potente Starthilfe

Der chaotische Hauptfaden

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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Di 3. Okt 2017, 04:09

Hallo,

nochmal eine kurze Rückmeldung an alle - das Ganze hat sich nicht bewährt.

Der Startstrom eines potenten Anlassers ist einfach zu hoch. Dafür ist das Netzteil zu empfindlich. Es schaltet oft einfach ab.
Dann muss man alles abklemmen und warten bis die Elkos im Netzteil entladen bevor man einen neuen Versuch starten kann.

Also doch lieber ein ordentliches Ladegerät mit Starthilfefunktion beschaffen.

VG,
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Roehricht » Di 3. Okt 2017, 22:30

Hallo,
da hilft nur ein ordentlicher Eisenkentrafo oder ein unbezahlbares Industrie Schaltnetzteil mit mehren kW welches nicht abschaltet sondern strombegrenzend wirkt.
Wir hatten ja gerade den Diesel im FM Bunker angeworfen. Der hat beim Anlassen 700A gezogen bei 24V. Das ist ordentlich was an Power. Nun das war ein 8 Töpfer.
Ein Dieselmotor braucht zum anspringen eine Mindestdrehzahl,auch Startdrehzahl genannt. Wenn aufgrund ner schlechten Batterie die Drehzahl immer eben unterhalb dieser Startdrehzahl ist bekommt man ihn nie an. Wenn der Motor schon ausgenuckelt ist wird die Startdrehzahl noch höher. Irgendwann bekommt man ihn mit dem Anlasser nicht mehr an.

Längeres orgeln bewirkt das der Anlasser heiss wird und damit die Leitfähigkeit der Wicklung nachlässt. Das kann man zwar mit ner höheren Spannung kompensieren. Allerdings zerlegt die Aktion den nur den Anlasser weil die Wärme in dem kleinen Klumpen nicht weg kann

Das Netzteil welches man dafür braucht bekommt man schwerlich an einer Schukodose versorgt. Wir reden über eien Dieselmotor und nicht übern Golf oder Smart. Man muss in jedem Fall dafür sorgen das die 230V am Trafo ankommen und nicht ein Teil davon in der Zuleitung hängen bleibt.

1500-2000A als Einschaltstrom kann man mit ner Batterie Elkos begegnen. Aber danach muss das Netzteil 400A abgeben können , die Spannung am Anlasser darf dabei auf 8-9V (16V) einknicken. Also muss das ganze sehr dicht am Motor aufgebaut werden wenn man keine Kupferschinen verlegen will.

Mal aus Spass beim Anlassen die Spannung direkt am Anlasser messen. Das beste ist nun mal ein funktionsfähige vollgeladen Bleibatterie. Es gibt nur weniges was die in Sachen Kurzschlusstrom übertrifft und bezahlbar bleibt.

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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Mi 4. Okt 2017, 04:26

Moin Wolfgang,

dei Idee betraf einen alten 4 Zylinder Traktor (Ferguson, 2,3 Liter, ca. 40 PS, Vorkammer-Motor ohne Glühkerzen).
Die Motoren sind bekannt dafür, ohnehin schlecht zu starten.
Dieses Exemplar hat schon viele viele Stunden gelaufen (Uhr gibts schon lange nicht mehr), der Motor ist ziemlich am Ende.
Mindestens ein Einlassventil schließt nicht ordentlich, BlowBy ist erheblich.

Zu allem Überfluss braucht das Einspritzsystem immer einige Umdrehungen, bis wirklich gefördert wird. Dieses Phänomen ist mir unerklärlich. Der Tank liegt höher als die Einspritzanlage. Die Pumpe wurde überholt und abgedichtet. Trotzdem muss man eine Weile orgeln bis Weißrauch kommt.
Dann kommt Startpilot zum Einsatz, es braucht noch einmal richtig Schwung, dann lärmt der Nebelwerfer die Bude voll.
Wenns draußen richtig kalt ist hilft das alles nix, dann bekommt man das Ding so mit dem Anlasser nicht mehr zum Laufen.
Der Gesamtzustand des Treckers ist so schlecht, dass eine Reparatur auf eine wirtschaftlich sinnfreie Komplettrevision hinauslaufen würde.
Ebensowenig lohnt ein Verkauf - zumal der angebaute Frontlader ein paar wenige Male im Jahr wirklich hilfreich ist.

Wegen dem Zustand steht das Ding zugeparkt im letzten Eck.
Hätte/wäre/wenn mann den Startvorgang mit geringem Aufwand vereinfachen könnte, kame das Ding öfters zum Einsatz.
Ein 500 U/min Elektromotor an der Zapfwelle könnte das auch leisten.
Aber meistens geht es ja auch ohne den Trecker...Nachbars haben einen netten Stapler der aber gern im Feldweg stecken bleibt und dann nach dem alten Trecker schreit :mrgreen:

VG,
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Toddybaer » Mi 4. Okt 2017, 08:04

Hallo,

Startpilot frisst dir aber die Kolben auf. Nach Möglichkeit nicht verwenden. Damit bekommst du den auf jeden Fall in Dutt

Wegen dem Einlassventil, reicht vielleicht schon das Ventilspiel einzustellen.
Wegen dem leeren Kraftstoffsystem. Hat unser Güldner auch, wenn der länger steht. dafür gibs an der Dieselpumpe eine kleine Handpumpe zum vorpumpen
schonmal versucht den Ansaugtrakt mit Lötlampe oder Heißluftföhn vorzuwärmen? Das klappt sogar bei meinem T4 wenn die Glühkerzen hin sind. Beimischung von Normalbenzin in den Diesel soll das Startverhalten auch verbessern.


Engländer können halt keine Autos oder Motoren bauen :)
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Mi 4. Okt 2017, 11:15

Hallo,

Ventilspiel ist eingestellt, Handpumpe ist neu und wird vor dem Start immer ein paar Mal bewegt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein / mehrere Ventilsitz(e) bzw Ventil(e) verschlissen sind.
Da müsste der Kopf runter und vermutlich Einiges ersetzt werden.

Die Dinger wurden in großer Zahl in Indien als Lizenzbau verbimmelt.
Ersatzteile gibt es günstig - die Qualität...besser als jetzt würde es wohl laufen.

Aber wenn man den Kopf schon runter hat, dann kann man ja auch gleich an die Kolben ran, und dann natürlich auch an Pleuel- und Kolbenbolzenlager, Ölpumpe und Steuerkette liegen dann ja auch schon frei...also doch eine Komplettrevision...schönes Projekt aber im Moment habe ich dafür keine Zeit.

Ansaugtrakt anwärmen hilft schon - aber wenn die Kompression entweicht, braucht es Drehzahl ...oder doch Startpilot rein bis die müden Kolben durch sind, dann sieht man weiter.

VG,
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Joschie » Mi 4. Okt 2017, 11:40

Hallo Holger,

warum hasch id glei am Anfang geschrieben das es sich um einen Standard 23C Diesel mit Riccardo - Comet Brennkammer handelt.
Ums kurz zu machen, der Motor sprang schon neu unter +5°C grottenmind an, der Motor springt heut noch so grottenmind an und wird es auch in Zukunft so machen.

Kramer hatte den auch mal drin, hatten dann aber im ersten Herbst bzw. Anfang Winter derartige Probleme mit den Kunden (da der nicht mehr anzubekommen war) das man bei Standard einen eigenen Zylinderkopf mit Glühkerzen fertigen ließ und alle Schlepper umrüstete, danach war das Anspringen besser, so die Aussage von ex Kramermonteuren die damals die Schlepper auf den Höfen umbauten.

Lass raten MF bzw. FE35. Hab den Nachfolger davon mit Perkins Motörchen.

Kleiner Tipp, es gab da mal einen Umrüstsatz auf den A3.152 von Perkins, ebenso ginge auch der AD3.152 (Direkteinspritzer).
Und bevor ich den 23C überhole würde ich zweimal zum Perkins greifen, der ist weit problemloser. Schau das du einen aus einem alten Enländer bekommst (hat noch trockene Büchsen, halten länger und besser wie die nassen).

Grüße
Josef

Edith meinte gerade ich solle dir sagen das ein kleiner Tropfen Motoröl in den Zylinder die Verdichtung massiv erhöht und besser als Startpilot ist.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Mi 4. Okt 2017, 12:11

Hallo Josef,

stimmt, FE 35 mit 23C. Springt eigentlich nur vernünftig an wenn alles in gutem Zustand ist und der Block sommerliche Temperaturen angenommen hat.
Die Ingenieure haben das Ding vermutlich für koloniale Sonnengebieten geplant - der Vertrieb hat das Ding aber überall an den Mann gebracht.
Meiner springt auch betriebswarm schwer an, verschlissen eben.
Mein Nachbar meinte, ich soll im Winter Feuer unter der Ölwanne legen. Ich glaube, er hat nur aus Freundlichekeit "unter der Ölwanne" gesagt.

Umrüstung auf 3.152 ist eine große Baustelle und teuer.
Den alten Motor aufzufrischen - wie bereits geschrieben - reine Liebhaberei.

Die im Moment einzige Option: mit Murks und Pfusch anwürgen...solange das Ding Öl hat, werden die Pleuel schon im Block bleiben.

VG,
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Desinfector » Mi 4. Okt 2017, 13:16

bei einem Netzteil mache man erst mal die Probe aufs Exempel:
wenn schon ein Akkuschrauber die Überstromsicherung ansprechen lässt,
kannst das gleich zur Seite legen.

aber vielleicht könnte man das Vorglühen mit einem passenden Netzteil machen,
das diesen Strom abgibt, um dann zum Starten auf eine Batterie umzuschalten.

schon macht eine Starterbatterie genau das wofür die ausgelegt ist:
Kurze starke Stromentnahme bei länger dauernder Ladung danach.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon radixdelta » Mi 4. Okt 2017, 13:18

Also, wenn früher in der Firma ein Auto auch mit Starthilfe nicht wollte, dann wurde der Stapler genommen und 24V angelegt. Das bringt Drehzahl am Anlasser. Da waren Radios und rudimentäre Bordelektronik verbaut (GolfII GTD z.B.). Die schlappe Batterie im Auto hat die Spannung wohl irgendwie im Rahmen gehalten.
Das Anlasserkabel hat nicht viel geschluckt, das war für LKW gedacht und richtig große Baumaschinen, so schwer das man die Klemmen an den Polen festhalten musste damit die nicht abrutschen, gleichzeitig musste man aber schon ein extra Wurstbrot einwerfen damit die einhändig zu Nutzen waren.
Das Schnelladegerät in der Werkstatt war ein altes Elektrodenschweißgerät, so 200er Klasse etwa, voll aufgedreht, egal ob 24V oder 12V, danach lief die Karre.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Toddybaer » Mi 4. Okt 2017, 13:19

Oder doch den Drehströmer an der Zapfwelle.

Nachbarn haben so eine ganze Zeit lang ihren 90PS IHC mit abgebrannter elektrik angeworfen
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon duese » Mi 4. Okt 2017, 13:29

Das Ding hat aber doch eine Batterie, die ist nur (besonders nach langer Standzeit) nicht stark genug, richtig?

Bleibatterien haben neben dem Langzeitgedächtnis, das sich so Sachen wie Alterung durch Zyklen oder auch Tiefentladen merkt auch ein Kurzzeitgedächtnis. Das bedeutet, der abgebbare Strom ist auch abhängig von dem was kurz vorher mit der Batterie passiert ist, sprich ob geladen oder entladen wurde. Und da machen auch relativ kleine Ströme vielleicht schon den entscheidenden Unterschied.

Bevor Du riesige Netzteile ankarrst, würde ich es erstmal mit einem kleineren Netzteil probieren. Die Spannung würde ich etwas höher wählen. Gerne mal 15V oder 16V. Solange das nicht lange dranbleibt tut das erstmal nix. Strom was Du halt herbringst. 10A vielleicht? Das ganze an die Batterie klemmen, eine rauchen und dann Startversuch. Zwischen den Startversuchen ein bisschen warten, dass das Netzteil wieder Zeit hat ein paar hundert As in die Batterie zu husten. Vielleicht reicht das ja schon.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Desinfector » Mi 4. Okt 2017, 13:39

viele machen jetzt im kommenden Winter wieder den Fehler, ein Auto mit Lüftung an,
Licht an, Heizung an starten zu wollen. Die meisten Autos schalten das zwar zum Starten kurz ab,
aber das schwächt trotzdem.

also ALLES aus, dann starten dann Licht, Lüftung etc
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Joschie » Mi 4. Okt 2017, 14:01

Hallo,

nehmt es mir nicht übel aber das bringt alles nichts.
Der Motor ist und war schon seit eh und jeh dafür bekannt das er einfach gesagt hundsmisserabel anspringt.
Da trifft der Ausspruch eines Freundes zu 100% zu:
"Produktionsmurks kann man ausbessern, Konstruktionsmurks bleibt ein leben lang"

Wie bereits geschrieben, auch wenn der Motor generalüberholt und werksneu ist springt der bei Kälte nicht an.
Was hat man da bei Ferguson schon versucht nachzubessern, zuerst kam die Saugrohrglühkerze, dann die potente Saugrohrheizung und zu guter letzt dann die Flammstartkerze. Im endefekt brachte das alles nichts. Das war eine Fehkonstruktion, ist eine Fehlkonstruktion und wird immer eine bleiben.

Jedoch war Standard nicht lernfähig und baute eine Konstruktion bei der man feststellte das die hald nicht optimal war bis zum bitteren Ende weiter (vielleicht auch ein grund wieso die dann in Britisch-Elend aufgegangen sind).

Grüße
Josef
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Gary » Mi 4. Okt 2017, 14:04

Nachdem ich Itchy kenne, die ganz einfachen Tipps könnt ihr weg lassen. Er ist qualifiziert einen T3 zu fahren...

Vielleicht ist es der große Fehler das man sich mit dem Zustand zufrieden gibt. Ich würde trotz der Fehlkonstruktion mal wieder die einfachen Dinge kontrollieren, zum Beispiel den Spannungsabfall zwischen Batterie und Starter. Nachbars Unimog hatte den Knochen in der Masseleitung, der störte bei 24V und Benzinmotor nicht. Aber es wurde auf 12V Diesel umgebaut, da blieb dann viel auf dem Weg zum Starter hängen. Auch die Masseleitung messen. An einem Golf hatte ich mal eine verschmutzte Polklemme.

Dann hilft frisches Öl auch das die Drehzahl höher wird. Wie alt ist der Diesel ? Mal Ultrageil Diesel getestet ?

Und weil Itchy mich kennt wird er sich denken "Gary würde auch mit dem Startpilot..."
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon ando » Mi 4. Okt 2017, 14:53

hi,

also ich hätte da noch nen motor , den man mit ner gelenkwelle an die zapfwelle flanschen könnte.
hat auch schon die richtige aufnahme dafür.

dann vllt nen FU dazu und langsam anfahren.

ivh wollte damit ursprünglich nen generator bauen....aber die zeit...

lg

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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Desinfector » Mi 4. Okt 2017, 15:00

denn nützt das nix denn braucht der Coffman-Starter!
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon itchy » Do 5. Okt 2017, 03:43

Moin,

Danke für die vielen Tipps!

Wie Joschie schon schreibt: Fehlkonstruktion, zudem in miserablem Zustand.
Treibstoff / Filter etc sind neu. Kabel sind geprüft. Es bleibt dabei - der Motor ist schlecht.

Fazit zur ursprünglichen Idee das Ding mit einem Servernetzteil anzuwürgen: wenig praktikabel.

Procedere wie vorher auch: frische Batterie hintragen, Startpilot mitnehmen, viel fluchen, knapp dem Erstickungstod entrinnen.

Ein tüchtiger Böller im Ansaugtrakt löst das Problem sicherlich auch...

VG,
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon radixdelta » Do 5. Okt 2017, 08:02

Statt Batterie schleppen würde ich dann aber einen alten Schweißtrafo hintragen und da stehen lassen und einen alten Bleiklotz im Trecker stecken lassen.
Und wenn ein Fenster in der Nähe ist ein Solarpanel um den Bleiklotz wenigstens rudimentär am Leben zu erhalten, obwohl der bei gelegentlicher Nutzung der Maschine eigentlich so durchhalten sollte. Tut meiner im Trecker auch, da lädt die Lima nicht, wird so 1-2x im Jahr mit Ladegerät von Lidl für ein paar Tage durchgeladen und fertig.
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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Roehricht » Do 5. Okt 2017, 09:46

Hallo,

Bevor Du riesige Netzteile ankarrst, würde ich es erstmal mit einem kleineren Netzteil probieren. Die Spannung würde ich etwas höher wählen. Gerne mal 15V oder 16V.


Strom , und zwar mit Konstantstrom Laden, die passende Spannung stellt sich dann von selbst ein. Wenn die dann auf 20V hochläuft ist die Batterie eh reif für die Tonne. Wenn die Zelle sulfatiert sind durch zu langes und häufiges entladen stehen lassen gibts wenig chance die Batterie wider hinzubekommen. Ein Batterie die selten gebraucht wird muss man irgendwie immer mal entladen und wieder aufladen.

Übrigens , diese neumodischen Inverter-Schweisgeräte, also die leichten Geräte auf Schaltnetzteil Basis sind hervorragende Starhilfegeräte. Da ist mit einmal Leben in der Batterie.

Und wie gesagt der Fadenstarter hat schon etwas Plan von der Sache.

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Re: potente Starthilfe

Beitragvon Osttiroler » Fr 6. Okt 2017, 18:35

Mal ne blöde Frage...
Wenn du mit Netzteil starten willst, gibts da in der Nähe Strom.

Wenn der Anschluss 2kW liefern kann, könnte es helfen, einen solchen elektrischen billigsdorfer Vorwärmer dranzuschlossern.
Ein Freund, der Triebfahrzeugführer bei den ÖBB ist, hat in seinen Traktor, den er im WInter zum Schneeräumen braucht, der einen Perkins Motor mit miserablem Kaltstartverhalten eingebaut hat eine Eberspächer 5KW Wasserstandheiung eingebaut.
Wie bei Diesellokomotiven wird der Traktor vor dem Start vorgewärmt. 20 Minuten reichen für Start in wenigen Kompressionshüben. Die Heizung braucht dafür etwa 2-3 Ah aus der Batterie.
mit 50 oder 60°C dürfte sogar so ein Arschlochmotor anspringen.

lg Lukas
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