Radwechsel - wie machen das die Profis?

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Joschie » Mo 29. Mai 2017, 00:28

Wenn die wirklich festgerostet sind dann kommt der hydraulische Richtsatz raus. Damit gehts recht entspannt.

Aber an unseren Kisten hab ich das noch nie gehabt.
Bei mir kommt auf die Nabe und die Auflagepunkte der Felge ein Schuss aus Drahtseilspray oder einfaches Kettenfett (Motorradfahrer kennen das). Hat bisher immer geholfen.

Grüße
Josef
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mo 29. Mai 2017, 00:31

Kann es sein, dass es beim Montieren noch feucht war, evt. vom Saubermachen der Räder oder gar Salzlauge vom Fahrbetrieb? Ich muss im Winter nicht fahren und meide den Fahrzeugeinsatz bei den heutigen Salz(un-)mengen, wie der Teufel das Weihwasser, daher ist mir dieser Effekt nicht bekannt.
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon gafu » Do 1. Jun 2017, 19:02

sieh dir mal die naben genau an. bei den autos wo die räder so phänomenal festgammeln stehen oft die naben außen über das zentralloch der felge über, und auf dem herausstehenden rand baut sich rost auf.

Dagegen hilft fett. Aber nicht auf dem Rost, sondern auf dem Metall nachdem man den rost entfernt hat. Ja die meisten werkstätten sind dafür zu faul. Ist ja auch besser fürs geschäft, wenn der kunde die räder nicht selbst runterbekommt und in die werkstatt muss.

Zu dem thema "die radschrauben unbedingt trocken lassen" sag ich nur: Ich glaube nicht, das die verfälschung des anzugsmomentes bei einer rostigen schraube geringer ist, als bei einer sauberen mit einem hauch fett. Mitunter wird dann aufgrund der schwergängigkeit des rostigen gewindes gar nicht die nötige vorspannung der schraube erreicht, die aber wichtig ist damit das rad noch bei bergabfahrt und heißer nabe ordentlich fest ist.
Es ist völlig ausreichend wenn der Bund der schraube trocken ist, dann knallt das beim aufmachen schon genug, da muss nicht noch das gewinde vergammelt sein.

Meine erfahrung aus den letzten 10 jahren ist: wenn die gewinde sauber sind (und einen hauch graphitfett haben) und man die bolzen dann mit dem richtigen drehmoment angezogen hat, ist im normalfall auch beim nachziehen nach einigen kilometer alles so fest, das gar keine schraube sich nochmal nachziehen lässt, oder nur mal 1 so einen ganz kleinen knack, jedoch niemals erwähnenswert sich da irgendwas nachdreht.
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Virtex7 » Fr 2. Jun 2017, 14:13

ich scheiße auch seit inzwischen >10 Jahren auf diese "Radschrauben müssen trocken sein" Leute. Kupferpaste oder Keramikpaste und nie eine sich losdrehende gehabt.

Wenn mans ausrechnen will, es gibt für trockene sowie gefettete Schrauben die Reibkoeffizienten in den Maschinenbau-Tabellenwerken, kann man alles nachlesen.
Anders gedacht: wie wahrscheinlich ist es, dass die trockene, evtl. angerostete Schraube irgendwann beim Eindrehen so viel Haftreibung bildet, dass das Drehmoment nicht mehr reicht, sie zu drehen, obwohl das Nennmoment noch nicht erreicht ist... ich denke hoch. Habs aber nicht ausgerechnet.

vor einer gewissen Zeit hatte ich schon mal den Plan, eine Umfrage zu starten von wegen "wer schmiert seine Radbolzen und wenn ja mit was" :D
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Matt » Fr 2. Jun 2017, 14:35

ich schmiere Keramikpaste auf Auflagefläche, aber nur beim Alufelgen...und gewinde bisserl mit Cu Paste..

auch nie losgedrehte Schraube gehabt.

Das hab ich gemacht, nachdem ich Sommerreifen mit Winterreifen runtergeklopft dürfte, seither gibt diese Schauspiel nicht mehr, wo ich mit Reifen auf Auto zuhaut.
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Profipruckel » Sa 3. Jun 2017, 23:24

Joschie hat geschrieben:Wenn die wirklich festgerostet sind dann kommt der hydraulische Richtsatz raus. Damit gehts recht entspannt.
Hahaha, erstmal haben eine Hydraulik!

Drahtseilspray oder einfaches Kettenfett
Josef - Du bringst mich auf den Weg: Anstatt Montagepaste muß ich einen Salzwasserbeständigen Schmierstoff einsetzen - die Nabe ist ja heftiger Bewitterung ausgesetzt.

Kettenspray kenne ich und habe ich da, das Zeug hat eine sehr hohe Druckbeständigkeit. Ich glaube, mein leuchtgrünes Fett aus der Kartusche wird besser sein, das ist Salzwasserfest.

Gruß
Manfred
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon gafu » Mo 5. Jun 2017, 12:33

da gibts ja genug zeug was für die bewitterung gedacht ist. Ob nun seilfett, oder bootsfett (gibts für wenige euro von liqui moly in der 400gramm kartusche) ist dabei gar nicht so wichtig.
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Hansele » Mo 5. Jun 2017, 12:55

Ganz allgemein zu Thema, wie machen das die Profis?

Ich habe mir von einem Altmeister mal sagen lassen:

"Junge, nicht mit Gewalt, nimm einen größeren Hammer"

Hat sich schon oft bewahrheitet, kommt aber auch immer auf die Arbeit und das Reparaturobjekt an.

Grüßle
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Toddybaer » So 17. Sep 2017, 15:03

So,

ich rühr das nochmals hoch.
Also Schrauben fetten oder nicht. als ich das letzte Mal die Vorderräder vom T4 los hatte, hab ich bewusst einen Tropfen Öl an die gammeligen gewinde gemacht. Weil das knirschte schon beim festziehn.Beim Lösen hab ich meinen Radmutternschlüssel getötet.
Lange Rede kurzer Sinn
ich, oder besser mein Bus hatte heute ein Rad ab. bei ca. 50 km/h verließ uns das linke vorderrad. Den Lärm zuvor hatte ich auch ein defektes Radlager geschoben..
Nicht viel Passier, Beule im Kotflügel und Radlauf Richtung Tür verbogen, wegen dem Rad. Felge im Eimer. Alle 5 Radschrauben hinüber. Das komische Bremsblech bei der Bremsscheibe ist ab und die Bremsscheibe hat keinen Rostrand mehr.

Ich fahr seit kurzem ja andere Felgen, aber die hatte ich schon länger drauf und die Schrauben lösten sich gewohnt beschissen beim letzen mal. Daher ja auch das Öl.
auch die Schrauben auf der rechte Seite waren nicht mehr so fest wie gewohnt. Die Vermutung liegt nahe das es am Öl lag.

Naja, hat noch jemand 5-10 neue/ andere Radbolzen für mich? Wei einer ob der T3 die gleichen Radbolzen hat? Da könnten noch welche im aussenlager liegen

MFG Thorsten
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon tschäikäi » So 17. Sep 2017, 18:38

Die Räder die man gerade nicht montiert hat, kann man innen am Zentrierring mit Farbe bepinseln.
Fett geht wohl auch, ist aber weniger dauerhaft.
"Paste gegen Passungsrost" könnte ebenfalls einen Versuch wert sein.

Wenn die Räder mal gar nicht abgehen, wie schon erwähnt Schrauben/ Muttern ne Umdrehung lockern und ein paar Meter Schlangenlinien fahren.
Dass man das aufm Hof oder einmal durch die 30er Zone macht ist denke ich klar. Kein Autobahn ;)
Rostlöser oder zur Not WD Pfirsisch kann wohl auch helfen.
Gasbrenner und Co. würde ich lassen. V.a. bei Alufelgen (Lack) und da dort oft Simmerringe zur Zentrierung verbaut sind.

Gruß Julian

PS: Die sogenannten Profis machen das genau so. Ich weiß das weil ich mal einer war. :D
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon ZBPDT4MWM » So 17. Sep 2017, 19:26

Toddybaer hat geschrieben:So,

ich rühr das nochmals hoch.
Also Schrauben fetten oder nicht. als ich das letzte Mal die Vorderräder vom T4 los hatte, hab ich bewusst einen Tropfen Öl an die gammeligen gewinde gemacht. Weil das knirschte schon beim festziehn.Beim Lösen hab ich meinen Radmutternschlüssel getötet.
Lange Rede kurzer Sinn
ich, oder besser mein Bus hatte heute ein Rad ab. bei ca. 50 km/h verließ uns das linke vorderrad. Den Lärm zuvor hatte ich auch ein defektes Radlager geschoben..
Nicht viel Passier, Beule im Kotflügel und Radlauf Richtung Tür verbogen, wegen dem Rad. Felge im Eimer. Alle 5 Radschrauben hinüber. Das komische Bremsblech bei der Bremsscheibe ist ab und die Bremsscheibe hat keinen Rostrand mehr.

Ich fahr seit kurzem ja andere Felgen, aber die hatte ich schon länger drauf und die Schrauben lösten sich gewohnt beschissen beim letzen mal. Daher ja auch das Öl.
auch die Schrauben auf der rechte Seite waren nicht mehr so fest wie gewohnt. Die Vermutung liegt nahe das es am Öl lag.

Naja, hat noch jemand 5-10 neue/ andere Radbolzen für mich? Wei einer ob der T3 die gleichen Radbolzen hat? Da könnten noch welche im aussenlager liegen

MFG Thorsten


Mit wieviel Nm hast Du die angezogen?
Ich öle grundsätzlich bei meinem T4 nur die Gewinde, den Kugelbund lasse ich trocken. Gelöst hat sich da noch nie etwas, ich kontrollier auch immer brav nach 500km ob noch alle Räder da sind :twisted: Nach 50km prüfen verbraucht nur meinen knappen Bestand an Knackplättchen für den Dms ;)

Gruß Philipp
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Toddybaer » So 17. Sep 2017, 19:29

Hallo,

hab auch nur die Gewinde geölt. Und auch nur ein Tropfen.

Angezogen wie sonst auch. Hat sich noch nie was gelöst.

Wären die auf der rechten seite nicht auch erschreckend unfest, könnt eman meinen die hat einer gelößt

MFG Thorsten
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon basti1 » So 17. Sep 2017, 19:42

Rad verloren hab ich auch schon :( hab die bolzen aber nur Hand fest angezogen. Vergessen nachzuziehen :oops:

Zieh die bolzen immer mit dem Drehmoment an und wurden noch nie nachgezogen. Habe aber schon versucht.


MFG Sebastian
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon andreas6 » So 17. Sep 2017, 20:02

So etwas hatte ich auch mal, ist über 30 Jahre her. Auf der Rücktour vom Fest auf dem Dorfe, wo meine Frau gelernt hat, zeigte der Oldtimer ungewohnte tempoabhängige Vibrationen im Fahrwerk. Ich habe vorsichtig angehalten, um meine schlafende, schwangere Frau auf dem Beifahrersitz nicht zu wecken. Beide Vorderräder waren lose, alle zehn Radmuttern locker. Ist vorher und nachher nie wieder passiert. Alle mit dem Radkreuz angezogen, hat sich nie wieder etwas gelöst. Räder setze ich stets mit Graphitpaste an, damit dort nichts fest rostet. Das war wohl ein ziemlich böser Scherz eines der anwesenden Traktorfahrer. Ich habe das nicht weiter verfolgt, aber seitdem Besuche dort vermieden. Meine Frau (es ist noch immer dieselbe) weiß bis heute nichts davon. Im Laufe der Jahre bekommt man ein ganz gutes Gefühl für ein normales Fahrwerk, jede Abweichung fällt auf. Eine Handvoll Schlamm in einer Felge nach Ackerbesuch rumpelt derartig, dass man nicht mehr als 70 fahren möchte.

MfG. Andreas
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Toddybaer » So 17. Sep 2017, 20:07

ich könnte mir auch vorstellen, das die Felge sich noch etwas "gesetzt " hat. Und sich das daher gelöst hat.
Komisch das auch links nicht so fest wie erwartet war.
Wenn hinten auch lose, dann MUSS da einer dran gewesen sein, die bekommt man in der Regel aber nur mit "frisiertem" Schlagschrauber oder mit langer Verlängerung gelöst. Da hab ich noch nicht geölt
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Toddybaer » So 17. Sep 2017, 20:12

ich könnte mir auch vorstellen, das die Felge sich noch etwas "gesetzt " hat. Und sich das daher gelöst hat.
Komisch das auch links nicht so fest wie erwartet war.
Wenn hinten auch lose, dann MUSS da einer dran gewesen sein, die bekommt man in der Regel aber nur mit "frisiertem" Schlagschrauber oder mit langer Verlängerung gelöst. Da hab ich noch nicht geölt
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Arne » So 17. Sep 2017, 20:29

Moin zusammen,

bei mir kommt beim Radwechsel bei Bedarf eine dünne und geizige Schicht Kupferpaste auf Nabe + Bolzen. Loser Dreck auf der Auflagefläche wird mit dem Handschuh abgerubbelt, die Reifen lassen sich seit sieben Jahren widerstandsfrei lösen. "Bedarf" bezeichnet ein hakeliges Gefühl beim einschrauben der Bolzen oder erkennbare Rostbildung. Aussage unseres lokalen Reifenmonteurs: Brems- und Beschleunigungskräfte (längs zur Fahrtrichtung) werden über die Auflagefläche von der Felge an die Achse übertragen. Da gehört kein Schmiermittel hin, sonst müssen das die Bolzen abfangen.

Liebe Grüße
Arne
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon BernhardS » So 17. Sep 2017, 20:51

Unsere örtlicher Reifenmensch hebt das Auto mit der Hebebühne hoch, geht drunter und schlägt mit einem anderen Rad von innen nach außen.
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon duese » So 17. Sep 2017, 21:29

Ich tu immer schon einen Tropfen Öl oder ein bisschen Fett aufs Gewinde und es hat auch nie was gelockert. Jetzt am Dacia musste ich dreimal nachziehen nach dem Wechsel auf Sommerreifen. Bin ja gespannt, wie das beim nächsten Wechsel wird.
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon ZBPDT4MWM » Mo 18. Sep 2017, 17:03

Toddybaer hat geschrieben:
Angezogen wie sonst auch. Hat sich noch nie was gelöst.



Komm, wieviel Nm?
Sei so nett und lass mich nicht dumm sterben ;)

Gruß Philipp
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon rene_s39 » Mo 18. Sep 2017, 18:26

Toddybaer hat geschrieben:Naja, hat noch jemand 5-10 neue/ andere Radbolzen für mich? Wei einer ob der T3 die gleichen Radbolzen hat? Da könnten noch welche im aussenlager liegen


Beim letzten Reifenwechsel zu Ostern fehlte unserem Audi A4 auch eine Schraube, wahrscheinlich auch einfach vergessen anzuziehen.
Sind dann Tags drauf zum Reifenhändler (oder war es Vertragswerkstatt?) und haben ne neue Schraube besorgt, Kostenpunkt 3,80€ und original.
Also wenn du 20-40€ hast, kannst du es ja auch so lösen.

Gruß,
Rene
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mo 18. Sep 2017, 18:33

Beim Bund gab es seinerzeit für die Rad-Kfz die Anweisung, auf jegliche Schmierstoffe (in der Regel Fett) an Radbefestigungsgewinden zu verzichten, da es das Anzugsmoment verfälscht. Die Anzugsmomente wären auf trockene Gewinde hin ausgelegt und die Reibung wäre entsprechend mit einkalkuliert.

Ich selber mache beim PKW auch einen Spritzer Ölspray auf die Gewinde. Gelockert hat sich bisher noch keine Schraube. Auch wenn nicht nötig, wo habe ich beim Prüfen (nach einigen Tagen bzw. Kilometern) noch nie etwas nachdrehen können/müssen.
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Toddybaer » Mo 18. Sep 2017, 20:34

Anzugsdrehmoment nach gefühl.
Also sonst hats imme rdicke gereicht, das man zum Losdrehen schon mal den langen Schlüssel brauchte.
Also ICH hatte immer große Mühe die mit dem Radkreuz zu lösen, mit dem Bordwerkzeug war das eher ein Ding der Unmöglichkeit.

Und ich denke nicht das ich den Tag zu wenig gefrühstückt hatte, zumal das Randanschrauben an zwei unterschiedlichen Tage erfolgte.

ICh kann mir aber auch nich tvorstellen das jemand die Schrauben gelöst hat. Zumal dann beidseitig.....
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Gary » Mo 18. Sep 2017, 21:15

Toddybaer hat geschrieben:Anzugsdrehmoment nach gefühl.
Also sonst hats imme rdicke gereicht, das man zum Losdrehen schon mal den langen Schlüssel brauchte.
Also ICH hatte immer große Mühe die mit dem Radkreuz zu lösen, mit dem Bordwerkzeug war das eher ein Ding der Unmöglichkeit.

Und ich denke nicht das ich den Tag zu wenig gefrühstückt hatte, zumal das Randanschrauben an zwei unterschiedlichen Tage erfolgte.

ICh kann mir aber auch nich tvorstellen das jemand die Schrauben gelöst hat. Zumal dann beidseitig.....


Na, da wird es wohl Zeit die Strategie zu wechseln, auf dein Gefühl kannst du dich nicht verlassen. Hast du nach 50km oder einen Tag nachgezogen ? Die Auflagefläche sauber gemacht ? Die Bremsscheibe auf der Nabe verdreht ?
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Re: Radwechsel - wie machen das die Profis?

Beitragvon Profipruckel » Mo 18. Sep 2017, 22:29

duese hat geschrieben:Ich tu immer schon einen Tropfen Öl oder ein bisschen Fett aufs Gewinde und es hat auch nie was gelockert. Jetzt am Dacia musste ich dreimal nachziehen nach dem Wechsel auf Sommerreifen.
Nachziehen müssen heißt schon "deutlich locker", da das Anzugsmoment aus der Bewegung heraus definiert ist, beim Nachziehen aber die Haftreibung überwunden werden muß.

Ich kann es aber bestätigen, mit Montagepaste an den Bolzen durfte auch ich binnen weniger hundert km zweimal erfolgreich nachfassen.

ZBPDT4MWM hat geschrieben:Komm, wieviel Nm?
Typische Herstellervorgaben sind um 100Nm, bei mir 130Nm.

Robby_DG0ROB hat geschrieben:Beim Bund gab es seinerzeit für die Rad-Kfz die Anweisung, auf jegliche Schmierstoffe (in der Regel Fett) an Radbefestigungsgewinden zu verzichten, da es das Anzugsmoment verfälscht. Die Anzugsmomente wären auf trockene Gewinde hin ausgelegt und die Reibung wäre entsprechend mit einkalkuliert.
So kenne ich das auch und wird es in jedem Bastelbuch abgeschrieben.
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