potente Starthilfe

Der chaotische Hauptfaden

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potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Mo 29. Aug 2016, 05:07

Hallo Zusammen,

parallel wird gerade das zögerliche Starten eines Diesels diskutiert, ich habe einen ähnlichen Fall: ein Motor der einfach miserabel anspringt, eine Überholung steht nicht zur Debatte, die paar Mal die man ihn anwürgen muss werden einige Batterien herbeigeschafft und ordentlich strapaziert bis sich die Startprobleme in einer beachtlichen Menge Rauch auflösen.

Nun würde ich gerne die Batterien-Schlepperei umgehen und die benötigten etwa 2000W für den Starter (12V) aus dem 220V-Netz ziehen.
Leider sind 12V-Netzteile in der 2000W-Klasse recht teuer, die ganze Sache ist aber ein Low-Budget.

Hat jemand von Euch eine Idee was sich da kostengünstig zweckentfremden lässt?
Alte PC-Netzteile parallel schalten?

Viele Grüße,
Holger
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon uxlaxel » Mo 29. Aug 2016, 05:24

TRAFO!

Transformatoren sind kurzzeitig wahnsinnig überbelastbar, ohne dass sie Schaden nehmen. Faktor 10 auf alle Fälle, vielleicht noch mehr. Röhricht oder Bastelbruder wissen das bestimmt aus dem Kopf ;)
Sprich, ein 15V-30A-Trafo (also wenn du den einmal am Netz hast) sollte durchaus problemlos einen dicken ottomotor starten können.
evt. habe ich ja sogar was passendes da, ich müßte mal bei den trafos wühlen gehen.

natürlich kannst du nicht 10 minuten lang den 10fachen strom ziehen, aber 1/2 minute sollte locker drin sein.

lg axel
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon rene_s39 » Mo 29. Aug 2016, 07:29

Hab noch zwei ABB 12V 25A 300W Halogentrafos, ich weiß nur nicht, ob die Spannung reicht.

Würde ich beide abgeben.

Gruß,
Rene
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Smily » Mo 29. Aug 2016, 08:15

Das einfachste wäre eine anständig großer bleiwürfel auf ner sackkarre den ihr regelmäßig lädt.
Kann auch ne olle ausm Lkw sein.
Die frage ist eher, warum da so lange georgelt werden muss?

Ich vermute laut meiner Glaskugel dass es sich um einen alten Diesel handelt der nicht mehr vorglühen möchte.

Wenn das der fall ist, brauchst du nur die bonardbatterie, und einen Heissluftfön.
Beim anorgeln mit dem Heißluftfön ordentlich in den ansaugschlauch rein halten.
Jaggel,jaggel,jaggel,hust,spötz, tucker....

Edit merkt noch an:

Das funktioniert auch bedingt beim Benziner wenn die kaltstartautomatik kaputt ist...
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Mo 29. Aug 2016, 09:14

Hallo,

danke für Eure Hinweise.

Ja, es ist ein alter (Vorkammer-)Diesel. Es glüht vor, es zieht Luft, es ist ausgelutscht mit Ölverbrauch und allem.

Die Vorglüherei schließt leider den ersten Vorschlag weitgehend aus.
Die Glühanlage zieht gut 50A, wenn es kalt ist dauert das eine Minute bis der Glühwächter rot wird.
Damit wäre ein überlasteter Trafo thermisch schon am Ende bevor es losgeht.

Wie würden sich denn alte PC-Netzteile verhalten wenn deren Ausgang einfach parallel geschaltet würde?

VG,
Holger
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Smily » Mo 29. Aug 2016, 09:30

Die netzteile kannste vergessen. Das läuft nich.
Probiers doch mal mit der heißen Luft! Wenn der damit nich will is eh kurz vor Essig.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Joschie » Mo 29. Aug 2016, 09:56

Hallo Holger,

meine Erfahrung zeigt mir das es gerade bei Dieselmotoren sehr belebend sein kann wenn man die Ansaugluft vorwärmt. Hier tut ein guter Heißluftpuster oder eine kleine Lötlampe guten Dienst.

Bevor ich weiter aushole, was für ein Motor ist es denn? (rein aus Neugier)

Bei drei Schleppern ausm Verrein haben wir einen zweiten Bleiklumpen montiert und einen automatischen Batterieumschalter (hatte Daimler früher auch drin) eingebaut. Dieser betreibt den Startermotor (und wirklich nur den) mit 24Volt anstatt der normalen 12Volt.
Dadurch wird der Anlasser richtig beflügelt und dreht den Motor mit ein paar Umdrehungen mehr was zu einem sagenhaften Starten führt. Wo man früher am Hann'a'Mack ewig orgelte ist der nach 3-4 Sekunden da. Würde ich aber nicht mit allen Startern machen, die alten Schubschraubtriebstarter (Bosch BNG Serie) können das aber problemlos ab.

Noch ne Frage, hast du mal versucht den Motor anzuziehen, wie läuft er dann an? Besser?


Zur Starthilfe via Steckdose. Das kann man schon bauen. Ich hab da bei nem Spezl (ehemaliger Bosch-Dienst) einen leicht modifizierten Scheißumformer gesehen. Brachte irgendwo 500 Ampere bei 15 Volt.

Andererseits wäre das auch mit zwei-drei großen Limas zu bewerkstelligen. Hab da letztens welche mit 150 oder 170 Ampere gesehen. OK die wollen auch die Leistung vorne rein haben aber als Starthilfebooster mit kleinem Benzinmotörchen auf nem Fahrgestell sicherlich nicht abwegig.

Grüße
Josef
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Julez » Mo 29. Aug 2016, 10:08

Was du suchst, sind Server-Netzteile.

http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40 ... B&_sacat=0

Die haben ordentlich Wumms.

Lassen sich mittels Load Share auch parallel schalten.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Virtex7 » Mo 29. Aug 2016, 10:32

Die Dinger haben trotzdem eine Überstromabschaltung, die ein Anlasser sicher triggern kann.
evtl. verdrosseln, wie am Schweißgerät?

Spule dann aber mit Freilaufdiode....
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Captain Einsicht » Mo 29. Aug 2016, 10:43

Netten Trafo in Kombi mit einem Bleiklotz :D

Hatte mal einen fall da war der Diesel auch durch und ein Schluck Benzin im Luftfilter hat wunder gewirkt. Nur der motor musste nur noch durchhalten bis Ersatz da war.

Denke mal es ist einfach die Kompression also 24V oder dem Start was nachhelfen :D

Walter
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Dr. Snuggles » Mo 29. Aug 2016, 10:52

Getriebeanlasser.
Kleiner, weniger Leistungsaufnahme - mehr Umdrehungen.
Aus eigener Erfahrung: Startpilot, Vorglühen, warme Luft usw. alles nicht mehr nötig.

Gruß
Doc
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Mo 29. Aug 2016, 11:09

Hallo,

Trafo mit Bleiklotz wäre denkbar, allerdings ist meine Idealvorstellung dass man/ich nicht erst Bleiklötze rumschleppt die dann im schlechtesten Fall selbst nicht mehr sehr startwillig sind sondern einfach ein Kabel auslegt, anklemmt und losgehts. Für den angedachten Fall würde das bedeuten die obligate Rudolph-Diesel-Gedenkminute in den Glühwächter zu starren und danach stumpfsinnig so lange den Anlasserknopf festzuhalten bis das System entlüftet ist und sich langsam beißende Dieselschwaden ausbreiten. Wenn sich das Ding zu einem irgendwie fortlaufenden Selbstzünder gewürgt hat rolle ich das Kabel auf und komme 10 Min später wieder.

Charmant daran: das Ganze ist für andere Basteleien wiederverwendbar. Rasenmäher-Traktor abgesoffen? Ich orgel dich trocken. Motorrad nach dem Winter versifften Sprit in der Schwimmerkammer? Orgel ich leer.

Das Server-Netzteil klingt mir vielversprechend. Allerdings verstehe ich die Funktionsweise der Drossel gegen die Abschaltvorrichtung nicht. Würden zwei Netzteile parallel durch genügend Leistungsreserve die Abschaltung verhindern?

VG,
Holger
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Joschie » Mo 29. Aug 2016, 11:35

...danach stumpfsinnig so lange den Anlasserknopf festzuhalten bis das System entlüftet ist und sich langsam beißende Dieselschwaden ausbreiten...

... Rasenmäher-Traktor abgesoffen? Ich orgel dich trocken. Motorrad nach dem Winter versifften Sprit in der Schwimmerkammer? Orgel ich leer. ...


Wenn du gerne mehr Anlasser ersetzt ist das sicherlich der richtige Weg.

Hast du schon mal geschaut welche Leistung durch so kein Magermotörchen druchgeht?
Mein Motorrad (650er Eintopf) zieht beim Starten gute 150Ampere, das sind 1.8kW und der Startermotor ist etwas über Faustgroß. Wo soll der denn die entstehende Verlustleistung hinbekommen?

Ach ja, nebenbei, wenn die Vorglühanlage des Diesels 50 Ampere zieht gehe ich von einem 4Zylinder Motor aus. Rechne ich jetzt noch etwas Hubraum dazu kommen da beachtliche Leistungen zustande. Schon mal die Stromaufnahme während des Startvorgangs mit der Strommesszange gemessen?

Nur als Beispiel, mein Deutz F4712 Motor mit 4kW Starter genehmigt in der ersten Sekunde über 2kA. Dannach sinkt der Starterstrom auf gemütliche 450-500 Ampere.

Ich glaube nicht das du mit den Netzteilen glücklich wirst.

Grüße
Josef
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Captain Einsicht » Mo 29. Aug 2016, 12:21

Wen der Motor Luft im Diesel hat einfach paar Rückschlagventile oder kleine Pumpe einbauen die das Problem beseitigen ;)

Gewaltsames Orgeln kann ihn da doch Schneller sterben lassen :roll: ich weis ja nicht wie lange er noch seinen Dienst verrichten soll.

Walter
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon ferdimh » Mo 29. Aug 2016, 12:27

Viele Servernetzteile haben eine zweistufige Schutzschaltung.
Der Schaltnetzteilcontroller selbst schützt sich durch Strombegrenzung auf der Primärseite.
Dazu kommt eine Steuerplatine, die Loadsharing, Lüfterregelung, Abschaltung, etc pp macht.
Letztere kann man totlegen, dann hat man ein Festspannungsnetzteil mit Strombegrenzung. Loadsharing ergibt sich dann unter Last, wenn die Netzteile mit höherer Spannung in Begrenzung gehen. Zum Anwerfen von Dieseln mit Hubraum wird man da aber schon mal so 200A Netzteilsaft vorhalten müssen, um die Batterie sinnvoll zu unterstützen.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Gary » Mo 29. Aug 2016, 12:57

Hi Holger,

du willst also die Ursachen ignorieren ;-)

Ein 12V Halogentrafo hat leider eine etwas zu niedrige Spannung und 24V Trafos die es günstig aus Steuerungen gibt haben zu viel. Schwer sind sie aber alle :-(

Bei meinem ersten Audi war wieder alles OK als der Starter neue Kohlen bekommen hatte.
Meine Batterien lade ich mehrmals im Jahr mit rund 15,8V über 1 bis 2 Tage, für die Batterie eine Verjüngungskur. Weiß ja nicht ob das möglich ist.

Ein übliches PC Netzteil schaltet bei Überlastung komplett ab, das nutzt also gar nichts. Andere Schaltnetzteile begrenzen nur ihren Strom, da hilft aber nur ein Datenblatt oder viel try & error.

Mein Freund hat ein Ladegerät mit Fremdstartfunktion, das hat dann auch rollen zum fahren, Ebay ?

Aber was spricht gegen Startpilot wenn der Motor eh schon ein Zombie ist ? Da kannst du dir auch das Vorglühen sparen.

Gerade fällt mir noch ein, ich hatte mal einen tollen Fiat. Da habe ich mit einem 24V 500VA Trafo die Batterie zum Leben erweckt. Als Vorwiderstand diente ein etwas längeres 1,5mm² dessen Isolierung sich beim starten verformt hat. Man könnte einen Vorwiderstand aus Eisendraht und Ziegelstein basteln.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Daniel » Mo 29. Aug 2016, 13:29

Vorglühen mit Speissung aus PC-Netzteilen wird m.M. schwierig.
Die Chance, dass eine Abschaltung vorzeitig entsteht, könnte nervig werden.

Ich hatte nach dem Tod der Batterie an meinem Cunewalder 1 H 65 mit Lunten gestartet.
Den Glühkerzenhalter modifizert und die Selbstentzündungslunten brachten dalte, auch Öl fressenden Kameraden zum Laufen.
Wenn der Diesel noch eine Dekopression besitzt, dann passt das schon.

Akku auf der Sack Karre ist auch ejn probates System zum Starten.

Viel Spaß beim Starten und erzähl mal
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon zauberkopf » Mo 29. Aug 2016, 13:46

Trafo mit Bleiklotz wäre denkbar, allerdings ist meine Idealvorstellung dass man/ich nicht erst Bleiklötze rumschleppt die dann im schlechtesten Fall selbst nicht mehr sehr startwillig sind sondern einfach ein Kabel auslegt, anklemmt und losgehts.

Also irgendwas wirst Du immer schleppen müssen..
Ich habe mal nen Trafo gesehen, der nur dafür gebaut war LKW-Diesel ohne Akku anzuwerfen..
Sagen wir es mal so.. alleine hätte ich den klotz nicht tragen können.. gut das der Rollen hatte.. ;-)

Die Kombination Trafo ( oder Netzteil) + Akku nehme ich auch gerne, um ein 100Watt funkgerät an einem 13,8V 3,5A Netzteil zu betreiben.
Das zieht nämlich bis zu 22A im ungünstigsten Falle.
Und gegen diese Lösung ist auch gar nichts einzuwenden, weil der Akku danach auch sofort wieder geladen wird.

Am billigsten ist die Hybridlösung übrigens auch..
Im übrigen.. 50Amps für die Lampe.. wieviel Amps wird dann wohl der Anlasser brauchen ? Hast Du das mal gemessen ?
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Gary » Mo 29. Aug 2016, 14:57

Für den Cunewalde 1H65 sollte hier noch eine Glühkerze liegen, 1,7V 40A. Bei Bedarf suche ich mal.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Roehricht » Mo 29. Aug 2016, 16:42

Hallo,

Anlasser sind Reihenschluss Motore. Im Moment des Einschalten wirkt nur der Kupferwiderstand der Wicklung samt Zuleitung + Ri Batterie.
Ein gewöhnlicher PKW Anlasser eines 1500cc Motors will beim Einschalten 1000A , sobald er dreht gehts auf 200-250A runter. U batt darf dabei auf bis zu 8V einbrechen.
Ein kompressionsstarken Diesel , der nicht nur erst ne Weile orgeln muss bevor er kommt, sondern auch vorher glühen will wird man mit PC- und Servernetzteile und ähnlichem nich anschmeissen können. Ein 150A Servernetzteil bringt auich nur 150A. Bei 151 A issser aus. Wenn mann 30 PC Netzteile parallel schaltet und die elektron. Sicherung deaktiviert könnte es klappen.

Ein fetter Trafo geht , Leerlaufspanng 15-20V und für 50-80A Dauerstrom ausgelegt. Wichtig sind dicke Querschnitte damit das Eisen den Strom auch in Anlasser bekommt. Als Gleichrichter ne Anstaltpackung Schottky Dioden . pro Brückenzweig z.B 15 Stk 80A Dioden. Ein EI150a Kern langt für gut anspringende Autos im Winter , willst du orgeln so ist eien EI170b oder EI193a die bessere Wahl.
Ich hatte hier was mit Motorola Dioden gebaut die konnten 350A mittelwert und 2000 A Spitzenstrom. Wenn kein Siebelko drin ist sollte man eine fette Freilauf Diode parallel schalten .Das Kollektorfeuer grillt sonst die Scottky Dioden. Besser eine Z-Leistungsdiode. Zu Unterstützung des Losbrechmomentes ist ne Elko Batterie gar nicht mal schlecht.

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Re: potente Starthilfe

Beitragvon TDI » Mo 29. Aug 2016, 16:55

Vielleicht ist man mit einem umgewickelten Schweißtrafo gar nicht so schlecht bedient. Oder gleich drei kleine ja an einer Drehstromphase, so dass man gleicheren Strom bekommt?
Wenn man tierisch viel Strom im Anreißmoment braucht, sind Doppelschichtkondensatoren vielleicht auch eine Idee. Oder die bringen so viel Strom, dass anschließend das schaltende Element im Arsch ist.

BTW: tut so ein Anlasser nur mit Gleichstrom?
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon ando » Mo 29. Aug 2016, 17:36

Moin,

ich habe doch mal nen 100 A Netzteil gebaut.
Auch hier vorgestellt, aber anscheinend im alten Forum versunken.

100 A, bei 14 Volt, Gleichgerichtet, und mit 4 fetten Elkos gesiebt. Da hängt dann ne 12 Volt Hydraulikpumpe dran, und die wiederrum bedient den Holzspalter.

Mein 2,5 kva Aggregat bekomme ich damit in die Knie gezwungen.

Trafos mit so rund 24 A hätte ich hie rnoch liegen. Und nen 24 Volt, mit glaub 80 Ampere?? Wenn man da nen relativ kleinen Bleitklotz dazunimmt, solte doch zumindest das vorglühen schomma aus der Steckdose gehen.

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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Di 30. Aug 2016, 19:30

Hallo Allerseits,

vielen Dank für all Eure Beiträge!

@Gary: ja, Ursache beheben hab ich in dem Fall keine Lust.

Anlasser liegen noch 2 rum. Einmal tausche ich. Wenn der zweite verreckt, denke ich über Weiteres nach.

Ich habe gerade ein günstiges 2000W Server-Netzteil gefunden, das man angeblich auf bis zu 16V hochdrehen kann. Bei 13.8V macht es etwa 145A.
Zusammen mit einem kleinen Bleiklotz sollte das dem Anlasser heiße Ohren und dem Motor einen heißen Kopf verpassen.

Sollte beim Startversuch die Überlastsicherung ansprechen melde ich mich wieder.
Sonst auch :)

Viele Grüße,
Holger
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Daniel » Mi 31. Aug 2016, 13:18

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Das Dinges ist transportabel und echt fit auch zum Anlassen.
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Beitragvon itchy » Di 11. Okt 2016, 16:48

Hallo alle,

danke für die vielen Anregungen.
Ich habe wie vorgeschlagen ein 2KW Servernetzteil besorgt und geringfügig angepasst.
Der Startversuch mit leerer oder gar ohne Batterie schlägt fehl, das Netzteil schaltet sofort ab, wenn der Anlasser schaltet.

Mit einer kleinen aber gesunden Batterie ist der Effekt jedoch wie gewünscht - der Motor orgelt zügig durch. Damit ist eine kompakte Einheit enstanden, ich bin gespannt ob das Ganze sich über die nächsten Wochen bewährt :)

Viele Grüße,
Holger
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