Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Radiosonde » Di 2. Jan 2018, 20:57

Xdata möchte ich verwenden weil es auch die meisten anderen Zusatzsensoren verwenden(Cobald,Snowwhite) auch ist es anscheinend nicht nur auf die RS92 fixiert die man sowieso nicht sinnvoll auf Amateurfunk umbauen kann.Als erstes möchte ich einmal ein Interface für Analogsensoren (-5 bis +5V) bauen dann 6 wahrscheinlich einen Geigerzähler.Nebenbei:Welche Sonde würeet ihr eher für eine eigene Ballonmission verwenden DFM09 oder RS41(umgebaut auf 70cm AFU)?
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Chefbastler » Di 2. Jan 2018, 21:27

Ich würde für eine mit STM32 oder andern wiederbeschreibaren Feld- und Wiesencontroller und eigene Firmware druaf und eigene Hardware dranhäckeln. Rverseengineering der Analogmesstechnik ist llerdings noch nicht sonderlich weit bei der RS41.

Die RS92 hat glaub ich vier Analogeingänge, in der Ozontonne sitzt nur ein Messverstäker kann mann eher wenig anfangen da die meisten ICs darin ASICs sind und viel Reverseengineering benötigt wenn nicht offengelegt.

Bei der RS41 Hängt die Ozontonne mit eigenenm Mikrocontoller über UART angebunden an der Sonde. (Protokoll ist mir nicht bekannt)

Eine weitere Option ist es eine eigene komplette Sonde zu entwickeln.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Di 2. Jan 2018, 22:01

Radiosonde hat geschrieben:Nebenbei:Welche Sonde würeet ihr eher für eine eigene Ballonmission verwenden DFM09 oder RS41(umgebaut auf 70cm AFU)?


Der Umbau auf AFu will verstanden sein, da auch HW-mäßig entsprechende Anpassungen nötig sind und die Messmittel dafür nicht jeder im Haus hat. Was spräche denn gegen die offizielle Nutzung des 403-MHz-Bandes mit einer entsprechenden Zuweisung? Es gibt dafür Frequenzen und die Anzahl der Aufstiege dürfte auch überschaubar sein. Wenn es um das reine Messen von Umweltgrößen geht, würde ich das vorziehen. Die Bastellösungen sind eher was, wo es nur ums Basteln und weniger um das operative Messen geht. Klar, eine selber modifizierte Sonde für AFu und Gas aus dem eigenen Gasentwickler hat auch seine Reize.

Zur Frage selbst, ob DFM oder RS41: DFM ist anspruchsloser im Empfang, da reicht jeder "Wald- und Wiesenempfänger" und die Sonde ist ausreichend kräftig und auch mechanisch sehr robust. Aber die RS41 ist mit der Versorgung ausdauernder und hält fast die doppelte Zeit. Die Sondierungen selbst sind zwar in der Regel nach 3 h beendet, aber in Kälte und bei der Suche sind Reserven immer von Vorteil. Hochfliegende DFMs können schon mal ausfallen oder in der Spannung sehr weit absinken, dass zeitweilig kein Betrieb mehr möglich ist. Wenn das Versorgungskonzept der HW optimiert werden würde, also ein getakteter Wandler, statt dem LDO, wäre die Energiebilanz natürlich auch besser.

Ich kenne die mittlerweile verfügbare "Alternativ-Firmware" der RS41 nicht, mit der einige experimentieren. Ob und in welchem Umfang die Onbord-Sensorik/Schnittstellen dabei mit genutzt werden können, müsste man nachlesen.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon zauberkopf » Di 2. Jan 2018, 22:10

Welche Sonde würeet ihr eher für eine eigene Ballonmission verwenden DFM09 oder RS41(umgebaut auf 70cm AFU)?

Also die DFM09 habe ich selbst schon mal wieder fliegen lassen..
Bei der muss man aufpassen, das die halt schnell steigt, und dann schnell wieder fällt, weil sie sonst "aussteigt".

Die Idee mit der eigenen Sonde, ist auch nicht verkehrt.
Man muss halt ungefähr wissen, was man machen will ....
z.B. wenn man es schafft, das Gespann unter 500g gesammtgewicht zu halten, interessiert sich die Flugsicherung nicht dafür.
Gesammtgewicht heist : Sonde + Ballon + Gas
Und das bedeutet auch : Absolute Freiheit beim Starttermin.

Aber auch, wenn da noch selbstgebaute Sensoren dran sollen, das es knapp wird.
Sicherheitstechnisch, sind die DFM's auch kein Problem. jedenfalls für Triebwerke.
Ein Flugsicherheitsoffizier der Bundeswehr meinte, das die DFM09 vielleicht ein Lämpchen im Cockpit aufleuchten lassen könnte : Wartung.
Ansonsten würde durch das Triebwerk eines Eurofighters ne Taschenlampe durchgehen..
Da ist also die Otto-Normal-Ozonsonde schon kritischer..

Und noch was : die T150er und 200er Ballons sind auch wesentlich günstiger als die 1000er oder darüber !
Und man kann mit denen auch an der 30km Marke kratzen.

Chefbastler : Du schreibst, das die RS41 mit der Ozon Digital kommuniziert ?
Ich besitze einen BusPirate.. und habe eigentlich keine Zeit mehr Tagsüber...
... es sei denn, ich kriege nen Arbeitskollegen angefixt, und wir jagen dann Mittags mit dem Möbeltransporter... ;-)

Der Umbau auf AFu will verstanden sein, da auch HW-mäßig entsprechende Anpassungen nötig sind und die Messmittel dafür nicht jeder im Haus hat.

Naja.. bei der DFM's hats eigentlich ausgereicht, den Trimmer vom VCO zu entfernen, und nen kleinen Tiny reinzupopeln, der die PLL programmiert hat.
Das hat gut funktioniert.
Den einzigen test den ich noch machte ist, nicht nur 433 MHZ zu probieren, sondern auch 430 und 436 um sicherzustellen, das ich mit dem VCO umbau nicht allzugrossen mist gebaut habe.
Was klar ist : Durch den nicht veränderten Tiefpass, wird die Sonde etwas weniger leistung abstrahlen.. aber wirklich.. das war nie das problem !
Was das problem bei mir 2* war : Zu wenig Gas, zu geringe Steigrate, zu lange Mission, Batterie erfroren.
Und als es dann mit dem Gas gepasst hatte, konnten wir die auch wieder bergen.

Nur einmal habe ich ne eine Sonde mit Ausgerasteter PLL gehört, die war aber orginal, und die konnte ich dank SDR trotzdem noch dekodieren.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Di 2. Jan 2018, 22:27

Mit dem Gas mache ich eigentlich keinen Aufwand, sondern handelsüblicher Wasserstoff aus der Flasche. Experimentell konnte so auch nachgewiesen werden, dass ein 30 Gramm Ballon eine 50 Gramm Nutzlast über 10 km heben kann, nur die Fallschirme müssen "schneller" werden.

Auch wenn es der ingenieursmäßigen Praxis widerstrebt, so habe ich statt aufwendiger Umbauten offizielle Frequenzuweisungen, die den Betrieb im "Wetterhilfen-Funkdienst" erlauben.

Wenn DFM, dann DFM06. Da tut man sich beim Batterietausch leichter. Ich habe zwar etliche DFM09, die nur gesteckt, statt verleimt sind, aber die Löterei ist da nicht so bequem. Wenn es keine Umweltdaten braucht, ist PS15 die bessere Alternative..
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon xoexlepox » Di 2. Jan 2018, 22:41

Gesammtgewicht heist : Sonde + Ballon + Gas

Ähh? "Sonde + Ballon" ist klar, das kann man wiegen. Aber wie wird das Gewicht vom Gas gerechnet? Spezifisches Gewicht * Volumen? Molmasse? Bei "Normalbedingungen"? Denn wenn man das startbereite Gesamtkonstrukt wiegt, muss das Gewicht (wohl oder übel) negativ sein, sonst ist es zwecklos -> Man könnte demzufolge beliebig große/schwere Konstrukte mit genügend großem Gasvolumen verwenden.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Di 2. Jan 2018, 23:02

Dichte x Volumen unter Normalbedingungen. Man weiß doch, welche Menge man eingefüllt hat bzw. benötigt. Praktisch wird aber nur mit der Nutzlast gerechnet (ohne Schnüre, Fallschirm, …), da der Ballon ja (meistens) nicht als Stück erhalten bleibt und das Gas sowieso fort ist. Die Rechnung der Behörden ist aber eben eine andere.

Die Masse der Einzelteile ist nicht negativ, da auch das Gas in der Flasche eine Masse hat. Die H2-Flasche wird ja beim Leeren nicht schwerer, sondern leichter.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon zauberkopf » Di 2. Jan 2018, 23:04

Doch.. Du staunst richtig !
In die Berechnung fällt die Masse ( besserer Ausdruck) vom H2 oder He mit ein.

Du kannst also nicht sagen : das teil hat -100g weil das Gespann es schafft, ein 100g Gewicht hochzuziehen.
NV=Netter Versuch.. ;-)
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon xoexlepox » Di 2. Jan 2018, 23:13

Die H2-Flasche wird ja beim Leeren nicht schwerer, sondern leichter.

Deshalb die Frage nach den "Normalbedingungen", die in der Flasche ja nicht herrschen ;) Danke für die Info!
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Di 2. Jan 2018, 23:23

Wenn da 100 l Gas rauskommen, ist das immer auf Normalbedingungen bezogen. Ob das tatsächliche QNH nun 1013.25 hPa hat oder nicht, weißt du doch genau so gut, wie alle anderen auch. Überschlägig kann man am Manometer zwar die Menge abschätzen, aber ich fülle ja nach Auftrieb mit Füllgewichten (Bild) und nicht nach Volumen. Das letztere machen z.B. die Automaten in Norderney, Essen, Stuttgart, Meiningen und München.

Flasche.jpg
Ballon.jpg
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Radiosonde » Mi 3. Jan 2018, 10:21

Danke erstmals für die vielen antworten!
Also das mit dem xdata Bus ist für mich reine Spielerei,hier geht es für mich nur um eine Machbarkeitsstudie.Starten möchte ich dann im Sommer DFM09+PicoTrak à laJena+RS41 mit eigenen Sensoren^^


DL0_Robby hat geschrieben:Auch wenn es der ingenieursmäßigen Praxis widerstrebt, so habe ich statt aufwendiger Umbauten offizielle Frequenzuweisungen, die den Betrieb im "Wetterhilfen-Funkdienst" erlauben.
Wenn DFM, dann DFM06. Da tut man sich beim Batterietausch leichter. Ich habe zwar etliche DFM09, die nur gesteckt, statt verleimt sind, aber die Löterei ist da nicht so bequem. Wenn es keine Umweltdaten braucht, ist PS15 die bessere Alternative..

LOL bist du Hobbymeterologe?
Was kostet so eine Zulassung?
Woher bekommt man so eine Zulassung
Was kostet eine PS15 bzw. eine DFM09?
Kann man einfach so zu Graw gehen und 2 Sonden kaufen oder muss man da mehr abnehmen?
Hasst du auch die passende GRAW Bodenstation?

Diese 500g Regelung in Deutschland:Muss man den Start nicht 2 Wochen vorher per Mail ankündigen?
Wie groß ist der Aufwand über der 500g Grenze?In Österreich kostet nämlich alleine die Genehmigung von der Austro Cotroll 250 Euro.

MfG
Sorry für die vielen Fragen xD:)
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mi 3. Jan 2018, 13:01

Die Zuweisung in DL läuft über die BNetzA, wo man die dazu vorgesehenen Formblätter ausgefült einreicht und nach wenigen Tagen die Urkunde erhält. Wenn ich mich recht entsinne, sind es 70 € pro Vorgang.

Graw-Bodenstation: Ich habe die einfachste Variante, einen Windows-Rechner mit GrawMet-Software, an den ein Empfänger über den Audioeingang angeschlossen ist. Auf der Graw-Internetseite sind die einzelnen Varianten der Bodenstationen aufgeführt.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Grassator » Mi 3. Jan 2018, 23:47

Die Software für die RS41 kann noch keine Sensoren auslesen ist eine reine Bake mit GPS über APRS und RTTY. Man könnte das ja als Basis verwenden für weitere Dinge. Cam oder Feinstaub
https://github.com/df8oe/RS41HUP funktioniert auf alle fälle.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Radiosonde » Do 4. Jan 2018, 02:18

Na das wird ein Spaß werden!Muss morgen mal Graw auf die Nerven gehen und fragen was eine PS15 mit xData kostet(rein aus Interresse)
Wie sieht das jetzt genau aus mit Starts in D-Land?Muss man die nun 2 Wochen vorher anmelden oder nicht?
LG
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon PowerAM » Do 4. Jan 2018, 09:16

Auf dem Heimweg hatte ich dienstags in Heimatnähe auf dem Seitenstreifen zwischen Radweg und Straße einen roten Fallschirm gesehen. Ich hielt an und lief das kurze Stück zurück. Ein kurzes Stück Schnur war noch dran, jedoch kein Ballonrest und auch eine Sonde konnte ich beim Absuchen im Nahbereich nicht finden. Den Waldrand hatte ich visuell nach weiteren Resten Schnur abgesucht, in der Dämmerung aber nichts weiter ausmachen können. Den Müll habe ich dann zuhause entsorgt.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon zauberkopf » Do 4. Jan 2018, 11:23

Wie sieht das jetzt genau aus mit Starts in D-Land?Muss man die nun 2 Wochen vorher anmelden oder nicht?


Also die Luftfahrt ist hierzulande EU-Weit einheitlich reguliert.
Das Du kosten in Österreich hast, kann wahrscheinlich daran liegen, das die versuchen Wirtschaftlich zu arbeiten.
Ich musste damals für den grösseren Ballon nix bezahlen. Bekam aber ein Startfenster.

Hast Du auch nachgefragt, ob Ballons unter 500g gesammtgewicht in Österreich angemeldet werden müssen ?
Das wäre dann nicht nur billiger und flexibler, sondern auch Sicherheitstechnisch besser.

Das ganze ist jetzt doch ein paar Jährchen her. Ich würde empfehlen einfach mal in Frankfurt anzurufen und mal nachzufragen.
z.B. das kann lustig werden.
Ich habe die damals gefragt, ob die auch einen Radarreflektor haben möchten, wie man ihn oft an AFU-Sonden sehen konnte..
Antwort : ??? Ne.. die erscheint dann nur auf dem Schirm, und wir funken die an, und die Antwortet dann nicht. Ist ein wenig frustrierend.
Ich meinte nur, das das Technisch kein Problem sei, das die Sonde antwortet.. ;-)

Was Du aber noch haben solltest, wäre eine Luftfahrtversicherung.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Do 4. Jan 2018, 13:44

siehe hier:
A2_VO_923_2012.pdf
(749.2 KiB) 31-mal heruntergeladen
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Do 4. Jan 2018, 13:58

Radiosonde hat geschrieben:Na das wird ein Spaß werden!Muss morgen mal Graw auf die Nerven gehen…


Vergiß nicht, dass du auch eine Frequenz brauchst (kenne die Regularien und Möglichkeiten in OE nicht) und die Sonde entsprechend initialisieren musst, denn die macht ab Werk erstmal gar nichts. Das könnte ich dir aber anbieten, das entsprechend zu machen.

Mit den Frequenzen scheint es zahlreiche nationale Regelungen zu geben, denn es gibt innerhalb des 403 MHz-Bandes Rasterungen und Belegungsbandbreiten, sowie Obergrenzen der Leistung (entsprechend der Aufstiegshöhe). Mittlerweile haben die meisten auf RS41 umgestellt und sind damit sehr schmalbandig und stören damit kaum andere. Payerne und Wien stören auf der 403.500 in DL den mil. Abschnitt offenbar auch nicht weiter, aber Prag hat deshalb z.B. die 403.800 verlassen müssen.

Ich will damit nur sagen, dass man nicht einfach irgendwo drauf los senden darf, auch wenn die Sonden auf dem ersten Blick keinem Nutzer zuordenbar sind und die Frequenzen sich mehrere Nutzer teilen.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon zauberkopf » Do 4. Jan 2018, 14:05

Wie war das noch mal.....
Ich meine.. das die EU-Verordnungen in Nationale Gesetze und Verordnungen überführt werden müssen.. die dann Gesetzeskraft haben.
Hierzulande wäre das : http://www.gesetze-im-internet.de/luftv ... 10015.html
Okay.. hier hat sich 2017 auch was geändert, aber §21 abs 4b ist gottseidank gleich geblieben !

Deswegen : Schaut mal in die Nationale Gesetzgebung.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » Do 4. Jan 2018, 14:11

Das ist ja auf Drohnen und Kopter zugeschnitten, während die Ballone, um die es hier gehr, als "leichte Freiballone" gelten und sich nicht von den "Unmengen" Ballons zur Wettermesszwecken unterscheiden sollten - jedenfalls im Sinne der Vorschriften. Eine Drohne birgt andere Gefahren für Menschen und die Luftfahrt, als die Nutzlast am Fallschirm eines geplatzen Ballons oder auch den intakten Ballons beim Aufstieg.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon zauberkopf » Do 4. Jan 2018, 16:22

Ja, nicht ganz, das ganze ist die LuftVo.. aber such mal im Text nach dem Begriff : Freiballon
So bezeichnen, die Juristen halt unsere "Wetterballons", damit ein Ballon mit "Rülpssender" auch darunter fällt.. ;-)
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Radiosonde » So 7. Jan 2018, 14:18

Weiß wer was derzeit in München los ist?
Heute kein 12Z Start dann einmal zwei Starts am Nachmittag usw.
LG
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Zilog auf Raspi

Beitragvon Lutz » So 7. Jan 2018, 15:07

Auf diesem Wege einfach nochmal Dank an Zilog80 für den Super Dekoder.
Dank Hilfe einiger anderer habe ich auch die Zilog-Live-Soxpipe Version auf meinem Raspi 2b+ mit TFT touch Monitor zum Laufen bekommen.

Gruß
Lutz
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon Robby_DG0ROB » So 7. Jan 2018, 16:33

Radiosonde hat geschrieben:Weiß wer was derzeit in München los ist?
Heute kein 12Z Start dann einmal zwei Starts am Nachmittag usw.
LG


Es gab am 4.1. eine Nachtsonde und bei der Mittagssonde einen Nachstart. Am 5.1. flog nur die Mittagssonde und am 6.1. nur die Nachtsonde. Am 7.1. sind keine Starts erfolgt. Die Aufstiege aus Norderney sind auch seit dem Jahreswechsel ausgesetzt.
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Re: Wettersonden jagen = Spielzeug vom Himmel !

Beitragvon ultimate » So 7. Jan 2018, 19:50

@ Robby_DG0ROB
Die Aufstiege aus Norderney sind auch seit dem Jahreswechsel ausgesetzt.


Weißt Du was da los ist
Neben Meppen ist das mein größter "Lieferant"...
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