Reparaturerfolge

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Harley » Do 21. Nov 2013, 22:50

andreas6 hat geschrieben:Bei Bedarf stelle ich Anleitungen des Herstellers hier rein, welche den Zugriff auf die Wartungsebenen der Regler erläutern. Auch die Prüfschaltung zu den Reglern kann ich bei Bedarf hier einstellen.

Hi, dann mach doch mal, ich hab hier auch so einen rumliegen (LogonPlus).
Danke, Harley
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Fritzler » Do 21. Nov 2013, 22:55

Also die Suche beim C spuckt für <50€ nurnoch SCART Umschalter aus beim Suchbegriff "HDMI SCART"

Ups im Fred verrutscht....
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Bjoern » Do 21. Nov 2013, 23:48

Mir ist vor geraumer Zeit ne gepöftzte 12V USV übern Weg gelaufen, 600VA hat der Möller. Im Netzfilter ist der ehemals 2µ X2 Kondensator wohl recht fulminant abgefackelt. Hab ihn durch ein 1µF lag grad da ersetzt.

Bild

Sieht doch aus wie neu und funzt wieder^^
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon andreas6 » Do 21. Nov 2013, 23:54

Hallo,

ich hab hier auch so einen rumliegen (LogonPlus).

für die normalen Reparaturen benutze ich nur den Relais-Test, denn die Relais haben eine Kontrolle nötig: Gerät läuft, alle Klappen der Front auf, Plus und Minus gemeinsam für einige Sekunden drücken. Damit ist man in der Wartungsebene 3, die Anzeige ändert sich in E3:. Dann die Schornsteinfegertaste, Anzeige E3:S, unten Nr. 1, oben 0. Nr. 1 ist die Relais-Nummer (D1=Nr. 1), sie lässt sich durch die Schornsteinfegertaste erhöhen bis 8, fällt dann wieder auf 1. Damit findet die Relaisauswahl statt. Die obige 0 ist der Schaltzustand, 0=aus, 1=ein, umschaltbar mit Plus=Ein und Minus=Aus. Zum Abschluss die Uhrentaste drücken, ist die Wartungsebene verlassen.

Anschließen kann man das Teil über 6,3er Flachstecker, zum Test reicht allein die Netzspannung aus. Das Gerät selbst hat ein echtes Trafonetzteil mit Netztrennung, die ganze Logik ist nicht netzverbunden, ebenso die Relaiskontakte nicht. Dort kann man also mit einem Multimeter im R-Messbereich rangehen und die Kontakte direkt messen. Echt komfortabel wird es, wenn man einen Einbaurahmen für so ein Gerät lose zu liegen hat und nur die Kontaktstreifen umdreht. Die lassen sich nämlich in jeder Lage einrasten. Dann dient der Einbaurahmen nur noch als Abstandshalter zum Tisch, das Gerät wird auf den Einbaurahmen hinten aufgesteckt und liegt damit komplett frei, wobei man über die Kontaktstreifen mit den Schraubanschlüssen sämtliche Anschlüsse zugänglich hat. Es versteht sich, dass dann auch die Netzspannung frei liegt, man dort also nicht herumfingern darf. Freilich stimmt dann die hintere Beschriftung auf dem Einbaurahmen nicht mehr, man muss recht mit links vertauschen beim Anschließen. Hat man das verstanden, ist man auf dem guten Wege zu einem richtigen Prüfplatz.

MfG. Andreas
Zuletzt geändert von andreas6 am Fr 22. Nov 2013, 00:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Fritzler » Fr 22. Nov 2013, 00:03

Also die Überreste des alten X Kondis sollten vllt noch gesäubert werden.
Wer weis wo sich das sonst langfrisst.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Bjoern » Fr 22. Nov 2013, 00:06

Das sind hauptsächlich Brandspuren die nimmer weg gehen, in den Dingern is ja zum Glück kein Elektrolyt drinne das nach austreten die Umgebung zersetzt.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Harley » Sa 23. Nov 2013, 14:38

@andreas6:

Der Regler funktioniert wieder einwandfrei.
Danke und Gruß,
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon phettsack » Sa 23. Nov 2013, 22:22

Ob es ein Erfolg wird, weiß ich erst morgen wenn alles fest ist :-)

Im Bad haben wir eine 4-er Steckdosenreihe. Leider hatte Anno Tobak ('97) der Elektriker wohl nie erfahren, dass ein Bad üblicherweise gekachelt wird.
Also lagen die Dosenbecher viel zu tief, immerhin hatte der Flieser die Fliesen sorgfältig ausgeknabbert.
Naja, es nervt einfach wenn bei jedem 3ten Mal von Fön auf Rasierer wechseln die halbe Infrastruktur rauskommt.

Lange Rede ohne Sinn, meine Lösung:

4 Yogurtbecher zu Hülsen zurechtgeschnitten, in die Dosen geschoben und dann von aussen mit einer bald ablaufenden Kartusche Verbundmörtel ausgespritzt. So habe ich mir das komplette entkabeln erspart und bekomme nun hoffentlich über Nacht endlich Festigkeit rein. Mit Blitzzement oder ähnlichem wäre es vermutlich auch gegangen. Eben irgendwas das diesen Bechern Halt gibt.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon andreas6 » Sa 23. Nov 2013, 22:50

Hallo,

für diesen Zweck gibt es Zwischenringe für die Dosen, welche die zu hohe Tiefe ausgleichen können. Der Elektriker kennt die sicher.

MfG. Andreas
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon tixiv » Sa 23. Nov 2013, 23:24

Heute jed Menge Reperaturerfolge im Team beim Repaircafe in Bochum gehabt. Wir haben da im Team zu Sechst Geräte von Leuten aus der Nachbarschaft Repariert. Lampen, Steroanlagen, Videorekorder und Heimwerkerequipment waren vertreten. Insgesammt 20 Geräte haben wir uns angeschaut, udn 15 auch repariert.

Einen kurzen Beitrag dazu gibts bei der WDR-Lokalzeit Essen bei 10:58 in dem Video hier:
http://www1.wdr.de/studio/essen/lokalze ... it100.html

Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, wir wollen das jetzt alle 2 Monate veranstalten.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon xoexlepox » Sa 23. Nov 2013, 23:58

tixiv hat geschrieben:Heute jed Menge Reperaturerfolge im Team beim Repaircafe in Bochum gehabt.

Wenn doch nur die rechtliche Lage bei solchen Aktionen ein wenig klarer wäre (z.B. einfach "keine Garantie, keinerlei Anspruch"), würde ich bei sowas auch gerne mitmachen ;)
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Profipruckel » So 24. Nov 2013, 00:22

xoexlepox hat geschrieben:
tixiv hat geschrieben:Heute jed Menge Reperaturerfolge im Team beim Repaircafe in Bochum gehabt.

Wenn doch nur die rechtliche Lage bei solchen Aktionen ein wenig klarer wäre (z.B. einfach "keine Garantie, keinerlei Anspruch"), würde ich bei sowas auch gerne mitmachen ;)

Ein guter Deutscher wird nichts machen, was nicht ausdrücklich erlaubt ist - fühle Dich angesprochen!

Wenn ich das in den Massenmedien recht verstanden habe, repariert im Repaircaffee der Benutzer selbst und wird dabei lediglich unterstützt, wo soll da das Problem sein?
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon shaun » So 24. Nov 2013, 02:48

Darin, dass ein Sachkundiger ihn davon abhalten müsste, um sich im Falle des Falles nicht mitschuldig zu machen vermutlich.

Da diese Frage bei jeder Erwähnung von Repair Cafes reflexartig auftritt (geht mir auch so, ich stelle sie nur inzwischen nicht mehr) sollten wir den Thread künftig vielleicht für die Präsentation eigener Reparaturen (mit einer Schöpfungshöhe größer "neuen Stecker drangemacht" ;) ) vorbehalten. Ich kann sonst wieder nicht an mich halten ;)
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon enebk » Di 26. Nov 2013, 19:48

Noch ein kleiner Nachtrag zu unserem Mikrowellenherd:
Den defekten Thermoschalter habe ich bereits ausgetauscht, trotzdem will das Ding nicht so richtig heizen. Oh, die Spule vom Relais hat keinen Durchgang mehr und die Kontakte sehen auch nicht so gut aus.
Ein vergleichbares Modell (230V Spule, 15A Schließer) habe ich nicht bzw. ist so groß, dass es nicht mehr ins Gehäuse passt (wobei ein lautes KLONK vom 3+2-Phasen Industrierelais auch etwas hätte :twisted: ).
Kurzer Blick in die Bastelkiste fördert ein SSR S216S02 zu Tage. Darum herum noch schnell ein Kondensatornetzteil gebastelt und schon läuft die Kiste :D

Hier in aller Schönheit:
Bild

Und dort am alten Platz des Relais verbaut:
Bild

Da das Ding im Nulldurchgang schaltet sollte es für die Lebensdauer der mechanischen Steuerung auch OK sein. Die Mikrowelle schimpft sich übrigens Panasonic nn-e245W.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon andreas6 » Di 26. Nov 2013, 20:41

Hallo,

wenn Du Netzspannung auf Lochraster verwendest, solltest Du schon zwei Lochreihen als Isolierabstand komplett entfernen. So etwa:

Lochrasterabstand.jpg
Lochrasterabstand.jpg (6.77 KiB) 5903-mal betrachtet

MfG. Andreas
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon enebk » Di 26. Nov 2013, 21:30

Wo ein entsprechendes Potential auftreten kann habe ich das auch soweit es möglich ist getan. Durch den Pinabstand mancher Bauteile geht es manchmal aber nicht weiter auseinander.
Da es aber eh keine galvanische Trennung gibt und alles in einem geerdeten Gehäuse eingebaut ist kann ich immer noch gut schlafen.
Zuletzt geändert von enebk am Do 28. Nov 2013, 01:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Name vergessen » Do 28. Nov 2013, 01:33

Gehört eigentlich in "Ärgernis der Woche", aber das ist ja gesperrt, und bis vor dem Test war es ja auch ein Reparaturerfolg...
Apple LaserWriter II NT. Stand schon Jahre ungenutzt herum und begrüßte mich mit den bösen zwei blinkenden roten LEDs.
Einiges Ixgequicke später erstmal die Standardfehler ausgeschlossen: Fuser OK, Q1 auf der DC-Versorgung auch OK, Lötstellen alle top, zur Sicherheit auch alle nachgelötet - gleiches Bild.

Das Nachlöten hatte allerdings den Nebeneffekt, daß ein kleiner, unscheinbarer hellgrüner Elko detailliert betrachtet wurde, und ein winziger weißer Fleck auf dessen Oberseite (?) auffiel, und tatsächlich war der komplett ohne Kapazität. (Und das bei einem 25 Jahre alten Gerät, ging also damals auch schon, nur nicht so schnell... war aber ein stehender Elko, die hatten ja ohnehin immer schon einen schlechten Ruf) Auf der Platine war seltsamerweise nichts an Rückständen zu entdecken, auch nach dem Auslöten nicht.

Nach Ersatz lief das Teil wieder, außer, daß der Papiereinzug hakt (normal). Leider stellte sich heraus, daß der Papiersensor offenbar aus einer Reflexlichtschranke besteht, die von unten auf das zu bedruckende Papier leuchtet. Klappt super, solange das Papier nicht auf der Rückseite bedruckt ist, was mir zum Verhängnis wurde...

natürlich blieb das Vieh stehen mit "Papierstau"-Meldung, und ich zupfe das Papier raus, leider etwas schräg. Ergebnis: graues, klebriges Zeug / Krümel auf dem herausgezogenen Papier, und seither ist das Druckbild komplett im A*sch (horizontale Streifen und Geisterbilder, und ab und zu ein dicker, dreieckiger Tonerklumpen am Seitenrand). Die Abstände passen irgendwie zu keinem der im Netz angegebenen Walzenumfänge, aber da das Papier ja nur bis knapp unter die Transferwalze gekommen ist, die in der Kartusche eingebaut ist und ich diese aber vor dem Zupfen mit angemessener Vorsicht herausgenommen hatte, muß irgendwas davor kaputt sein, wo (eigentlich) nichts Bildrelevantes sein dürfte (Papiereinzug halt).

Da ich das Teil aber unter Linux seltsamerweise nicht korrekt angesprochen kriege, trotz diverser, angeblich funktionierender und trotzem total unterschiedlicher, Konfigurationen aus dem Netz, kommt es halt wieder in die Ecke, wo es die letzten Jahre auch war. :\ Unter Windows geht es mit den selben Einstellungen, am selben Port ohne Probleme, aber da muß man ja auch nicht erst von Modem / Terminal auf Drucker umstellen (ist ein serieller Drucker).
Naja, sinnvoller wird wohl ohnehin ein neuer Drucker sein.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Nicki » Do 28. Nov 2013, 11:36

Schon eine Weile her:
KDF-Benziner (Euro 4) hat öfter mal Probleme mit dem Leerlauf und geht gerne mal dabei aus.
OBD meldete interessanterweise Probleme beim AGR-Ventil, dieses war noch nicht mal sonderlich zugerußt, blieb aber trotzdem im offenen Zustand schon mal hängen.
Die Fehler ließen sich dann mittels Torque und China-ELM löschen (habe ich nach nem Screenshot gemacht, da etliche nicht zwangsweise zusammenhängende Fehler gespeichert waren und ich wissen wollte, welche akut waren (hätte ich dann beim nächsten Mal MIL an nachgeguckt))
Dann mal händisch gängig gemacht und wieder eingebaut, danach trat der Fehler wohl ne Weile nicht mehr auf.
Leider ist es mangels Meldung des Auftraggebers im Sande verlaufen, da es aber eh ne non-profit-Arbeit war habe ich nicht das Bedürfnis der Sache noch wunders nachzurennen.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon Toni » Do 28. Nov 2013, 15:56

War das ein AGR Ventil mit Positionspoti ? Wenn das kratzt, wird ein Fehler abgelegt.
Weiss nicht, ob das MSG genug Intelligenz hat, um sich aus einer Soll-Lageabweichung ein mechanisches Hängen zu interpretieren...
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon ichwersonst » So 1. Dez 2013, 00:39

Mein Plattenspieler (Telefunken HS 800 noch nicht ganz 30 Jahre alt)
machte statt Musik nur noch Brumbrumm.
Bild
Meine Lösung: die Signalmassen im Plattenspieler miteinander verbunden (mit dem weißen Draht) seitdem ist Schluß mit Gebrumm.
Falls jemand Einwände an meinem Vorgehen hat möge sich melden und dies
meinem Vinylisator mitteilen, auf daß er wieder weiterbrummen möge.

Gruß
Pit
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon shaun » So 1. Dez 2013, 02:42

AGR-Ventile, speziell elektronische, sind einfach nur böse.
Ich hing letzten März erst auf einer Kreuzung im Notlauf fest und einige Tage später mit dem Ersatzteil aus England bewaffnet schnatternd im Schnee unter der Haube und hab das Mistvieh tauschen müssen. In der Hoffnung, dass es nächstes Mal im Sommer verreckt.
Laut Datecode hat es ganze 3 Jahre gehalten. Ist allerdings auch ein Diesel.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon doc_c » Di 3. Dez 2013, 13:09

Habe gestern meine ersten Erfahrungen mit "schlecht gewordenem" Benzin gemacht.

Bei einer Feuerwehr-Übung entschlossen wir uns einfach "mal schnell" (oh-oh) alle Aggregate laufen zu lassen.
So weit kein Problem. Pumpen, Stromerzeuger und Kettensägen liefen einwandfrei.
Nur unser Druckbelüfter ("großer Ventilator") wollte nicht anspringen.

Also erstmal Fehlersuche:
Choke - OK
Benzin im Tank - OK
Zündkerze - OK
Zündfunke - OK
Luftfilter - OK
Abstellschalter - OK
Starten mit Starthilfe-Spray - kurzes Zucken

Benzinfilter abgeschraubt - *urghs* Treffer - Schleim drin

Alle Benzinleitungen raus und gespült.
Vergaser entleert.
Tank entleert.
Prinzip "Hoffnung" - mal anreißen, vielleicht geht's ja - nichts

Also Vergaser zerlegen und Tatsache in einer Düse war noch Schleim.
Alles spülen und wieder zusammen setzten.

Ein Zug am Seilstarter und er schnurrt wieder wie ein (Raub-)Kätzchen (dem man auf den Schwanz getreten ist).

Resultat einer Standzeit von ~3 Monaten:
~ 1h auf Knien in Benzindämpfen und Blöde Sprüche von den Kameraden

Ein Glück ist's in einer Übung aufgefallen.
Aber immerhin haben sie nun eingesehen, dass gewisse Geräte, mit langen Standzeiten, nun doch einzig aus unserem Spritlager (mir Liqui Moly 5107) und nicht einfach an der Tanke aufgefüllt werden sollten.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon PowerAM » Di 3. Dez 2013, 20:26

Dem kann man auch mit regelmaessigem Betrieb begegnen. Wenn es Kunststofftanks sind, dann nicht ganz sondern nur fuer hoechstens einen Einsatz betanken und lieber im Einsatz nachtanken. Ich war beim KatS und wir haben es mit Stromerzeugern, Wasserpumpen usw. aehnlich gehandhabt. Einige unserer Fahrzeuge waren Benziner, bei denen wurde dann im Einsatzfall einfach Sprit geklaut.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon doc_c » Di 3. Dez 2013, 21:54

Tja, der Ventilator ist halt das am seltensten genutzte Aggregat.
Der Rest läuft da regelmäßiger.
Und ja, wir haben uns eine neue Tank-Strategie überlegt und zwar die alte strickter umzusetzen
Erstmal regelmäßiger laufen lassen, Vergaser trocken fahren und Benzin-Stabilisator im Tank.
Sollten wir ja eigentlich sowieso (seit E10-Diskussion) machen und haben wir auch in den Kanistern, nur nach der letzten JFW übung, bei der der Lüfter zum Einsatz kam, meinte unser Jugendwart erst tut was gutes und tankte alle Aggis auf. Nur blöd, dass das nun schon länger her war.
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Re: Reparaturerfolge

Beitragvon PowerAM » Di 3. Dez 2013, 22:44

Trotz sehr geringer Laufleistungen der zum Teil museumsreifen Fahrzeuge gab es angeordnete Bewegungsfahrten. Einmal monatlich musste jedes Fahrzeug mindestens 15 und maximal 30 km gefahren werden, wenn es im betreffenden Kalendermonat keine Einsatzfahrten gab, die eben diese Bedingungen erfuellten. Aggregate, bei uns ueberwiegend Stromerzeuger, Wasserpumpen und Kochtechnik, hatten vorgeschriebene Benutzungszyklen. Einmal monatlich musste jedes Geraet bis zum betriebswarmen Zustand benutzt werden, sofern kein Einsatz genau das auch erfuellte. Motoren liessen wir mit abgestellter Spritzufuhr leer laufen, wenn es sich nicht um Zweitakter oder Diesel handelte. Bei beiden verbietet sich das durch den Wegfall der Schmierung bei Spritmangel.

E10 gab es damals noch nicht. Spritreserven wurden regelmaessig gewaelzt und in Fahrzeugen verfeuert, kein Kanister hatte aelteren als 3 Monate alten Sprit. Spritstabilisatoren hatten wir nicht, es gab nur Frostschutzzusaetze fuer Diesel. Weitaus groessere Probleme bereiteten uns die Zweitakter und das haeufig verharzende Zweitaktoel in Vergasern und Benzinhaehnen. Das war zum Teil bereits nach 2 Monaten der Fall. Wahrscheinlich sorgte auch das dafuer, dass von dem Zweitaktoel auch kaum was gestohlen wurde.
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