung. Das erneute Einmessen des Kreises war zwar ein bisschen aufwändig, hat sich aber ausgezahlt, es wurde gleichmäßig an den Seitenwänden Material abgetragen. Spindeldrehzahl war wieder 23000 U/min, Vorschub 200mm/min. Das Ergebnis ist wirklich sehr sauber geworden, ich glaub so mach ich das jetzt öfter, wenn ich gute Oberflächen brauche. Hier mal ein Bild davon:
2015-11-27 16.17.54.jpg
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon licht_tim » Mi 2. Dez 2015, 21:55

Ich hab gerade diesen Schnittdaten Rechner gefunden.
http://www.cenon.de/cgi-bin/ToolCalc?lng=de

Finde ich eine gute Grundlage, gerade wenn man sonst kein Wissen in dieser Richtung mitbringt.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Anse » Mi 2. Dez 2015, 22:45

licht_tim hat geschrieben:Ich hab gerade diesen Schnittdaten Rechner gefunden.
http://www.cenon.de/cgi-bin/ToolCalc?lng=de

Finde ich eine gute Grundlage, gerade wenn man sonst kein Wissen in dieser Richtung mitbringt.
Hab mal ein paar Werte ausgerechnet. Bei Alu kommen sie hin, Bei Stahl liegen sie aber komplett daneben. Teilweise vc 400m/min bei 700N/mm². Üblich wäre 110-180m/min für Hartmetallwerkzeuge.
Auch die Auswahl des Schneidstoffes ist nicht besonders eindeutig. Für eine ersten Anhaltspunkt für den Laien ganz brauchbar.
Normalerweise bekommt man die Schnittwerte vom Hersteller der Werkzeuge oder man nimmt die aus dem Tabellenbuch.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon ZER0 » Di 15. Dez 2015, 19:23

Hallo,

auch ich bin nun soweit das ich unbedingt eine CNC Fräsmaschine haben MUSS, weil...
Sollte schon etwas professioneller sein also die von Botanicman2000 verlinkte, wobei das schon echt sau cool ist aus "Schrott"
Botanicman2000 hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=JinjQ1rciPo


Was habt ihr ca. für die Materialien ausgegeben?
Und habt ihr auch Pläne von dem ganzen, die Ihr veröffentlichen würdet?

Gruß
ZER0
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Di 15. Dez 2015, 23:01

Also ich bin derzeit dabei, eine neue Mechanik zu bauen, wofür ich hauptsächlich Kram verwende, den ich hier im Marktplatz günstig ergattert habe. Ich achte da aber auch ein wenig mehr darauf, dass es wenig kostet, wenn man mehr ausgeben will/kann wären neue Komponenten natürlich besser. Gibt auch zig Herangehensweisen, wie man die Mechanik aufbaut. Ich hab da eher gesehen, was ich ergattert bekomme und was sich daraus machen lässt.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon o_christoph_o » Mi 13. Jan 2016, 03:03

Hallo CNC-Begeisterte,

während ich einen 5-fach Ladeschaltung für die LIFEPO4-Tüten aus dem Thread basteln wollte um der Tütenflut Herr zu werden hab ich erkannt, dass ich zuviel Zeit verschwende mit Lochstreifenrasterplatinen. Also hab ich mich entschlossen, zuerstmal Platinen selber zu machen. Ich möchte es mir möglichst einfach haben und mir ein paar Möglichkeiten angesehn. Dabei fand ich dieses hier echt gut:
https://www.youtube.com/watch?v=kcXlak7RNV0

Wobei mir die erste Version besser gefällt.
Und die Elektromechanik hatte ich sowieso schon auf meiner Projektliste. Macht bestimmt Spass.

Das Ganze ist mir noch zu wackelig und das Zahnradspiel muss auch nicht sein. Ausserdem will ich damit noch eine Menge anderer Sachen machen, z.B. Holzgravieren mit Laser und Löcher in die Platinen bohren.

Daher lege ich die mechanische Festigkeit eher so in den 3d-Drucktechnikbereich, also 8mm Führung mit Linearlagern. Das sollte für Leiterplattenlöcher reichen, vielleicht passt es ja auch noch für`s PCB-Fräsen, mal sehen.
Nicht zu groß, soll keinen Platz wegnehmen und keine langen Stützstrecken haben wegen Durchbiegen, also für etwa Europlatinengröße. Z-Fahrweg 50mm.

Bin noch in der Konstruktion, aber im Prinzip soll das so aussehen:
Front.PNG
Frontansicht

Rückansicht.PNG
Rückansicht

Ich habe mit dem Y-Wagen angefangen und der liegt zur Hälfte vor mir.

Ist eine Mischung aus Alu-Profilen für die Präzision und Festigkeit und 3D-Druckteilen zur Befestigung und Verbindung der Aluprofilen.
Das Ganze wird ein 12V-System.
Elektronik:
http://www.ebay.de/itm/262064739098
Als Stepper habe ich mir geholt:
X+Y:
http://www.ebay.de/itm/291569654809
Z-Achse:
http://www.ebay.de/itm/291573205119
Nicht so richtig stark, aber ich denke für den Zweck wird es reichen. PCB-Fräsen geht damit vermutlich nur sehr langsam? Echt keine Ahnung wieviel Kraft man braucht um 35µ Kupfer und etwas FR4 zu fräsen mit einem 0,1mm-Stichel. Aber hauptsächlich geht es ums Plotten (und anschließendem Ätzen) und Bohren. Das Werkzeug wird also wechselbar sein, folgendes geplant:
-Stifthalter für Faber Castell ECCO Pigment-Stifte (0,1mm und 0,3mm, superfein und hoffentlich säurefest) und Breitere zum füllen.
-PCB-Bohrer
-PCB-Fräser(?)
-Roter 0,3W oder blauer 2W Laser - Ist auch praktisch für`s PCB-Beschriften (s. https://www.youtube.com/watch?v=uGduSO7wDZE). Mein 0,3W LPC-826 kommt mit Leiterplattenbeschriftung klar, schon getestet. Der blaue 2W wäre für noch mehr gut: https://www.youtube.com/watch?v=y_3o4xc0oFo
-Halter für eine digitale Meßuhr mit Anschluß, um die Oberflächenparallität zu ausmessen und zu protokollieren.
-Eventuell noch einen Extruder für 3D-Druck, als Zweitdrucker für kleine Sachen quasi. Der Bauraum wäre mit 200mmx140mmx50 zwar relativ klein, aber die meisten meiner bisher gedruckten Teile auf dem CTC waren kleiner. Dafür nimmt das Ganze nur 34x27x23cm an Platz weg.
Wenns eilig ist könnte ich dann auf 2 Druckern parallel drucken.

Aber Hauptaufgabe soll möglichst einfaches Leiterplattenselbermachen sein.

Jetzt bin ich an der Befestigung des Z-Steppers und es kommen Fragen auf. Die 5mm-Gewindestange an dem Teil ist zwar schön, aber es war keine Trapezmutter dabei. Ich hab schon überlegt was zu drucken, aber das ist bestimmt nicht haltbar. Habt Ihr da Bezugsquellen für Muttern? Oder gibt es da einen anderen Trick um da möglichst spielfrei eine Verbindung zum Z-Schlitten zu bekommen?
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon ferdimh » Mi 13. Jan 2016, 04:32

PCB fräsen geht mit DREHZAHL quasi ohne Kraft. Die Geschwindigkeit dürfte hier nur durch die Verfahrgeschwindigkeit der Stepper beschränkt sein.
Im Interesse der Fräserlebensdauer ist es, eher schnell durch den Kram zu fahren, die Glasfasern machen auf Zeit stumpf, nicht auf Weg.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Mi 13. Jan 2016, 12:41

Ich denk mal, dass die Stepper für leichte Sachen wie drucken und gravieren reichen dürften. Was nur immer ein wenig doof ist, wenn der X-Schlitten mitsamt Z-Achse anfängt zu schwingen, gerade bei so freihängenden Führungen. Aber das wird beim Gravieren denk ich mal trotzdem keine großen Probleme machen, da hast ja kaum Kräfte. Anders sähe es aus, wenn du auch was aus der Platine heraufräsen willst (was sicher gar nicht mal unpraktisch wäre). Die Spannplatte sollte wirklich eben sein, ich habs mal mit dem Platinenfräsen auf meiner alten Käsefräse probiert und da ging der Gravierstichel auf einer Seite zu tief ins Material und auf der anderen Seite kam er nicht ganz durchs Kupfer. Außerdem hast du da auch wahrscheinlich einen Grat an der Kupferkante, der nervig sein kann.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon licht_tim » Mi 13. Jan 2016, 13:11

Da brauchts dann einen Tiefenregler.
Sowas: http://www.einfach-cnc.de/gravurtiefenregler.html
Mit sowas hab ich in der Ausbildung schon mal Platinen gefräst. Funktioniert gut, solange der Stichel wirklich scharf ist. Leider ist der das in nicht lange. Dann bleibt ein Grad stehen und der Tiefenregler läuft auf dem Grad und nicht mehr auf der Platine.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Mi 13. Jan 2016, 19:54

Denkt immer schön dran, eure Spannpratzen nicht zu dicht am zu fräsenden Teil zu befestigen, ich habs vorhin mal wieder geschafft:
https://www.youtube.com/watch?v=f9FHf8UOlJo
Ansonsten läuft die neue Maschine aber schon ganz gut. Das gelegentliche Rattern beim Ausfräsen der Tasche kommt wohl von der Trapezmutter, hatte das Gewinde der Y-Achse noch nicht geschmiert, weil es eigentlich noch einlaufen sollte. Hab ich jetzt aber mal nachgeholt.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon o_christoph_o » Sa 16. Jan 2016, 02:12

ferdimh hat geschrieben:PCB fräsen geht mit DREHZAHL quasi ohne Kraft. Die Geschwindigkeit dürfte hier nur durch die Verfahrgeschwindigkeit der Stepper beschränkt sein.
Im Interesse der Fräserlebensdauer ist es, eher schnell durch den Kram zu fahren, die Glasfasern machen auf Zeit stumpf, nicht auf Weg.

Ok, ich hatte für meine Fräs-Versuche an den Motor hier gedacht, weil der hier eh rumfliegt:
http://www.pollin.de/shop/dt/Mjg3OTg2OTk-/Motoren/Gleichstrommotoren/Hochleistungs_Gleichstrommotor_JOHNSON_63240.html
bis 20.000 Umdrehungen, hab leider kein Datenblatt mit Diagramm, bei welchen Drehzahlen der unter Last landet.
So etwa 100W sollten für einen 0,1mm Stichel beim PCB-Fräsen wohl reichen?

Geistesblitz hat geschrieben:Ich denk mal, dass die Stepper für leichte Sachen wie drucken und gravieren reichen dürften.

Beruhigende Info.
Geistesblitz hat geschrieben:Was nur immer ein wenig doof ist, wenn der X-Schlitten mitsamt Z-Achse anfängt zu schwingen, gerade bei so freihängenden Führungen. Aber das wird beim Gravieren denk ich mal trotzdem keine großen Probleme machen, da hast ja kaum Kräfte.

Daher hab ich das Teil ja so klein wie möglich gehalten, damit die ungestützte Länge klein bleibt.
Geistesblitz hat geschrieben:Anders sähe es aus, wenn du auch was aus der Platine heraufräsen willst (was sicher gar nicht mal unpraktisch wäre).

Hmm, ich probiere es einfach mal, wenn ich fertiggebastelt habe. Mit wenig Vorschub vielleicht .. Wenns halt nicht geht macht es auch nix.
Geistesblitz hat geschrieben:Die Spannplatte sollte wirklich eben sein, ich habs mal mit dem Platinenfräsen auf meiner alten Käsefräse probiert und da ging der Gravierstichel auf einer Seite zu tief ins Material und auf der anderen Seite kam er nicht ganz durchs Kupfer. Außerdem hast du da auch wahrscheinlich einen Grat an der Kupferkante, der nervig sein kann.

licht_tim hat geschrieben:Da brauchts dann einen Tiefenregler.

Von dem Problem hatte ich schon gelesen. Der Tiefenregler ist eine neue Info.
Ich bekomme natürlich mit meinen Mitteln die X-Platte/Platinenklemmvorrichtung nicht supergenau hin. Meine Idee war, dass man mit dem Messuhraufsatz die Platine abfährt und die vorhandene Welligkeit/Schräglage über den digitalen Ausgang der Meßuhr (die hab ich: http://www.ebay.de/itm/301830973164) abscannt und abspeichert. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass die in etwa dasselbe Protokoll hat wie bekannte Meßschieber. Dafür gibt es Code aus der Arduino-Ecke.
Mit den ermittelten Daten, so alle 5x5mm ein Meßpunkt könnte man beim Fräsen die Höhe entsprechend korrigieren.
Andererseits ist der Tiefenregler sehr elegant. Das Gratproblem ist aber einleuchtend. Könnte man den Abstand nicht über Ultraschall permanent messen und die Z-Achse anhand der Abstände nachführen. Ein elektronischer Tiefenregler quasi? Hmm. Nee, der hätte sicher ein Spanproblem .. Nochmal drüber Nachdenken....Interessante Problemstellung ..
Das hat man natürlich mit einem Stift und Plotten/Ätzen alles nicht. Für mich sieht das bisher am attraktivsten und billigsten aus. Beim PCB-Fräsen muss man permanent Stichel nachkaufen wie man hier so liest. Dann der krach.. Extra einen Laserdrucker kaufen für Tonertransfer nimmt Platz weg, und ich drucke fast nix mehr. Das mit dem Belichten und Entwickeln ist auch ein Schritt mehr. Insofern scheint da echt elegant zu sein mit dem Plotten.

Beim Plotten hat man - wenn man die ominöse "Suppe" hier aus dem Forum nimmt- nur die Kosten für die Stifte, da sich die Suppe ja nicht verbraucht. Naja, ich hab mit beidem keine Erfahrung und werde hoffentlich beides mit dem Teil machen können.

Geistesblitz hat geschrieben:Ansonsten läuft die neue Maschine aber schon ganz gut. Das gelegentliche Rattern beim Ausfräsen der Tasche kommt wohl von der Trapezmutter, hatte das Gewinde der Y-Achse noch nicht geschmiert, weil es eigentlich noch einlaufen sollte. Hab ich jetzt aber mal nachgeholt.

Sieht gut aus .. bei der Mutter fällt mir ein: Ich hab mir auch China auch Trapezgewinde mit Muttern besorgt als Alternative zum Riementrieb.Diese hier:
http://www.ebay.de/itm/301721768426
Um mal mit dem Positiven anzufangen: Man hat dein Problem mit dem Einlaufen definitiv nicht. Damit komme ich zum Negativen: Die Teile haben von Hause aus ein Mörder-Spiel. 0,4mm in alle Richtungen. Lässt sich auch etwas kippen. Ist also auch zu Groß vom äußeren Gewindedurchmesser der Mutter her. Definitiv nicht zu empfehlen.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon ferdimh » Sa 16. Jan 2016, 02:42

Zum Gravieren reichen wahrscheinlich auch 10W aus. Mechanisch ist da fast keine Last auf dem Motor.
Worauf du achten solltest, ist dass die Achse kein Höhenspiel hat. Da kann man böse reinfallen.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Mo 18. Jan 2016, 02:25

Das Thema kam ja schon früher mal hier im Thread auf, aber ich schreibs nochmal dazu: ich habe bei mir Muttern aus POM verbaut, die geschlitzt sind und geklemmt werden. Das eliminiert das Spiel weitestgehend, allerdings müssen die Muttern dann ein wenig einlaufen, da man anfangs nur wenig Berührungspunkte zwischen Spindel und Mutter hat. Auf der Seite von mixware.de gabs mal ein paar gute Infos zu Kunststoffmuttern und Trapezgewinden, zB. sollte die Mutter etwa so stark klemmen, dass man die Spindel noch gerade so mit den Fingern drehen kann. Leider haben die ihre Kunststoffmuttern aus dem Programm genommen und damit auch die ganzen Tipps entfernt, die dabeistanden.

Zu den Spindeln von Ebay: die sind aber mehrgängig, oder? Sehen aus wie 3-4gängig, ist also Steilgewinde, das ist dann auch nicht selbsthemmend. In meiner Fräse sind normale eingängige Spindeln TR14x4 verbaut.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Sa 23. Apr 2016, 14:01

Hat eigentlich schonmal jemand erfolgreich eine 4. Achse an seiner CNC zum Laufen bekommen? Bin schon manchmal am überlegen, was man da alles an Software erstmal für bräuchte, CamBam kann das leider nicht, dafür müsste das aber HSMWorks können. Dann bräuchte man auch noch eine Steuerung, die die Achse auch ansteuern kann, für grbl bräuchte man wohl einen anderen Controller und müsste dann auch den Code ein wenig umfrickeln.
Und gäbe es sinnvolle Möglichkeiten, sich die Mechanik der Achse irgendwie sinnvoll selber zu bauen, ohne sich einen Teuren drehtisch oder sowas kaufen zu müssen? Wenn man eh schon die Möglichkeit hat, Teile zu fräsen, sollte das doch zu machen sein.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Anse » Sa 23. Apr 2016, 15:25

Andere Frage, Was wo für braucht man eine 4. Rotationsachse? Ich geh mal davon aus, das Du eine Rotationsachse meinst. Es gibt auch zusätzliche Linearachsen.
Bisher hab ich nur gesehen, das die 4. Achse für einfache Serienteile oder zum Gravieren von runden Teilen verwendet wird.
Interessant wird es ab 5-Achsen. Damit kann man wirklich jeden Winkel an einem Werkstück erreichen.
Allerdings brauch man dafür noch ein Kinematikmodell der Maschine. Mit dem Modell wird bei jeder Schwenkung berechnen, wo sich der Nullpunkt hin bewegt hat innerhalb der Maschine. Von der Genauigkeit dieses Modells hängt auch stark die Genauigkeit der Maschine ab.
Zu dem ermöglicht es eine einfachere Programmierung. Man muss nur noch die Schwenkung angeben und Der Nullpunkt bleibt am Teil "kleben".

Möglich ist es aber auf jeden Fall.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Sa 23. Apr 2016, 18:15

Naja, damit hätte man auch die Möglichkeit, Teile zu Fräsen, die meinetwegen Details auf allen Seiten haben, zB. gleich Querbohrungen einfräsen oder sowas, oder falls man sich irgendwelche Zahnräder fräsen will. Oder eben auch rotationssymmetrische Teile mit einigen gefrästen Details, das ginge dann alles weitestgehend in einer Aufspannung. Da könnte man nur stirnseitige Details nicht realisieren. Oder wenn man eben 3D-Modelle fräsen will, dann kann man das Werkstück einfach drehen lassen und drumherum fräsen, ohne umspannen zu müssen.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon topmech » So 5. Nov 2017, 23:42

So, nach 1 1/2 Jahren hole ich diesen Faden mal aus der Versenkung.

Mir ist vor Jahren ein Kreuztisch zugelaufen, bei dem die Nutenplatte oben fehlt. In der Zwischenzeit habe ich einen Stepper an die Y-Achse gefriemelt.
Habe etwa einen halben Samstag damit verbrannt, die Halterung aus Blech zu kanten, zu schweißen und mit Blechstücken zu versteifen. Bis die Langlöcher reingebrüllt waren und die Aussparung mittig rausgedremelt war... Egal, Riemen bleibt drauf, das bleibt erstmal so. Hier hätte eine Abkantpresse echt eine großartige Hilfe dargestellt. (ist noch in Planungsphase)
Bild

Mit quadratischen Rohren war auch der Turm der Z-Achse relativ schnell geschweißt
Bild
Bild
Erst im Hinterher draufgekommen, dass ich den Zink vorher hätte abschleifen sollen :/
Hat etwa einen halben Samstag gebraucht, bis ich das soweit hatte. Am Sonntag (Heute) hab ich noch die eine schräge Stütze geschweißt.

Das alles ist zugegebenermaßen alles andere als genau. Bin nur am Wochenende daheim, daher muss das eher schnell gehen. Die Fräse dient eher dazu Erfahrung im Bau und in der Handhabung von CNC-Fräsen zu sammeln. Und darauf freue ich mich schon :)
Bis Ende November möchte ich die Mechanik fertig haben und im Dezember möglichst schnell die Elektrik verkabelt haben. Die Weihnachtspause ist kurz und will entsprechend genutzt werden. Die ganzen offenen Punkte sind auch nach Lautstärke gegliedert, alles mit der Flex Samstags, leise Sachen Sonntags. Deshalb sind z.B. auch die SN noch nicht verschliffen. Wenn man unter der Woche nicht daheim ist, muss man eben schauen, wie man das Wochenende voll nutzt.

Gruß
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Matt » So 5. Nov 2017, 23:46

t etwa einen halben Samstag gebraucht, bis ich das soweit hatte.

Zinkfieber ?
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Mo 6. Nov 2017, 00:25

Ui, mal hoffen, dass das alles gut geht. Sieht ja schon ein wenig gefrickelt aus, aber die Hauptsache sind da ja immer die eigenen Ansprüche. Meine erste Fräse war ja auch nicht wirklich toll, aber ich hatte damit eben meinen Einstieg. Irgendwo fängt man halt immer an :)
Wo ist von dem Kreuztisch eigentlich der zweite Schlitten? Ich glaub das wär doof, wenn der fehlt, dann ists ja kein Kreuztisch mehr...
Sind das eigentlich HTD Zahnriemen? Hab gehört, dass man die nehmen soll, da die im Prizip spielfrei sind. Würd nur noch das Riemenrad auf der Gewindespindel sichern.

Wie hast vor das weiter zu bauen? Was kommt als Fräsmotor und z-Achse? Was willst als Software nehmen?
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon grobschmied » Mo 6. Nov 2017, 02:56

Wie hast du das geschweißt? MAG? Sieht für mich aus als wäre da mehr Strom notwendig ;-)
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon topmech » Mo 6. Nov 2017, 22:42

Hallo,

Im Prinzip nehme ich ein stabiles Brett mit Verstrebungen als "Nutentischersatz" (lies: Nuttentisch :D )
Fräsmotor wird eine wassergekühlte 1,5kW-Chinaspindel, die bestimmt schon 3 Jahre herum liegt. Fräser habe ich zuhauf mal von einem in München eingesammelt, die sollten in die ER-?? Aufnahme mit Spannzangen sicher reinpassen. Genau weiß ich die Abmessungen nicht mehr.
Ja Zinkoxidstaub ist echt nicht so lustig, hab seit 1-2 Tagen Schädelweh, aber wie gesagt, das nächste Mal mache ich den Fehler nicht mehr. Aber vom eigentlichen Zinkfieber ist keine Spur. Die Schweißnähte hätten einen Tick mehr Strom schon vertragen können, aber an manchen Stellen hats schon ein Loch reingebrannt, deshalb wollte ich den erstmal nicht hochdrehen. Das nächste Mal gibts etwas mehr Strom und ich bewege die Elektrode schneller, dann sollten da nirgendwo Löcher entstehen.
Ich freue mich schon, wenn ich am Samstag weiterfrickeln kann 8-)

Gruß aus Clausthal-Zellerfeld
Nico

der dort gerade auf Fortbildung ist.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Di 7. Nov 2017, 00:06

Jo, mal sehen, bisher find ich aber irgendwie, dass es noch ein bisschen flimsig aussieht. Wie willst eigentlich nachher die Achsen zueinander ausrichten? Hab gemerkt dass es scheiße ist, wenn man sich da zu spät Gedanken zu macht.

Das mit dem Zinkdampf scheint jetzt auch nicht zu schlimm zu sein, soll wieder weggehen. Hmm, mit elektrode hab ich auch schonmal probieren dürfen, aber da ist mir das Blech zu schnell durch gewesen (und das waren 5mm). Kann aber auch an meiner fehlenden Erfahrung im Schweißen liegen.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon topmech » Do 9. Nov 2017, 21:23

5mm Blech durchgebrannt? Uii, da war massiv zu viel Strom im Spiel.

Thema Achsen ausrichten:
Das Teil hab ich mit nem geschliffenen Winkel ausgerichtet und nach dem Schweißen geprüft, das scheint im 90° Winkel zu sein.
Das Teil wird allerdings noch mit Blechen verschraubt, sollte das aus dem Winkel geraten sein, kann ichs damit noch gerade ziehen.
Die Verbindung zwischen Kreuztisch und Z-Turm wird erstmal über ein Massivholzbrett gelöst. Nicht schön, aber muss fürs Erste reichen.
Ausrichtung wird quick n dirty mit einer Wasserwaage und einem Messschieber o.ä. gemacht, das Teil steht eh auf einer Arbeitsplatte und die auf einem alten (immerhin nicht wackligen :) ) Holztisch.
Erstes Ziel: eher kleine Fräser durch Sperrholz und 2mm Alubleche jagen.
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Lukas_P » Fr 10. Nov 2017, 11:43

Hat sich von euch eigentlich schonmal jemand mit den Bauanleitungen von David Gingery beschäftigt ?

ich hab da irgendwie so ein kribbeln in den Fingern, da Aluschrott ja recht leict zu haben ist :idea:
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Re: allgemeiner Käsefräsen, Käsehobel, CNC Fread

Beitragvon Geistesblitz » Fr 10. Nov 2017, 22:20

Mit kleinen Fräsern durch 2m Alublech wird lustig :)
Da brechen auch auf meiner Fräse gerne mal Fräser ab. Dünne Fräser sind halt fragil und dünne Bleche neigen zum Flattern, weil der Fräser sie mit der angewinkelten Schneide nach oben zieht. Kommt auch drauf an, wie mans aufspannt, je weiter die Spannpratzen entfernt sind desto eher flatterts. Kommt aber auch drauf an, was du mit kleinen Fräsern meinst, bei Alu hab ich jedenfalls noch nicht unter 1,5mm probiert. Ich find 3,175mm (1/8", ist eine ziemlich gängige Größe) sind schon relativ universell einsetzbar.

Hmm, wie will man sowas denn mit einem Messschieber ausrichten? Ich hatte mir fürs Ausrichten mal extra eine Messuhr mit Stativ für 40€ bei Ebay gekauft und das lohnt sich dafür wirklich. Ist ja auch nicht nur, um die Maschien auszurichten, sondern auch eventuell Werkstücke oder Spannmittel. Hab an meiner Spindelaufnahme eine M8 Bohrung, wo ich das Stativ dran befestigen kann, da der Magnetklotz nunmal nicht an Alu hält :)
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