Gasesse bauen

Der chaotische Hauptfaden

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Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Sa 23. Jan 2016, 17:21

Hallo,
seit längerem plane ich, mir eine Gasesse zum Schmieden zu bauen.

Zwar ist das Internet voll von Bauanleitungen, aber es ist schwer herauszufinden, was die einzelnen Konstruktionen denn am Ende taugen.
Gedacht ist das Teil für Werkstücke bis Axtgröße und es muß Temperaturen zum Feuerschweißen sicher erreichen. (Damast) An Material hätte ich hier reichlich Schamottesteine im Reichsformat, Feuerbeton, Gasflaschen verschiedener Größe, Winkeleisen und dergleichen in meinem Messykabinett.
Wer hat mit sowas Erfahrungen und kann Tipps/ Empfehlungen abgeben?
Einfach je ein Loch von 200 mm in Boden und Oberteil einer 11 kg Propangasflasche schneiden, das Ding innen ausschalen und Feuerbeton rein? Oder mit Schamotte ausmauern? Oder gleich eine Muffel aus Schamotte mauern? Welche Formgebung? Wieviele Brenner sind sinnvoll und wie konstruiert man diese am Besten?

Bin für jeden Hinweis dankbar.

beste Grüße
Peter
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Daniel » Sa 23. Jan 2016, 18:25

Hallo Peter,

sehr anspruchsvoll Dein Vorhaben Damast herzustellen.

Warst Du schon mal hier???
http://www.lindenschmiede.de/


Gruß Daniel
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Osttiroler » So 24. Jan 2016, 00:08

Hallo

Hab auf die Schnelle mal diese Seiten gefunden, wo Gasessen gebaut werden.

http://www.zoellerforge.com/simplegasforge.html

http://www.arscives.com/bladesign/forge.tutorial.htm

ein Brenner für solche Essen http://www.iron-to-live-with.com/ironpics/gasforgepics/English.pdf

Es ist auch gut möglich, dass ein kleinerer Dachpappebrenner sich mit einem längeren Brennerrohr passend machen lässt.
Die beiden Gasessen, die ich bisher in Natura gesehen habe, hatten Feuerung von oben oder oben seitlich und Abzug bzw Autrittsöffnung für die Abgase sehr weit unten.
Entweder durchs "Ofenloch" bei einer quaderförmigen, aus SChamottsteinen gemauerten oder eimal hinten unten stirnseitig ein Loch und vorne unten stirnseitig eine hängende Klappe mit Pedalbetätigung zum öffnen. Innen ausgekleidet war eine mit einer weißen Dämmwolle, vermutlich Keramikfaserwolle, wie sie in einer der Anleitungen verwendet wird.
Die Andere war mit zylindrischem Stahlgehäuse und dürfte, weil keine Ziegelfugen zu sehen waren, mit einer Gussmasse gegossen worden sein.

lg Lukas
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » So 24. Jan 2016, 13:26

Wollte ich mir früher auch immer bauen, hatte das gleiche Problem wie Du, und konnte mich dann immer nicht durchringen.
Ich denke aber auch ein Dachpappenbrenner ist zumindest mal ein guter Anfang.

Der Behälter muss doch nur irgendwie die Wärme halten und andererseits von der Größe her passen. Überleg mal, ob Du nicht eine abnehmbare Rückwand bauen willst, damit Du auch lange Sachen reinbekommst. Ich hab von einem Ofenbauer so ein Glimmermaterial bekommen, das ist sehr interessant, weil sehr leicht, hitzebständig aber auch mechanisch etwas anfällig. Wenns Dir nicht auf Gewicht ankommt, nimm doch einfach Deine Schamottsteine.

>Berichte mal, interessiert mich immer noch , aber ich schmiede so wenig, das ich mit meiner Feldesse locker hinkomme.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Schrauber » So 24. Jan 2016, 15:40

Hi Propeller,
bevor du dir nen Wolf suchts probiers mal hier:
http://www.messerforum.net/showthread.p ... ungsthread
Im Messerforum unter Schmieden findest du diesbezüglich KnowHow ohne Ende, nicht nur zum Essenbau sonder auch
zu Material, Eigenschaften, Schmiedetechniken ect.

Gruß
Schrauber
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Blechei » Mo 25. Jan 2016, 23:28

Beim Schmieden kommts nicht nur auf die Temperatur an. Ein Kohlefeuer wirkt
einerseits reduzierend (=Hochofeneffekt) und andererseits kannste damit auch je nach
Stellung der Feuervotze (halbrunder Pinöpel in der Mitte der Esse) den Stahl aufkohlen und damit
veredeln.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Di 26. Jan 2016, 00:10

Zunächst einmal danke für Eure Antworten bzw. Links.
Ich habe eine gewisse Grunderfahrung im Schmieden und auch einen Metallberuf erlernt. Bisher habe ich auf der recht kleinen Kohleesse mit all ihren Nachteilen gearbeitet: Das Glutbett ist recht klein und von der Flamme her inhomogen. Unten ist das Ganze recht oxidierend, während oben im Haufen die Flamme eher reduzierend wirkt. Dazu muß man ständig Kohle nachladen, was wieder die Eigenschaften der Flamme verändert, spritzt und überhaupt lästig ist. Wie oft wurden mir Werkstücke "von den Mäusen angeknabbert", wenn mehrere davon im Feuer waren! Darauf habe ich keine Lust mehr. Auf das langwierige Anheizen und die verqualmte Werkstatt auch nicht.

Daher habe ich basierend auf den zahlreichen Bauanleitungen u.a. auch aus Euren Links angefangen, meine Gasesse zu bauen.
Zunächst wurde aus einer der unverkäuflichen Kohleessen die Wanne und das Gebläse entfernt, ein Loch in die Platte geschnitten und aus 3mm Blech eine Wanne gebaut:

Bild

Bild

Dort hinein kommen Schamottesteine, von denen ich noch sehr reichlich habe:

Bild

Wenn ich nun eine Muffel zusammenstaple, habe ich einen Heizraum von 120 x 130 x 380 mm, was für die gängigsten Arbeiten ausreichen sollte:

Bild

Das Ganze soll noch in Mineralwolle eingepackt und in Blech eingehaust werden. Vor die vordere und hintere Öffnung wird einfach nach Bedarf ein Schamottestein gelegt. Von oben wird dann der Brenner hereingeführt, der momentan Gegenstand meiner Überlegungen ist. Er muß so konstruiert werden, daß man präzise eine oxidierende, neutrale oder auch reduzierende Flamme einstellen kann. Momentan schwanke ich noch zwischen einer Konstruktion nach dem Venturieffekt und einer Bauweise mit Druckluftanschluß. Beides hat Vor- und Nachteile.
Was mich auch umtreibt ist die Plazierung des Brenners. Weiter vorn, mittig, hinten? Tangential oder zentral?
Mal sehen...
Vielleicht melde ich mich doch im Messerforum an, obwohl ich eher der Typ bin, der sich ein einigen, sehr wenigen Foren zu Hause fühlt und dort lieber täglich reinschaut.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Di 26. Jan 2016, 00:49

ich finde, das ist doch ein guter Anfang. Im Messerforum werden Dir warscheinlich wieder 100 Meinungen darüber entgegenkommen, was der richtige Brenner ist..... ich war da ganz schnell überfordert. Hast Du niemand in der Nähe, der sowas benutzt?

Ich persöhnlich würde in einen Stein ein Loch bohren, daß den Brenner aufnehmen kann und dann erstmal experimentieren mit den losen Steinen, das ist doch viel praktischer, weil Du legomäßig alles umbauen kannst - immerhin ist ja auch der Abstand der Flamme entscheident. (ich meine auch das oft die Fflamme schräg reingeführt wurde ) Später kannst Du das immer noch fest installieren.
Bei meiner Suche nach Brennern für meinen Schmelzofen bin ich bei ebay auf eine Firma gestoßen, die solche Brenner baut und in versch. Dimensionen verkauft, versuch die mal zu finden.

eine Frage noch, wofür braucht man denn eine oxidierende Flamme?
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Felix_W » Di 26. Jan 2016, 01:28

Gobi hat geschrieben:eine Frage noch, wofür braucht man denn eine oxidierende Flamme?

Die braucht man nicht bzw will man gerade hier nun wirklich nicht haben, aber die meisten Flammen nehmen darauf keine Rücksicht. Wenn nicht der gesamte, zur Verfügung stehende Luftsauerstoff im Bereich der Verbrennung bei selbiger verbraucht wird, sucht er sich eben andere Reaktionspartner zB das Schmiedestück.

Grüße, Felix
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Hansele » Di 26. Jan 2016, 07:47

Hallo,

ist das Gebläse der alten Esse zu haben?

Geht aber nur wenn es in ein Paket passt.

Grüße
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Do 28. Jan 2016, 23:04

etwas OT: ich hab jetzt endlich einen Gassparer ergattert, so in der Art:
Bild

Das Teil ist total klasse, wenn man sowieso ein Autogen Gerät in Betrieb hat. Mann kann mal eben kurz erhitzen, hängt den Brenner ein und er geht aus, sofortiger Neustart mit der Pilotflamme. Nur das Geknalle bei großen Brennern kann nerven...
Kleine Teile schmiedet man damit total flott, in der Zeit bis ich die Esse angeschürt hätte, bin ich schon fertig
Zuletzt geändert von Gobi am Fr 29. Jan 2016, 00:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon zauberkopf » Fr 29. Jan 2016, 00:04

Sagt mal ... Würde ne Induktionsesse nicht problemloser sein ?
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Fr 29. Jan 2016, 00:45

Hab ich mich wirklich auch schon gefragt!! Abgesehen, daß dann die Reduzierung durch das Gas/Flamme fehlt (fürs Damstschmieden aber glaube ich sehr wichtig, kenn ich mich aber nicht aus) wäre das schon traumhaft. Kannst Du mal eine grobe Vorstellung geben, wie sowas dimensioniert wäre?
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon zauberkopf » Fr 29. Jan 2016, 08:41

Also ich bin kein Metaller...
Der gedanke kam mir gestern im Bett, weil ich vor nem Jahr oder so.. mal mit einem Dental Müffelofen mal gespielt hatte.
Meiner konnte so 1100 erreichen.. mit modifikation etwas mehr.
Dann dachte ich... moment.. Ihr seit doch Metaller.. ihr braucht gar nicht diese komischen Heizdinger...

Hier.. ein Metaller... erklärt das mal.. ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=9dK7D8sKeCI

Solche Dinger gibts auch kommerziell :
https://www.youtube.com/watch?v=lt-g-xYc98k
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon xlr8r » Fr 29. Jan 2016, 10:06

schön kompakt:

https://www.youtube.com/watch?v=xMuCId2Uo6U

alter schwede....

https://www.youtube.com/watch?v=VTzKIs19eZE

da hat doch hier mal jemand nach elektroden gesucht ^^

lg jan
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Fr 29. Jan 2016, 11:20

"We need more Power", wie der Bärtige schon im ersten Video sagt.... allerdings, das 2 Video ist krass!! Das mEsser wird eingeführt und glüht sofort, das ist kaum zu glauben, da muss unheimlich Energie dahinter stecken - trotzdem, schmieden fängt bei der gelben Farbe an, Feuerschweißen wenns weiß leuchtet und kurz darüber ist der Stahl kaputt, mal ganz einfach gesagt.
Jetzt bin ich zu wenig Schmied und schon gar nicht Elektriker um mich dazu zu äussern, wieviel und welche Engerie dafür aufwenden muss.
Das Ganze dann aber auch noch für einiges größere Teile und ohne die Gefahr von Kurzschlüssen, was man in dem Viedeo ja auch kurz sieht.

Das mit den Elektroden, war ich! Muss wohl doch mal 'ne Batterie schlachten.... seufz... leider habe ich in dem Video auch nicht verstanden, was genau das für ein Trafo ist. So ein Lichtbogen ist prima, ich möchte damit allerdings auch einfach Wärepunkte auf Stahlbech setzen, so ähnlich wie das ein Punktschweißgerät macht, aber eben nur mit einer Elektrode.
Evtl. geht das ja alles mit einem normalen E- Schweiß Gerät... leider habe ich meinen alten Trafo verschenkt. Meinem Elketronischen Gerät möchte ich das eher nicht zumuten, bzw. es wird sich dann wahrscheinlich selbst runter regeln.

Interessant ist, das sie anscheinend simple Yton Steine benutzen, das muss ich mal testen!
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon derrdaniel » Fr 29. Jan 2016, 11:47

Yton steine habe ich verwenddet um einen Brennofen für Ton zu bauen. Die muss man nach ein paar Betriebsstudnen erneuer, weil sie bei Weißglut zerbröseln, wenn das aber nur zehn Sekunden oder so dauert sollte es ja kein Problem sein. Ich würde sie dann aber nicht mit bloßen Händern direkt unter dem flüssigen Metall hochheben.

Als Stromquelle sollte man doch jeden >15kg Elektrodenmöller nehmen können, oder?

Hat schonma jemand versucht die leeren Laternenbatterien bei einem Baubetriebshof zu holen?
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon xlr8r » Fr 29. Jan 2016, 12:35

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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Fr 29. Jan 2016, 15:08

sieht aber so aus, Schamott ist es sicher nicht, das könnte man nicht so einfach bohren
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Felix_W » Fr 29. Jan 2016, 16:59

GIbts bei uns auch unter der Bezeichnung Feuerleichtstein. Was das genau ist, müsste ich auch nachlesen, aber Ytong ist mechanisch sehr stabil im direkten Vergleich.

Grüße, Felix
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon xlr8r » Fr 29. Jan 2016, 20:00

@gobi das im Video schaut aus wie zwei zusammengeschlossene MOT....
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Fr 29. Jan 2016, 21:06

wenn Du mir jetzt noch verrätst, was ein MOT ist ?
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon MichelH » Fr 29. Jan 2016, 21:08

Microwave Oven Transformer


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Re: Gasesse bauen

Beitragvon xlr8r » Fr 29. Jan 2016, 22:05

Sorry... hatte das als gegeben vorausgesetzt. .. War keine absicht
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Sa 30. Jan 2016, 16:00

Hallo,
endlich kann ich mich mal wieder um meinen Thread kümmern! Momentan ist arbeitsmäßig ganz schön was los und abends kriege ich den Arsch nicht mehr hoch. Scheiß Jahreszeit.

Auf den ersten Blick sieht die Induktionsmethode erstmal gar nicht schlecht aus, aber erstens fehlt mir das Fachwissen, so ein Teil mit amtlicher Leistung zu bauen, dann ist der Zutritt von Sauerstoff äußerst ungünstig und ließe sich nur mit teurem Schutzgas vermeiden und ich habe da so meine Zweifel, ob man unregelmäßig geformte Werkstücke und Werkstücke aus verschiedenen Legierungen gleichmäßig und präzise auf Wunschtemperatur bekommt.
Da bleibe ich lieber beim Gas.
Die Möglichkeit, auch eine oxidierende Flamme einzustellen habe ich erstmal nur so eingeplant. Man weiß ja nie, was man mit der Esse außer Schmieden sonst noch so anstellen möchte. Zunächst habe ich aber nun eine 11 kg- Propanpulle besorgt und bei eBay einen vernünftigen einstellbaren Druckminderer sowie einen fetten Unkrautbrenner geordert. Der Brenner wird aller Voraussicht nach eher weniger zu gebrauchen sein, aber er bringt zumindest einen langen Schlauch, ein Ventil, das sich zum Gassparventil umstricken läßt (Danke für die Anregung!) und sowohl ein langes Rohr und eine Düse mit. Ein geeigneter Brenner sollte sich dann mit Hilfe einer Drehbank machen lassen.
Ich werde berichten.

Achso: Ich hätte da noch einige Kartons mit Siemens-Plania bzw. Askania- Kohlestäben (positiv und negativ), die eigentlich für FlaK- Scheinwerfer und Kinoprojektoren gedacht sind. Bei Bedarf wären noch einige abzugeben. Länge so um die 25 cm.

beste Grüße
Peter
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