Analoge Fotographie

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon RMK » Fr 27. Jan 2017, 11:32

Obelix77 hat geschrieben:Sodele, ich mache jetzt mal ein neues Thema auf:
Blitzfotografie!
Hier isst es wurscht, ob analog oder Digital,
es geht um das Anblitzen und/oder Aufhelllen
von Objekten.
Momentan habe ICH da so meine Probleme....
Lg, Dirk


was willst wissen? :-)
ich geh jetzt mal von einer Canon-Kamera aus, da weiss ich dass Du eine hast und die kann ich
aus dem Kopf beschreiben... ;-)

erster Tip: nicht mit dem "grünen Rechteck" fotografieren, da nimmt die Kamera nämlich den Blitz als Hauptlicht.
Besser in Av oder Tv (Blenden/Zeitvorwahl) und den Blitz zuschalten, dann wirkt der zusätzlich zum vorhandenen Licht.

zweiter Tip: Blitzleistung reduzieren. -1 Blende ist meistens ganz gut, kommt aber auf die Situation drauf an. Dadurch zwingst
Du die Kamera ebenfalls den Blitz nicht als "Hauptlicht" zu benutzen.

dritter Tip: indirekt blitzen. wenn irgend möglich mit einem (Aufsteck)Blitz nicht platt frontal draufballern, sondern über die
Decke oder eine Wand (geht in der Kirche natürlich schlecht, es sei denn Du hast einen der patentierten Uranblitze[tm] )

vierter Tip: bei Deinem Besuch bisl Zeit mitbringen, wir üben das. :-)

fünfte Frage: brauchst einen Kompaktblitz einer Studioblitzanlage? Kamera müsste aber einen Synchronanschluss
haben ("PC-Buchse") :-)
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » Fr 27. Jan 2017, 13:44

@Zauberkopf: Da ist einfach nur eine lichtdichte Metallplatte vor dem Negativ, die vor der Aufnahme rausgezogen und danach wieder eingeschoben wird...
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Fr 27. Jan 2017, 17:29

Aber ich frage mich : Wie konstruiert man das lichtdicht ?
z.B. im Schlitz der Metallblatte muss doch was sein, was abdichtet, lichtdicht ist, und gleitfähig.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Sven » Fr 27. Jan 2017, 17:42

Im einfachsten Fall ist der Schieber größer als das Negativ und die Führungen entsprechend tief.
Licht kann nicht um die Ecke, daher reicht dann eine nicht reflektierende Beschichtung aus, um das Licht nicht ums Eck kommen zu lassen.
Nach oben hin, wo man den Schieber rauszieht reicht, wie bei einer KB Patrone, eine Dichtlippe aus schwarzem Samt.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » Fr 27. Jan 2017, 18:31

Genau so ist es.

Hier mal ein paar Bilder vom Mechanismus beim Magazin der Rolleiflex SL66, das Prinzip ist das Gleiche:

SL66Magazin1.jpg

SL66Magazin2.jpg

SL66Magazin3.jpg
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Fr 27. Jan 2017, 18:43

schwarzer samt... wo ich wohl sowas herbekommen kann ?!
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » Fr 27. Jan 2017, 19:29

Dürfte jeder Bastelladen haben oder besorgen können...

Du machst mich neugierig...was hast Du vor? Fachkamera Marke Eigenbau?
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon zauberkopf » Fr 27. Jan 2017, 20:01

bastelladen.. wieder ein problem weniger..

Du machst mich neugierig...was hast Du vor? Fachkamera Marke Eigenbau?

Könnte notwendig werden..
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon RMK » Fr 27. Jan 2017, 20:40

schwarzer filz sollte auch hinreichend dicht sein, kannst den
Dichtstreifen ja bisl breiter machen.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Sa 28. Jan 2017, 20:45

Zum Thema "Blitzen" - die Antworten sind im entsprechenden Faden,
um das hier ein wenig übersichtlich zu halten.
Lg,
D.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Mo 6. Mär 2017, 22:57

HIER hat einer mal den Unterschied von
professionellen Laboren und der
Heimentwicklung bei C41 genau aufgezeigt.
Ich finde das durchaus beeindruckend,
schaut Euch das Video mal an.

Nicht schlecht, was Er da zuhause so
hinbekomen hat. "Thumbs up!"

Lg,
Dirk
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » Sa 22. Apr 2017, 22:38

Es sind noch 75 Tage bis zum Treffen...

Was haltet ihr davon, wenn wir als "Workshop" einfach mal ein paar Themen sammeln, zu denen man gerne etwas wissen möchte oder auch selber erklären kann?

Ich habe mich letztens z.B. mit Makrofotografie beschäftigt, dazu könnte ich bei Interesse ein bisschen was erzählen und vor allem auch vorführen...
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Später Gast » So 23. Apr 2017, 22:55

ich werfe mal "negativfilme kreativ vorbelichten" in die Ideensammlung. Da ist so ziemlich alles drin von Farbstich über abgeflachte Gradationskurven bis völlig unvorhersehbare Künstlerscheiße.

Falls ich kommen sollte würd ich das anbieten.

Hier ein Beispiel für unkontrollierbare Künstlerscheiße, die Trefferquote ist so 1-2/Film
Bild->zoom
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon uxlaxel » Di 4. Jul 2017, 23:30

Treffen 2017:

moin jungs, ihr wollt doch sicher wieder filme entwickeln, oder?
ich habe vorhin ein großes stück schwarzes molton-tuch in meinen wohnwagen geworfen. ihr könnt das sicher zum verdunkeln gebrauchen....
sprecht mich einfach an, ich beiße nicht :)
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Harry02 » Fr 18. Aug 2017, 22:17

Hier mal ein Vorgeschmack auf die Bildqualität, die euch bei der selbst digitalisierten (abgefilmten) Version des FT17 8mm Films erwartet: https://www.youtube.com/watch?v=PDNJD7YkxhY

Zu sehen ist der Landauer Fieldday in der ungeschnittenen Version, das wilde Durcheinander der Szenen wird dann noch behoben. Wenn ich gegen Ende des Jahres zu viel Zeit habe, schick ich mal paar Rollen zum professionellen einscannen... das geflacker macht ja blöd. Solche Filme müssen übrigens verwackelt sein um stilecht zu wirken (hatte den Kamerahandgriff vergessen).

So eine "Künstlerscheiße" ist mir bei einer Rolle auch passiert, während der Entwicklung - die Schicht hat sich teilweise in hellen Bildpartien abgelöst oder mal am Bildrand ein Stück. Der Begriff ist ziemlich treffend dafür wie das jetzt aussieht.
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon thinkpad » Di 22. Aug 2017, 13:48

aktuell mache ich "Stand development" oder auch Faulenzer Methode
...die Jobo Maschine nutze ich derzeit nur für C-41.

Rodinal 1:100
1 Std.
achtet auf die korrekte Füllung im Tank, je nach Filmtyp!

Film ist im Tank,
Entwickler einfüllen,
die erste-zweite Minute locker aus der Hüfte bewegen
dann 1:00 Stunde nichts machen

fixieren ~ 7 Minuten (nutze Adox rapid fixer)

Wässern

Die Ergebnisse sind meist gut bis sehr gut.
Zwei Filme hab ich vergeigt, da die Füllmenge flasch war, ok, passiert.

Ich halte mich beim Entwickeln an die 1 Std. Stillstand, das bewegen am Anfang mache ich ohne Zeitmessung, wie ich gerade Lust habe.
Beim Fixieren halte ich mich an die Zeit mind. 5 Minuten, max. 10 Min. wobei ich den Fixer öfter benutze (Längeres fixen dürfte nicht massiv stören, bringt aber nix).
Ich führe aber keine Strichliste für den Fixer, sondern kippe den in den "Fixer alt" Kanister wenn ich "glaube" er ist fertig. (Wobei ich einen Fix Tester habe :roll: )
Beim Wässern bin ich meist zu faul zum mitzählen und mache das nach Gefühl. Abhängig auch wieviel Dinge noch weggeräumt werden müssen.
Meist räume ich auf und lasse den Film in der Dose unter laufendem wasser wässern, wobei ich nicht "volle pulle" aufdrehe.

Getestete Filme:
- Lucky 100
- Fuji Acros 100
- Kodak Tri-X
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » Sa 28. Okt 2017, 21:30

Um diesen Faden mal wieder aufzuwärmen...

Ich habe heute tatsächlich zum ersten Mal unbeaufsichtigt einen FIlm entwickelt - und es ist sogar was geworden :mrgreen:

Das Wahrzeichen meiner Heimatstadt:

Kaiserpfalz1280.jpg

Den unbearbeiteten 3200dpi Originalscan gibt es hier (Vorsicht, 27MB): Kaiserpfalz

Erkenntnisse des Tages: Kamera funktioniert, Belichtungszeiten stimmen - und ich brauche ein stabileres Stativ...
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Bastelbruder » Sa 28. Okt 2017, 21:35

Super Bild :!:
Da kann man sogar die Namen vom großen Wilhelm und vom Rotbart lesen!
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Obelix77 » Sa 28. Okt 2017, 21:49

Glückwunsch! Das sieht ja echt super aus!
Magst Du das noch etwas spezifizieren,
und zu Film, Kamera und Objektiv,
Entwickler und desses Modalitäten etwas Info schreiben?

Das Bild ist Klasse!

Lg,
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Re: Analoge Fotographie

Beitragvon Marsupilami72 » Sa 28. Okt 2017, 22:09

Film: Fomapan 100
Kamera: Sinar F
Objektiv: Nikkor SW 90 1/4:5

Aufgenommen mit Blende 11 und 1/15s Belichtungszeit

Kippentwicklung mit Rodinal 7 Minuten.
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