Das Böhmat Projekt

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon shaun » Mi 4. Okt 2017, 20:59

Stimmt, es ist etwas viel, um das noch mal alles zu lesen, rekapitulieren und den Ist-Stand rauszufiltern.
Irgendwann meine ich schon mal geschrieben zu haben, dass die zeitliche Lage der Impulse zu irgendeinem anderen Signal sicher eine Rolle spielt, anders wären Impulse gleicher Breite und Amplitude kaum in der Lage, unterschiedliche Aktionen auszulösen.
Ich glaube, Du musst uns noch mal auf den aktuellen Status bringen und die Frage präzisieren. Da ich quasi täglich mit Vintage-Instrumenten zu tun habe kann ich bestätigen, dass da teils kuriose Schaltungen vorkommen, die man mühsam verstehen muss
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon Gobi » Mi 4. Okt 2017, 21:11

Boehmat79_1.png

Ich wollte Euch nicht zuballern mit den doch sehr weitläufigen Plänen... hier mal ein entscheidender Ausschnitt. Ich würde als Beispiel am Stecker VA3 (rechts) die Eingänge 3,4 und 5 ("BEAT") meinen. Dort kommen diese Impulse an und werden vom IC36 mysteriös als Tonhöhen interpretiert- genauer gesagt als versch. Intervalle um den auf der Tastatur gedrückten Grundton herum.
Die Eingänge 3- 8 machen im Prinzip alle das Gleiche und werden original nur mit unterschiedlichen Impulsmustern gefüttert. 1-2 kann noch weniger, also maximal 2 Töne spielen. Interessant sind die Eingänge 3 und 6 , das Signal das dort ankommt, verändert die Tonhöhen der andern Eingänge - das macht die Sache erstmal total unüberschaubar, lässt aber hoffen, daß da noch andere Töne "drin versteckt sein könnten"

@ shaun: wie gesagt, es kann auch gut sein, daß ich das Oszi nicht richtig abgelesen habe, Zeitliche Lage wäre für mich sicher ein Grund zu kapitulieren, dann wird es doch zu kompliziert. Könnte aber was drann sein, den Signale auf 3 und 6 beeinflussen nicht nur die Tonhöhen sondern gelegentlich auch, wie lange die Töne gehalten werden, was eigentlich völlig mysteriös ist.
Zuletzt geändert von Gobi am Mi 4. Okt 2017, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon sysconsol » Mi 4. Okt 2017, 21:15

Aber eben alle nur in Form einer Spannung(spitze) oder wie soll ich sagen....

z.B. Puls. Triggerpuls. (weil der Puls etwas auslöst - ähh - triggert)

Da ich mich mit solcherlei Instrumente nicht auskenne, würde ich mir wie folgt behelfen:

Die drei Signale können doch nur auf eine gewisse Art kombiniert sein.

Logikanalyser für Menschen, die den sonst nicht brauchen und deshalb keinen haben:

Soundkarten, Kassettenrekorder, Minidisk-Recorder, Flashrekorder,...
Jeder der drei Eingänge wird auf einen Aufnahmekanal gelegt (entkoppeln!).
Aufzeichnung starten und Instrument spielen.

Da kann man auch mit beliebig vielen Programmen oder Rekordern aufzeichen.
Mit Audacity kann man beliebig viele Spuren syncronisieren.
Da brauch man nur einen Puls der auf allen Spuren zur gleichen Zeit stattgefundet hat (als Orientierung).
Den kann man erzeugen, indem man z.B. das Störgeräusch eines Lichtschalter durch bewusst schlecht geschrimte Kabel einfängt.
(Luxus: Man hat genug Stereo-Rekorder, sodass man einen Kanal für den Synchronpuls nutzt (alle zusammen und dann kurz mit dem Finge antippen).)
(Oberklasse-Luxus: Mehrspur-Bandmaschine :D )

Dann sieht du erstmal, was da überhaupt los ist.
Und ob die Eingangsignale nach einer logischen Verknüpfung arbeiten
oder ob da auch eine Pulslänge (Länge des Eingangssignals)
oder der Versatz der Eingangssignale eine Rolle spielt.

Optische Variante:
Jeder Eingang bekommt eine LED (ggf. mit Schaltverstärker dazu) und mit einer Videokamera wird aufgezeichnet.
Der Wissenschaftler in der Hirnforschung macht soetwas gerne ;)

Und ich vermute, dass das eigentlich "nur" Logiksignale sind.
Quasi so, wie wenn man einen BCD-zu-7-Segment-Decoder nicht kennt und ausmessen will.

Edit: da sind noch zwei Beiträge in der Tippzeit erschienen.
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon Gobi » Mi 4. Okt 2017, 21:23

Aufnahme ist eine gute Idee (jedenfalls wenn es sich nicht um Gleichstrom handelt) Versuche ich die Tage mal....
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon xoexlepox » Mi 4. Okt 2017, 22:30

...und werden vom IC36 mysteriös als Tonhöhen interpretiert- genauer gesagt als versch. Intervalle um den auf der Tastatur gedrückten Grundton herum.

Soweit ich das (sehr dürftige) Datenblatt des AY-5-1317 verstanden habe (Musik ist nicht unbedingt mein Fachthema), soll der Chip den vom Keyboard gewählten Ton um einen Betrag "transponieren" (heist das so?), der mit den Signalen an den Pins 25-27 ausgewählt wird.
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon Gobi » Mi 4. Okt 2017, 23:43

ja, stimmt genau der Begriff - die Frage bleibt aber, welche Signale machen das? Oder heißt das, es sind schlicht nur 6 Varianten möglich?
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon sysconsol » Do 5. Okt 2017, 07:11

Aufnahme ist eine gute Idee (jedenfalls wenn es sich nicht um Gleichstrom handelt)


Zumindest kann man eine steigende Flanke von einer fallenden unterscheiden.
Den Zwischenraum muss man selber interpretieren.
Das ist nicht schön - aber es funktioniert als Notbehelf.
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon xoexlepox » Do 5. Okt 2017, 11:27

...die Frage bleibt aber, welche Signale machen das? Oder heißt das, es sind schlicht nur 6 Varianten möglich?

Da sieht so aus, aber die für den Akkord notwendigen Töne liegen auch noch gleichzeitig an separaten Ausgängen, die Selektierung wirkt sich anscheinend nur auf den "Special effect output" aus. Beschaffe dir einfach mal das Datenblatt ;) Hier ein Auszug mit den aktuell relevanten Informationen:
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon Gobi » Do 5. Okt 2017, 15:28

das ist ja komisch, unter Deiner bezeichnung finde ich allen möglichen sythesizertauglichen Kram, aber nicht das Böhm Teil - hast Du mal einen Link?

Der Auszug (so wenig ich verstehe) zeigt allerdings schon, genau nur die Töne, die ich auch finde. Dadurch das ich die Impulse anders beschalte, entsehen merkwürdige Sache, die aber wieder in die Musiktheorie gehören... Drückt man z.B. ein "D" und der Grundton ist im Basslauf gar nicht aktiviert, nimmt man die Tonfolge auch nicht als eine zu D gehörende war.... so in etwa, leider habe ich davon zu wenig Ahnung.

Scheint also mehr nicht rausholbar zu sein. Ich glaube ich versuch wirklich mal ein optisch passendes Stimmgerät zu finden und einzubauen, dann weiß ich wenigstens sofort was da gerade läuft....
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon xoexlepox » Do 5. Okt 2017, 18:32

... unter Deiner bezeichnung finde ich allen möglichen sythesizertauglichen Kram, aber nicht das Böhm Teil - hast Du mal einen Link?

Die Bezeichnung des Chips habe ich so aus einem Posting von shaun (vorherige Seite) extrahiert, und bin damit (nach mehreren Links) auf das hier gestoßen.
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon Gobi » Do 5. Okt 2017, 19:59

Abgefahren, ich dachte immer, das wäre alles von Dr.Böhm selbst entwickeltes Zeug - danke!
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon shaun » Do 5. Okt 2017, 21:08

Ehrlich? Von den ganzen Böhm-ICs ist soweit ich weiss keins selbst entwickelt, das wäre viel zu teuer und aufwändig gewesen.
Die einzigen "custom" ICs von Böhm sind die programmierten EPROMs
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Re: Das Böhmat Projekt

Beitragvon Gobi » Do 5. Okt 2017, 21:10

Ja wahrscheinlich verwechsle ich genau das und na ja - er hat die ICs natürlich mit seinen Bezeichnungen verkauft, oder täusche ich mich da?

Ich starre übrigens gerade auf die Datenblätter, bist Du in der Lage einfach zusammenzufassen, was das Teil genau macht??

Ich verstehe es so: Auf der einen Seite liegt eine ganze Oktave an einzelnen Eingängen an, auf der anderen Seite werden diese Töne jeh nach dem welcher Grundtton einerseits gedrückt wurde und andererseits welche "Triggerbefehle" reinkommen, passende Melodiefolgen geschaltet. Was mich wundert, wenn das Ding schon Chord Generator genannt wird- mehrere Töne gleichzeitig klingen nie!? (Obwohl ich das jetzt theoretisch so schalten kann)
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