Analoge Fotographie

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Später Gast » Mo 13. Jun 2016, 00:36

ozonisator hat geschrieben:Schau mal lieber nach den Prelldämpfern vom Spiegel, die rotten gerne weg und verändern dann den Fokuspunkt.

Eigentlich gute Idee, die MX ist ja doch schon etwas älter. hab grade mal geschaut und festgestellt, dass nur oben ein Dämpfungsgummischaumbelag ist, der untere Anschlag ist einfach nur n Stück Metall, das an der Seite rausragt. Sieht auch nicht danach aus, als könnte man da was draufkleben, oder als sei da jemals was drauf gewesen.

Wahrscheinlich wars einfach Unachtsamkeit. Da ist ne extrahelle LX-Mattscheibe ohne Fokussierhilfe drin, muss man schon n bißchen drauf achtgeben.

@Obelix: Danke für das Lob :) Hast aber auch den Ausschuss nicht gesehen, ich hab den halben Film auf das Motiv verschossen weil ich kein Stativ hatte und nur Abends die richtigen Lichtverhältnisse waren. Dann aber mit wenig Licht, also f=1.4, t=1/30 - 1/15, freihand. und auf dem Film sind durchaus auch scharfe Aufnahmen dabei, das Problem hab ich sonst eigentlich nicht, ist ärgerlich, dass es genau da passiert ist, von dem Bau sind echt viele unscharf. Hab wohl zu sehr auf die Komposition geachtet, und darüber den Rest vergessen.

wg Treffen, ich hab tierisch Bock hinzufahren, aber wenig bis keine Lust auf Autobahn, ich hab auf der Karte gesehen, dass du hier bei mir um die Ecke (Karlsruhe) wohnst, wie kommst du denn hin und ist da nicht zufällig noch was frei? :roll:

Edit:
imm037_35kl.jpg
Jap, voll daneben fokussiert. Was will ich mit dem Zaun? Extra noch das For Sale Schild schön an den Rand gesetzt und dann puff den Zaun scharfgestellt. Bescheuert :lol:
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Profipruckel » Mo 13. Jun 2016, 19:53

Später Gast hat geschrieben:@Obelix: Danke für das Lob :) Hast aber auch den Ausschuss nicht gesehen, ich hab den halben Film auf das Motiv verschossen weil ich kein Stativ hatte und nur Abends die richtigen Lichtverhältnisse waren. Dann aber mit wenig Licht, also f=1.4, t=1/30 - 1/15, freihand.
Hier wäre es sicher besser gewesen, eine oder zwei Blenden weiter zu zu machen und die Zeit zu verlängern.

Als ich noch mit der SLR aktiv unterwegs war, hat diese mehr als einmal auf einer Mauer oder einem Baugerüst gelegen, für den Winkel ein Steinchen oder sonstwas drunter und dann mit dem Selbstauslöser. Ein Stativ hatte ich selten mit, ist einfach zu unhandlich. Was auch gut wirkt, die Kamera mit Körperkraft gegen einen Baum oder Verkehrszeichenrohr zu drücken. Ruhig atmen, Du wirst Dich wundern, was damit noch an langen Zeiten geht.

Edit:
imm037_35kl.jpg
Jap, voll daneben fokussiert. Was will ich mit dem Zaun? Extra noch das For Sale Schild schön an den Rand gesetzt und dann puff den Zaun scharfgestellt. Bescheuert :lol:
Auch hier die Frage nach Brennweite, Blende und Entfernung - Blende zu!

Bei klassischer Technik werden Abbildungsleistung und Schärfebereich mit geschlossener Blende besser, scheint für Digitalknipsen leider nicht mehr zu gelten.

Über den Daumen gepeilt kann man 1/Brennweite als Freihandverschlußzeit halten, wenn ich ruhig war, konnte ich auch da mehr - aber leider nach Tagesform.

Gruß
Manfred
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Sven » Mo 13. Jun 2016, 20:05

Profipruckel hat geschrieben:
Bei klassischer Technik werden Abbildungsleistung und Schärfebereich mit geschlossener Blende besser, scheint für Digitalknipsen leider nicht mehr zu gelten.



Das stimmt nicht. Völlig unabhängig des Mediums gilt, dass bis zu einem gewissen Punkt durch Abblenden die Abbildungsleistung steigt. Die Schärfentiefe wird größer,
Vignettierung und Randunschärfe nehmen ab.
Irgendwann kommt aber Beugungsunschärfe ins Spiel und verringert die Auflösung wieder. Jedes Objektiv hat sein eigenes Schärfemaximum, das bei
Zoom Objektiven gerne auch noch von der Brennweite abhängig ist.
Dabei ist es völlig unerheblich, ob die "Pixel" aus Silbersalzen oder Silizium sind.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon ferdimh » Mo 13. Jun 2016, 22:32

Dabei ist es völlig unerheblich, ob die "Pixel" aus Silbersalzen oder Silizium sind.

Ja, aber ausgesprochen wenig unerheblich ist, wie groß die Pixel sind. Und die durchschnittliche Handknipse hat einen Sensor, der WESENTLICH kleiner ist als Kleinbildformat.
Damit ergeben sich deutlich kleinere Blendenöffnungen ->
- Man hat generell mehr Tiefenschärfe
- Man hat generell weniger Licht in dem Apparat, was die Belichtungszeiten tendenziell weiter verlängert (und damit das Wackel- und Rauschpotential)
- Man hat deutlich schneller Beugungsgedöhns drin
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Sven » Mo 13. Jun 2016, 22:56

Auch das stimmt nicht.
Die Blendenzahl bezieht sich per Definition auf den Durchmesser der Eintrittspupille.
Ein für Vollformat gerechnetes Objektiv ist deswegen an einem APS-C Sensor oder Four Thirds nicht lichtstärker als für Film.
Der Bildkreis ist in der Regel größer und die Optik ist in aller Regel für den ganzen Bildausschnitt des Kleinbildformats korrigiert.
Ein für 110er Film (Pocket) gerechnetes Objektiv mit Anfangsblende 2.8 ist genau so lichtstark wie ein entsprechend für Kleinbild gerechnetes Objektiv.
Wäre das nich so, müsste man für jedes Filmformat einen völlig anderen Typ Belichtungsmesser verwenden oder aber die Sensor/Film Emfpindlichkeit müsste
formatabhängig definiert sein. Beides ist nicht der Fall.
Gleiches Motiv, gleicher Bildausschnitt, gleiche Beleuchtung, gleicher Motivausschnitt, gleiche Blendenöffnung => Gleiche Belichtungszeit.


Die Sache mit der Beugungsunschärfe und der kritischen Blende trifft erst bei höheren Blendenzahlen zu, das wird erst bei hohen Empfindlichkeiten und viel Licht
oder bei gewollt hoher Schärfentiefe im Makrobereich zum Problem.
Das einzig erstmal bedeutsame Problem ist der größere Schärfenbereich, der erschwert nämlich bei signifitikant kleineren Sensorformaten die Bildgestaltung.

PS: Vorteile durch größere Filmformate bzw. Sensorformate:
Im Mittelformat habe ich ein viel größeres Negativ, d.h. ich muss weniger stark Vergrößern, wodurch ich natürlich weniger Filmkorn habe.
Ein größerer Sensor mit gleicher Auflösung hat natürlich größere Pixe, d.h. im Vergleich zum kleineren Sensor trifft mehr Licht auf jeden Pixel.
Das ist aber ein sehr hypothetischer Vergleich, dazu müsste man Sensoren der gleichen Generation miteinander vergleichen. Tut man das nicht,
ist es so als ob man APX100 Kleinbild mit Delta100 Mittelformat vergleicht.
Interessant wird das erst bei höheren Empfindlichkeiten, weil man dort in der Tat weniger Bildrauschen hat.
Kommt daher die Verwirrung?
Mehr Licht pro Pixel heißt erst mal nur weniger Bildrauschen. Die Empfindlichkeit ist ja genormt und darauf wird die
Sensorverstärkung angepasst.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Mo 13. Jun 2016, 22:57

Später Gast hat geschrieben:@Obelix: Danke für das Lob :) Hast aber auch den Ausschuss nicht gesehen, ich hab den halben Film auf das Motiv verschossen weil ich kein Stativ hatte und nur Abends die richtigen Lichtverhältnisse waren. Dann aber mit wenig Licht, also f=1.4, t=1/30 - 1/15, freihand. und auf dem Film sind durchaus auch scharfe Aufnahmen dabei, das Problem hab ich sonst eigentlich nicht, ist ärgerlich, dass es genau da passiert ist, von dem Bau sind echt viele unscharf. Hab wohl zu sehr auf die Komposition geachtet, und darüber den Rest vergessen.


Also, Ich denke, daß mit dem "Ausschuß" ist normal.
Ich habe jetzt hier schon sooo viele Filme Verknipst,
und schätze mal, daß etwa jedes dritte Foto was "geworden" ist.

Was Du da schreibst, 1/15 noch "Freihand" zu halten ist schon krass.
Bei mir ist da bei 1/60 schluß, 1/30 geht echt nur im Notfall, oder mit
anlehnen oder sonstigen Tricks.

Daß Du Deine Filme in´s Labor gibst, ist latürnich kein Zustand.
Ich denke, zum Treffen wird da für Dich eine"Grundausrüstung"
vorhanden sein. Das reine Filmentwickelnmit nem Tank ist
recht easy, das geht quasi "so nebenbei".

Wegen Treffen, ich hab Dir ne PM geschickt!

@Ferdi:
Ich habe seit kurzem auch eine Digitale SLR, und die
Unterschiede sind durchaus spürbar.
Alleine schon das recht kleine Sucherbild gegenüber den
35mm Knipsen ist was zum umgewöhnen.


Lg,
Dirk
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Sven » Di 14. Jun 2016, 00:34

Man sollte sich nicht verwirren lassen vom kleineren Bildformat ;) Es ist nur der Bildausschnitt kleiner, sonst erst mal nichts.
Da die Blende immer relativ quasi zum wirksamen Eingangsdurchmesser des Objektiv angegeben wird, ist die Lichtstärke unabhängig vom Format.
Kleinere Formate, wie z.B. Minox 8x11 oder Pocket brauchen auch nicht so große Optiken, weil der Bildkreis kleiner ausfallen kann.

Den Zusammenhang erläutere ich auf dem Treffen auch gerne noch mal bei einem Glas Hopfenkaltschale und unter Zuhilfenahme einer Handskizze ;)

Mit der Pixeldichte auf dem Sensor verhält es sich quasi wie beim analogen Film mit dem Filmkorn.
Feinstkörnige Filme haben eine eher geringe Empfindlichkeit, oft ist man da noch bei ISO 50 oder sogar nur ISO25. Weniger Licht pro Silberkorn, mehr Auflösung. :) ;)

Zur kritischen Blende und Beugungsunschärfe bei Objektiven: "Modernere" Spiegelreflexe Kameras fragen die MTF Kurve des Objektivs ab und können darauf das Belichtungsprogramm optimieren.
Wenngleich das auch eher eine Funktion der Spitzenmodelle mit Film ist. Da sucht sich die Kamera dann zum ermittelten Lichtwert die Zeit-Blenden Kombination mit der besten Abbildungsleistung aus.

Maximale Belichtungszeit Frei Hand 1/Brennweite ist nur eine Faustformel. So, wie die bei feinstkörnigem Film nur eingeschränkt gilt, trifft das auch für Kameras mit hochauflösenden Sensoren zu.
Wer da ein sogenannter Pixelpeeper ("100% Glotzer") ist, wozu man leicht wird, oder sich seine negative gerne in höchster Vergrößerung anschaut oder in höchster Auflösung scant, der wird
da schon Bewegungsunschärfe entdecken können. ;)
Bildstabilisatoren sind schon klasse, die schenken einem mehrere Blenden, die man frei Hand noch belichten kann.
Bei Canon und Nikon müssten die optisch stabilisierten Objektive doch eigentlich auch an den modereneren Film Kameras funktionieren oder täusche ich mich da?
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Später Gast » Di 14. Jun 2016, 00:41

Profipruckel hat geschrieben:Hier wäre es sicher besser gewesen, eine oder zwei Blenden weiter zu zu machen und die Zeit zu verlängern.
Was auch gut wirkt, die Kamera mit Körperkraft gegen einen Baum oder Verkehrszeichenrohr zu drücken. Ruhig atmen, Du wirst Dich wundern, was damit noch an langen Zeiten geht.

Wenn es sich ergibt, mach ich das auch, nur war da weit und breit nix an natürlichem Hilfsstativ zu haben, vor allem nicht an den interessanten Standpunkten. Es ist ne 50mm 1:1.4 Festbrennweite von Revue/Chinon, hab an der Abbildungsleistung wirklich nichts auszusetzen. Klar, bei Offenblende ist der Schärfebereich sehr klein, da muss man schon genau drauf achten, aber spätestens ab 5.6 ist es knackig scharf. Beim letzten Beispiel hab ich glaub sogar auf 2.4 abgeblendet, aber der Zaun ist einfach 3m weiter vorn als das Haus, da bleibt daneben halt daneben, da müsst ich dann schon bis 11 oder 16 gehen und das hätte dann über ne Sekunde gebraucht.


@Analog vs Digital: was ich mir immer überlege ist, dass ich ja durch meine Kleinbild-Objektive am Crop-Sensor massiv Streulicht im Spiegelhaus hab, da müsste doch mit passenden Crop-Blenden, die den Bildkreis des Objektivs vorne beschneiden eigentlich was zu machen sein?

Wenn man ein Objektiv mit größerem Bildkreis mit ner Sammel-Optik an den kleineren Sensor adaptiert kann man schon "Lichtgewinn" rausholen, allerdings zulasten der Abbildungsleistung da zusätzliche und nicht aufeinander abgestimmte Linsen. Gabs das nicht teilweise bei Adaptern die gleichzeitig auch ein abweichendes Auflagemaß kompensierten?

Und dass das Sucherbild am Cropsensor so winzig ist, ist was zum abgewöhnen, kann man da nicht ab Werk ne Lupe reinbauen? :lol:

Grüße Moritz
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon MadEngineer » Mi 15. Jun 2016, 09:39

Mit dem Streulicht im Spiegelhaus hatte ich erst einmal Probleme, da habe ich aber untertage bei einer Langzeitbelichtung mit der Helmlampe hinten in den Sucher reingefunzelt :oops:

Diese Sammeloptiken, wie du sie nennst gibt es wirklich, aber nicht wirklich für APC-C, sonder für die Micro Four Thirds Kameras, also noch einmal eine Nummer kleiner.
Das ganze ist quasi das Gegenteil eines Teleconverters, denn die Brennweite wird kürzer, weil der gesammte Vollformatbildkreis auf den Bildkreis des µ4:3 verkleinert wird und als Nebeneffekt landet auch das gesamte Licht auf dem Sensor.
Durch die Verkleinerung auf das 0,71 (=1/sqrt(2)) ist das dann genau eine Blende mehr. So wird aus einem 85mm 1:2 ein 59mm f/0.9 Objektiv.
Die Teile nennen sich übrigens Speed Booster:
http://www.metabones.com/products/?c=speed-booster

Ob man jetzt für eine Blende mehr 500€ und mehr ausgeben will ist eine ganz andere Frage :mrgreen:
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon thinkpad » Di 28. Jun 2016, 13:28

Moin moin,

so, die Jobo CPA2 war gestern Abend das erste mal zum Filmentwickeln im Einsatz.

Erster Kandidat war ein Ilford FP4+ 120 Rollfilm. Leider ist dieser komplett in die Hose gegangen, da er sich vorm einspulen "noch im Hellen" entspult hatte.
Der entwickelte Film war dann durchsichtig :(

Der zweite Kandidat ein Kodak Tri-X ebenfalls 120' wurde erfolgreich entwickelt.

Zeiten:
Ilford FP4+ Entwickeln: 9 Min; Fixen 9 Min.
Kodak Tri-X Entwickeln: 6 Min; Fixen 6:30 Min.

Rotation:
Rotation jeweils immer im lansamsten Gang (Entwickeln & Fixen)
Zwischenwässerung bei mittlerer Rotation

Chemie:
1+25 Rodinal von Adox

Anmerkung:
ich glaube der Kodak Tri-X hätte noch etwas länger entwickeln dürfen, aber nicht viel.

Vorgang:
Entwickler - Wässerung - Fixer - Wässerung - Endwässerung unter laufendem Wasser - Netzmittelwässerung
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Do 14. Jul 2016, 21:00

Hallo Jungs ;-)

Ich hoff mal, euch geht es auch so gut.
Nach dem Treffen hab ich immernoch so einen
Dauergrinser im Gesicht!

Seit dem Treffen besitze ich nun auch einen Jobo CPE.
Bild
Nebst 2 passenden Dosen für je 5 35mm Filme.
Super Sache, das.
Auf dem Treffen wurde der Gerät auch ausgiebig bestaunt, und auch benutzt.
E6 funktioniert in dem Gerät jedenfalls ganz gut.

Meine Frage ist jetzt, wie man vorhandene Entwicklungszeiten
(die für KIPP-Entwicklung sind(massive Dev Chart)) in
Zeiten für Rotationsentwicklung umrechnen kann.

Irgendwer meinte, bei Rodinal wären das -15%.
Aber ich wüsste das wirklich gern GENAU, und
wenigstens so halbwegs verbindlich.


Nächste Frage (ich hatte so Dinger noch nie!):
gehen JOBO Dosen eigentlich immer so schwer auf?
Habe jetzt 5 dieser Dosen, aber alle sind nur mit
mäßiger Gewalt zu öffnen.
Entweder bin ich n Weichei, oder ich mach da was falsch.. *gg*

Meine alte Spirale
Bild
machte da nie Probleme, und war immer
total easy zu benutzen.

Any Hint?

Lg,
Der Obelix
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon ozonisator » Do 14. Jul 2016, 22:39

Schau mal nach ob die Jobodosen verkalkt sind. Dann geht das immer recht hakelig. Und den roten Gummideckel immer von der Dose getrennt lagern, sonst nudelt der aus, und dann tropfts (werd wohl mal einen aus Silikon nachgießen müssen...).
Ich erwarte btw. noch etwas mehr Fotocontent vom Treffen :lol:
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Lukinator » Fr 15. Jul 2016, 13:25

Servus,

Die Jobos gehen bei mir auch immer nur mit Gewalt auf. Ich werde mir mal einen oder zwei Ölfilterschlüssel besorgen (Sowas da: https://www.amazon.de/Gedore-36-1-140-Bandschl%C3%BCssel/dp/B000UYTNI6/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1468581273&sr=8-2&keywords=Bandschl%C3%BCssel)

Die -15% stehen bei Perceptol in der Schachtel. Wenn man bei Digitaltruth.com den Haken im Time/Temp-Converter setzt, rechnet der auch die 15% runter.

Heute Abend mache ich Abzüge von den Filmen vom Treffen. Ich gehe davon aus, dass ich heute Abend oder morgen Früh die ersten Ergebnisse hochladen werde.

Gruß
Lukas
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon ozonisator » Di 26. Jul 2016, 22:01

kirsche.jpg

Kentmere 400 in HC110, 1:31 6 Minuten bei 20°C.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Mi 5. Okt 2016, 21:08

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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Mi 5. Okt 2016, 21:56

Hier noch eine kleine Reparatur:
Diesen Timer habe ich von Sven bekommen:
Bild
Eigentlich wollte ich daraus nen Lichtabhängigen Timer bauen,
aber das Dingens war komplett mechanisch.
Die Reparatur belief sich auf kontrolliertes Richten der Mechanik,
absaufen in Nähmaschinenöl und alles war palletti.
Beleuchtet ist das Dingens auch:
Bild
Und so darf er jetzt in meiner Dunkelkammer wohnen,
Bild
denn er ist dem
bis dahin verwendeten Kaiser Timer deutlich überlegen!
Funktionieren tut er auch, wie Ihr Hier sehen könnt:
https://www.youtube.com/watch?v=171hEUyF6hI

Liebe Grüße,
Dirk
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon ozonisator » Sa 29. Okt 2016, 16:01

Boah.
Vor lauter Arbeit hab ich erst wieder vor gut einem Monat angefangen, einen weiteren Film zu belichten. Der hat dann bis jetzt gebraucht voll zu werden. Die letzten Fotos waren mir besonders wichtig. Und dann passiert das, was nie passieren darf. Hab nicht auf den Zähler geachtet und einfach weiter gespannt, da macht es plötzlich *PLOCK* und die Klappe fliegt auf :o Hatte aber zum Glück die Hand drauf, sodass ich geistesgegenwärtig innerhalb weniger ms die Klappe wieder zu hatte. Wie sich heraus gestellt hat, hakelt die Verriegelungsmimik in der alten Kamera. Man muss den Rückspulhebel wieder hoch ziehen, und dann erst die Klappe zu machen. Einfach zudrücken hält manchmal die Klappe zu, aber die Verriegelung greift dann nicht 100%. Dadurch dass ich "überspannt" habe (merkt man ja normalerweise am Widerstand), hat die Patrone von der Unterseite her gegen die Klappe gedrückt, und die ist dann aufgesprungen. Hab es dann nachstellen können, da reicht ein kleiner Druck schon aus.
Vor lauter Frust wollte ich den Film schon beerdigen, hab dann aber doch die halbe Stunde im Keller rumgewuselt und den Film entwickelt. Hab dann voller Erwartung die Spirale rausgezogen, siehe da, die äußerste Lage komplett schwarz :( Hab den Film dann aufgehängt zum trocknen, und wie durch ein Wunder hat eines der "wichtigen" Fotos überlebt! Links und rechts daneben komplett schwarz!! Hatte insgesamt nur 10% Verlust. Betroffen waren auch teils die allerersten Fotos, weil sich ja beim Rausspringen die Spannung des Films gelöst hat, und somit der Filmwickel sich leicht aufgedröselt hat.
Was mir da vermutlich wirklich den Hintern gerettet hat, war die Anti Halo Schicht auf dem PET Träger. Bis auf leichte Verfärbungen am Rand waren die anderen Fotos nicht betroffen.
was ich gelernt habe:
-Kamera Klappe überprüfen bevor man spannt!!
-Entwicklungsspirale muss absolut 100% trocken sein. Ein kleiner Tropfen Wasser reicht aus, das das hakelt (und man sich die Finger mit dem Anti Halo Zeugs einsaut wenn vorhanden).

Superpan 200 liefert auf Nennempfindlichkeit belichtet, und 15 Minuten in 1:50 Rodinal @ 20°C entwickelt wirklich tolle Ergebnisse. Sehr feines Korn, selbst bei 18x24 Abzüge kaum existent. Sehr gute Auflösung, und klasse Kontraste. Evtl. den Film etwas kürzer entwickeln, wer es nicht ganz so kontrastig braucht(Vorgabe ist 17 Minuten lt. Rollei, das ist viel zu viel). Ist aber Problemlos printbar, musste nur einen ganz leichten Gelbfilter eindrehen, sonst gab es Detailverlust in Zone 2 und 3.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Sven » Sa 29. Okt 2016, 17:58

Ich habe zur Zeit eine Rolleiflex 6002 mit fünf Optiken, zwei Metz Blitzen und etwas Zubehör zur Ansicht bei mir liegen.
Erst mal habe ich den Akku repariert, acht 2/3A Zellen in einem Metallgehäuse. Das war ganz schön eng. Da konnte ich nur Kaptonband zur Isolation verwenden.
Reparaturkosten: ca. 20€ netto für neue Akkus bei Reichelt.

Jetzt mal einen Film einlegen, Bilder machen und schauen, ob mir das Gerät auch im praktischen Einsatz gefällt :)
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon GBoos » Mo 31. Okt 2016, 11:23

Hallo,
mache auch schon länger analog, aber seit letzter Woche bin ich im Format 4x5'' angekommen.
Demnächst mehr.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon RMK » Mo 31. Okt 2016, 11:26

ah! gut so. :)
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen... ;-)

bei mir hat es aber dann aufgehört, alles was größer wird an Negativformat wird arg aufwendig im Handling,
sei es mal scannen oder auch vergrössern, auch das Entwickeln... 4x5 geht noch in der Schale, drüber.. naja. :)
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Harry02 » So 11. Dez 2016, 20:22

Hat jemand Interesse an einem halben oder ganzen Liter C-41 Chemie? Ich hab mir das 2,5L Tetenal Kit besorgt und werde es vermutlich nicht zeitnah verbrauchen (außerdem möchte ich so die Kosten etwas decken :D). Ich könnte die Lösungen ansetzen, dann sinds nur 3 Flaschen, wenn ich die Ansätze verschicke werden es 6 Stück a 1-200ml.

0,5L E6 Chemie hätte ich auch noch übrig (ebenfalls 2,5L Tetenal, aber ich brauche eigentlich immer 1L Lösungen). Der Farbentwickler wurde letztens angesetzt zwecks PH-Wert Vergleich, der Rest ist noch in den Ansatzflaschen.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon thinkpad » Mo 12. Dez 2016, 16:00

laut Meinungen im Netz ist die Tetenal (C41) Chemie gut haltbar und über die beworbenen Anzahl Filme einsetzbar.

Habe 1L Tetenal Ansatz aus November in Jobos im Keller stehen, 4 Filme bis jetzt entwickelt.

Was nervt: das Stabi Bad schäumt.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Harry02 » Di 13. Dez 2016, 01:57

Seit November ist sowieso noch innnerhalb der Lebensdauer laut Anleitung ;) ("6 Wochen" für den angesetzten Erstentwickler). Das wird in nem Jahr interessant, bzw nach ca 10 Filmen/500ml (bei E6 weniger, max. 8). Bleichbad hält auch laut Anleitung ein halbes Jahr.

Die Haltbarkeit der Konzentrate bei C-41 und E-6 scheint ähnlich zu sein, abweichend von den angegebenen "12 Wochen" bei C-41 bzw "24 Wochen" bei E6 (für die angebrochenen Erstentwicklerkonzentrate) ist auch über 1 Jahr kein Problem. Man muss es aber ja nicht herausfordern (30 Negativfilme pro Jahr schaffe ich auch nicht annähernd).

Das Schaum- äh Stabibad bei E6 schäumt schlimmer, fand ich. Hat mich aber bis jetzt nie gestört, ist nicht übergeschäumt oder so.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Di 13. Dez 2016, 22:25

So, ich habe es getan.
Habe mir mein "Weihnachtsgeschenk" in Form einer Kiev88 geholt!
Bild

Es hab einige Warnungen bezüglich der Qualität hier aus dem Forum,
und ich habe das Teil trutzdem gekauft.

Und ja - das ist eine Knipse an der gearbeitet werden muss.
Anfänglich war zumindest das Standard Objektiv "Volna 3" völlig Verharzt.
Das äußerte sich darin, daß die Blende gar nicht mehr automatisch zu ging.
Ließ sich aber recht einfach durch zerlegen der Linse, ölen der Blende und
nachstellen der Federn korrigieren.
Augenscheinlich arbeitet das Objektiv jetzt wider so wie es soll.
Fotos habe ich noch keine, bin eben mit der Reparatur fertig geworden.

Ein weiteres Problem ist, daß auch die beiden Magazine eine neue Ölung haben wollen.
Äußert sich darin, daß der Transportmechanismus nicht ganz zurückschnappt,
und so der Film nicht vollends transportiert wird.
Lässt sich aber manuell umgehen, wenn man den Film die letzten 5 mm mit dem
Hebel des Magazins kurbelt.
Auch hier wird bestimmt ein Nachstellen der Feder in Verbindung mit etwas Öl
die Sache bereinigen, aber soweit bin ich noch nicht.

An sonsten ist der Body der Kamera absolut OK, das Prisma, der Klappsucher
und das 300er Tele (kann keine Bezeichnung geben, das steht kyrillisch drauf
und ich bin nicht fähig das zu lesen *gg*) und ein Magazin zun ihren Dienst.
Wie oben beschrieben habe ich mich heute des 80mm Objektives angenommen,
sollte auch funktionieren. Habe momentan nicht so viel Zeit, aber
ich werde sobald es geht mal ein paar Bilder posten.
An sonsten kann ich nix negatives über das Dingens sagen.
Und mit dem fetten Tele sieht sie richtig gefährlich aus "Männerspielzeug" *lach*.
Für mich, der bisher ja nur 35mm kennt, und ne Digicam die aber das Sucherbild
der 35mm deutlich verkleinert ist das RIESIGE Sucherbild der Kiev echt eine Sensation.
Das ist SOOOO groß und auch HELL, und SCHARF....! Einfach GEIL!
(Ich möchte mich für die rüde Ausdrucksweise der letzten Zeile entschuldigen, aber so isses eben...)

Da ich weiß daß hier noch Andere Kollegen eine derartige Kamera besitzen möchte
ich hier noch ein paar Webseiten publik machen.
Die sind für Besitzer solcher Kievs sicherlich interessant:

Kievaholic. Viele Infos rund um die Marke
Volna 3 Repair Guide
Kiev 88 Body Repair

Lg,
Der Obelix

PS: Der TTL- Belichtungsmesser in dem Prisma deckt sich 100% mit dem geliehenen
Belichtungsmesser "Danubia TK - 79" von nem Freund. Allerdings weichen die Messungen
mit modernen 35mm SLRs manchmal deutlich ab. ???? Naja - Fotos werden folgen....
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » Di 13. Dez 2016, 22:42

Hmm...OK, ich habe die Kiev auf dem letzten Treffen auch in der Hand gehabt und war - ehrlich gesagt - ziemlich erschüttert von der Haptik.

Ich bin aber trotzdem gespannt, was sich aus dem Klotz raus holen lässt. Ich kann zum nächsten Treffen ja die SL66SE von meinem Vater zum Vergleich mitbringen...vielleicht kriegen wir ja einen Rollfilm Shootout hin 8-)

P.S.: stell die SLR mal auf Integralmessung, dann sollte es passen ;)
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Marsupilami72
 
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