Rost am Auto

Der chaotische Hauptfaden

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Rost am Auto

Beitragvon derrdaniel » Di 13. Aug 2013, 17:31

Hallo,

ich hab jetzt mal nach nem halben Jahr unter mein neues Auto druntergelugt und gesehen, dass der von untenähnlich aussieht wie meine Schwalbe vor'm neulackieren. Leider kann ich nicht einschätzen, was die Roststellen eigentlich ausmachen. Ich habe mal ein paar Bilder hochgeladen. Ich hätte da jetzt intuitiv einfach beim Reifenwechseln Fluidfilm Schaaaafsfett draufgeklatscht und gehofft, dass das reicht, weil die Teile ja doch recht dick sind. Teilweise blättert das schon etwas ab. Das Auto soll eigentlich schon noch ein paar (>5, lieber so lange es halt geht) Jahre halten. Hatt erst knapp 100Mm drauf und die letzten 10 Jahre eine Garage genossen, was ihm bei mir vergönnt bleibt. Was meint Ihr?

Gruß,

Daniel


Bilder (bis ich das hier mit den Dateianhängen Raushabe ganz klassisch über die Dropbox):
https://www.dropbox.com/sh/s3nsxyg1x4pj43c/R65lOkm7-C
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Re: Rost am Auto

Beitragvon Hansele » Di 13. Aug 2013, 17:41

Hallo,

das Zeug mit der Flex und Drahtbürste sauber bürsten und dann Brantho Korrux 3in1 draufpinseln.

Details siehe hier:

http://www.korrosionsschutz-depot.de/sh ... 5c4dea1763

Damit behandle ich meine Roststellen, bisher habe ich aus meinem Bekanntenkreis nur gutes gehört.

Und im Internet scheiden sich wie üblich die Geister.

Grüße
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Re: Rost am Auto

Beitragvon Nicki » Di 13. Aug 2013, 19:10

Sehe ich das richtig, dass das Fahrwerksteile sind?
Da ist sowas normal.
Heißt nicht, dass ich da nichts machen würde, aber kein Hersteller wird sich die Blamage von Unfällen durch eben durchgerostete Fahrwerksteile antun wollen und insofern würde ich da nichts überstürzen.
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Re: Rost am Auto

Beitragvon sebr » Di 13. Aug 2013, 21:04

Sehe ich genauso - da "untenrum" an den Fahrwerksteilen ist sowas mehr oder weniger normal.
Bei mir sieht die Behandlung von Rost grundsätzlich so aus: mit Drahtbürste reinigen und mit Bremsenreiniger ertränken. Dann 2 Schichten Brunox Epoxy drüber, gefolgt von Brantho Korrux "nitrofest" als Grundierung oder bei mehrschichtigem Auftrag auch als Decklack nutzbar. Falls notwendig dann noch farblich passenden Lack drüber. Und bei allem natürlich die Verarbeitungshinweise beachten.

Als Rostumwandler hatte ich früher auchmal Fertan genutzt, da nervt es dass man ihn wieder runterwaschen muss und die Ergebnisse mit Brunox Epoxy sind besser. Das von Hansele erwähnte Brantho Korrux "3in1" kann ich nicht empfehlen: es bleibt zäh-elastisch und lässt sich entsprechend schlecht schleifen und brauch ewig zum durchtrocknen. Für Fahrwerksteile mag es gehen, aber da wo noch übergeschliffen und lackiert werden muss ist es kontroproduktiv. Das Nitrofest ist ratzfatz trocken.
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Re: Rost am Auto

Beitragvon Joschie » Di 13. Aug 2013, 21:55

Früher hat man das ganze einmal im Monat (im Sommer weniger häufig, im Winter dafür öfters) mit graphitiertem Sprühöl eingelassen und gut wars.

Ob man das heute aus Umwelttechnischer Sicht auch noch so macht kann ich nicht sagen.

Grüße
Josef
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Re: Rost am Auto

Beitragvon derrdaniel » Mi 14. Aug 2013, 08:56

Danke für die Antworten! Mein Problem ist, dass ich unter das Auto schlecht drunterkomme, weil ich keine Bühne oder Grube habe. Schleifen würde schon gehen, wäre aber echt anstrengend. Wenn Joschie sagt, dass man das früher mit Sprühöl gemacht hat werde ich erstmal einen Winter das Fett testen. Entweder das bleibt drinnen, was gut wäre, oder es geht wieder ab und ich kann trotzdem noch überlackieren. Da muss ich halt bei der Verarbeitung nur beachten, dass ich nix auf die Bremsen schmiere. Die Betroffenen Teile sind Stoßdämpfer, Querlenker, Radträger, Verbundlenker (schönes Wort für ne Konstruktion die einfacher als ne Starrachse ist...). Alles andere sieht noch gut aus.

Wieviel länger wird der Bremsweg eigentlich wenn die Scheiben geschmiert sind? Faktor 3 oder ist das so schlimm, dass man den Wagen am Berg nicht mehr halten kann?
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Re: Rost am Auto

Beitragvon the_placebo » Mi 14. Aug 2013, 09:01

Die Bremsen nachher mit Bremsenreiniger behandeln. Wurde eh schon erwähnt, dass es Fahrwerksteile sind und daher etwas Flugrost normal ist. Bis der massive Stahl so aufgeblüht ist das es Probleme macht, ist der Rest vom Auto eh Häufchen.
Nochn Tipp von Opa: Früher(tm) wurde mit Diesel eingesprüht und danach ein wenig auf staubigen Feldweg gefahren. Umwelttechnisch etwas furchtbar, funktioniert aber :)

Mfg Placebo
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Re: Rost am Auto

Beitragvon derrdaniel » Mi 14. Aug 2013, 09:38

verflüchtigt sich der Diesel nicht? Oder warum macht man das mit Diesel und nicht mit Öl? Ich habe halt noch einiges hiervon: http://www.korrosionsschutz-depot.de/shop_xtc/product_info.php?info=p1236_Fluid-Film-AR--1-Liter.html über und eigentlich ist mir was zum pinslen ganz recht, weil es weniger Sauerei gibt.
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Re: Rost am Auto

Beitragvon mrxyz » Mi 14. Aug 2013, 09:42

Wie lang hat der Diesel denn gehalten?
Der wird doch schnell weggewaschen, oder?
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Re: Rost am Auto

Beitragvon the_placebo » Mi 14. Aug 2013, 09:44

derrdaniel hat geschrieben:verflüchtigt sich der Diesel nicht? ...


Es bildet sich mit dem Staub eine "Knusper-Kruste" die relativ fest ist. Ist auch mehr die Hobo-Variante, wenn sonst nix da is ;)

Diesel verflüchtigt sich nicht sonderlich schnell, ist ja Heizöl und das steht relativ lang.

Mfg Placebo
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Re: Rost am Auto

Beitragvon Arndt » Mi 14. Aug 2013, 11:46

Ich kenn das mit Altöl (schön zäh) und dann eine frisch gesplittete Straße...
Da ist Unterbodenschutz nix gegen!
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Beitragvon radixdelta » Mi 14. Aug 2013, 11:57

Da würde ich ganz stumpf bei trockenem Wetter das Fluidfilm draufsprühen und dann 'nen staubigen Feldweg suchen. Der Staub macht das Fett beständiger gegen abwaschen.
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Re: Rost am Auto

Beitragvon bastelwastel » Mi 14. Aug 2013, 12:24

PERMAFILM!

Ist fast wie Mike sanders!
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Re: Rost am Auto

Beitragvon mrxyz » Mi 14. Aug 2013, 23:42

the_placebo hat geschrieben:
derrdaniel hat geschrieben:verflüchtigt sich der Diesel nicht? ...


Es bildet sich mit dem Staub eine "Knusper-Kruste" die relativ fest ist. Ist auch mehr die Hobo-Variante, wenn sonst nix da is ;)

Diesel verflüchtigt sich nicht sonderlich schnell, ist ja Heizöl und das steht relativ lang.

Mfg Placebo

Ok, interessant. Hätte ich nicht gedacht, wobei Dreck hält auch so gut an Allem ;) + dem hydrophoben Diesel. Ideale Kombination angesehen von der Umwelt.
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Re: Rost am Auto

Beitragvon Durango » Do 15. Aug 2013, 00:19

Oberflächenrost ist zwar nicht schön, der etwas teuerere Rost wohnt in seinem eigenen Biotop.
Das sind die Hohlräume und die Schweißkanten.

Dauerhaft hilft nur die jährliche Behandlung mit Korrosionsschutzöl. Gibt es im 5 l Kanister.

Schutzaufräge auf Bitumen- oder Wachsbasis verhärten nach einigen Jahren, und ermuntern den Rost durch Unterkriechen und Biotop-Bildung.

Es gibt sogar noch Elaskon, bekannt aus der DDR ! Einmal an den Fingern, bekommt man es nicht mehr ab.

Aber schämen braucht man sich nicht, weil mittlerweile alle Marken vermehrt Rost an unverzinkten Anbauteilen zeigen.

73 Manfred
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Re: Rost am Auto

Beitragvon Fritzler » Do 15. Aug 2013, 09:06

Es muss nicht immer Altöl oder Diesel sein zum Rahmen schützen.
Da im Winter die Straßen gesalzen werden und der Quads das durch den offenen Aufbau nicht so toll finden.
Daher wurde da vieles mit ner dicken Fettschicht eingerieben und dann gings mal eben auf die Sandpiste, das hielt dann übern Winter :mrgreen:
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