Das Projekt Think City

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon berlinerbaer » Di 5. Dez 2017, 03:14

Arndt hat geschrieben:Druckausgleichsstopfen werden ja offensichtlich mit Gold aufgewogen :roll:

Temperaturbeständiger, aber igoristisch:
Silikonmatte (Kuchenbackform) passend ausgeschnitten übers Loch legen und mit einer großen Unterlegscheibe, in die man drei bis fünf Löcher bohrt, festschrauben.

Beult halt etwas, wenn es warm wird, sollte aber bis 200°C temperaturbeständig sein.
Verschließen sollte man das Ganze in sehr trockener Atmosphäre, damit es kein Kondensationsproblem gibt.
Das ABS vom Gehäuse ist laut Materialbezeichnung im Datenblatt nur bis 80°C spezifiziert und so ab 110°C wird es weich.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon wernerc » Di 5. Dez 2017, 10:12

igoristisch ?
rigoristisch ? = streng ?

Das mit dem Silikon hat was fuer sich. Ich nehme die auch immer, wenn ich mehrere Schlaeuche in einem Entnahmegefaess brauche. Da kann man die Schlaeuche durchstecken und wieder entnehmen ohne ein Undichtigkeit zu erzeugen.
Das ganze sollte gut wasserdicht sein. Der Think City Motorraum ist bedingt durch die Konstruktion leider eines der groessten automobilen Feuchtgebiete.
Das gesamte Wasser der Frontscheibe laeuft direkt duch den Motorrraum ab.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon ferdimh » Di 5. Dez 2017, 13:57

Die historische Lösung wäre ein dünnes Rohr, dass man mehrfach wickelt und dann ins Freie entlässt (direkt am Ende der Wicklung).
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon wernerc » Di 5. Dez 2017, 14:23

So eine Kapillare ist aber auch nicht sooo einfach zu bekommen.
Und vermutlich auch nicht billiger.
Aber frueher vor Tefon und Membranen ging das wohl nicht anders.

ferdimh hat geschrieben:Die historische Lösung wäre ein dünnes Rohr, dass man mehrfach wickelt und dann ins Freie entlässt (direkt am Ende der Wicklung).
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon ferdimh » Di 5. Dez 2017, 14:23

Hier gibts die im Modellbauladen. Oder man schlachtet einen Kühlschrank.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Fritzler » Di 5. Dez 2017, 14:28

Oder man machts wie bei Festplatten?
Da is auch nen Loch in der Außenhülle und dahinter ist nochn Blech geklebt welches dann die Kapilare darstellt.
Also Festplatte schlachten und Spaß haben?
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Arndt » Di 19. Dez 2017, 09:16

So, ich bitte vielmals für die lange Stille um Verzeihung, die Weihnachtszeit ist im Augenblick so unglaublich besinnlich, das kann man sich garnicht vorstellen ;)
Derzeit geht es nur schleppend vorran, aber ich habe die Paltine jetzt auf einer 1cm starken Aluplatte montiert und den MOSFET direkt dadrauf gespaxt.
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Dicker kann die Platte momentan nicht sein, weil sonst das Gehäuse nicht mehr zugeht :roll:
Leider sind mir keine aussagekräftigen Bilder gelungen, aber die Befestigungsschraube des MOSFET sitzt doch recht dicht an den Flachsteckern, es könnte also (im wahrsten Sinne des Wortes) spannend werden :-)
al gucken wie ich das löse... Höhere Abstandsbolzen sind wegen dem Gehäuse halt nicht drin... Oder Silikon macht das schon ;)
Vorbereitungen für den Einbau laufen, zwischen den Feiretagen wird der Wagen dann vorläufig ausser Betrieb genommen, weil ich den HV stecker brauche...

Als Kabeldurchführungen habe ich mich für schönen Skintops entschieden, man ich liebe diese Dinger!
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Die Kabelanflickereit für die 400VDC-Zuleitung muss ich denn auchnochmal neu machen, weil ja der Stecker noch dran muss *grrr* :roll: :roll: Naja, das Übt!
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Da besorge ich mir dann aber noch Schrumpfschlauch mit Kleber, damit das auch einigermaßen dicht wird.... vielleicht gelingt es mir ja auch noch irgendwoher vernünftiges Kabel zu beschaffen.
Mit ein wenig Glück kommen dann die Sample von ON Semi noch, dann habe ich auch hier eine bessere (niederohmigere) Lösung.
Langfristig muss aber das Layout für V1.1 nochmal sinnig überarbeitet werden, mit der unterirdischen Montage des Fets gefällt mir das noch nicht so wirklich.

@ESD, Du hattest da noch eine schöne Idee für eine "Schutzschaltung" bei durchlegiertem FET, ich kriege es aber momentan nicht mehr zusammen...
War es -> Glühbirnen mit nem dicken Schütz parallel schalten, damit nicht mehr soviel Leistung über die Heizung geht? Das wäre dann aber in der Gesamtleistungsaufnahme nicht so schön. Oder war das als suizide Schaltung gedacht um die Sicherung zu killen?
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon wernerc » Di 19. Dez 2017, 10:20

Aha,

zurueck aus Finnland.
Na dann kann das Weihnachtsbasteln ja losgehen.
Sieht ja schon ganz gut aus, dann wirds ja hoffentlich bald wieder warm.
Ich hatte gerade mal wieder einen Wassereinbruch im Auto. Das haben die Dinger leider oefter mal.
Es gibt Stellen, die nicht gut gedichtet sind und wenn der Regen waagerec ht kommt und trifft auf so eine Stelle hat man Pech gehabt.
2 Stunden Heizluefter und das ganze ist wieder trocken.
Vielleicht hast Du ja Glueck und Deiner ist weitestgehend dicht. Die abgestellten Thinks habe ich so hingestellt, das die jeweils undichten Ecken nicht im Lee oder Luv ?? stehen.

Gruss

Werner
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon duese » Di 19. Dez 2017, 11:50

wernerc hat geschrieben:... im Lee oder Luv ?? ...


Eselsbrücke: Von Luv kommt die Luuuft her.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon ESDKittel » Di 19. Dez 2017, 12:49

Arndt hat geschrieben:@ESD, Du hattest da noch eine schöne Idee für eine "Schutzschaltung" bei durchlegiertem FET

Die Idee könnte jedoch unter "Spontane Einfälle sind grundsätzlich falsch!" fallen...
Den vorhandenen Übertemperaturöffner in Reihe zum Heizer und parallel zum Öffnerkontakt eine Reihenschaltung aus zwei 100W Leuchtobsten.
Die dann Übertemperatur signalisieren, als Vorwiderstand die Heizleistung reduzieren und durch den niedrigen Kaltwiderstand im Öffnungsmoment das Zünden eines Lichtbogens im Schalter verhindern.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon xoexlepox » Di 19. Dez 2017, 12:49

Da besorge ich mir dann aber noch Schrumpfschlauch mit Kleber, damit das auch einigermaßen dicht wird....

Als Notbehelf kannst du auch etwas Heisskleber auf den Tisch tropfen, "Fäden ziehen", und die Fäden dann um das Kabel wickeln, bevor du den Schrumpfschlauch darüber schiebst. Das ist zwar etwas mühsam, aber geht ;)
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon wernerc » Di 19. Dez 2017, 15:13

ESDKittel hat geschrieben:
Arndt hat geschrieben:@ESD, Du hattest da noch eine schöne Idee für eine "Schutzschaltung" bei durchlegiertem FET

Die Idee könnte jedoch unter "Spontane Einfälle sind grundsätzlich falsch!" fallen...
Den vorhandenen Übertemperaturöffner in Reihe zum Heizer und parallel zum Öffnerkontakt eine Reihenschaltung aus zwei 100W Leuchtobsten.
Die dann Übertemperatur signalisieren, als Vorwiderstand die Heizleistung reduzieren und durch den niedrigen Kaltwiderstand im Öffnungsmoment das Zünden eines Lichtbogens im Schalter verhindern.


Keine erstmal so schlechte Idee.
Allerdings sind die 100W Dinger gross -> passen in kein Gehaeuse und werden dann auch heftig warm.
Zusaetzlich muesste ja noch geprueft werden, ob das nicht doch nen Lichtbogen gibt, da waere ich mir ja nicht so sicher.
Oder war das jetzt nicht fuer den Nutzbetrieb sondern nur fuer Tests gedacht ?

Gruss

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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Arndt » Di 19. Dez 2017, 19:06

@ Werner: jupp, glück gehabt und nicht in der wildnis eingeschneit :lol: Kunde glücklich, happy end!
Basteln nur ausserhalb der Feiertage wegen besinnlich mit der Verwandtschaft zusammensitzen und so :D
Grundsätzlich habe ich noch das Problem des angeflickten Kabels, da ich bislang noch keinen neuen Stecker bekommen habe....
Könnte interessant sein das in dem Feuchtgebiet vernüntig dicht zu halten.



@Attimus:Danke für die Info! Frage mich, warum ich sowas noch nicht selbst gefunden habe?!
Aber Du bist gut "nicht übertreiben" :lol: hast Du gesehen, was das Zeug bei Völkner, bzw. Conrad kostet? (Mindestabnahme Menge 100m) :shock:
Habe leider keine Möglichkeit das Meterweise "auf dem kleinen Dienstweg" zu beschaffen :-( Grundsätzlich wäre das Shipflex natürlich schon quasi perfekt!
Oder könnte da jemand.... *vorsichtigguck* :geek:

Den "besten" habe ich hier gefunden, der bietet das ÖLFLEX CHAIN 809 SC allerdings in 6mm² an...
https://www.sysgotec.de/de/Kabel-und-Zubeh%C3%B6r/Kabel/Leitungen/Starkstromkabel/Lapp-Kabel-Leitung-%D6LFLEX-CHAIN-809-SC-1062900::1402296.html?refID=0001&gclid=EAIaIQobChMIu_Hrkb-W2AIVCtwZCh3RTQ1LEAkYAyABEgL8b_D_BwE

@xoexlepox: klar, ist die gängige Methode, habe da aber momentan irgendwie so einen Fetisch in Richtung Perfektionismus entwickelt :) Ausserdem habe ich bei Heißkleber im Kontext KfZ nicht soo tolle Erfahrungen gemacht ;)
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Arndt » Di 2. Jan 2018, 15:54

So, äh prosit Neujahr!

Es ist soweit und wir sind auf die Zielgerade eingebogen!
Ab hier gibt es nicht mehr viele Optionen, entweder klappt der Einbau, oder ich zünde die Karre an :lol:

Zwischen den Feiertagen habe ich recht viel Zeit damit verbracht und die Heizung wieder zusammengefriemelt,

Erst aber nochmal einen alternativen Referenzwiderstand ausgelietert und mit 100k||120k ergeben sich hier ~54kOhm.
Damit liegt die Maximaltemperatur zwar immernoch nur im Bereich 60°C für den Anfang genügt mir das aber um die Scheiben trocken zu föhnen.
Dafür bin ich dann bei niedrigeren Temperaturen relativ sicher, dass die Heizung nicht auf Dauerbetriebgeht und der RDSon für Temperatur an der falschen Stelle sorgt...
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HV-Stecker wieder zusammengetüddelt:
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Bimetall angeschlossen und durch eine separate Quetschverschraubung an der Heizung zur neuen Steuerung geführt.
Die beiden Einzeladern sind auch mit einem zusätzlichen Schrumpfschlauch geschützt, der originale Mantel war zu dick um im Heizungsgehäuse geführt zu werden:
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Bei der externen Kabellage habe ich für den Leistungsteil vorerst Silikonkabel genommen, das wird dann aber später noch vernünftiger gestaltet.
Für das 12V-Gelumpe und den NTC habe ich noch PUR-Leitung gehabt, die sollte robust genug sein :D


Der NTC wird jetzt über den alten Versorgungsstecker der Heizung angeklemmt, damit da nix abbrennt, sollte mal versehentlich der originalstecker aufgesteckt werden, liegt der NTC zwischen Karosseriemasse und dem (vom Steuergerät) nicht abgegriffenen Fehlersignal der Originalheizung.
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Den defekten Kontakt an einer Heizwendel habe ich mit 2K-Tesa-Spezialkleber wieder geflickt, alle Steckkontakte sind zusätzlich noch mit Schrumpfschlauch gegen unbeabsichtigtes Berühren und als mechanischer Schutz ummantelt.
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Das Setup im Vehikel fügt sich noch nicht nahtlos ein, 386VDC liegen an, 12V von der Heizungspumpe kommen auch an, der Eimer läuft aber noch nicht los *grmpf*
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Irgendwie habe ich wieder diese besch... Unterspannungsabschaltung in Verdacht :roll: das Ding macht mich noch wahnsinnig ;)
Sorry Bastelbruder :) ich bin mir sicher, dass UVLO sinnvoll ist, aber bei der Heizung habe ich langsam das Gefühl, dass wir da mit den analogen Möglichkeiten vielleicht etwas übers Ziel hinausgeschossen sind. ;)
Die Frustration wird sich heute Nachmittag hoffentlich wieder geben, verschwinde jetzt erstmal im Carport und klemme das Oszi an die Kiste.

Edith sagt gerade, dass es offenbar nicht der UVLO ist, Spannungsversorgung aus den 386VDC stellt sich bei 11,6V ein und am Referenzpunkt wackelt der Sägezahn lustig herum...
muss mal am NTC messen was da los ist. >60° sind wir definitiv nicht :lol:
Zuletzt geändert von Arndt am Di 2. Jan 2018, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Bastelbruder » Di 2. Jan 2018, 16:03

Lo_bat: einfach einen der 51k-Widerstände reduzieren. Z.B. 100 k parallel, das sollte mindestens 40 Volt bringen.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Arndt » Di 2. Jan 2018, 18:22

LoBat scheint es doch nicht zu sein, bin aber trotzdem noch nicht weiter....*grml*
Referenzpunkt: Ok, wackelt auf dem gleichen Pegel und mit derselben Frequenz wie zuvor bei den Tests! Daraus schließe ich, dass LoBat, Einschaltverzögerung und Pulsgenerator funktionieren.
NTC: Widerstand zu niedrig (liegt plötzlich bei 33k), könnte im Grenzbereich liegen, dass die Heizung nicht mehr heizen soll.
Habe daher nochmal ein Poti in Reihe geschaltet um ein wenig mehr Handhabe zu haben, nichts desto trotz wird das Gate nicht angesteuert...
Keine Idee, was da im Augenblick nicht tut, für heute ist aber Schluss (zu duster, zu kalt, ...)

@Werner, Ich zweifle ein wenig am NTC, kannst Du die Kennlinie, (bzw. die Widerstandswerte bestätigen?) Nicht das das Teil nen Schlag hat und ich ärgere mich damit rum.

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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon wernerc » Mi 3. Jan 2018, 01:27

Hallo Arndt,

ich habe die Kennlinie nicht vermessen.
Da Du das ganze ja aber so schoen aufgenommen hattest, war ich davon ausgegegangen, dass Du da richtig liegst.
Auch kann ich nicht bestaetigen, ob und wenn um was fuer einen NTC es sich handelt.
Das muesste ich dann selbst noch mal ausmessen.
Moeglicherweise gibt es auch verschiedene Versionen, was ich aber mal primaer nicht vermute.
Hier bei mir zuhause ist aktuell keine defekte Heizung lagernd, die sind alle am Arbeitsplatz.
Da komme ich vielleicht Morgen hin, vielleicht aber auch erst in ein oder zwei Tagen.
Denn momentan arbeite ich von zuhause aus und muss ggf. nur mal zum Kunden.
Ggf. kann mein Mitarbeiter Morgen (wie ich an der Uhr sehe eher heute) eine Heizung mitbringen,
wenn er hier zum Tapeten abkratzen kommt und ich ihn noch vorher erreiche(Aetzende Renovierung).

Hattest Du das ganze nicht vorher schon mit den originalen Sensor getestet ?
Ich meine mich doch daran zu erinnern. Wie hast Du die Tests mit dem Sensor denn gemacht ?

Vielleicht ist er moeglicherweise auch defekt und hat zu dem Heizungsdefekt gefuehrt !!!

Gruss

Werner
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon wernerc » Mi 3. Jan 2018, 01:36

Was mir noch einfaellt ohne jetzt den Sensor gemessen zu haben:

Deine Schaltung benutzt den Sensor ja auf der Hochvoltseite der Schaltung.
Das Original benutzt den aber ziemlich sicher auf der 12V Seite !
Mag es da ein Problem in Bezug auf die Isolation oder Fehlerstroeme am Sensor geben,
sprich der ist in seiner Huelle vielleicht nicht fuer so hohe Spannungen isoliert und Du hast da Fehlstroeme,
die den Messwert verfaelschen ?
Denn Deine Schaltung hatte da ja wohl irdendwas im Sub ma Bereich...
Und wenn da die Isolation nicht sehr gut ist, kann da schon mal fehlstromen..

Muss nicht so sein, nur eine Idee, warum es bei Dir auf dem Tisch ging und am Auto nicht.

Gruss

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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Arndt » Mi 3. Jan 2018, 13:01

Moin Bastelbruder, Du verwirrst mich gerade gewaltig :?
Ich habe noch einmal nachgesehen und am 4.11. haben wir die Schwelle schon einmal angefasst, da schrubst Du, dass der Widerstand R16 höher ausgelegt werden müsste um die Schwelle zu senken.
Bastelbruder hat geschrieben:Die Lobat-Überwachung wiederherstellen, dazu die Leitung zwischen R16 R17 zu C6 führen. Mit einem etwas größeren Wert von R16 läßt sich die Low-Schwelle von aktuell etwa 380 V problemlos auf beispielsweise 68 k -> 310 V ändern.
...

Dem Befehl 8-) bin ich damals auch gefolgt und R16 hat aktuell 68k. :)

Welchen Widerling meinst Du da jetzt?
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Zur Erläuterung für neue Zuhörer, oder die hartgesottenen die den Überblick verloren haben :lol:
LM139A -> PWM (in Abhängigkeit des NTC, einstellbar über R2)
LM139B -> 1Hz-Generator
LM139C -> LoBat (einstellbar über R16)
LM139D -> Zenerspannung OK
Das Signal vom 1Hz-Generator (REF2) liegt direkt an dem Punkt zwischen R5, R25 und C2, die beiden anderen Referenzen (LoBat und ZenerOk) lassen sich über den Lötböppel-Jumper SJ1 dazuschalten und ziehen im Falle eines Falles dann den gemeinsamen Referenzpunkt nach Masse, sodass der PWM-Generator keinen mehr hoch kriegt. ;)

@Werner, habe auf der originalen Platine nochmal nachgesehen, aber da hing der NTC auch voll mit auf der HV-Seite... sonste hätten sie da dessen analogpegel galvanisch getrennt an die Steuerung prökeln müssen, das tut man sich nciht freiwillig an ;)
Ich stimme Dir aber zu, das hätten wir hier besser machen können und nur das Gate über den Optokoppler führen sollen und den Rest auf der "entspannten" Seite lassen...
Vielleicht gibt es ja noch Runde zwei mit lessons learned
Möglicherweise ist der NTC auch die Fehlerquelle gewesen, nur dann bin ich erstmal geliefert.

BTW, R2 (Spannungsreferenz für den NTC) habe ich auch wieder auf 51k zurückgedreht, nu is schluss mit die Pietät mir ist KALT! ;)
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Bastelbruder » Mi 3. Jan 2018, 13:26

Die Spannungsüberwachung runterdrehen geht halt bloß so lange gut bis die Stromversorgung bei der niedrigen Spannung irgendwann nicht mehr ausreicht. Und dann ist es (für schnelle Experimente) einfacher, R14 oder R15 zu verringern oder einen davon zu ganz überbrücken. Damit wird schnell sichergestellt daß es an der Stromversorgung nicht liegen kann, weder Lo_Bat noch !Zener-Ok dürfen dann aktiv werden.

Die Isolation des NTC läßt sich doch ganz schnell mit dem Multimeter kontrollieren, indem man den Voltbereich einschaltet. Da fließen dann (vorausgesetzt 10 Megohm, nicht gewährleistet im kleinsten Spannungsbereich) 100 nA pro Volt.

Interessant ist natürlich auch wo sich die 400 Volt relativ zur Fahrzeugmasse befinden. Apropos Pietät: Ist der Kochtopf eigentlich irgendwie "geerdet"?
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon duese » Mi 3. Jan 2018, 13:49

Die 400V sind zur Fahrzeugmasse in der Regel undefiniert, bzw. werden von der Isolationsüberwachung auf der Suche nach Isofehlern lustig durch die Gegend geschoben.
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Arndt » Mi 3. Jan 2018, 13:56

Ok, da kling einleuchtend, wenngleich mir das sehr waghalsig erscheint :D
Wird schon schief gehen...

Der Kochtopf ist mit der Karosserie verbunden und damit "geerdet"
Den NTC und die Heizwendeln hatte ich anfangs schonmal mit einem Fluke-Isomesser geprüft, einmal bei Zimmertemperatur und einmal in einem Topf mit heißem Wasser, da sahen die Isolationswerte gut aus (hatte ich damals auch irgendwo hier im Fade gepostet, finds nur gerade selber nicht wieder...)
Die Messung sagt aber natürlich nichts viel über den Realbetrieb aus und wie sich die Komponenten bei entsprechenden Druck.- bzw. Temperaturschwankungen verhalten... Wir werden sehen.

Ja, wie Duese schreibt, ist die Traktionsbatterie, PCU und Motor potentialfrei in der Kare verbaut, die PCU (PowerControlUnit) hat eine eingebaute Isolationsmessung, welche sofort den ganzen Hobel lahm legt, sobald da etwas nicht in Ordnung ist.

Habe die Platine da jetzt erstmal wieder rausoperiert und schaue mir auf dem Teststand nochmal die Pegel zwischen Pin 2, 4 und 5 an, also rund um den PWM-Generator und dann probiere ich dasselbe später nochmal am offenen Herzen.
Mal schauen ob ich dazu die Garage frei kriege, hier gehts wettermäßig gerade mal wieder drunter und drüber :cry:
Wünsche mir für 2018 eine Dürrekatastrophe für Norddeutschland! Das Wasser hier riecht locker für 3 Jahre...
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon Arndt » Mi 3. Jan 2018, 18:57

Hier nochmal eben ein kleines Video vom Prüfstand
https://www.youtube.com/watch?v=50mwRbTylnU
Beschreibung kommt noch, sobald das video fertig hochgeladen ist.
Blau ist aber die Referenz und gelb das Summensignal vom NTC plus der Sägezahn.

Auto ist aber noch nicht in der Garage, das wird erst später, oder morgen etwas
1. kein Platz auf dem Hof zum Rangieren...
2. musste spontan das Windrad noch mit ein paar Waschbetonplatten sichern, pustet ganz schön hier!
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Re: Das Projekt Think City

Beitragvon wernerc » Mi 3. Jan 2018, 19:32

Mir ist ja schleierhaft, wie Du bei dem Wetter draussen was machen kannst.
Hier windet und regnet es wie irre und heute Morgen hat es sogar ein Gewitter gegeben.
Aber an der Kueste ist man vielleicht haerter drauf :-))
Der war echt an der HV ?
Ich konnte das bei meinen Heizungen nicht pruefen, da mein Mitarbeiter die alle mit ner Fraese zerlegt hat und keine Platine ganz geblieben ist.
Du hattest das auf Deinem Labortisch nur mit einem NTC Ersatz oder dem NTC selbst getestet ?

Gruss

Werner
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