Voodo - Die Lizenz zum Senden

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon ludwig » Fr 28. Apr 2017, 15:24

Okay, ja. das wäre schon mal ein guter Ansatz. :oops: Was ist denn in den billigen Steckern überhaupt drin? Polyethylen?
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon zauberkopf » Fr 28. Apr 2017, 15:29

Solche Buchsen verlöte ich auch ganz gerne direkt in ein Gehäuse aus PCB Material.
Das geheimnis : Lötkolben auf maximaler Stufe und mindestens 50Watt, und dann schnell !
Und auch nicht unbedingt komplett, sondern in mehreren Schritten.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon ferdimh » Fr 28. Apr 2017, 18:49

Das Dielektrikum verformt sich deutlich weniger, wenn ein Stecker drin steckt...
Ansonsten wurde es schon gesagt, Mehr ower! Dann noch mehr Power! Dann noch etwas mehr Power!
Zügig verzinnen.
Abkühlen lassen!
Gegenstück vorbereiten und verzinnen.
Warten bis das Brateisen wirklich richtig fucking heiß ist, leichte Leuchterscheinung ist ok.
und dann GIB IHM.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon uxlaxel » Fr 28. Apr 2017, 18:53

lieber einen 100W-lötkolben nehmen, als so ne kleine lötstation! und ebenfalls der tipp von mir: unbedingt stecker einstecken! (idealerweise mit viel querschnitt am innenleiter, dass der gar nicht großheiß werden kann)
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon xoexlepox » Fr 28. Apr 2017, 19:36

Wie schon geschrieben wurde: Kurz und heiss! Recht nützlich ist auch ein leichtes Anfeilen kurz vorm Löten. Verzinnen möglichst nur in Etappen (kurze Stückchen, dann gut abkühlen lassen).
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon andreas6 » Fr 28. Apr 2017, 19:50

Man kann auch eine Kunst daraus machen. Teflon-Buchsen in Bnc kosten nicht die Welt, die kaufe ich bei Reichelt. Und löte sie dann mit der Propanflamme in Kupferrohr ein. Geht schadlos ab. Ohne Stecker darin, den man dann mit der Rohrzange rausziehen darf.

MfG. Andreas
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon Sterne » Mo 1. Mai 2017, 12:45

sysconsol hat geschrieben:Was steckt eigentlich in Inline-Antennenverstärkern drinnen?
Wahrscheinlich nichts brauchbares - hat da schon mal jemand reingeschaut?
Ja ich hatte meinen mal aufgemacht und so sahs aus:
Inlineverstärker1.JPG

Inlineverstärker2.JPG

Wenn mich mein Gedächnis nicht täuscht, hatte ich ein Käfer als Spannungsversorgung und einen als Verstärkerbaustein identifiziert.

Gruß
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon uxlaxel » Fr 5. Mai 2017, 00:30

mal ne fachfrage: wieviel sperrtiefe hat eine kurzgeschlossene stichleitung etwa als filterwirkung? hintergrung ist, dass das APRS-relais auf dem inselsberg (db0ins) tüchtig mit QRM durch den benachbarten rundfunksender (UKW, DAB+, DVBT ...) zugestopft wird. bringt sowas über haupt etwas?
mit einem handfunkgerät aus älterer japanischer produktion habe ich an der 2m-groundplane etwa S7...S9 störungen, was etwa auch den störungen auf den GM340 entspricht.
... oder gleich einen topfkreis stricken? hat damit schon jemand erfahrung?
lg axel
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon zauberkopf » Fr 5. Mai 2017, 04:44

Das muss nicht am Empfänger liegen.
Hier in Aachen, hat das Relais auf dem Funkturm Probleme mit Intermodulationsprodukten.
Das konnte ich beim Wettersondenjagne, selbst mal erleben, als ne Sonde direkt daneben gelandet ist :
Aufeinmal hatte ich auf 403MHZ ein Radioprogram drin !
Die IM Produkte müssen dabei noch nicht einmal im RX selber gebildet werden.. es reicht, wenn da irgendwo ne Diode rumgeistert...

Andererseits, um das auszuschließen, und wenn Du schreibst, das Du "nur" S7 bis S9 Störungen hast.. dann müsste erst mal doch ein einfacher bandpass ausreichen.
Wenn Du damit das Signal/QRM verhältnis verbessert bekommst, dann hasste glück und kannst weiter in die Richtung denken.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon Robby_DG0ROB » Fr 5. Mai 2017, 06:51

Bei Großsendern entsteht sowas auch an Teilen der Metallkonstruktion, die je nach Materialpaarung Gleichtrichtereffekte zeigen und damit Signale multiplizieren (mischen).
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon uxlaxel » Fr 5. Mai 2017, 09:04

das relais sitzt zum glück nicht direkt mit auf dem gebäude des rundfunksenders, sondern ca. 300m entfernt. bei der eingabe des 70cm-teiles hat ein topfkreis bereits gute dienste erwiesen. daher sind wir guter dinge, dass das auch für 2m hilft. ganz nebenbei wird dann dort der sender auch noch mal etwas gegen nebenaussendungen gefiltert.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon xoexlepox » Fr 5. Mai 2017, 09:15

bei der eingabe des 70cm-teiles hat ein topfkreis bereits gute dienste erwiesen. daher sind wir guter dinge, dass das auch für 2m hilft.

Dir ist aber schon klar, daß 2m-Topfkreise so in den Größenbereich von Gasflaschen kommen, und sehr genau gearbeitet werden müssen?

Edith meint: Ich denke, ein Versuch mit einem Pi-Sperrfilter aus gutem Koaxkabel ist wesentlich einfacher und sollte wohl auch 20-30dB bringen.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon uxlaxel » Fr 5. Mai 2017, 09:22

in den relaisfunkstellen sind die topfkreise meistens etwas länger als 50cm, sprich lambda/4

https://www.darc-coburg.de/modules/wiwi ... 0FM-Relais

dort wird der aufbau beschrieben, für 70cm und 80er kupferrohr hatte ich schon eine genaue bauanleitung gefunden, für 2m auch schon mal, aber der link ist verschollen. mit etwas sucherei findet man das auch wieder... ;)

edit: das forum mag ums verrecken kein kleines lambda-symbol annehmen bzw. als beitrag darstellen. gibt schweren fehler...
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon zauberkopf » Fr 5. Mai 2017, 09:25

Naja, also die IM Produkte am sendeturm, bekam ich auch schon über 300m mit.... Und ich schätze, das 2m diesbezüglich interessanter sein könnte.
Ich habe aber grad ne Idee gehabt : Bau mal eine kleine Magloop für 2m. Nur zum testen.
Topfkreis : Schau Dir mal den Eimer an, den Hettmann an seinem Relais hat.....
Und dann ist das Ding noch zuuuu guuut. Will heisen, das Ding will noch temperiert werden.....
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon Bastelbruder » Fr 5. Mai 2017, 10:00

λ/4 π Ω
Geht doch!

Einfach das benötigte Symbol von hier rauskopieren, ich hab die Sammlung in einer Textdatei auf dem Arbeitsplatz liegen.
∫ ∑ ∏ √ − ± ∞ … ≈ ≡ ≠ ≤ ≥ × · ÷ ⁄ ∂ ‰ ∩ ¬ → ↔ ← ↑ ↓
ⁿ ¿ ½ ¼ ¾ ♀ ♂ † ♥ № ™ ®
α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ σ ς τ υ φ χ ψ ω Γ Δ Θ Λ Ξ Π Σ Φ Ψ Ω
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon ferdimh » Fr 5. Mai 2017, 10:06

Man kann Topfkreise auf verkürzen, wenn man an das offene Ende des Innenleiters einen Drehkondensator anschließt (so wurden auch alte UHF-Tuner abgestimmt).
Damit lassen sich auch auf kleinem Bauraum relativ gute Filter bauen. Sie kommen nicht an die Schmalbandigkeit eines "Fullsize" Topfkreises ran, die wird hier aber auch nicht gebraucht.
Damit sollte sich, zur Not aus Platinenmaterialresten ein 200x50x100mm großer Filterkasten mit zwei Kreisen bauen lassen. Die Kopplung ist (wie immer bei Bandfiltern) etwas fummelig.

Auch ein "diskretes" Bandfilter sollte Besserung bringen.
Ich gehe davon aus, dass die GM340 eine Betriebsfunke ist, die bis 176 MHz durchstimmbar ist und daher ein entsprechend breites Eingangsfilter hat. Und auf 178,35+-0,75MHz ballert üblicherweise DAB...

Mit Koaxfiltern habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Irgendwie wollte das bei mir nie gescheit funktionieren.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon uxlaxel » Fr 5. Mai 2017, 10:18

Ich gehe davon aus, dass die GM340 eine Betriebsfunke ist, die bis 176 MHz durchstimmbar ist und daher ein entsprechend breites Eingangsfilter hat. Und auf 178,35+-0,75MHz ballert üblicherweise DAB...

thats the jumping point ;)
diese motorola-betriebsfunkgeräte sind in der tat sehr breitbandig, werden aber schon grob abgestimmt, nicht wie die china-kracher. die nutzbare bandbreite ist daher trozdem mehrere megaherz.

unser dachdecker im OV will mal nach einem stückchen kupferfallrohr jetzt gucken, ob sowas irgendwo über ist. ich habe zugriff schöne messing-platten (6mm), daraus würde ich mir den deckel und den boden anfertigen. auch messing rundmaterial kullert da rum... mit etwas geld für die kaffeekasse geht das schon :)

λ/4 π Ω
Geht doch!

ich hatte offensichtlich ein anderes lambda aus meiner zeichenliste kopiert, denn es lag definitiv an dem einem zeichen. als ich das entfernt hatte, ließ der beitrag sich absenden.

wie heißt eigentlich das gewinde von N-buchsen und von BNC-buchsen (hinten)? das ist doch bestimmt was in daumenbreiten-bruch.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon ferdimh » Fr 5. Mai 2017, 10:21

Das gewinde von N-Buchsen (und PL-Buchsen) ist 5/8" UNEF. Ich habe letztens welche gedreht. Oder meinst du das Gewinde auf der Seite, wo man ein Kabel anschließt? Da ist mir keine Standardisierung bekannt...
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon sysconsol » Fr 5. Mai 2017, 10:30

Falls du das Befestigungsgewinde von BNC-Einbaubuchsen meinst:
Telegärtner BNC-Einbaubuchse, isoliert hat 3/8-24 UNF

Die nicht isolierte Ausführung hat 3/8-32 UNEF.

Rosenberger verwendet bei den nicht isolierten Typen 3/8-32 UNEF-2A.
51K507-200N5
51K506-200N5
51K504-200N5
51K502-200N5

Die isolierte Ausführung 51K553-200N5 besitzt 3/8-24 UNF-2A.

Da hilft wohl nur ein Datenblatt ;)

Edit: Rosenberger ergänzt.
Edit 2: Was das -2A bei dem Gewinde bedeutet, weiß ich auch nicht. Muss ich recherchieren.
Zuletzt geändert von sysconsol am Fr 5. Mai 2017, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon Bastelbruder » Fr 5. Mai 2017, 10:42

ferdimh hat geschrieben:Mit Koaxfiltern habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Irgendwie wollte das bei mir nie gescheit funktionieren.

Die waren vermutlich immer zu stark angekoppelt und hatten deshalb keine Güte. Oder die Güte ist an nicht so professionellen T-Stücken in der unterbrochenen Masseleitung hängengeblieben. Die besten Erfolge hatte ich mit kapazitiver Kopplung bei etwa 10% vom kurzgeschlossenen Ende, das (semi-)Rigid-Kabel dazu angebohrt.

Auch die CB-Antenne von Walter Spieth - λ/2 über λ/4-Anpaßtopf - hat im Vergleich zu den Produkten diverser Mitbewerber überragend funktioniert. Komplett aus RG58 und der Stub (das Teil des λ/4-Topfes unterhalb der Einspeisung) zusammengerollt in einer Kleinbild-Filmdose mit SO239-Anschluß, hat den dort befindlichen Weltherrschafts-Schmelzkleber regelmäßig hinausgedrückt. :lol: Flexible Koaxleitungen sind nicht so der Bringer.

Wenn man die Dämpfungswerte des mißbrauchten Kabels in die Kalkulation (ich spiele immer noch mit RFSim99) mit einbringt, lassen sich die erreichbare Güte und die erforderliche Anpaßmimik schon vorher recht gut abschätzen. Auch die Spannungsfestigkeit am offenen Ende nicht vergessen, die dielektrischen Verluste sind (natürlich) frequenzabhängig und lassen sich aus den Dämpfungswerten schätzen. Der Skineffekt spielt am anderen Ende scheinbar keine so große Rolle.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon ferdimh » Fr 5. Mai 2017, 10:52

Die waren vermutlich immer zu stark angekoppelt und hatten deshalb keine Güte. Oder die Güte ist an nicht so professionellen T-Stücken in der unterbrochenen Masseleitung hängengeblieben. Die besten Erfolge hatte ich mit kapazitiver Kopplung bei etwa 10% vom kurzgeschlossenen Ende, das (semi-)Rigid-Kabel dazu angebohrt.

Jo. Die Idee mit "bei 10% kapazitiv ankoppeln" ergibt dann im Prinzip einen "Topfkreis zum aufwickeln". Leider sehen die im Netz verfügbaren Bauanleitungen immer anders aus ("Dübel lambda/4*Verkürzungsfaktor RG58 dran und tut schon"). Das kann ich tendenziell eher nicht bestätigen.
Bei 2m werden die Kabelstücken aber schon so kurz, dass ich den Vorteil gegenüber dem Topfkreis nicht mehr sehe, insbesondere, wenn man zu edlerem Kabel greift, das von einem Topfkreis nur noch schwer unterscheidbar wird.

Die Koaxsperrtopf-λ/2 koppelt ja ebenfalls bei "ein bisschen" ein, und die geht auch nach meiner Erfahrung mit RG58 sehr gut. Das ist eine der wenigen Konstruktionen, die einfach nach Anleitung gebaut funktionieren.
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon TDI » Fr 5. Mai 2017, 17:03

Müsste nicht das mobilfunktypische 5/8" Koaxkabel mit Kupferwellmantel gut geeignet sein? Davon bekommt man ja leicht ein paar Reststücke.
Dann wäre noch die Frage, ob man wirklich einen Bandpass braucht, oder mit einem Notchfilter für die störende Frequenz besser bedient wäre?
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon Bastelbruder » Fr 5. Mai 2017, 18:18

Ein Notchfilter ist ein Topfkreis der (fast) einfach so danebengestellt wird. Den darf kaum nennenswert ankoppeln und er verheizt das unerwünschte Signal in seinen Leerlaufverlusten.

Andererseits - ein störendes Signal stört auf der Nutzfrequenz, die läßt sich nicht wegfiltern. Aber einen suboptimalen Empfänger kann man mit Filtern vor dem Eingang vielleicht etwas besser erscheinen lassen.

Wellflex könnte man durch eine geeignete Mechanik (automatisch) fein abstimmen, aber ob das ohne Mehraufwand so stabil ist wie starres Kabel?
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon Celaus » Fr 5. Mai 2017, 19:11

Lieber Uxlaxel ! Mit mehreren am Ende offenen Lambda-Viertel Stubs für alle Störfrequenzen gleichzeitig am selben Anzapfpunkt in der Speiseleitung kannst Du die Störungen auslöschen. Aber !! dies Stubs verursachen eine Stoßstelle in der 50 Ohm Koaxleitung, die Du kompensieren mußt. Das geschieht am einfachsten, indem die gleiche Anordnung in einer Entfernung von 0,66 mal Lambda-Viertel Deiner Empfangsfrequenz noch einmal dran hängst. Was geschieht dort ?: Der kapazitive Blindwiderstand der ersten Anordnung wird nach Lambda-Viertel Entfernung Deiner Empfangsfrequenz in einen gleich großen Induktiven Widerstand umtransformiert. Der induktive Blindwiderstand wird wiederum durch den genau gleich großen Kapazitiven Widerstand der zweiten genau gleichen Stubanordnung kompensiert und stört somit nicht mehr. Das war's.
ffupx , Celaus , --... ...-- -.. . -.. .-.. .---- -.- .- ....
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Re: Voodo - Die Lizenz zum Senden

Beitragvon uxlaxel » Fr 5. Mai 2017, 20:26

"alle störfrequenzen" ist lustig :) da werden alleine im 3m-band 8 programme ausgesendet (10kW + 10dB antennengewinn). dab+ 2 kanäle (5c und 8a oder so), dvbt und dvtb2, div. mobilfunkgeschichten. auf 70cm auch mehrere amateur- und profifunkgeschichten. der inselsberg hat funktechnisch für thüringen etwa den gleichen stellenwert wie der brocken für sachsenanhalt. da ist einfach alles drauf. da bleibt einfach nur noch ein möglichst schmalbandiger bandpass zur auswahl.
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