CCFL Inverter (schon wieder)

Der chaotische Hauptfaden

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CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » So 10. Mai 2015, 15:37

Moin, ich hatte bei kurze Frage- schnelle Antwort schon mal gefragt, jedoch nicht das Gesuchte gefunden.
Ich habe einen LCD- Fernseher (Philips 47PFL5604H / 12), dessen Netzteil und Inverter (CCFL Backlight)
auf einer Platine liegen. Defekt ist die Saftversorgung des Backlight.

Was ich dringend brauche, wäre ein Schaltplan der verbauten Netzteil- Inverter-Kombi.
Dieses wurde von Philips dazugekauft und heißt Delta DPS-298CP-2A.
In den Service- Unterlagen von Philips wird das Netzteil als "nur austauschen, keine detallierten Informationen..."
beschrieben. Man solle das Netzteil im Fehlerfall ersetzen, es sei denn die Netzsicherung ist durch,
dann darf man diese ersetzen. Mit dem netten Hinweis, dass dieses Ersatzteil im normalen Handel erhältlich ist.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den lieben Kollegen bei Philips, Delta und hier im Forum.
Letztere haben mich doof stehen lassen (jedenfalls kam ich mir ein wenig doof vor), immerhin hatte ich zum Zeitpunkt
der Fragestellung bereits 3 Manuals bei Elektrotanya gesaugt und durchforstet.
Immer mit der Erkenntnis, dass man außer dem netten Hinweis (oben erwähnt) nicht weitergeholfen wird.
Genug gestänkert, ich glaube dass hier nur zwei Sachen hilfreich sein können.
Entweder man kennt jemanden, der einen kennt, dessen Onkel bei der Firma Delta arbeitet oder
das Ganze wird reverse engeneered.
Ende des Vorgeplänkels.



Timeline:

- Primärspannung des CCFL- Trafos gemessen: 26V 300Hz, laut Multimeter.
Der Trafo sollte normalerweise 45KHz kriegen, Spannung unbekannt.

- Fehlercodes des TV ausgelesen: Fehler 17 ( "TV still in normal operation mode, but without backlights") (danke, sehr hilfreich),
Abhilfe: (Inverter or display supply)--->Netzteil austauschen (leckt mich doch am Steiß)

Dann hab ich blöderweise den Trenntrafo vorm Oszi vergessen und die Sicherung ist geflogen.
Tastkopf war zu der Zeit am CCFL-Trafo primär.
Neue Sicherung rein, wieder durch. Am Stelltrafo den eingangsseitigen Gleichrichter als durchlegiert befunden, ersetzt.
Schmiss keine Sicherung mehr.

Danach lag am CCFL- Trafo nix mehr an.
Der Trafo wurde ausgelötet und für gut befunden.
Bild
- 320V DC am großen Elko (470uF) vorhanden.
-Der Sicherungswiderstand (R344, 1Ohm) war durch und wurde ersetzt.
- Die beiden Mosfets waren durchlegiert und wurden getauscht. Drin waren STP10NK60ZFP, jetzt IRFP460A.
- Die 15V Vcc an IC601 kommen beim Booten des TV an, werden aber wieder abgeschaltet
- IC 601 ( DDA002B) hatte zwischen Vcc und GND 7Ohm. -->ausgelötet, bestellt.
- sämtliche Dioden, bedrahtet und SMD wurden "OK"- getestet.
- keine Widerstände durch
- die 4 blauen HV- Kerkos am Ausgang des Inverters sind ok.
- die beiden blauen Kondis am Eingang der Halbbrücke sind ok
-

Ist- Zustand:
- Der Fernseher bootet normal
- Beim Booten des TV kommen am Trafo ca. 10V (2 Sekunden lang), paar Sekunden 0V, wieder 10V....
- Am Ausgangstrafo der CCFL- Röhren kommen nach dem Booten 0V an.
- Alle anderen Spannungen (12,3V, 24V, 3,3V) sind vorhanden

Bild

Ich hoffe,dass ich nix vergessen habe und halte mich zu weiteren Messungen bereit.

Achso, wichtig: Dieser 47" hat 2CCFL-Röhren mit jeweils einem Kabel dran (ja, nur eins).
Wie wird sowas angesteuert? Sind die in Reihe geschaltet?
Was kann man denn da mal probehalber als Versorgung drauf geben?
xxV, 50Hz (hab sonst nix) und wieviel mA?
Dass ich die Röhren als ursprüngliche Fehlerquelle ausschließen kann.
Ausbau wäre mir eher ungelegen, da ich mit diesem riesigen Kasten schlecht hantieren kann und nicht noch mehr kaputt machen will.
BildBild

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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon xanakind » So 10. Mai 2015, 16:47

Diese Kiste hatte ich auch schonmal!
Allerdings ist der Eimer garnicht mehr angesprungen.

Ich hab mir dann letzlich für wenige Euros bei Ebay ein baugleiches Netzteil geschossen.
Doof:
Das Ersatznetzteil stammte aus einem kleineren Fernseher.

Dazu gibt es um das IC für das Backlight (Rückseite oben links) eine Spannungsteiler die man anpassen muss.
Welche genau das waren weis ich leider nicht mehr, es war aber glaube ich so in der Umgebung von R738 bis R747.
Diese bestimmen den Röhrenstrom. Ist da irgendwas falsch oder der Mond steht falsch, zündet der nicht durch!
Sehr zickig dieser Käfer :(
Ich denke man dass dieses Besagte IC auch im Eimer ist.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » So 10. Mai 2015, 17:10

Ergänzung zum Post oben:
Die Optokoppler (Bestückungsseite, da wo "LIVE PARTS" steht) sind alle 3 ok.

Hi Xana,
Diese Kiste hatte ich auch schonmal!

Das ist ja schon mehr Glück für mich als ich gehofft habe. Abgesehen von dem erwähnten IC:
Weißt du noch welche Stromspannung an die Röhren geht?
Habe ich Recht mit der Annahme, dass die Röhren in Reihe liegen?
Ich habe den Fernseher defekt gekauft und wäre ganz froh wenn ich ihn relativ günstig reparieren könnte.
Dazu muss ich die Röhren erst mal testen. Nicht dass ich doch ein NT kaufen und nachher stellen sich die Röhren als defekt raus.

(Rückseite oben links)

Bist du sicher? Das wäre dann der 24-Beiner IC702 (DDA003A). Die ganze Backlightgeschichte ist im verlinkten
Bild rechts. Oben der Ausgangstrafo, darunter die Mosfets, der ausgelötete IC 601.

bei Ebay ein baugleiches Netzteil geschossen.

Das habe ich auch schon versucht, allerdings nichts zu finden.
Weißt du die Bezeichnung noch? DPS-298CP-2A ist drin.

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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon ferdimh » So 10. Mai 2015, 17:24

Die Röhren kann man über 1-5 MΩ an eine HV-Quelle beliebiger Frequenz (einschließlich DC) anschließen. Dafür brauchts aber gute 5kV, besser 10...
Üblicherweise liegen 2 Röhren in Reihe. Meistens ist das auf der Platine verdrahtet, manchmal eben auch nicht. Manche Röhren bekommen auch ihre Rückleitung über das Blech gegen irgendeine dubiose Masse, das ist aber eher selten.
Ich würde nach dem Kurzschlußincident erstmal sorgfältig das Schadbild begutachten. Die Kiste muss auch ohne Invertertrafo anlaufne und zumindest den Inverterfehler erzeugen.
Ich finde auf die Schnelle kein Datenblatt des fraglichen IC601.
Ich würde versuchen, ein solches zu bekommen, und erstmal das Verhalten der Kiste zu verstehen.
Dann die Kiste temporär lobotomieren, sofern möglich. Also: Die Verbindung vom Invertercontroller (Der wohl IC601 ist) zum Rest auftrennen und von Hand auf "das Ding rennt" verdrahten. Jetzt kann man viel besser testen. Ansonsten sollte das Datenblatt des ICs auch ein ungefähres Schaltbild der Kiste bieten.
Eine erfolgreiche Reparatur komplexerer Kisten geht besser über das Verständnis der Schaltung und des Fehlerbildes, nicht durch wildes Prüfen von Bauteilen!
Sehe ich das richtig, dass bei der Kiste die Inverterplatine auch noch auf Netzpotential liegt? Ich würde in dem Fall dringend versuchen, den Steuerteil zu isolieren und erstmal am Labornetzteil laufen zu lassen. Dann kann man besser drin rumstochern und läuft weniger Gefahr sich oder das Gerät zu himmeln.

Also: Versuche zu verstehen, was das Ding tut, das Verhalten nachzumessen und warte auf den "HÄ?!"-Moment. Meistens ist dann der Oszitastkopf recht nah am Fehler.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » So 10. Mai 2015, 17:46

Moin Ferdi,
folgendes: Die Kiste (Das NT und der Rest vom Fernseher) laufen ja an.
Der Fernseher bootet normal, hat Bild. Es fehlt lediglich das Backlight.
Fehlercode 17 wie vor dem Kurzschlussmassaker. (Inverter putt, siehe oben).
Nach dem Kurzschlussmassaker gefunden: Gleichrichter durchlegiert, 1Ohm Sicherungswiderstand durch,
IC 601 durch. Datenblatt.
Ich würde versuchen, ein solches zu bekommen
Hab ich, sogar erfolgreich.
Wird hoffentlich morgen in nen Brief gesteckt und Ende der kommenden Woche eingebaut.

Gehe ich also richtig in der Annahme, dass die nötige Hochfrequenz von den Primärspulen des Trafo und den beiden 470nF
schwingkreismäßig erzeugt wird. Wenn dem so wäre, müsste eine der Primärspulen 27uH haben. Ist das größenordnungsmäßig vernünftig?
Nachmessen geht leider nicht, habe kein passendes Messgerät.

Ich werd die Röhren mal testen und Bescheid geben, wie es aussieht.
Ich hab hier nen Ölbrennertrafo, der Û=15kV ausspuckt.
Mit dem hab ich das mal probiert (zuerst über 6, dann über 3 und später 1,5MOhm.
Minimales Leuchten der Unterseite des Panels, Überschläge am Stecker.
Panel doch rausgenommen (was ich eigentlich vermeiden wollte)
und: scheeiße. Ich hab ne Sonnenbank gefunden.
Bild
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon xanakind » So 10. Mai 2015, 19:21

Ich habe eben mal im Lager gewühlt und habe das defekte Netzteil tatsächlich noch!
hab´s gerade vor mir liegen.
Ist ein Delta DPS-298CP
Wenn du damit rumexperimentieren willst, sag bescheid, aber das sprang wiegesagt nicht mehr an und die SMD Widerstände zur Stromeinstellung habe ich abgelötet.
Ist bei dir auch der NTC4 nicht am Kühlblech, sondern auf der Platine angeklebt? :lol:

Hast recht! es ist doch der andere Käfer (DDA002B) und die Primäre Inverterseite liegt tatsächlich auf Netzpotential!
Ich hatte das mit einem anderem Delta Netzteil verwechselt.

Bekommt das IC überhapt Saft?
D309 ok?
Auch R816 & R344 prüfen (die Grünen unter dem Kühlblech beim Kondensator)
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon ferdimh » So 10. Mai 2015, 19:37

Oha, das ist ja mal ne amtliche Beleuchtung...
Hast du nen Schimmer, wie der Kram verschaltet ist?
Das wirft mir gerade massive Rätsel auf, wie das an einem Inverter überhaupt funzen soll...
Der DDA002 scheint ein IC für Resonanzwandler zu sein, demnach gibt es wohl einen irgendwie gearteten Reihenschwingkreis. 470n erscheinen mir dafür aber etwas viel, ich würde eher (wenns vom Netz weg geht) 1-2 Zehnerpotenzen weniger erwarten.
Oder das Ding ist vielleicht nicht resonant oder sonstiger voodoo.
Du beschreibst Überschläge am Stecker und kaum Zündwillen... Zieh vielleicht auch in Betracht, dass einfach die Röhren total im Arsch sind. Ich gehe das nachher mal zur Sicherheit probefritzeln, aber ich würde eine deutlich niedrigere Zündspannung erwarten.
Geh aber mal gucken, ob nicht vor jeder Röhre ein Kondensator hängt (10pF oder so). Der könnte zum Stromangleichen gedacht sein, und wird natürlich das Experiment bei DC oder 50Hz zu Nichte machen. Ohne Angleichhilfe werden so viele Röhren nicht gleichmäßig funzen.

Idee zur Funktionsprobe: Kriegst du eine Windung von gut isoliertem Draht irgendwie um den Invertertrafo gefummelt? Damit könntest du ans Oszi gehen, und gucken ob das Ding überhaupt anschwingt.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon GuyJin » So 10. Mai 2015, 19:42

mal mit einem externen Inverter geschaut, obs die Röhren überhaupt noch machen? wäre dann ein Betrieb per extermen Inverter eine Option? Hier hatte doch mal einer bei einem PC Monitor das Netzteil komplett tot gelegt und auch extern betrieben. Ich glaube das würde ich im Fehlerfalle auch versuchen, bevor ich da jetzt krampfhaft die baugleichen Teile ranbekommen muss.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » So 10. Mai 2015, 20:02

Ich hab an die Sonnenbank 2,2kv über 3MOhm angeschlossen.
Das einzige, was passiert ist ein sehr schwaches Flackern der Röhren und Überschläge an den Anschlüssen
(da wo normalerweise auch der Inverter angeklemmt wird).
Schließt man eine einzelne Röhre an, leuchtet sie wie sie soll.
Habe das bei 4 Stück probiert. Es ist keine Röhre dabei, die durch Verfärbungen etc. auffällt.
Ich vermute, die Röhren sind ok.
Entweder reicht mein Saft nicht, oder die Frequenz.
Die Röhren sind alle parallel geschaltet. Und zwar so:
-Inv.
|---||---================---||---Inv.
|---||---================---||---|

Also an beiden Enden ein Kondensator in Reihe, das sind 22pF 4kV Kondis.
Ich schätze bei 50Hz geht über die Kondis einfach nicht genug Saft. Immerhin ist das Ganze für 45kHz ausgelegt.


Ist bei dir auch der NTC4 nicht am Kühlblech, sondern auf der Platine angeklebt?

Ja, kam mir auch komisch vor.

Hast recht! es ist doch der andere Käfer (DDA002B) und die Primäre Inverterseite liegt tatsächlich auf Netzpotential!

Ja, und der dicke Elko entlädt sich sehr langsam. Also rausziehen alleine reicht nicht. Das Ding musste sich über meine Hand entladen.
Mein Kumpel (EL84) war gestern dabei, als das Ding im abgesteckten Zustand weitergeschwungen hat.
R344 hab ich oben schon erwähnt (1Ohm Sicherungswiderstand). Der war durch, wurde getauscht. R816 war und ist ok.
Wirst du aus dem Ringcode an den Widerständen schlau? D309 lässt im eingelöteten Zustand 440mV abfallen.
Das DDA002B kriegt 15V, allerdings greift da irgendeine Protektion und schaltet die 15V immer nur für ein paar Sekunden ein,
ist der TV fertig mit Booten sind die 15V weg.
Das IC war aber defekt, zwischen Vcc und GND waren 7Ohm. Polarität des Ohmmeters egal. Im ausgelöteten Zustand keine Änderung.
Findest du, wo der IC seine Vcc her bekommt?
Wobei beim Vcc-Lieferanten gar kein Fehler sein muss. Schickt Saft, merkt das was nicht ok ist (IC defekt bzw. fehlt),
schaltet ab.


@Ferdi:
Der DDA002 scheint ein IC für Resonanzwandler zu sein, demnach gibt es wohl einen irgendwie gearteten Reihenschwingkreis. 470n erscheinen mir dafür aber etwas viel, ich würde eher (wenns vom Netz weg geht) 1-2 Zehnerpotenzen weniger erwarten.

Die Größe der Primärspulen (siehe Foto) hast du mit bedacht? Ich habe allerdings von Onkel Henry überhaupt keine Ahnung,
mir fallen nur keine anderen Cs auf, die in Betracht kämen.

Hast du nen Schimmer, wie der Kram verschaltet ist?

Steht oben. Ich habe wohl richtig gemutmaßt und du voll ins Schwarze getroffen (bzgl. 10pF und zu niedrige Frequenz).
Lesch würde sagen, wenns falsch ist, muss es richtig gut falsch sein.
Zündspannung (steht bei Wikipedia) sollen rund 2kV sein, nach dem Zünden wird auf ca. 30% (600V) runtergeregelt.
Was mich wundert ist noch Folgendes: Wie kann eine solche Röhre (die Dinger sind 1065mm lang!) mit der gleichen Spannung laufen wie son Popelding
aus nem 17" Monitor? Hab gestern einen geöffnet, der Inverter von dem kann 720V 7,5mA.
Gut, 7,5mA dürften hier nicht reichen. Hängt die Spannung einfach von der Ionisierungseenergie des enthaltenen Gases ab (das ja gleich sein dürfte)?
Richtig?
[urlhttp://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtröhre#Aufbau.2C_Wirkungsweise.2C_Betrieb]Wiki[/url] sagt weiterhin:
Die Leistungsaufnahme von Leuchtröhren liegt bei ca. 30 W/m

Das heißt, hier sind 703W HV notwendig. 22Röhren, jeweils 1,065m.
Kann irgendwo nicht sein, der Fernseher ist mit 250W angegeben (ist ja auch nicht gerade wenig fürn LCD).


Idee zur Funktionsprobe: Kriegst du eine Windung von gut isoliertem Draht irgendwie um den Invertertrafo gefummelt? Damit könntest du ans Oszi gehen, und gucken ob das Ding überhaupt anschwingt.

Gute Idee. Geht aber platzmäßig nicht. Ist aber auch gar nicht notwendig.
Ich kann meinen Tastkopf auf 1/10 stellen und die Primärseite messen. Da kann man dann ca 215V max. erwarten. Bei 1/10 also 21,5V.
(Die Kondensatoren ausgangsseitig können 6kV, der Trafo hat 0,8Ohm primär und 23Ohm sekundär).
Ich weiß, DC- Widerstand, aber näherungsweise ist das doch brauchbar?

Hier übrigens mal ein Bild der Bestückungsseite. Nicht meins, das ist ja zerrupft. Der Trafo oben links ist auf meinem Lötseite-Foto oben rechts.
Bild

@GuyJin: Siehe oben. Röhren sind ok.
Ich habe allerdings keinen Inverter dieser Leistungsklasse rumliegen.
Der Fernseher soll später im Schlafzimmer stehen, ich wäre schon ganz froh, wenn möglichst sicherer Betrieb gewährleistet ist.

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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon ferdimh » So 10. Mai 2015, 20:16

Was mich wundert ist noch Folgendes: Wie kann eine solche Röhre (die Dinger sind 1065mm lang!) mit der gleichen Spannung laufen wie son Popelding
aus nem 17" Monitor? Hab gestern einen geöffnet, der Inverter von dem kann 720V 7,5mA.
Gut, 7,5mA dürften hier nicht reichen. Hängt die Spannung einfach von der Ionisierungseenergie des enthaltenen Gases ab (das ja gleich sein dürfte)?
Richtig?

Die Spannung hängt auch massiv vom Fülldruck und Durchmesser der Röhren ab. Bedenke, dass Leuchstoffröhren prinzipiell so ähnlich funktionieren und Brennspannungen im Bereich von 100V haben. Der Kathodenfall (den Leuchstoffröhren mit Glühkathoden nicht haben) trägt da nicht so viel zu bei.
Man kann also die Brennspannung der Röhren in recht weitem Bereich steuern, wobei Kaltkathodenröhren zwecks besserem Wirkungsgrad in der Regel eher höhere Brennspannungen haben. Die Zündspannung ist auch eher unproblematisch, weil bei Betrieb mit HF die Entladung auch über Kapazitäten durch die Röhre gezündet werden kann.
Wikipedia schreibt was von 30W/m. mit einem Ca. Bei der Wand von Röhren würde ich von einem eher niedrigen Betriebsstrom ausgehen. Und bei ~10W/m kommt es wieder hin.

Manche Glotzen mit einer solchen Röhrenwand laufen mit einem Inverter pro Röhre. Wenn du da ein billiges Sortiment Inverter findest, könntest du da was frickeln.
Oder halt einen neuen Treiber für den Trafo basteln. Aber das ist dann schon eher advanced frickel.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » So 10. Mai 2015, 20:46

Den vorhandenen Treiber fertig reparieren hältst du für nicht machbar?
Immerhin hab ich das ausgelötete IC bestellt. Und es wäre ja (rein theoretisch) möglich,
dass die Kiste mit dem neuen IC wieder läuft.
Ich sollte mich vielleicht noch weiter in Datenblätter wühlen und die Schaltung versuchen zu verstehen.
Das ist auch mein Plan. Allerdings tu ich mich da immer etwas schwer- und deshalb gibts diesen Fred.
Ich werd mir die ICs rund um IC 601 /DDA002B nochmal genauer ansehen und versuchen, herauszufinden, was die machen.
Den Leistungsteil (Trafo, Transen, Sicherungswiderstände, die dicken Dioden) wurden ja bereits alle getestet und teils getauscht.
Die schließe ich als Fehlerquelle aus.
Saft liegt (ich wiederhole) bis zum großen Elko an. 320V DC.
Frickel advanced ist ja das heimliche Ziel bei der Sache. Ich hab mir den Fernseher eigentlich nur aus Jux gekauft um bei der Reparatur schlauer
zu werden und mal besser beim SNT im allgemeinen durchzublicken.
Benutzen will ich das Ding nach der Reparatur eher weniger. Hab ja noch die Projektoren.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon ferdimh » So 10. Mai 2015, 21:05

Ich hätte vermutlich schon die Nerven an dem fertigen Treiber verloren.
Wobei natürlich der Schaden durch Tastkopf nicht wieder kommen sollte.
Der Barcomöller hatte son paar Schäden, die immer wieder "gezündet" haben. Da habe ich irgendwann neu gebaut.
Es wird theoretisch sicher möglich sein, das Ding wieder in Ganz zu bringen, idealerweise mit Stelltrafo und einem ausreichenden Vorrat an Labornetzteilen.
Schaltnetzteile mit Hilfsversorgung und Kickstarter (was ich hier auch vermute, ob sinnvoll oder nicht) sind von der Fehlersuche her einfach zickig, weil die Kiste bei jedem Fehler prinzipbedingt gleich wieder aus geht und man nichts messen kann. Da muss man immer erst den Controller ausm Labornetzteil ansaften und kann dann den Leistungsteil am Stelltrafo hochziehen und gucken was wo wie heftig mit welchem Aroma abbrennt.
Von weiteren Tastkopfexperimenten auf der Primärseite würde ich (aus Gründen, die du schon experimentell ermittelt hast ;-) ), außer du hast wirklich nen Stelltrenntrafo.
Darauf, dass der Trafo intakt ist, würde ich mich übrigens nicht 100%ig verlassen. Wenn er es nicht ist, wäre das ein Todesurteil, außer xanakind schickt dir seinen.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » So 10. Mai 2015, 21:28

Nee, das mitm Tastkopf kommt nimmer vor.
Hast du zum Barco irgendwas geknipst oder so? Laufen tat er ja glaub ich.
Würde mich mal interessieren, was du noch so gemacht hast und wie das Bild ist.
Du hast mir irgendwann vor Äonen mal ne PN dazu geschrieben... mal kramen.

Stelltrafo (1,6A) und Trenntrafo (1,25A) hab ich. Sind mir allerdings etwas zu klein, um sie vor das Ding zu hängen.
Allerdings, wenn man statt dem Solarium ein paar MOhm oder so anschließt... vielleicht gehts.
Ich häng normalerweise mein Oszi an den Trenntrafo, das braucht weniger Saft.
Warum denkst du dass der Trafo defekt sein könnte?
Wegen dem geringen DC- Widerstand? Sind immerhin 45kHZ, die da ankommen.

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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon ferdimh » So 10. Mai 2015, 21:59

Ich denke, dass das Gleichstrommäßige Durchmessen nicht reicht, um Isolationsfehler auf der HV-Seite zu finden.
Und das ist nun mal der häufigste Schaden bei den Dingern...
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » Mo 11. Mai 2015, 15:44

Das ist einleuchtend.
Werden sehen. Ich hab von den IRFP460A noch ungefähr 120 Stück, wenn da 2 sterben, machts nix.
Ansonsten dürfte doch da nix schief gehen, oder?
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon sub » Mo 11. Mai 2015, 16:20

Alternativ: Paar Meter LED-Stripes (Kaltweiß) geordert und hinters Panel geklebt. Funzt auch meistens recht gut.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » Mo 11. Mai 2015, 16:52

Moin sub,
das ist echt eine sehr unschlechte Idee. Nur das Ding hat sone Funktion (Ambilight),
die wohl die Hintergrundbeleuchtung hin und her dimmen soll um den Kontrast zu erhöhen.
Darauf müsste man dann verzichten.
Ich habe bereits Ersatzteile für den Inverter geordert (die Röhren sind getest & ok).
Wenns mit dem Inverter nix wird, macht ichs mit LED Stripes.

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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon sub » Mo 11. Mai 2015, 16:59

Ambilight? Das leuchtet doch eher nach Außen und Bunt. ;-)

Local Dimming macht das Teil mit CCFL sicherlich auch nicht - diese Funktionalität gabs gerade erst bei den LED-Teilen weil man dort Cluster bilden konnte und diese dann getrennt angesteuert hat.
Kann höchstens sein das die Beleuchtung bei dunklen Szenen gedimmt wird - das kannst du aber auch realisieren wenn du den Strom über den BL_CTRL- oder PWM-Pin gesteuert nachführst. Die CCFL-Inverter (oder Netzteile mit eingebautem Inverter) haben idr. 2 Eingänge: BL_ON und DIM.
Diese auswerten und ner eigenen Ansteuerung zuführen. Habe ich bei einigen TFTs schon gemacht, u.A. Sondermaß-Displays die ich nur günstig als CCFL bekam (1280x480)

Edit: Für sowas kann man auch recht easy nen Buckpuck von LedSupply verwursten, oder nen Meanwell LED-Netzteil mit Steuereingang.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » Mo 11. Mai 2015, 20:04

Ups, da hatte ich mich nicht damit befasst. Find ich (nach dem Ansehen von Videos über das Thema) eher Unsinn.
Ist aber genau der Blödsinn, auf den meine Freundin steht. Hat aber nichts mit der Hintergrundbeleuchtung zu tun
und ist sinnlos weiter zu diskutieren.
Ich muss das aber in ner anderen Beschreibung oder so gelesen haben,
der 47PFL5604H /12 um den es hier geht, hat den Quatsch überhaupt nicht.
Ambilight -->tot
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon sub » Mo 11. Mai 2015, 23:31

Der Kram taugt schon, aber wenn dann Atmolight mit nem gescheiten Linuxreceiver und >40 RGB-Dots. Sieht dann auch richtig gut aus.
;-)
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon tschäikäi » Do 14. Mai 2015, 15:54

Das Netzteil läuft. Vielen Dank an Xanakind und EL84.
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon ferdimh » Do 14. Mai 2015, 20:08

Und was war jetzt?
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon sub » Do 14. Mai 2015, 20:10

ferdimh hat geschrieben:Und was war jetzt?

Nen Panel-Riß auf den rechten 10%, sieht man doch *scnr*
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon xanakind » Do 14. Mai 2015, 20:14

Super dass der Eimer wieder läuft! :D
Was wars denn nun?

Das mit dem Panelriss ist natürlich ärgerlich, ich hab hier momentan auch eine Glotze mit einem Nintendo Wii Schaden --Wirtschaftlicher Totalschaden :roll:
Aber da das ja nur rechts ein relativ kleiner STreifen ist, geht das ja noch.
Wenn einem am Fernsehen wenig liegt, kann man das ja einfach abkleben und würde beim normalen Glotzen noch nichtmal was merken :D
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Re: CCFL Inverter (schon wieder)

Beitragvon EL84 » Do 14. Mai 2015, 20:19

Moin,
es war der Treiber IC der die Halbbrücke ansteuert und die Mosfets im Eimer. Wir hatten dann den Ic von Xanakinds Board mit
meiner Heißlufstation geerntet und auf das andere Board gelötet und schon lief die HV Erzeugung wieder. Tschäikäi und ich happy die Kiste wieder zusammengebaut und dann den Panelriss bemerkt ich sag nur sooooo shiiiiiiiiit . :x


Gruß EL84
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