Gasesse bauen

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Gasesse bauen

Beitragvon zauberkopf » Sa 30. Jan 2016, 16:12

Auf den ersten Blick sieht die Induktionsmethode erstmal gar nicht schlecht aus, aber erstens fehlt mir das Fachwissen, so ein Teil mit amtlicher Leistung zu bauen, dann ist der Zutritt von Sauerstoff äußerst ungünstig und ließe sich nur mit teurem Schutzgas vermeiden und ich habe da so meine Zweifel, ob man unregelmäßig geformte Werkstücke und Werkstücke aus verschiedenen Legierungen gleichmäßig und präzise auf Wunschtemperatur bekommt.


Also, ein Dentalmüffelofen, hat ne Vakuumpumpe drin.
Ich weis ja nicht, welche Temperaturen man zum Schmieden braucht, und wie gross die Werkstücke sind ( Messer wird dann schon problematisch).

Aber eine alternative zum Schutzgas wäre vakuum.
Mit folgenden Vorteil : Thermische Isolation. Denn wie auch in der normalen Esse, wird ja erst die rand vom Werkstück heiss, und dann erst der Kern.
Je weniger Wärme durch konvektion verloren geht, desto weniger Energie braucht man um ihn aufzuheizen.
Unter Vakuum gibts dann nur noch einen Wärmeverlust durch Infrarot und Lichtstrahlung.

Schwierig wird es, die Temperatur des Werkstücks zu messen.
Könnte man optisch machen ...
.. oder was auch funktionieren könnte : Mit steigender erwärmung, steigt auch ohmische Widestand des Werkstücks.. und das müsste man an der Induktionsspule messen und entsprechend regeln können...
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Captain Einsicht » Sa 30. Jan 2016, 16:19

Schutzgas muss ja nicht zwingend sein wen man den Induktionsofen mit Abgasen füllt.

Mit einer kleinen Gasflamme kann man die passende Atmosphäre schaffen.

Walter
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon sub » Sa 30. Jan 2016, 18:25

Gerade gefunden, evtl. hilfreich:

https://www.youtube.com/watch?v=eO8NwseRxSA
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Sa 30. Jan 2016, 18:51

von dem schlimmen Gequatsche mal abgesehen (warum ist das in den amerikanischen Videos immer so?) , das sieht gut aus!! Schmelzofen oder Schmiedefeuer, da sehe ich eigentlich keinen Unterschied, höchstens in der Temperatur - mein Ölbrenner wäre einen kleinen Tick zu kalt, ich habs probiert
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon zauberkopf » Sa 30. Jan 2016, 18:59

Was ist eigentlich die richtige Temperatur in Grad ?
Laut https://de.wikipedia.org/wiki/Schmieden
scheinen wir hier 1250° zu reden.
Und das kriegen übrigens auch https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6pferofen
hin.
d.H... der ganze Induktionsaufwand ist gar nicht erforderlich.
Und Schutzgas.. kann dann auch CO2 sein.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Jannyboy » Sa 30. Jan 2016, 20:06

Mit CO2 wäre ich vorsichtig.
Damit wird Stahl aufgekohlt.
CO2 + C -> 2CO
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon zauberkopf » Sa 30. Jan 2016, 20:10

Oh !
...

Das Aufkohlen oder Einsetzen soll Stähle, die wegen ihres geringen Kohlenstoff-Gehaltes nicht oder nur schlecht zu härten sind, soweit mit Kohlenstoff anreichern, dass ein Härten möglich wird. Meistens wird nur die Randschicht mit Kohlenstoff angereichert, damit sich dort mehr Martensit bildet als im Kern und eine harte Randschicht entsteht. Der Kern soll dabei meist zäh und weich bleiben.


hmm....
Klingt nach einem netten "Feature".

Wieder was gelernt !
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Jannyboy » Sa 30. Jan 2016, 22:22

Der Prozess ist dann am Stahl genau umgekehrt. Der 1 Kohlenstoff wird abgespalten und diffundiert in den Stahl. Das verbleibenden Sauerstoffatom reagiert mit den verbleidenen Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid.

Das Kohlendioxid reagiert in Anwesenheit von Kohlenstoff zu Kohlenmonoxid. Und so weiter.

Daher sollte man bei solchen Anwendungen mit CO2 immer im Hinterkopf behalten das auch große Mengen CO produziert werden.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Treckergott » So 31. Jan 2016, 00:17

Deshalb schneidet man Eisen/Stahl ja auch nicht mit Diamant Trennscheiben
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Sa 10. Dez 2016, 13:19

Da ich demnächst noch einige Sachern schmieden möchte, habe ich mal die halbfertige Esse wieder ausgegraben und will ein wenig weitermachen.
Der Unkrautbrenner hat sich erwartungsgemäß als unbrauchbar erwiesen und ich werde zunächst mal so ein Teil wie aus dem Video bauen.

Genau das führt mich zu einer Überlegung:
Der Schornsteinfeger hat mir meinen guten, alten GK30 stillgelegt, so daß ich mich nun um eine neue Werkstattheizung kümmern muß. Zunächst war eine Holzvergaserheizung angedacht (zumal ich bei einem der größten Hersteller arbeite), aber der Platzbedarf, die Notwendigkeit, bei immer weniger Freizeit noch Holz zu machen und die Zeitverzögerung vom Anheizen bis Bude warm läßt mich daran noch zweifeln.
Bei mir vor der Tür liegt aber Erdgas, so daß eine kleine Brennwerttherme mit Fernschaltfunktion vielleicht die bessere Wahl wäre. Daneben noch eine Gassteckdose für die Schmiedeesse, welche an der Stelle des ehemaligen Kessels steht - und der Schornstein kann als Abzug dienen. Klingt doch toll, oder?

Die Frage ist nur: Taugt Erdgas als Schmiedegas? Hat irgendwer Erfahrungen? Im Internet finde ich hauptsächlich nervige Sicherheitsdiskussionen.

Beste Grüße
Peter
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon ferdimh » Sa 10. Dez 2016, 13:23

Ich denke, wenn Propan geht, wird Erdgas auch gehen. Ich habe aber Bedenken, dass du den nötigen Durchsatz durch den Gasanschluß bekommst.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Sa 10. Dez 2016, 13:29

Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Die Frage ist, für wieviel Leistung so ein Hausanschluß ausgelegt ist. Es gibt ja durchaus genug Einfamilienhäuser mit Heizungen jenseits der 50 kW...
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Sa 10. Dez 2016, 13:40

Ich habe hier 2 versch. große Brenner für Erdgas liegen, die waren in meinem Schmelzofen eingebaut, da ich aber kein Gas auf dem Hof habe, habe ich auf Heizöl umgebaut. Wenn Du die haben willst, melde Dich mal
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Mi 7. Jun 2017, 07:38

So, nach langem Stillstand habe ich mich mal wieder ein Bißchen um das Projekt kümmern können.
Momentan sieht das so aus:

Bild

Die Tür stammt von einem Ölkessel und paßt genau auf die Gasbuddel. Ich möchte das Ganze sowohl stehend als auch liegend betreiben können. (stehend um einen Schmelztiegel hineinhängen zu können)
Innen soll die Gasflasche noch mit Feuerbeton ausgekleidet werden. Ich weiß nur noch nicht, wo ich die Brenneröffnung plazieren soll. Von oben? Von der Seite? Mittig? Ganz hinten? :?:

Gobi hat mir freundlicherweise diesen Brenner überlassen:

Bild

Die Tage werde ich mal testen, ob ich den eigentlich für Erdgas gedachten Brenner auch mit Propan zum Laufen bekomme und vor allem, ob ich die Leistung weit genug geregelt bekomme.
Leider fehlt mir noch ein Ölzündtrafo. Hat wer von Euch einen abzugeben?

Danke und beste Grüße
Peter
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Mi 7. Jun 2017, 08:24

ich kenne es eigentlich so, das der Brenner so schräg angesetzt ist, das die Hitze theoretisch in einer Spirale die Wand langstreicht. Die Tür ist ja ein genialer Fund!
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Mi 7. Jun 2017, 14:27

Ja, tangential wollte ich die Einblasung der Flamme ohnehin machen. Also kommt sie fast ganz nach hinten, so daß sie sich an der Wandung entlang nach vorn drehen muß.
Weißt Du, wie die Luftversorgung der Brenner lief? Kam das vom Kompressor oder war ein Gebläse?
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Mi 7. Jun 2017, 19:20

kann ich nicht beschwören, da die Schläuche so groß waren, denke ich es war nicht viel Druck.
Warst Du mal auf der Hersteller Seite? Da gibt es ganze Datenblätter, evtl. habe ich die auch noch auf dem Rechner
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon video6 » Do 8. Jun 2017, 05:30

Weil es grad passt nen zerlegter Gasbrenner aus ner größeren Anlage Dümpelt seit einiger Zeit bei und im Schrottcontainer rum.
Ich selber fand es ja schade noch ist es rettbar nur ich brauche es nicht.
Der Fehler war wohl der defekte FU den ich mir schon abgebaut hatte.
Ist aber schon gut leer ist quasi nur das extrem robuste Gehäuse
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Desinfector » Do 8. Jun 2017, 13:11

also Gasbrenner selbst sind im Grunde nicht schwer zu bauen.
Gas mit 'nem Gebläse ansaugen lassen, für Rückschlagsicherung sorgen und Feuer frei.
Dafür könnte man auch die weiter vorne gezeigte Kohleesse nehmen.
Da kannst ziemlich schnell SEHR viel Gas in Wärme umsetzen.
Das richtige, besser das effektivste Gas-Luft-Verhältnis ist
natürlich am schwierigsten einzustellen und zu halten.

Letztlich geht das auch mit flüssigen Brennsoffen.
Da gibts Videos, wo man eben mal einen ganzen Motor-Block zerschmelzen lässt,
um das Alu zu vergiessen.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Di 31. Okt 2017, 11:42

Lange hat das Projekt vor sich hingedümpelt und es wurde langsam Zeit, weiter zu machen. Immerhin steht Weihnachten vor der Tür und ich möchte damit ganz gerne ein paar Geschenke basteln.
So sieht die Esse inzwischen aus:

Bild

Bild

Die Sache mit dem Propanbrenner gestaltet sich komplizierter als gedacht. Zunächst hatte ich mit einem modifizierten Dachpappbrenner experimentiert, was überhaupt nicht ging. Egal, wie man Gas und Luft dosierte riß immer die Flamme ab und brannte manchmal sogar erst vor der Tür der Esse.
Dann hatte mir Gobi ja die Erdgasbrenner gegeben (Danke nochmal!) und ich habe damit mal herumgespielt.
Zunächst wurden mangels Zündkabel zwei Reste RG58 an die Zündkerzen und den Trafo getüdelt, Strom ran und den Gasdruck langsam erhöht. Das reicht natürlich nicht und die Flamme schlug auch sofort aus dem Zuluftanschluß:

Bild

Mit etwas Druckluft sieht das Ganze schon besser aus:

Bild

Boshafterweise steht das Brennergehäuse unter Spannung und beißt recht unangenehm zu, wenn man mit der Luftpuste dagegen kommt.
Die permanente elektrische Zündung scheint der Schlüssel zum Erfolg zu sein, denn wenn man sie ausschaltet wandert die Flamme vor den Brenner und es riecht stark nach halbverbranntem Gas:

Bild

Alles in allem sieht das Ganze recht ermutigend aus und mit der richtigen Druckeinstellung brennt die Sache sehr sauber. Momentan überlege ich, ob ich die Luftzufuhr vom Kompressor aus mache (Vorteil: präzise Regelbarkeit) oder einfach einen Fön dranstecke (billig und flexibler) Getestet habe ich's und es funktioniert auch.
Ein Thema ist noch, wie ich der Zündung das Beißen abgewöhne. Es sind einfach zwei Zündkerzen, die auf eine gemeinsame Masse funken und an einem Ölzündtrafo hängen. Wieso es da kribbelt, wenn man die Masse berührt leuchtet mir nicht so richtig ein.

beste Grüße
Peter
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon ferdimh » Di 31. Okt 2017, 11:48

Endlich mal wieder Flämmbilder ;-)
Zur Kribbelei:
Der OBIT hat eine Wicklung, dessen Mitte geerdet ist. Unter der Annahme, dass die beiden Funkenstrecken gleich lang sind, liegt dann das Gehäuse genau auf 0V. Da sie das in der Praxis nicht sind, kommt so eine Spannung auf das Gehäuse:
Lösung: einen Draht zwischen OBIT-Kern (der auf PE liegen sollte) und Brennerverhau. (in deinem Gerödel sehe ich den nicht)
Bedenke bitte auch, dass ein OBIT nicht für Dauerbetrieb ausgelegt ist.
Für Dauerfritzel solltest du dir eine alternative Anzündvorrichtung überlegen (Zeilentrafo, Neontrafo, Vorwiderstand vorm OBIT?)
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Di 31. Okt 2017, 12:00

WOW, den Ofen haste richtig schön gemacht!!
Geht denn der Brenner direkt mit dem Gas oder hast Du die Düse abgeändert? Hast Du das Datenblatt zu dem Ding bekommen oder nützt das wenig?
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Propeller » Di 31. Okt 2017, 12:12

@ferdimh:
Ah, danke. Auf die Idee, daß unterschiedliche Funkenlängen den "Nullpunkt" verschieben bin ich nicht gekommen. Jetzt, wo Du es sagst..logisch.
Der Trafo hat einen PE und da werde ich nachher gleich mal eine Strippe rüberziehen. Vielleicht stört das Ganze dann auch nicht mehr so katastrophal im Radio. :)
Laut Typenschild hat das Ding eine ED von 30%, aber ich weiß nicht, worauf sich dieser Wert bezieht. Eine Stunde? Ich werde zunächst einfach mal die Temperatur des Trafos überwachen und mal sehen, was passiert. Vielleicht finde ich noch irgendwo einen Trafo aus einem Hochdruckreiniger. Zumindest die, die ich kenne laufen permanent mit.
@Gobi:
Danke! Aus den Daten, die man auf der Herstellerseite findet konnte ich leider keine für mich nützlichen Informationen extrahieren. Daher habe ich einfach losprobiert, ohne was am Brenner selbst zu verändern oder zu verstellen. Da ich ohnehin weniger als die halbe Nennleistung des Brenners brauche habe ich einfach einen verstellbaren Druckminderer an die Gasflasche geschraubt und langsam aufgedreht. Man kriegt mit etwas Probieren ein schönes Flammenbild hin und ich nehme an, daß die Verbrennung bei rotglühender Schamotte nochmal deutlich sauberer und ganz geruchlos wird. Zwischen Schamottierung und Wand befindet sich übrigens noch eine 20mm starke Schicht aus Hochtemperatur- Keramikfasermatten.
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Gobi » Di 31. Okt 2017, 14:05

Bin begeistert. Ich würde dir raten erstmal mit Druckluft zu arbeiten, weil du da zuverlässig was einstellen kannst, wenn man weiß, was der Brenner will, kann man immer noch überlegen. In dem Gießwerk hatten sie natürlich Druckluftanschlüsse.

Ich hatte ja aufgegeben, weil im Datenblatt verschiedene Düsen für die versch. Gase (Stadtgas/Erdags?) angegeben sind und weil die so sauteuer waren.....

Ich würde auch relativ schnell mit dem Ofen probieren, erstens ändert das evtl. noch mal was und zweitens scheint es auch sehr wesentlich zu sein, wo und wie die Flamme dort ankommt - so habe ich jedenfalls mal gelesen.....
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Re: Gasesse bauen

Beitragvon Bastelbruder » Di 31. Okt 2017, 16:53

Unterschiedliche Funkenlängen - Blödsinn.
Jede Funkenstrecke braucht eine gewisse Zeit zur Zündung und die Kerzen zünden nie gleichzeitig, aber die Potenzialverschiebung führt dazu daß die andere Seite mit nur sehr geringer Verzögerung nachkommt. Die Zeit ist abhängig von Luftdruck, Feldstärke, Kathodeneffektivität, eventuell Radioaktivität und nicht zuletzt der Form der Elektrode. Egal ob da ein PE angeschlossen wird, auf dessen induktiver Zuleitung entstehen Spannungsabfälle die spürbar sind.

Gegen Störungen im Radio gibts Kerzen mit eingebautem Widerstand (ca. 1 kOhm), "abgeschirmte" Kerzenstecker in denen ein impulsfester "Entstörwiderstand" mit ca. 2 kOhm werkelt, und Kohlefaser-Zündleitungen. Massive Abschirmung der Zündanlage ist rausgeschmissenes Geld.
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