WIG Möller, welches Kühlmittel?

Der chaotische Hauptfaden

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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon xoexlepox » Fr 12. Mai 2017, 10:02

Mich hat jetzt eher gewundert, das sie DC als korrosiver einschätzen?

Das ließe sich ggf. mit de Ionenbewegung an der Korrosionsstelle erklären: Bei DC wandern die Ionen nur in eine Richtung (weg), bei AC ist das eher ein "Gewackel", wobei demzufolge nur wenig Material "transportiert" wird. Das ist zumindest meine Vorstellung von den Korrosionsvorgängen.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Fr 12. Mai 2017, 20:41

oh sorry AC/DC verwechselt! Alu schweißt man natürlich mit Wechselstrom!
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Virtex7 » Sa 13. Mai 2017, 02:52

so falsch ist es nicht....
dieser "Wechselstrom" ist effektiv DC mit Rippel.
ich hab hier z.b. 20% AC-balance eingestellt, das heißt 80% Nadel auf - und 20% Nadel auf + gepolt.
also nur zum Alu braten.

Gruß,
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Sa 13. Mai 2017, 19:53

Mein Ding ist so alt, da kann man nichts in der Richtung einstellen. Gleich - oder Wechselstrom. Ampere, bisschen Nachlauf. Das wars
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Virtex7 » Sa 13. Mai 2017, 20:15

ah, verstehe..
Frage: wie sehr brennt die die Nadel bei AC ab?
bzw: welche Nadelgröße nimmst du für 200A AC?

ich experimentiere da noch etwas.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Sa 13. Mai 2017, 20:58

Abbrennen ist schwer zu sagen, weil sie ist so stumpf geschliffen, das es ziemlich egal ist. Mir "zerbröselt" die vorne eher. Ich hab aber selbst vergleichsweise wenig Ahnung /Erfahrung und wünschte selbst, ich könnte ab und zu mal jemand fragen.
Ich hab dann schon eher eine fette Nadel drin - 4mm
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Joschie » Sa 13. Mai 2017, 21:30

Hallo zusammen,

nur mal ein dummer Gedanke zu dem Thema, was würde passieren wenn sich ein gewisser "Leckstrom" über Brenner - Wasser - Kühler aufbauen würde. Dann könnte es doch passieren das es den Brenner schädigt?

Diese Frage ging mir heute Nacht durch'n Kopf und irgendwie fand ich keine Zufriedenstellende Antwort.
Wie seht Ihr das?

Grüße Josef
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon bastl_r » Mo 15. Mai 2017, 21:30

Habt ihr mal eine Wassersuppe mit Wechselstrom beaufschlagt? Das gibt eine sehr seltsame Mischung weil an allem was als Elektrode dienen kann Material abgetragen wird und sich nirgends mehr sinnvoll anlagert.
Mir ist letztes Jahr ein wassergekühltes Aluprofil durchkorrodiert das nicht mal all zu lang mit Regenwasser als Kühlmedium betrieben wurde :evil:
Hinterher wusste ich, warum ich mal Kärcher als Hochdruckreiniger abgelehnt habe weil die Alu im Wasserbereich einsetzen...

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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Do 2. Nov 2017, 17:49

Mist, jetzt ist der Schlauch wieder geplatzt. Ich habe einfach nicht mehr genung Durchsatz, das Wasser fängt an im Schlauch zu kochen und dann PFFFFFFFFFF......

Natürlich werde ich jetzt so schnell wie möglich versuchen ein neues Paket aufzutreiben, Kostet allerdings so ca. 250 Öcken.
Deshalb überlege ich schon mal vorraus für die Zukunft, diesen sensiblen "Schlauch" selbst herzustellen. In Wirklichkeit ist das nicht einfach ein Schlauch mit Schraubanschlüssen, sondern es ist innen auch noch eine Masseleitung an die Verschraubungen verpresst. Dann der Schlauch aussenrum und auch verpresst. Das könnte man auch anders machen, die Frage ist:
Wo könnte ich die Masseleitung herbekommen? Durchmesser so ca. 8mm, nicht isoliert, rund und "geflochten".

Habe erstmal überhaupt keine Idee??
Zuletzt geändert von Gobi am Do 2. Nov 2017, 23:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Neat » Do 2. Nov 2017, 18:30

Hallo zusammen,

Hier wurde das ganze auch schon mal Thematisiert.

http://www.werkzeug-news.de/forum/viewt ... 46&hilit=kühlmittel+wig

Ich hoffe das hilft ein wenig wie weiter.

Grüße

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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Do 2. Nov 2017, 23:08

Danke, lese ich mir gleich mal durch.

Mir ist eingefallen Kupferseil für die Halogen "Freileitungen"! Wie heißt das genau? Sollte es ja irgendwo noch geben....
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon xoexlepox » Fr 3. Nov 2017, 08:54

Mir ist eingefallen Kupferseil für die Halogen "Freileitungen"!

Diese "Seilsysteme" könnten zwar Kupfer enthalten, bestehen aber wohl eher großteils aus Stahl -> Reine Kupferseile würden mit der Zeit (unter Zuglast) immer länger werden ;)
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Joschie » Fr 3. Nov 2017, 10:56

@Gobi,
könnte es sein das dein Schlauchpaket für die geforderte Leistung zu schwach dimensioniert ist?
Hatte ich so ähnlich auch schon mal, hab mich gewundert wieso mir der Brennerkopf am Sigma wegschmilzt trotz Wasserkühlung. Ja, war ein 300 Ampere Brenner, der ist aber nur für 50%ED gedacht und wenn man dann mal mit 280Ampere über längere Zeit aufpanzert dann kann der Brenner die Leistung nicht wegbekommen.

Nebenbei gefragt, mit welchen Leistungen arbeitest du im WIG bereich?

Grüße
Josef
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Fr 3. Nov 2017, 11:21

Das hab ich mich auch schon gefragt! Ich schweiße so um die 200 Ampere, dann auch mal eine halbe Stunde lang - so ganz grob gesagt. Fakt ist jedenfalls, daß das Wasser zu schlecht durchkommt - ich hau vorne mächtig Druck rein und hinten tröpfelt es nur raus... Der Brenner war aber eigentlich mal für höhere Leistungen bestellt - ich check das noch mal.

@xoexlepox: kann ich solche Seile dann trotzdem nehmen, oder meinst Du, die haben höheren Widerstand?
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Attimus » Fr 3. Nov 2017, 11:46

Nach dem mich das mit der Selbstbau Leitung auch interessiert hat, hab ich mal ein wenig gesucht:

Dieser Shop liefert zwar nur an Firmen, aber hier sieht man zumindest welche Suchbegriffe man verwenden kann!
https://shop.druseidt.de/flexible-verbindungen/isolierte-und-nichtisolierte-litzen-und-leitungen/hochflexible-e-cu-rundlitzen-in-anlehnung-an-din-46438/

35mm² hat demnach 9mm Außendurchmesser und würde auch zu den 200A passen!
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Joschie » Fr 3. Nov 2017, 12:02

Gobi hat geschrieben:... hau vorne mächtig Druck rein und hinten tröpfelt es nur raus...


Das ist aber nicht ganz normal, könnte es sein das sich der Brenner zugesetzt hat?
Schon mal Rückgespült?

Grüße
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon xoexlepox » Fr 3. Nov 2017, 12:23

kann ich solche Seile dann trotzdem nehmen, oder meinst Du, die haben höheren Widerstand?

Naja, der spezifische Widerstand von Kupfer und Stahl differiert schon so um Faktor 10 ;) Und für die von dir benötigten Ströme werden diese Seile wohl kaum ausgelegt sein.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Bastelbruder » Fr 3. Nov 2017, 13:48

Welche Art Wasser wird da zur Kühlung verwendet? Nicht daß sich in den zu kühlenden Teilen - speziell im Brenner - Kesselstein abgesetzt hat wie in der Kaffemaschine...
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Fr 3. Nov 2017, 22:18

Mir ist die Sache auch ziemlich unklar.
Ich habs heute geschafft, den Schlauch wieder zu flicken, was eigentlich nicht geht. Der Durchluss war eigentlich einigermaßen, so ein ganz schwacher Pipi Strahl, war schon mal noch weniger. ABER: die Pumpe haut vorne mächtig Druck rein, so viel, daß ein billig Gartenschlauch im Schweißgerät schon mal geplatzt ist.
Dann habe ich eine Weile geschweißt und wollte mich schon freuen, das es klappt aber genau das Gleiche, Schlauch wieder geplatzt (vermutlich, hab noch nicht reingesehen) Ich vermute, daß Wasser kommt ins kochen und das führt erst recht zur Verstopfung.

Gespühlt habe ich schon vor Wochen ausgiebigst, da kam auch einer Schmodder, dann hatte ich eine ganze Weile einen Benzinfilter in der Leitung, inzwischen ist das Wasser aber klar.

Im Schweißbedarf hat man mir heute dringest zu Kühlmittel geraten, so teuer ist es auch nicht.
Also neuer Brenner muss auf alle Fälle her - den Schlauch würde ich trotzem gerne herstellen - obwohl die mir auch dafür einen Austausch anbieten, mal sehen was das kostet...
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Fr 3. Nov 2017, 22:19

@Attimus: danke für den Link! das dürfte ziemlich genau das Zeug sein, das da verbaut ist! Mal sehen, ob man nicht an die ran kommt....
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon xoexlepox » Fr 3. Nov 2017, 22:31

...einen Benzinfilter in der Leitung, inzwischen ist das Wasser aber klar.

Daß das Wasser klar ist, besagt relativ wenig über dessen Möglichkeit, irgendwo "Kalk" abzulagern, und auch ein Benzinfilter hindert es nicht daran ;) Wie hoch ist bei deinem Kühlwasser die Wasserhärte?
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Gobi » Sa 4. Nov 2017, 00:42

Kalk kann ich einigermaßen ausschließen, denn ich hatte immer entmineralisiertes Wasser reingegeben. Erst jetzt, wo es öfter mal "saut" habe ich das aufgegeben. Ehrlich gesagt, ich sehe da auch nicht das große Problem, denn es ist ja eigentlich nicht so, daß das Wasser verdampft und ständig nachgefüllt wird. Da entsteht ja kein neuer Kalk. Wie auch immer, demnächst komt ja Spezialmittel.

Ich kann nur hoffen, daß das neue Schlauchpaket besser durchläuft und das auch so bleibt.
Attimus hat oben geschrieben, das 9mm Seil würde für 200A reichen, für mehr also nicht mehr?
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Attimus » Sa 4. Nov 2017, 01:40

Die Information mit den 200A habe ich aus diesem PDF (Wieder anderer Hersteller):
http://www.hinkel-elektronik.de/pdf_node/705.pdf

Ich denke Wassergekühlt sollte da VIEL MEHR gehen, da ich die Nennbelastbarkeit sicher auf "luftgekühlt" bezieht!
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Mastermuffel » Sa 4. Nov 2017, 02:57

Das hier ist eine nette Grafik, die verdeutlicht welche Metalle man im (Heizungs-)Kühlwasser besser nicht kombinieren sollte.
Bild
http://www.bosy-online.de/Heizungswasser.htm

9 mm ist aber nicht das Seil sondern der Schlauch in dem die Lize drin ist oder? Da reichen da Flüssigkeitsgekühlt auch 5mm aus.
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Re: WIG Möller, welches Kühlmittel?

Beitragvon Bastelbruder » Sa 4. Nov 2017, 08:53

Halogenfreileitungen dürfen ziemlich heiß werden, die Konvektion funktioniert hervorragend auch in quasi stehender Luft. Auch ohne Mathematik. Und sie ist kurzzeitig Überlastungsfähig, das Kühlsystem wirkt exponenziell.

Bei Wasserkühlung läßt sich die benötigte Durchflußmenge recht einfach berechnen, die Werte von Leitungswiderstand und Strom reichen vollkommen aus um die benötigte Wassermenge pro Zeit zu bestimmen. Nennenswerte Wärmekapazitäten gibt es nicht, eine auch kurzzeitige Überlastreserve besteht deshalb nicht. Unpraktisch, daß genau dort wo das Wasser fast "verbraucht" ist, auch die höchste Verlustleistung entsteht. Ich würde mit einer maximal zulässigen Ausflußtemperatur von 70°C rechnen. Und eine Temperaturüberwachung einbauen.
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