WIG Möller, welches Kühlmittel?

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WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Di 9. Mai 2017, 20:09

Ich habe ein altes und ziemlich riesiges WIG Gerät, wassergekühlt.
Vor 2 Jahren musste ich ein neues Schlauchpaket kaufen, weil das alte undicht war. Eine gutes Jahr später ist die Kupferleitung darin durchkoridiert ich frage mich warum. (Der Laden in dem ich es gekauft habe" das haben wir schon öfter gehört, kann man nicht reparieren"- so ein Schlauchpaket kostet 250€)

Anfangs hatte ich destiliertes Wasser drin, evtl. war das schon der Fehler?
Ich habe jetzt gesehen, das moderne Geräte ein besonderes Kühlmittel haben. Haltet ihr es für eine gute Idee Kühlerfrostschutz einzufüllen, den gibt es ja auch antikorrosiv.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Virtex7 » Di 9. Mai 2017, 20:21

evtl. bei EWM anrufen, die kennen sich da sicher aus und haben meiner Meinung nach sehr hochwertige Geräte.

ich selbst würde allerdings auch Kühlerfrostschutz verwenden oder ein Mittel für PC-Wasserkühlungen, die haben auch Alu und Cu, meist sogar noch Eisenmetalle im Kreislauf.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon basti1 » Di 9. Mai 2017, 20:29

Wir haben immer kühlerfrostschutz eingefüllt. Einfaches blaues. Stand bei uns in der Werkstatt Rum im 20l Kanister.


MFG Sebastian
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Kuehnetec » Di 9. Mai 2017, 20:57

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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Joschie » Mi 10. Mai 2017, 08:47

Hallo Gobi,

ich hätte bei Kühlerfrostschutz keinerlei Bedenken.

Meine wassergekühlten Mig Brenner leben auch noch alle, sind Dicht und teilweise über 20 Jahre alt.

Früher wurden bei Merkle die Geräte mit einer Mischung aus Wasser und Spiritus gefüllt, das ging auch Jahrzehnte problemlos.

Aber übertreib die Mischung nicht da Kühlerfrostschutz eine geringere Wärmetransportkapazität hat als Wasser.

Grüße
Josef
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Mi 10. Mai 2017, 08:54

Der sehr niedrige Leitwert von 4μS reduziert erheblich die Elektrokorrosion aller Metallteile des Kühlsystems

Was auch immer 4μS bedeuten soll, bei mir wird das Kupferkabel deutlich angegriffen, ich frage mich warum. Ein "edleres" Metall wird nicht mit im Kreislauf sein, Säure kann man eigentlich auch ausschließen. "Niedriger Leitwert" spricht eher für dest. Wasser
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon duese » Mi 10. Mai 2017, 08:58

Destilliertes bzw. Demineralisiertes Wasser ist hochkorrosiv. Da praktisch keine Iionen drin sind, lösen sich sehr gerne welche aus den umliegenden Metallen raus...
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Chemnitzsurfer » Mi 10. Mai 2017, 08:59

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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon xoexlepox » Mi 10. Mai 2017, 10:07

Was auch immer 4μS bedeuten soll...

Das ist der Leitwert, und damit der Kehrwert des Widerstandes: 4µS entsprechen 250kΩ.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Blechei » Mi 10. Mai 2017, 10:23

duese hat geschrieben:Destilliertes bzw. Demineralisiertes Wasser ist hochkorrosiv. Da praktisch keine Iionen drin sind, lösen sich sehr gerne welche aus den umliegenden Metallen raus...

Moins
ist theoretisch sicher richtig, aaaber:
Wir haben im Betrieb ein paar Spritzgiesmaschinen, die Formen werden mittels Kaltwassersatz gekühlt, ca 40m entfernt.
Die Leitungen fürs Kühlwasser wurden seinerzeit (13 Jahre) entgegen allgemeiner Praxis
in Kupfer ausgeführt, normalerweise wird sowas mit Kunststoff verrohrt.
Da die Formen aus Stahl sind gabs ewig Probleme mit zukorrodierten Wasserkanälen in den Formen,
eine ist sogar durchgerostet.
Ein Ölkühler aus Alu hat auch aufgegeben, 500 liter Hydrauliköl-/Wasserpampe machen richtig Spaß.
Ich habe dann (6Jahre her) die Anlage komplett entleert, alles mit Demiwasser gespült,
zwei Filter (handelsüblich Trinkwasser) installiert und alles mit Demiwasser gefüllt.
Im ersten Jahr mußte ich noch 2x die Filter wechseln, waren Rostbröckcken von 0,01 bis 3mm drin.
Seitdem bleibt das Wasser klar, die Filter werden wöchentlich kontrolliert wg ISO9000.
Achso: Demiwasser ist Branchensprech für demineralisiertes Wasser. Stellen wir aus Leitungswasser
mittels Filterpatronen her.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Sir_Death » Mi 10. Mai 2017, 10:39

Blechei hat geschrieben:
duese hat geschrieben:
.... Stellen wir aus Leitungswasser
mittels Filterpatronen her.


Wenn das nicht extrem demineralisiert ist, ist das perfekt. Problematisch ist es nur, wenn es ultra-demi Wasser oder Destilliertes Wasser ist.
http://ve-wasser.net/wissen/
(Hat mich jetzt 15 Minuten gekostet, mich zu erinnern, wo ich das Problem letzten schon beschrieben hatte - wir hatten auf der Arbeit einen Ausfall mit Ultra-Demi-Wasser (0,4uS))

EDIT: Zitat aus dem Link:
Wirkt VE-Wasser aggressiv auf Materialien?

Weil hochreines VE-Wasser mit einem Leitfähigkeitswert zwischen 0 … 5 µS bestrebt ist, sich mit Mineralien zu sättigen, entzieht es Diese aus seiner Umgebung. Metalle korrodieren, Kunststoffe werden hart, Aluminium wird angegriffen. Wenn man aber VE-Wasser auf einen Wert >30 µS verschneidet, ist die Qualität ähnlich unserem Regenwasser. Also völlig bedenkenlos und nicht mehr agressiv. Dafür aber mit allen Vorteilen wie Kalkfrei
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Blechei » Mi 10. Mai 2017, 10:54

Tja, so genau weiß ich da auch nicht bescheid, kann den Leitwert aber mal erfragen.
Wenn ich Demiwasser brauche gehe ich ins Labor, der Laboronkel popelt im rechten Nasenloch und dreht den Wasserhahn auf.
Da dran ist eine Kartusche (höhe 1,5m, dia 30cm, erkennbar aus Faserverbundwerkstoff) mit Wasseruhr angeschlossen und
aus der läuft dann mein Demiwasser.
Ich glaube aber, das die erwünschte Wasserhärte eventuell auch ohne Popeln zu erreichen ist...;-)
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Sir_Death » Mi 10. Mai 2017, 11:11

Blechei hat geschrieben:Tja, so genau weiß ich da auch nicht bescheid, kann den Leitwert aber mal erfragen.
Wenn ich Demiwasser brauche gehe ich ins Labor, der Laboronkel popelt im rechten Nasenloch und dreht den Wasserhahn auf.
Da dran ist eine Kartusche (höhe 1,5m, dia 30cm, erkennbar aus Faserverbundwerkstoff) mit Wasseruhr angeschlossen und
aus der läuft dann mein Demiwasser.
Ich glaube aber, das die erwünschte Wasserhärte eventuell auch ohne Popeln zu erreichen ist...;-)


Na wenn es nur eine Kartusche ist, dann ist es ziemlich sicher "normales" Demi-Wasser kein Ultra-Demi-Wasser. Für die 0,4uS sind 3 Patronen in Serie. Dann glaube ich dir sofort, dass das perfekt funktioniert.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon duese » Mi 10. Mai 2017, 11:16

Anmerkung nebenher: die Einheit ist in der Regel µS/cm!
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Sir_Death » Mi 10. Mai 2017, 11:19

duese hat geschrieben:Anmerkung nebenher: die Einheit ist in der Regel µS/cm!



Ja, hast ja eh recht :oops: das "/cm" erspart man sich aus Faulheit gerne...
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Mi 10. Mai 2017, 12:45

Ich hatte das Wasser aus dem Drogeriemarkt geholt, das wird ja wohl nicht so krass entmineralisiert sein? Andererseits wäre das da plausibelste Erklärung
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Sir_Death » Mi 10. Mai 2017, 13:00

Gobi hat geschrieben:Ich hatte das Wasser aus dem Drogeriemarkt geholt, das wird ja wohl nicht so krass entmineralisiert sein? Andererseits wäre das da plausibelste Erklärung


lässt sich nicht so pauschal sagen. Ich habe in Baumärkten schon die verschiedensten Qualitäten an Demi-Wasser gefunden.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Virtex7 » Mi 10. Mai 2017, 14:03

vmtl. ist das Zeug aus dem Hahn "nur" vollentsalzt, braucht man nicht für komplett Demin. eine Umkehrosmoseanlage?
Achtung, Halbwissen...
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon scotty-utb » Mi 10. Mai 2017, 14:24

In welche Kathegorie lässt sich eigentlich das (kondens-) Wasser eines Luftentfeuchters einordnen?
Das ist ja eigentlich wirklich destilliert (weil aus der Luft geholt)
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon duese » Mi 10. Mai 2017, 15:00

Plus mit Staub angereichert.
Aber wohl ziemlich korrosiv. Ich hab erst vor kurzem die Story gehört, dass jemand fürs Kondensat einer Wärmepumpe eine 0815-Pumpe eingesetzt hat und diese nach kürzerer Zeit den Dienst quittiert hat (zwei Pumpen sind wohl gestorben, bis eine geeignete verbaut wurde).
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Sir_Death » Mi 10. Mai 2017, 15:12

duese hat geschrieben:Plus mit Staub angereichert.
Aber wohl ziemlich korrosiv. Ich hab erst vor kurzem die Story gehört, dass jemand fürs Kondensat einer Wärmepumpe eine 0815-Pumpe eingesetzt hat und diese nach kürzerer Zeit den Dienst quittiert hat (zwei Pumpen sind wohl gestorben, bis eine geeignete verbaut wurde).


Das glaube ich sofort. In der Luft sind ja auch diverse andere Gase und Chemikalien vorhanden. Würde mich im Gegenteil wundern wenn da nix Saures dabei raus kommen würde. Brauch nur das Kühlregister von meinem Luftentfeuchter anschauen, wie schwarz das ist. Das Heizregister davon ist allerdings relativ blank.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon bastl_r » Do 11. Mai 2017, 09:15

Moin

Fachleute die solche Geräte reparieren und Garantie auf ihr Werk geben müssen verwenden HKF15
Hab meines von domialeman. Der hat in diesem Thread auch einiges nützliches dazu geschrieben.

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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Do 11. Mai 2017, 13:38

und dies bei einem sehr hohen PH-Wert und einer noch geringeren elektrischen Leitfähigkeit (vor allem wichtig
im WIG DC Bereich)

DC schweiße ich des öfteren in der Gegend von 200A (Aluguss) ...
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon bastl_r » Do 11. Mai 2017, 20:59

Gobi hat geschrieben:DC schweiße ich des öfteren in der Gegend von 200A (Aluguss) ...


Ähhh
Des Kühlmittel ist dazu gedacht, den Brenner von innen zu kühlen. :mrgreen:

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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Fr 12. Mai 2017, 08:23

Echt? :mrgreen: Mich hat jetzt eher gewundert, das sie DC als korrosiver einschätzen? Und hoher PH Wert?
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